| + \ Ad N J 7 \ ZEARVARD UNIVERSITY HERBARIUM. | / UV Dought LIBRARY OF THE GRAY HERBARIUM HARVARD UNIVERSITY ————— — — Die ,gerbtefd: wilde Baumzucht theils ARTEN NEUN und anderer emder, theils einheimifcher Baͤume, Straͤucher und Strauch⸗ artigen Pflanzen nach den Kennzeichen, der Anzucht, den oe und der Benutzung befchrieben | von D. ab ee du Roi Sefter Band. Mit Kupfern. — Bramnſhweig 1771: im Verlage der Fuͤrſil. a an f/ px Pd . Dem ‚ Durjauigten Fuͤrſten und Herrn, HERRN eier obrecht regierenden Fuͤrſten zu Anhalt, Herzogen zu Sachſen, Engern und Wet: phalen, Grafen zu Aſcanien, Herrn zu Bernburg und Zerbſt! ꝛc. ꝛc. des Rußiſch Kaiſerlichen heil. Andreas⸗ Ordens Ritter ꝛc. —— ER gürfen und Herrn und denen Hochwohlgebohrnen Hirten, DA KRN Friedrich Auguf von Beltheim, Herzoglichen Braunſchweig ⸗ Luͤneburgiſchen Hofrichter, des Herzogthums Wolfenbuͤttel Erbkuͤchenmeiſter, Erbherrn auf Harbke, Aderſtedt, Groppendorf c. | des — goldenen Löwen: Ordens Kitter 5 HERRN O ed von Vunhhauſen, Koniglichen Großbritanniſchen und Chur, fuͤrſtlichen Braunſchweig⸗ Luͤneburgiſchen Land⸗ — su Haarburg, Landzund Schagra te des Fuͤrſtenthums Galenberg „Erbe * herrn auf Schwoͤbber, —— dagſen x. Seinen gnaͤdigen Herren ‚ Abergicbet duſe Abhaidlungen als einen Beweis der 2 Eheicht, SEHEN, und Dank; barkeit der Verfaſer. Ein iederScheiftftelerift ſchuldig, das >, Publikum über die Bewegunsgruͤn— de zu belehren, die ihn vermogt ha⸗ ben, demſelben feine Arbeiten mitzutheilen. Sind fie von einigen Gewichte, fo kann er ſich Beifall verfprechen, wenn er für den allgemeinen Nutzen forgfältig gearbeitet hat, find fie esnicht, ſo muß . er zu Entfcehnidigungen, daß er durch Befehle - hiezu genöthiget worden ſei, feine Zuflucht neh⸗ men, und fein Bud) auf gut Glüd fortſchicken. Wenn ich auch nicht aller meiner Leſer Beifall verdienen follte, fo verdiene ic) doc) auch nicht ih⸗ ven Tadel, | Kenner wiffen, wieviel wir in dem ganzen Na turreiche noch zu lernen haben, und daß das Pflan- zenveich als ein Theil deffelben wegen ver sfonomis ſchen Benugungen einer. eigenen Anfmerkfamkeit | IE bedarf, vm Borberidt bedarf, und hierin erfi in dieſem Sahrhunderte die praftifchen. Schritte gewagt find, Die Baumzucht insbefondere iſt ein für Die Nachwelt nugbares Sach), wir haben die Kennt niffe dazu ohnumgaͤnglich noͤthig, und doch fo wer nig Gufes darin, daß wir oft nicht wiffen, welche von zwei ee Methoden die beſte iſt. Das ——— wir, ein Mann, der ſich mit der Bearbeitung derſelben viele Jahre beſchaͤftiget hat, hat das Vorurtheil eines verſtaͤndigen Lehrers vor ſich, dennoch kann er aber irren, und ſein Irr⸗ thum kann andere zur Nachahmung vermoͤgen, und betraͤchtlichen Schaden verurſachen. Dieſer Umſtand betrift im eigentlichen Verſtande die Forft, wiſſenſchaft in hoͤheren Grade, als die Behand⸗ lung der Obſtbaͤume, und der Nachtheil, der ein Land und einen ieden Eigenthuͤmer einer Forſtan⸗ lage Durch verlohrne Zeitund Arbeit trift, ift zu of⸗ fenbar, als daß ich daruͤber iemanden zu belehren ſuchen ſollte. Berichte alſo, — ke die von mehr als einer Erfahrung und öfteren Verſuchen en welche Gründe unterflügen, und deren gu⸗ ‚tee ” Vorberidt. vom ter Erfolg fich praktisch vorzeigen läßt, diefind es eigentlich, welche gefodert werden. Sch habe vor andern bei meinen fünftährigen a Aufenthalte hiefelbit die Gelegenheit gehabt, fol: che Erfahrungen einſuſammlen, fie haben mir wie—⸗ derum Gelegenheit gegeben, fie nachdenkend zu er— waͤgen, ſie bald einzuſchraͤnken, bald zu erweitern, nachdem ſie es erfoderten. Und weswegen ſollten ſie nicht die Liebhaber vergnügen und in Ermangelung befferer Anwei— fungen ihnen nügen Fonnen, da ſich Harbfe eines geogen’ Forfiliebhabers in der wuͤrdigen Perfon fei- nes iegigen Herrn Beſitzers, fo fehöner Forſtanla— gen, und fo weitläuftiger Pflanzungen von freitiven und feltenen Bäumen, Sträuchen und Strauch- artigen Pflanzen ruͤhmen kann, Pflanzungen,, die ich ihrer Größe und Der darin erzogenen feltenen ‚und vielen Gewächfe wegen mit unter die erjien in Deutfehland rechnen muß. ' Die in dieſem Wer⸗ fe befchriebenen Arten beweifen ihren ſchaͤzbaren Reichthum und den Vorzug fuͤr andere, wi \ _ Seit zwanzig Jahren ohngefaͤhr haben der ſchnelle Wuchs Nordamerikaniſcher Bäume und ihre | a5 Dauer x’ Vorbericht. Dauer unter unſern Himmelsſtriche die Liebhaber auf ſie beſonders Acht geben laſſen. Man bewundert ihre Verſchiedenheit, und den geringen Zeitraum, in welchen ſie heran wach⸗ ſen, ein natuͤrlicher Trieb der Neugierde wird re⸗ ge, man wuͤnſchet dergleichen zu beſitzen, und man ſtellet mit ihrem Anbau Verſuche an. | So viel bleibt gegründet, nicht alle für ung feltene Pflanzen haben für die einheimifchen Bors züge, und man muß daher nicht für dieſelben zu ſehr eingenommen ſeyn, und ſich alle Vortheile von ihnen verſprechen, indem man ſie ſaͤmmtlich den andern Arten vorziehet. Der Erfolg allein ſagt uns die Wahrheit, Indeſſen kann man nicht augnen vab nicht einige unter innen einen befonders ſtarken Wuchs zeigen follten, unter die z. E. die rothen Virgini⸗ ſchen und Caſtanienblaͤttrige Eichen, Der Amerikas, niſche Platanus, die rothen Virginiſchen und Eſchenblaͤttrigen Ahorne, die, Weyhmouthsbiefer amd Canadiſche weiße Fichte gehören. Derglei⸗ chen Baͤume verdienen angeprieſen zu werden, ſi ie iR für die Zukunft nutzbar. | „Ein praftifcher ur möge hier — und | [ Vorbericht. xI und es gefchichet in der Thatoft, daß er zwar ge- gen den geſchwinden Wuchs dieſer Arten nichts einwenden koͤnne, es fruͤge ſich iedoch: ob unter den Nordamerikaniſchen und anderen fremden Ar— ten in der That welche waͤren, die uns vor den Deutſchen Baͤumen wahre u: liefern wer⸗ den? Und dieſe Frage be antworte ich mit Ja. Die Weyhmouthskiefer (Pinus Strobus), die Canadi⸗ ſche weiße Fichte (Pinus Canadenſis), der Nord⸗ amerikaniſche Platanus (Platanus occidentalis) Die ſchwarze Wallnuß (Juglans nigra), der Virgi⸗ niſche Schotendorn (Robinia Pſeudacacia), die weiße Ceder (Cypreſſus thyoides), die rothe Ce— der (Juniperus Virginiana), der. Nordamerika⸗ niſche Lebensbaum (Thuia occidentalis) u... alle dieſe Baͤume, die durch die Guͤte des Holzes und ihre Brauchbarkeit Ani Forſthaushaltung nutzbarer machen. Wie ſoll aber ein iebhaber dem von ihrer Anzucht wenig bekannt ift, fich mit ihnen auf-ein Dhngeföhr abgeben? Ohne alle Anweifungen werden ihm öfters feine Unternehmungen fehl ſchla⸗ ‚gen; wenn er gleich nach win Uebergeugung nad) Gruͤn⸗ Xu Vorberichte Gruͤnden verfaͤhret, denn dieſe paſſen * zeit auf eben denſelben Baum. Fuͤr dieſe Liebhaber habe ich MN 7— ſchrieben, und fuͤr ſie ſind von mir die angegebene Verſuche und Erfahrungen. | Außer ihnen wird aber noch, wie ich * ſchmeichele, der Gelehrte von Profeßion hin und wieder etwas fuͤr ſich finden, das ihm neu und nicht unangenehm iſt. Ich verſtehe darunter Berz beſſerungen in den genaueren Beſchreibungen, ei⸗ nige angefuͤhrte neue Arten, und einzelne Bemer⸗ kungen uͤber die Teuctification, . Um über alles dieſes nichts ungewiffes zu fie gen, Fann ich meinen Lefern die Verſicherung ge: | ben, daß meine Bemerkungen genau angeſtellet, und Daß, wo ich dazu Gelegenheit gehabt habe, fie von mir mehr als einmal zu ſicheter —— wiederholet ſind. —2 Gegen große Maͤnner und wahre Gelehtte— gegen einen Ritter von Linne‘ und Herrn von Haller, darf ich mich nicht entſchuldigen, wenn ich, bisweilen in die Nothwendigkeit gefegt worden bin, von ihren Meinungen abzuweichen, und die meinigen, in ſo weit ſie eine aufmerkſame Unter⸗ a—— Borberidt - Xu ſuchung beſtaͤtiget hat, * die die — — tragen. Ich befürchte nicht, daß, wo es gefchehenift, ich die allgemeinen Höflichkeitsregeln iemals aus den Augen gefegt und der Hochachtung zumider gehandelt hätte, die ich gegen ihre Berdienfte hege, Ein wahrer Gelehrter weiß ohnedem, daß alle Theile der Wiſſenſchaften noch Bearbeitungen ver⸗ dienen, und er iſt zu beſch eiden als daß er Erin: nerungen und aus suverläßigen eignen Bemerkun⸗ gen Rerbefferungen eines tungen Schriftftellers uͤbel aufnehmen ſollte. Die Beſchreibungen ſind, wie der Inhalt zei⸗ get, nach Moͤglichkeit deutlich gemacht. Zuerſt habe ich die Gewaͤchſe nach den Speci- ebus des Herrn won Linne‘, nachdem Miller— ſchen großen Gärmer- Wörterbuche, nah du Hamel Beſchreibungen und nad verfchiedenen an⸗ ‚bern Lehrern, benennet, damit meine Lefer, die gewiß doch ein oder das andere diefer Bücher bes figen werden, die Pflanzen beſtimmt finden koͤnnen. - Hierauf folgen die Englifchen Benennungen, ſie moͤgen nun allgemein oder nur einzelnen Perſo⸗ 141 XII Borberidt. nen befannt fepn. Unter die legteren rechne ich die Benennungen von Herrn Bartram zu Philadel⸗ phia, welcher jaͤhrlich aus dem nordlichen Ameri⸗ ka die Saamenſammlungen mit ſeinen beigelegten Verzeichniſſen nad) England abſchicket, und die ein Anbauer folcher Gemächfe verfiehen muß. Wir laſſen aud) anizt oft von den Engländern iunge Baͤume aus ihren Pflansfchulen kommen, und die⸗ ſe erhalten wir unter den Engliſchen Namen meh⸗ rentheils beſtimmter, als wenn wir ſie lateiniſch angeben. Den Engliſchen Benennungen Tr die Frans | zoͤſiſchen, und diefen endlich die Deurfchen. . Wie fehr wir Deutfchen diefelben vervielfälti- get haben, iſt bekannt, und oft gefchieher es, daß ein Baum durch eine andere Benennung vol lig unfenntlich wird, der es bei einfacheren Nas men nicht feyn würde. Der Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen *) Hager ebenfals über diefe Bervielfältigung, und er hat neulich die Bahn gebrochen, ung über viele Namen Gewißheiten zu liefern. Die meinigen — und, wo ſie nach re — on ; — ) S. Hausvater 5. Th. Vorrede Seife IX. Vorbericht xv dem Urtheile verſtaͤndiger Männer unrecht ange: bracht waren, weggelaſſen, um nicht zu Irrun— gen Anlaß zu geben. Ich überlaffe es Kennern, in wie weit ich hierin zu der abgezweckten WVoll⸗ Fommenbeit gelanget bin, nur müffen fie bei ihrer Beurtheilung fih den. Gedanken empfohlen feyn laſſen, daß dieſe Schritte beim erſten Anblicke leichter ſcheinen, als fie es wuͤrklich ſind. So findet man z. E. bei vielen unſrer Schrift⸗ fieller ben Namen Scheißbeeren bei Baumen und Sträuchern von ſo verfipiedener Art angefuͤhret, daß man ihnen hierin ohnmöglid) folgen und dier felben beibehalten Kann. Ein ieder Baum, deſſen Beeren den Durchlauf erregen, hat diefen Na⸗ men erha lten, alsdenn ſtehen ober Rhamnus ca- tharticus, Rhamnus Frangula, Lonicera Xyl 0- ‚Reum, Viburnum Opulus, Viburnum Lantana, ‚Prunus Padus ſo yermifcht durch eindnder, daß man bei folchen einfachen deutfchen Namen ohn⸗ möglich eine Art dieſer Geſchlechter und Arten kennet. Die Benennung Hartriegel n wird ebenfals bald dem Lyguſtro vulgari, bald dem Corno ge⸗ geben, und ich koͤnnte mit mehreren dergleichen Artikeln von Faulbaum, Zwecheg Stiegen: | baum XVI Vorbericht. baum u. ſ. m. meinen Leſern aufwarten, wenn ich hier unnothige Wiederholungen anſtellen wollte. ‚Das Negifter der Deutſchen Namen wird ihnen dergleichen — hin amd wieder zeigen. Die Zweifel bei den en der Ceder ſind von mir an ihrem Orte auseinander geſezt, und ich habe auch die in Niederſachſen durch ein⸗ ander geworfenen Kiefern, Tannen und Fichten nach ihren aͤußeren Kennzeichen unter die eigentli⸗ chen Abtheilungen gebracht. Provinzen, in de⸗ nen dieſe Geſchlechter beifammen angetroffen wer den, geben uns die richtigen Anweiſungen zu den Namen, und habe id) alfo nicht mit Zug und Recht diefen Unterſchied nach den Sprachgebran: che der Einwohner von Franken und Schwaben einrichten fonnen? Der Herr Waldamtmann Del: hafın von Schöllenbach in feinen ER. hat dieſelben beſtimmet. Wahrſcheinlich erfuͤlle ich ar dieſe — gen den Wunſch vieler, die bisher uͤber die ver— worrenen Begriffe unſerer Liebhaber unzufrieden und oft ſelbſt ungewiß geweſen jmd, welcher Art eine oder andere Benennung zugehoͤre? | Darf Borberidt ° Xvu Darf man hoffen, daß wir dergleichen allgemein annehmen? Hat man noch noͤthig, zum Beſten der An⸗ fanger einen ieden Forſtlehter datum zu bitten? Als den? Verfaſſer der Abhandlungen kann ich mich, bekennen, da man doch gemeiniglich die Zus ſammentragung der Materialien und die Ausars beitung eines Werkes als sine eigene Arbeit an fiehet. | Die mehreften Beobachtungen über die Fru⸗ ctification find die meinigen, ic) habe fie, ‚wie ich ſchon vorher verfichert habe, zu perfihiedenen mas len aufmerffam angeſtellet und mit den Angaben anderer Schriftfieller und den Einnerungen meiner | Gönner und Sreunde ver glichen. Dieſen ſtatte ich nochmals für ihre Beiträge und Belehrungen den verbindlichfien Dank ab, welchen insbefondere der Here: Hofrichter, von Veltheim und der Herr not von 2 —*— verdienen. Won dem erſteren dieſer wuͤrdigen Maͤnner | fäeiben fich alle Stellen meiner Abhandlungen her, woſelbſt von Erfahrungen im Forſtweſen und der eigenen deſtbehadlung gehandelt wird. Wie b vor⸗ ⸗ am Buben vorzüglich diefe für. Die Anweifung anderer ausfal⸗ len, . werden Kenner leicht und. mit Vergnuͤgen bemerken, und von einen folchen praktiſchen Forſt⸗ manne konnte man eigentlich gegründete Wahrhei— ten erwarten. Als ein Menſchenfreund nennet Er die Mittheilung dieſer nutzbaren Kenntniß für das Publikum nach Seinen eigenen Ausdrucke Nfcht, was andere demſelben ſicher als eine Wohlthat angerechnet haͤtten. el Dem lezteren nebft meinem Freunde, dem Herrn Dr. Pott in Braunfhweig, habe ich bie Be antwortung und Erläuterung berienigen Zweifel zu verdanken, die bei den hin und wieder aufge⸗ fuͤhrten neuen Arten und bei der noͤthig gefunde⸗ nen Veraͤnderung verſchiedener Beſchreibungen mir nothwendig einfallen muſten, durch welche Huͤlfe mir eine der — rg erzeiget worden iſt. Ich weiß, daß einpene Stöce — die ich in die Braunſchweigiſchen gelehrten Beitraͤge und in das Hannoveriſche Magazin habe einruͤcken laffen, mit Beifall aufgenommen find, und ob man gleich bei der Anfuͤhrung dere ſel⸗ VBorberichte XVvam felben meines Namens: bisweilen nicht ermähner hat, fo iſt mir Doch das Lob der Kenner zu ſchmei⸗ chelhaft gemefen, als daß ich diefe Aufſaͤtze noch mehr zu verbeffern anizt härte verabſaumen ſollen. Die Vergleichung wird fie verändert und * ret zeigen. Nicht ale Arten und, Abarten, die bisher von fremden unter unfern Himmelsſtrich dauren⸗ den Bäumen und Sträuchern bekannt geworden find, habe ich beſchrieben, und es fehlen viele, die man vom Herrn Landdroft von Muͤnchhau⸗ ſen erwaͤhnet findet. Die Urſache davon iſt, weil ich nur die hier vorhandenen nenne, weil ich aus Erfahrungen, ans ſelbſt angeftellten Erfahrungen reden. will, folglich meinen Leſern nicht alles das fagen kann, was ich von andern hiefeloft nicht befindlichen Ars fen bin und wieder gefehen und gehöret habe, Der Titel meines Buchs würde auch dieſer Ab ficht widerſprechen. Bei den Deutſchen Benennungen der botani⸗ ſchen Kunſtwoͤrter bin ich hauptſaͤchlich der An⸗ weiſung des Herrn Dr: min **) gefolget, die unter ")6. Einleitung zur een x Bhrbeiidl unter uns das Butgertecht ſich beniſuenchà er⸗ worben ha ra ic nA Ein Geflecht (Genw), dag — 8 Gattung nennet, iſt bei mir alſo eine Anzahl üben einflimmender Pflanzen die wie bei Prunus, Pia rus, Rhamnus wieder andere Gattungen unter ſich begreifen Fan, Es hat on ne und Abarten. Arge | sit on | Er og Bei Betrachtung. der 53 ni Perianchi um die Blumendecke, Corolla die, Blume Fi- Jamentum der Staubfaden,Ancheah der ‚Staub, | beutel, Germen der Knopf, Stylus der zrif fel, Sigma das Stigma, Neete um die Saft: grube, wenn von Papilionsblumen die Rede iſt, Vexillum die Fahne, Alae die Fluͤgel Ca rina der Kiel, und dei Diefer Erklarung wird: mich ein etwas foftematifcher Liebhabet Teiche veifichen, Die von mie hin und wieder Sbehchten Sl cher werden auch den mehreften meiner Leſer be⸗ kannt ſeyn, und ich habe ſie in alphabetiſcher Ordnung gleich nach dieſem Vorberichte angefuͤhret. Wo ich in meinen Beſchreibungen nur bloß die Namen Miller und du SGN ich allezeit nn >. the Vorbericht. XXI the'Gardeners Dictionary die achte Ausgabe und ‘des lezteren Trait&desarbres et’ arbuftes.. Eben dieſe alphabetiſche Ordnung gilt von den beſchriebenen Baͤumen, Straͤuchern und Strauch⸗ artigen Pflanzen. Man kann in ſolcher ihre Anzahl, Arten und Abarten geſchwinder uͤberſehen, und wer ſie ſyſtematiſch zu leſen wünfchet, wird durch die auf die alphabetiſche folgende ſyſtematiſche nach dem Herrn Ritter von Linne⸗ — 5 RB ebtnfals befriedigen. ſeyn · Ueber die Raiten ke Straucher und ai ge Pflanzen glaube 19 mi Kane erklaͤren zu muͤſſen. Baͤunme nenne ich alſo alle dieienigen Gewaͤchſe, die ** veſten holzigen Zweigen einen einzelnen ſtar⸗ ken Schaft weiben und bald auf weite bald auf kurze Entferm ungen indie Höhegehen, wie als folche die Buͤche Eiche, Birke, Fichte, Tanne, Kiefer, det Kirſch⸗ Aeßfel⸗ una meht anmuſehen find, Straͤucher ſind die, welche bei en holthen Zweigen niemals natuͤrlich einen einzigen geraden Schaft machen ſonderni in vielen Schuͤſſen aufwach ⸗ In / und en nur mitfelmäßige Hoͤhe erreichen? b3 Hier: XXI Vorbericht. Hierunter gehören der Haſelſtrauch, der Waſſer⸗ holder, Sproͤtzern, die — die Jo⸗ hannisbeerenbuͤſche u: ww. | Straucharti ze Pflanzen aber find dieieni⸗ gen, die zwar holzige aber dünne Keiferartige Zwei⸗ ge haben, und deren Wuchs niedrig bleibet. Und dergleichen ſind die Sandbeere, die Heidel⸗ und Kroonsbeerenſtraͤucher. Den Namen Stauden habe ich ihnen mit gutem Vorbedachte nicht geben wollen, weil er von den mehreſten Gaͤrtnern mit Un⸗ recht den eigentlichen perennirenden flanzen beigele⸗ get wird, und ich durch ihn unverftänblich hätte werden Fonnen. Die Anzucht und Vermehrung der Pflanzen geſchiehet, wiebefannt, entweder durch das Aus⸗ fäen guter reifer Körner, oderdurd) die Aushebung der bewurzelten Schößlinge, oder durch abgefenfte Zweige, oder durch Oculiren, und Pfropfen, Ich habe bei deder Art dasienige erwaͤhnet, was nach | den Erfahrungen und Angaben das beſte Mittel der BG: iſt. | | "Das: Abfenten der Zweige / Henliren und Die er Ph „Reiſer zu pfropfen, werde ich u hetanntes achen und um ſo mehr nicht wiederho⸗ len, Vorbericht XXIII len/ da dag zweite Stuͤck des fünften Theiles des Hansvaters dazu die gehörigen Anweiſungẽ giebet. | Sc) darfdaher nur über das Ausſaͤen einige An⸗ merkungen beibringen. | Alle Bäume erfodern einen natürlich lockeren, keinesweges aber geduͤngten Boden, wenn fie gut wachen follen. Eden diefes gilt gonihren Saamen. Sind folche von Kiefern, Zannen und Fichten, alſo dlige Saamen, fo werden ſie nur flach auf das locker gemachte Erdreich gefreuet, und man kann ſie ohne Bedeck ung liegen laſſen, wenn man keinen heftigen Wind, Ueberſchwemmung und das Weg— tragen der Koͤrner durch Voͤgel und andere Thiere zu befuͤrchten hat. Ich habe davon bei der gemei⸗ nen Kiefer weitlaͤuftig geredet. Die Saamen anderer Baͤume, wenn ſie klein find, wie z. E. die Birken⸗Ellern⸗ Platanusſaamen, wollen ebenfals faſt gar keine oder doch eine ſehr ge⸗ ringe Bedeckung haben. Zu dergleichen Bedeclun⸗ gen wird hieſelbſt bei der Anzucht im Kleinen weißer grobkoͤrniger Sand genommen, wodurch man den Vortheil erhaͤlt, daß die Bedeckung nie zuſammen klebet, fondern locker genug hleibet, um die Feuch— tigkeiten durch; zulaſſen, und dem neuen Keime nicht zu ſehr widerſtehet · Dieſes Verfahren muß ich bei RN 64 den XXI Vorbericcht den Ausſaungen theurer und ſeltener Game ictem Liebhaber anrathen. BEIN nsutr Die großen Saumen verlangen eine ſtaͤrkere Be⸗ deckung, ſie muß aber nicht zu hoch ſeyn, weil ſonſi dieſel ben an Statt aufzukeimen ‚sonder Faulniß an⸗ gegriffen werden. Unter dieſe kann man die von Ei⸗ chen, Ahornen, Pflaumen, Wallnuͤſſe, Eſchen u.f.w. rechnen, welchen nach Verhaͤltniß bald ein halber Zoll, bald ein ganzer Zoll Bededung gut if. Sind die Pflanzen in ihren erſten Jahren unge⸗ mein klein, find ſie zaͤrtlich, ſo thut man wohl, wenn man das Ausſtreuen der Saamen in mit lockerer Er: de gefuͤllte Kaſten unternimmt, die den warmen Theil des Jahres uͤber in freier Luft ſtehen bleiben und im Herbſte und Winter in Schutz gebracht wer⸗ den konnen. Ich halte dieſe Vorſicht beſſer, als wenn man kleine oder zaͤrtliche Staͤmmgen gegen die Winterkalte durch eine Decke von Mooß, Strohr: | Reifen, und dergleichen zu verwahren fich bemuͤhet, weil ſie des freien Zuganges der Luft entbehren fen und dadurch ofters noch kraͤnklicher werden. Die von der Raut vorgeſchriebene Zeit des Yusfiens iſt bltih da, nachdem der Saame reif | | gewor⸗ * Vorbericht. YXV gewor dem iſt, und nur bei wenigen finden darin Aus⸗ nahmen Statt. Dieſer Satz iſt gegruͤndet. Kann man alſo die Saamen alsdenn erhalten; fd unternehme man zu ſolcher Zeit bei offenen Wetter Das Ausſtreuen. Dadurch hat man des Austrock⸗ nen und Werderben des Saamens nicht zu beforgen, und durch die denWinter hindurch geſchehene Erwel⸗ chung werden ſolche, die ſonſt uͤber ein Jahr und laͤnger in der Erde liegen bleiben, ſchon in dem dar⸗ auf folgenden Fruͤhiahre auf keinren, und die Erwar⸗ tung geſchwinder und ſicherer befriedigen. Bei den Transporten aus entfernten Ländern, dergleichen die Ueberſchickung der Nordamerikani— ſchen Saamenkiſten bleibet, muß man es nicht ge⸗— nau hierin nehmen. Um mehrere Uebel zu ner huͤten, ſaͤctmand die Saamen ſo bald als möglich nach ihrer Ankunft aus— zur Saamen, die mehr als zu einem Stüdeinei eine Huͤlle eingeſchloſſen liegen, es mag nun dieſe eine Beere oder Schoote ſeyn, muͤſſen von einander ab⸗ geſondert und einzeln ausgeſaͤet werden. DODie Beeren der Mifpeln, Weißdorne, und Wach⸗ holder werden alſo nicht als Beeren ausgeſtreu⸗ ‚et, ſondern ihre Saamen von ihrer Pedeckung bes ſyet. b J | Da⸗ 1 Damit bei folchen faftigen Beeren die Abſicht deſto gefchwinder und ohne merkliche Mühe erreichet werde, geben uns einige Schriftſteller die angeſtell⸗ te Gaͤhrungan, durch welche ſich die Körner von ih⸗ ven fleiſchigen Beveſtigungen loswickeln, und ſelbſt einen zum beſſeren Aufkeimen noͤthigen Grad der Er⸗ waͤrmung erhalten. Die Anweiſung dazu kann ich aus den Obſervations far le Jardinage traduits de PAnglois de BRADLEV Tome 1. pag. 135. neh⸗ men, und die Beeren werden in ein Gefaͤß mit Waſ⸗ fer geſchuͤttet in einer warmen Stube binnen acht bis zehn Tagen in Gaͤhrung gerathen, ſo daß ſie mit den Haͤnden zerrieben ; und die ſchweren tuͤchtigen Saa⸗ menkoͤrner ausgefpület werden koͤnnen. Wider das Dichteſaͤen finden ſich bei der Ber ſchreibung der Bäume hin und wieder die erforder: lichen Erinnerungen, undich muß baffele ber —* fahrung nach verwerfen. Es zeigte dieſe hier offenbar, daß in Boden dicht ausgeſaͤete Fichten Hein und kuͤmmer⸗ lich blieben, da man aber die Pflanzen haͤufig aus⸗ nahm und verſezte, ſo wuchſen ſie beſſer auf, weil eine geringere Anzahl ——— ten konnte. Der Borberidt XXVI Der Boden der Harbkeſchen Dflanzungen verdienet zu der Erklärung meiner Beſchreibungen und angegebenen Erfahrungen noch einer beſonderen Aufmerkſamkeit. Der dem Herrn Hofrichter von Br ſtheim zu: fländige Ritterſitz Harbke macht die Graͤnze des Herzogthums Magdeburg gegen das Herzogthum Braunſchweig aus, und liegt von der&tadt undUni⸗ verſitaͤt Helmftädt eine Stunde entfernet, Weſt—⸗ waͤrts zwei Stunden davon iſt die Stadt Schönin- gen, Oftwärtseine halbe Stunde das adeliche Klo: ſter Marienborn, Suͤdoſtwaͤrts aufeine Stunde dag Konigliche Preußiſche Amt Sommerfchenburg, und Nordwaͤrts das Stiftund Dorf Walbeck. Das Schloß mit dem Dorfe befindet ſich in einen Thale/ und hat nach Suͤden und Weſten ſeinen Acker und nach Norden die mehreſten feiner Delyungen und ſei⸗ ne Pflanzungen. | Was die Pflanzungen anbetrift, fo machen ie fowohlerhabene, theils fehr magere, theils mit⸗ melmaͤßig fruchtbare Anhöhen, als auch T nm und — aus. und Napelhäler | finds: von — mit Sauphökeen u festen unterſchieden und abgeſchnitten, und erſt in IM die⸗ RVM Vorbericht. dieſem Jahre hat der Herr Beſitzer eine neue große mit beiden vermiſchte WRATZIARG von —* ra Raum angeleget. Die neben einander Beh — * | Nadelhoͤlzer haben fuͤnf und funfzig Morgen Inhalt. Ihr Umkreis be greift ſo wohl abhaͤngige Huͤgel als ebene Flaͤchen, und der Boden iſt ein Leimartiger mit Sande vermiſchter Grund, der iedoch nicht mit zu vielen Feuchtigkeiten geſchwaͤngert iſt Gegen Nor⸗ den und Nordoſt find ſie durch eine Hohe Wand von Buchbaͤumen geſchuͤtzt, den ſcharfen Zugwinden von TONER gegen er — BR aus⸗ geſezt. Jan j Eine beſpudere Pflarſkng chells Nanſe theils auslaͤndiſcher gewählten Laubhoͤlzer if eine zegend vom eilf Morgen, deren Boden verſchi eden ausfällt. Eigentlich iſt ſie ein langes Thal / welches von zwei Seiten mit merkli chen Abhaͤngen einge ſchloſſen wird, und ehedem einen Fiſchteich abgab, der von dem aus der dahinter belegenen Holzung zu⸗ fließenden Waſſer ſeine Erhaltung hatte, Der Grund dieſes Thals iſt alſo naturlicher Weiſe noch etwas feucht/ ob gleich dieſe Feuchtigkeiten durch den an einer Seite gemachten Abzugsgraben alle Jah⸗ ve deerittzerttwetden. Das Erdreich iſt eine mit Leim ver⸗ DBvreberddutid Xxill vermiſchte Sanderde. Die nah Norden abhaͤngen⸗ de Hoͤhe iſt in der Guͤte des Erdreichs beſſer, als die gegen Suden abhaͤngende ihr entgegen geſetzte, wæelche einen mit Sandſteinen vermiſchten Leimarti⸗ gen ſchlechten mit Heide bewachſenen Boden hat. Das Chal ſtreichet ganz genau von Oſten gegen Mes fien, hat in Oſten vollkommenen ide 0 j gegen We⸗ ſten aber it es vdffen n Gleich neben ihr findet ſich ein vier und dreißig Morgen große er Hlagdond oufen Ervreithe j welcher zu vetſch In angorderfien gebienct bat, und num mehro mit einheimiſchen Baumen beſchtiſt die ſch des sadehen, Wuchſes freuen. Außer dieſen Hauptpflanzungen ſind noch einige Felder des Schloßgartens mit iungen aus laͤndiſchen Baͤumen beyflanzet. Es werden ſolche durch die Einfaſſung hoher Hecken gegen heftige Winde eini⸗ germaßen geſchuͤtzt, und der Grundiſt daſelbſt eine ſchwaͤrzliche mit Le im vermiſchte Erde. Ein ande⸗ ver Abſchnitt iſt weniger beſchuͤtzt, und ſtehet gegen Weſten vollig offen, auch den at BR. den befonders ausgeſetzt. EN Die, beigefügten Abbildungen, no nad) ei bendigen Exemplaren getreu verfertiget, einige von —— neue Arten machen ſich durch ſie deut⸗ licher, XXX Dorberidt. licher, ſo wie andere ſchon beſchriebene iedoch noch nicht abgebildete. Ich ſchmeichle mir daher, daß ich auch hierin dem groͤßten Theil meiner Rene mich gefällig bezeigt, habes 9. Mehrere verfertigen zu laſſen, in fo weit biche bei anderen Schriftſtellern fehlerhaft ſind und eine Verbeſſerung bedurften, habe ich nicht fuͤr gut be⸗ funden, weil durch ſie mein Bu: nur theurer gez worden waͤre. Die bekannten Abbildungen, wie z. E. die von der Blackwell, von Catesby und Eramer uf 10» habeich bei iedem Artikel ermähnet, und den ber ſten für die übrigen Die erfte Stelle gegeben. | Vielleicht erlauben die Umftändein der Zukunft die völlige Ausgabeder bier vorhandenen nach der datur genrbeiteten ſchoͤnen Abbildungen, die als ein Anhang dieſer meiner Beſchreibungen angeſehen werden koͤnnten. Ich ſage vielleicht, denn zuver⸗ ſichtlich kann ich dazu keine Hofnung machen, weil die Koſtbarkeit guter Kupfer und deren ungewiſſe Abnahme einer Unternehmung von ſolcher Art gar zu viele Hinderniſſe entgegen ſetzet. | " Herbie im Magdeburgiſchen den n24fen ex. 1778 | Anzeige i | Ä g nzeige der angefuͤhrten Schriftſteller. — — Abedma der Schwed. Akad. der Wiſſenſch. Der Koͤnigl. Schwediſchen Akademie der Wiſſen⸗ ſchaften Abhandlungen aus der Naturlehre, Haus: haltungstunft und Mechanik. Aus dem Schwedi— diſchen uͤberſezt von Abr. Gotth. Kaͤſtner. ı bis 30 Band. Leipzig 1749, — 1770: 8. Abhandlungen der dfonons Gefelfch. in Peters burg. Abhandlungen der öfonomifchen Gefell; ſchaft in St. Petersburg. 1Th. vom Jahre 1705: Mietau and Riega 1767. Acta Petropol. — Commentarii academiae > entiarum Imper. Petropol, de annis 1728 ‚ad 1751. | Novi, Commentariideannis 175 1: et fa A: Amm firp. Ruth. — Stirpium rariorum in im⸗ perio: Autheno fponte provenientium icones . et.deferiptiones'collectae ab Jo. Ammano M- D. Petropoli 1739. 4- Bartr. Cat. == Catalogue of Trees and Shrubs . by John Bartram. Mscpt. c. Bauhs Pin. — Casp. Bauhini Pinax theatri bo= tanici, Bafileae 1671. 4. | Io. Bauh, hifl. Hiſtoria plantarum univerfalis, ‚ Auctoribus Io. Baubino et Io. Henr. Cherlero Tom. XXAm 3 e i ge —— Tom. I— II, Ebroduni Las: Zu fol. c. Figg. ei Beckmanns Verſuche — Garuddte Verſuche und Erfahrungen von der Holzſaat herausgegeben von Joh. Gottl, Beckmann. — 3. Th. Chemnitz 54338—— Blackwell — Herbarium Rlackwellian num \ emen- “ darum, et auctum, id et EU Plzckiveli col- lectio firpium Centuria I — VL. Pracfat. D. Chrifl, ‚Fac., Trew. Nörimb. 1750. fol. Bomare Diet. d’ hiffnat. — Dictionnaire raifon- ne univerfel d’hiftoire naturelle par M. Val. | mot de Bhmare. Edition & ugmentee, Tome 7 — 12. Yverdon 1768. 1709. 8. Bradley Obfervar. — Nouvelles obfervätiöns ii: _ fyques et pratiques für le jardinage et Vart de plantes; Ouvrage traduit de P'Anglois’de Bradiey. Vome 1-3. a Paris 1756, 9° Braunſe hweigiſche gel. Beitraͤge — Gef: Ge Bel “träge zu den Braunſchweigiſchen Anzeigen. A. von Brode Forſtwiſſenſch. — Heinr. Chriſt. om Brocke wahre Gründe der phyßkaliſchen und Er: perimental allgemeinen — 2 & geipgig 1768. 8: .2 UErE Btückim. ſpecim FE: Bike am —— prius exhibens fruticem Koszodrewina e fig. etipecimen pofterius exhibensarborem Lim- bowe Drewo c. Fig. Bruniuigae 1727» 4. Catesby Carol, — The natural Biltory of Caro= lina, Floridaand the Bahama islands by M. Catesby. London 173 1. fol, S. Seligmann. har- der angefohtten Sdrifiſteller. XXX Charles‘ Doyages — "Hiftoire et ‚delcription ge- | nerale ( e la nouyells € France. avec le journal Fun Voyage fait ı par Ördre du u Roi dansl’A- merique feptentrionale par Te . de Charle- "por 'de 1a‘ SCH ag Tome 16, ei I N "Chi, u —* 2 Kids En rariorum plantarum hiſtoria. Antverpiae 1601. fol. c. fig. 3 la Corbe ” Tui de la eulture‘ des. Pechers. a J er Commel. plan. — — on Inediet Athlelodamen- ar fis rarjoruı um p pls btaruım deleriptid. et icones. "' Auctoribus Ei Casd. Comimeline Pars J. et "IL Amft. 1697. 9 1701. fol ® er hort. — Casparı Commelini M. D, Hor= ti mediei’Amftelaedimenfis plantae rariors et exotikaeı, Lug, Bit.’ 1706. 4 Cam Sorftinefen - SH, Andi, Cramers Ans . Teitung yam Forſtweſen. Die Kupfe tn. Braun ⸗ ſchweig 1766. Soli Cranz ‚duflr. — Henr. Io. Nep. Cranz Rirpium FA ‚Auffria acarum Fascic. l. et II, Viennae 17062. 1765. c. fg: I Alien — ‚Dondon. Pempt: — — — — Airpium hi⸗ ſtoriae —* lex. — 1616. fol. nk hg. Dilen, lb — Bon Elthamenfi $ —5 740 Dillenio. Voll et 3 Londini 1732. fol, F 2 39 ‚dar „U + — late‘ dr ' Euge i) 64 Am * nt TE RRER 37 Engyclo ice, oecon. ‚Encyelop: _ bido, fructu flavelcents 2.) „X | 2, Daphne Laureoila. XXX. DIOSPVROS0 17) 1. Diospyros Virginiana, | « * Ai * XLvEn ensure XXL ELAEAGNUS. 0 HE &l I. Elaeagnus angultifolia, XXX. E VONYMUS. r. Evonymus vul Igatise · J se iti375 2. Evonymus Verrucofüs. J * 352 1) ‚d Eyonymus Tati olius, ktodugri FT 2 eu Spir ı). 4. Evonymus Area Br XXXIN. FAGUS, ° Ne A, Fagus, aulyı0,) . „# IAT [LA Js INXX Gr) 8 336) i f en .? ı, Fagus fylvarica, RE b, Fagus fylvatica folii at atro-ı ubentibus. c. Fagus Americana latitoin. B, Caftanea, ” 2. Fagus Caflanen,, 144403 AV 4 E b, — = or aureo eleganter 3. Fagus puinila, % . * —D—— XXXIV:FRAXKINUS, 0 0, 1. Fraxinus excelf iot. D ? 2, Fraxinus Ornus. rd 3, Fraxinus rotundifolia, Hgad XuX 4. Fraxinus Caroliniana, — D—— 5. Fraxinus- noyae —— ir ae KKXXV, GENISTAn EUER: 17 BR tasli so ati MB. . | nn Genilfa —— a ac a XXXVL GLEDITSTAPO N TRAORG EEK | ER Gledichia triacanchos, | ui 4a | Bar | b. Gle- der befehriebenen Baͤume ꝛc. XLVIU b. Gleditſia inermis. XXXVH, HAMAMELIS. 1; Hamamelis Virginiana; XXXVIII. HEDERA 1; Hedera. Helix. 2. Hedera guinquefolia; XXXIX, HIBISCUS, 1; Hibiscus Syriacus; | XL. HIPPOPHAE. t. Hippophhäe rhamnoides; XLI. HYDRANGEA,. 1, Hydrangeä arborefcens: xLI. HYPERICUM. J I. Hypericum Kılmiarnum; XL. JAS MINUM 1. Jasminum öfhcinale, 2: Jasminum fruticans; XLIV, ILEX. 1; lex Aduifolium; XLV. ITEA, | it; Itea Virginicä, XLVI, JUGLANS: I; Juglans regiä, 24 Juglans nigra. 3, Juglans oblonga 4. Juglans alba; 5: Juglans glabra; u XEVIl, ei ee .g? 1.Alphabetiſches Verzeichniß XLVI. JVNIPEBVS. +. Juniperus mmunie. — 2. JuniperusYOxycedrusin | | 3. Juniperus Virginihat #I3 MH .MIVY 4. Juniperus Crolirkäne: Sal | 5. Junipeius Sabina; > © XLVIL LAURUS; ir Laurus Benzoin, 2. Laurus Sallafras. AA TLN AB XLIX. LEDUM. | ER 1. Ledum paluftre, SRASIH r or hy 1 L. LIGUSTRUM TEL er ' 1. Liguſtrum vulgare, on — De 2. Liguftrum Italicum, — ine LL. LIQUIDAMBAR, en 1. Liguidambar feyreciAua, LI. LIRIODENDRON. ER I. Liriod lendron raAhllen. j J LI LONICERÄA. - A A A. Periciymenum.. Geisblatt mif h birdenten Stenzeln und Iangröyrigen Blumen. 1. Lonieera Periclymenvin, .. b. Caprifolium non perfoliartum Fol ſinuoſis. c. Caprifolium Geratänieum flore rubello ferotiltum, Y 2. Lo- der beſchriebenen Bumen x. u 2. REN Caprifolium, | 3. Lonicera fempervirens, B. Chamaecerafüs, Die Heckenkirſche mit gera⸗ den Stamme, und bei denen ein ieder Blumen⸗ ſtengel zwei Blumen mit kutzen Röhren traͤget. 4 Lonicera Xylofteum; 5. Lonicerä Tatatica. 6, Loüicera Apigena. 7 Lonicera coerulea. ©. Die Heckenkirſchen mit geraden Stan und v ‚ilblumigen Sr * | 9. Lonicera Diervilla: LiV. MAGNOLIA. | i: Magnolia ghuen. LV: MENISPERMUM. | u Menispermüre Cinadenfe; ER Wi. MESPILUS en 1. Mespilus Germa mica: ee Bi Mespilus pytacantha. 3; Mespilus Canadenfi 5 4: Mespilus ärburifolia; 5; Mespilus Cotonealter; u b. Mespilus foliö ac) Mn ferräto, fructu nigro. en | 1; Morüs higta; x 52 —“ LI 1 Alphabetiſches — 2. Morus ruhra. — 3. Morus papyrifera. | | ' 4 Morus alba, -;; ee | LVIL MYRICA: 2 44 Myrica Carolinienfiss LIX, NYSSA. 1: Nyſſa aquatica. LX. PERIPLOCA. 1. Periploca graeca. — — 1. Philadelphus coronariiss. b. Philadelppus nanus. LXI. ————— 1. Pliytolacca deeandra. LXIIL, PINUS: ui ivam Nil A. Bei denen mehr als ein Blatt: alıgie. aus ie ne: gemeinfchaftlichen © cheide hervor komm, f a, zweiblärtrige, 2 1, Pinus fylveftrise — Mar b. Pinus rubra, | 2. Pinus möntand; FE 4 | 3, Pinus Virgihlada, ° " W >h, 4 b, Pinus echinatas — u 2: 2. hu Piheg 0‘ wine 5, Pinus maritima; b Pinus maritima primäs u c. Pinus maritima minors der heſchriebenen Baumes LIT b, dreiblaͤttrige. 6. Pinus rigida, 7. Pinus Taeda, 8. Pinus paluftris, 7 fuͤnfblaͤttrige. 9. Pinus Cembra, to. Pinus Strobus, d, mit mehr alsfünf Madeln im Eleinen Buͤſcheln. ıt, Pinus Larix. | 12. Pinus Larieina mibi. Tas. Iır% Fig. vs vi. vi, 3. Pinus Cedrus, B, Bei denen die Nadeln iederzeif einfach an den Zweigen wachlen, a, mit Kammartig feinen Nadeln. 4 bietes) 14. Pinus Abies 15. Pinus balſamea. 16. Pinus Amcricana. b, deren Nadeln rund an den Zweigen ſtehen. iceae) | 17, Pinus Picea, 18. Pinus Canadenfis, 19. Pinus Mariana, b. The Nevv-Foyndland red Spruce Fir. XLIV. PLATANUS,.’ t. Platanus Orientalis, 03 b, Pla- aan I. Alb habetiſches Berrxinit b. Platanus Orientali s Aceris folio. 2. Platanus occidentalis. b. Platanus oeeidnalis folis minoribus, lobis acutioribus, LXV. Pop ULUS. 2. Populus nigra, b. Populus nigra Icalica, 2. Populus balfamifera, 3. Populus alba. 4 Populus tremula, 5. Populus heterophylia, dus LXVI. POTE NTILLA, I. Potentilla fruticofi. LXVII. PRINOS. Pr 2. Prinos vertcillats, LXVII, PR UNUS, ® A. Prunus, 1. Prunus domeftica, b, Prunus fructu minimo nigrieante fine nucleo, c. Prunus fructu medio rotundo Cerafi forma er colore, 2, Prunus inſtititia. 3. Prunus fpinofä, B. Armeniaca. 4, Prunus Armeniaca, 5. Prunus Sibirica. C, Ce- der beſchriebenen Bäume ac, 1 LV C. Cerafus, | 6. Piunus avium, 7. Prunus Cerafüs, be Ceraſus ſativa, aetate continue florens ac frugeſcens. c, Ceraſus vulgaris duptici flore. d, Ceralüs pumilı, foliis ovaris eglan- dulofi TA 8: Prunus“ M ahaleb, 9. Prunus pumila,, | D. Bados, R | 10. Prunus Padas. Il. Prünus V N) ‚12. Prunus nana mihi "Tan, Iv. 13. Prunus Lauro % eralus, 14. Pr. Padus Caroliniana, LXIX, PTELEA. 1. Ptelea trifoliata. by Ptelea pentaphylla LXX. PUNI EA. an EIN er bPunica nana. IE LAXL. PYRUS. A. :Pyrus, 7, Pyrus’commuhis, a. Pyrus Pyrafter. * Pytus irregularis io Pyrus Amelanchier. D4 B. Ma- ni a\ vi 2 Alphabetiſches — B. Malus. 4. Pyrus Malus. © a, Pyrus Malus. fylveftris, b. Malus fructu magno albido glaeiato, 5. Pyrus coronaria, €. Eydonia, | 6. Cydonia ablonga. 7. Cydonia maliforma, 8. Cydonia Lufi itanica, LXXIT, QUERCUS. A, Europäifche Eichen, 1. Quercus Robur, ar Quercus foemina, | b. Quercus vulgaris foliis ex albo va- riegatis. 3. Quercus Cerris, 4. Quercus Ilex. 5. Quercus Suber; > -i B. Nordamerifanifche Eichen | 6. Quercus rubra, Vat. v. Fig. nu, b. Quercus foliorum ‚finubus obtufis: — angulis acutis ſeta terminatis;, ‚inter- media vix tridentata, margine inte- | gerrimo Tas, v. Fig. ı1. 7. Quercus paluftris, Ts. v. Fig, III. b. Quercus paluſtris minor. 8. Quereus alba, Tab. v, Fig. ıv. 9. Quer- der beſchriebenen Bdume se. VLVU 9. Quercus nigra. Tapy vi, Fig. 1. 10. Quercus Marylandica, Dar. vi. Fig. II. Il Queraus Rrinns, Tas, VI. Fig. 11h, 2. Quercus Phellos. 13, Quereus Virginiana, LXXITT. RHAMNUS. 1, BRhamnus catharticus, 2. Rhamnus Frangula, 3. Rhamnus Palyirus, LXXIV. RHUS. A. deren Beeren mit einen wolligen ki che 7% Rhus typhinum, 3. Rhus glabrum, 3. Rhus Canadenf, 4 Rhus,copallinum, 5. Rhus Cotinus, B. welche aufbefonderen Stämmen männliche und weibliche Blumen und einen glatten plattgedruͤckten gereifelten Saamen heben, (Toxicodendra Mil.) | 6. Rhus Toxicodendrum, | 7. Rhus radicaus. 8. Rhus Vernix, LXXV. RIBES. | ‘A, Ribeſia ohne Stacheln. — rin 1. Ribes KR. A. tshähesfhek Berge ' 1. ‚Ribes'rubrum, ul) „Si b. ‚Groflularia hortenfisimaiore fruetu albo, c, Groffilaria horcenfis maiore fructu carı neo, Ä 2. Ribes alpinum, 3. Ribes nigrum. — ————— B. Groſſulariae mit — Fe | 4. Ribes Uva erifpa, ai «RB 5. Ribes Groffularia, 27 2. AN ROBINIA. UHA.NDG 1 Robinia Pfeud - Aecacia. 3. Robin hifpida, | 3. Robinia Caragana, 4. Robinia fruteſcens. 5. Robinia pygmaea, LXXVII. ROSA. | A, Roſen mit —* Salben, 1. Rofa eglanreria, | 2 Rofa fpinoft Tima, 3. Rofa villofa, ch 4. Rofa foecundiflima, 5. Rofa lurea, b. Rofa lutea multiplex, 6. Rofa punicea, 7, Rofa cinnamomea, 8. Rofa provincialis, IA NER b. Roſa provincialis maior, flore pleno ru- beirimo, . c, Rofa | der heſchriebenen Baume ꝛc. LVIII €, Rofa baſilica ex albido colore et rubello varia 9. Roh holoferica, b. Roſa holoferica maltiplex. 10. Rofa Virginiana, 1. Rofa Caroliua, 12. Roſa pimpinellifolia, 13. Rofa fempervirens, B. ofen mit avafen Fruͤchten. 14. Rofa canina, 15. Roſa alba, b. Rofi alba dore pleno, 16. Bol gallica, 17. Rola belgica, 18. Rofa mofchata. 19. Roß centifalia, 20. Roſa muſc oſa, 1. Rofa damgffcena, 22. Rof pendulina, | LXXVL RUBUS. Pr: 1. Rubus fruticoſus. 2, Rubus caeſius. 3. Rubus idaeus, b. Rubus idaeus ftuctu albo. 4. Rubus odoratus, LXXIX. RUSCUS, 1. Rufcns racemofus, - J LXXX. TUN’ — URN — I SLIX, A. Mit as —— aten 1. Salix triandra.. mn, ‚© 2. Salıx ———— | | 3. Salix virellina, AN 4. Salix amygdalinn. .rı 5. Salix fragilis. 6. Salix Babylonicc. 7 Salix Helix? su — B, Mit haarigen glatten Sacn 8. Salix alba. 9. Salix viminalis. 10. Salix caprea, 11. Salix acuminata. b. foliis variegatis. C. Mit haarigen ungezahnten Blaͤttern. 12. Salix arenaria, LXXXI. SAMBUCUS, I, Sambucus nigra. b. Sambucus folits e luteo variegatik, 2, Sambucus laciniata, 3. Sambucus Canadenfis, 45 Sambucus Ebulus, Aemerislei te 5. Sambugus racemoſa. LXXXIL SORB US mente ANII: UR I. Sorbus aucuparia« TIP ADK 2. Sorbus domeſtica. J der beſchriebenen Baͤume | 1X XXXIII. SPARTIUM; 1. Spartium fcoparium; EXXXIV. SPIRAE Avis: 1, Spiraea ſalicifolia⸗ 2. Spiraca alba; 3. Spiraea crenatau 4. Spiraca tömentofiy $, Spiraea hypericifolias " 6. Spiraea Opulifolias 0 LXXXVGISTAPHYLEA... 1. Staphylea pinnata⸗ —4 2. Staphylea trifolia. I LXXXVIL, SYRINGA, —* 1. Syringa vulgaris; b. Syringa flore albo; | &. Syringa flore ſaturate pürplired: _ 3, Syringa Perlica - 3; Syringa laciniatas LXXXVIL TAMARIX. 1: Tamarix germänica; LXXXVIL TAXUS; +. Taxus baceata, "LXXUIX, THUIA 1. Thuia oceidentaliss 2. Thuia orientalis, , ; Xc. "FILIA, ; 1. Tilia Europae3, m | 2. Thilia LXO I Ash Tore ic. 2. Thilia cordata. ITAAIE S. Thilia Americana: * a LA 4 | 4. Thilia Caroliniana; 3172“ NIX xCl. VACCINIUM. ı Ey +. Vaceinium Myreillus. "pe 2. Vaccihium uliginofum; 3. Vaccinium vitis idaea; XCH, VIBURNUM: ' i, Viburnum Opulus; 2 b: Viburnum roſeumn More gioböß: | 3. Viburnum Lantana. 3. Viburhum nudum. 4. Viburnum Leitägo, 5. Vibürhum caflinoides, XCII. VITIS. | j. Vitis Windera, et meine 2. Vitis Labrüfea XCIV. ULMUS, | i: Ulmus &eltris. 5, Ulmus f&abra; 3. Ulinus höllandica, ; XCV. ZANTHOXYLUM 1; Zanthoxylumi elava Heräulis ii, Syfte Syſtematiſches Verzeichniß | der befehriebenen Baͤume, Straͤucher und Sträuchartigen Pflanzen. CLASSES 1. DIÄNDRIA: MO N ° 6 Y N 1 A: | XLUL JASMINUM. | 1: Jofminum ofieinale, — fruticans. L. LIGUSTRUM 1: Liguftium Vulsäre, —— ſtalieum. XXL CHIONANTHUS'“ 1. Chionanthus V irginica, LXXXVI. SYRINGA, L; Syring ga vulgaris b. S. vuigaris flote albo, c. Syrinsa flore ſaturate pürpureo; 2. Syringa Perfica, 3. Öyringä laciniatis CLASSIS IV. TETRANDRIA: MOÖNOGYNIA Xix, CE: LXII ie Solenutſei wennethutg XIX, CEPHALANTHVUS. j. ro occident: ılis; XXIV. CORNUSI in nRiSaR 1. Cornus ARARERE nd 2 — ——— 3; * — — Na 4 = ie RER * — cerae > eoloris LXIX, PTELEA, , 1, Piclea trifoliats; bP. pentaphylia; ; XXXL ELAEAGNUS, 2 1. Elaeaghtis anguftifolid; + | DIGYNI& XXXVIL HAMAMEL 4: 1: Hamamelis Virginianä; TETRAGYNIA XLIV; ILEX, 1. Ilex Aquifolitm; d CLASSIS V. PENTÄNDRIA MONOGYNIA VI, AZALEA; | 1; Azalea vifeofas Uil. LONICERA. | i; Lonieera Berichmenitti; | b, fo- der beſchriebenen Baume er v b. foliis finuofis, c. flore rubello ſerotinum. 2. Lonicera Caprifolium. 3. — — ſempervirens. de Xyloſteum. 5 — — Tatarica. 6. — — alpigena. —— eoerulen. 8. — — Symphoricarpos. | 9, — — Dienilla. LXXIII. RHAMNUS, ı. Rhamnus catharticus, 5 | 2. — __ Frangula. XVL CEANOTHUS. DEN 1. . Ceanothus Americanys, | | xXVI, CELASTRUS. , _ "4, Celaftrus fcandens. | XXXIL EVONYMUS, ı. Evonymus vulgaris. 2, — — verucofüs, 3. — — Iatifolius, 4 — — Americanus, XLV. ITEA. | I, ltea Virginica, LXXV, RIBES, } 1. Ribes rubrum, b, fructu albe, PIE DEZ e — —— e, fructu LxvI 1. Syftematifhes Be c. fructu carneo. 2. Ribes alpinum. 3. — nigrum. 4. — Uva criſpa. 5. — Groſſulaxia. xxXVill. UEDERA. 1. Hedera Helix. 2. — — quinquefolia. XCIIl. VITIS. | 1. Vitis vinifera. 2. — Labrufca, DIGYNIA LX, PERIPLOCA Ä 1. Periploca graeca, xciv. ULMUS. | 1. Ulmus campeftris, a, 3. — — Hollandica, 'TRIGYNIA LXXIV,RHUS. r. Rhus typhinum, 2. — glabrum. 3. __ Canadenfe, 4 _ eopällinum! 5. __ Cotinus. 6.,.,. 3 oxicodendrum, 7. — räadicans, e....' Vanis | | | ‚der befehrichenen Baͤume ıc, XCIH,;VIBURNUM, I, Viburgum Opulus, TER, flore globofo, . 2. Viburnum Lantana, 3. __ .— nudum, die 1, ‚Lentagos .. 5: __ _ Caflinoides, LXXXL, SAMBUCUS, 1. Sambucus nigra. b. foliis e luteo variegatis, 2, laciniata. 3. Canadenſis. 4. -— =-- Ebulus. 5, =-- --- racemofä, EXXXV. STAPHYLEA. 1; Staphylea pinnata, MAL URS ‚erifoha, 7. LXXVIL, TAMARIX, 1. Tamarix Germanica, PENTAGYN IA, VI, ARALIA, 1. Aralia fpinofa, CLASSIS v1. HEXANDRIA, MONOGYNIA EXVIL PRINOS, 1. Prinos verticillatus, X. BERBERIS, 1. Berberis vulgaris, e 42 LXVI CLAS. TXvin. IE — CLASSIS VII. HEPTANDRIA. 49 MONOGYNI Ar N. AESGULUS, 1. Aesculus ee 2. --—- — Pavi CLASSIS — OCTANDRIA, MONOGYNIA. XCI. VACCINIUM, | 1. Vaccinium Myrtillus. Be uliginofum. _ 35 --- --- vitisidaea, | XIX, DAPHNE. 1. Daphne Mezereum, | b. flore albido, fruetu m ebdente 2. Laureola. CLASSIS IX. ENNEANDXRIA. XLVII. LAURUS,. 1. Launus: *84 J | 9. — Saflafras. AA IV CLASSIS X. DECANDRIA. ur IMONOGCWNIA A4I XX. CERCIS, | W 1. Cercis Canadenfis, XV, CASSIA, 1. Caflia Marylandica, - XLIX, LEDUM, | der beſchriebenen Baͤume ꝛc. LXVIII en tu Ledum paluftre, VI, ARBUTUS. I, Arburus Unedo, -' N Ni Uri XXU, CLETHRA,. ins hr 1. Clethra alnifolia. | DIGYNIA XL. HVDRANGEA. F 1, Hydrangea arboreſcons. CLASSIS XI. ICOS ANDRIA. MONOGYNIA LXL PHILADELPHUS, 7. Philadelphus coronariuss | b. P, nanus, IXX. PUNICA.- 1. Punica nana. 'W,AMYGDALVS. 1. Amygdalus comminis. b, Fructu maiork < | . - e, amara, 2. — — duleis. 3. — ınanı 4. — — pumila. 5. — — Perſica. b. flore magno ſemipleno. LXVII. PRUNUS, No 1, Prunus domeſtica. | b, fructu minimo —— ſine . nucleo,“ NE 03 ce. fru- I s EXX IL Syſtematiſches Verzeichniß c, fructu medio fötündo Cerafı for. ma et aloe una IV 2. Prunus inſttitia. 3. — — fpinoha;. J 4. — — Armenien ASTA EX —Shii 6. — — avium. Ko 7m am Coräfüs, / b, ſativa, — continue — ae frugesgeens... c⁊ vulgaris duplici * d. pumila, foliis — eglan- duloſis. | ei Mahaleb. De. TO... Fa BT. __ Virginiana, Bag IR — len: 17 13... Lauro-- — 14. - -— Caroliniana, , DIGUNIA XXV. CRATAEGUS,. 1. Crataegus Oxfnätihr- — »t bi Aore plno, ” 2, * ctomentoſa. ar. „union, 7 SUN IRG ⏑—⏑— RE SETURE N... | 5. SER OMA corminalis a) nd deribefchriebenen Bäume ic. 6, 7 8. 9% Crataegus Aria, — — — Alpina, — coccinea, — Erus Galli, TRIGYNIXA LXXXII. SORBUS ı. Sorbus aucuparia. 2. 2 ws 3. — — — "Domeltica, PENTAGYNIA LVL MESPILUS, 1. Mespilus Gerihähien, — LXXI, PYRUS. Is; Pyrus communis; 3; 4: 6. * Re — Pyracancha, Cänadehfis. arbutifolia, Cotoneaſter. LXXI b, folio rotundiori non ferrate, fruetu nigro. irregularis, Amelanchier, Malus. b, fructu magno albide gla_ ciato. coronaria. Cydonia oblonga. --- --- maliforma, iger 232 Lufitanica. LXXNTV, LXXIT I. Syſtematiſches Venniug LXXXIV. SPIRAEA. I. Spiraca falicifolia, 2. 3 4 5. 6. — 1m —— nn, — chamaedrifolia. --- ‚tomentofßa, ; _ | -— hypericifolia. 2177702 WERY.I —- Opulifolia, . PO LYGYNI 5 LXXVIL ROSA. I. 2. 5. Rofa eglanteria, m fpinofiffima. ee villofa. en — foecundiffi ima. lutea. = a b, multiplex, punicea, cinnamomea, en provincialis, 2UAYT IZZI b. flore pleno ruherrimo. c. bafılica ex X albido * et nibeb lo varia, holofericea, — b. multiplex. Virginiana. Carolitini0209 me "Pimpinellifolia,) Tempetvirens, 24. Rofa nder beſchriebenen Baume x. LXXM 14. Rofa canina. 15. -- alba, b, florepleno, 16, --- gallica, „47. 7 ‚.belgica, 18. — moſchata. 19. — centifolia. 20. -— muscofa — 21. * damaſcena. J | 22. -—-- pendulina, IiDelt KR LXXVII, ‚RUBUS, | * Rubus fruticofüs. | DE cauecus. 3. — idaeus. * b. fructu albo, 4. — odoratus. LXVI. POTENTILLA, | 1. Potentilla fruticofa. fr CLASSIS XOL POLYANDRIA, MONOGYNIA XC. TILIA. | 1. Tilia Europaea, 2. —- Ccordata, 3. -—- Americana, 4. - Caroliniana, LOLYGYVNIA LII. LIRIODENDRON, e $. 8. Lii- UXXIM IE — A 1. Liriodendron T — “+8 .LIV. MAGNOLIA, nd „ 1. Magnolia glauca, SE V. ANNONA,H GER .e 1. Annona — Hilley di nu CLASSIS XIV. DIDYNAMIA. ANGIOSPERMIA "! | xf. BIGNONIA, ° ‚ilstiinay ER: i 1. Bignonia Caralpa. Ei | 2 a 3 CLASSIS XVI re. XXXIX, HIBISCUS, «enilubnaiz ı. Hibifcus Syriacus. > CLASSIS XU. DIADELPHIA DEGANDER IE - ae ee Nach si EN . Spartium fcoparium«. | XxXxXV. GENISTA. | E 1. Genifta tinctoria, ll. AMORPHA. | t. Amorpha frutico& 1 ıT04 MY! "XXVil, CYTISUS, ER ©. 20 1. Cytilüs Labürnum,. Ag. (= Kalpinus.! „UN 7 AI 3. JSehlifolus, > 447 LXVL ROBINIA, BR tn 1. Robinta Pfeud - Acacia, — — 2— — hiſpida. x 3. -—- Caragana. | 4. --- -—— fruteicens, £ re PREISEN, 7 ji XXII. GOLUTEA, enanins) EN 1. Colutea arborefcens, 2. -—— ÖOrienialis., , Mm fer) CLAS- der beſchriebenen Baume ꝛc. | LXXV CLASSIS XV. 'POLYADELPHIA. | POUYANDRIA XL, HYPERICUM.: „ 4. Hypericum Kalmianum, >“ CLASSIS XXI. -SYNGENESIA. POLYGAMIA SUPERFLUA, DISCOID.EIRe —. IX, BACCHARIS — * 1. Baccharis halimifolia. CLASSIS XIX, MONOECIA, TETRANDRITA. X, BETULA.. 4409 1. betula alba. b. Bructeri. 2. — lenta. 3. — nigra, 4. - pumila, 54 --- nana. UDAN 6. — Alnus glutinefa. wei .t 7 u CAM | 8. — rugoſa. XII. BUXUS, J A: "74 Buxus (empervirens — b) ſuffruticoſa. LVII. MORUS. | —* 1. Morus nigra. 2. — rubra. 3. — pappyrifera. 4. — alba. POLYANDRIA EXXIL QUER CUS, 1. Quercus Robus. Dim ſoemina. bi follis ex albe variegatis. 3. — — Cerris, A — llex. 5. — — Suben 6. um — robra, d. folio⸗ LXXVI IL, Syſtematiſches Verzeichniß ı b, 'foliorum ıfinubus ‚obrufis: angulis acutis ſeta terminatis: intermedia vix tridentata,ma iglie integerrimo. — — — | 'b.; minor. ir — alba. 9. --- nigra. 03% 10. — Marylandica, 31. --- Prinus. 12. —-! Phellos. / ! 13. — Virginiana. XLVI. JUGLANS, 1. Juglans regia, 2. — nigra. 0 3. — oblonga. 4. --- alba. 5. glabras ii limug + 8 XXXIII. FAGUS. son - ? 1. Fagus ſylvatica. b, foliis atro rubentibus. c. Americana latifolia. 2. — Caſtanea. | a b, foliis ‚ex aureo elöganter varic- gatis. — pumila. XV.C RPINUS 1. Carpinus Betulus. 2. — Oſtrya. 3. -Virginiang. 4. Orienalis, XXV. CORVLVS. 1. Corylus Avellanaudo va) b. fructu oblongo maximo. e. fructu oblongo Alben, 2, — maxima, 9 fructu der beſchriebenen Baͤumere. LXXVII b. fractu oblongo rubente pellicula alba tecto. 3. Corylus arboreicens, XLIV, PLATANUS. 1. Platanus orientalis, 2. b. Aceris folio, occidentalis, - | V b. foliis minoribus, lobis acuti- oribus. Ll, LIQUIDAMBAR. 1. Liquidambar ftyraciflua. LXIII. PINUS. ADELPHIA 1. Pinus fylveftris. 2. 2. 4. 5, 6. 7: 8. 9. 10. II. Ze LM 13. 14: 15» 16, 17: 18. —- Canadenfis, b, rubra, montana Pinus Virginiana. b. echinata, Pinea. maritima, b, prima, c, minor, rigida. aeda. paluſtris. Cembra. Strobus, Larix. Laricina. Cedrus, Abies. ballamea, ‘ Americana.' Ficea. 19. Ma. LXXXVIII . Syſtematiſches Verzeichniß 19. Pinus Mariano. b, The New⸗ Foundland is Spru- ce Fin»: f LXXXIX, THUTA, TAIg 1. Thuia occidentali. Eu 2. — Orientalis. R XXVIL CUPRESSUS. | " 1. Cupreflüs Thyoides. » 2. — -— difticha, * CLASSISXXILDIOEECI. DIAND k IA. % LXXX. SALIX.. a I. Salix triandra, | i 2. --- pentandra. | 3. --- vitellina. 4. — amyedalina, 5. -— Tragilis. 6. --- Babylonica, 7. — Helix, 8. — alba. 9. --- 'viminalis, 10. —- capreä, II. --- acuminata, | b, foliis — 12. --- arenaria, f h TETRAN D R 1 A, XL. HIPPOPHAE, | 1. Hippophae ———— 41 LVIII. MYRICA, ; 1. Myrica Carolinienfis. ei PENTANDRIA F XCV. ZANTHOXYLUM. 1. Zanthoxylum clava Herculis. OCTANDRIAM. LXV, POPULUS, * 1. Populus der befprüchenen Baͤume ꝛc. |LXXVIEI ı. Populus nigra, b, ‚Italica, 2. — balſamifera. 3. — alba. 4. — tremula. 5. — heter ophy IA. DODECAND:RIA LV, MENISPERMUXMs.. 1. Menispermum Canadenfe, MONADEL-PHIA, XLVII. JUNIPERUS I. Juniperus communis,. 2. Oxygedrus, 3 — .—— \ Virginiana, 4. ——- Caroliniana. — — Sabina, —* 5 LXXXVIII. TAXIIS. axus baccats, | SYNGENESIA LXXIX, RUSCUS, 1. Ruscus racemofus, Ä CLASSIS. XXUL POLYGAMIA. "MO. N O E — XR—— I. Celtis oceidentali 4 1. Acer Pfeudo - J— b, foliis variegatis, 2. -— ſtriatum. | 3. -—.Platanoides - b. felüis variegatis, 4. —- fac harinum, na rubrum, 6 --- Peniylvanıcum, b, folis variegatis, 7. Aser LXXX AL, Syſtematſches Verzeicu x. 7 "Acer eampeftre, ‚min anleaoT: ‚a 8. -—- Monipedulsnums‘ 9, ---: . Tataricums® IO. --- Negundo. ER : A D'E.CHra..- * XXXVI. GLEDITSIA, | ı, Gledicha triacanthos, ! b. inermis, EAMaIM Va XXXV. FRAXINESSEI murmarinsfk Tr | 1. Fraxinus excelfior, 1 2. — Ornus. a] * IT IR. 3. — rorundifolia, J | A: -—- _ Caroliniana, 5. — novae Angliae. XXX, DIOSPVROS. 1. Diospyros Virginiäna, 24 | "LX, NYSSA. | "MZAT UVA 1. Nyſſa aquatica, 4 x * 6 4 4 du > " | 4 | I. ACER 1. ACER. il N \ as dem Syflen des Rirters von =, Rinne‘ gehörer dieſer Baum in die⸗ N —— ienige Claſſe, in welcher die Pflanzen theils maͤnnliche mit Zwitterblumen vermifcht, theils weibliche Blumen mit den lezteren fragen, Die Ahorne werden unter die erſteren gerechnet, ic» doch findet man auch bei einigen, wie bei unſern klein⸗ blaͤttrigen deutſchen Ahorn, (A. campeſtre) denen Vir⸗ giniſchen rothbluͤhenden ( A. rubrum) und Eſchenblaͤtt⸗ rigen Ahornen (A. Negundo) ) einzelne erwachfene Baͤu⸗ me, welche blos männliche Blumen bringen; die meh» reſten aber find männlich mit einzelnen Zwitterblumen. IL. Band. A Die & 2 . ACER. Die Blumendecke ift einblaͤttrig, gefärbt, auf dem Grunde platt, infünf ſcharfe gleiche Einfchniere ge- eheiler, und nicht abfallend. Die Blume beſtehet aus fuͤnf, ſechs, bis acht ovalen flachliegenden Blaͤttern, die nach auswaͤrtshin breiter und ſtumpfer werden, wie eine Roſe offen und groͤßer als die Blumendecke ſind. Bei einigen Arten findet man ſie mit der Blumendecke ſo genau verwachſen, daß ſie davon mie Muͤhe unterſchieden werden kann. Sie hat acht, bis⸗ weilen auch, wie z. E. bei dem kleinen deutſchen Ahorn” ) zehn Pfriemenfoͤrmige kurze Staubfaͤden, auf welchen einfache runde Staubbeutel ſtehen, Die einen Ereuzför- migen Mehlftaub führen. | Der Knopf ift platt gedrückt, und Liege auf dem Grunde der Blume, Der Griffel iſt zart und faſerig, im Anfange klein, nimmt aber in der Laͤnge zu. Er hat zween duͤnne zugeſpig— te und zuruͤckgebogene Stigmate. Das Saamenbehaͤltniß beſtehet aus zween ana platten Capfeln, unten miteinander verwachfen, obere ⸗ waͤrts hingegen endiger fich eine jede mit einen dünnen aus: gebogenen großen Flügel, und mise ein ranonche 7 tes Saamenkorn. Bei den Zwitterblumen ſind dieſe Theile fämefich * gen, bei den maͤnnlichen Blumen fehlet aber die iunge Frucht, und von dem Griffel iſt auſſer einer zertheilten Faſer, die dein wahren Stigma gleichet, nichts zu bemerken. Ich habe die hieſelbſt befindlichen Ahornarten nach der Gleichheit, die ſie in den Blaͤttern miteinander haben, in Ordnung gebracht, doch fange ich bei den hieſiglaͤndiſchen an, und höre mit den auslaͤndiſchen auf, deren Blätter am *) ©. Haller. hiſt. 1. p. 444. The Maple Tree. Erable. horn. 3 am wenigften nach unferen Ahornen Ahorne vermuthen laſ⸗ fon. Diefe Nachricht bin ich zu meiner Rechtfertigung meinen $efern fehuldig, denen es ebenfals bequemer feyn wird, wennfieaufeinen Blick die nach den Blättene anne lichften Arten miteinander verbunden fehen, Allenfals fönnteman aud) die Ahorne nach ihren mehr runden oder plattgedrücdten Blumendeden und Blumen eintheifen, und ſo wuͤrden zirkelrunde Blumen haben Acer Pſeudo-Platanus; A, ftriatum, A. Platanoi- des und A. Penfylvanıcum, plaitgedruckte hingegen Ace Tataricum, A. rubrum, A. campeſtre, A. Mon- {peilulanum und A, Nezund. Bei den Ahornen ift ihr ſchneller Wuchs merkwuͤrdig, und daß ſie fruͤh im Jahre, groͤßtentheils in beſondern Buͤ⸗ ſcheln, theils noch vor dem Ausbruche der Blaͤtter, theils mit dem Ausbruche derſelben zugleich bluͤhen. Nach Millers und Beckmanns?) Rath muß al- ler Ahornſaame wenn es ſeyn kann, ſo gleich nach ſeiner Reife, die bei den — im September erfolge aus⸗ geſaͤet werden. Sind die Saamen auf, ſo werden die i iurgeh Pflanzen in dem folgenden Fruͤhiahre auflaufen; allein da alsdenn ein ſolcher im Herbſte geſaͤeter Saame ſchon im Merzauf⸗ keimen wird, fo werden durch unſere in Niederſachſen vor⸗ fallende Nachtfroͤſte der Erfahrung nach die iungen Staͤm⸗ me oͤfters entweder zu Grunde gerichtet, oder doch kraͤnk⸗ lich gemacht. Und weil auch die Ahorne, wie die Buche, - Ehe zc. unter dieienigen Pflanzen gehören, die ihre beis den Saamenblärter mit aus. der Erde bringen, fo darf man nicht hoffen, daßfie, wieerfrorneiunge Eichen, wies der aus der Wurzel treiben können, | A2 | Wir *) Derfuche über die Holzfaat. ı er — VATER. Mir werben alfo dadurch belehret, daß das Aufbe⸗ waohren des Saamens bis zum ſruͤhiahre der ſicherſte Meg ſei. Am beſten erhaͤlt man denſelben , wenn man ihn in wohlgetrockneten Sand, oder in trocknen Sand mir Weiz tzenſpreu vermenger packet, und an einen weder zu Falten noch zu warnen Ort ſetzet. Auf diefe Weife Fönnen mit dem Saamen weite Verfchicfungen geſchehen, und fie iff nothwendig bei der widerfprechenden Einfchränfung zu bes obachten, daß nemlich der Saame ſchwer aufzubewahren | ſeyn ſoll. | Bei den Mordamerifanifchen und übrigen feltenen Ahornen iſt noch die Regel noͤthig, daß ſie an einen ſae⸗ tenreichen Ort ausgeſaͤet werden muͤſſen. Die in den hieſigen Pflanzungen befindliche Mn find: I. ACER (Pfeudo-Platanus)) foliis quinquelo- bis acute ferratis , florum racemo compofito ‚pendulo, Acer (Pfeudo-Platanus) foliis quinguelobis in- aegualiter ferratis, floribus racemofis. L. Sp. Pl. Mi2. ı. | Acer montanum —— 8 Baub. Pin. 43. du Hım. arb, 1. The Sycomore Tree, or — Maple. Erable blanc de Montagne, Sycomore. Der gemeine weiße Ahorn. Die Ehre. Die Ohre. Die Waldefche, die Steinahre in der Schweiz. Die Arle. Die Urle in Schleſi en, Spil⸗ lenholz in Sachſen. S. Cramer Tab, 6. Der The Maple Tree. Erable. Ahorn. 5 Der Kitrer von Linne’giebe diefen Ahorn in den ge- bürgigten Gegenden der Schweiz und des Erzherzogthums ftetreich alswildwachfendan, Er ift aber auch in den iefigen Waldungen, wenn der Boden nur nicht gar zu fandig ift, im Magdeburgifhen Holzfreife, im Herzog. thum Braunfchweig, im Fürftenehum Anhalt hinter Harz gerode in der Gegend des fogenannten alten Anhalts, und überhaupt in ganz Deurfchland, und Großpolen anzu⸗ treffen, dahermanihn niche einzig und. allein auf dieſe wer nigen $änder einfchränfen kann. Die Blätter haben fünf ungleiche Einſchnitte, von denen die aͤuſſeren als die kleinſten ausfallen, ſie ſind am Rande unordentlich gezahnet, auf der oberen Seite dun⸗ kelgruͤn, und quf der unteren weipgrau und mic einer zar⸗ ten Wolle bedeckt. Die gruͤngelblichen Blumen brechen im April her⸗ vor, und haͤngen in kleinen laͤnglichen Buͤſcheln. Der Saaqme iſt unter den Ahornſaamen einer der an⸗ ſehnlichſten und laͤngſten, indem die laͤnglicht runde Capſel als die groͤßte Erbſe erſcheinet. Die Rinde if glatt und weißlich, das Holz eben⸗ fals weiß und zaͤhe, und die iungen Schuͤſſe find von bel vorher Sarbe. Die Knoſpen find im Winter gefblich, - Sol der Wachsthum diefes Ahorns vorzuͤglich gut ſeyn, ſo muß er einen nahrhaften, feuchten und dabei lo⸗ ckeren Grund haben. Man trift ihn alſo meiſtentheils an ſchattenreichen Derternan, um Hügel, Bäche und Quellen, woſelbſt das Waſſer fette Lauberde und Blätter zufammen führer, wie auch unfer anderen Hoͤlzern auf fruchtbaren ſchattigen 3 Bergen u 2, HR 79 1 DE ri 2 Dergen im diekeften Gebuͤſche, und öfters findet er ſich auch in viel fehlechteren fandigen Boden, wo er jedoch die Farbe der Blätter erwas frühzeitiger zu verändern pflegt. Er wächfer zu einen — hohen und ſtarken Bau⸗ me auf. — In ordentlichen Foeſten gehöret er, aufler einigen ſtarken Staͤmmen, die als Nutzholz verarbeitet werden, zum Unterholze, welches er durch den ausfallenden Saa⸗ men und durch die ſtarken Triebe uͤberaus vermehret und unterhaͤlt. Die Farbe des Holzes iſt, wie ich ſchon gefagt habe, eigentlich feht weiß, und weißer als bei den übrigen Ahor- nen; dennoch fälle fie in manchen Boden ein wenig gelblich aus, undalsdenn ift dag Holz; auch geöber, da fonft die Adern dichte ſtehen. Eben fo unferfcheider es fich nach. den verſchledenen Ge⸗ genden und nach dem Alter, und man wird es z. E. mit Punkten oder Wellen verſehen antreffen; allgemein aber kann es zu ſehr ſauberen Spaͤnen verarbeitet werden. Ein iunger Stamm hat weniger hartes Holz, als ein alter, auch ſind bei dem lezteren nach dem untern Ende und der Wurzel zu die Flammen ſtaͤrker. Solche Stuͤcke er- waͤhlet man daher zu Schaͤftungen für Flinten und Buaͤch ˖ ſen, die fuͤrtreflich ausfallen, und dabei nicht ſchwer ſind. Man bedienet ſich ferner des Holzes zu Oel⸗ und Hir⸗ ſeſtempeln, zu Tiſchen, Rollen, Mulden, Loͤffeln und anderen Geraͤthſchaften. Die Drechsler verfertigen aus demſelben Schuͤſſeln, Teller, Büchſen und dergleichen mehr, die Inſtrumentenmacher Claviere, Lauten und Geigen, und die Vergulder nehmen es beſonders zu ihren feinen Arbeiten. > 5 26 The Maple Tree. Erable. Ahorn: 7 Eine vorzügliche Eigenfihaft diefes Holzes’ beſtehet darin, daß es nicht fo leicht vom Wurme angefreffen wird, und ſich nicht wirft. In dem Gebuͤrge hinter Dreßden werden deswegen daraus iaͤhrlich viele Spindeln oder Spillen gedrechſelt, und der Baum erhaͤlt dorten die Benennung Spillenholz. Er liefert auch ſchoͤne und biegſame Spatzierſtoͤcke. Aus dem Stamme, wenn man ihn im Fruͤhiahre an⸗ bohret, da der Saft ſich ſtaͤrker nach den aͤuſſer ſten Spitzen der Zweige hin beweget, kann man eine Menge ſuͤſſes Waffer gewinnen, welchem man durch das Einkochen oder Eintrocknen eine cryſtalliniſche Geftale geben kann, und daraus eben fo, wie dieNordamerifaner aus Men rorhen, Efchenblärtrigen und — — ei⸗ nen aͤhnlichen Zucker erhaͤlt. In der von dem Herrn Hofrath Gleditſ h ungedruckt mitgetheilten ſchoͤnen Abhandlung von den Ahornen, iſt bei Erwähnung diefeg füffen Saftes noch der Gedanke hin⸗ zugefüger, daß.wir aus unfern Ahornen und erlichen bes kannten überaus fchlechren Wurzeln vielleicht eben fo guten und fo vielen Zucker verfertigen Fönnten, als andere Nas tionen aus ihrem Zuckerrohre, wenn wir nemlich Ländes reien übrig hätten, die wir nicht höher zu nugen wuͤßten, und auf diefen armſelige Menfchen an Sclaven und Mohe venin genugfamer Mengezu unfern Befehlen wären, die uns für Schläge und geringe Koft Unterthänigkeit leiſte⸗ ten, Ein Gedanke, der feinevölige Richtigkeit hat. . Du Haniel verwirfe diefen Ahorn zu Alleen, wozu er chedem häufig gebraucht. worden iſt, weil die Blätter im Herbfte früh abfallen, und da fie auch durd) Ungegiefer befhädigerwerden, ihre Schönheit verlieren, Nach ihm Ag waͤchſet 8 | L ACER. wächfet er auch für einen Baum zu dieſem Gebrauche zu ſperrigt und nicht dichte genug, welchem ich noch die Er— fahrung hinzufegenwärde, daß erin freien Winden ſelten an Aeſten und Blaͤttern unbeſchaͤdiget bleibet. Miller hingegen raͤth ihn zu Pflanzungen an, welche an der Seekuͤſte liegen, oder um ſolche zu beſchuͤtzen, weil er die Feuchtigkeiten, die durch den Wind von der See herr geweher werden, wegen feiner ausgebreiteren Nefte beite ols ein anderer Baum aufhalten fol, Daiedochineinem guten Grunde feine Stämme fu ſcher ſtehen und ihr Laub ſpaͤter fallen laſſen, der Baum aber allezeit wegen ſeines Wachsrhumes und ſchoͤnen Lau⸗ bes ein feines Anſehen hat, ſo bedarf der du Hamelſche Einwurf feine Einſchraͤnkung. Nur das Beſchneiden vers craͤgt er nicht gehoͤrig gut, indem er. alsdenn aus den Wur⸗ zeln eine Menge Schoͤßlinge treibet, die in Alleen und Pflanzungen fuͤr Fußgaͤnger unangenehm ſind, und wes⸗ wegen er zu Hecken gaͤnzlich untuͤchtig wird. b. Acer maius, foliis eleganter variegatis Hort. Edimb. et du Ham. arb. 2. ' The ftrip’d Maple. Sycomore panache. | Der gemeine Ahorn mit eipectigen Blat tern iſt eine Abart deſſelben, die aber doch nach Millers Angabe das Beſondere hat, daß ihre Saamen wiederum mehrentheils ſcheckige Pflanzen hervorbringen. 2. ACER (ſtriatum) foliis ſubquinquelobis: lo- bis inaequaliter ferratis acuminatis, florum racemo pendulo, pedicellis unifloris. Acer The Maple Tree. Erable. Ahorn. 9 Acerfoliis quinque pärtito- palmatis inaequa- liter ferratis, cortice — ſtriato. Buſcb. Cat. 13+ | The ftriped Bark Maple. Bartr. Cat, Frable à feuille de Tilleul. Der Nordamerifanifche geftreifte Ahorn & Task Dieſer noch wenig befannte Ahorn ſtammet eigentlich aus dem noͤrdlichen Amerifa her, und wird ung in denen "von. dort aus gefammfeten Seamenfiften zugeſchickt. Da er beinahe noch garnicht als eine befondere Art ber merket worden: ift, fo verdienet cr eine genaue Veſchrei⸗ bung, die ich hiemit vorlegen will, Das Blatt iſt in fünf ungleiche Abſchnitte eingerheis let, worunter die unteren die kleinſten, und bei iungen Blaͤttern aͤuſſerſt zart ſind. Es: gleicher alfo dem Blatte des erſteren Ahorns ſehr, doch gehen die Spitzen der Ein⸗ ſchnitte laͤnger und feiner aus, und der Rand iſt mit fei⸗ neren ungleichen Zaͤhnen verſehen. Die obere Flaͤche dep ſelben iſt glatt und hellglaͤnzend gruͤn, die untere hingegen mit dicken Adern beſezt, welche aus ihren Hauptaͤſten uͤber die ganze Flaͤche ein feines Adergewebe verbreiten, und ſo wie die iungen Blaͤtterſtiele, mit gelbgruͤnlichen kurzen Haaren ſtark beſtreuet ſind. In dem Baue iſt es dick und ſtark, und die Breite betraͤgt bei ausgewachſenen Blaͤt⸗ tern auf ſechs Zoll, und die Laͤnge etwas uͤber dieſe Maaſſe. Nach du Hamel kommen die iungen Blaͤtter, auſſer daß noch unten an den Seiten zwei merkliche Einſchnitte in der Natur mehr vorhanden ſind, mit der Zeichnung uͤber⸗ ein, welche er auf der 12ten Platte des erſten Theils unter | ss ‘ Mr, Io ! Erd BER: Nr. 11. liefert, und die er Don einem Ahorne angiebe, der in den Blättern dem Penfplvanifchen gleich kommen fol, Ihr Van iftaber vefter, ihre Größe anfehnlicher, und die Blumen weichen nachihrer Größe ebenfals fo fehr von dem Penfylvanifchen Ahornab, daß man fie gleich beimerften Anſcheine nicht für verwandt halten darf, Die Blumen brechen zwifchen zwei gegeneinander überftehenden Blättern im Mai hervor, Sie hängen in langen Büfcheln herab / die mehrentheils auf zwoͤlf bis drei zehn Blumen enthalten, welche Wechfelsweife auf kleinen ‚zarten Stielen ſtehen. Ein ieder folcher Blumenſtiel hat ein Eleines feines ungezahntes Nebenblärrgen. Dadurch, daß diefe Blumen allezeif einzeln, 1 und nicht auch theils zu drei, theils zu zwei Stück neben einan⸗ der auf einen gemeinſchaftlichen Stiele beveſtiget ſind, un ⸗ terſcheiden fie fich fo wohl von dem Penſylvaniſchen, als dem gemeinen weißen Xhorn ungemein deutlich. | Die Blumendecke iſt, wie bei den übrigen, in fünf Tängliche zugeſpitzte Einfchnirte getheilet, und der Sarbe nach mir den fünf gröfferen: grüngelblichen Blaͤttern der Blume uͤbereinſtimmend. Dieſe Blume ſelbſt iſt mehr rund als zuſammenge⸗ | druͤckt, und inden Blättern oval, oben zugeſtumpft, und über die Blumendecke hervorragend. Die Anzahl der ſehr Furzen gruͤnlichen Staubfiden beläufe ſich auf fieben bis acht Stuͤcke. Die darauf be⸗ ſindlichen Staubbrutel find blaßgelb. Der Knopf hat eine dunkelgruͤne DAR und die Stigmate find gruͤngelblich. Der Saame iſt dick und rund. | AR Die The Maple Tree, Erable, Ahorn. 11 Die Rinde iftzwar glatt, alleininsbefondere an dem unteren Theile des Stammes aufferordenrlich ſchoͤn der Län» ge nach, grün und weiß geftreife, welche Eigenſchaft dem Ahorne ſelbſt den Namen gegeben hat. | Im Winter erhalten die Zweige eine glänzende rothe Farbe, die fich im Fruͤhiahre verlierer, Die in den hiefigen Pflanzungen befindlichen Stämme fr ind erft bis feche Fuß hoch und unten ohngefähr einen guten Singer did, Sie ſind aber bei ihrem Alter von acht Jah— ren fchnell geung gewachfen, daß man darnach fich einen ‚etwas hohen Baum verfprechen Fönnte, wenn fie nicht fehr frühzeitig und ſchon im vorigen 1769ften Jahre Blumen: büfchel getragen hätten, beideren Erfcheinung eg zweifel- haft bleiber, ob fie zu einem hohen Baume En ki oder niedrig find. Bei unfern Winter leiden fie Feinen Schaden, | Eigenthuͤmliche Nachrichten aus Nordamerifa laſſen ſich davon niche vorfinden, under weicher von den übrigen von dortaus befannt gewordenen Arten zu fehr ab, als dap wir von andern auf ihn fihließen Fönnten, So viel bleibt indeffen wahr, für Pflanzungen ift er ein arfiger und feltener Baum, Ä Auf der erften Tafel finder fih | Ein mit Blättern befezter blühender Zweig, eg I. Die einzelne Blume, Fig. I. | Das Sammenforn, Fig. ULud Ein Stuͤck der geftreiften Rinde, Fig. IIIL 3. ACER (Platanoides) foliis quinquelobis, dentibus acutis, intervallis lunatis, race- mois erectis. Hader. hit, Acer 12 —R La SE Reli Acer (Platanoides) foliis quinquelobis acumi- natis acute dentatis glabris, floribus —* boſis Z. Sp. Pl, Mill, 4. du Ham. ab, gone The Norway Maple, | n Le Plane, — Die Lenne. Die Lehne. Die Loͤhne. Der Lein⸗ baum. Der Linbaum. Breitlaub. Breitlöbern, Breitblatt. Weinblatt. Die geinahre in der Schweij. S. Miller Tab. 8. Fig. ı. Cramer Tab, 7. Mun- £ing. lab. 11. | Sie waͤchſet in dem ganzen nördlichen — in den hieſigen Gegenden im Holzkreiſe des Herzogthums Magdeburg, und im Braunſchweigiſchen in den Holzun⸗ gen des Elms, der Affe und des Fallſteins ſehr häufig. Die Blaͤtter ſind fuͤnffach eingeſchnitten, zugeſpizt, ſcharf gezahnet und glatt, ihre obere Flaͤche iſt von hell⸗ grüner glänzender Farbe, und die untere in der Farbe et⸗ wasmafter, Sie haben iedoch einenzärseren Bau, als die Blätter des weißen Ahorns. | Die Blumen find unter den deutfehen — die größten und fruͤheſten, und erfcheinen mit dem ausbres chenden Laube zwgleich in kurzſtieligen dicken und breifen anfgerichteten Bifheln. Sie ſind in ihren Blättern von gruͤnlich gelber Farbe, und bilden einerunde Blume. Der Saame ift groß, und gleicher in der Geftalt dem Saamen des erften Ahorns, die weiße und glatte Rinde des Stammes unterſcheidet ihn aber von diefen und anderen Arten, - Die ungen Triebe ſi nd rin, und beim Abreiffen und The Maple Tree. Erable. Ahorn. 13 und Abbrechen der Blätter und deren Spigen quillet ein Milchſaft hervor, Die Knoſpen haben im Winter eine röchliche Farbe, Der Wachsthum dieſes Ahorns iſt der Erfahrung nach in gleich guten Boden eben ſo ſchnell, als bei dem ſchon beſchriebenen weißen Ahorn; ia Bomare im Dict. d’hiftoire naturelle giebt ihn an Wuchſe noch geſchwin⸗ der als dieſen an. Im trocknen Boden will er ihn aus den Saamen in drei Jahren zu zwoͤlf Fuß Hoͤhe geſehen haben. Er wird mit ſchoͤnen langen geraden Zweigen zu einen anſehnlichen Baume, iedoch nie ſo hoch und als dieſer weiße. Sowohl an Bergen, als naſſen Orten trift man ihn an, und der Herr Hofrath Gleditſch hat ihn in Pos len ſo gar zwiſchen den Erlen in Rohr und Binſen gefun⸗ den, und mit ihm einen mitten im Waſſer gelegenen ‚Damm bepflanzrgefehen, welcher iährlich über acht Wo— chen unter Waffer gefezt worden ift, dennoch aber nache her nichts Uebeles an den Bäumen bemerfen können, . In feuchten Hoͤlzern gehet der Saame haͤufig und bald auf, und ſeine Erziehung und Vermehrung iſt eben die, welche man bei dem gemeinen Ahorne weiß. Die gerade aufgeſchoſſenen glatten Zweige machen ihn, wenn er gleich nicht belaubt iſt, fuͤr den übrigen kenntbar. Er fuͤhret eine Menge ſuͤſſes Waſſer bei ſich, und es gilt daher auch von ihm in dieſem Artikel der Nutzbarkeit eben das, was ich bei dem weißen Ahorn erwaͤhnet habe, In den Forſten gebraucher man ihn befonders als —— nur bleiben einzelne gute Elade als Ober⸗ holz *) Mſopt. von Ahornen. ee; LE ACER. holz hin und wieder ſtehen, und er erhält feinen Stand durch den Saamen und die häufigen Schüffe dicht und gut, Das Holz ift indeffen weder foweiß, als das Hl des erſten Ahorns, noch fo feinund dicht, fonftaber hart und zähe, und da es Äfters recht wohl gemafert ift, fo wird es zu flarfen Seräthfchaften Häufig. verarbeiter. Für Pflanzungen hat er ein feines Anſehen, und man nimmt ihn auch zu Hecken, die nicht zu dicht ſeyn ſollen. ‚Der in den Blättern enthaltene Saft ift ſcharf, wess wegen man diefe ſelten von Inſecten angefreffen findet. b; Acer Platanoides foliis eleganter vice tiss Hortul. Angcl. The ſtrip d Norway Maple. Plane à feuilles panachées. Die Lenne mit ſcheckigen— Blattern. Eine Spielart, welche bisweilen wild angetroffen. wird, und die Herr Hofrach Gleditfch *) in Thürine gen, und über der Schulpforce bey Naumburg vorgefun⸗ den hat. | | Wer an den bunden Blaͤttern einen beſonderen Ge⸗ fallen findet, der kann dieſe durch Oculiren und Propfen aufi iunge Stämme am füglichften erhalten und vermehren. 4. ACER ( faccharinum) foliis quinqueparti- to⸗-palmatis, acuminato-dentatis C. Sp. Pl... Mill 6. | Acer foliis acutioribus, utrinque pallide vi- rentibusetlanatis, angulis lateralibus fere obioletis Gro»o», Fl. virg. 2. The e*, Mſcpt. von Ahornen. The Maple. Tree. Erable. Ahorn. 15 The American. Sugar-Maple , the. Sugar- Tree or Sugar- Wood, L’ Erable & fucre, Der Zuckerahorn. Dieſer Ahorn wächf et fürnemlich in Yenſylvanien wild, und hat der Ritter von Linne' nach der Nachricht feines — des Prof. Kalm, ihn zuerſt beſchrie⸗ ben. Die Blaͤtter kommen der Senne nahein der Gleich⸗ heit, fie find aber in den Winfeln nicht fo ſcharf und fpi- ig, hingegen tiefer eingefchnitten, ihre Oberkäche ift nicht fo glatt und dieuntere von mehr blaßgrüner Farbe, die ins weißliche fällt, und dabei erwas rauf im Anfühs len. Ihr Rand ift auch mir wenigen Zähnen verſehen. Sice haben einen Milchſaft. Die Blumen ſind bis izt noch unbekannt. Dauerhaft ſind indeſſen dieſe Ahorne, und ſie ſchei— nen nad) ihrem Alter, indem fie in den hieſigen Pflanzun⸗ gen noch bis ige nicht geblüher haben, ebenfals bey ung zu ſtarken Bäumen aufzuwachſen, welches ſich auch nad) Kalm *) vermurhenläße, wenner fagt, daß er in kal⸗ ten Gegenden viel höher, als in einen gemäßigten Erd— fireiche werde. Die hiefigen fi nd aus dem Saamen gezogene Staͤm⸗ me von acht Jahren, welche funfzehen Fuß Höhe, undam unteren Stamme drei Zoll Dicke haben. In dem . von Muͤnchhauſiſchen Garten zu Schwoͤbber habeich einen zwanzigiährigen Baum angetroffen, der ebenfals noch niemals’ Bluͤten gezeigt harte, und deffen Höhe auf vierzig Sup und die Dicke des untern Stammes im Durch⸗ ſchnitte acht Zoll betrug, Der *) Deffen Reiſen 2 Th. ©. 297. an 16 ; kb ACER. Der Saame gleichet den Sennenfaamen, auſſer daß die Fluͤgel an den Saamen der lezteren breiter und groͤſſer ſind. Seine Benennung hat er nach dem Nutzen — den die Einwohner von Canada und Penſylvanien aus ihm ziehen, Eine von dem Prof. Kalm geſchriebene Abhandlung, auf welche Weife in Nordamerifa daraus Zucker bereitet wird, findet fich inden Schriften der Schwediſchen Aka⸗ demie zu Stockholm “), ingleichen kann man hievon Du Hamels Nachrichten nachleſen. 5. ACER (rubrum) foliis quinquelobis ſubden- tatis, ſubtus glaucis, pedunculis ſim- pliciſſimis aggregatis L. Sp. Pl. Ml. y da Ham. arb. 5. et Gronov. Fl. Virg. The fcarlet lowering Maple of Virginia,great . Silverleaved Maple. Erable rouge d’ Amerique. Dr Be Ah rothbluͤhende Ahorn. Der ſilberblaͤttrige Ahorn. S. Catesby Tab. 62. und Miller Tab.g.Fig.2. € ſtammet aus Virginien und Penſy lvanien her, in welcher. lezteren Provinz ihn Kal") häufig ange⸗ troffen hat. Die Blätter find in fünf Haupteinſchnitte eingetheilet, _ welche wiederum durch den unregelmäßigen tiefgezahnten | Rand ) 13. Band ©. 149. u. ſ. w. he *) Neifen =. Band ©. 309. The Maple ‚Tree. ‚, Erable. Ahorn, 17 Rand kleinere ſpitzige Einſchnitte haben. Ihre Stiele ſind bei den mehreſten drei Zoll iang, von Farbe, ſo wie die iungen Zweige, hoch roth, welche auch die Adern der Blaͤtter, die auf beiden Flaͤchen erhaben liegen, im Herbſte annehmen. Die obere Seite iſt glaͤnzend und dunkelgruͤn, die untere hingegen Meergruͤn weißlich, fo daß fie ein jiberfarbigee Anfehen hat, und zu der Ber nennung des Baumes Aalef giebt, Die äuffere $ Rinde der alten Zweige iſt Aſchfarbig und glatt, und das Holz weiß und zaͤhe. —20 Ohnerachtet der Ritter von Rinne‘ dieſen Ahorn nur unter dieienigen Baͤume rechnet, davon einige bloß männliche, andere bloß weibliche Blumen tragen, fo habe ich unter den hieſelbſt beſindlichen hohen bluͤhenden Staͤmmen doch nur die mit; männlichen Blumen allein, andere aber auch mit Zwitterblumen angetroffen. Die hieſige Pflanzung beſitzet keinen bloß weiblichen Baum, ob ich ſchon nach der Wahrheitsliebe des Ritters an dem Daſeyn deſſelben nicht zweifele. Gronov ſcheinet duch C laytons — miſch Benennung dieſe rothgefaͤrbten Zwitterblumen ſchon angefuͤhret zu haben, wenn er auch Dabei nicht der maͤnnlichen und weiblichen erwaͤhnet und dieſem folgt du Hamel, da er den Ahorn mir Zwitterblumen von denen mit maͤnnlichen und weiblichen Blumen verſe henen ttennet, und zu einer befondeten 2 Art macht. Es iſt wahr, in den Blaͤttern ſelbſt iſt einiger Untere ſcheid zu bemerfen, Denn die Blaͤtter des männlichen Ahorns ſind viel eingeſchnitten und ine, alg * De wer: q m Fl. Virgin, — 161, * ha 1. Band. As 18 OEL ACER. die von dem Ahorn mie Zwitterblumen; da fie aber ’in der Farbe fo genau miteinander übereinfonmen, und ‚ich die mie weiblichen Blüchen begabte Stämme nicht ge) fehen, folglich auch nicht fagen kann, ob ihre Blaͤtter dem männlichen oder Zwitterblumen Ahorn gleichen, fo will ich es nicht wagen „ ſie von einander. zu frennen. Bei den männlichen Blumen fichen iedoch die Fäden über die Blun enblätter hervor, und f ind fänger als bei den Zwitterblumen. Der von Miller erwaͤhnte C art Wagers Ahorn ſcheinet dieſer mit Zwitterblumen zu ſeyn ,/ den cr ebenfals noch nis ai eine er Are anſehen will. — Nur muß man ihn nicht nach Börmaber Diet. d Hi: ‚ftoire naturelle &. 273. und 279. fie den — | weißen Ahorn anfchen. Zu mehrerer Deutlichkeie will ich si Sittiche si der Bäume angeben, Sie erfcheinen zu Ende des März oder Anfange dee Aprilmonats, wenn der Baum. A von ' Plättern leer iſt. | Die männlichen Blumen find auf den dünnen ‚Zweigen. theils an den aͤuſſern Spigen, theils an, den Seiten derfelben befindlih. Sie entfpringen allezeit in Büfcheln neben einander aus dien Knoſpen, welche vor dein Auftrechen länglidy rind, glart und roͤthlich find , ‚Nachher aber aus zwei Theilen beftehen, deren Rand mit einer zarten weißlichen Wolle beſezt iſt, und welche die gemeinſchaſtliche Blume: decke umſchlieſſen. Dieſe Blumendecke ift m hrentheils aus vier langlichr unden, gelbroͤthlich gefaͤrb sen aie ebenfals mit einen The Maple Tree. Erable. Ahorn. 19 einen jarten wolligen Wefen ——* Blättern zuſam⸗ mengeſezt. Sie enthaͤlt ſieben, ſechs und weniger laͤngliche klei⸗ ne Trichterfoͤrmige gelbliche Blumen, die mit ihren roͤth⸗ lichen Rande zwar aus einem Stuͤcke beſtehen, allein dabei einen ſo tiefen Einſchnitt haben, daß fie beinahe getheilt anzufchen find, - Eine ide ift oben etwas unordenelich und. fünffach eingefchnitten, und aus ihrem Grunde gehen mehren-. theils fünf, felren acht, glatte, weile und über die Blume felbft weit hervorragende Faden, auf deren ieden ein Fleiner mit einem grüngelblichen Staube und einer Furche verſehener Länglicher Beutel ſitzet. Da bei ihnen auch nicht eine Spur einer iungen Frucht anzutreffen iſt, ſo fallen die Blumen als un⸗ fruchtbar am Ende von ſelbſt ab. Miller hat diefe männlichen Blumen auf der an⸗ geführten Platte, ‚und du Hamel in * Leiſte ab⸗ gebildet. 4 | Bei den Zwitterblumen ſind die Knoſpen ebenfals vor dem Aufbrechen roth gefaͤrbt, doch kleiner als bei den männlichen, und fie theilen ſich nachher in zwei Theile, deren Nand wollig iſt. Aus ihnen gehen drei bis fieben Stuͤck, gemeiniglich aber nur fünf Br men heraus, bei welchen die Stiele iedoch auf einen Zol lang, und alſo laͤnger als die getheilte Knoſpe ſi ind. röchlich, und die Blume hat mehrentheils vier bis fünf Leine längliche. roͤthliche Blaͤtter, di: länger als, der Kelch uhd oben ein wenig eingefchnitten vorfommen, 2 0 Der Die Blumen decke iſt ſechsfach eingeſe Hnitten und 20 ne det Gt Der Faͤden find ſechs, ſieben bis acht. Sie ha— ben die Laͤnge der Blumenblaͤtter, und tragen auf den Gipfeln kleine getheilte blaßgelbe Staubbeutel, Der Knopf iſt zwifchen den beiden Griffeln befind⸗ lich, welche purpurroth, fleiſchig und haarig, und de⸗ ren Stigmate nach beiden Seiten krumm auswaͤrts gebogen, * uͤber die — — hervorragend ſind. Wr Defters habe ic bei Pa — Blumen Ber funden,. beinwelchen Die Grif lau vier Stuͤck öuedjiein ein geſchehenes Anwachſen ing Auge fallen. Bis izt hat fich bei ihnen zwar Saamen anſetzen wollen, der aber gleich nad dem Verbluͤhen ſ * wieder verlohren hat. Der hier befindliche Anerifanäfihe Skins ' Rt nach Mister fünf oder ſechs Wochen nah dem Verbluͤ⸗ ben reifen ſoll, if gegen den aamen der habrigen sie klein zu nennen. Kalm ) har den ** Ahorn —— an mworaſtigen und waͤßrigen Platzen jefunden, woſelbſt er die Erle zur Geſellſchaft harte. Ein Beweis, daß .er, wie auch ſchon Miller anführet „ in. einen naffen doch Dabei lockeren Boden beſonders gut waͤchſet, wie ſie denn auch nach ihm in einen ſolchen Stande ſtaͤrker bluͤhen amd Saamen von beſſerer Güte liefern ſollen. Ihre Stämme erhalten in Amerika eine anſehnliche Hoͤhe. Dieſes gilt doch wohl nur yon den männlichen Bäumen, welche auch hier ſchnell wachſen und ſtark zu werden ſcheinen; denn die mit Zwitterblumen werden nach Catesby, der von der Blume eine wohlgetrof⸗ fene 2) Reifen 2. &6.6.; 218. 309. The Maple Tree. “Erable. Ahorn. 21 fene Abbildung gie bt, und had) der hie Rn Erfahruns niemals fehr Hoch und Dich Nach den galmiſchen — ver — man in dem nördlichen Amerika aus dem Holze Teller, Spinn⸗ raͤder, Rollen, Foͤſſe zu Stuͤhlen und Betten u.d,m, Mit der Rinde wird in Penſlleanien Wolle und Lin⸗ nen dunkelblau gefärbet, zu welcher Abſuht fie vorher in Waſſer gekocht, und, etwas Kupferrauch, dergleichen die Huthmacher und Schuſter zu gebrauchen pflegen, hin⸗ zu gemiſchet wird. Auch kann aus beſclhen eine gute Dinte gemacht werden. Der noch im — befindliche Baum liefert im Srühiahre vielen füffen Saft zum Zueferund S Syrup. Kalm * führer von ihm noch an, , daß man —* Amerika eine Abaͤnderung fände, welche der ma⸗ ſurirte Ahorn (curled Maple) genennet wuͤrde, „weil das Holz inwendig gleichſam gemarmelt iſt. Dies ſer wuͤrde zu allerhand Tiſchlerarbeiten gebraucht, und „das Hausgeräthe, fo daraus genommen waͤre ‚ hätte | für alen andern einen Vorzug. Er wuͤrde iedoch ſel⸗ Iten angetroffen, ‚und man faͤnde auch oft Baͤume, de⸗ Iren aͤuſſere Seite gemarmelt ſey, die innere aber nicht.“* Solte Kalm in dieſer Muthmaßung nicht zu weit gehen, und: eine Abänderung angenommen haben, die doch Feine ift 2: du Hamel ſaget ſchon zugleich mit der Erfahrung: „Aber die langſam gewachſenen und age ei — gelen —ã und wimmeriges mal aan... 20 Bag nr Be * Se, Keifen 2 Th. ©. 310. und 565: | | er) Don Faͤlung der Woͤlder 1Baud S.4a6. 2 ae ik „ Holz, das zu eingelegter und Schreinerarbeit v fehr geſucht wird. “ Dergleichen Wuchs der Baͤume —* in Amerika doch auch wohl vor? 6. ACER (Penfylvanicum)) foliis fübquinque- | lobis ‚inaequaliter ferrulatis, florum race- mo compolito erecto, pedicellis fubdivilis. „ Ader (Penfylvanicum)) foliis trilobis acumina- tis ferrulatis, floribus racemofis, L. Sp- Pl, Mid. 7. Au Ham. arb. 11. The Mountain Maple of. America, , Dwarf Mountain Maple. Barır, Cat. Der Nordameritaniſche Vergahorn ©. Tas. m — ilvanien nach dem: Kitter von — und Eanada nach du Hamel ift das Vaterland diefes Aherns, und man koͤnnte ihn: daher beſſer unter einer all⸗ gemeinen: Benennung — als uf eing —* * lein einſchraͤnken. —D— Der Ritter beſchreibet die Blatter als breifache * geſchnitten,/ und es ſcheinet daher etwas dreift, daß ich fie gegen einen fo genauen Beobachter als fuͤnffach einge» ſchnitten angebe. » Allein alle Blaͤtter ſind in der That fünffach eingeſchnitten, und am beutlichften Täffer fich Die: fes an den unterfien Blättern der Zweige bemerfen. "Die oberer, aus denen die Blumenbuͤſchel mit hervorges hen, find fleiner , weniger tief eingeſchnitten, dem ohn⸗ geachtet aber find doch die beiden unteren Abrheilusgen einem geübten Auge unterfchieden genug. s —* The Maple Tree. Erable. Ahorn. 23 Sie ‚find auf. ‚langen röchlichen Stielen beveſtiget, und beide Seiten glatt, die obere hellgruͤn von Farbe, und on untere etwas blaſſer. Die Blumen kommen als fr Eleine gelbe —— die einen, die ich.bei den Ahornen Fenne, im Junius in kleinen ländlichen Buͤſcheln hervor, die indie Höhe ger richten ſtehen/ und nur bloß die Spitze nach der Erde nie derhangen Laffen, welchen beſonderen Umſtand ic werſchie⸗ dene Jahre als richtig beobachtet habe. So wie die Blumen im Ver haͤltniſſe gegen die uͤbri⸗ gen Arten klein ſind, ſo iſt es auch der Saame, der ſich eben nicht ſehr häufig anſetzet Er wird erſt mit dem Anfange des Octobers reif, und die Fluͤgel erſcheinen vor dem Reifwerden roͤthlich. Tach dem hieſigen blühenden und oaheittnninden Baume, der nicht über woͤlf Fuß Höhe hat, deſſen Al— ter ich aber nicht genan zu beflimmen im Stande bin, ſchei⸗ net. die Angabe ver Schriftficher gegründet zu feyn, wenn fie ihn als einen niedrigen Baum beſchreiben. Die zweite Tafel liefert | - Einen mitBfärtern beſezten bluhendenZweig. Bi I. Eine einzelne Blume Fig. IL und Das Saamenforn Fig. II. b. Acer Penfylvanicum foliis variegatis. Dr Nor damerikaniſche Bergahorn mit geſcheckten Blättern iſt eine Abaͤnderung, die wegen der ſchoͤnen Blaͤtter ſich in Pflanzungen wohl ausnmmit. | 84 ish he 24 ER Sie face fich durch das Pflopfen det Zweige auf andere Ahornſtamme vermehren. a eA "ACER (campeſtre) folüs PR ob- tufis, Ipbik —— J——— Haller. hift, | Acer (campeftr e Fobis, Ichati obrufs emarie natis Li: Sp. P]. Mill! 2: | uirsihn H 9 9 Acer —— & minus‘ * Ban; & * ZI h arb. 7 Em 4 Ha * The fmal, or common Main * "The Liefer Ä Maple. Mi Ay nbin und hr ' Petit Erabie. KR Ks RT rt v Der kleine! —— ‚Mafpolder.Maf- eller. Eplern. Aplern. Appeldoͤren. Wittne | bern... Schwepſtockholz. — eſchaum⸗ J | S. Cramer Tab, 29. Der kleine deutſche Ahorn finder ſich auſſer andern noͤrdlich gelegenen Laͤndern in ganz Deutſchland, und iſt bei uns in den Unterhoͤlzern und BES ein ge⸗ wöhnliher Baum. Die Blaͤtter find klein, Be in fünf Haupt» —— getheilet, welche ſtumpfe Spitzen und an den Seiten wiederum kleine Einſchnitte haben, und ſo lauf⸗ fen auch auf der unseren mehr. hellgruͤnen Flaͤche der Blaͤtter, da die obere DUREIAE und glätten, iſt, ai Hauptadern hin. | Die Fleinen gelblich gruͤnen Be men erfeheinen mit. dem Ausbruche des Laubes. Auf einen Stamme zeigen = The Maple Tree. ) Erabfe. Ahorn. 25 fh ſchon nach mehreren Bemerkungen männliche Si men alleine, auf anderen aber Zwitterblumen. Bei dem Saamen ſtehen die Fluͤgel nicht, wie bei andern Ahornen, aufwärts, fondern mehr Bad) beiden Seiten hin gerade ausgebogen, Die gelbbraune Rinde iſt rauh und mit Kiſen ver⸗ Ken und das Holz weiß und zähe, | | Dieſe Art wird zu einem mittelmaͤßig hohen Bar | J (ſo wie einer meiner botaniſchen Freunde auf der Pleſſe bei Goͤttingen verſchiedene Baͤume angetroffen hat, die die Höhe eines Borſtorfer Apfelbaums, und weit uͤber einen Fuß Dice gehabt haben). ohnerachtet ihn einige nur unter die hohen Straͤucher rechnen wollen. m hoͤchſten kann man ihn ans den Saamen ziehen, denn die von neuen ausgefchlagene Stammloder werden niemahls hoch, und der abgehauene Stamm muß richt zu alt ſeyn, wenn man auch diefe erwarten will, | In einen. ea und sig Erdreich vermehret er A, Fear 9 Die Blätter haben ı wie bei der dee ‚und dem Zus derahorn einen eigenen Milhfaft. | Man nutzet ihn beim Abholzen in den Forſten ſonſt aber giebt er wilde und zahme Hecken ab, weil er den Schnitt der Erfahrung nach vertraͤget, und, ſolche Des cken ſehr dicht gezogen werden koͤnnen, wenn die Zweige in der Jugend Creuzweiſe ——— ke wer⸗ den. een auch das Holz, ſo bald es einige Stärke erhäfe, fehön gemafert wird, fo bedienen es fich Die Drechsler zu Saufen, Teer und Bechern, und 5 ziehen 6 ni BACER. Ey ziehen es dem Bůchenholze weit vor. Ich habe davon gut in die Augen fallende Schnupftoback a doſen geſehen, die durch den Gebrauch in der Ni f 5 — au beſtaͤndig glatter werden. he Auch ſchon von alteren Zeiten * findet: man von dieſem Maſerholze ſchoͤne Arbeiten. an großen Schränken, Shreibtiſchen und dergleichen, welche damit über! legt, auch wohl mie vörhfihen, gruͤnlichen oder gelblichen Beitzen angeſezt worden, und jo ſchoͤn ausfallen ale ſch eine auslaͤndiſche Baumart nicht leicht zeigen wird. Es giebt ferner gute obgleich etwas ſchwere — * — zu Piſtolen und Flinten, gute Tobackspufferkoͤ⸗ pfe, und im Herzogthume Eiſenach waͤhlet es das von dem Herrn Prof. Schreber bekannt gemachte Hand» werk der Riemen + und Peitſchenſtockmacher zu ſolchen Stöoͤcken, die ſie wegen der Zaͤhigkeit des Holzes bis auf den Griff in beinahe zwanzig Ruthen fpalten Fönnen. *) Dabei verſtehet es ſich aber, ‚daß ſolche von ganz iungen | ſchlanken Holze gemacht werden muͤſſen. * | 8. ACER (Monf] peffulanum) folüis —— cor- + datisintegerrimis, 'lobis aequalibus. divarica- tis Gleditſch. Mspt. | Mi Acer folüs trilobis integerrimis glabris 2 —— L. Sp. Pl. Mill. 9. * Acer trifolium C. Baub, & du Ham. arb s he Montpelier Maple. | Erable de Montpellier. | a aa Der Franzoͤſiſche Ahorn. . Der, ‚Ahorn von Montpellier, | ' —— | Dieſer S. Neue Cam. ralſchriften 10. 3. The Maple. Tree. Erable. Ahorn. 27 Dieſer Ahorn waͤchſet in Italien und dem ſuͤdlichen Theile von Frankreich, beſonders aber bey —A woher er die Benennung erhalten hat. Die Blaͤtter ſind kleiner, als bei dem gemeinen | Mafholder y in ihrem Bay difer, und in. der Farbe dunfeler und glängender, Sie ſtehen theils einzeln, theils gemeinfchaftlich aus einer Knofpe, auf grüngelb- lichen langen und ſchwachen Stielen, und find in drei faft gleich kurz zugefpizte große Lappen eingetheilet, wel- che weit. von einander. gebreitet find, Dir Rand ift ungezahnt, iedoch finder fich auf beiden Seiten der. mit: telften Abtheilung bei großen Blättern oft eine kleine Falte, welche auch bisweilen an dem ganzen Kante aller drei Abtheilungen abwechfelnd zu bemerfen if, Die Bers einigung, des Blattes mit dem. Stiele geſchiehet i in einen Heinen Ausfchnitte. Die obere Flaͤche iſt dunfelgrün und glaͤnzend, die untere aber weißlich und mit drei merklichen Adern verfehen, die wiederum kleinere Aeſte abſchicken. Bis ſpaͤt in den Herbſt bleiben ſie ſitzen, und erhalten ſi fi ch bis zum Abfallen i in ihrer grimen Farbe. Die Blumen brechen zu Ende des Aprils und Ans fang des Mai hervor, Sie erſcheinen mic den Blaͤt⸗ tern zugleid) aus ciner Knofpe, fo daß fie zwifchen zwei derſelben zu fünf, fehs, bis ficben-Stüf zwar Bir ſchelweiſe, allein an einen gemeinſchaftlichen Stiele, be⸗ veſtiget find und herab haͤngen. Ihre anderthalb Zoll langen Stiele fi ind helgrän, Die Blumendecke hat große oval äugefpizfe grün« gelbliche Einſchnitte, und innerhalb denſelben find fünf etwas längere mehr blaßgelbe Blätter der Blume. Mehrentheils ſieben, doch "on bei einigen: acht Stuͤck en BEE 2 0° Stuͤck Staubfaͤden die noch einmal fo lang als die Blume, und unten dicker als oben find, ſtehen mit ide ten blaßgelben Staubbeuteln hervor. - > Man ficher hieraus, daß die Blumen in der Farbe mit denen von der Senne uͤbereinkommen, fie find iedoch Feiner, und die Blätter der Blumen fi fi ken nicht wic bei ienen in einen. Zirkel, —9 mehr alien platt gedruͤckt. Der Spame iſt klein, braͤunlich, und die apfel | befonders erhaben. Die Zlage f Rebe N — und —41 de Kern if grunlich. “ | Die Rinde der Zweige iſt en und. glastı. 7 So vief als man weiß, und auch nad) den hiefigen Erfahrungen, 'gelanget er zu Fehlen hohen Baume/ ſon⸗ m bleibe niedrig. Zas Holz i iſt weiß und jähe, und N Reinfefhen ließe ſich davon ein mit dem Maßholderholze geicher et erwarten da er unſere Winter vertraͤgt. * ACER. Roribus‘ racemolis, L. | Sp. Er ande "The Tartarian Maple." "Ser Tatarifche 5 RN IR. er ‚©. ne Cheninnikouv. ‚Act. Berrop. 1748. 1 3°... = | 4 The Maple Tree. Erable. Ahorn. > Die eigentliche Gegend; woher er bekannt gewor⸗ den iſt, laͤßt ſich ſchon aus der Benennung erfehen ‚und iftder Saame im Srägiahee 1 1760, aus — hie⸗ her geſchickt worden. Die Blaͤtter haben eine ae Sale, hp find an den Seiten gezahnet und eingeſchnitten. Diele Einſchnitte find bei älteren Blättern merklicher als bei jüngeren ‚. bei. welchen erfieven man beinahe finfdurch die Einfchnitte yon einander unterſchiedene Lappen ange» ben fönnte. Ihre Länge betraͤgt an drei Zoff und ihre Breite über zwei Zoll bei großen Blättern, Sie chen auf fangen dünnen Stielen an den Zweigen gegen einan« der über, und find da, wo der Stiel an das Blatt be⸗ veſtiget ift, mir einem Ausſchnitte verfehen, Ihre ober’ ve Flaͤche iſt gruͤn und glänzend, und die untere blaffer, und führer der Länge nad) eine erhabene Ader, die ſo wie ihre nach den Seiten — Nehenaſte mit fei⸗ nen Haaren beſezt iſt. 6* Die Blumen — ſi ch in ——— ſtehenden aus drei big fünf kleinen Buͤſcheln Biere KA Buͤ⸗ ſcheln im Junius vorfinden, an - Die Blumendecke iſt blaßgelb, und künffac eingefchnitten, iedoch habe ich fie bei Blumen diefesAhorng,; wo die Blumen zehn Blaͤtter und ſechszehn Faͤden hatten, folglich gedoppelt waren, er "und nl eingeſchnit⸗ ten ‚gefegen. Y | Die Blaͤttet der Blume ſind weiß —* kaum aröfe fer. als die Blumendecke ſelbſt. Sie find nicht, wie bei andern Ahornen ausgebreitet, ſondern mehr einwaͤrts BAR: daher man auch nach der Erinnerung des Prof: | Kra⸗ MILE ACER Krafiheninnifow die offenſtehende Blume — de. fein — der ng annefmen kann. Die weiſſen Fäden find wegen ihrer Länge merk⸗ wuͤrdig, indem ſi ſie weit uͤber die Blumenblatter hervor⸗ ragen. Die Staubbeutel haben e eine eblaßgefbe Zarbe Der zuſammengedruͤckte Knopf iſt ermaswollig. Ich habe ſo wohl bloß maͤnnliche, als auch Zwitter · blumen auf eiten Baume angetroffen. Die Saamencapſeln find niche fehr groß, plast, mehr oval alerund. Die Flügel haben vor dem Reife, werden, welches im September und Detober geſchiehet, eine hellrothe durchſcheinende Farbe, welche dem Bau⸗ me ein friſches Anſehen Diele. nachher ‚aber werden fie braun, Die Finder der * iſt grau und afatt;, und dası Holz nach den von mir abgefchnittenen Zweigen weiß und zähe, und die Zweige felbft find biegfam. Er läuft aus den Saamen leicht auf, leider bei une ſern Wintern nichts, waͤchſet ſchnell, doch allezeit mehr vuſchigt als in einen geraden —“ und ſcheinet da⸗ her von Natur Feine merkliche Höhe zu erreichen, ‚Die hiefigen Stämme haben bei einem Alter von acht Fahren, da ihre Höhe ſich auf funfzehn Fuß und ihre untere Dicke auf vier Zoll belief, ſchon gebluͤhet, und reifen Saamen gefragen, aus — * — Pan | * erzogen ſind. Miller hat ihn in der Ale — neunten zen | be Te Werks, ich weiß‘ nicht weswegen? wegge⸗ laffen, — — — — — — The Maple Tree. Erable. Ahorn. 31 laſſen, ob er ihn gleich in der achten mit unter den Ahornen angefuͤhret hat. ‘30: ACER (Neguhdo) foliiscompof itis, pe- dunculis hliformibus aggregatis ——— Mspt.: Acer’ (Negundo) —E ——— floribus racemoſis L. Sp. Pl. Mil. 3- Gronov. Fl. Virg. 161. | Acer maximum folüis trifidis vel quinquefidis . Virginianum. du Ham. arb. 10. | The Virginia Ash-leaved Ma sple. Frablede Virgine ä feuilles de Frene. Der Birginfche Efhenbidttrige Ahorn, Er wird in Virginien und den uͤbrigen Nordameri⸗ kaniſchen Provinzen wild angetroffen, von daher auch der Saame iaͤhrlich uͤber England heraus geſchickt wird. Ein iedes Blatt, das einen langen dünnen grün gefblichen Stick har, ift aus drei, auch fünf auffurzen Sdtielen figenden Fleinen Blättern zuſammen gefezt , welche hellgrün von Farbe, fänglich, am Rande ungleich gezahnt und eingefehnieren find, und den Efchenblärtern in et» was gleichen. Sie ſtehen an den Zweigen gegeneins ander über. Ob aber gleich ba dieſen Ahornarten Bäume mit männlichen Blumen allein ſchon befannt find, fo find doch bei der Frage: Ob dieienigen Stämme, auf welchen man bishero weibliche Blumen har bemerken wollen, in der That folche oder Zwirterblumen Fähren ; die or * * ůbereinſtimmend. | Einige 32 an: ng 1 „A C E R. Re ſagen, dieienigen a die man bisher für weibliche Blum en gehalten har, ſind Zwitterblumen andere, und unter. dieſen mein Lehrer, Herr Hofrath Fabricius zu Helmſtaͤdt, ohaben allein weibliche bemer⸗ ket, wie ih denn auch an dem hieſigen groͤßten blü- henden Stamme, der aus dieſem gezogen if, ſeit drei Sahren beftändig Hai enblice Pluen ge fen habe. Biel teicht Anden ſich Stämme mit ännlichen, mit ‚weiblichen, und mit Zwitterblumen. —5* Unter denen hieſelbſt befindlichen liefett bis ise nur der angeführte groͤßeſte Daum von ohngefaͤhr wamis Fuß Hoͤhe and echs Zoll Die Blumen. Dieſe ei im April mir dem —— Lau⸗ be zugleich, Buͤſchelweiſe aus den Seiten der Zweige, und hängen an langen, ſchwachen, Aal, rauhen und roͤthlichen Srieten gerad, Die grüne fuͤnffach ————— Sn men: decke iſt in der Länge ihrer Einſchnitte verſchieden, fo daß Der ‚fünfte — A als die ARCHE WERE; ala EU: 4* . Die Blacer ber met haben eine ia Zarbe, ich habe iedoch bei —— vier © F Pi ben — — ——— —* Der Saame if Fein, * die Saamenen pfeln haben eine mehe langliche als runde Geſtalt. Kr Kinde | be, ‚jungen Seht ift grün, und ER zend, The Maple Tree. Erable. Ahorn, 33 | jend;; durch welche ſich dieſer Ahorn auch ohne Laub vor vielen andern Baͤumen kenntlich macht, und bei alteren Zweigen iſt fie Aſchfarbig und glatt. | Das Sei if i in: ‚feiner Farbe ati dech da bei zaͤher Er wird zu einem der —— Bäume, und: fein Wuchs ift in einem feuchten, . feinee Natur am beften | angemeffenen Boden, fo ffarf, daß er öfters in einen Jahre ficben big acht Fuß hohe Schuſſe treibet. Weil aber bei dieſen die oberen Spitzen im Holze nicht ge⸗ hoͤrig reif werden koͤnnen, fo leiden fie bisweilen bei hef⸗ tigen Wintern, und der angeführte ſchnelle Wuchs iſt auch die Urſache, daß die Zweige durch ſtarke Winde beſchaͤdiget werden. Eine Stelle alſo, die durch Win⸗ de nicht ſtark beſtrichen dig ne ie — en am ——— | Unſere Witterung — er fie gut; md. nad) \ der Guͤte und guten Farbe feines Holzes wird er in der + Folge, wenn er mehr angebanct werden folte, zu vielen Ä ae vorzüglich zu gebrauchen feyn,. Dieſer Anbau ift um ſo wich leichter zu bewerkfielt—- gen, da er ſich der Erfahrung nach durch abgefihnittene eingeftecfte Zweige, wenn dieſe nur etwas von a * ze haben, vermehren. laͤſſet. ni — Amerita wird mr aus fine 2, But | — 6 SB 1. AESCULUS, TheHorfe Cheftnur. | Maronnier inde. > Roßcaſtanie. | | &' fi nd von dieſem Geſchlechte nur die — fofgen. | den Arten bekannt. | Ein ietes Blatt, welches font dem andern gegen ‚über an den: Zweigen beveftiger ſitzet, ift aus fünf klei⸗ neren Blättern jufammengefezt, die unten en der Be, veftigung des langen Sticles in einen Punkt zuſammen⸗ laufen, an den Spigen ſich aber in einen halben Cirkel auobreiten. Sie erhalten dadurch Die Form eines Faͤ— chers. Gegen die Spige find fie mehr breit als nach unten hin, am Rande gezahnt und hellgrün, wie denn auch das mittlere Blatt allezeit das groͤßte iſt. Ihre Blumen erſcheinen im Mat anlangen auf- wärfe ftehenden Stielen, an welchen fie nach allen Seiten 14 ausgehen / und einen pyramidenfoͤrmigen Strauß bilder, An der Oftindifchen find fie am häufigfien, und bei. „der Sarolinifchen in geringer mh Eir find . lich Zwitterblumen. | | Die Blumendece ift ainblaenig, und gan fach in n fünf Abfchnitte getheilen. ‚Die Blume hat fünf rundliche Blätter en ‚deren | Kan mit Falten verfehen und Wellenförmig üft, unten aber, wo fie in der Blumendecke ftehen, gehen fie i in feine Spigen aus, . * BERN der Staubfäden if va der Sfindis ſchen II. AESCULU®. The Horfe Cheſtnut. 35 ſchen fi eben, ‚bei der Caroliniſchen acht. Sie haben die Laͤnge der Blume, ſind Pfriemenfoͤrmig und ungebogen, doch ſtehen die auf ihrem befindlichen Staubheutel wiederum gerade in die Hoͤhe. | Die Knoſpe har eine runde Gefakr, und aus ihr geher ein Pfriemenförmiger Griffel „welcher mit eis nem ſpitzigen Stigma verſehen RER Aus der Knoſpe wird eine dicke rundliche Cabſel | Eis fehlieffer fich in drei Fächer auf, und man zeift in ihr eine oder zwei, niemals hingegen dret. Fruͤchte an, deren Geſtalt auffer einer, plattgedruckten Seite rund ausfällt. Eine icde — mit einer harten Haut über zogen. I AESCULUS ——— Roribus ‚heptandrisZ. Sp. Pl. Mid. 1. | Hippocaftanım vulgare du Hım. arb. I. * The common Horſe Cheſtnut. Maronnier d’Inde. | Die gemeine Roßcaſtanie. Die oe ‚wilde Caſtanie. ©- Cramer Tab: 23. B EEE Rivin. introd. inremherb. Unfprnglich ſchreibet fich diefer Baum aus dem nöd: | fichen Theile von Afien her, | | Nach den Berichten des Ritters ——— e un gif lers ift er uns im Jahre 1500. nach du Hamel aber erſt 1615. von einem Pflanzliebhaber Bachelier zuge- bracht worden. Sr iſt er an allen Orten ſo häufig, daß C 2 or 36 AESTULUS, "The Horfe Chefin. er jedem unter der — der gemeinen Sroßcafrane | befannt iſt. Das Laub bricht, ſo wie die Blumen frä hervor, die lezteren erſcheinen ſchon im Mai, und er dem. Baume. cin gutes Anſehen. Die Blärter der Blume find weiß: mir roᷣ sehfichen ' Stillen vermiſcht, and die Fruchtcapſel har Stacheln. | Diefer Achnlichkeit mir den Fruchtcapſeln und Fruͤch⸗ ten der zahmen eßbaren Caſtanie iſt der erhaltene * zuzuſchreiben. | Man pPflanʒet die Reßloſtame durch die Seide mit Leichter Mühe fort, wenn man diefelben nur zeifig im Fruͤhiahre ausſteckt. Bei einer Herbſtpflanzung hinge⸗ gen verderben ſie leicht, weil ſie bei naſſen Wintern . Würme vernichtet werden, Dahero verwahret man ſie an einen J Orte im Sande, laͤſſet ſie niemals offen liegen, wenn man den Schimmel vonihnen abwenden will, Der Baum ift fehr ſchnellwuͤchſig, fo, daß er im er⸗ ſten Jahre fon e einen a im auten Boden auf Fa, r Man thut wohl, wenn man — ie nicht zu ſatk, ſon⸗ dern ſchon im dritten Jahre ihres Alters, an die fuͤr ſie beſtimmten Plaͤtze bringet. Die Gruͤnde dazu giebt die Erfahrung. mit an, welche lehret, daß ein iunger vers fegter Roßeaftanienbaum:gröffer, als ein älterer verfep ter Stamm wird, Bei dem lezteren gehen nemlich alle: zeit Wurzeln und Schuͤſſe verlohren, wodurch nach Mil: ſer zu vieler Schade verurſachet wird, ohnerachtet du Hamel 3 Marongier d’Indes- Die Roßcaſtanie. 37 du Hamel angiebt, daß er das Beſchneiden an rWar⸗ zeln und Schuͤſſen verträgt, Der angeführte ſchnelle Wachethum iſt n — daß wenige Yäume diefem hierinn gleich fommen, und man trife öfters Stämme pon vier Fuß Dice im Durch ⸗ ſchnitte an, dergleichen der zu Schwöbber iſt. Miller - Hat einen im Jahre 1679. gepflanzen und‘ alfo beinahe hundert Jahre alten Baum angeführer, ein Bes ‚weis, daß fte lange dauren Ffünnen. | ' Sie erfordern indeffen, wenn fie ſtack und hoch wer» den follen , einen von einander entfernten Stand, damit ſie ſich gehoͤrig ausbreiten koͤnnen. Der Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen Su er⸗ waͤhnet eines Stammes, welcher an der Wurzel eilf. Schuh im Umkreiſe hat, und Miller hat verſchiedene geſehen, deren Aeſte ſich auf dreißig Sat im Durch⸗ | hehe ausgebreitet harten. In ihrem Wuchſe haben ſie die beſondere Eigen- ſchaft, def fie den Trieb auf das ganze Jahr in drei Wochen ohngefähr vollbringen, wenn die Knofpen ein- mal geöfnee find. Miller hat Triebe von anderrhalb Fuß Laͤnge gefimden , welche in diefem Zeitraume gewach⸗ ſen waren, und nach ihm bilden fich nach den abgefalle⸗ nen. Blumen fo gleich die Knoſpen auf dag Fünftige Jahr, welche bis in den Herbſt in der Dicke wachfen.- Sie werden hierauf mit einen dicken zähen Safte uͤberzo⸗ gen, derfie gegen Froſt und Naͤſſe verwahrer, beiwars men Srühlingstagen ſchmelzet, und der Knoſpe En er zu treiben ercheilet. Aus dieſer Bemerkung ziehet bieſer Schriftſteller | N N C3 6. Hausvgter 5 Th. ©. 99 38 AESCULUS. The Horfe Cheſtnut- tie Schädlichkeie des Befchneideng her ,; weil dadurch der Trieb auf das ——— Sa er men wird. Das Verpflamen oeſhiehet im aa am beftem, Sie treiben ſehr Früh im Jahre, und fo würde man ſie dei ſolcher Verpflanzung nur zurückhalten, Sn den älteren Zeiten war die Roßcaſtanie i in gröf feren Anfehen, als in den unfrigen , und wurde vorzügs lich zu Alleen genommen, aus welchen man fie izt wegen des früh abfallenden Laubes verbannen wil, Ihr Ver dienft bleiber iedoch allegeit der, daß fie im Sommer genugfamen Schatten. giebet, ihren Stand. bei ihren Bluͤthen angenehm macht, und wenn ſie in einen naſſen ſandigen Boden geſezt wird, in welchen ſie am geſchwin⸗ deſten waͤchſet, daß alsdenn auch die Blaͤtter laͤnger gruͤn bleiben, als wenn ſie in einen trockenen ſtehet. Das Holz iſt zart, weich. und faſerig, und ver: faulet leicht , wenn es von der Näffe angegriffen wird, Es dienet deswegen nur an trockenen Orten, und wird von vielen als unbrauchbar geachtet, von vielen aber wieder zu Tiſchblaͤttern angewendet, dergleichen ich felbft von guten Anfehen gefehen habe. Zu gemeiner Bildhauer Arbeit. wird es ebenfals gebraucht, weil der weiße Ueberzug, fo vor dem Vergulden geſchiehet, alle . Fehler uͤberdecket, und das Holz ſich * verarbei⸗ ten laͤßt. Die Bluͤthe ſuchen die Bienen, wenn — die Nahrung ziemlich fehlet, einige Wochen lang ſtark auf. Das Holz ſoll ſchwer brennen, dennoch aber die Aſche eine gute — geben, ”) —* Das * ©. Bomare Dict. d’ Hill. *— 541. Maronnier d’Inde. Die Roßcaſtanie. 30 Das Laub wird von den Schaafen, Ziegen, Hornvich und Hirſchen genoſſen, wenn cs bei ſtarken Winden abs fält, ia die lezteren Thiere gehen den vorn na und verzehren fie mit Vegierde · Die Fruͤchte ſind auf verſchiedene Ar bei der m ſtung des Viches verfuche worden. In Frankreich hat man ihnen durch ein ange Eins weichen in auge von Kalf und Afche, und durch nach⸗ heriges Kochen ihre Bitterfeit zu benchmen geſucht, und mie. dem Teige Kühe und Federvich gemäfter, — du Hamel nachgeſehen werden kann. | Neuerlich aber hat ein Nicderfächfifsher Landwirth in dem 79ſten Stuͤcke des Hannoͤverſchen Maga⸗ zins von 1766. bewieſen, daß man ohne dieſe Zube⸗ reitung das Vieh noͤthigen koͤnne, ſich damit zu ernaͤh⸗ ren. Im Anfange wollte nach ihm der aufgeſtellte Och⸗ ſe ſie nicht freſſen, mußte alſo einige Tage hungern, bis er einige zerſtoſſene Caſtanien unter ein Paar Haͤnde voll Gerſtenſchroot annahm. Allein nachher fraß er durch fuͤnf Wochen die mit ihrer braunen Schale gequetſchten Caſtanien mit Strohhexel vermiſcht und mie Waſſer an gefeuchtet dergeſtalt begierig, daß man ihn davon zuruͤck halten mußte. In dieſer Zeit wurde er durch zwei Malter Früchte volfommen feiſt, und taͤglich waren ihm dreimal, iederzeit zwei gedoppelte See vol, 5 seftofr fen gegeben worden. Eben fo kann man mie ihnen ungeftoffen nach dem Kern von Haller “) Schaafe mäften, 5 >. An Singen Orten und wie du Hamel o von C4 VSrant⸗ “) &: Hilft. Stirp. Helvet. 1. pag. 442. 40 TAESCULUS, TheHorfe Cheftnut: Frankreich anfuͤhret, bar man daraus gute Stärke verfertiget. | So viel ift auch na meiner eigenen Erfahrung ge⸗ wiß, daß das aus ihnen verfertigte Pulver ein der ſonſt gewoͤhnlichen Mandelkleie aͤhnliches Seifenpulver zum Waſchen der Hände abgiebet, und nach der in dem zten Theile der Berner dconomiſchen Sammlungen ©. ‚943. von einen unbefannten Verfaffer eingerückten Abhandlung ift die Subſtanz wegen des zufammenzichenden, Alaunartigen, ſalzigen und feiffenreichen Saftes zur — gung des Leinens dienlich. Herr Marcandier hat nah diefer Nachricht | sin Caftanien in jwanzig deutſchen Schoppen Fals ren flieſſenden Waſſer auf einer Reibe gerieben, dieſel⸗ be darin aufloͤſen laſſen, und mit dem aufgeloͤſeten Saf⸗ te, wenn er kochend heiß geweſen ift, die Wäfche ohne Diele Seife gereiniget. Der ungenannte Berfaffer bat aber das Waſſer flärfer gemacht, zu zwanzig Caftanien nur acht S choppen gewaͤhlet, und mit demſelben ſo wohl kalt als warm die ſchmutzigſte Waͤſche ohne Seife von Flecken geſaͤubert. Es läuft das kalte Waſſer bei der Vermiſchung des Pulvers gleich dem beften Seifenwaß fer im Schaume auf, zerflieſſet endlich in ein Milch⸗ waſſer, das heiſſe Waſſer hatte aber feinen Schaum, Jondern wurde Meergruͤn, und erſt am andern Tage hatte es mit dem erſten kalten eine gleiche gelbweiße F Sarı be. Beim Anfühfen ift ein folches fo weich als Seifen⸗ | waffen, und man fönnte wohl aus dem Mehle Ku⸗ geln von gleichen Nutzen verfertigen, wenn darauf ge⸗ boͤrig gedacht wirde, Wollene Muͤtzen und Struͤmpfe find ebenfals mit en Waſſer mie gutem Erfolge a walket . Maronnier d Inde. Die Roßcaſtanie. 41 walket worden, und Hanf, der einige Tage hindurch darinn eingeweicht worden, hat ſich durch weniges Dei» ben viel beſſer in ſeinen Faſern zertheilet, als wenn er in kaltes Waſſer erweicht iſt. Der Italieniſche Arzt Zanihelli will auch die Kine de an ſtatt der Fieberrinde ‚mit guten Nugeni in abwech⸗ ſelnden Fiebern verſucht haben. 2. AESCULUS Rück floribus. octandris A A ‚Sp. Pl. Mil. 2. Pavia. du Ham. arb. The ſcarlet flowering Horfe Cheftnut. | Die Caroliniſche rothbluͤhende Roßcaſtanie. S. Miller T. 198. Trew Ehret. T. 15. Hort. Angl. T. 1% | Der Ritter von Linne nennt Carolina und Bra⸗ Mi lien als Provinzen, in welchen fie wild waͤchſet. Die Blaͤtter gleichen der vorher beſchriebenen Gat⸗ tung, nur daß fie ſchmaler, und fürzer, glatter und | glaͤnzender fi fi nd, auch mehrentheils gegen den Herbit ro⸗ the Adern erhalten. Sie. ftehen — an den Seh gen gegen einander über. | Am Ende des Mai und im Junius da eſchöne rothe und. Straußweiſe ſtehende Blumen, und end⸗ lich Fruͤchte, davon die braune Capfel nicht, wie bei der erſteren Roßcaſtanie, ——— ſondern glatt und zugeſpizt if. | Dieſe Feuůchte — tuch in England ſelten cf, und man muß fie alfo aus Amerika fommen laffen. : Aa find fie ned vor ihrer Reife abgefallen, &5 und ‚42 IAESCULUS: TheHorfeCheftnut. ete. und die in dem 17ten Bande des Hamb, Magaz. &.499. angeführte Bemerfüng,; daß die Pavia, ohn erachter der vielen Bluͤthen wenige Früchte — * if 2 nad) meiner Erfahrung richtig Die äuffere Rinde der Zweige ift PERS * das Holz felö weiß, weich, und mit einer martigen Roͤb⸗ re verſehen. Man erhaͤlt durch den REN: Saamen, ehe ches im Fraͤhiahre i in: gute lockere Erde gefchieher, iunge Pflanzen, welche in den erfteren Jahren allegeit zaͤrtlich find, nur nad) gerade an unſere Winter gewöhner wers den muͤſſen, und dennoch einen etwas bederften Stand erfodern, ‚wenn. man he, e nicht bei ſehr kalten Wintern Saunen will, Dieſes habe ich zum Shcheden der hie igen — jung im Jahr 1768. an einen ſchon uͤber zehn Fuß ho⸗ hen Stamme bemerket, der durch den ſtarcken Froſt bis auf das untere Holz abgeſtorben iſt, und izt Zeit erfo⸗ dert, ehe er wieder zu gleicher Hoͤhe gelangen wird. Die Gaͤrtner pflegen auch wohl davon Zweige auf * gemeine Roßeaſtanie zu oculiren und abzufaugen. Da aber die Stämme die darauf gewachfene Zwei ge je fe uͤberwachſen, ſo haben ſolche ein — ig | in und danren nicht lang Eine trockene Erde liebe dieſe ——— meh, us einen nafen Boden Nah Miller werden fie im Nordamerifa- auf zwanzig. Fuß hoch, nur — ſie ihre Zweige nie ſehr weit aus. Man * fie bisher nur or nes Bluͤche und Sel⸗ | tenheit IL AMORPHAN 00 8 tenheit wegen gezogen, und weil der Baum niedrig bleis ber, und dag Holz noch weicher , als das von der erſte⸗ ren Art ift, fo kann hievon nicht einmal der geringe Mutzen, wie von iener, erwartet werden. Nach der ſchon erwähnten Stelle des Hamb, Magaz. fol man fih der Wurzeln mie ‚heiffen Waſſer flatt der Seife zum Waſchen der mwollenen Vettdecken und — bedienen koͤnnen. Il. AMORPHA ruicoh)) 0 ZSpPl. Mill. & du Ham. abe . The Baftard Indigo. | Amorpha from fouth Carolina. — Cat. Amorpha d’ Amerique, oulndigo bätard. Die ſtaudige Ametrha. Der falſche Indigo⸗ Baum. ©: Mil. Tom. 27%. Hort. Angl. T: 4. Hort. chf T. ı9. und Probſten — Garten 1738 Se kommt — aus Carolina. Die Blaͤtter ſtehen wechſelsweiſe an den Zweigen, And gefiedert, und beſtehen aus neunzehn und weniger kleinen laͤnglichrunden mit einer feinen Spitze verfches sten hellgruͤnen zarten Eleineren Blättern, von welchen dasienige, fo einzeln ein iedes Blatt endiget, runder und gromre als die uͤbrigen iſt. Ar 4 7 MIAMORPHA An den Spiten- der Zweige kommen ui Vlumen i re dünnen Aehren hervor, Die Blumendecke beſtehet aus einem Stöde, pit eine Roͤhrenfoͤrmige Geſtalt, und iſt fuͤnffach eingeſchnitten, wovon zwei Einſchnitte laͤnger als die anderen ſind. Sie fälle nicht ab/ und umfchlieffee die Blume, weis che cin Blatt. von purpurrother Farbe iſt, ausgehoͤlet und. faum größer als die Blumendecke erfärginet, ‚Sie ſtehet aufgerichtet zwiſchen den ii ne — gen der Blumendecke. | ‚Zehn ungleiche Staubfäden, die unten. — mengewachſen find, führen kleine Staubbeutel, und ragen über Die Blume hervor. | Der Knopf iſt rundlich, hat einen Grifielmit den Staubfäden von gklger Länge, undein | einfaches Stigma. Aus dieſem wird eine kleine gekruͤmmte Schote mit einer Hoͤle, in welcher a — eg * ner liegen. i "Man pflanzer die — darch den Saamen fort, und nah Miller kann fie auch durch die Ablegung. der jungen Zweige vermehret werden, die fyon in einem . ZJahre gute Wurzeln treiben, Sch habe fie auf einen guten ſchattigen Gartenbeete Pati: fortge⸗ pianzee geſehen. | "Sie unfere Gegend iſt fü ie weich Bir Wetlich und fe: erfodert nothwendig einen ſtark beſchuͤzten Platz, wenn ſie erhalten werden ſoll. Dennoch gehen bei den Wintern die oberen Spitzen der friſchgetriebenen Zweige mehre enrheiie verlohren⸗ ob ſie gleich unter dieſen abger | Kalten. III AMYGDALUS — ſtorbenen Zweigen viele neue Shößlinge bietenm her⸗ austreibet, fo, daß ſie öfters in einem Ba * ſechs Fuß lang werden, Sie will einen trockenen Boden haben; fhlägr ſpaͤt aus, behält aber auch ihre Blaͤtter deſto länger m * wird nicht uͤber neun bis zwoͤlf Fuß hoch. | Ehedem verfertigten die Einwohner i in Erolirih aus den iungen Schoͤßlingen einen groben Indigo, nad) welchen der Baum benenner worden iſt. In Pflanzungen pfleget man ſi ie als eine Seltenheit und wegen der ſchoͤnen Blumen zu haben, nur gift du Hamels Vorſchlag, fie zu niedrigen Hecken zu ziehen, allein file die Gärten in en und andere wärmere Landet. | IV. AMYGDALUS. u: Biefes Geflecht Gegreift der. Rittet wer Rine ne‘ fo wohl die eigentlichen Mandel-als Pftefchens arten) meil fiein dern Blumen mit einander übereinkonts men, und narin ber Geſtalt der Fruͤchte abweichen, Dee Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen *) fage: die Mandel ift eigentlich als eine wilde Pfirſche anzufchen, deren Fleiſch trocken, hart und wie ein Leder iſt, und - "mie die Pfirſchen wegen ihres Fleiſches geachtet werden, ſo werden die Mandeln des Fern⸗ wegen erzogen. Die S. ——— 3. Ch. ©. 396. 397. # IV. AMYGDALUS. ‚Die vornehmften Merkmale der Unterfheidung von: den Pfirſchen find bei dem Mandelbaume folgende, Sein So iſt magerer und nicht fofaftig, die Rin⸗ de der iunge Zweige ift grüner und glarter, und er trei« be: mehrere biegfame Mebenzweige, Ueberhaupt su der ganze Wuchs größer und frifcher. Auch die Blätter find bei ihm glärter / dicker, mehr Lanzenfoͤrmig geſtaltet, die Lappen ſind gruͤner, die Adern weiſſer, und die Sonden an den unteren Eine. fönitten merflicher, Bi | Die Blumen brechen früher herbot AR nd gröffer; fiehen gemeiniglich zu zwei Stuͤck neben einander, da fie bei den Pfirfchen allezeit einzeln. find, die Blumen«, blärter find etwas ausgefchnitten, und befonders an der Mandel mit dünnen Schalen Eleiner und von Farbe weiſſer. Das unſchmackhafte dleiſch iſt, wie ſchon worden, trocken, lederartig und. faͤrbet ſich niemals. Es berſtet endlich auf, und zeiget den Stein, welcher glatter und mit wenigeren mehr flachen Furchen verſe⸗ hen ausfaͤllt, oben glatt und ſpitz zulaͤuft, und u — wohlſchmeckenden Kern in ſich enthaͤlt. Die Pfirſche hingegen iſt eine runde, eig, an der einen Seite mit einem. Fal; verfehene Frucht, welche in der Mitte einen runden, . oben zugefpizten, dicken und harten, an beiden Seiten mit ‚mehreren tief ausgegrabenen Furchen verſehenen Stein und in die · ſen einen kleinen nicht gut ſchmeckenden Kern hat. | Die Blumen von allen — ſind vor und of ne — | Dad) | Y | l | IV. AMYGDALUS. —4 Nach dieſen von du Hamel und dem beliebten Hausvater ſo gut bemerkten Unterſcheidungszeichen ſind ſie leicht zu erkennen, wenn auch in Abſicht der mit einander uͤbereinkommenden Ainggrhlunien imeifeihaft - werden ſollte. Es haben diefelben eine einbfättrige, Rehtenſoe⸗ mige Blumendecke, ‚ welche am Rande in fünf zuge⸗ ftumpfre Einſchnitte abgetheilet N umd 9* dem Ver⸗ blühen abfällt. Die Blume hart fünf langlichtgerundete, ansge⸗ hoͤlte Blaͤtter, die mit ihrer Spitze in der Blumendecke ſtehen, und * ihr kommen auf dreißig Sapenfssmige aufgerichtete Staubfäden. | Dieſe find fürzer als die Blumenblaͤtter und tra⸗ gen gelbliche zarte Staubbeutel. Ber Knopf ift wollig und gerimder.. Aus ihm gehet der Griffel, welcher die Laͤnge der Staubfäden hat. Er iſt mit einem runden ah & verſehen di Der Saame ift ein neiffe öliger Kern mit einge | mehr oder weniger diefen und gefurchren Schale, . Man kann alfo theils diefe Arten der aͤuſſer⸗ lichen allgemeinen Geſtalt nach mit ‚einander. verbinden, theilg nach. den angegebenen Unterfcheidungszeichen: in Mandeln und Pfirſchen eintheilen, und * lez⸗ teren Belünmung folge auch, id), A AMYGDAL us The Almond Tree, _ 4 L'Amandier, } ‚Der Mandelbaum. —— 1. AMYG- u AMYGDALUS. 1. AMYGDALUS (communis ) foliorum ER turis infimis glandulofis, > — ER: Ir SP. Pk | { kn gdalus (communis) for periöhkif ferra- | tis, petalis florum emarginatis Mid. I. n — foliis glabris ovatis utrinque acumi, natis ſerratis, petiolo imisque dentibus glan- duloris Hader. ſtirp. Heet. | Amygdalus ſativa fructu minori * Baub. Pin 441. et du Ham. arbr. fruit. 1. Common manured Almond Tree, ; Amandier commun. Der gemeine Mandelbaum. #0 Di Schü diefer und der folgensen Art, — nd ger * und lang, nach der Seite des Echattens gruͤn, und nach der Sonne roth. | | Er: hat laͤnglich Kugefpite Sügenförmig, —* Blaͤtter, und die Blumenblaͤtter, unter allen die langſten, ſind ausge ſchweift und Fleiſchfarbig. — Die eifieren ſtehen, fo wie bei den übrigen Man dein, auf Zoll Tangen (Stielen , , wechfelsweife an den - Zweigen und haben fünf und einen halben Zoll Lange und einen Zoll Breite. Cie find glatt, Selen von Sarbe, und von bittern Geſchmacke. Die nahe an den Stiele befindlichen Zaͤhne führen Eleine Druͤſen, fo wie 4“ rd oben zwei derſel⸗ ben haben. Die ruͤchte find elic⸗ und nee ehren füfengtern, Als Abarten von dieſer Art, welche beide von dem Herrn IVJAMYGDAMUS. 49 Herrn von. Haller in der Schweiz ‚wild nn. worden, nimmt mangewöhnlich anı “b.iAmvoDarus fativa , fructu maiori * Bauh. Pin. et du Ham. arb. fruit. 5 “The (weet Almond Tree, Amandier a gros ut dont I Amande et * douce. Der Mandelbaum mit großen ſoſſn Kernen. S. du Ham. arb. fruit. Tom. 1. Ra. Der unter feiner Haut eine Dicke arte Schale, | und in ihr einen fürfen großen Kern hat, Er wächfer friſcher als der folgende, und die Blaͤt⸗ ter haben bis drittehalb Zoll Laͤnge und I nad) beiden Enden fpigig zu. "Die Blumen find ſchoͤn, groß und ganz weiß, und viele haben oft ſechs Einfihnitte. Die ganze Frucht hat mit der folgenden eine mehr gerundete Form, als bei der Krachmandel zu feyn pfle⸗ get, gehet aber von der bittern Are darinn ab, daß fie feine Vertiefungen hat. Sie iſt bei einigen uͤber zwei Zoll lang. * Anven ALUS amara C. Baub. war » Ham: arb. fruit. 7. >. ; | ' The bitter Almond Tr ee; Amandier & früitamer. | * Der Mandelbaum mit bittern Keen, >, ©& Blackwell Tab. 1056 1110 10000 23, Band. D "Sie 50 IV. AMYGDALUS ‚Die harte, allein mit vielen Vertiefungen verfßene Schale ift mit dee vorigen gleich: dich, ' Mur der Kern ift im Geſchmacke birter, und den Fuͤchſen, Schweinen und meiſten Vögeln, befonters - den Papageien, ein Gift, wogegen aber das füfje Man⸗ | helöl als ein Gegengift gebeguge werden kann. 2. AMYGDALUS (dulcis) foliis petiolatis marginibus crenatis, corollis calyce vix longioribus Mil. 2.. Amysdalus dulcis putamine mollioriC. Baub. Pin. et du Ham. arb. fruit, 2. „ The tender-- shelled. Almond, commonly n ‚called Jordan Almond. . Amandier à coque tendre. Amandier des 'Dames, »Der Krachmandelbaum. Der Mondelbaum mit duͤnnſchaligter Frucht. | ©, du: Ham. arb. Fruit, Tom. sah I, Die Blaͤtter ſind bei dieſem von Miller als eine — eigene Art angeführten Mandelbaume zwar breiter, ie⸗ doch nur zwei Zoll lang, und ſie ſtehen viel naͤher bei⸗ ſammen, als die Blaͤtter der gemeinen Art. Die Blumen ſind klein und uͤbertreffen kaum die Blumendecke. Sie haben inwendig eine weiße, und auswendig eine roͤthliche Farbe, die in dag weiße ſae und bluͤhen ſpaͤter als die uͤbrigen. „Dig Fruͤchte fi find. füß, von. einer Schwerktförii, geh zugefpizten Figur, und haben eine mit Vertiefun⸗ gen begabse dünne . welche fich zwiſchen den Fin⸗ gern W.AMYGDALUS. 51 gern zerbrechen laͤſet. Diefteisegen werden f ie u ber — 2* geachtet. Die Urſache, weswegen dieſe Schale ſo zart bleidet if nach du Hamel darinn zu ſuchen, weil die aͤuſſere Wand ſich ſpaͤter als ihre innere mehr glaͤttere und ve⸗ ſtere bildet, ſo daß man ſie im Auguſt kaum wahrneh⸗ | men Fann, Miller verichere, daß er aus diefen Mandeln Bäume gezogen habe, welche beſtaͤndig den alten aͤhn⸗ liche. Fruͤchte getragen haͤtten, und nach diefer Erfahrung nimmt er ſie * eine eigene An und als feine ——* cumg an. N | | 3. AMYGDALUS (nana) kolůs eich ferratis balı artennatis. Mid. 5. ; Amygdalus (nana ) folüs attenuätis Z. sp. Pl; Amysdalus indica’nana dw Ham, arb.fruit. g. " " Dwarf Almond with fingle Flower, | Amandier nain à eur fimple.. “ Der Buergmanhelbansnn mie einfachen — | | S. Miller Tab, 28: Sig; 3% BR ‚Ham; * frait. T.:1: Pl. 3. Munting, Pag 34. Fig. An: Nach dem Ritter von inne kommt dieſer niedrige Mandelbaum, der ſelten über drei Schuh had) wird, aus den nach Norden gelegenen Gegenden von Aſien, und ich habe davon in diefem Fahre haha erhalten, | die an der Wolga geſammelt ſind. | Die Blätter schen Buͤſchelweiſe aus den. Knoſpen D 2 hervor. s2 IV. AMYGDALUS. hervor. Sie ſind laͤnglich, fehmal, beinahe ohne Stiele, auf viertehalb Zoll fang und einen halben Zoll breit, Ihr Nand iſt Saͤgenfoͤrmig eingeſchnitten, ſie laufen oben in eine gerundete — aus, verengern fi ſi ch hingegen nach unten. Beim Ausbrechen ſind fie zart, — aber * een fie mehrere STE und eine fchöne grane glaͤnzen · de Farbe. | Die untere Seite Serfelben iſt mit einer ſtarken Ader und mit einem Gewebe feiner Adern bedecket. Aus eben den Knoſpen, aus: welchen die Blaͤtter hervorfproffen, brechen auch die einzelnen Blumen. Diefes geſchiehet fchon im April, und if die Blumen decke Purpurfarbig, die Blätter der Blume find hellroth, die Staubfäden: wiederum Purpurfarbig, und die Staubbeutel gelb. Er traͤget hin und wieder. auf den Zweigen kleine bit⸗ tere ovale Mandeln von einen halben Zoll Länge und Breite, *) doch bis ist har er Feine Früchte. hiefelbft angefezt, ohne rachtet er häufig geblüher hat. Der Grund mag wohl in der Yugend der —— BAER | indem fi fie fehe früh blühen. | * Die aͤuſſere Rinde der Zweige iſt Age und glatt, ai das 0 weiß. Die Wurzeln treiben viele Gprößfinge — wo⸗ dug man alſo die Vermehrung leicht bewerkſtellige ĩ Kann, nur verlieret man die alte Pflanze, wenn man die⸗ ſelben ale Jahr wegnimmt. Eine aus Sproͤßlingen ers haltene Pflanze treiber auch bekanntermaßen wiederum. | | | befiäns u ©. du Hamel arb, fruit. 8* I ur 12%. und Muneing. 34 | -Iv. AMYGDALUS. 53 beſtaͤndig Sproͤßlinge, und Miller rath daher die Ver⸗ mehrung durch Ableger an, wenn die iungen Baͤume gerade aufwachſen ſollen. | | Der einzige Nutzen, der von — if, iſt die Zierde fuͤr Gaͤrten, woſelbſt er ſich uͤberaus ſchoͤn ausnimmt, und unſere Winter vertraͤget. * 4. AMYGDALUS (pumila) foliis venofo-ru- goſis L. Mantifl. | Perf ca (Amygdalus) Afticana nana, flore incarnato pleno Tour». inſt. 625.et Mid. 3. Perfica Africana nana, flore incarnato ple- n» fterili du Ham. arb. Fruit. Tom.: I. AL, 2 The double flowering ZN nöd Tree. Amandier, ou Pecher nain à fleur dou bie. Der Swergmandelbaum mie gefülften Blumen. Die Gärtner haben ihn ehedem nur als eine Abäns derung des vorigen angefehen, er ift es aber nicht, ſon⸗ dern macht eine eigene Art aus, welche der Kirrer von Line‘ in der Mantiffa der Specierum zuerſt deutlich gemacht hat. , Africa iſt fein Vaterland, und. wegen des Mangels der Früchte fann man nicht fagen, ob er un⸗ ter Mandeln, Pfirfchen oder Pflaumen gerechnet roerden muß? Bon Pflaumen hat er den Blättern nad) etwas ähnliches, welche vor dem Ausbrechen in einander gerols Bet find, in der Laͤnge gleichen fie iedoch wiederum den Pfirſchenblaͤttern. * 54 IV, AMYGDALUIS. Dieſe Blätter fichen;: wie bei den vorigen, heile einzeln, theils in Buͤſcheln aus den Knoſpen, ſind aber mehr rundlich lang, am Rande feiner gezahnet, mit dickern Adern verſehen und runzlicher. Die Farbe iſt auch nicht fo glänzend grün, ſondern and matter ing Ause. Neben den Blaͤttern find noch ffeine Feiner? Blätter anhaͤnge zu bemerfen, die da, wo fie fi ich beoepligenn ein wenig eingefchnitten ausfallen, Die Blumen find Steifchfarbig und gefuͤllt. Aus dieſer Urſache darf man von ihm niemals Pre: er⸗ warten. Die Rinde dee Zweige iR, an ſtatt fie bei ienen Aſchgrau war, bei dieſen braunroth und glatt. Der Stamm wird nicht über drei Fuß hoch, und in Gärten nur wegen feiner zu Ende des Aprils oder Anfange des nl hervorbrechenden — ge⸗ ſchatert Er laͤſſet ſich ebenfale ohne viele Mühe durch Able⸗ ger und Sproͤßlinge vermehren, es toͤdten ihn aber un fere Winter , wenn er nicht bedeckt ſtehet. Man kann ähn alſo ſchon nach diefer Weichlichfeit mie dem Zwerg⸗ baum. mit einfachen Blumen Feine verwandt | anſehen. Alle Mandelbaͤume ne man Teicht Pr die Ausſteckung der Mandeln fort. Weil ſie aber hiedurch ſehr ausarten, ſo oculiret man die eigenen Arten auf Mandel ⸗ oder Pflaumenſtaͤmme, welche in dem zweiten Jahre an die Oerter geſetzet werden, wo ſie bleiben ſollen. Sie erfodern einen lockeren Boden, damit fi fie gut gerächen. Miller IV. AMYGDALUS, 55 Miller will ihre Verſetzung in einen trockenen Boden im Oetober unternommen wiſſen, ſo bald die Blaͤtter abzufallen anfangen, und daß man in dieſen die auf Mandeln oder Pfirſchenbaͤume oculirte nehmen ſoll, in einen feuchten Boden werden ſie hingegen am beſten im Fruͤhiahre gebracht, und hiezu Staͤmme gewaͤhlet, welche auf Pflaumenbaͤume oculiret find. Man ziehet fie in Deutſchland gemeiniglich gegen eis ne gute Spunenfeite am Spaliere, und iſt zu verwun⸗ dern, daß du Hamel *) dergleichen gezogene Staͤm⸗ me nicht gefchen hat, ob cr fhon fie anräch, Daß fie zu bedeckten Gängen in Frankreich genommen werd en, - giebt er von ihnen an. Aus den füffen Kernen wird ein — ei | Del gepreffet, und die zuruͤckgebliebenen ik werden zum Waſchen der Hände genommen, In Haushaltungen gebraucht man die Kerne theils friſch, theils trocken, und man verfertiget aus ihnen die bekannte Mandelmilch, wenn ſie zerſtoßen und waͤh⸗ rend der Arbeit mit Molken oder Gerſtenwaſſer langſam angefeuchtet werden. Nimmt man aber ein Pfund fol eher etwas dicken Mandelmilch, und vermifcher fie mit zwei Pfund auf dem Feuer zerlaſſenen Zucker, ſo erhaͤlt man den Syrop d Orgeat, welchen man durch ein we⸗ nig Orangenblumenwaſſer einen Geruch giebet.“) Das Holz iſt hart, und da es bisweilen ſchoͤne Far⸗ ben hat, ſo kann es zu zu, Arbeiten —— werden. | a Te % Fr. des arbres;fruitiers Tom. 1. pas. 128. | S. Bomare Dict. d’ Hiſt. nat. T. 1. Pag.-220, 56 IV.AMYEDALUS The Peach Tree. Pecher. Der Pfirſchenbaum. 1. AMYGDALUS (Perfica) foliorum — turis omnibus acutis, floribus —— * litariis Z. Sp. Pl. Perfica. "Mill. et du Ham. arb. The common Peach Tree. | | Pöcher ordinaire. | | Der Pfirſchenbaum. ©. von Gleichen Abbildungen Tab, 12. Blackvvel Tab. 101. Pfirſchen find, wie befannt, Bäume, deren Fruch⸗ te wegen ihres guten Geſchmacks vorzüglich geliebet werden, Wir finden daher in den Gärten nad) den verſchie⸗ denen Geftalten eine Menge Abänderungen, welche man durch das Oculiren auf Pflaumenftänme am beſten fort: pflanzet. Diefes Verfahren Fann man iedoch auch auf Mandeln» Xpricofen » und Pfiefchenftämme anwenden, Indeſſen gefüyieher es felten auf diefe, und zwar ent- ſchuldigen ſich die Gärtner damit, daß fie die Pflaumen bäume in gröfferer Anzahl haben Fönnen, und daß die auf Pfirſchenſtaͤmme beulirte nachher dem Ausfließen des Gummi ſehr unterworfen wären. Du Hamel *) be- dauret, daß man ſolche Erzaͤhlung aus Mangel Ren | fahrungen auf Glauben annehmen muß. — Alle haben wegen ihrer vielen wilden * das Beſchneiden ſehr — So *) . Arb. fruit Tom. 1. pag. 47. IWIAMYGDALUS 57 So wohl nad) du Hammel als nad) der hieſigen Er- fahrung haben die Früchte, deren Stämme in einen cf was trockenen Boden geſetzet find, einen weit angench- mern Geſchmack, als wenn fie in leimigen, PEN und feuchten Erdreiche ſtehen. | Die befte Anweifung, Pfirſchen zu ziehen, enthaͤlt das Buch, welche de la Combe im Jahre 1745. zu Paris bei Boudet unter der Auffehrift: Trait@ de la Culture des P£chers in Octav herausgegeben har, und das, wenn ich nicht zu fehr irre, im vorigen Jahre zum driftenmale neu aufgelegt ift. Zu ak er» ſchien es 1767. in das Deutfihe überfest. Der: Here Landdroſt von Muͤnchhauſen preiſet es ievn Gaͤrt⸗ ner an, und lieffert im dritten Theil des Hausvaters ©. 388. einen Auszug der angegebenen Regeln, welche du Hamel noch durch einige Anmerkungen vermehret. Will aber ein Liebhaber befonders fhöne Pfirſchen⸗ ſtaͤmme erwarten, fo thut er bei der Unzuverläßigkeir der gewiffen Beftimmung der Arten in unfern deurfchen Pflanzſchulen wohl, wenn er fie aus Frankreich kommen laͤßt. Die aus Montreuil, einem Dorfe nicht weit von Paris, deſſen Einwohner mit den Früchten einen ftarz ken Handel reiben, und die aus dem Parififchen Cars theuferkloftergarsen find aflen übrigen vorziehen, und bishero noch als die [hönften befunden worden, | Die Hamburgifhen Baumhaͤndler feheinen jedoch ſich nach; gerade ein gutes Zutrauen zu erwerben. Die Pfirfehen werden gemeintglich und auch am vor⸗ zuͤglichſten ei ung an Spalieren gezogen. Die Franzoſen theilen die mit. einer wolligen Haut verſehenen Dfirfchen in Peches. und Pavies ein. gg Ä D Jene 38 IV/AMYGDALUS. Jene find Sieienigeh;, bei welchen ſich das‘ gteif vom Steine loͤſet, diefe aber: folche, bei denen es an⸗ hänge, Die glatten Pfirfchen heiffen hingegen Bru- gnons,’ und‘ bei: den Engländern Nectarines.) Dieſe Iejteren nimmt der Ritter von Linne’ als eine" Abaͤn⸗ derung der wolligen an, indeſſen unterfcheiden fie ſich merklich und ihre Kerne lieffern wiederum glatte Arten. Bei einer fo. großen Sammlung von Pfirfchen, die bald fpärer, bald früher reifwerden , folgtnorhwendig, daß fie zwar wohl in einem warmen $ande erzogen wers den koͤnnen, in kaͤlteren Gegenden aber nur einige die gehörige Meife erhalten, und daß fie überdem nicht ſaͤmmtlich gleich ſchoͤn ſeyn fünnen.. Ein Liebhaber muß deswegen fuͤr ſeinen Garten vernuͤnftig waͤhlen. b. PERSICA flore magno femipleno, du Ham. arb. fruit. Tom. 1. 40. -Double- flowering Peach Tree. ©. Pfcher à fleur femi-double. .... Die Pfirſche mit gefuͤllter Blume. . &.du Ham.arb. fruit. Tom. 1. Planche 30. Iſt eine Abaͤnderung, welche fich durch die Kerne fortpflangen laͤſſet, nur träger fie ſelten Früchte, und. wird gefhwinder durch das Deuliren vermehret., Der Erfahrung nach geben Stämme, welche auf ſerordentlich ſchoͤne geführte Blumen und fehr große Früchte tragen, in. denen aus ihren K Kernen gezogenen Bäumen ſchon Eleinere Blumen und Früchte, und wenn aus diefen Kernen abermals Bäume angezogen werden, můſſen fie ER TEN. noch weniger .. ausfallen, und A MT Pr te Yu ne m 7 U Am I. a = "MSANNONA. 59 und am Ende voͤllig ausarten. Die von der dritten | Progreßion hat hier noch nicht gebluͤhet, und fie wird in der Folge zeigen, ob. die befländig puenbaiende Ent- | fernung gegränder iſt. | | Die Blumen find fhön gefüllt und gleichen kleinen | Rofen, da fie bis auf dreißig Blätter haben, zieren da⸗ her ein Spalier und iede Pflanzung. ne Be = V, ANNONA. De Blaͤtter der bisher bekannt gewordenen Arten | diefeg Gefchleches find Wechfelsweife an den Zweis gen beveftiget. Die Blumendecke hat drei kleine — ausgehoͤlte, zugeſpizte Blaͤtter, die Blume hingegen beſteht aus ſechs Herzfoͤrmigen Blaͤttern, davon die drei aͤuſſeren groͤſſer, die drei inneren aber kleiner ſind. Die Staubfaͤden kann man kaum bemerken, und | Deswegen hat fie der Ritter von Linne nicht angege ben, doch ſiehet man ſehr viele auf allen des Knopfes befindliche Staubbeutel. - Dieſer Knopf ruhet auf dem Grunde der Sr me, und führer Feine Griffel, Br nur ſtumpfe 2 | | Die Frucht wird groß, ——— mit einer Schuppenfdrmigen Schale uͤberzogen. In ihrer Hoͤ⸗ le liegen einige harte, ovallaͤngliche Koͤrner. . ANNONA (triloba) foliis lanceolatis, fruc ctibus triſidis L. Sp, Pl. MU 8. 60 VANNONA. Annona fructu Inbefcchte laevi, ferotum afie- : tis referente ds Ham, arb. | The North American Annona. The Papaw. — AR Affiminier. — Der Nordamerikaniſche Papawbaum— S. Miller Tab. 35. Trew Ehret. Tabel 5. du Hamel arb. Tom. ı1.Pl. 19. | Er waͤchſet in Carolina ‚und zeiget nach den Schrift⸗ ſtellern im April Blätter und Blumen zugleich mit ziemlicher Schoͤnheit. Die erſteren ſi nd laͤnglich zugefpizt und groß. Die Frucht wird laͤnglichrund, und gleichet einer Gurfe von mitelerer Größe, Sie fol einen unange- nehmen Geruch haben, *) und ieden, auffet den Bil den oder Negern, abhalten, fie zu. effen. Ihre äuffere gelbe Schale läßt ſich leicht abſondern, und in ihrer Hoͤle liegen zwei bis drei Körner, wek he die Geftalt und Größe einer bittern. Mandel haben, und mit einer ‚ braunen, harsen und gong Da ber kleidet find, | Gemeiniglich finden fi ch drei Seüchte an einem Stiele, welches die du Hamelſche Abbildung | vorſtellet. 20 England waͤchſet dieſer zaͤrtliche Baum be ei⸗ nem bedeckten Stande in freier Luft, und hat daſelbſt nach Miller in dem Garten des Herzogs von *) ©: Bomare -Dict.\& BHfl naturelle Tome T. pag; = Encyclopedie oeconomique Tome 2, pag.426, VANNONA sr de zu Whitton gebluͤhet. Dem ohnerachtet muß er aber doch einige Jahre lang vorher in Toͤpfen auferzo⸗ gen und in Winterhaͤuſer gebracht werden, 08 er einige Staͤrle erlanget hat. Will man daher den Verſuch riechen: ihn unter unfern Hinmeleftriche aufzuzichen , fomuß er vorfichtig gefchehen, denn bis izt find bei minderer Vorſicht die Stämme hier noch fämmrlich verlohren gegangen. Der Kern wird in den Amerikaniſchen Saamenki⸗ — ſten mit geſchickt, doch bleibt er oft ein ganzes Jahr in der Erde liegen, ehe er aufkeimet. "Dir Baum erhält eine Rune von a — Su, | 9* die Dicke eines Beins. | Er ficher Tieber im Schatten, als in der Sonne, un kommt beffer i in trocknen und. magern, als in Fu { fen und fetten Erdreiche fort. Das Fleiſch der Frucht ſoll ſehr be see und im Ger ſchmacke angenchm feyn, allein die Schale har eine fo lebhafte Säure, daß, wenn man. mit den Finger, 10» mit ſie beruͤhret iſt, die Augen reibet, dieſe ſich mit ei⸗ nen unertraͤglichen Zucken entzuͤnden. Nach einem Tage. ſoll ſich dieſes Uebel von ſelbſt wieder verlieren.“) Die Frucht wird von den Wilden gegeſſen. Das Holz wovon die Farbe nicht bekannt if, if. ausnchmend hart und zähe, denn die unfern Aeſte find in Amerika öfters mit Srüchten dergeftalt beladen, daß fie ſenlrecht gegen die Erde haͤngen, und wenn man am Abend den Zweig von ihnen befreiet, fo ſtehet derſelbe des Morgens dennoch wieder aufgerichter, Du 9 ©. Hamb. Magazin 14. Band ©, 584. und Bomare Bict, Hill, nat. . ww. VYANNONA * Du Hamel beſtaͤtiget abicſale daß es — | Bi, —* und hart für —* A NNONA ( glabra ) folüs Hanceofarb-' ovatis, fructibus omnibus glabris.2. Sp. Pl. Die —6 Annona mit glatten Fruͤchten. S. Cateh I Tab. 64. - Sie kommt, wie die me urſpruͤnglich aus & aan, ter dem Namen des Herrn von Linne aus England er⸗ haltenen iungen Pflanzen mit aufwärts ſtehenden feinen rochgefärbten Zähnen verſehen, drittehalb Zoll lang und uͤber anderthalb Zoll breit. Beide Flaͤchen ſind hellgruͤn, glatt, und die untere iſt mit einer weißlichen erhabenen Ader der Laͤnge nach gezeichnet, welche nach den Seiten feinere erhabene Nebenaͤſte Wechſelsweiſe ausſchicket. Die Stiele haben einen halben Zoll Länge, nn: ac, unten hingegen gerunder. — Die Fruͤchte ſind glatt. Be Die Rinde if‘ grau. Die Blätter find Kängliche Pa Rn * un⸗ | ; Der iährige Wuchs ift im Topfe bei € einer Winder- bedeckung ziemlich geſchwind. Wegen der Jugend der aberſchikten —— hat. man eg bisher nicht wagen. wollen , fie im freien augzus fegen, und da fie auch noch, zaͤrter, als die vorher ‚bee ſchriebene Art ſeyn foll,fo Fana ic) dazu und zu ihren Anbau keinesweges rathen. Eine VI AR AL IA fpinofa ete. 63, Eine beſondere Benutzung der — dee nf w. ift ———— nicht helannt. — Mn, — IN —J — ſcen⸗ caule foliisque aculeatis 2. Sp. Pl. ‚Mid 3... ; "Aralia arborea aculeata — H. Virg.. Aralia fpinofa arborefcens du Ham.arb. „The Angelica Trees ¶ he EURER or "Toot-ash-tree, L’ Angelique Epineufe. | ? Der ſtachliche Angelifenbaum: .'b. ‚Continehi Plant. rar. 1.Fig. 474° | 9% Braut ige Nordamerifanifche Angelike fürs det fich beſonders in Virginien. a gs Blätter, die im Herbſte abfallen, gleichen | * Blattern der gemeinen Angelike, das iſt, fie beſte⸗ ben aus fieben, eilf und mehrern kleinern Blättern, wels che Wechfelsweife nach beiden Seiten an einen gemein« ſchaftlichen Stiele beveſtiget ſind. | Ä ‚Ihre Farbe iſt hellgruͤn, und fo wohl ihre Adern, als ihre Stiele zeigen hin und wieder einzelne Stacheln, haͤufiger und ſtaͤrker ſind ſie aber an dem Stamme, wo⸗ ſelbſt ſie, wie bei dem Brombeerſtrauche (Rubus frutico- ſus Z.) unten eine breite Släche haben. Sie haben ei⸗ nen 5 sufanmengiräenben Gefhmad ‚and: a Steh ſind roͤchlich. | | — und Blamen tragen fi e nur. oben in * | — Gipfel 64 VI. ARALIA fpinoaete u Gipfel, und die lezteren ſtehen in großen grünen Minen, welche eben Fein ſchoͤnes Anſehen geben, ER ai Die Blumendecke iſt klein und fuͤnffach gefeet Die Blume bar fünf ovale zugefpizte, rüdwärts gebogene Blätter, und aus ihr ragen fünf Pfriemenfoͤr⸗ migeeben fo lange Staubfäten hirvor, die angence Staubbeutel fuͤhren. | Der Hnopf ift rund. Auf ihm befinden fi 6 fünf fehr kurze Griffel, von denen ein ieder ein — —— hat. Aus dem angegebenen Knopfe wird eine —— ge⸗ fireifte Beere mit fünf Abtheilungen, in deren ieder ein Tänglicher harter Saame eingefchloffen liege... 1 Die äuffere Rinde ift zwiſchen den Stacheln ‚glart und glänzend, und der Stamm. nur. holzarrig und mit einer weiten Marfröhre verſehen. Die Wurzel iſt dick und Dolale we. | 2 Der Angelikenbaum will weder zu trocken N zu — ſtehen. Eben ſo wenig liebet er einen Stand, den die Sonne beſtandig beſcheinet, doch aber einen beſchuͤz · ten und warmen Ort, wenn er bei u 4 erhalten wer⸗ den ſoll. Die hieſige Erfahrung lehtet dieſe Voſchaten 9— denn nach ihr litten in ieden Winter die Stämme in ei⸗ | | nen offenen Stande beftändig etwas, bis fie endlich ih⸗ re Kraͤfte verlohren, und wehrenchen gänzlich —— ben find. Gemeiniglich pflegen fe ie bei Falten intern bis anf | —F Wurzel abzuſterben. In dem folgenden Jahre trei⸗ ben ſi N e * von neuen ſaae allein, weil die ganze | | Pflanze | | VI. ARALIA fpinof etc. .65 Pflanze erſt ſpaͤt im Jahre ausbricht, folglich ſpaͤt in Herbſt hinein fortwähfer, fo wird ihr Holz nicht gehoͤ⸗ rig reif, und fie Leiden, in dem erften Winter, von neuen, ua ‚werden beſtaͤndig kuͤmmerlicher. u ' u. Miller ſcheinet ebenfals über dicfe ir * Mayen, und finder deswegen für, noͤthig, den Saamen Töpfe auszufäen, welche gegen die Kälte bedeckt er⸗ 4 werden, uud dag man die iungen Stämme erſt geſtaͤrket haben ſoll, ehe man ſie auspflanzet. Es iſt daher ein Platz, von welchen alle Fat ten Winde entfernt gehalten: werden fönnen, wenn er dabei ſchattig ift, für fie vorzüglich zu wählen. An einen folchen kann man durch die ans den Wurzeln häufs fig auffeimende Schößlinge die Vermehrung leicht be: werkſtelligen, ſonſt auch * den Saamen ge⸗ ſchiehet. Penugung ke uns nicht — V | 1. A R B UT us. De Blatier dieſe⸗ Geſchlechts ſichen Besten an den Zweigen. Die Blumendecke ift Elein, fuͤnffach einget ‚iler, zugeſtumpft, und fallt nicht ab. Die Blume ift nur ein ———— Blatt, wie eine Längliche Glocke geftaltet, und oben mit fünf feinen Ein, ſchnitten verſehen, welche zurück gebogen liegen I. Band A E In Der Stamm erhate acht bis zehen zuß Sihe . fer der Seltenheit iſt er aber nach feiner unbekannten Ä “ 66. VILARBUTUS. In derfelben find zchn am Rande geheftere Staub: fäden mir zweifpaktigen Staubbeuteln eingefchloffen, Der Knopf iſt Kugelfötmig, und liegt unten. auf dem mit fieben Puncten gegeichneren Grunde der Blume, 0 Der Griffel har die. Länge der Blume, und oben ein dickes ſtumpſes Stigma. Die Beere iſt u! und mit: Hu & Soancn | angefüllee. ‚Die hier. befindlichen Arten fi ind T ARBU TUS ( Unedo) caule arboreo, fo- "his glabris ferratis, baccis polyspermis b Sp. Pl. & Mi 1. | Arbutus folio ferrato C. Baub,. Pin, 469. & — J Ham aID. 2." ge | ven The, common Strawberry Tree. — Arbouſier. Larbre a fraiſes. Der Erdbeerbaum. S. S Seligmanns Wobelſanmmlung 5 a ıffe Tafel, In Stalien, Spanien und befonders in Ninorcn, wie auch in Irrland wird er wild angetroffen, Die Blaͤtter ſi nd oval laͤnglich, hellgruͤn und glatt, mit einem Gewebe von Adern verſehen, an, dem Rande Kr ziemlich fief ein eſchnitten, und immergrünend, ‚indem fie auch in Winterhaͤuſern und warmen Wintern, wäh rend der, ſonſt rauhen Jahrszeiten nicht abſfallen, ſon⸗ » dern nur mit den dungen Stielen eine m: hr Faplf: Sarbe erhalten. | ; | Die VILARBUTUS. 67 Die grůnweiß lichen Blumen erfeheinen feften ein⸗ — ſondern allezeit in mehrerer Anʒahl auf zwei Zoll langen herabhaͤngenden Buͤſcheln in dem ſpaͤteſten Herb⸗ ſte. Ein ieder einzelner Ben ift einen viertel Zoll lang und von gruͤnlicher Farbe. 90° Die Blumendecke iſt — mit einem weile fen Rande, und Die Blume durchſichtig weß mit —* lichen Einſchnitten. 2.7 Die weiſſen Faden ſind unten ſehr dick; am Ende aber Pfriemenfoͤrmig, uͤberhaupt mit einem wolligen Weſen überzogen, Die Staubbeutel fi nd Fehli A — iſt grün, der Griffel di und — weiß das Stigma ebenfals gruͤnlich. Aus dieſen Blumen kommt eine runde faftige Bars re, die einer Erdbeere gleicht, iedoch im Geſchmacke ſtrenge und ſauer iſt. Sie hat im Anfange eine gruͤne, nachher eine gelbe, und endlich eine rothe Farbe, Nach Miller wird fie im November reif, und hat alſo ein ganzes Jahr zu ihrer Vollfommenkeit nöthig. Die aͤuſſere Rinde ift brauncorh und zereffen, und Bei: iungen Zweigen min Haaren beſezt ©; Das Holz iſt Be i und N in Frantrech ai Safe geben *). Am beſten gewinnet man fe durch den &hhmen, | den man nach Miller eigentlich bie: — im wollt, nen Sande aufbewahren jo. Werden die Pflanzen vom Unfraute rein Lehelten | ünd oft sigöfen, werden fie gut förrfonmen, indie E 2 Herbſte Yo Encyclopedie deconomique Tone * 159 ‚68 vu ARBUTUS. Herbſte aber muͤſſen ſie ſo gleich gegen die Kälte in Schu gebracht. werden, - Die iungen Stämme vertragen diefe am wenigften, ‚wie denn auch alte Stämme bei ſtarken Sröften leiden, Diefer Urfache mag es wohl zuzufchreis ben feyn, daß fie in Seeland immer. ſeſcnet werden ſollen. Unter vier big fünf Fuß Hoͤhe darf man ſie gar nicht verpflanzen, und da man es hier gewagt hat iunge Baͤu⸗ me auszuſetzen, ſo ſind ſie in einigen Wintern hinter⸗ einander bis auf die Wurzel abgeſtorben, welche zwar in jedem Srähiahre neue Schüffe getricben haben, end» * Fi) aber wegen der zu flarfen Entkraͤftung zu Grunde gehen mußten. Ein alter Stamm, der im Fruͤhiahre 1768. zum neuen Verſuche ausgepflanzet iſt, hat den ‚Winter von 1768. bis 1769, zwar ohne Schaden aus⸗ gehalten, in dem von 1778 iſt er iedoch durch den | Froſt getoͤdtet worden. Ich kann ſie daher nach ſolchen Erfahtungen im freien Stande fuͤr unſere Gegenden keinesweges anrathen. Der Erdbeerbaum iſt mit jeder Erde zufrieden, und man kann ihn auch, durch Einleger fortpflangen. | Wuͤrde er bei ung ausdauren, fo würde er durch | feine gruͤnbleibende Blätter im Herbfie und Winter Gärten und Pflanzungen verfhönern, - Nach der Meifebefchreibung der Engländer. Yen firong und, Cleghorn ”) eflen in Minorca die Ein wohner die Früchte als eine Leckerſpeiſe, ob ſich gleich f die Engländer nichts aus ihnen machen. Der Baumsräger | ER diefer Inſel durch das ganze Jahr i in einer. beſtaͤndi. gen m) ©. Samy) neuer Seifen 8. Band, VILARBUTÜS. 69 gen Solge Fruͤchte, und zeiget eine angenehme Verſchie · endet an Beeren und Bluͤthe. | Du Hamel hält die Rinde für auſamnmengiehend. 22% ARBUTUS (Uva urſi) caulibus pro⸗ cumbentibus foliis integerrimis L, 8Sp. PI. Mil. 5. | „ Uvaurli du Ham. axb. The Redwort, Die Sandbeere Die Varentraube. De | Spanifche Heidelbeerenftrauch. Die Mehlbeer⸗ ſtaude. Die Steinbeere. S. Oeder El Dan. Tab. 33. Dieſe kleine S Steauchartige ‚Pflanze waͤchſet in —* kaͤlteren Europa oder an ſolchen Oertern, die wegen ih⸗ rer Hoͤhe gleich kalt ſind, wie z. E. auf den Alpen und Pyrenaͤen, bei uns aber iſt ſie beſonders i in den duͤr⸗ ren Heidegegenden des Herzogthums Celle und —* burg 9) haͤufig anzutreffen. Auſſer Europa wird ſi e auch noch i in den nördlichen . Amerika gefunden, Die Blätter find Faum einen Zoll fang, Kängfich, oval und nach ihrem unteren Ende weit fehmaler, als nad) dem oberen, am Rande ungezahnt, auf beiden Seiten glänzend grün, auf der oberen hingegen merkli⸗ cher mit einem vertieften Gewebe feiner Adern verfehen, und in ihrem Baue dick und Reif. Sie zug im Bin ter nicht ab, . Die Blumen brecheni im Meta an den Episen der E 3 Zweige S. Taube Beiträge 2te8 Gtihk. 70 VILARBUTUS, Zweige Büfchelweife hervor, ‚und — eine wife | liche Farbe. +. Die Beeren ſind etwas gröffer als — gemeine Heidelbeeren (Vaccinium Myrtillus L.) bei ihrer Reife roth, und —* vier bis acht em Sr - menkoͤrner. Die Zweige ſind — aid —— Es bleibet allezeit eine kleine niedrige Pflan⸗ ze, und weil ſie ſchwer zu verpflanzen iſt, ſo muß ſie nothwendig mit der Erde ausgehoben, und damit an Ort und Stelle gebracht werden. Zwar vermehret ſie ſich auch durch den Eike, ollein weil die iungen Pflanzen lange Zeit erfodern , che fie bei uns in etwas aufwachfen, ſo ift diefes Verfah⸗ ren mißlich. Der inden Amerifanifhen Saamenfiften hieher überfchickte ift auch, wahrſcheinlich wegen des Alters, niemals aufgelaufen. Die ganze Pflanze hat einen kei ee den Geſchmack, welche Eigenfchaft befonders an. dem, Safte der Blärter deutlich bemerfer werden kann. Nach des Prof. Kalms Berichte bedienen ſich die Wilden in dem nordlichen Amerika der Blätter, um ſie ie mit ihrem Rauchtoback zu vermiſchen. * Dieſe Blaͤtter ſowohl, als die Beeren ſi ind ſchr | aufammenziehend , Ser, die, BrHeraR Rärteer als dis lezteren. | Sie dienen den Yerzten, in; — Zeiten als ein Hilfsmittel i in Steinfhmerzen, und waren diezu Mont pellier die erſten, welche den Gebrauch befannt machten, as au haben von Dun, —— Vogel, Pallas, VILIARBUTUS. 71 Pallas, Taube/ Murray und andere mehr die gluͤcklichſten Verſuche gezeiget, und ſie ſehr angeprieſen; doch giebet auch der Herr Profeffor Murray noch neu⸗ erlich an,’ daß aus Verſehen die Blaͤtter der Kroonsbee⸗ renſtaude (Vaccinium vitis idaea L.) mit gfeichem guten Erfolge gebraucht worden: wären, Weber diefen: Gebrauch kann man deffelben comment. de Arbuto Uva urſi Goettingae 1764 4: pag: 66. nachfchen, In Schweden nimmt an fie zur WR und ſchwar⸗ zen Farbe. — | So iſt auch ferner von ihr bekannt, daß ein Schar lachwurm unter ihren Wurzeln Hänger, der bei dem Ritter von Linne‘ Coccus Uvae Urſi Syſt. nat. iſt, und beim Zerd ruͤcken eine ſchoͤne Scharlachfarbe giebet, | Herr Hofmed. Taube hat ihn iedoch auch an den- Wurzeln der Heide (EricavulgarisL )gefunden · wenn ſie nicht auf trockenen Boden ſtand, nur glaubt er von ihm, daß er ſich in Niederſachſen nie in gehöriger Menge wer⸗ de ſammlen laſſen, weil das Thier klein it, und nur. mit TR: entdeckt werden kann. * — VII. AZALEA Kilo) —— gine fcabris, corollis piloſo glütinöfis SL. SB.Pl.. Mil, 1. & Gronov, Fl. Virg. ' The American upright. N ioneyfückle wich a a witheFlower. \ Die Azalea mit Elebrigen Blumen. ©: Catesby ı Tab. 57: Plux. alm. 106. Tab. 161. ns 4- | EN 72 VII. AZIALEA vilſcoſa etc. Se ſtammet aus Virginien und den uͤbrigen Nord · amerikaniſchen Provinzen her. Die Blaͤtter ſind oval laͤnglich ie der Rand iſt nach der unteren Flaͤche zuruͤckgebogen und ein wenig gekerbt, die obere Flaͤche iſt hellgruͤn, glatt, und die: untere mehr durchſichtig gruͤn und mit Adern verſehen. Sie haben anderthalb Zoll Laͤnge und einen halben Zoll Breite und ſind oben breiter als unten, wo ſie an den Stiel beveſtiget find... Gemeiniglich ſitzen ſie an den Spitzen der Zweige zu drei bis vier Stuͤck neben einan ⸗ der. Die kurzen rörhliche n Stiele find mit Haaren ver⸗ fehen, welche auch auf der größten. Aber des Blattes bemerket werden koͤnnen. — Die Blumen erſche inen bei ung‘ in Sufins zu ſechs big ſieben aus einer vielblättrigen ovalen Knoſpe, nicht auf einmal, fondern auf einander folgend. ie haben einen fehr angenehmen mit dem Geisblatte —— menden Geruch. | Die Blumendecke iſt gruͤnweißlich, niche br 4 lend, und fuͤnffach eingefchnitten. Die Einſchnitte ſi ind zugeſpizt und aufwaͤrts ſtehend. | Die Blume iſt einblaͤttrig weiß und Zichter- — | | Ihre fuͤnf Einſchnitte ſind nach untenhin gebogen. Faͤnf weiſe und am Ende roͤthliche Faͤden gehen aus ihr mit Safrangelben Staubbeuteln hervor. Der Knopf iſt vuindlich, gruͤn und klein, der Griffel Fadenfoͤrmig nicht abfallend, —* das Stig— ma aber Purpurfarbig. | So wohl die Blumendecke als Hure fragen viele | | weiße mie — begabte Haare; welche beide auſſerſt VII AZALEA vifcofa ete. 73 aͤuſſerſt kiebrig machen, daß auch fo gar Käfer und Flie⸗ gen, welche fih an diefelbe wagen, dadurch zu — glüde veft gehalten werden. Nach dem Verbluͤhen ſetzet fi hei eine rule fünf Fächer getheilte Saamencapſel an, worin fich viele tundliche Körner befinden. In England nah Miller, und unfer unferm Himmelsftriche dürfen wir ung auf | Saamen keine Rechnung machen. | Die Rinde der Ziveige iſt braum und glatt. Der Ritter von Linne’ hat bei dieſer Azalea die Fäden faum länger als die Blume angetroffen, und giebt. deswegen durdy die mehr längeren Fäden: einer anderen Birginifchen Art, der rorhblühenden Ajalea, (Aꝛalea nudiflora * ein beſonderes Unterſcheidungs⸗ sei Sch habe iedoch ſo wohl bieſe Fäden, als den Sriffel weit über ‚die Blume hervorragend bei den DRIN er⸗ | FERNE Blumen gefehen. | Miller fagt von ihnen, daß fi ie einen guten. Bor den und einen fehattigen Grund erfodern wenn N e gr hoͤrig treiben follen, | Er vermehret fie durch Ableger and beburſeltet iunge Bent, und ich fuͤhre dieſe Nachrichten aus dieſen Schrift⸗ ſteller an, weil ich von den hieſigen Stammen keine Er⸗ fahrung weiß· Sie ſind nemlich erſt im Fruhiahre 1770- als ſolche hieſelbſt a und. ——— in cben dem Sommer. Ihre Hoͤhe betraͤgt nur vier ziß und ſu ie ſo ölfen un fire — in einen etwas beſchuzten Platze ausſtehem €; Auſſer 74 IX. BACGCHARTS:Balimifoli etc. uſſer dem Geruche der Bhrmen, bie sbstbem que ing Auge fallen, find von n ihr keine eigene EEE befannt. | | IX. B A © € HARIS (halimifoia fohit _ obovatis fuperne emarginato - - erenatis L. ” Pl. Mill: 3. du Ham. arb. | — arborescens. Bartr. Cat. Virginia Grundfel Tree. Bacchante de Virginie. Dir Kreuzwurzbaum. du Hamel arb. Tom ı.Pl. 35- Lie Blaͤtter dieſer Virginiſchen Strauchattigen | Pflanze ſind oval, mit gezahnten Ausfhnitten verfehen, dick und Wechfelsmweife an den Zweigen beve⸗ figet. Sie bleiben das ganze Jahr hindurch nach Mile lers Zeugniſſe grün. * Die gruͤnlich weiſſen Fleinen Blumen — du Hamel in Frankreich im Auguſt, und nach Miller in England im October hervor, welche leztere Agate die hieſigen Erfahrungen bekraͤftigen. „Sie heſtehen iederzeit aus einer Menge Heiner. wie tet und Weiblichen-Blumen, die eine ſchuppige i —* | che Blumendecke umſchließet . | ‚Die Zwitters und. Weibtichen: Blumen f ind unter einander vermiſchet. Die erſteren ſind Trichterfoͤrmig und funffach einge» ſchau⸗ IX,BACCHARI s halimifolia etc. 75 ſchnitten, Sie haben fünf kleine zarte Staubfaͤden mit Roͤhrenfoͤrmigen Staubbeuteln, einen, ovalen: Knopf, nebſt einen zarten Fadenaͤhnlichen Griffel, der fo lang wie die Blume ift und ein mnigajar® Stigmah hat. Die lezteren hingegen ſind zwar mit den etſteren cicich gefaltet, doch: ohne Staubfäden, Der Saame iſt furz, und mit einem — | ‚oder einer Haarkrone beſezt. "Die Höhe diefer Stande beläuft ſich nie über f ieben bis acht Fuß, und fie hält in einen wohlbeſchuͤzten Stan- de unfere Winter aus, nut muß fie mit Stroh beiwunie ven werden. Auſſer den Saamen kann man ſie durch Meſtecung abgeſchnittener Zweige in. einen ſchattigen lockeren Bo» den: bald vermehren, wenn. fie. nur bei. trockenen Wetz ter begoſſen werden, und: nach Miller ſollen Stecklin⸗ « (pn | im Herbfte zum. Berpflanzen gut fen. | Sie ſtehet gern, in: guten und fetten Erdreiche, und ihzrer friſchen gruͤnenden Blaͤtter in. Pflan⸗ —— ob — Blumen leine —— be * ; | 4 “. x. BERB: BER 156 8) 8 2 Ns k ui erde Polls Muich er il — or — zent Pig Berbe⸗ — 746 X. BERBERIS vulgaris ete. - " Berberis dumetörum C. Baub. Pinc, 454: —2* Farb . The common Barberry, € or Pipperidge "bush, — Epine- Vinette, Die gemeine Berberikenftande." Pers} oder Berbisbeeren. Sourach. Saurdorn, Eßig⸗ dorn. Sea Weinfchierling, Weine ſchaͤdling. | RT ©. du Ham. Arbr. fruit. Tom ı I: P. 152, Miller Tab. 63. und Blackvveil Tab, * N ach Kühe Kitter von Linne toächfer fi fie. im Briente und in vielen Europäifchen Holzungen wild, wo⸗ hin beſonders fuͤr Deutſchland die Gegenden am Rhein, Franken und Schwaben gehören, woſelbſt man fie häuf- fig in den Hecken auf den Feldern finde, Die Blätter find öval, zugeftumpft, am Kane fein gezahnt, und mit feinen Stacheln verfehen, auf der oberen Fläche glart und Hellgrün, auf der unteren aber weißlicher und voll Feiner erhabener Adern, die Netzartig durch einander laufen. Gemeiniglich kom⸗ men fie zu fünf Stuͤck aus Knoſpen hervor, welche Weihe felsweife an den Zweigen zu bemerfen ei; a — viertel Zoll lange Sticke: | Zwiſchen folchen Blättern erſche eh. im. Mai und Jun ius die Blumen in kleinen artigen Trane ——— wie an der Johannisbeerſtaude. “ Die Blumendecke ift gelb, aus feche ARE, — *— kleinen Blaͤttern in zwei Reihen zuſam⸗ mengeſezt, von denen: die drei inneren geöffer erfcheinen, als die drei &ıfferen mehr zugefpizten. Ste iſt ausge: breiter, und fällt beim Anfegen der Frucht ab, Die X BERBERIS vulgaris etc. 77 ‘ Die Blume hat ſechs gelbe Blaͤtter, die rundlich, ansgehöle und: ein wenig gröffer als die Blaͤtter der Blu⸗ mendecke ſind. Au einen ieden Blatte finden ſich unten zwei gelbliche rundliche Saftgruben. Die Anzahl der ebenfals gelben Staubfaͤden be⸗ Käufe fi ſich auf fehs Stuͤck. Sie fliehen aufgerichtet, - find. zufammengedrüdt , und ſahten ieder zwei gelbe | Staubbeutel Der Knopf it Walzenförmig, und Hang als die Staubfäden. Er ift wiedas Stigma, grün von Farbe, hat feinen Griffel, fondern nur ein rundes größeres Stigma mie einer ſcharfen Einfaſſung. Der Geruch der Blumen je ſtark und dahe fuͤr viele unangenehm. | Bei den Bluͤmen kann man die Vefrucheung —* | ps als an andern, bemerfon, Der hieher gehörige Vrer ſuch des Herrn Sanddroft von Muͤnchhauſen *) verdienet der Merfwürdigfeit wegen wohl, daß ich ihr. wiederhole. Man biege nemlich an einer friſch aufge⸗ bluͤheten Blume eines ihrer Blaͤtter mit einen ſpitzi⸗ gen Meſſer gelinde zuruͤck, ſo wird der darunter liegende Staubfaden ſich geſchwind vorwaͤrts bewegen, die Staubbeutel an das Stigma andruͤcken, und nad) da⸗ ſelbſt zuruͤckgelaſſenen Befeuchtungsſtaube ſich langſam wieder zuruͤck ziehen, und die vorige Stellung einneh⸗ men. Auf diefe Weife folgen die- Staubfäden einer nach. dem andern, bis das Stigma mit Staub völlig bedeckt ‚ift, man kann fie aber nicht vermügen daß ſi fie Amer ‚Syeaung, wiederholen, | "Die Frucht, welche eine lngliche Veer ift, * b 2 S. Hausvatır 3 Th. S 440. y 78 XBERBERIS vulgaris etc. bei uns zu Ende des Septemberb und im Aufange des Octobers reif wird, iſt zuerſt grün,’ erhaͤlt iedoch nach ⸗ her eine ſchoͤne rothe Farbe. Sie iſt mit ſcharfen ſau · ten Safte angefuͤllet, ‚in — m. or Sam J mentorner liegen. Die Zweige fd ı mir ſpitten AS —* die Sin und wicder theils einzeln, gemeiniglich ‚hingegen Pe an zutreffen fi ind. | Die — ltere Rinde ift Aſchfarbig, und Pen bie darunterficgende dunkelgelb, das Holz ſelbſt gelblich, und die Markröhre, ‚die ſich in der Mitte beſindet, weiß, ‚und umher mit einen gelben Rande eingefaß t. Die Berberigenftaude kommt in iedem Erdreiche fort, doch wird die Frucht in gutem Boden beffer, als in mageren, Man kann fie ohne viele Mühe durch den Sen ducch die bewurzelten Nebenſproſſen, und durch das: . Aſenken der unteren Zweige vaghnn weht Lie Wurzeln, treiben. . | Mit der Voſchneitung muß man ——— Kiki ihre Frucht meiſtentheils aus den Enden der Aeſte her⸗ vorwaͤchſet⸗ und fie daher nicht anders als um Mich e⸗ lis unternehmen/ wenn die Blatter abzufallen anfangen: Ein Buſch, von dem man viele, Früchte ertvarten will, muß überdem noch einzeln und nicht im Hecken ſtehen, und im Herbſte allezeit von ſeinen Nebenſchuͤſ⸗ ſen und allen großen Trieben befreiet werden. ja Es-wird niemals ein hoher Bann, aber doch ein ʒiemlich hoher und Rage Straud), und die Wurzeln, . Die XBERBERIS vulgaris etc. 79 die. durch und dur ‚6 find, kriechen unter der. Ban weit umher, Wegen feiner frühen gelben Sfumen: und: wothen Kam fann man dem Strauche mit Recht eine Stelle in Pflanzungen anweifen „ weil, er gus in die Augen fällt, und er dienet im Gehege, indem die Voͤgel den. Barren gerne nhachgehen. Gegen unſere Winter iſt er nicht zaͤrtlich. Will man ihn zu Hecken in Gärten anziehen, fo muß man auf Blüche und Fruͤchte niche viel rechnen, weil-diefe durch das. Beſchneiden weggenommen werden, Sch wuͤrde auch dazu nach hiefiger ‚eigener. Erfahrung nicht rathen, nach welcher folche ſcharf beſchnittene Hex cken in ihren Blärtern leichter als andere Baumblaͤtter durch den Mehlthau angegriffen werden, und dadurch mitten im Sommer ein ſchlechtee Anſehen erhalten. Die Fruͤchte werden gewoͤhnlich nie. Zucker einge⸗ macht, wozu Erhart *) und der Herr Landdroſt von Münchhaufen "*) Anweifung geben. Auf diefe Art zuůbereitet dienen fie als ein Eühlendes Mittel in hisigen Sichern, Ihr Saft kann zum Punſch genommen wer⸗ den. Man trocknet ſie auch, und die Einwohner der Laͤnder, wo fi e in Menge geſammlet werden Finnen, ſollen aus ihnen einen guten Brantewein verfertigen. Die Rinde der Wurzel ruͤhmet E rhart als ein bir: teres Laxiermittel, und leitet daraus die angegebene | — — Der.pprr von. Hallen”) empfieh⸗ — 5 Deconom. Pflanzenhiſtorie ſechſter Band S. 65. MS. Hausvater 3.2 ©, 442: 7). Haller, Bill. Stirp. Heiv, 80 X. BERBERIS vulgarisere, empfichler das abgefochte BE der Blätter Pe ae den Zähnen. | Das Holz können die write zu enger ac 4 on gebrauchen. Die Rinde, beſonders die von den Wureln wird zum Färben des Saffians angewender, fo wie fie auch - in Waffer.gefocht oder in Lauche gebeizt eine ſchoͤne geh be Zarbe giebt, mir der. man allerhaud hoͤlzernes Geraͤ⸗ the anftreichen, und als mit einen Fuͤrniß übergogen. wi und glänzend machen Fann. Ebenfals erhält man aus den ausgepreßten Safte der Beeren mit dem Zufage von Alaun eine —* ——— Farbe, welche als Dinte Ren — Xu BETULA.. & Ritter von Rinne’ begreift unter dieſem * N ſchlechte zwei Gattungen, nemlich die eigentliche | Birke und die Eifer oder Erle. Beide ſtimmen den Bluͤ⸗ then nach mit einander uͤberein, und bloß die lezteren haben, an ſiatt der langen als Käschen geftalteren Cy⸗ Iinderförmigen Saam enbehaͤltuiſſe der Pe — rundige ſchuppige Zapfen. | | | Ich folge alſo dieſer Abtheilung. A. BETULA. "The Birch Tree, Le Bouleau, r Die Birke, Die Birfen * mit den Elern zu — Baͤumen. KLBETULA : ——— Biumen, die ihre maͤnnlichen und welblichen Blicken zwar gefrennt in verſchiedenen ans — ren auf einen Stamme tragen. | Die männlichen Blumen ſ — in einen Chylin⸗ derfoͤrmigen Käzchen beiſammen, das ſchuppig, locker, und auf allen Seiten wie en liegende — | ziegel geſtaltet iſt. | Eine iede BER die e Blumendeee —— Schuppe, welche wiederum an den Seiten zwei kleinere ee hat, führer drei an ihr geheftete Blumen. Jede Blume ift nur ein einzelnes Blatt, das une gemein flein iſt, und vier bpafe —— hat, die fh ausbreiten. | Sie führet vier feine & Staubfigen mit ie Doppel | ten Staubbe uteln | "Die weiblichen wachfen wie die —— PER far in Kazchen, find aber viel fleiner, und ftehen mehr a aufwärts , als herabhangend. "Das Käjchen iſt/ wie das mannliche als aufeinander gelegte Dachziegel ge⸗ ſtaltet und iede sage beſtehet aus drei Schuppen, wel⸗ che aberall gegen. einander über und an ber in der * Mir befindlichen Are des Kägchens ſtehen. — Eine ſolche Schuppe, die ‚Hersförmig — * ſcheinet hat zwei borſtige kleine ovale Knoͤpfe, und auf ieden zwei Griffel, die ſo lang. als die Schuppe — und oben ein flaches Stigma führen. | Eine Saamencapſel iſt nicht vorhanden, ſondern die kleinen ovalen und gefluͤgelten Saamenförner fint unfer den Schuppen des en eingeſchloſſen. Band. sh —— 1. BE- 82 8. BETU m. 1. BETULA (alba) folii ovatis — er Yerdtisı 2 Sp PEMART Besula foliis cordato-Janceolatis ferratis. ‚Hi Ter-- Hit. fürpi Helv. S G N RATES, ‚Bette du Ham. arb. 1.4 Pe —* — The common Birch Tree, A be | Le Boulean. - — a Die gemeine Birke Min. Dee Wonnn 4 un | —⏑— © Cramer Tab, — ri — Ga Blacbvvel. Tab. 240: * — Die gemeine Birke, teife man in den, fälsen Besen de von Europa, wie befannt, wild, an. — Die Blaͤtter ſind nicht ſehr groß faft Dreifeitig, ieboch am Ende mehr zugeſpizt an dem Rande Saͤgen⸗ oͤrmig aus geſchnitten, von bellarůner Farbe und ‚auf en Flächen ‚glatt, und ‚glänzend. * Sie brechen ar Frahlinge ſehr zeitig hervor, und zwar nach dan fich chem er ntwickelten Blumenkäzchen, vwag im Weil ka Im, *. herab haͤngen. Die maͤnnlichen Blumen feßen wegen ihres Häuf- ſigen Staubes gelblich aus, die viel kleinern Weibli⸗ chen aber find-grim. Bei den erſteren fü nd die Schup⸗ pen roth, die Staubbeutel gelblich, und die Kaͤchen allezeit an den änfferften Spigen der. Zweige befindlich, auch aus eigenen Knofpen hervorfomimend ; Die lezte⸗ sen hingegen entfpringen aus den Blaͤtterknoſpen. Bye: ‚Der Saame erhaͤlt im: September und Dxtiber N feine reife Man kann ihn an feiner braunen. ee am XI. BETULA, 33 am beſten etennen no u er J ale Jahre ge⸗ hoͤrig gut Die weige ſ find dünn und ungemein 109 und- eben — Biegfamfeie gilt von. den Wurzeln, aus wel⸗ * hin und wieder Koͤrbe geflochten werden. Die Rinde der Birken iſt an den Zweigen statt braun amd mit weißen Munfren verfehen, welche nach 9 Stellers Unterſuchungen das Harz der Birke ift, das durch MWeingeift aufgelöfer, im Geruche und Geſchmacke dem Balſamo Copaivae gleich komme *), An den Stämmen iunger Baͤume erſcheinet dieſe Rinde gemei⸗ niglich glatt, weiß und glaͤnzend, da ſie ſonſt bei alten ſehr hoͤckerig iſt. Sie beſtehet ans verſchiedenen Ho. | Lagen. Ein dinner weiffer und zaͤher Baſt macht die Auſſere Bedeckung aus, unter dieſer feinen Rinde findet ſich eine. etwas ftärfere, welche. fich leicht. abfondert; und oben weiß, unten aber roͤthlich ift, auf: dieſe folge eine einem viertel Zoll hohe rothbraͤunliche veſte holjige. Kin de⸗ auf dieſe aber das uͤbrige weiße Holz des Stammes, Die aͤuſſere und erſte weiße Rinde iſt beinahe unver · weßlich.· Sie dauret zum wenigſten ſehr lange, und oft vgfautet ſchon das Ba wenn dieſe noch friſch und gut iſt. | | — Das Hot; ki6h if sefte * süße, Bi in fältertn ändern; (eich vefter als in iwärmeren, welches auch du Hame bei der Vergleichung der Sramöpfgen und | Schwediſchen Bi rken eingeſtehen muß Man ſaet den zur Zeit feiner Rafe gefanmiten i Birkenſaamen zu Ausgange des RL. er Sa & — Be u in — ’*) ©. Gmel. Fl, Sibir. Tom. 1. 168. 84 XEBETÜLA. An 4 und vortheilhafteſten geſchiet⸗ dieſes flach oben auf der Erde, nur daß er in fo weit bedeckt wird, - daß er von din Vögeln nicht Aufgefauumlyt, und von ‚ben Winden nicht weggewehet werden kann. Vorzůglich gut geraͤth der Ver ſuch in einen gen Boden, der aber nicht zu naß feyn muß, weit ſonſt Die Birken in ihrem Wuolhſe — — und ‚ach | MR bleiben würden, — Ein ſolches — muß man bei Er füllen Wet | Ä fer unternehmen, n bat das leichte Saamenforntwird durch einen: gerin⸗ en ind von einer Stelle weg und an einen an» Ser Drt gefuͤhret. Daß diefes möglich fei,beweifen dieie⸗ nigen Pläge, die iungen Birkenanflug zeigen, und doch "yon alten Saanientragenden Birfen’weit entfernet ſind. Eine wunderbare Erfcheinung alsdenn für einen mer⸗ fahrnen, wenn er nicht weiß, daß ei ein — — Dr “ * hervorzubringeni im Stande iſt. Da wir alſo ſehen daß die oh ven icnen —— ohne ſonderliche Bedeckung hervorkeimen fäffer, Er ſo bleibt bei deſſen Ausſtreuung die erſte — in * nur ſo wenig als möglich‘ zu bi | j u dem erflen © Safe, ‚in la der BER a E | | „gehet, find Die Pflanzen fo Elein,. daß man ‚fe. miteinem . x ‚geübten Auge nut als Birken etfennen kann, iedoch im weiten Fahre zeigen fie ſich deutlicher und ſtarker. Solche ausgefärte Birkenpflanzen verlangen’ indefe M „fen zur. Beförderung. eines gufen Wuchſes freie $uft und Sonne, und Befmann giebe von einen auf dieſ⸗ Bei | ſe gezogenen Gcehaue die Verſi icherung daß cs ſchon in Zeit von zehn Jahren. gute und 5 Br fſtaͤbe VUieefert. XLBETUL& 85 So ſhuellaber auch die Birke in ihrer Jugend waͤch⸗ ſet, ſo waͤchſet ſie zu feinen, ſolchen ſtarken und Hohen Stamme als die Eiche und Bache auf, und eben fo wenig Belanget fie e * einem AO rlich hoben — M Ich file mic fage beh, Pr ihr Alter ſchwer zu Bilkkömen ſeyn wird, weil bei ihr alles auf einen. guten Boden ankommt, der bekanntermaßen viel verändern kann. So habe ich auf den von Voͤlkerſchen Gar: ten vor Braunſchweig fechzigiährige Birken in voller „ebhaftigfeie angetroffen, welche auf achtʒig DR Höhe "und zwei Fuß im Durchſchnitte hatten. Das gewiſſe Zeichen des Abſterbens iſt wie Bei den | alten Eichen, das Aufberften der Rinde am unteren Thei⸗ fe des Stammes, und wenn fie oben im Kopfe buſchig werden. Ein aufmerkſamer Forſtmann wird leicht be⸗ merken können, daß eine ſolche beſchaͤdigte Birke nicht weiter in die Hoͤhe waͤchſet, und in der Dicke keine neue Holzlage, fondern nur Rinde anſetzet daher man auch die Rinde bei alten Staͤmmen oͤfters zu einer Handbreit⸗ die antrift. Und: bei diefer Ausficht ift es die höchfte Zeit, e eine ſolche Lirfe zu Pan, weil ge Kern faul — a Noch eine Art Sirfen ausjufen: if dleienige da man den Saamen auf ein mit, Sg ‚see held bringet. Bi Die Vortheife, die an Baburd efafeen —* beſte hen darinn, daß man ſagt: wie die lungen Eichen unter dieſen geſchwinde und gerade aufſchieſſenden Birken bee ſchatteter und ſicherer aufwachfen,, daß die ganze Anla⸗ u feine, Ga — erfordert, und daß man die F3 Ben 86 XI. BETULA. ' Birkenſtaͤmme fhon mir — — nö: einige Jahren abhauen laſſen kann, wenn die Eichen groͤſſer zu werden anfangen. Die Wurzeln der alſo vermiſcht ſtehenden Birken ſchaden den iungen Eichen auch weniger, als die Triebe und Wurzeln. des Unfrauts, und Raſens, wel: che ſonſt ohne ſie gewiß vorhanden ſeyn würden, und. zwar. fehaden deswegen weniger, weil fie nicht in die Tie⸗ fe. gehen, fohdern nur unter den oberen Boden fich aus» J breiten. | Ä Dieſe Art des Berfaens if an weſhicdenen Sr gen gewöhnlich, Indeſſen muß ich fagen, dag ik die bloße Beſa⸗ ung eines. Platzes mit Eichein ‚vorzüglicher gefällt, weil ich denſelben eher vom Unkraute rein halten kann. Da⸗ durch koͤnnen die iungen Stämme ſtaͤrker auf⸗ und der LAnge des zwiſchen ihnen beſindlichen Graſes entwachſen, an welches der gefrorne Reif im Fruͤhiahre ſich haͤnget. Der, Wind kann von einer ſolchen Menge Grashalme die. fen Reif nicht verwehen, die darauf unmierelbar ſchei⸗ nende Sonne wird alſo die iungen Eichenſtaͤmme eher toͤdten, als wenn fie ohne Gras, oder über dag Gras er⸗ haben ihren Reif durch die Bewegung ſchon abgeſchůt⸗ telt haben. Ein Beweis meiner Erinnerung kann die Erfahrung ſeyn, daß iunge Eichen auf Bergen nicht, fo leicht erfrieren, weil. der Wind fie cher bewegt, Der Schutz durch die Birken giebt alſo die vermein ⸗ ten großen Vortheile nicht, und ihre Wurzeln ensjiegen den Eli doch allezeit Nahrung. | 2 An ſolchen Dertern, wo es dem —— | gen * und Weide oder anderen Unbequemlichleiten ver | Ben isn uff hen man, U XI. BETULA. 87 ſich durch Die Anpflanzung iunger Birken mit leichter Muͤ⸗ be Holzgegenden anlegen/ wein nur der — Fu —* von der Trift verſchonet wird. Man waͤhlet hlezu iunge "Stämme, welche die Di⸗ —* eines Fingers haben, und es werden wenige verloh⸗ Ten gehen, wenn die Arbeit ‚gehörig verrichtet wird, Geſezt aber auch, ein folher Stamm verteornete, fo bleibet doch mehrentheils die, Wurzef friſch und treibet fun über der Erde neue Schoͤßlinge hervor. | Aus dergleichen bepflangeen lägen hat man der Er⸗ fahrung nach in Zeit von ‚nem Jahren ſolche ſtarke Baͤume erhalten, die zu Wagendeichſeln angewendet werden konnten, nach welchen man den re — su berechnen im, Stande iſt. Will man aber einen holz nutzen, ſo muſſen die verpflanzten Bäume rate im folgenden Jahre nach der Verpflanzung ander Er “abgehauen werden, denn laͤßt man ſie länger: wachſen, fo würde ſich der ſchon ſtaͤrkere Stamm: leicht verbluten und nicht wieder aus der Wurzel treiben. Wer ſie hin⸗ gegen als Kopfſtaͤmme gebrauchen will, laͤßt fie nach ih⸗ rer Verpflanʒung ſechs Fuß von der Erde abhauen. In vermiſchten Holzungen pfleget man die Sir | him dreigig bis fünf und dreißig Jahren aus chauen, daui fi ſie nicht von ſelbſt trocken werden und u ifalen, Er; der "Boden, auf. welchen fi fi £, ſtehe en, „nicht fehr naß/ fo muß man bei dem Abheuen die ori icht gebraus chen/ fie ſo niedrig als möglich abzuhauen: Sie wer ‚den alsdenn auch weit vom Stamme aus den Wurzeln, —— unsersder Oberflaͤche hin llehen⸗ haͤufftg aus⸗ J 34 ſchla⸗ 88 XI BETULA = ſchlagen, ob gleich nach Otts Dendrologie dieſte nicht fo leicht, * wie bei Be en geſche⸗ hen ſoll. Alles klar Sirfenholz darf man nicht fangiin freier Luft liegen, und ieder Veränderung des Wetters ausgefegt fenn laſſen, weil es leicht Inge , und une von geringen Gebrauche iſt. Die Nußtzbarkeit der Birke beſtehet berzugiche dat- — daß fie ein gutes Feuerholz liefert, und in diefer — ——— auf die Hainbuͤche folget. | : Mit der Eller: giebt ſie ein gleich helles Feuer, und die davon erzeugte Kohlen werden gelobet, weil fie eine gleiche beftändige und lebhafte Glut unterhalten, und: den Kopf nicht, fo wie die übrigen Holzkohlen einneh⸗ men. Nach der Angabe des Herrn Bergrath Cra—⸗ ‚Mer werden bei den Eifenhütten vier Theile Birkenkoh⸗ len gegen drei Theile Buͤchenkohlen gerechnet. Das Birkenholz dienet ferner zu Karren und fir M bäumen und zu Faß⸗ und Kuffenreifen. ö | Die Drechsler pflegen es wegen feiner Befigfeit hauf⸗ — fig zu gebrauchen, und die Tiſchler bedienen ſich der kno ⸗ tigen Ausmüchfe oder Mafern zu eingelegten Arbeiten, „welche wegen ihrer Schönheit für vielen Oftindifhen Holzarten einen Vorzug haben. . Die aus ihnen gefer- tigte Tobadsdofen find befannt, und in Sibirien macht ‚man darans feine von der Dice des dünne durchſichtige kleine Schůſſeln. | | Selbſt die duͤnnen Reiſer werden. zu Kehrbeſen ar an gewendet, iedoch müffen in guten Forſten dieſe allezeit J unter gan ae nur von alten oder bald abzu · | —— XL'BE TOLA 89 hatenden Staͤmmen genomwen werden "x nenn 1 die e Wal dung ohne Schaden bleiben ſoll. Die Rinde waͤhlt in Schweden der arme Mann; zu Dedüng feines Haufes, weil fie der Fäufniß Tange wi⸗ derſtehet und alſo keine Feuchtigkeiten durchlaͤßt. Wr gen diefer guten Eigenſchaft wird ſie auch an vielen Orten zu Bedeckung der Balkenkoͤpfe an den aͤuſſern Seiten der Haͤuſer und zur Ausfuͤllnng Des Raumes zwiſchen den Balken und den über fi ſ e gel, gten Brettern bei ber den genommen. . | ‚Als cin Hausmittel bei kalten Schein, —— wenn dabei ein eingewurzelter Scorbut verbunden iſt, und auch in aͤuſſeren böfen Schäden, ruͤhmet man das mit der Ninde abgekochte * täglich zu einem BImME geteunken. —— — In Frankreich KEN man and diefer Rinde Stride | zu erhalten, und in den älteren Zeiten dienete dir. inne» re zarte Seite derfelben als eine. aofıl. an ſtatt besi it ge⸗ woͤhnlichen — 5 * | Auch der Sappe verfertiget aus der feinen Rinde runde mie Faden von Dlei überzogene Doſen mit vieler Gefchicklichkeit. In Sibirien werden aus der aͤuſſeren Rinde Gefaͤße gemacht, worinn der Boden aus Fichten _ “hob geſezt iſt welche keine Feuchtigkeiten durchlaſſen, ſo daß man in en Gurlen —— und — hen laͤſſet. Die i innere ——— Rinde gebtaudt: der md. " mann in Preußen und Pohlen, wie dieCichenrinde, zu den Gerben der Häute, nur ſoll ſi ſie e das geder brauner und ——* Kt Bra: —— — m S. der * Stite 26. | w | XLiBE TUL1A, Mit Ber äufferen Rinde Farin man — Kl | * und nach Otts Dendrologie bedienet man ſich in den Schweitzerſchen Haus haltungen zum. ‚gelb-färben der Blätter und ungen Zweige, womit man da · Man erhäft auch aus Biefen Blättern das pe genann- re Schuͤttgelb, wenn ſie mit Waſſer und Allaun geſot⸗ ten und: niedergeſchlagen werden. ne di | Zu der Verfertigung des Juchten * in ER f ihr abgezogenes Oel ein Hauptſtuͤck ſeyn / und wenn man die Blumenkaͤzchen mit Waſſer aufwallen laͤſſ ee; fo fann 3 man dakaus ein: gelbliches Wachs gewinnen. "Der Ruß des verbrannten Holzes wird bebidare 3 Ei der Buchdruckerſchwaͤrze gewaͤhlet. re Das. Birkenwaffer, , das man aus dem Shane 1 uch das Abzapfen im Fruͤhiahre echäft, ift befanne, es darf aber zum. größten Nachtheil des Baums nicht zu oft angeſtellet werden, und if — — man in ind — es ganʒ. RN" h Ehe ich die OSefäreibung Ne; — Birke endi. 4 £ he; muß ich noch von der. Eintheilung derer reden, die 7 fie in. W Waſſer⸗ oder Rothbirken, bei welchen‘ die Aeſte wiehr aufwaͤrts ſtehen/ ‚und. in Hangel - und Mutterbir⸗ | „fen, auch in Fruͤh⸗ und Spatbirken SIEH ki von 7 ei einander unterſcheiden wollen. J So viel i gewiß, wenn ich, gleich die "Hangelbire des * * des — ters als eine ke 1 ge 1 ſelbſt zugleich Schaafe und Ziegen fuͤttert. ‚Merdenaber die Blätter mit etwas Scharte (Serratula aroenlis +) und Aaun vermiſcht/ fo ei m eine. Mh dauer⸗ dete gelbe Farbe. — u. a mn "XLBETULVA. ' 91 ge Abänderung annehmen muß, fo glaube ich doch, daß dieſes Herunterhangen der Zweige von einer —— urſee herruhret. Einige und mit dieſen Sobel — * Herun⸗ terhangen der Hefte beruhe auf dem Alter oder der Schwaͤ⸗ che eines Baumes, in welchen der Trieb ſchwaͤcher als in einen iungen und gefunden, fi. Es ließen ſech dieſe Grimde hören, wenn uns feine beſſere und mehr auf die Natur der Birke, van ſende— bekannt waͤren. Dieſe ſcheint ung aber der Verfaſſer der Alhand⸗ ‚dung: von Der Si oͤcon. Sormagat 1. Th · zu — — Er * ‚Bern nur einige Kermeni von den Bits ‚fen. hat, ‚der wird wiffen, daß fie zum Theil viele „ſchlanke Nebenaͤſte treiben. Dieſe ſchlanken Aeſte ſind — größtenkeifs vor ſich ſchon ſo beſchaffen, daß ſie ſich „wegen ihrer Schwaͤche unterwaͤrts neigen muͤſſen. „Komme hiezu denn noch, daß fih im Winter an diefen „azarten Aeften öfters ein Dicker Duft anhänger, und dieſelben mir Eis und Schnee befchwerer ,. fo werden „Sie gan; natürlich noch tiefer herabgezogen. In ſol⸗ „her Richt ung bleiben ſie zuweilen einige Zeit hangen, „fie werden alſo gleichſam dazu gewoͤhnet, und da fie wegen der zarten Fibern nicht das Vermögen haben, nfih wiederum aufzurichten, fo müffen — En * tiefer) herabhaͤngend bleiben. bi Brrun A — ——— Dial. Ayla. Hereyn. pag. 20. C. Baub.Pin. 427. 2 zuan. rar. fürp- Die 1 . ee Woaur! EEE Sm ad © En ZZ | — | — ae —— ig ©. Zinni rar. ſtirp· Tab. | Der Herr Profe Tor Murray zu Göttingen nie J —9 mit Recht als cine Abart der gemeinen an“ Sch habe fie im Johre 1769. unfer der vosfänfpiße f hinter der Heintichehohe in naſſet en Torfooden geſammlet. 4 Die Blaͤtt r gleichen denen von der gemeinen, find 1 aber Es iner., dunkelgrüner, weniger glänzend, und af 4 der untern Flaͤche mehr Roſtfarbig gruͤn. Ihre Rinde ik ſchwaͤrzlich, und ſie Beier ein | nichtige nicht viel über zwei Zuß hoher Strand, Erf zu Ende des vorigen Jahres hat die hieſige Pflamzung einige dieſer Birken durch Die beſondere ‚Güte des Herrn ee von Zanthier ⸗ er⸗ ‚hatten, zu R-;: Ir BETULA( (lenta) — eördis ehlongi ; 2. aguminatis ſerratis. J— ————— Sp-Pl. Mill. 3. ‚Gene; Ei — — | RR Berüla inlifera, fructu — viminibus 1 ‚lentis di Ham. arb. 2. % a The Poplar. - -leaved Birch Barır. !: Ga hu NMeriſier, ou Bouleau canot. * — Die Nordamerikaniſche zaͤhe ——— —53 Sie waͤchſet in Canada und Virginien, und un⸗ | | | — heidet ſich von unſerer gemeinen durch die mehr Henze förmigen ausgeſaͤgten, in eine längere Spige auslaus fenden, etwas groͤſſeren und rauhen Blätter. Sie . find S. Prodrom. defign. firp. Gotting. p. 97: XL BETULA, U find mehr rauh, ſo fange: fe noch fung. “find, werden aber auch bei gunchmenden Jahren glaͤtter, und alsdenn hierinn der Seſchreibuns des Ritters von inne aͤhn⸗ 8 an Die weiblichen Siden: EN aufer in Bär: ern überdem noch einen weſentlichen Unterſchied denn die Schuppen derſelben ſind mehr zugeſpizt. Kalm in feinen Reiſen ſcheinet fle mit dev gemeinen —— DEN: Birke für eine anzufehen. Rs ‚Sie: erfodert mit der folgenden gleiche Shane 4 — waͤchſet mit ihr ſchnell und gerade in die Se iſt Tal in ihren Zweigen. vorzüglich biegſam. In Amerika werden auch beide zu ‚gleichen Nutzen | perwender, und hat diefe wegen der aus der Rinde ver⸗ fertigten Canots die franzöfifche eigenthuůmliche Benen⸗ nung bei dieſer Nation erhalten. Solche Kaͤhne, die die Wilden Piroguen Beinen). dauren 5 und ſ F leicht zu regieren. RN Wegen diefer guten Eigenfafte sehen fi r e du | her — e. — — zu wer⸗ deß. —— BETULA BER foliis en, - - acuminatis duplicato - ferratis L. Sp. Pl. Mil, 4. Gronov. El, Virg. 146. _ etula foliis ovatis oblongis acuminatis ferra- u tis du Ham. arb: 3. u Black virginia Birch‘ Tree. & Sweet black Birch Bartr. Cat, BE Bouleau de ‚Virginie. Die Nordamerikaniſche —— Birke. —* | Virgi⸗ 3 | } | ) N 4 XI. BETULA Wirginn und Cuinsi find i in dem nẽtdlich en Ar⸗ | mein die: — —— wi Virfe wie — m wird; Die Blatter gfeihen den af iin — FERN nen Hainbuͤche ‚(arpinus Berulus Ey; und‘ wenn. man einen Baum nur flüchtig betrachtet A ſolte man ihn dafiir halten, " batd man nice an DR Rinde eine * | kebemerlte. Pe Sie fi nd Ge aglich, Er — aht "ande nie | Zäßnen: verſchen, die wiederum in kleinere abgetheilt find, und da, wo der ohngefaͤhr einen Zoll lange Stiel angehet, mit ſumpfen Winkeln gerundet. Sie ſtehen Wechſelsweiſe an den Zweigen, und führen. auf der uns. teren Fläche, Die von Farbe hellgruͤner als die obere if in der. Mitte eine erhabene weißgruͤne Ader welche in ſchraͤgen finicn nad) dem Aufleken Rande {ae e Abe aͤſte aus ſhicket. r | % Die iungen Triebe ſi dei ; und di Bun | terfiee rauh. i Ä Die duffere, Kindei late und. ndgfichünd | oleicher nach Gronov im Geſchmacke der PolygalaeSes nega L, welche in Birginien zu Haufe gehoͤret, und deren Winselanider den SE ber eg Kaps | perſchlangen gebrauchet wird, Die weiblichen —— kei Kos aufge | richtet, werden aber viel dicker als bei, der ‚gemeinen weißen Birfe, fo daß die Dicke e einen — ach im Durchmaͤſſe tr beträgt: | | Dieſe Birke, die — —— — if in Eaamen allezeit bieſelbſt a, Fi aufgelaufen, wenn . XLBETULA — 2° 95 menn; wenen mit en — Erde geſaͤet worden | Ich ſhe alfo nich ein, 1. wie du Hand übrig Ein | — behaupteh kann, daß ihm der Saame zwar auf Mift und. offenen ' Gartenbeeten aufgegangen: Ri, niemals aber, wenn er ihn ins freie Feld geſaͤet hat. 9 an kann fie ohne viele Muͤhe durch Abfenfer ver⸗ mehre die um deſto cher zu erhalten ſtehen, weil der Bann in’ feinen natürlichen Zuftande, wenn er nicht zu dicht verpflanzet worden, bis unten belaubt iſt. Ihr Wuchs iſt ſchnell und nach Miller mit der “ virginiſchen Birke darinn geſchwinder als die hiefi ge laͤndiſche. Sie fommt auch nach Ki uf, ben allerunfruche⸗ barfien Baden 1, % Da ihe Wuchs fehe gerade und. regelmäßig. bfeiber,, ſo dienet fie vorzüglich. in Pflanzungen, und ihr Mugen würde beim ſtaͤrkeren Anbau vielleicht ergiebiger als der von der weißen Birke ſein. Daß ſie zu einer ungemeinen Hoͤhe gelangen: be wälfer der Gebrauch Bei den Amerifanifchen Wilden, den fie von’ ige und der vorigen beit der ee FR Canots machen. f Noch ruͤhmet der Prof. Kalm in * r ʒten Banke- der Schwed. Abhandl. von ihnen, daß aus dem Safte in Nordametlka viel Zucker verfertiget wuͤrde/ der aber nicht ſo füß als der aus den Ahornen verfertigre ſei, ſondern im sie etwas Klauen aus⸗ falle. 4 BE TULA C pumila) lie obovais ‚erena- | tis L. Mantiſſ. | 2. Dwätf, erican Birch Bartr, uni ». | * BETULA. Die Nordameritaniſche niedrige Birten © Tas. ‚II. Fig... un vn ‚De Some Bier Nordamerifanifchen Art if Fon, | ſeit einigen, Jahren von Herrn Bartram aus Phila⸗ delphia in. den Saamentiften mit überfhickt worden, und hat einen von der. Zwergbirke merklich uncerfchiedes ‚nen Stamm- gezeiget, welchen auch endlich der Ritter von Linne! in ſeiner neueren Zugabe, als einen. ahweie chenden Baum heſcheieben hat. RR F In ihrem ganzen — it & — als, die fe | gende Ziwcrgbirker — m Die Blätter find. noch enlet fo * Sa als Zirkelrund, tiefer eingeſchnitten und in ihrem Bau dicker und ſtaͤrker. Beide Flächen find wohig, doch ift es Die,obere weniger; und erfeheinet Daher mit ciner hell; grünen Farbe, . die, untere hingegen ift weißlich auch mit hervorragenden wolligen Adern verſehen. A Sie bleiben. hiefelbſt bis ſpaͤt in den Herbſt ſiten, che ſi fie abfallen/ im Fruͤhiahre aber, wenn ſie ausge⸗ trieben ſind, iſt ihr auſſetet Rand von einer il roͤth⸗ som Farbe· — Die Blument azchen — im nA — een nicht herab, ſondern ſtehen aufwaͤrts. ‚Im ber. hieſigen Pflanzung. find ſie im Jahre 1768- da Der. Strauch etwas. ‚über, drei Buß. tod, war, See er· ſchienen. | ' Die Sänge der nm Gercägt einen —— | Zofl, die weiblichen find aber nocheinmal foTang, Die erfteren haben die Dicke eines Gänfefiels, bei⸗ nahe Feine Stick, und ſi ind oben nicht il ur, XI. BETULA | BR. dern glatt. Die Schuppen find wie ein Dreieck ges ftalret, am Rande mit, furzen weißen Haaren befest, auf; ihrer unterſten He e und au der oberen braunroth · VE RE Die: weiblichen Algen: Pan r ind bie dünner, ſo daß man fie mit der Dicke einer Rabenfeder vergleichen kann. Sie ſtehen mit den maͤnnlichen auf gleichen Zweigen mit einander vermiſcht, die Shi pen find helgrun, und die beiden aus ieder hervorge⸗ hende Griffel ragen uͤber fie hervor, und ſind von ſcho— ner rother Farbe. Dieſe Käzchen haben duͤnne gruͤne Stiele, einen viertel Zoll lang ſind, und fallen nach geſchehener Befruchtung nicht ab, Wenn ſie im Herb⸗ fte ihre Reife erhalten, fo ſtehen die Schuppen mehralg. an der andern Birfen empor, und machen deswegen ih⸗ re Oberflaͤche rauch und ſcharf. Die Zweige find, wie die Blätter, * ihren äufferen. Enden hin mit einem wolligen Weſen uͤber⸗ sh N Die Wurzel if, von ir Farbe und ‚daher vieffeiche zu. eingelegten Arbeiten nutzbar. * Da ſie hier in einen guten Boden ſtehet, und nur an vier Fuß hoch iſt, ſo ſcheinet es nicht, daß man ei⸗ nen hoͤheren Wuchs von ihnen erwarten loͤnne. a Unſere Winter vertraͤgt fie, ohne an den Zweigen das geringſte zu leiden. und da ein Hauptſtamm durch abgefenfte Aeſte getheilet worden it, fn hat.er in einen Sabre an diefen Ablegern genugfame Wurzeln getrieben, uͤnd dadurch die Möglichkeie dieſer N ge⸗ * ri J — 2 J. Band. 6 * Als ln an. ee en a Hk — 98 x. BETULA. Als ein noch feltener Straud), und der⸗ ſich beſſer als die Zwergbirke durch ſein fremdes Anſehen Ausnimmt, verdiener er einen Platz in Pflanzungen/ ob * von einen beſonderen Nutzen bis izt nichts bekannt iſt. kann auch nicht angeben, ob er ediiche auf Bergen, als in flachen Lande wachſe? — Kalm Hat ihn nach dem eten Th. feiner Reiſen in Penſylvanien auf ebenen Erdreiche nach den Vergen hin angetroffen, ſo daß er muthmaßlich von Natur Bine u hoben Stand ſich fehwerlich wählen wird. Auf: der dritten Tafel finden ſich abgebildet Ein mit ‚Pliimienfügchen Belkatet nis Fig. I. wovon a. die männlichen uhd b. die weiblichen Käycıen vorſtellen ſolen Ein mit ausgewachſenen Blaͤttern und den Saa⸗ menkaͤzchen verſehener Zweig Fig. IL wovon a, das Saamenfäzchen bezeichnet, nr Die Geftalt der Schuppen giebt Fig. UI. a. b. an, und: den Saamen Fig, IV, 5. BETULA (nana) folüs orbiculatis erena- tis L. Sp. El, 'Mil.2. ... Dwarf Birch. Die Zwergbirke. | ©. Dedir. Fl. ‚Dan, 01. Lim, Fl. Lupe Tab. VI. n. 4- Man trift dieſe kleine Birke auf den hohen Alper ” den Lappländifhen Gebuͤrgen, und an den fumpfigen ODertern von Schweden und Rußland an. XLBETULA „9 In Niederſachſen foll der Brocken nach einiger Ber richt der. einzige Ort feyn ; wo fie wächfet, ob gleich der Ritter von Kinne’ in feinen amoen. acad. ſie hier für falfch angegeben hält, und ich fie auch nicht habe finden können... "Nach einer neueren Nachricht, ‚fo: wie fie mir der Herr‘ Bergmedikus Willig zum Clausthal mit⸗ getheilet hat, fol ſie iedoch an ienem Orte der Harzi⸗ ſchen Communion⸗ Sorften, das a genannt, pegen. J Die Blatter ſind rund und Ge * idge⸗ wachſenen Staͤmmen nur einen viertel Zoll im Durch- ſchnitte groß, , und auf beiden Seiten glatt. Sie bre- chen an ihren Geburtsörtern erſt gegen Sohannis hervor. Die Rinde ift braunrorh und glatt, Ihre Blumenfäzchen fi find. nach dem Ritter von Linne ungemein Flein, iedoch zeigen fich diefe in nie drigen Gegenden felten, Miller giebt Met Hi Erfahrung als gewiß an. Sie hat das aigenthümliche ⸗ daß ſie * der Erde hinkriecht, und ob ſie gleich in einen guten fetten Bo⸗ den groͤſſere Blaͤtter erhaͤlt und hoͤher wird, ſo wird man ſi ie doch nicht uͤber drei Fuß hoch ziehen koͤnnen. Der Saame dienet den Schneehunern In fapp- fand und Norwegen zur befländigen Sutterung, uhd die Elcinen Dickungen diefer Birke folchen Voͤgeln ri Shut gegen alle Arten” der Kaubvögel, . Aus den feinen Haarartigen Wurzeln wiffen auch die dafigen Einwohner fehr huͤbſche Decken du” verfer· tigen. — der Schönheit und bes Stikens,- fondern der © 2 * Man⸗ 100 XLUBETU Li& Mannigfaltigkeit wegen eo di Pine! in den Here zungen gelitten. N PETER Von ihr glaubt der: aberoläubifgje — Man in Schweden, daß fie deswegen niedrig bleibe), weil ſie die Ruthen zu der Geiffelung. unſers Erloͤſers geliefert hätte Ein Wundervoler rn * * eigene te der Baͤume. een Bi ALNVS. The Alder. LAune, | er Bat ‚Eller. ALLEN | Dieſe Heite At des Birrengefähleches" nach dem Ritter von Linne weicher von den eigentlichen. Birfen darinn ab, daß ihre Blärterfnofpen diefer und die Blätter felbft größer find, daß die Blumenkäzchen ebenfals ſtaͤrker ausfallen, daß die Saamenkapfeln, an ſtatt in cylindriſcher Form zu ſeyn, mehr eine runde Geſtalt haben, auch deren Schuppen ſich nur oͤfnen und nicht abfallen, und daß die Zweige der Ellern im Durch⸗ ma ‚dicken, als die Birkenzweige erſcheinen. ge * ‚hiefelbft — Ger find fl gende BE T % L K A L NU s Foliis” glabris Yard dis, rotunde erenatis, {pon ziolis ad: ner- VOR: um angulos Haller Bil, | —— Elutinola) vorundifolia man * Sp- Pl. du Ham.arb. 1. 5 mein E „Alnus. folüis obverfe ovatis got . Mill, Dict. Ed. Ad ie ‚The common Alde. ”% > * Aune x1. BETULA id '"Aune' DfetiiHleg rondes, —õE & d’un . verd fonce. Verne ou Vergne, * "Die gemeine: Elle; Die Erle Die Arke. . Die Elfe, Orten. ‚Der Otterbaum. Ya ©. Cramer. Tab, 12. h Die Blaͤtter ſind bekannt ziemlich rund und breit, von ſchwarzgruͤner Farbe, am Rande mit runden Zaͤhnen verſehen, und wenn ſie iung ſind, beim Angreifen kleb⸗ Fig... woher auch die Trivial⸗Venennung des Ritters von inne ihren Urfprung hat. Sie fichen Wechfelsweife an den Zweigen, und eig. ren auf der unteren Fläche ziemlich ſtark hervorſtehende Adern, und in den Eefen.derfelben nad der Bemerfung. des, Heren VON Haller Fleine Schwammartige Druͤſen. Die Zeit des Bluͤhens fälle beider Eller zu Ende des Märys und im Anfange des Aprils ein, und fie laͤſſet ihren Saamen im. —— und ‚Detober reif warden. 1 0 Die Btätterfnofpen f * blaulich er fie hin⸗ gegen bei der folgenden weißen Eier og dunfeler und —— bemerket werden. So lange die Eller noch iung if, iſt ihre Rinde Beäunlic), bei zunehmenden Jahren wird fie aber ſchwaͤrz⸗ licher / und bekommt Aufferlich mehr Riſſe, Ku ter inneren Site eine rohe Farbe. ‚Das Holz erfheiner friſch gehauen ſchon roth ie älter, und. trodner iedoch halle wird, ie. —— wird es nachgerade. Es gehoͤren die Ellern unter — ae —* 1 He N G 3 get 102 XL. BETULA gern auf naffen. und fumpfigen Bopenr: in den Brüchen und Waffern wachfen. Allein daß fie nicht auch in trocknen runde fort. Formen ſollten, kann man nicht behaupten ,. weil Beck—⸗ mann hat nad) feinen. Verſuchen ‚von. der, Holzſaat dies fe Probe unternommen, und die Möglichkeit. gefun. den hat, wenn nur das Erdreich nicht zu fandig iſt. An. naffen Stellen —— f e indeſſen allezeit TER und befler.. ' Man fann ihre Vermehrung hai das ‚sYusfkreuen des Saamens, durch flarfe Stecflinge und durch berourgelse tunge Schoßlinge a am fig ins —*— men, Bei dem Ausfien iſt es am — deß der Saame noch in eben dem Sabre, da er eingeſamm⸗ let iſt, nemlich im October und November unter die Er⸗ de gebracht wird. Es geſchiehet dieſes zu dieſer Zeit, weil man denſelben ſchwer durch den Winter bringen kann, alsdenn aber auch ſich nicht auf ſo viele iunge Pflanzen Rechnung machen darf, als wenn er — | dem Winter gefäet worden, waͤre. Indeſſen wollte ich doch wohl auf Bruͤchen, — Herbſt und Winter uͤber viel Waſſer zu ſtehen pfleget, das Ausſtreuen des Saamens lieber deswegen im Fruͤh⸗ iahre anrathen, damit ihn das Waſſer nicht fortſchwem⸗ met. Der Graͤfliche Stollberg⸗Wernigerodiſche Here Oberforftmeifter von Zanthier bekraͤftiget durch fein ſchriftliches Zeugniß diefen Gedanken, und verſichert, daß bei einer ſolchen Fruh lahrsbeſaamung an dergleichen Stellen weit mehrere Pflanzen erſchienen Kin ale s wein fi im: ah sag —— ee | Viel : XLBETULA 103 ‚Biel tiefer als einen viertel Zoll tief muß der San me nicht unter die Erde zu. liegen fommen. In Holland ſaͤet man den Saamen mit . guten Erfolge fo wohl auf trocknen, als naffen Boden aus, nur will ihn Beckmann auf den Bacon nich er⸗ lauben. Es muß aber dahin gefeheit — daß. man an naſſe Oerter nicht den Saamen bringe, welcher von trocknen Plaͤtzen geſammlet iſt, und ſo darf auch auf trocknen Boden nicht den‘ 5 von naſſen Gegenden ‚kommen. ' Du Hamel Wit um iunge Elern zu erhalten, den Saamen niemals ausgefäet, fondern unter den ftärfften Stämmen die Erde auflockern, ' oder frifche ‚Erde hintragen laffen, Bei diefer Methode, die oh⸗ ne alle Mühe zu bewerfftelligen ift, wird ein’ Forſtver⸗ ſtaͤndiger leicht einfehen, daß ihre Ausübung an folchen Plaͤtzen, die entweder ſchon an fich ſelbſt naß, oder doch oͤfteren Ueberſchwemmungen ausgeſezt ſind, unmoͤglich falle, uͤberdem aber noch nach meiner Meinung mit zu uůberfluͤßigen ang bei: großen Sorftanlagen beglei⸗ tet iſt. In näffen Gegenden Befofge man alfo bielmehr die Anweiſung des Herrn Regierungsrath von Broke, ‚wenn man nemlich im Julius und Auguſt/ als. den tro⸗ ckenſten Monaten, allezeit zwei tiefe, ſechs Fuß breite Graben, auf acht Fuß von einander entfernet, paral⸗ lel ziehet, aus der ausgegrabenen Erde zwiſchen beiden Grabens einen ſo hohen Damm aufwerfen laͤſſet wel⸗ cher nicht uͤberſchwemmet wird, und Bist. im Herbſte wit Saamen verſorget. x —6G4 Ein 104 XL. BETULA, Ein folcher Damm’ wird eine Menge iunger Ellern Uffen, die in der Folge zu der gaͤnzlichen Bepflanzung dieſes naſſen Platzes dienen, und in der — — einen Ellerbruch liefern koͤnnen. Soll die Vermehrung durch das Aus ſtecken der Zweige geſchehen, ſo giebt vorbemeldeter Herr Regie⸗ rungsrath gleichfals dazu einen durch die Erfahrung bewaͤhrten Rath. Er verdienet bekannt gemacht zu wer⸗ den, da ſolche Verſuche zwar oft unternommen, aber mehrentheils eben ſo oft fehl geſchlagen ſind. Man ſchneidet die Setzlinge im Monat März, che das Laub ausfchlägt, vonden am Stamme getriebenen Seitenzweigen, welche an alten Ellern anzutreffen ſind, oder welche man bei denen vor acht bis zehen Jahren abgehauenen Ellern als iunge hervorgetriebene Lohden in großer Anzahl erhalten kann. Einen Zoll tief unter ‚den Ringe, den die Eller vor drei Jahren angeſetzet hat, werden ſie mit einen fcharfen Meffer fhräg wie ein Reh: fuß abgefchnieten, das über diefen dreiiährigen Ringe be⸗ findliche zweiiaͤhrige Holz behält man ganz, reiniger es von allen Seitenzweigen, und kuͤrzet endlich den ganzen Stecker einen Zoll lang über den einiährigen Ringe „ fo ie noch einen Zoll lang iähriges Holz übrig. bleiber. Bon dieſem Holze kommt der dreiiährige Ming mie “dem einen Zolllangen ſchraͤg abgeſchnittenen dreiiaͤhri⸗ gen Holze unter dieſem Ringe fo tief in die Erde, daß nur der zweiiaͤhrige Ring, drei bis vier Zoll zweilähriges und dag einen Zoll hehe iahrige Dot auſſer * a "bleiben. An ſtatt aber un ſolchem Endgwerke die erforderlichen Küchen mit einen Weibenpflanger ftoßen zu laſſen, ſetzet man XLBETULVA 105 man die Zweige fiherer in Löcher, welche vorher zwei Fuß von einander gegraben worden find. Durch einen fo genannten Weidenpflanjer wird die Erde in den Loͤ⸗ chern bei dem gewaltſamen Einftoßen zu veſt aneinander gepreffet, und die Ausbreitung der 5 entfiehenben Burgen verhindert, Sind die Stecker ein nSahr i in diefem Stan: de gewachfen, fo werden fie. in, dem drauf folgenden Jah⸗ re im Februar oder März einen Finger, lang über der Erde abgehauen, damit fie mehrere un treiben und zu Buͤſchen werden. | | Die, Urfache des —2— Verfahrens bei der Mahl der Jahrringe iſt darinn zu ſuchen, daß aus dem Ringe, welcher in die Erde gebracht wird, leichter Wur- zeln ſchlagen, als aus dem Holze ohne Ringe, und daß der Ring über der Erde den Auswuchs der Zweige Lies fert, fo. wie das Schrägfchneiden des untern Theils des⸗ ‚wegen gefihiehet,, damit der aus der Ninde hervorguif« lende Saft mehrere Beruͤhrungspunete hat, ſich defto ‚cher wieder anſetzet und den Schnitt ſchlieſſet. Um auch dieſes leztere noch Teichter zu erhalten, kann man den * Schnitt, doch ohne dabei den Ring zw beruͤhren, mit “ einer warın BERN Bermifhung aus Pech, Harz "Macs und Terpentin BERNER eine bee ſtreichen. Die Mofthung bewurxlter S hoͤßlnge be⸗ ſchreibt Herr Berkrand in de Abhandlung von Vera beſſerung und Rutzung dee Moͤer (mofigte Bruͤcher) die ſich in den Schriften der Berner öfonom, Geſellſchaft "Vom Fahre 1762. Seite 98: — BR 106 XL:BEITULA; Er ſagt dafelbft: „Nachdem man ‚die Schoſſe ge⸗ au vwadlet hat, die man ſammt ihren Wurzeln von dem „Baume ſelbſt nimmt, an deſſen Stamme ſie auswach⸗ ſen, ſo ziehet man nach der Schnur kleine Graben ei⸗ „nen Fuß tief, ‚und zwei. Fuß von einander; entfernt, in 3 welche man die Pflanzen anderthalb Buß von einander „feet. Man dede fie mit Erde in Geftalt eines —4 Eſelruͤckens wieder zu, und ſchneidet den Stamm zwei „Singer hoch von der Erde weg, damit derfelbe ge⸗ noͤthiget verſchiedene Schoſſen hervor zu freie ne Miller raͤth auch an, fie durch das Einſenken der Zweige fortzupflanzen. Nur iſt dieſe Angabe zu muͤhſam, und bei u „en ‚Gegenden niemals zu bewerkſtelligen. Leichter laͤßt ſich die Angabe du Hamels Sefofgeh, "welcher den abgehauenen Stock mit Erde bedecket, und "ung verfichere, daß er im zwei bis drei Jahren vielei iun⸗ EL Brut und. Wurzeln hervorbringet. FA Bil, man einen Dre mit. Ellern — Pr “fo kat men die iungen Stämme, am fihicflichften. drei. bis vier Fuß auseinander, und zwar, wenn fie die. Dicke eis nes: guten ‚Fingers haben. Je dichter die Büfche ſte⸗ hen, defto gerader und ſchneller wachſen ſie auf. | Die Eller wird, zegen andere Baͤume PR nach den Schriftſtellern nicht ſehr groß, hingegen waͤch⸗ ſet ſie ſo geſchwind, daß ihre iaͤhrige Schuͤſſe oft n ht rund, ſondern ekig erſcheinen, und daß ſie in Zeit von zwanzig Jahren zu Brenn «und Nutzholze mit Berti gehauen werden lann. Dem XLBETULA. 107 ‚Dem ohngeachtet finder man. aber) hin. und wieder ziemlich hohe Bäume. Ich habe eine ſichere Erzaͤhlung, daß dergleichen noch im feifchen Wuchfe zu achtzig Fuß Höhe und anderthalb Fuß im Durhmäffer angerroffen worden find, deren Alter man auf ohngefähr funfzig Jahr beftimmte, und in den Wernigerödifchen Forften find vor einigen Jahren Baͤume gehauen worden, die wuͤrk⸗ lich die Staͤrke eines guten Brettbaumes gehabt haben, po ‚wie ſich dergleichen daſelbſt noch hin und wieder finden, Ein ſolcher hoher Wuchs iſt aber nur von Baͤumen zu erwarten, die in ihrer Jugend niemals abgehauen worden find, und am- ficherften bei ſolchen, welche an — Bachen nicht zu dichte ſtehen. Noch eine beſondere Art ſi ſie zu ziehen if die, wenn fie Mann. hoch.von der. Erbe wie die Hainbüchen gekö⸗ pfet werden. Ein auf dieſe Art beſtelttes großes Re vier iſt bei dem Stifte Ringelheim im Hildesheimiſchen, das Stämme, ‚mit sehn und mehr Buͤſchen beſitzet. Der Ruͤſſelwurm, welcher an den Knoſpen der El⸗ he fauget,. iſt Curculio,Alni, Sylt. ‚Nat. des Nitters von Linne., Er ift den Stämmen fehr ſchaͤdlich, ſchaͤdlicher ſind iedoch die rothen Würmer, welche fich nah du Hamel unter der Rinde erjeugen, das Holz ‚durcfreffen, und den Baum zu Grunderichten. Wahr⸗ ſcheinlich geſchichet dieſes indeſſen eher an alten, als an iungen Staͤmmen, und ob fie "gleich wohl Larvae von einem Cefambyce Z. ſeyn werden/ ſo kann id) fie doc) nicht beftimmien), weil ich fie ſo wenig gefehen habe, als bei anderen I etwas RR BuRseNee | erlinter Se finde. » | nn v8 eſchuinden Bude, und weit die &. ler 408 XL BETULK ler an Oertern fortkommt, wo kein anderes Sol; ges bauet werden fann, und die alſo ungenutzet liegen blei⸗ ben muͤſten, waͤre es zu winſchen / daB fi fe ein’ ‚öfter Menge angebauet wuͤrde. Das Holz wird als Brennholz, gebraucht, welches wegen feiner. Härte ein: gutes, Feuer giebt. ‚Es ‚aa den Fehler, „daß es leicht wurmſtichig wird. — | Der Güte nach folgt es uf das Birkenholz, vr — ich gegen daſſelbe wie zwei zu drei. Die daraus gebrannten Kohlen ſi ſind in unſern Nieder ſaͤchſi iſchen Haus⸗ haltungen am gewoͤhnlichſten Iſt es trocken ſo giebt es im Brennen eine helle Flamme und faſt gar keinen Rauch. Die Becker nehmen es daher beſonders gern. 7 Die Ellernſtangen kann man zu leichten Leitern ge⸗ brauchen/ und im Braunſchweigiſchen werden iahrlich — * hundert Hopfenſtangen aus demſelben verfertiget. Friſche und ftarke Stämme find beim n Waffırbau | zu Pfalen die nukbarften und dauerhafteften, befonders, wenn fie grün ins Waſſer kommen/ und unter demfel- ben bleiben koͤnnen. Ein beſtaͤndig Na geekätund ergäle ſie aber auch lange. Zu Einfaſſung der Brunnen — ————— ‚ed ihr Holz ‚gerühmel. GO Es iſt am befken , um pferdeftälle —— ab in. 1 Weftphalen werden ‚daraus die, befannsen. Holſchen oder hoͤlzernen Schuhe, verarbeitet, mit — ein | —* betraͤchtlicher Handel gefuͤhret wird. Die Drechsler ſuchen es gleichfals zu ihren * tan, und die Maſer wender man befonders zum Einle⸗ er an, weil fie. eine ſchoͤne ſchwarze Farbe annimmt, und XLBETULG ° 10g und dem Ebenhöfze oleich kommt. So habe ich einige mit ſolchen Maſern uͤberlegte Tiſche und, Schränfe gefer hen welche auſſerordentlich ſchoͤn ins jan fü elen, weil die Menge | der Adern fich durch die ſchwaͤtzliche Brise deutlich erheben. und in ‚vielerfei Geſtalten aus drůcken· Die Die Wurzel laͤſſet ſich auch gut verarbeiten. de Die Faͤrber, und insbeſonderen die Huthmacher, verfertigen von der Rinde eine ziemlich ſchoͤne ſchwarze Farbe, und nehmen ſie an ſtatt der Galapfel. J— Unter die Nutzbarkeit der Eller uͤberhaupt achäreh ferner die Beveſtigung der Ufer an Fluͤſſen und Teichen durch ihre Wurzeln wenn ſie dazu angepflanjet — Medieiniſche Bemutungen find von ihre nicht b efahnt, düfee daß die aufgelegeen friſchen — ⸗ fe heiten 5 49 2 'BETULA ALNUS Aha foliis ie "eronatis acute ferratis, fubtus Tanugino- lis Haller. Hiſt. ſtirp. He ** Alnus O. incana Z. Sp. pi e : „Alnus folioi read er Baub, Find du Ham, BR “arb. — 2 “The; Silver —— — rl: Aune a feuilles 'blanchätres. ge BIENEN ab. © Eier. ee „©. Glus. P · 42» > dh ln Tu u Der Ritier von Linne „til dieſt Ein, welche in — und Norwegen ſich finder, nur als cine Abaͤn⸗ 110 XI. BETULA. Abaͤnderung der unſrigen angeſehen eifach * er gleich win läugnet,: daß ſie merklich unterſchieden fir | Da fie ſich indeffen aus den Saamen vermehten fr, da ihre, Blumenfägchen, Saamencapfi n.. die Rinde und das Holz fo fehr von der erſteren abweichen/ ſo ſollte ſie wohl eine eigene Ark zu ſeyn ſcheinen. Der Herr'von Haller, und Here Landdroſt von Muͤnch⸗ hauſen haben ſi ie auch als eine ſolche angenommen. Die Blaͤtter ſind oval, iedoch am Ende zugefpij- ger, als an der gemeinen Art, und ihr Rand hat ſpitzi⸗ ge und gröffere fein gezahnte Einſchnitte. Ihre Breis te betraͤgt in den großen Blaͤttern drei Zoll und ihre Laͤnge vier Zoll. Die obere Fläche iſt dunkelgruͤn und glatt, und wird von dem Herrn von Haller bei dem Schweizeriſchen Exemplaren mit einer, weißen Wolle überzogen, bemerfet, die untere ift hingegen weißgruͤn und wollig, mit erhabenen weißlichen Adern verſehen. Die Blaͤtterſtiele haben ohngefaͤhr die Länge eines Zolls. Sie blüher mit der vorigen im März und April. Ihre maͤnnlichen Blumenkaͤzchen ſind auf drei Zoll lang, dicker als an der gemeinen, und von Farbe mehr dunkelg elb, welche Weimann *) bewo⸗ gen haben mag, ſie bei einer leidlichen Abbildung in Purpurfarbig zu verwahdeln, Die viel kleineren weib⸗ lichen haben ihre Schuppen dicht auf einander liegen, und die beiden Griffel ragen zuruͤckgebog n ‚ang ieder derſelben hervor. Die Fruchtcapſeln ſind auch gröffe as an der gemeinen, Die Rinde des Stammes iſt glatt und weiß, 5b me MS. 2.0. - Vol I. 4 xLBETULA, Tr kommt dem äufferlichen Anfehen nach -dem Bůchenſtam⸗ me nahe, und das Del» weicht durch die feige Bee von unferer Eller ab, N —*5 In Norwegen — man fi e Raboen die a⸗ Eller ,; zum Unterfchiede vonder vorigen / * — Eattooc die ſchwarze Eller heiſſet Nach der Linne ſchen Verſicherung wachſet ſie liebſten auf Bergen, und alſo ſcheinet es, daß man ſie nicht an niedrige waͤßrige Oerter bringen duͤrfe. Die hieſige Erfahrung beweiſet indeſſen auch die Moͤglichteit, ſie auf ſolchen Plaͤtzen zu ziehen, indem ſie in ihren Stande an einen faſt den groͤßten Theil des Jahrs hindurch mit Waſſer angefuͤllten Graben ſchnell aufwachſen, ob ich gleich mit dieſer auch die von dem. fandigen trodnen «Boden des von Schlieſtedſchen Gartens vor Braunſchweig anführen muß, nach welcher fie daſelbſt Die hieſtgen in EI, des Puh fes weit uͤbertreffen. Die Vermehrung bleibe mit der rd ae —* be, und hiefelbft find aus den ‚abgenommenen Saamen, dunge Pflanzen häufig gezogen worden. > Pa Wahrſcheinlich werden fie auch nad? dem iken mie einander übereinfommen, - In der Schnellwächfigkeie find fie iedodh, beinahe | vorzüglicher., da fie gut ins Auge fallen, fo’ geben fie: für Pflanzungen.einen ſchoͤnen Baum ab. Man bedienet fi hin Norwegen der Kinde zur ſchwar⸗ zen Farbe, und die Sprößfinge werden im Frühiahre den Schaafen als ein gefundes Futter vorzeworjen, | um | gereffen habe. A a: REBBRULAr um von ihnen das Waſſer abzutreiben welches font, dr ne Art der Waſſer ſucht verurſachen moͤchte. * Der Herr Befiger diefer Pflanzungen hat mir bie Nachricht gegeben, daß er die weißen Ellern im Jahre 1765. auf einer dem Freiherrn von Gemmingen, mitten im Rhein gegen Stockſtadt uͤber liegenden Inſel, ohne mit ſchwarzen Ellern ha su Ra häufig ane ;. BETULA Ani‘ r N foliie — natis acute —“ — venolo- ·ru⸗ olis. | | The American ‚Alder. ale | - Aune d Amerique feptentrionale. a . Die Nordamerikaniſche Eller. ei unteefiheidet ſich deutlich von den. beiden vori⸗ gen „und it hler aus Saamen gezogen, ‚weher, aus. Nordamerika geſchickt worden iſt. Die Blaͤtter erſcheinen ſchmaler als bei den vor⸗ hergehenden/ und in den mehreſten an vier Zoll Lange und zwei Zoll Breite. Sie find oval zugeſpizt am Rande ſcharf und fein gezahnt, auf der oberen Flaͤche hellgruͤn und glatt, und auf der unteren ebenfals hell⸗ grün. Auf der lezteren läuft der Länge nad) eine weiß. gruͤne erhabene Ader hin, welche in fchrägen Linien nach dem Rande aus etwas feinere Nebenaͤſte Paarweiſe ge⸗ gen einander über ausſchicket/ und aus dieſen lezteren kleinen Adern gehet ein Gewebe noch kleinerer Adern he aus, die. dag Blast etwas runglicht ad an ason 44 BIER . N Die ee — — — — — — — — — — ——— —— —————— XILIWBIGNONIA) etc, 13 ih A a auſſere Nin de iſt —— an im augen, i 11 : ngen aber: grün. | ö Da ſie wegen ihrer Yadandisie * noch —— en „fo kann icht davon "nicht anfügen, © hirh geriet "oh Wuchs ifnlcht fehr. nel, und 7 e FIRE | in er: Die weniger als die weiße Eller zw, daher ich fie nach der biefigen Erfahrung. auſſer der NMannigfale | — 1... u serie ae kann. BETT TAN EN NWITH THeRTa HORSE DS | xit Bi GNONIA: The Tritapeı | "Flower. "Bighonia @ "Amerigue, Die Zsompetenbiume. gr ya biefee Geſchleches melde uns 5 efna * nd, ‚gehören in Amerika zu Haufe — D Auge Blomendecke beſtehet aus einem Erik, if e: Beherförmig, fuͤnffach eingeſchnitten und aufgerichter, Die Blume hat einen langen Schlund, welher | aufgeblaſen Glockenfoͤrmig, undobenin fünf Einſchnit te gerheifer iſt, von denen die beidch oberen zutückgebo- ‚gen, die unteren aber ausgebreitet erſcheinen. Sie fuͤhret vier Pfriemenfoͤrmige Staubfäden, welche kuͤrzer als die Blume ausfallen, 2 sween —8 find auch laͤnger als diecandern, | wi De Staubbeutel find —D —— Der laͤngliche SHHPF hat einen zarten den Sraͤubfa⸗ dl. Band. | H den 7114 XI. N BIGNONIA! —* den aͤhnlichen Gift mit einem breiten ———— re Aus ihr wird eine laͤngliche Schote —— Klap⸗ | pen und zween Zellen, welche mit zuſammengedruckten auf beiden Seiten geflügelteen Saamen angefüller find, die wie die Dachziegel über einander liegen, * I. BIGN ON IA ‚(catalpa ) foliis ſi —— cordatis ternis, caule erecto, floribus di- andris Z, Sp.Pl. Mil. 2. Bignonia Americana arbor ſyringaec coeru- eae folio, florepurpureo du Ham. arb. 4 Bignonia commonly calledCatalpa. Bignonia a feuilles. de Roucou ou —2 d' Amerique. Die Amerikaniſche Trompetenblume mit großen Blaͤttern. Die Catal pa. © Catesby, T. AI Diefe Trompetenblume’ finder fi hi in. Japan und in dem füdlichen Carolina, von de: fe e Catesby zuerſt bekaunt machte. Die Blaͤtter ſind Serifdemig; nicht, —— ſehr groß, fo daß fie öfters beinahe einen Fuß im Durch— ſchnitte haben, und. ftehen an iedem Abfage.der Zweige dedesmal drei und drei.gegen einander über, | Ihre Farbe ift ein helles Grin, und ihr Bau it zart und dünne, ' Die Blumendecke iſt K unferfarbig i an von den durch feine fünf Blätter unterſchieden. Ah Ä | 8 Die XII BIGNONIA æte. 115 Die Blume iſt weiß, violet geſprengt und mit zwei gel. ben Streifen, bezeichnet. Sie erſcheinen an großer ‚Stämmen Straußweife im Sommer, und.ihnen folgen } rundliche „. Fingerdicke auf vierzehn Zoll lange Aſchfar⸗ bige Schote N, welche eine Menge BERN San mentorner enthalten. Merkwuͤrdig iſt iedoch bei ihr r daf nur zwei voll fommene Staubfäden da find; und von den ia nur geringe Spuren angetroffen werden. | Der Stamm hat eine helbraune glatte Rinde 5; Das Holz iſt weiß, Mann und leicht, und hat eine große Marfröhre, Sie iſt unter allen die einzige, —— Beumartig aufwächfet, und die Miller in England ju zwanzig - Suß hoch angiebt. . Da fie aber beinahe. in ieden Wins ter leider, wenn fie zu frei ſtehet, fo wird es ſchwer Hals ten, fie bei ung zu diefer Höhe zu bringen, Nach Milfer und du Hametl läge fie ſich Teiche durch Schnirtlinge vermehren, - am gewöhnlichften gefchieher indeſſen —* * den ne — —— Saamen. Die iungen langen f ind. aͤuſſerſt — 5 und muͤſſen daher wohl in Acht genommen, und nur nach und nach an die Winkter gewoͤhnet werden. Je aͤlter ſie ſind, deſto weniger er ſie e Kl den n Seoſt be⸗ ſchaͤdiget. Sie wollen einen mietefmäßig trockenen Boden ha⸗ ben, weil ſie alsdenn nicht ſo ſpaͤt im Herbſte treiben, und der Kaͤlte deſto beſſer widerſtehen. Dieſer Zaͤrt⸗ lichteit wegen rath du Hammel, fie in verccue gweier 22 gegen 116 XII. : BIGNONIA ete. ‚gegen Morgen: ſtehender Mauren zu‘ pflanzen, wo⸗ ſelbſt fie in Frankreich kalte Winter ertragen hat. Durch die großen Blätter giebt der Baum * Schatten. Hierinn allein wird iedoch wohl der Nuten beſtehen, den wit uns von ihm verfprechenfönnen, * Die hieſelbſt befindliche neuniahrigen haben acht Fuß Hoͤhe und find unten ohngefaͤhr drei Zoll im une ſchnitt dick · Bei ieden ſrengen Winter haben fi ® ſchadigungen erlitten, Pen 4 2. BIGNONIA, — koliis — | foliolis incifis, caule ——— wzgien L.Sp. Pl. Mill. 1. | aa Americans. a: fraxini folio, flore am- „plo. Phoeniceo Tourn, Fe ‚et u Ham, | — ai Per EHRT “The ſcarlet Trumpet lower, ai or Bemine. J alas d’ Amerique. a fewiller de Feine, ou arte‘ Jasmin de Virgimien aut | „Die Scartachfarbige Trompenc ar —*8* Ge NT: und "©. Miller TEb: 65: IROETT® 00 „Münting Fig, 63. . Ba Ben id F Si kommt — aus Dani umb BC —— stör vr Ar Die Blätter find — —— A ‚find aus vier Paar Kleineren Blaͤttern gufammen- Ben ah endigen ſich mit einem einzelnen: Blatte. El | Ihr xti. BIGNONTA er 1 Ihr Hand if Sägenförmig gezahnt, und fie laufen in eine feine: Spitze aus. Ihre Farbe ift hellgrän, bie dei Fläche etwas dunfeler,, als. die untere, | Die Blumen fommen am Ende der Schoͤßlinge —** Jahrs in Niederfachfen im Seprember und October bistveilen zu fechs bis acht Stuck ın einen Bal⸗ len zufammen gedrängt hervor, Sie haben drittehalb Zoll lange aufgeblafene der Länge nach geffreifte Roͤh⸗ ven, und find wegen der Dranzenfarbigen rothen Farbe die fhönften der ganzen Gattung. Die Staubbeutel | find» gelb. Ihre Saamen find klein, von beiden Seiten mit Fluͤgeln verſehen. Sie liegen in ziemlicher Anzahl in einer uͤber einen Spannen langen .gerundeten. Aſchgrauen Schote, in welcher eine ſchmale laͤngliche Zunge die inneren beiden Hälften unterſcheidet. Durch, den Saamen fann man ſie fortpflanzen, nur bluͤhen die daraus gezogene Mlanzen ſpaͤter als dielenie gen, welche aus abgefihnittenen Zweigen oder durch Abe leger erhalten‘ werden, die (pn * bis drei Jahre nachher Blumen tragen. 139 . Alte Pflanzen treiben Shproßlinge/ die man ER ben kann, die alten Stämme aber‘ RR j * nach Mil⸗ ler nicht gut verſetzen. —* Dieſe Trompetenblume iſt nicht fo —* wid. 000 rige, demohnerachtee erfrieret fie in einen zu pe a in harten Wintern bis auf die Wurzel. Das rathſamſte iſt daß fie an Mauren und us * gepflanget wird, in welche ſie ſich durch die aus den Gelenken hervorſproſſende Wurzeln anhaͤnget, und auf viele Fuß in die Hoͤhe gehet, * — bluͤhet. be 1 u ie 18 XIL BIGNONIA. ee Wie Milfer uns verfichere , koͤnnen fie über ſech⸗ zig Jahr alt. werden, und diefes iſt auch nach dem Stam> me wahrfcheinlich, welcher zu Naffau indem Naſſaui⸗ ſchen an der Lahn mirten im Gebürge in dem Garten des ‚Ehurmainzifchen Cammerherrn, Freiherrn von Stein, an einer alten Mauer gegen Morgen klettert, und von dem das Jahr der Anlage nicht auszurechnen iſt. Er bedecket die ganze Fläche derſelben, und bluͤhet haͤufig. In dem Krauſiſchen Garten zu Berlin iſt gleich⸗ fals eine Pflanze an ein Treibhaus gebracht, deſſen Dach ſie uͤberzogen, und die ſchon oͤfters gebluͤhet hat. Nur iſt zu bedauren, Da die unteren —59— 4 leicht 5* werden. AU. BUXUS ( — et ar⸗ boreſcens . Sp. Pl. | Buxus (arborefcens) foliis ovatis Mil — ‚Buxus arboreſcens C. Baub. Pin. nn ei ‚Ham, arb, I» — Rd — The Box Trees 1.0000 - — 5 DL Grand Buis des forets en arbrifean. | 5 Dir hochſtaͤmmige Burbaum. * a er im Piemonteſi ſchen und dem Herzogthum Sa. yore. imgleichen auf. Corſica NRin Spanien und — un dit am häufigien. mild angetroffen & | wird; +) 8 "Neo. {ur la Corfe — Taf RN na ſu⸗ #98, Boware Diet, d pi XII. BU-X:US$ etc, 119 wird; ſo kann man diefe $änder wog für fein Vaterland angeben, - u; Die Blätter find oval, immergrünend ‚in — Bau veſt und dicke, und von einer ſchoͤnen gruͤnen glaͤn⸗ zenden Farbe. Sie ſtehen an den Zweigen — einan⸗ der über, und riechen ſtark. ‚Die männlichen und weiblichen Blachen ſitzen auf einen Stamme, iedoch etwas von einander 33 | erfcheinen im April, ‚Die männlichen führen eine dreiblaͤttrige Blu⸗ mendecke, deren Blätter gerundet, flumpf und: auge gehölet find. Die Blume beſtehet aus zwei Blättern, . welche den Blättern der Blumendecke auffer der mehre⸗ ven Größe, in.allen gleich Fommen, Ihre Farbe ift weißgelblih. Sie umfchließen vier aufrechtsftchende Pfriemenfoͤrmige Staubfäden, die kaum über die Blumendecke hervorragen, und ſich mit doppelten, ebene = aufrechtsftehenden Staubbeuteln endigen. Bei ihnen zeiget fich zwar ein anfcheinender Rnopf al. * Tein weder Griffel noh Stigma. Die weiblichen Blumen hingegen haben eine vier- blärtrige Blumendecke und. drei Blumenblaͤtter. Ihr Knopf iſt dreiecfig gerundet, zugeflumpft, und unterſtuͤtzet drei fehr Furze Griffel, welche nicht abfal- Ien, und fiumpfe, haarige Stigmate haben, . Es erfolger nad) dem Verbluͤhen eine runde Saa⸗ mencapfel, wie ein, umgekehrter Topf geftalter, die ſich in drei Spitzen endiget. Sie oͤfnet ſich nach dieſen von ſelbſt, und zeiger drei Zellen, in deren iede zwei langlichrunde — —— Saamenförner liegen. 84 Die 16 KMEBÜKUS dei” Die Rinde it braun und hart, das Holz von gel⸗ ber Farbe, und wie die gleich gefaͤrbte en. [6 — daß es im * m ns S & —* hl * — ‚Die eıfteren fein Bi göaften ah Stähme, Die lezteren werden im April abgeſchnitten, in ein, hattiges Geld gefest, und fo lange begeſſen⸗ bis ſi ſie Wuryeln geſchlagen haben. "020027, BT} Wenn man die Vorſicht gebraucht, fie mie den Wurzeln und: einen guten Eröballen anszuhehen oifo kann man fie zu-ieber Jahrzeit —* mitten im on ter, verpflangen. 5% Der Burbaum veeteiger falten und unfrueeharen | Boden, in welchen Fein; anderen Baum, forsfommen, will, und ſtehet lieber an Schattenreichen Orten und an den Haͤngen der Berge gegen Mitternacht als aun Son, | nenreichen Plaͤtzen. | b: Da er eben nicht ſehr —— war," ie fein ftärferer Anbau wegen det data iu aa Vortheile anzurathen,, wenn er nicht iR gen ‚feiner ehr pfindlichfeit gegen, unfere harten Winter, einen. befchigten Stand erforderee. Fin ſolcher muß ht für ihn ber er augeſucht werden. —* 4 | Stehet er bei ung zu offen, fo enfeeee er * PR Theil oder bis auf die Wurzel, und eben ſo i ihm große Trockenheit ſchaͤdlich, welcher er in, ‚den, Easter um deſio leichter — it da ſein dickbelau ser 8 ” XML-BUXU Set; 121 bei —E oder Phramiden feier hen a an die RB kommen tät." RM Wegen der immergeänenden Blauu hlane er. in immergrünenben. Piiansungen . unter ‚andern, Made hoͤlzern. Das harte gelbe Holz, das einzige unter den Euro: pälfcen , welches. im Waſſer ſinket, . wird zu Flöten, Hautbois 3, dergleichen. Inſtrumenten genußet, und von Drech⸗ Un, ‚Holzfehneidern und Kammachern zu verſchiedenen Arbeiten geſucht, und wenn es dick A Pfundweife theuer genug bezahle. e Das gcraſpelte Hol; fol nach Bomare Edweißt trelbend fl, und Dar —J Blatt blaues Pen roth färben... Merkwundig iſt, daß der — J einen * faßenen Regen einen tahen— und unangenehmen —* von f ch — ch Buxls Ah flfrutieof ) lie orbicnlatis | , ‚Mill 3 x Buxus folüs Porundioribus 6, Bash Bin a7 | Dwarf: or. Ducch Bon. "Buis Hain. | Gemeiner Zweroburbaum ⸗ Dieſer niedrige Buxbaum befindet fi ich in den * reſten unſrer Gärten,” woſelbſt er zu: Einfaſſung der Blumenbeete gebraucht wird, und deren Erde er durch ſeine ſtarke Bewurzelung zuſammenhaͤlt. | AD IK Di Miller 122 XIII. BUXUS jetc- Milter nimmt ihn wegen der voͤllig runden: Blät- ter als eine von der erſteren unterſchiedene merkliche Art an, welche beſtaͤndig niedrig bliebe, und niemals von ihm mir Bluͤthen waͤre angetroffen worden, Die Ver» mehrung : geſchiehet alſo allein durch die — der Wurzeln, Was iedoch dieſer Schtiftſtelle auf fofehe Weiſe anführer, fcheiner mir gegen ihm zum Beweiſe zu die⸗ nen, da ich ſie nach dem Ritter von Linne nicht an⸗ ders als eine Abaͤnderung des hochſtaͤmmigen Bux⸗ baums anſehen kann. Nach meiner Meinung haben mehr runden Bläc- fer in der durch die Kunſt verurfachten Fränflichen Der ſchaffenheit der Pflanze ihren Urfprung, aus eben diefer Urfache erreicht fie nie cine befondere Höher fie bluͤhet nicht, fie liefert folglich feinen Saamen, und fie kann deswegen nur durch — und —— ——⸗ * werden. Es laſſe ſich hieraus ſo viel erſehen, daß man aus einer Pflanze dieſes Zwergbuxbaums niemals einen hoch ſtaͤmmigen Stamm erhalten wird, wahrſcheinlich aber bleibt es auch, daß cin von einen hochſtaͤmmigen Bau— me geſteckter Zweie g, wenn er beſtaͤndig niedrig gehalten und von ihm eine neue Vermehrung befolget wird, end⸗ lich in den Zwergbuxbaum ausarten koͤnne, auf welche Weiſe ſeine Hervorbringung moͤglich geweſen iſt. a oz XII. CAR- | xiu. cCakemus ehe ——— J Le Charme. Die Hainbůche. EYE Geſchlecht hat auf einen Stamme maͤnnliche und weibliche Blumen, iedoch lede in. 1. befonderen Käzchen. Die männfichen eben in einen "MWalzenförmigen Käschen beifammen, welches aus den Blaͤtterknoſpen | hervorbricht, und lockere Schuppen traͤget. Unter ei— ner ieden ſolchen Schuppe iſt eine Blume ohne Blu— menblaͤtter mit kurzen Staubfaͤden befindfich, deren Anzahl ſich mehrentheils anf zehn bis ſechzehn Stüd bes laͤuft. Die Staubbeutel find ‚ufammengedrückt, haarig , und in zwei X Theile getheilet. — Die weiblichen Blumen bild en ein kleineres Käzchen ebenfals mic lockeren Schuppen, welche fpigiger und am Ende mehr zurück gebogen ausfallen. Eine ie de Schuppe bedeckt eine Blume, die ein. einziges wie ‚eine Blumendede gebilderes Blatt ift, welches am Ran⸗ de ſechs Einfchnitte hat, von denen zween gröffer alsdie übrigen erfcheinen, In ihre befinden ſich zween Fleine Knöpfe mit zween bis drei. Fadenaͤhnlichen gefärbten Griffeln und einfachen Stigmaten. | | Das weibliche Käzchen wird nad) der Befruchtung größer , und liefert bei der Reife auf dem Grunde eis ner ieglichen den Blättern ähnlich gewordenen verlängers ten Schuppe eine ovale u Nuß mit einen weißli⸗ chen Kern, | 1, CAR- \ und eleichlaufend mie kleinen Falten verfe dir Kaum zwiſchen ieder Ader auf der oberen. Flache des Blattes erhoben, auf der angeren aber. wie eine RR Nu yE iſt. | 124 XINL-CARPENDS etc, .:CARPINUS- (Betulus,): quamis ilo rum planis.Z.Spl.Pl. > ER ‚in Carpinüs (vulgaris) Musa ADSRHI Carpinus du Ham. arb. J The common Hornbeam. | | tun IdH- yh: —* are 2? * Charme commun. I dh are 4 Die gemeine Hainbuͤche. Die Sagenbüche, lege; Rauch· Weiß⸗ Stein⸗ —T —S. Cramer Tab· gen % Diefer betannte Baum mächfer. fo Def Bei ung i in Europa. * als i in dem nordlichen Amerika. ‚Die Blätter ſind an drei Zoll ra zwei Zoll breit, oval zugeſpizt, und am Rande gezahnt. Ihre Farbe iſt hellgruͤn. Von der mittleren Ader bis an den Rand find ſie nach den Nebenadern ſehr egelmaͤßig — ſo daß An den Zweigen ſehen ſie Wechfelsmeift,. "fe were "den i im Herbfte auf dem Baume duͤrre, falen iedoch.öf- ‚ters,befonders bei geſchnittenen Hecken und an tungen noch frifchen Stämmen erſt im folgenden Seihiabreab. we - Die männlichen Kaͤzchen find, gegen zwei Zol lang. Die Schuppen find kundlich, höfer, rün von Farbe, an den aͤuſſerſten Spitzen und Rande mit feinen, Haaren befezt. Auen Fehn / "zwölf, vlerehn bis ſechzehn eh en wel bbe * mit gelben Staubtenteln endigen la Die XIIELICARPINUSEE 15 Die weiblichen Kaͤzchen find gegen die maͤnnli⸗ chen gerechnet kuͤrzer, die Schuppen ſi nd mehr Pfeilför⸗ mig haarig, und wie Da chzieg egel auf einander liegend. ch 2 ine, drei adenibatid * nden. ROTER e Behand sinn: lid Die Saamencapfemn. Kind, —— vielen langen ſchmalen dreifpigigen Blättern, san deren Ende, iedesmal ein. faft dreieckiges Saamenkorn ſitzet, in welchen ein wohlſchmeckender Kern eingeſchloſſen ift: Die aͤuſſere Rinde, ift, eo und alfeı; sun das Si mac Ble- hund Hin Apinls 98 ti Der amm waͤchſet ſelten rund — * og an einigen Seiten mir Ribben und Hoͤckern wngensn | Die Hainbüthe wich durch den Shahen am Bf era welcher. in den —8 unter geben | | — von ſelbſt auflaͤuft. 1.9 MINRDON.ST. Hiller väch,. ihn fo. gleich i im "Herhfte,. 17 bald e er ee geworden ift, "ausjufäen, weil. die Pflanzen erſt im — al 173 aufachen, wicden, wenn man Melia ins rühiahre ! ‘un wo te * Dieſe Erfahrung iſt gegrindet, * der Ha firherung, eines erfahrnen Forſtmannes iſt ihm die Aus⸗ * am beſten geglucket, wenn er der Matur folge, und die Rinnen in. welche ‚der Saame geſaͤet wurde, mit einer breiten Hacke vom Graſe reinigen ließ, doch ohne dabei den Boden aufzulock ern, und auf ſolche har⸗ Erde ar ‚Saame' mit dürfen ver ‚tingetreteii ‚und “ Eh "Ref ‚folcher Bebanpbung find Die Pflanzen, wenn ſonſt der Saame bei einen warmen Nachſommer * gehoͤrig 26 XUIL CARPINUSIer. gehörig reif: geworden war, Aonfetaeet®n — —* > aufgelanfen-; BE Auf eine ähnliche Weife wirt der dazu Kofi Dias das Jahr vorher umgepflüget. oder gegraben, und in Ruhe gefaffen, damit fih die Erde veft ſetzet und hart wird. In dem darauf folgenden Herbſte wird er aller. erſt beſaͤet, nachdem man ihn den Sommer hindurch vers mittelſt eines ar nl vom Unfraute rein —* ten hat. u, gur die fingen auf zekeimten Pflanzen iſt eg ‚gut, wenn fie einige Jahre hindurd) fo viel als möglich vom Unfraute befreiet werden, damit ſie nicht erſticken. Nach dieſer Zeit werden fie ſchon Staͤrke genug haben, ſich ſelbſt in die Hoͤhe zu helfen, up das Gras zu ver⸗ Alam, — * Es wachſen die — —— —— zwar auch in den durreſten Gegenden, am liebſten aber in eis nien guten etwas feuchten Boden. Sie werden deswer gen in Gehegen zu Schlagholz oder Stammloden, und in lichten Holzungen zu fo genannten Kopfhainbücen gezogen, die alle fanfiehn bis Be, Jahre en werden. ‚Selten frift r man. alfo e einen fehr hohen Stamm von ihnenan, / wornach auf den hohen Wuchs derſelben zu ſchlieſen waͤre, indeffen verſichert Miller ſolche auf kalten guten und leimigen Boden von faſt ſiebenzig Fuß Hoͤhe gefunden zu haben. Er zaͤhlet ſie daher unter die Zimmerhoͤlzer, ob ſie gleich bei uns als ſolche nicht bekannt ſind, und vielleicht auch bei dem nutzbaren Gebrauch * brennen nicht bekannt werden duͤrften. Da xUM CARPINU'S'ecc. 427 Da das Holz hate und zähe iſt "fo ‘giebt v8 nicht allein ein gutes Feuerholz, ſondern auch gute Kohlen, welche unmittelbar in: der Gute, Bein RN tum folgen, Es diener zu Können an * hlcadern zu Getriehe und Drillinge in Mühlen, zu Kloben , Rol⸗ len, Zugfedern, und Axtſtielen, zu Droͤſchflegeln, ENTE Schlegelföpfen u. d. m. a zu Drechsler; und | Bildhaueratbeiten. Gemeiniglich,, iedoch höurigen 2 Tages weniger als ehedem, werden die Hainbüchen. zu hohen und fchönen Wänden in den Gärten gezogen, weil fie geſchwinde wachſen/ den ſtrengſten Wintern widerſtehen, leicht unter der Scheere gehalten werden koͤnnen, und bis auf zwangig Fuß hoch gleich dicht aufwachſen. Weil auch die Blaͤtter fo lange fi ſitzen bleiben, big die jungen Knoſpen i im, Fruͤhiahre aufbrechen wollen, jo fönnen fie einen Ort gegen die Kälte fehr gur beſchuͤtzen, befonders wenn an demfelben ÄrN und empfindliche Baͤu⸗ me und Straͤuche ſtehen. ü | 'CARPINUS (Ofrya) (quamis Rrobilo. rum inflatis-Z, ‚ SP- Pl. Mil, 2, Gromov. Fl. Wirß . 151. — ſeu Oſtrya Ulmo fimilis , FIRE | racemoſo, Lupulo (mili‘ c. — Pin, 437. du Ham. arb. 5. ‘The Hop Hornbeam. Iron- wood, ” Bois dur. Die — | Big Der unten mie Haaren beſezt. Am nn OT > 123 XINIGARPINUS er Dir Ritter von Linne weiſet ihr Italien und Birginien ihren Geburtsgegenden, an: du Damiel hingegen, nennet, Canada, und. Miller glaubt, ſie fei ‚in Deutſchland unter andere. Arten‘ anzuteeifen und ſcheinet ungewiß zu ‚fen, ob; ie Nordameri niſche eben dieſe ſei. 8 vier edoch ch hi Di Kal nennet, oh. fh auf eigen⸗ e {ie ila eu fon wir, Feines, den nör hin sehen, fonbern Aut. den Uſern ns Fate heuer Art 0 As ‚thilaimaster CL * n ‚Die Biätter ‚diafer Sie * über is EN meinen Yet, ‚Shr. Kand ig wit eine BE u. ıtföhland — fehen, und fie find. ſchoͤner von jarhe, Sig unterſch * ben fi) auch von der vorigen Ri daß fie‘ Im £ ſte zw rechter Zeit abfallen und hre aufſere bränner iſt. Die tangen Zweige md rauh — Die mannlichen & Kaſchen änge N legeir, ‚sun. * — zwei aus einer einzigen x Rd Re (ige auegehoͤlet, an ihren Spigen und, baarig. Sie fügen. über echehn kutze Allein die weiblichen weichen ae ſehr ab, indem fie Hopfenartig als, cin. rund rKege kernen aͤhnliche Schuppen haben, an allen Sei ein Beutel geſchloſſen und unten haarig finds, BR) oder» ſelben enthult Anen einzigen Ageſpizten und Hlarten Knopf mie zwei Fadenaͤhnlichen Griffeln, ebenfals — | Die ’ 5) Stopol Fi. Carniol, ps 414. \ ichen Theil. ar hen | — 0 e neb inander, | und bilden kleine Buͤſchel. Die Shuppn ri von gan Farbe erſcheinen, aufgeslafene, den. —“ . XI. sc ARPI NU S'ete, 129 Die haurige Saameneapfelift in zwei Faͤcher ab⸗ sie, in welchen die Saamenkoͤrner liegen. * Beide Blumen ſi nd hier im Mäimonate erſchienen, haben auch bis izt waheſcheinlich wegen der Jugend des Stammes, feine gefüllte Saamen geliefert, Due Das Holz “ viel brauner, als an ber E_geieinen Hainbuͤche ). n Nach allen Nachrichten and er Kuh der. hiefige sen Erfahrung waͤchſet die ll a Arab als bir gemeine —* In England ſelbſt man tenige Bäume, PR | * ihren eigenen Wurzeln wachſen, indem die meiſten auf die gemeinen gepfropfet werden. Solche gezogene Bäume find aber von geringer Dauer, weil das Propf⸗ veis insgemein gefhwinder als der- Stamm. felbft waͤch · fet, und. Miller warnet einen DO — re e zu Gau | | Am beſten — aus; * —— gegogen, Ä — man in den Nordamerifanifihen, Saamenkiſten erhaͤlt, wenn er ſonſt gehoͤrig reif geworden und nicht taubhuͤlſig iſt, und nach dieſen aus Ablegern, wie⸗ wohl leztere niemals einen, fo. hohen Baum treiben. . Kalm“) Ro ie in 1 Nordamerika | in ‚guten Erdrei⸗ che gefunden. — an Nach ihm a. ) werhina an an Müßteänern die Zähne in. dem Rarnienbe wald die — in dem —— ans ih⸗ > rem zes ©. — Dict. a. nat, t Tome: 1 BR ” ”) S.Neifen 2 Th. Seite 220, .' Bu: ©. Reifen 3 Th. ‚Seit603. — 9 130 XIHLCARP 1 NUS et gem’ Holze von den Canadiern verfortigery. y. fo. wie auch nach du Hamel bekannt iſt, daß daraus die Raͤder in den Flaſchemugen auf den Schiffen genommen werden. Wegen dieſer Zahigkeit kommt es mit dem Hole der uu⸗ ſrigen in allen Stuͤcken überein, ‚und cs feheinet zu allen vorher angeführten Arbeiten gleich tuͤchtig zu. ſeyn ia ge⸗ wiſſermaßen wegen des ſtaͤrkeren Wuchſes des Baumes a noch mehreren angewendet werden zu, fönnen. Be Zar CARPINUS (Virginiana) foliis lanceolatis | acuminatis, ftrobilis longiffimis Mill: 4. * Carpinus ſquamis ſtrobilorum inflatis, fols övatis duplicato- -ferratis, 4 RR matis Gron»o». Fl. Virg. 151. | Ccarpinus Virginiana florefcens Pluckn, et ⸗ 0 Ham..arb. 4... 00 a. . The Virginia Aöwering Hormbeaim. ü — # 3 ‚Charme. de Virginie. ——— * Ba Die Virginiſche Haimbuche. Br ‚Pluckn, Phyt. Tab, 156. Fig: J | Ä Bi ige iſt dieſe Art deren Vaterland ſchon aus der Benennung deutlichift, in den — Pflan. zungen, und bei uns ſelten. Der Baum iſt ſtark mit Blaͤttern belleiden welche etwas größer und laͤnglicht ſpitziger, als bei den vorher⸗ . gehenden find, und eine dunfelgrüne Farbe haben. Nah Miller, und fo wie ich fie. für mic) betrachtet habe, gleichen fie. daher mehr den Blättern der Ulme als der Hainbüche, und geben don der —— * eine merklich VORN one, Art ab... Ihre XIHL CARPINUS ex. 131 Ihre Zweige fi ſind late, da f ie beit der — raub und: wollig serfcheinen. Bluͤthen und Saamen habe: ib * ih noch PN gefehen fo wie auch davon beim Miller nichts zu finden iſt. Die Saamenbepältniffe follen nach der Dr ſchreitunt ungemein lang ſeyn . Unter allen Hainbüchen. wächfer fi ie am gefhreinte: | fien, und erhaͤlt bei dreißig und mehrere Fuß Höhe. Der hiefige größte Stamm iſt im Fruͤhiahre 1760. als eine iunge Pflanze aus England geſchickt worden, und hat iezt auf fuͤnf und zwanzig Fuß Hoͤhe, und uncen im Stamm auf einen halben Fuß Dicke. Ihre Blaͤtter fallen gegen den Winter * und der Stamm erträgt die — Kalte nach n meiner Er⸗ fahrung. Sie kann, wie die vorige, Kine Shainen und 4b. leger vermehret ‚werden. Da ihr Holz zaͤhe zu ſeyn ſcheinet, ſo verdiente ſie wegen ihres ſchnellen Wuchfee; daß mit ihrem Anbaue im Großen Proben verſucht würden, welche, ihre ——— deutlicher jeigen | koͤnnten. Pr -CARPINUS Orienealis) foliis oral . ceolatis ferratis, ftrobilis brevibus Mill. 3 3 2 Carpinus Orientalis fructu minori Touran. et | du Ham. arb. 3. in! ü Eaftern Hornbeam: "Charme du Levan. 0° | Die Morgenlandiſche Bombinhe * 2 Blätter find die jo unter den Hainbik den 32 XINHLCARPINUS eG den, nur an zwei Zoll lang/ und: etwas uͤber Linen | Zoll breit. Sic find oval zugeſpizt/ ihr Rand iſt wie an den: Blättern der gemeinen, zwar gezahnt, allein mit feineren Spigen Besfehen, r ae Berl: — mit ihr uͤbereiin. | Im Mai 1760. Blißere ieh ii — “ her und unten drei Zoll dicker Stamm zum erſtenmale, en Alter ich. niche gewiß angeben: ae weil er alas —— aus England erhalcen iſt. — Maͤnnliche und weibliche RN r nd gegen die Europaͤiſchen gerechnet, ſehr Fein, die erſteren nur einen viertel Zoll, und die lezteren einen halben arg auch nach eben diefer Abnahme dünner, ' Die Schuppen des maͤnnlichen find’ mie, den gen — von gleicher Geſtalt und Farbe, und chen die⸗ ſes gilt von der Anzahl der Staubſaͤden; bei den weib⸗ lichen hingegen h habe ich, an ſtatt, daß bei. den Euros ‚ päifchen drei Griffel find, nur zwei bemerken Fönnen, wie denn auch die Anzahl der an folchen weiblichen K Kaͤz⸗ chen befindlichen Blumen mehrentheils auf zwoͤlf Stuͤck eingeſchraͤnket iſt, wovon allezeit zwei heben einander; ge⸗ wachſen ins Auge fallen. | : Saamencapſeln haben fe e in Bf aösfißren “2 Safe nicht angeſett. | Die aͤußere Rindeift ————— mit hauthen weiſ⸗ ſen Puncten bezeichnet, und we — Teiche 2047 ei⸗ ne feine Wolle. | Diefe Hainbuͤche iſt Banerfaft,. fe e —— viele — "bleibe. aber, allezeit niedrig, und wird nach Millers Bu Herung ſelten über an bis zwölf Fuß —9— BER, | —— Er RU CAESLNEeHN. 133 ‚Er preiſet ſie wegen der dichtwachſenden Zweige, weil fie dns Beſchneiden vertraͤget, und fich dadurch bef fer als andere Bäunie eiugeſchraͤnkt — t/ u nie⸗ | digen Hecken i in Gaͤrten an | on Pflanzungen wird ſie der Borfehiedenheift wegen | ang ‚ fie ift aber auch in Engfand: ein —— Baum. ne u NV. CASSIA ( Marylandica) foliis (novemiugis) octoiugis ovato⸗ oblongis aequalibus; — beleos — L. Sp. PL Mill. 6, Ä Cattia foliis —“ pärium 'ovatö - öb- “ longis aequalibus, glandula fuprabafin. petiolorum Gronov. Nirt — The Caſſia of Maryland. OR Qi Marvlandiſche Eoßia ©. wachſet in Vieginten and Maryland. | Die Blaͤtter ſind geftedert, und beſtehen, wie auch | ſchon Miller angemerfet hat, mehrentheils ans neun Paar länglichen zugeſpizten hellgruͤnen kleineren Blaͤt⸗ tern. In der Größe find ſolche einander gleich, und . in großes volfommeneg Blatt dem Sit m. | N ichen Zoll Tang, ge x Am Ende der Blamenſele —— wie 6 die Dläts ter, hin und wieder mit feinen Haaren beſaͤet find, fin⸗ der ſich eine Eleine Drüfe, die nach‘ der Beſchreibung des Ritters von inne cn 4 Gaupekenng: ichen diefer Art iſt. 3:8 — E. 134 XV. GASSIA etc. » Die Blumen brechen im Auguſt und September an den Spitzen der Zweige in Menge REN! zu zwei bis drei Stuͤck neben einander hervor, Die Blumendecke it aus fünf ausgehöften zu- sefpizten: blaßgelben- Dlässar — und * fallend. Dr "Die Blume, ſelbſt ac fünf: * mit Adern durchzogene offenſtehende rundliche Blaͤtter von einer ſchoͤnen gelben Farbe, von welchen die unteren mehr ausgebreitet und größer als die übrigen find. Sie führer zehn krumme gelbliche Fäden, die —V unterflen länger, und die drei, * — als die 4 Übrigen viere. Die Staubbeutel ſß nd ———— Ka die drei unterften wiederum ‚die größten, frumm gebogen und mit ’Schnäbeln verfehen,, die. vier an den Seiten befindliche. ohne Schnäbel, die dreinöberften aber am Fleinften, und faum mit Staube gefchwängert. Der Knopf ift Kegelförmig lang, der Griffel kurz, und. dag Stigma zugeſtumpft · Yang ans krumm gebogen. e Nach der Befruchtung folget a * Scho⸗ te mit ſchraͤge hinlaufe nden ‚Abrheilungen, davon eine iede einen oder zween rundliche Körner enthält, welche an dem oberen Kaude der Klappe veſt gewachſen ſind. Hier hat ſie noch niemals Saamen anſetzen wollen man | "o auch , daß fi fe dergleichen in England felten f iefert, Die Blumenſtiele haben einen halben Zoll Lange. | Die Wurzel beſtehet aus einer Dr, ro — N XVMCASSIA etc 135 Alle Jahre ſterben die Schuͤſſe in unſern Wintern bis auf die Wurzel ab, treiben iedoch in iedem Seügiafe von neuen vier bis-fünf Fuß hohe Stengel. Nach der Erfahrung dauren dieſe Wurzeln viele und kann man durch die Zertheilung derfelben, und die Ausſtreuung des Saamens im April die Anzapl der Pflanzen vermehren, welche wegen ihrer ſpaͤt erfiheie nenden und langdaurenden (hönen aelben Blumen einer Pflanzung im Herbſte eine wahre Zierde geben. Ein beſonderer authet — von ta nie — J xvi c B A N o T H u S merken) foliis trinervüs L. Sp.. Pl. Mil. 1. Mh vn "Gronov. Fl. Virg, et du Ham, arb, {, — of Jerfey Thea. ; Bu " Ceanothus de Virginie, * | N Der Nordamerikaniſche Ceanothus SG. da Ham. arb: Tom 1. Pl st MER Jo, Commel. Plant. rar. 1. ‚Fig: 86. B Hr: baumartige Strauch gehoret in den ehreſten Theilen von Nordamerika zu Hauſe. Die ſehr ſchoͤnen hellgruͤnen Blaͤtter ſtehen Wech⸗ ſelsweiſe an den Zweigen, find laͤnglich rund, gehen ſpi⸗ tzig zu, ‚find drittehalb Zoll lang, und über cinen Zoll breit, am Rande gezahnt, und haben auf der unteren Brüche dreivom Stiele ausgehende Hauptadern. 34 Die 136 XVISCEANOTHUS ete. Die Blumen erſcheinen von Julius bis zum Sep⸗ tember in.ftarfen Buͤſcheln an den Spitzen der. Zweige, - ia wenn der Herbſt gelinde iſt, find, fie nach Miller noch im October da, — biefehft auch in dem Sa ve 1766. erfolgte, a | / . Eine iede hat eine K Kuofpenweif gebrchere einbfärte "a rige Blumendecke von weißer. Farbe, welche fünf zugefpizte —A— führe, F: dit geſchloſſen und er | abfallend iſt. Die Blume har fünf rundliche, gfeich * ge⸗ voölbte und zuſammengedruͤckte ausgebreitete weiße Blaͤt⸗ * ter, die kleiner als die Blumendecke ſind, und auf fei⸗ | nen Dlärterähnlichen. Stielen wachfen , welche aus den Einſchnitten der Blumendecke —J—— Sie hat keinen Geruch. Sn ibe.find fünf Peiemenfbrmige, — waͤrts und allezeit gegen die Blätter der Blume über ſte⸗ hende Staubfaͤden mit den Blumenblaͤttern von glei⸗ cher Lange. Sie endigen fü RN mit rundlichen ‚Staub: beuteln. | "Der Knopf iſt brelecig, der Griffel Welhenfee— mig und ſo lang als die Staubfaͤden, das darauf be⸗ findliche. Stigma aber zugeſtumpft. Aus dieſem Knopfe wird nachher eine braune — dreieckige Capſel ‚mit drei Abtheilungen in deren ie⸗ 4 der ſich ein kleines ovales Saamenkorn finden laͤſſet, das bei uns ohne einen recht warmen Sommer: und Herbſt niemals reif wird —4 Die Rinde der Zweige iſt uch und Sie Wur— Er zeln find groß, dick, und nad). Claytons — —* ebenfals aͤußerlich roth.“) ne. Gronov. Fl. Virg. 33. > 2 4 J 3 ’ P * a Jh U Aa te. ” | XVECBANOTHUSe« 137 ‚Man kann diefe Strauchartige Staude ſo wohl durch | Spamen, ‚als durch) Ableger erziehen. Die aus den erſteren aufgegangenen iungen —T zen find indeſſen gegen unſere Kaͤlte ein. wenig zaͤrtlich, und muͤſſen Stufenweiſe an dieſelbe gewoͤhnet werden. So gar alte Stämme erfrieren bei ſtrengen Wine tern der Erfahrung nach leicht bis auf die Wurzel, und etwas leiden die Zweige bei ieden unſerer Winter, weil fie zart ſind, auch da ſie erſt ſpaͤt im Fruͤhiahre treiben, Belt länger im Herbſte fortwachſen. Ein mäßig trockener Boden iſt daher fuͤr ſie eher zu | wäßfen, als ein ſteifes kaltes Erdreich. Der Stamm bleibe niedrig „und wird in England ſelbſt nicht uͤber drei bis vier Fuß hoch· | ' Die Blaͤtter —— ſich die —— von Nord⸗ | | — als Thee, wehet er ——— mit er⸗ halten hat. —* Hauptſachlich eben aber hie Eanabier die Burj a ls ein: Heilmittel. in veneriſchen Krankheiten. Als ein ſolches ſicheres Mittel beſchreibet ſie der Herr Profeſſor Kalm H, dem ein Wilder, welcher ſelbſi Proben großer Curen in dieſen Krankheiten abgelegt hatte, ver⸗ ſicherte, daß das Decoct der Wurzeln des Ceanothus dergleichen Wuͤrkung verrichtete. Das Decott iſt von rother Farbe „und bei der Heilung duch die Wilden ſonſt in Amerika,befannt, daß der Kranke bei dem Ge⸗ brauche keiner Gefahr unterworfen ſei, und ea ge — hergeſtellet werde. Die großen grünen ‚Blätter machen net ben weiß | ars — ſen — 2 E Abhardi der Schwed- Atad. maEtocholm ie Vad 38 XVIRCEBASTRUSER | fen Blumenbuͤſchelm i in ——— und Sleten ein je nes a — — —— SV, GELASTRUS — inermis, caule vdlubili, foliis ferrula- tis Z» Sp-Pl. Mil, 2. Gronov· Fl. Virg 7% * —— Canadenſis ſcandens foliis ſerratis Aca Acad, Paris, — et du 9 Hameaib; 1. Wer Br RE: ERBE feandens Barır. Cake E 05 Smooth Staff Tree with atwining Alk, \ vboureau des ärbres. Bois- Fond. — De Rordameritaniſche cinuende Ci er F ‚S. du Ham. arb, Tom, 1 Br 9% St Pflanze if friechenb,. und. ob: fi aleich ‚feine ie | Hafen zum Anhängen haf, fo: ſchlingt ſie ſich doch | um. alles, was fie erlangen kann. Sie waͤchſet in den Nordamsritanifihen Provinzen, Die Blaͤtter haben eine ſchoͤne gruͤne Farbe, die a ä der unteren Fläche cin wenig blaſſer ausfält, fie ‚find dünne und zart, laͤnglicht rund, an beiden Enden geſpizt an dem ande Saͤgenfoͤrmig ausgefehnitten, und auf der unteren Fläche mit ergabenen Adern verſe⸗ hen. Ihre Laͤnge beträgt auf drei Zoll, ihre Breite auf anderthalb Zoll, und fi fie Hp — * an Bern — XVIL CELASTRUS!e. 139 Die Blumen erfiheinen: hleſelbſt im Junius in linglihen Buͤſcheln gegen: das Ende des Zweiges: zu. Die Blu nendecke iſt einblätteig, arünlich, ſehr flein, platt; ud in fünf —— sugeftuimpfte Zheile — | Die Blume hat fünf ovale weifigräne Blätter, die ausgebeuget ftehen, ſich in der Größe unter einander gleich, und am Rande zuruͤckgebogen find. a ihr finden fih fünf N friemenförmige kurze weiſ⸗ ſe Faͤden mit Kleinen zweifach gefurchren delben, Staub⸗ beuteln. Der Knopf ſitzet tief in in einen itoß en geineinfgafts lichen mit zehn Streifen geeichneten Boden. - Der, Griffel ift grin, Pfriemenfoͤrmig und kuͤrzer als die Faͤden. Er hrete ein Las Iugeftumpftes — | ges Stigma. Die —* iſt oval ? zugeffumpft , dre⸗ eig, hoͤckerig von auffen, und in drei Hölen getheiler, in deren ieder ein ovales glattes Saamenforn ihalb eingeſchloſſen lieget. Sie wird bei der ei roth⸗ und erhält die Größe einer ſtarken Eröfe | Der Same wird zwar nach Miller i in Eelend gemeiniglich reif, hier aber Fann man dieſes nicht. von ee fondern nur von warmen Jahren behaupten. Die Rinde ser alten Zweige iſt gran, und: die unge äußerlich von blutrother Fatbe. Der rif gewordene Saame gehet ſeht leicht auf, und es fönnen fo wohl hiedurch als durch Ableger viele Pflanzen gezogen werden. Die Verſicherung von DU Hamel, 140 KXVIRICELR ASTRUS'ER Hamel, daß die Wurzeln häufig wien, abe k. ie: | tod, noch nicht bemerken koͤnnen. In den hieſis gen Pflanzungen halten f ie‘ äle and je de Winter aus, und fie find unter: unfern Himmels: — ſtriche eben ſo hart als in England, Wenn ſie alſo an einigen Orten in. Niederſaͤchſiſchen, wie in dem von Münhhauffben Garten zu Schwöhber, nicht aus⸗ dauren wollen, ſo muß, das Uebel in dem unterſchiede⸗ — nen Boden liegen, oder von andern Pe af Hängen. | Miller fotere für ign er einen Marten, for, 4 als trocknen Boden. | Sf diefer Solafier ohne Stihe,. hp en fi. fei ne. holzigen Stengel von ſelbſt in einander zu winden, und er erhaͤlt alsdenn nut: zwölf bie. vierzehn Fuß Höhe: kann er fich aber um einen benachbarten Baum fhlingen, 4 oder wird ihm. eine ſtarke An geseben 2 All waͤchſet er viel hoͤher auf. Die Bäume, um welche, er r 6 in \ Mordamerifz A windet, werden in einigen Jahren zu Grunde gerichtet, Au man benennet ihn deswegen. Baummoͤrder. ER ‚Die mit den. rothen Saamencapſeln verſehene ki | [aubee Zweige machen. in —— zur Mecalans ran uͤbeles Anſehen. Außer der Anwendung, bie man on: die — den Eigenſchaft dieſes Gewaͤchſes nehmen koͤnnte/ kann von aa nichts mgbates re WO, Enz U xvIn. | XVII, eELrIS R — RAR oblique ovatis ferratis aecuminatis Sp: PL Mill! ee TR er f Cats kruetu obfeure’ pürpufaftente Ton! " inft, er du Ham. arb. 2. Ä | ae Lötis arbor, Bartr. Cat. — ae \ The Virginian. Nertle Tree. The occi- © dental Lote Tree. J—— en Micocoulier de Virginie. ” : Der Virginiſche Zurgelbaum. — S. du Ham. arb. Tom. I. pl. 53: Eon diefem Baume fan. man wohl das. noͤrdliche Amerika als das rechte Vaterland angeben, denn wenn gleich der Ritter von Linne nur dazu Birgis nlen anweiſet, fo hat ihn Kalm doch auch in Penſhi⸗ vanien auf freien Felde 9 angetroffen. So lange die Blatter noch zart find, haben fi fi eine ovale. Lanzenfoͤrmige Geſtalt, und ſind ein wenig haarigg fi find fie abet. ausgewachfen, ſo werden fie bei der ovalen Geſtalt breiter und. mehr zugeſpizt. Die Spitze und die Stelle, wo ſie ſich am Stiele bebeſiget finden, iſt ungezahnt, und die beiden Seiten allein ha« - ben Sägenfürmige Einſchnitte. Die Flächen find glatt, die obere ift im Gefühl rauh, und die untere mit einen Gewebe von feinen echabenen Adern verſehen. Sie ſitzen Wechſelsweiſe an den Zweigen, und ha⸗ ben eine hellarůne Farbe. Die eine Halfte des Blattes — Seifen 2, Th. Seife 22; j 142 XVIII. CERL TIS ete- iſt als die andere, ſo daß dieſe Geſtalt ein ſchie⸗ fes Oval genennet werden koͤnnte. Ihre —* — drei Zoll und die Breite anderthalb Zoll. Der Zürgelbaum: gehoͤret unter dielenigen RR welche auf einem Stamme männliche und Zwitferblumen fragen. Die legteven figen bei ihnen allezeit einzeln und hoͤher als die männlichen, weiche, OR ——— J werden. ie | An den —— if die Skimendee eins. | —— gruͤnlich, und in fuͤnf ovale, aus gebreitete, zuſammengeſchrump fte Einſchnitte abgetheilet. Eine Blume if nicht vorhanden, Die Anzahl der furgen z weißen. Staubfäden beläuft ſich auf. fünfe, und fie: endigen ſich mit länglichen,: Birken, vierecklgen und mit vier Furchen verſehenen gelblichen Staub beute In. | In der Mitte der Blumendecke it. cin obaler zur — gruͤner mit der Blumendecke gleich langer Knopf, welcher zwei lange ausgebreitere und. geboge⸗ ne Pfriemenfoͤrmige * REM mit SnpBREN Stig⸗ maten hat. Die Deere ift rund; "af. eine ton Erbſ groß, und bei der Reife von braunrother Farbe. ‚Sie enthaͤlt ein einziges rundliches Saame nkorn. Vei den maͤnnlichen Blumen iſt die Blumen | deck in ſechs Einſchnitte getheilet, und alles uͤbrige kommt außer dem fehlenden K Koarpia und — mit den Zwitterbl umen uͤberein. | - Die Blumen erſcheinen Sieg im —— J die Beeren werden eigentlich im Se die e hie gen bleiben gruͤnlich/ und nicht auf · — — — — — xviii⸗ CELTIS ek. 43 Im PORN 1768. Habe, ich iedoch aus der Pflan⸗ jung ‚der Comthurei Luklum bei Braunſchweig von ei⸗ nen hoͤheren und etwas im Schutze ſtehenden Baume rothgefaͤrbte Früchte gefammfer, von denen ſich einige Pflanzen gezeiget haben, nachdem fie ausgeſaͤet worden. Ein Beweis, daß wir uns dergleichen. in Niederſachſen verſprechen koͤnnen, wenn die Zuͤrgelbaͤume, wie dieſer, ein venig bedeckt gepflanzt werden, damit fie, ohne im Winter von den Froͤſten viel zu leiden, zu einen ſtarken Baume in geringerer Zeit aufwachſen⸗ und alsdenn mehr, ‚ertragen fönnen, . . - Solche Empfindlichkeit gegen die Räte wied in Nie | ee wenn fie auch) ſchon in feuchten und ferten Boden zu einen, hohen und ſtarken Baume aufmachen, he e auf einen freien Platze anzubauen nicht erlauhen. | Dieienigen in den hieſi igen Pflanzungen fi ind an ih⸗ ten. ‚Zweigen alle Jahre befchädiger worden y einige aber, welche von hohen Hecen eingailoffen waren, Aaben wenig gelitten. Die Rinde der Zus if Bram, und dos Boh weiß und zaͤhe "Der Stumm wächfer ſehr — und‘ iſt bei Br jungen Baͤumen glatt. Aeltere Bäume werden rat her, ‚und die — braune — wird bei grüne iR Re | "an vermehren fe n wo ur die fl der Baron, als Einlegung der Zweige. ——— Kann man die Beeren fruͤhzeitig crhaften, fo eu man wohl, daß man ſie gleich nach ihrer Reife noch im | — in eine Gartenerde eſ⸗ um gleich in a in F Dur KVISEELTISIER. | in dem folgenden Frůhiahre Pflamen aufkeimen zu ſehen, welche gemeiniglich einen halben. Fuß hoch wachſen. Eine im Fruͤhiahre ausgefücte: Bere hingegen bleibet ein ganzes Sehe, in: der, — — und —— wol ger | — RER BE | Ehe die — nicht etwas ; fait fi nd, ‚ — — fe im Winter Bedeckung, und wenn ſie alsdenn ausge he pflanzet werden, allezeit einen Dias, ver ihnen einigen | Schutz zu ‚geben im Stande iſt | Nach geſchehener Ver⸗ pflanzung muͤſſe en auch die kan einige Tage ſange Begejie. werden. Die Einleger gebrauchen geihefnigfic Ha Johee ehe $ e genugfame Wurzeln bekommen, und werden fie nicht genug begeffen, ſo erhalten fie dieſe u and: man muß ihren Verluſt befürchten. NE N . a2 ı Holz iſt gut zu Üägenbäuhanki pi — zu Kloben, zu Zähnen in Muͤhlradern und ‚überhaupt zu allen BR. zu Rn ein äh‘ So — wird. | Bon den feampöfifhen PR (Ca: aus Aral L.)ift. fonft befannt, daß er wegen feines biegſa⸗ men Holzes gute. Spatzier⸗Peitſchen zamdSabeftör ‚de — vieleicht * * * — diente. Die Blätter gfeiben bis h in. den Pisen Has BR | den Baͤumen, und, ch SR: ‚ine — —— 1 A I VE Fe XIX, CEPHALANT HUS(oceidenalis) foliis oppofitis ternisque . Sp. —8 DER. 1. du Ham. arb. 1. "The Button Tree. "Büttonwood. 1 e Der Knopfbaum. 0 m ©, du Hım. arb. Tom. 1. Pl, 54. et addi. ons du Tr. ‚des Arbres ‚Fig. * E wächfer in dem — Amerika von daher der rg re in den kai mit: —— wird, Die Zweige —— in iedem Gelenke —— gegen einander über: hervor. " Die Blätter find oval, gehen an —* Stielin rund zu, und am aͤußerſten Ende find fie mir einer ſchar⸗ fen Spitze verſehen. Ihr Rand iſt ohne Einſchnitte. Der Bau iſt bei ihnen ziemlich dick, und“ ihre Farbe ein Tebhafres Gruͤn. Auf der unteren Flaͤche eines ie · den Blattes läuft der Laͤnge nach eine ſtarke Ader hin, und alle Blätter ſtehen gegen: einander über zu zwei, auch drei Stüf aus einem Gelenke. Sie haben faft. drei Zoll Länge and über einen Zoll Breite, Die Blumen ſtehen als ein kugelrunder K Straußweiſe neben einander auf den Spitzen der Zwei⸗ ge. Sie erſcheinen bei uns im Julius und Auguſt, und. ein folher Knopf hat einen Zoll im I Sr Geruch ift angenehm, \ Ale Blumen haben Feine gemcnfhafihe Br Pr. 1. Band, ’ u pe r 146 XIX. CEPHALAN THUS ec. decke, fondern eine iede hat für ſich befonders eine kleine grüne einblätfrige und‘ a ek 2 ehe mie vier Einſchnitten verfehen iſt. 1 Das Blumenblatt iſt einblaͤttrig Leichter förmig, vierfach eingefchnitten, und von: gelblich weiß fer Farbe. Die Einfchniete find. oval aufgerichtet. In demſelben befinden ſich vier kuͤrzere weiße Staub⸗ faͤden mit zweifach getheilten —— — ten braunen Staubbeuteln. | Der Knopf iſt ae und ſtehet unter dem —* menblatte. Der weiße Griffel taget über das Blumenblen hervor, traͤget ein gruͤnes kugelrundes mit braunen Puneten gezeichnetes Stigma. | | Aus iedem Knopfe wird. eine runde: —* Cap⸗ ſel, die ein bis zwei laͤngliche Saamenkoͤrner in ſich ſchließet, welche aber bei uns wegen der ſpaͤten Jahrs⸗ zeit niemals, und in England nur bei einer. recht wars, men Witterung, ihre gehoͤrige Reife erhalten. Da dieſe Saamencapfeln wie die Blumen einen Cir⸗ | Fefrunden: Knopf bilden, ſo iſt die Nachricht *), daß fie als Kegelartige Ellernzapfen — waͤren, un⸗ wahr. it Die äußere Rinde dor {nen Zwige iſt ti, bei aͤlteren hingegen von brauner Farbe. ui . Man sichet die Pflanzen, ſo wie auch hier gefihe- ‚ben ift, fürnemlih aus Saamen, ob gleih Miller zu- gleich die Vermehrung aus —— Zweigen und | Ablegern anfuͤhret. * Saet S. Wafers Keife nach der Eivenge Darien ei 320. XI CEPHALANTHUSete. 147 Saet man den Samen. noch vor Weinachten aus, fo pflegen im folgenden Sommer die Pflanzen, zu kei⸗ men, wird er aber erſt im Fruͤhiahre in die Erde ges beadit, fo liegt er gemeiniglich ein Fahr file. In den erſten Yahren- muͤſſen die iungen Pflanzen —— die Kaͤlte verwahret, und nachgerade an fie gewoͤh⸗ net werden. | Kalm 9 hat ihn in Nordamerifa allezeit an A Stellen gefunden, ‚und du Hamel giebt auch - einen naffen leichten Boden für ihn vorzüglich an, “weil darinn det Wuchs ftärfer und das Blart größer als in einen trocknen ausfällt. Indeſſen ſtehen ſie hier am Hange der Berge nach der Nordſeite im trocknen Grun⸗ de, ſind friſch, von guten Anſehen, und bluͤhen iaͤhrlich. Unſere Winter vertraͤgt er, er wird aber ſelten uͤber vier bis ſechs Fuß hoch. Die hieſigen Stämme waren ohngefaͤhr zwei Fuß hoch und ſechs Jahre alt, als ſie im Jahre 1766. zum erſtenmale Blumen zeigten. Durch die kai und. das gute ERROR * ſ ie eine te | xx. C ERC I S( — foliisc cor- ‚dato - acuminatis. Cercis( Canadenfis )folüs kordatis pubescen- tibus L. Sp. Pl. Mill. 2. Siliquaftrum Canadenfe Teirm. Inf et ‚du Hım. arb. 3. Br} "82 | The *) Keifen 2, Th, ©, 220. 148 2° X. CERCIS’ede. The Canada der Judae, or Budıree, > ; er ei} Guainier de Canada. er Der Canadiſche Judasbaum. | ie Blätter dieſer Art find Herförmig, zugefpige, VT hellgruͤn glänzend auf der oberen Fläche, auf der unteren blaßgrün, und auf diefer. mit fieben feinen erhabenen Adern verfehen. hr Nandrift ungeahnte, und ihre $änge betraͤgt über vier Zoll, fo wie — J te beinahe vier Zoll ausmacht. | ‚Die Stiele, auf welchen fie erhfeleweife an * Zweigen ſtehen, haben mehrentheils anderthalb Zoll Laͤnge, und find zwar dünne, dennoch aber ſteif min um die Blätter in die Höhe zu halten. Der Ritter von Pinne‘ giebt fie als rauch an, ich habe aber dieſes eben ſo wenig, als der Herr — von Muͤnchhauſen *), finden koͤnnen. * Bei den Blumen, welche kleiner als an det Shin ſchen Judasbaum (Cercis Siliquaftrum L,) find, und im Anfange des Junius noch vor dent Aus⸗ bruche der Blaͤtter erſcheinen, ift die Blumendecke einblaͤttrig, Glockenfoͤrmig, unten conver, und mit Ho⸗ nigſafte angefuͤllt. Sie iſt in fünf ſtumpfe aufiwärts- ſtehende Einſchnitte getheilet, gruͤn von Farbe und klein. Die Blume hat fünf rothgefaͤrbte Blaͤtter, welche aus der Blumendecke herfuͤr kommen, und iſt eine Pa⸗ pilionsblume. Die zween Fluͤgel find ruͤckwaͤrts gebo⸗ gen, die Fahne iſt ein rundliches Blumenblatt, befin⸗ det ſich unter den Fluͤgeln, und iſt nicht fo-groß als Dies fe, der Kiel aber har zwei Blätter, die in eine Herze | “ foͤrmi⸗ 2) S. Hausvater zter Th. ©. 125 XXICERCISE 149 förmige Figur zufammen BRITEN Me — ———— in * ich ſchließen. | Sie hat zehn gfeiienförnige Staubfäden, ' ** nach unten hin gebogen, und wovon vier Stuͤck länger als die übrigen find. Die Staubbeutel fi 1m laͤnglich und an die Staubfäden aufliegend, . Der Knopf ift Elein und zugefpize, und fteher auf | einer dem Griffel ähnfichen hohlen dünnen Honigdruͤſe; Der Griffel ſelbſt aber iſt zart, von der Laͤnge det Staubfäden, und mit einen zugeſtumpften in die * er Stigma verfehen. 5* Aus dem Knopfe wird eine drei Zoll fand und eis nen halben Zoll breite dünne Schote von braunrorher Farbe, welche äußerlich an den Stellen; wo die ovalen Saamenkoͤrner Tiegen , Erhöhungen hat. Die Stie le diefer Schoren fi ind dünne und einen halben Zoll lang» Die Rinde ift Aſchgrau, das Holz Kar ſchoͤne ſchwarze und grüne Adern, und nimmt eine Tr, Poli⸗ rung wegen ſeiner Veſtigkeit an \ Der Wuchs des Baumes iſt ſparhaft, und’ ee wird nicht über zehn bis zwölf Fuß hoch, ob er gleich in Mordamerika eine mittelmäßige Höhe erhält, Er treis bet der Erfahrung nad die ee auch nahe an den Wur⸗ zeln hervor. | Die Bäume leer man mit leichter Mühe aus — dem Saamen, welcher in den Vordamertlaniſchen Ki⸗ ſten in Menge uͤberſchickt wird. Oefters bleibt derſelbe bis in den Frühling des fol; ’genden Jahres liegen, che er aufläufe, weswegen man bei dem Umſtande, daß fie Frine — zeigen, dieſe Zeit ruhig erwarten ei BE: U N 7 2 150° XXK CERCISEe Die Winter halten ſie bei ung aus, wenn fie nur erftarker find, bis dahin und in den erfteren Jahren er» fordern fie aber einige Bedeckung, und der: Erfahrung nach ift ein Stand, welcher durch andere Bäume beſchuͤ⸗ get iſt, für die iungen Stämme zum Vortheile ihres Wuchſes cher zu wählen , bus ein zu lass icdem Winde ausgefezter Platz. Die Nordamerifaner nehmen die Bluͤche gemeini⸗ glich zum Sallat, und die Franzoſen in Canada machen ſie mit Eßig ein, die aber alsdenn wenig Geſchmack ha⸗ ben und hart ſeyn ſollen. Der Baum mache durch feine Blaͤtter ieder Pflan⸗ zung eine Zierde, und da ich bemerket zu haben glaube, daß die von du Hamel bei dem Spaniſchen Judas ⸗ baume erwaͤhnte Eigenſchaft, daß nemlich die Blaͤtter durch Inſeeten nicht beſchaͤdiget werden, auch auf Dies ſen Canadiſchen paſſet, ſo hat er dieſerwegen noch fuͤr anderen Laubtragenden Bäumen billig einen Vorzug. Das vefte Holz würde indeffen, da der Baum nie» drig bleibet, nur zu Eleinen Kaͤſtgen, uͤberlegten Fi sa blättern u. d, Mm. au verarbeiten, au XXI. chio ——— petunculis trifidis trifloris Z. Sp. Pl Mid, 1. Chionanthus dw Ham. arb. 1. .. m The Snowdrop Tree, The. Fringe —— Der Schneeflocken/ oder Soneciropfen· | baum. Der Franzenbaum. | S. Catesby. Tab. 68. N: XXLOCHIONANTHUS etc. 151 ie Blätter dieſes Nordamerikanifchen niedrigen Baums find Wechſelsweiſe auf rorhen hakbzölligen Stielen an den Zweigen beveſtiget, und von einer ova⸗ len an beiden Enden zugefpizten Geſtalt. Ihr Rand iſt ungezahnt, ihre Sarbe hellgruͤn, die Länge der groͤß⸗ ten Blätter berrägr vier Zoll, ihre Breire in der Mit⸗ te des Dlartes anderthalb Zoll, und auf der unteren Zläche läuft Der Sänge nach cine. feine Ader hin, welche nad. den. Seiten Eleinere Nebenäfte ausführet, ie Die Blumen find im Julius zu finden, und fom« ‚men aus den Spiken der.iungen Triebe zwiſchen den Blättern allezeit drei Blumen auf einen. in drei Theile ge⸗ theilten gemeinſchaftlichen zarten Stiele don, einen bis anderthalb. Zol Länge hervor. ar | Die Blumendecke ift ein einziges grünes, Bla, das in vier Theile gerheilet iſt, eine iugefpiie ach hat, und nicht abfälle > Die Blume beſtehet Senfals aus einen weiß: ge⸗ faͤrbten Blumenblatte, welches eine kurze ſich ausbrei⸗ tende Roͤhre von der Laͤnge der Blumendecke hat, deſſen oberer Theil hingegen in vier uͤber einen halben zoll lan« ge ſchmale Abſchnitte getheilet if, die oben zwei Spitzen führen und aufwärts ſtehen. Ich habe die Anzahl die - fer Einſchnitte auch zu fünf bis ſechs Grid en. einigen Dlumen angetroffen. Eine iede folche Blume hat zween ſehr kurze Pfrie⸗ menfoͤrmige Staubfaͤden, welche aus der Roͤhre des Blumenblattes aufwachſen. Sie endigen ſich mit blaßgelben Sersförnigen aufezeefegenden Staub: beuteln. | det Kieter von Linne‘ giebt die Ameh dieſer 84 Staub⸗ 152 XXI CHTONA NTHUS et. Staubfäden öfters zu drei Stüd an. Ich habe deren ſo gar vier Stuͤck bisweilen gefunden, aber alsdenn war auch’ das Blumenblatt in acht Einſchnitte getheilet, fo wie die Blumendecke fünf, ſechs bis fieben Einſchnit ⸗ te harte, Dergleichen Veſchaffenheit laͤßt alſo einen ſon⸗ derbaren gen einer —* ra vers muthen. | Der Knopf iſt — der Griffel nach meiner Be⸗ 4 — ſehr kurz und noch kuͤrzer als die Blumendecke und mit einen EDEN TS Stigma ge kröne. Die Frucht ift laͤnglich rund, von der Geſtalt und Groͤße einer Cornelkirſche, mit einem rothen geh: überzogen und einem Kerne verſchen. | Die Rinde iſt Aſchgrau. * * In Nordamerika, woſelbſt der Baum, — tet er dorten wild waͤchſet, ſelten mehr als zehn Fuß Hoͤhe erhaͤlt, iſt er mit den weißen Blumen haͤufig be⸗ deckt, woher er. denn den Namen Schneeflocken⸗ oder Schneetropfenbaum erhalten hat, und weil das; Blu⸗ menblate zart zerſchnitten ift, fo heißer er auch der Fran⸗ zenbaum. Jedoch hier erhält er nicht einmal, dieſe Hoͤ⸗ be, fonder bleibe beſtaͤndig krumm und unregelmäßig im Wuchſe. Er träge auch nicht fo häufige Blumen, und bis izt find fie. noch. alle Jahre ebscfeſen —— ei⸗ ‚ne Frucht angeſetzet zu haben, N Die Fortpflanzung geſchiehet durch * Saanm, welcher ein ganzes Jahr in der Erde liegen bleiber. Die aufgef imten iungen Pflanzen erfordern in den erften Jahren eine hinlaͤugliche Beſchuͤtzung gegen a | te, XXL. CHIONANTHUSete. - 153 Kälte, fo bald fie aber etwas ſtark fi * po sh ſ e derſelben ſehr gut. | AIn England hat man die Vermehrung —* Einfe: ger bewerkſtelliget, ob es ſchon ungewiß bleibet, daß dieſe beſtaͤndig die erforderlichen Wurzeln erhalten, Miller ſagt, daß ſie erſt in Zeit von zwei Jahren Wur⸗ zeln ſchlagen, und zwar a sdenn erſt, wenn man ſich die Mühe, nähme, van ic bei — Wetter en au bes Br | | Einen feuchten, ne —7— leimigen Boden haben fie lieber, als einen trocknen und fandigen „ und in den lezteren muß man bei warmen Wetter ihren Verluſt ber fürchten, da fi fie e viele Feuchtigkeiten zu — erfodern. Du Hamel faͤhret bei ihm mit Unrecht die ſynony— ‚mifche Benennung Plucknets an, die eigentlich zu dem Chionantho Zeylonica L. gehoͤret. Außer der guten Ausſicht während feines Bluhens iſt von ihm nichts nugbares bekannt worden, * xin '®bEETHR A ( alnifola Ä Ruf Sp Pl. Mill. 1. du Ham. arb. ı. * Amerikaniſche Erlenblattrige Cle⸗ thra. 2 | % * Miller Tab. 281. und Carch, 7 "Tab. 66, um fo wohl an Bien als Bluͤthen ſchoͤnen NER 154 RE CLETHRA etc, Strauch, erhalten wir aus * Auieranihen Prob zen. von Carolina, Virginien und Penfülvanien. | Die Blaͤtter ſtehen Wechſelsweiſe an den in gen, und. fommen in ihrer. Geſtalt den Erlenblärtern etwas gleich, doch find fie feimaler und länger. Sie find oval, an beiden Enden zugefpizt, am Rande ftarf gezahnt, auf viertehalb Zoll lang und in der Mitte ans derthalb Zoll breit. Die Farbe. der oberen ‚Fläche iſt hellgruͤn und glaͤnzend, die untere aber faͤllt blaſſer aus, und iſt mit einer erhabenen Ader der Laͤnge nach vers ſehen, welche nach den Seiten im fölefen inien Neben: aͤſte ausſchicket. Ihre Stiele haben einen — Zot an a Inm Fruͤhiahre zeigen die Blätter beim — einen ins roͤthliche fallenden Rand. Die Blumen kommen im Julius und Augufi am Ende der Zweige in dichten über zwei Zoll langen auf: twärtsftehenden Achren zum Borfhein. EN - Die Blumendecke beſtehet aus einem einzigen wei. | lichen wolligen Bfatte, und fällt niche ab, Es iſt daſ⸗ ſelbe mit fuͤnf Einſchnitten verſehen, welche an ken Spigen einwärts gebogen find. - Die Blume hat fünf Längliche weiße Blumenblat. ter, die noch einmal ſo lang als die Blumendecke ſind, am Ende breiter und ausgehoͤhlt ausfalen aufiadrrg und ausgebreitet ſtehen. Unter iedem kleinen weißlichen Blumenftcle befin⸗ det ſich ein ſchmales weißliches zugeſpiztes Neben⸗ blaͤttgen. In der Blume ſi ind sehn Dfelemenförmige, zarte weiße ‚gleichen XXIL CLETHRAee 155 weiße Staubfäden , welche ein wenig länger ‚als die Blumenblätter find, und länglichte aufwärtsfichende braungelbliche oben von Ale sc tel führen, Der Knopf ift candlich gruͤn, und oben mie. eis nen en wolligen Rande verfehen. Der Griffel mir feinem dreifpaltigen: Stigma if weiß, ein wenig länger als die Staubfäden, Fadenförmig, aufgerichtet, und nichr abfallend, fondern er ſchwillet nach: den abgefallenen ne nur un ſtaͤrker auf. Dieſe —— he einen ne engen men Geruch. a A | ‚Die Saamencapſel y (die aber hier big iezt oc: niche reif erſchienen iſt, und worauf auch wegen der ſpaͤ⸗ ten Jahrszeit wohl wenig Hofnung übrig bleiber ), iſt rundlich, von der Blumendecfe eingeſchloſſen, und hat drei Faͤcher mit eckigen Saamen. Ob gleich Gronovꝰ) die höher bebeſtioten Blaͤt⸗ ter, als breiter und ſchaͤrfer zezahnt, die niedriger fi henden aber für ſtumpfer, Eleiner und weniger gezahnt angtebt, fo kann ich doch bei der Unterſuchung des hie- ſelbſt befindlichen Stammes feine Gewißheiten davon anzeigen, da einige Blaͤtter unten am Baume zwar die von dieſem Schriftſteller erwaͤhnte Geſtalt haben, ande⸗ re hingegen, welche mit dieſen in gerader Linie auch noch tiefer anzutreffen f nd, denen PRerM Pine Man vermehret dir Eiefen aus den Saamen, und durch 8. Fl. Virg. pag.67. 156 XXIL CLETHRA &c. durch Ableger "Der Siam eWird aus Amerika’ gefchickt, und lieget ein ganzes Jahr in der Erde, ehe er auffir mer, Die. Ableger erfodern * Jahre Seit, er ft Wurzeln erhalten. Sdo lange die Pflanzen noch Ahle ſind muß man fie gegen die Kälte bedeckt halten, fobaldaberder Stamm nur ein wenig: flarf — iſt/ vr er Bere Pine ohne Bederfung. - | ; Im feuchten Eidreiche Porkhien fie ker * als im trocknen, und fie wachfen in Nordamerika eigentlich an feuchten Orten und Bächen, zu acht bis sehen Schuh hoch. Der hieſige Stamm, der als ein ſolcher aus Eng⸗ land gekommen iſt, und deſſen Alter ich daher gewiß zu beſtimmen nicht im Stande au hat — die Haͤlfte dieſer Höhe. .· Von einer beſonderen — — 5 ber frifchen Ausfichr in sten und —— — ans | führen. | — Sut COLUTEA. The Bladder Senna Le Baguenaudier. Der Blafenbaum. 5 Ihn DH‘ Blätter der Blaſenbaͤume find allezeir gefiedert, Dund befichen aus ovalen und Herzförmigen fleinen ungezahnten Blaͤttern, zwei und zwei gegen einander uͤber, welche ſich mit einen einzigen Blatte endigen. Die Blumen find Parlionsblumen‘ und ſitzen zu 5 Stuͤcken an einen zemeinſchaftlichen Stiele. Die Blumendecke iſt enblactrig, Glockenfoͤr⸗ j e mig, XXIII. COL.UTEAletce 157 mig/ in’ fünf aufwärts gerichtete kurze ze: ge⸗ theiler ; und nicht abfallend. Die Fahne iſt bei den hieſ igen baten Arren rund⸗ lich, groß und offen ſtehend, die Fluͤgel ſind ſpitzig und etwas kleiner, auch dicht nr: und der * — als ein Beutel geſtaltet. Äh Die Anzahl der Staubfaden belauft fh auf sch Stuͤck. Neune derſelben find mie einander verwachfen, einer aber ſtehet allein, und alle — ſ ich mit —* chen Staubbeuteln· gee An der Mitte der Blume zeiget fi ſich ein laͤnglicher zuſammengedruͤckter Knopf mit einem in die Hoͤhe ſtei⸗ genden Griffel und har derſelbe von Bin: ARE bis aur Spitze einen bärtigen Saum, 1" Die Schote iſt breit, aufgeblaſen und ai; und - fehließer viele —— lleine — —— Saa⸗ | a eins‘ ARTE —⸗ "Di in den hiefigen Planungen Gratin Men | dietze Geſchlechts ſi ſind | 1: COLUTE A c — — folio- lis obcordatis. 4 Sp. Pl. Midl. 1. | —— veſicaria C. Baub, Pin. 396; et au Ham. arb. 1. | —* The common Bladder- RR Baguenandier, qui porte des velies. Pau Sen& ou Sen fauvage. . Dir Dlafenbaum. Die falſche Senne. Die ——— Schaaflinſen. Phafanenfraur, ©, Miller Tab. 100, Diefer 158 XXIIL COLU'TEA etc. | Dieſer Strauch wird in Oeſterreich, ben waͤrmeren Gegenden der Schweiz, in Frankreich, Italien, : und befonders am Zuße des Veſuvs angeftoffen: > Die Blätter find hellgruͤn, beinahe ovalund oben in Geftalt eines; Herzens ausgefchnitten.. Sie haben über einen halben Zoll Länge und einen halben Zoll Breis te, ſind auf der oberen Flaͤche dunkelgruͤn und glatt, auf der unteren etwas heller, und mit Adern und kur⸗ zen ‚Haaren verſehen. | Die Blumen kommen im Junius, Miuen und Yu. 4— guſt ans: den Achſeln der Blaͤtter auf duͤmen zwei Zoll langen Stielen zu zwei, drei und mehreren RRNERN ge⸗ meinſchaftlich hervor. Die Blumendecke iſt gruͤn und glatt, die Blu— men ſelbſt aber ſind gelb. Sie haben in der Fahne auf dem Grunde derſelben einen dunkaigelben dl, dermit ‘ einen garten rothen Rande eingefaßt iſt. Die Staubfäden find Dre ’ und Hi ie Staub | 1 Werl Orangefarbig. Der Knopf iſt glatt und gel, md der Srife E | mit dem Stigma gleichmaͤßig gefärbt, Die Schoten werden auf anderthalb Zoll lang, und durch Luft aufgeblaſen, ſo daß ſi ſie beim Br einen Schall von fich geben, Die i in ihr befindlichen ſchwarzbraunen ———— gen Saamen erhalten ihre Reife im Herbſte . Die äußere Rinde iſt mehr weiß als Aſchgrau, das Holz aber, beſonders bei alten — x —* roth und gelb geſtreift. — | Eine XXIII. COLUT EiA\ etc. 159 Eine iede Pflanze treibet aus der Wurzel etliche hol- zige Schuͤſſe, welche zwoͤlf bis vierzehn Schuh hoch werden. Sie kommen unter unſern Himmelsſtriche, ohne bee ſchaͤdiget zu werden, fort, und vertragen, außer einen zu feuchten, beinahe einen ieden Boden. Durch den Saamen und durch die häufigen Shih linge kann man ſie ohne Muͤhe vermehren, und ſie wach⸗ ſen geſchwinde i in die Hoͤhe, bluͤhen auch bald. Blaͤtter und Schoten purgiren wie die Blaͤtter der woher der Name der falſchen Senne ſeinen Ur⸗ ſprung hat. Sie muͤſſen indeſſen in groͤßerer Menge genommen werden, fo daß erſt eine Unze des mit ihnen abgekochten Waffers, 06 gleich allezeit mir beſchwerlichen Uebelkeiten, wirket. Eben fo erregen ein bis zwei Quent⸗ gen der zerſtoßenen Saamenförner das Erbrechen, Das Holz fann zum Einlegen bei Tifher » und an dern Eleinen Arbeiten gebraucht werden, und hierauf würde außer dem Nutzen für Pflanzungen ‚ die ‚fie dicht und durch die Bluͤthen lebhaft EN, auge Augen- merf zu richten Bone = rohen: A 3 2 C OLUTEA ( ER foliolis cordatis ‚minoribus, caule fructicofo M. 3. Colutea Orientalis flore fanguinei coloris, Iutea.macula notata Tonn. inlt. du Hm: arb. 9 | Colutea Afsicatıa fennae A Dune fnguineo | C Commel. Pl. rar. pag. 11. The Ealern Bladder Senna. Bagtıe- 160 XXIII COLU T E A.etc. Baguenaudier d Orient. Der Morgenlandiſche 5 ©. Casp. Commel. Plant: rar. ps I, Tab. 11. Der Kieser von Linne nimmt dieſe von. Tour nefort erſt zu ung gebrachte und von Miller als ver⸗ ſchieden angegebene Art nur ir eine Abänderung 6 der vos rigen an Der Wuchs des Ela i jedoch niedriger / da er. nicht über fieben bis acht Fuß hoch in England, und bei uns nur drei bis Bier Fuß hoch wird. Die Bläte ter find kleiner und Seladongruͤn. Die Blumen find wie das bekannte goldene Lack braunroͤthlich mit ei⸗ nen großen gelben Flecken auf der Mitte des Fluͤgels, kleiner wie die von der vorher beſchriebencu falſchen Gens! ne, fo wie auch die Aufn ———— viel kleiner ausfallen | | Ki bLäßer hier im Junius. REN TEEN den Seiten der Zweige hervor, und fiehen auf Sri deren jeglicher zwei bis drei Blumen fuͤhret. | Die Blumendecke iſt gein, und.die Blume / wie ſchon geſagt, braunroth. Die Fahne ift bei ihr rund⸗ lich, ausgebreitet, am Ende in zwei Theile —— und der Rand zuruͤck gebogen. Die beiden Fluͤgel ſind kleiner als die Fahne, mehr. zugeſpizt und —— der Kiel aber iſt als ein Beutel ausgehoͤlet. Der Stamm iſt holzig, niedrig, und er ertraͤget die hieſigen Winter, ohne bedeckt geweſen zu ſeyn. Man kann ihn aus reifen. Saamen, durch Ableger und RER —— Schoͤßlinge vermehren, welcher | lezteren « xeıv.corhusS etc. 16: | tötet er fon von Natur häufig q aus der Burzf treibet. | Für flanzungen bleibt er wegen Fine —* und —— ein artiger —— XXxlvV. CORNUS. The Dogvvod Tree. | Le Cournouiller. Hartriegel. De Blumen bei allen Arten der Hartriegel ſi ißen L zu mehreren Stüden in Dolden beifammen, und bei einigen hat eine iede ſolcher Dolden eine vierblärtrige gefärbte Blumendecke, deren Blätter oval und abs Eve find. | Die befondere Blumendecke einer den Blu: me ift Hein, in vier Einſchnitte getheilet, ſi ige auf dem Knopfe, und faͤllt ebenfals ab, Die Blume hat vier glatte langliche zugeſpizte Blaͤtter, kleiner als die allgemeine Blumendecke der Dolden, und führer vier Pfriemenfoͤrmige aufwaͤrtsſte⸗ hende über ihre Blätter hervorragende Stanbfäden mie rundlichen Staubbeuteln. | Der rundliche Knopf ift, wie ſchon geſagt worden, unter der Blumendecke befindlich, und auf demſelben fin; det man einen einzelnen Sadenähnlichen Griffel, wel: cher die Länge der Blumenblaͤtter, und ein sugeftumpfe tes Stigma hat. Die Frucht iſt eine ovale oder rundliche Beere, und in ihr eine Nuß mie zwei Hölen, welche einen laͤnglichen Kern enthaͤlt. — Band. — Die > 162 XXIV. CORNUS et. - Die Blätter fichen bei: allen hier befindfichen % gen an den Zweigen gegen einander über. | I. CORNUS. — J— Wh A * nadis, ramis rectis L. Syſt. Nat. Mil. 1. Cornus femina C. Baub. Pin. 447. et.du Ham. a The Bloody Twig | Bois-Punais. Cournouillier fähguin. Bomare, ‚SaHriegel, Haͤrtern. Hartreder. Hunds⸗ beeren. Infelemtetn Wilde Dia " Siefer { in Deutfchland an allen Orten wild wach⸗ ſende acht bis zehn Fuß hohe Strauch iſt mit ziemlich langen Zweigen verſehen, welche, wenn ſie etwas alt ſind, nebſt ihren Blaͤttern im Herbſte ſo roth erſcheinen, als wenn fie mir Blut getraͤnket wären. Die Trivial⸗ benennung des Ritters von Pinne’ fo wohl, als die Englandiſche haben davon ihren Urſprung. | | Die⸗ Blaͤtter fi nd: oval, iedoch länger und — | * ugeſpter als an anderen Arten, ungezahnt, an drit⸗ tehalb Zoll lang und auf anderehalb Zoll breit. Ihre Farbe iſt hellgruͤn, und die untere Flaͤche nur ein wenig blaſſer, mit feinen weißen Haaren und erhabenen Adern verſehen, welche auf der oberen Flaͤche darchen verur⸗ ſachen. ai Ä | Die Blumen erfeheinen t im. Sunius, bei warmen Sommern aber auch nod) einmal im Herbſt. Sie ſte⸗ ben. in Blärterleeren Dolden ‚bei ‚einander, die Blu⸗ m Ns XXIV: CORNUSek 16 mendecke iſt weißgruͤnlich, die Blumenblaͤtter und Staubfaͤden find weiß, die Staubbeutel blaßgelb, der Griffel wiederum er und das Stigma gruͤnlich. Die Beeren ſind ſchwarz klein und — dabei mit einen Nabel gekroͤnet, und werden im Herbſte reif. Sie enthalten ein grunes Fleiſch, welches i im Geſchmacke bitter, widerlich und zuſammenziehend iſt. Die aufgerichteten Zweige endigen ſich nackend oh⸗ ne Blaͤtter, und die aͤußere Rinde iſt ‚Hei und * s sro unter einander vermifchts Den Hartriegel kann man aus den Holzungen und Feldhecken, in welchen er ſi ch durch die Beeren von ſelbſt fortpflanzet, genugſam erhalten, wer ihn aber vermeh⸗ ven will, kann dieſes durch Ableger und bewurzelte Schoͤßlinge mit leichter Mühe ins Werk richten. Alle Arten diefes Geſchlechts werden ſonſt durch den Saamen gezogen, welcher, wenn es ſeyn kann, gleich nach ſeiner Reife im Herbſte ausgeſaͤet werden muß, weil er ſonſt ein ganzes Jahr * in der⸗ ba — * A. | "Die aifgegangenen garen fi nd in einen m lker von zwei Jahren zum Verpflanzen tüchtig, und die mehrer ſten treiben, beſonders in za —— Born, y Di Nebenſchuͤſſe 4 Pi Ein iedes Erdreich, y wenn e8 nicht zu aß) if, if für ihn gut, und er koͤnnte wegen feiner weit auslaufenden Wurzeln zur Verwahrung der Gehaͤge dienen. | Das. Holz ift hart und zaͤhe und wird ‚daher, von — —— zu Ladeſtoͤcken vorzüglich gewaͤhlet. J 2 Auch 164 XXIV. CORNUS ete. Auch ſoll man aus den Beeren ein unge zum Srenmen halten koͤnnen. "2. CORNUS a: RR follis | ovatis petiolatis,_ floribus ed ter | minalibus Mill. 5. The Dogwood of New. England. Der blaubeerigte Hartriegel. ©. Pluck, phyt. Tab. 169. Fig: u Er wächfer i in. den Mordamerikaniſchen gtovingen, und ift von Miller zuerſt als. eine beſondere Art ange⸗ nommen und beſchrieben worden. Die Blaͤtter ſind auf dem Stamme häufig, Inge | ſpigt und ſchmal, ungezahnt, auf der oberen Flaͤche von 1 hellgruͤner Farbe, auf der unteren aber ein wenig blaſſer und mit erhabenen weißgruͤnen Adern verfehen, welche i auf‘ der oberen Flaͤche Vertiefungen bilden, u ‚Die Blumen find wie bei dem gemeinen, Hartries get an den Enden der Zweige in weißen nackten Dolden befindlich, fie kommen in Abfi ht der Farbe, der, Blu⸗ mendecke, der: Blumenblaͤtter, Staubfäden, u. ſ. w. mit ihnen vollfommen überein, nur befinder ſich oben auf der oberen Fläche der Blumendede um den Grund. des Grif⸗ fels ein vorher Zirkel, wodurch fie von ienen abweichen... 4 Die Fruͤchte ſind laͤnglicht rund, wie eine ſtarke Erbſe dick, und ER im Sie eine —* one | SR ' Er wird nie über Reh eben bis acht: zaß kei, und rn ara Zweige . von der Wurzel aus’ we H vie * XXxIV: CORNUS et 165 her,‘ iedoch waͤchſet er aufgerichteter als der folgen?e Harfriegel mir weißen Beeren. Die Vermehrung durch Ableger ift aus dieſer Urs ſache ohne viele Muͤhe zu bewerkſtelligen, und aus Saa⸗ men iſt er ebenfals leicht zu ziehen, wie denn die hieſi⸗ gen Staͤmme daraus ſaͤmmtlich gezogen ſind. Unſere Winter ne er * die geringſte Ber ſchaͤdigung· | | Bon eitzem beſonderen u Stau finde ich von ihm nichts angefuͤhret. 3. coxNus (alba) arbores ; ramis recurva= tis, cymis nudis Z. Mantifl. Cornus (Tartarica) arborea, folüs oblongo- ovatis, nervolis, inferne albis, Horibus corymbofis terminalibus Mil. 7. | Cornus fylveftris fructu albo Amman. 277: et. du Ham. arb. 9, "The Tartarian Dogwood, | The white berried Cornus Barir. Cat. HONtN pP Cournouillier blanc. gs | Der Hartriegel mit weißen Beeren. ©. Miller Tab. 104. und Amman, Tab. 32. ; Dieſer Harris waͤchſet ſo wohl in Sibirien als ‚Canada wild. | De Stamm *) ſteiget bis zu der Dicke eines Daumens und eines 5 Menſchen * aus einer. holzigen ; ns Mel, . 6 Amman. Stirp. Ruthen, pag. 198. 166 XXIV. CORNUS etc.’ Wurzel, welchenach Roſen riecht, und auherlich ſchwaͤrz⸗ lich, innerlich aber weiß if. Er theilet ſich nach den hieſigen Bermerkungen ſo gleich über der Erde in mehrere Aeſte, die auch im Sommer eine ſchoͤne rothe Be, kr 4 ben‘, und fi ch nach der Erde biegen, Die Blätter find oval zugefpist, — drei | Zoll lang und an zwei Zoll breit, in einigen ‚noch groͤſ⸗ ſer, ungezahnt, und mit einem Zoll langen Blaͤtterſtiele verſehen. Ihre obere Flaͤche iſt hellgruͤn, die untere Hingegen weißlich grün, und mit erhabenen Adern vers fehen, die. auf der oberen feine Vertiefungen bilden. Hierin weichen ſie alfo ı von alle are! Hartriegel ſehr ab. | Die Blumen brechen im Skuniud a on den Spisen der Zweige in weißen nackten Dolden hervor, und erſchei⸗ nen nochmale i im Herbfte, wiewohl nicht ſo häufig. Sie kommen in der Farbe mit denen an dem ei Er riegel uͤberein. Die Beeren werden im Ehende ve / * * ben eine weiße Farbe. Bei den in den hleſigen fehl befindlichen find alsdenn die Stiele, auf welchen dieſe Beeren figen , violet, doch habe ich in der Pflanzung des Herrn Landcommenthurs der, Balei Sachſen, Grafen von der Schulenburg, zu Luklum einen Stamm an— ‚getroffen; bei welchen dieſe Stiele nur roͤthlich waren. Amman verſichert auch, daß er bei ihnen arunlith — Zweige ohne einige Köche, gefehen habe... wo Die Sorköflanjuiie geſchiehet auf eben bie Weiße, welche bei den vorigen angegeben iſt, und ich habe hier im xXIv. CORNUSee. 167 im Fruͤhiahre 1769. iunge Pflanzen aus den im Herb fie 1768. gefammleren und fo gleich ausgefästen Bee renin Menge auflaufen gefehen, diein-den erſten Soms mer bis auf einen Fuß Höhe erhielten. | f Er dienet zur Abwechfelung in Pflanzungen , wife J er beſonders durch die Herbſtblumen noch lebhaft macht, weil zu ſolcher Zeit wenig andere Bäume bluͤhen. 4 CORNU * Aorida) arborea, involucro waximo, foliolis obcordatis L. Sp. Pl; Mill. 3..«u Ham. arb. 6. | ‚The American Dogwood , or Virgiania 0. Dogwood. h | Cournouillier de Virginie. Der Ror damerikaniſche Hartriegel mit großer Blumendecke. ‚©. Catesby Tab. 27: Mat teift ihn in Virginien, — Hark land und Carolina an, von daher der Saame mit in den Saamenkiſten nach Europa abgeſchickt wird. Die Blaͤtter ſind einem umgekehrten aan ahn · lich, und von ſchoͤner grüner Farbe. Die Blumen find weiß, da iedoch ihre Dolden ei⸗ ne ſehr große weiße einblaͤttrige allgemeine Blumendecke haben, ſo unterſcheiden ſie ſich dadurch merklich von den andern Arten. Sie erſcheinen nach Miller im Fruͤh⸗ iahre ehe ſich noch die Blaͤtter zeigen, haben aber bis iezt in den hieſigen Pflanzungen noch nicht gebluͤhet. Die Fruͤchte ſind war laͤnglich und roth, wie die von 84 rt Ber 168 XXIV. GORNUS erc. der Corneelkirſche, indeffen doch kleiner, und figen Trans benweiſe zu vier bis fünf Stuͤck neben einander. Sie erhalten die Höhe unfers gemeinen Sarlegee; ia von Kalm *) wird gefägt, daß fie fo hoch und dick, als unfer gemeiner Bogelbeerbaum ( Korbus aucupa- ria L) wuͤrden. Unter unferm Himmelsftsiche dauren fie i in freier Luft ohne Bedeckung. Die Vermehrung geſchiehet, wie bei den vorigen, und man hat nicht noͤthig, fuͤr ihn einen beſonderen Boden zu wählen; da er in Amerifa fo wohl auf Anhoͤhen, als in Thälern, in Moräften und an fließenden Bächen von Kalm ” gefunden worden ift. Er will daher feinen eigenen Stand nicht beftimmen, wohl aber fo viel bemerket haben, daß er. auf ebenen, etwas niedrigen, iedoch nicht naſſen ar ri der N am ae waͤchſet. Das Holz iſt hart und Bruni, im Xrodnen fehr dauerhaft, in der Näffe hingegen leihe ‚fan lend. wis Da es eine folche beſondere Härte —* ſo * es in den Nordamerikaniſchen Provinzen zu Weberſpulen, Hobeln, Keilen und dergleichen Sachen verarbeitet. Dieſerwegen wäre alſo dieſer Hartriegel ſchon ſchaͤzbar, wenn nicht ſeine ſchoͤnen Blumendecken ihn ſeinen Platz in Pflanzungen vorzüglich beſtimmten. Wer auch die Anzahl ſeiner Hausmittel vermehren, till, kann den Amerikanern folgen, welche die äußere, Schale ‚der, Wurzel gegen, Ealte BR als eine Arznei, geben. / ' | RR — ) ©. Reiſen 3. 2. &. 133: 7 S Reifen 3 THIS 133. *8 G. a Magaʒ. 17. Band, ©. 9 XXIV. CORNUS etc. 169 5. CORNUS. ‚(mafeula) arborea, umbellis involucrum aquantibus Z. Sp. Pl. Mil, 2. Cornus hortenfis mas C. Bau Pin. 447. di Ham, arb. 2» The Cornelian Cherry Tree; | hr ‚Cournauillier ordinaire, Cornier. Acurnier. Der Eorncel soder Carlskirſchenbaum Der Hornficfihenbaum: Harlsken. Herlsfen, Horlsken. Hernsken. Dierleinbaum, Dier⸗ lingbaum. Derlenbaum. Dierlitzenbaum. Thier⸗ leinbaum. Welſche Kirſchen. Kurbecxen ©, Blackvvell Tab. TER en Er wachſet in Oeſterreich, in der Sri, Ga nah Scopoli *) in Caͤrnthen an Zaͤunen und auf Hügeln wild, und in Niederfschfen findet man ihn häufe ſigi in den Gaͤrten verpflanzet. Die Blaͤtter ſind oval zugeſpizt, auf * —* Flaͤche hellgruͤn von Farbe, auf der unteren weißlicher und mit erhabenen Adern verſehen. Die Blumen brechen fruͤher als die Blätter und ſchon im Maͤrzmonate hervor. Sie ſtehen gemeinſchaftlich zu funfzehn, febengehn bis ſechs und zwanzig Stuͤck neben dinander, und ihre ganze Dolde iſt eben ſo lang, alsihre allgemeine Blu⸗ | mendecke, welche grünliche ovale ausgehölte Blat⸗ ter hat. Die Blumenſtiele ſind duͤnne/ gäntid, — ren befegt, und werden, nachdem der Staub, von den a ie | Staub⸗ 9 ©. Fl. Carniol, pag. 272. 170 XXIVICORNUS etc. Staubbeuteln verflogen if, noch Länger, als die allge: meine Blumendecke. . Die Blume hat laͤnglich zugeſpizte und — bogene gelbliche Blaͤtter, die Staubfaͤden find blaß· ‚gelb, und die Staubbeutel von gleicher Farbe. Der gelbe Knopf * re feifig und der Grif— tobi axruͤn.. IR Die Frucht iſt — A — glaͤnzend, und enthält einen ebenfals länglichen Steiner Bis auf die Miete mie vier Furchen gegeichnet iſt. Sie wirdim September reif, und hat einen ſauren zuſammenziehen⸗ den Geſchmack, doch faͤllt derſelbe fapligger aus, wenn fie volfommen tif iſt. Man erzichet ihn aus Scamen, der gemeiniglich zwei Jahr in der Erde liegen bleibe, durch Ableger und Shößlinge, und nimme ihn zu niedrigen Hecken in den Gärten, weil dieſe ducch ihre frühe gelben Blumen, durch die nachher ſtark belaubten Zweige, und im Herbſte durch Die ſchoͤnen rothen Früchte gut ins Auge faͤllt. Ei⸗ ne ſolche Hecke vertraͤget * — * * vn — * lich: dichter | Man kann fie auch ran —* laſſen, da ſie denn zu achtzehn bis zwanzig Fuß hoch wer⸗ den koͤnnen; am (hönften nehmen fie fich aber aus, wenn fie hochſtaͤmmig wie. Pflaumenbäume gezogen werden, - welche zuc Zeit des Bluͤhens mir einer gelben rar q zogen zu ſeyn [heinen. | Irn einigen Haushaltungen werden die Sehe mit Zucker eingemacht, und find wegen ihrer Säure ein fuͤrteefliches Mittel in hietzigen Fiebern. Allein nicht ur | | für IXKIV: CORNUsSere. am Bir jedem. RRSE fi ind die daraus verfertigten Torten. Die noch grungelblichen eien Fruchte koͤnnen mit Salzlauge, wenn fie vorher weich gekocht find, als Oli⸗ von eingemacht werden. *).und es iſt daruͤber hieſelbſt ein ziemlich wohl ausgefallener Verſuch gemacht worden. Auf dem Nachtiſche vermehren fie‘ mit andern Obſte —— die Reihe, wenn ſe Ren von a ge⸗ geffen werden jolten, ni | N Abarten dieſer Cormettifä fi nd ie fe «b-6 OR.n. vs foliis ‚eleganter variegais ‘Cournouillier à feuilles panchees. — Corneelkirſt henbaum mit J ten Blättern. | li Laube ki; welches verguldet if, der fonft aber mit der Hauptart im Blumen, ö rächen er dem Wag is steich comkie und: "RU Ca Co RN u 7 Kusel mas, s — cerae co- loris C. Bauh. Pin. &du Ham. arb, “3 ——— a fruit iaune. RN Corneelkirſchenbaum mit get Frucht. den Srächten nach, welche ſich durch ihre Wachegelbe Farbe unterſcheiden, im Geſchmacke abet den num völlig ähnlich find, Beide Spielarten laſſen ſich durch ableher und aus⸗ BERN 3 yeige ver nehren. Ai | xx 2.6, Bomare Diet, @ hift, nat, pag. 403. | een ee % xxv. GORKL VS. The: Hazel or "Nut Tree. Le — —— ou Rt a Der Nußſtrauch. Ken Blüthen nach, gehoͤret der — unter dieienigen Pflanzen, die ihre maͤnnlichen und weiblichen Blumen zivar auf einen Stamme; iedoch iede beſonders, tragen. Beide werden bei uns im Maͤrz⸗ monate ſichtbar. Die maͤnnlichen erſcheinen als etwas über zwei Zoll lange ſchuppige Cylinderfoͤrmige duͤnne Kaͤzchen, und zwar ſo, daß die roͤthlich gefaͤrbten kleinen wolli⸗ gen Schuppen welche nad) außen breit und aufgebogen ſind, und drei Einſchnitte haben, unter denen der mittlere als der breiteſte die zwei andern bedecket, an den duͤnnen runden Stiel dieſes Kaͤzchens rund herum gleich⸗ ſam in einander geſchoben ſind. Auf ieder ſolcher Schup⸗ pe ſtehen ſechs, acht bis zehn laͤnglich runde Staub: Beutel, die fo kurze Staubfaͤden haben, daß ſie bei⸗ nahe nicht zu erkennen ſi ind, indem die Beutel dicht auf der Schuppe liegen. Der Saamenſtaub iſt gelb⸗ lich, und ſtreuet nd bei Amrüpsung der — in groſ⸗ fee Menge aus. Die weiblichen Blumen fi * — mit den maͤnnlichen Kaͤzchen vereiniget dicht unter ihnen, oder von ihnen entfernet, zu zehn und mehr Stuͤck neben ein⸗ ander als kleine Knoͤpfe, und ſind von einer dicht auf den Zweigen befindlichen Knoſpe umſchloſſen. Ihren kleinen rundlichen Knopf — ein aus zwei oder mehre⸗ XXV. CORYLUS’ete. 00 mehreren Einſchnitten getheilte dicke Bluͤmendecke, die iedoch waͤhrend der Bluͤhzeit kaum bemerket werden kann, ſich aber nachhero nach der Größe der Frucht ver— größere. Eine Blume iſt bei ihnen eben fo wenig, als bei. den männlichen anzutreffen, und es gehen alſo nur zwei rorhgefärhte Fadenaͤhnliche Griffel aus dce Blu⸗ mendecke hervor, die ſie an Laͤnge uͤbertreffen, und mit zwei einfachen Stigmaten gekroͤnet find, Die Ge- fale der Fruͤchte oder. Nuͤſſe iſt länglich rund, nach dem äußeren Ende zugeſpizt und, ein wenig platt ge— drückt, ungen aber, wo fie. in. der vergrößerten Blumen- decke veſte fi get, mehr rund und breit. Innerhalb ih⸗ rer dicken veften Schale ift cin dem Geſchmacke nach füßlicher, weißer Kern befindlich, der wiederum eine mehr zarte oder dicke Haut jur Umhuͤllung hat. Alle NRuſſe konnen durch Steckung der Kerne, durch Auslaͤufer an den Wurzeln, und durch das Ablegen und Pfropfen vermehret werden. Man ziehet von ihnen die Ableger vor, weil dieſe bald hg) und beſſere Seiche te Are follen, „Die hieſi gen Arten und Marten find 1. CORYLUS (Avellana), Ripulis 0 ovatis ob- tulſis . Sp. Pl. Mid: 1. | | re [ylveltris C. Baub. ‚in 45" et du re,‘ ‚Ham. arb. I» ; ’ © Thewild Haze. 00... —— des bois, ou Coudrier. Der gemeine wilde Haſelnußſtrauch. ©. Blackwell Tab, 293. Dies 174 XXV- GORYLUSc« Dieſer Banmartige Strauch iſt in unfern Gegenden und ganz Europa einheimiſch und kommt in gusen, fo wie in dem ſchlechteſten Boden und auf den Haͤngen der Berge fort, wo viele andere: Baͤume verderben. Er ſcheinet die Stammart der übrigen zu ſeyn/ wie ihn auch der Herr ara von Muͤnchhauſen als eine ſolche annimmt — Die Fruͤchte finden f & chels einzeln, its‘ in großen dicken Trauben zu acht bis zehn Stuͤck auf einen gemeinſchaftlichen Stiele, von welchen mehrentheils nur wenige gefuͤllt und gehoͤrig ausgewachſen ſind. Sie find nicht ſehr groß, bald rund, bald laͤnglich, von Far⸗ be bräunfich und mit einer dicken Schafe und kleinen Kerne verſehen, und die Blumendecke ſchließt die Nuß bis auf die Haͤlfte ein, iſt in ihren Einſchnitten nicht tief getheilet, die Einſchnitte aber ſtehen ausge ⸗ breitet, Die Blaͤtter ie Arten und AWbaruen dieſes Ges ſchlechts find faſt rund, ziemlich groß, am Rande mit Einſchnitten verſehen, welche wiederum feinere derglei⸗ chen haben. Sie ſtehen Wechſelsweiſe an den Zweigen, und ſind auf der unseren Flaͤche —3 mit einer MEERE feinen Wolle bedeckt. Die Wurzeln fi fi nd * und sen ti tief "indie Erde, Die Schuͤſſe — aus daſchen sfämine auf, und find biegfam, Die äußere Rinde, bei Pe Zoeeen * und rauh, bei aͤlteren mehr Aſchfarbig und glatt, und das Holz weiß. und fein. er > 2.8. is 3 Th. ©. 826, | XXV. CORYLUS etc. 175 Sie erhalten cin ziemliches Alter, und daß fie hoch werden koͤnnen, beweifst der von Daubenton "") bes nannte Stamm, der vierzig. Fuß hoc) ‚und unten über zwei Buß i im. umkreiſe dick war, | Als Rubholz ſi nd fi ie wegen ihrer gemeiniglich geringen Höhe nicht zu gebrauchen, und man gönnet ihe hen alfo nur unter den Hölgern, die alle fieben big zehn Jahre abgetrieben werden; einen Platz, um dag Holz zur Feurung mit in Waſen binden zu koͤnnen. Außer dieſen geben die ſtaͤrkſten i iungen Schuͤſſe gu⸗ te Faßreifen bei ſolchen Gefaͤſſen ab, in welchen beſtaͤn⸗ dig fluͤßige Sachen erhalten werden muͤſſen. Die Nuͤſſe werden in Haushaltungen geſammlet, und roh gegeſſen, und woſelbſt fie häufig wachſen kann man aus ihnen ein dem Mandeloͤle 1. Oel *X ie Abarten find i Bi Corvus fativa — maximo. 2 CeBaah: Pin. 418.8 du Ham. arb. 2. 'u The: large Cob Nut. Nöifettier culeive & he rond fort — ou Avelline. Zellernuß. Die — Serie oder Spaniſche Nuß. | Die Nuͤſſe ſind groß, ind, he platt als hoch, und oben platt gedruckt, und die Schale, welch: ſich wegen des vollftändigen Kerns oben an ER von gr oͤfnet, it braun und weißgeſtreift. | RER Der Aa — Dict. ei nat, ©, 419. #76 xXxv. TORYLUS er. Der Kern ift in ändern, die wärmer als unſer | Sicberfachfen find, ſeht groß, und wegen feiner Suͤſ⸗ ſigkeit ſchmackhafter als bei den übrigen, bei uns ift ihre Schale aber allezeit dick, der Kern niemals voll gemacht fen, folglich etwas abſchmeckend. Du Hamel benenner alle Sträucher mit ——— Nuͤſſen Avelliniers, und merket von ihnen mit Recht an, daß die Blaͤtter ihrer Blumendecke feiner einge: ſchnitten und kuͤrzer find, als bei denen mit langen Fruͤch⸗ in, und daß auch die Blaͤtter runder ausfallen, Der Name Zellernuß fol von dem Flat ul be Würzburg ihren Urſprung haben * „s | .&:CorvLus fructu oblongo albo. Avellanae graciles — * Baub. Hiſt. pl. 1. 269. | La Longuette.. Die Mandeinuf. Sie haben eine lange biinne zugeſpizte Kegelfoͤrmige Frucht mit einer dünnen hellbraunen Schale, und lans gen füllen. Kern 2 Ben — den Namen veran⸗ laſſet hat. Die grüne eben nicht ſtark eingefihnittene Blumen: decke umſchließet die Frucht beinahe bis an ihre Spige, 2. CORYLUS (masima) Aripulis oblongis obtulis, ramis — Aal 2· The Filbert. | I Die Lambertsnuß. Di Wu 9 S. Zinkens dkonomiſches kepicon. XXV. CORYLVS etc. 177 Miller nimmt dieſe als eine eigene Art an, ob ſie gleich von vielen nur fuͤr eine Abaͤnderung der gemeinen— gehalten wird. Die Gründe, welche er davon angiebt, beftehen darinn, daß die Zweige bei ihnen mehr aufge richtet in die Höhe wachfen, als bei den andern, daß die Blätteranbänge länglich find, und daß aus den Nuͤſſen ähnliche Stämme, ohne ſich zu verändern, ger zögen werden können, Der Herr Landoroft von Manchhauſen ) iſt gleicher Meinung, und giebet von ihnen noch uͤberdem ein weſentliches Unterſcheidungszeichen an, nemlich, daß die Blumendecke der Frucht aus einen holen oben ſpitz zugehenden und die Nuß nicht allein bedeckenden, ſondern auch uͤber dieſelbe hervorſte henden Cylinder bes ſtehe, deſſen Rand nur wenige Einſchnitte hat. | Die Nuß ift laͤnglich oval, gehet oben ſpitz zu, iſt an der Spitze mit einer feinen Wolle bedeckt, und un- fer allen andern im Geſchmacke die —— Die Schale iſt duͤnne. | Man hat von ihr folgende Spielarten, a. Coryvrus fativa fructu oblongo rubente C. Baub. Pin, 418. et du Ham. arb. + The red Filbert. | Noifertier & fruit rouge. Dir rothe Lambertsnuß. — — Die rothe Ruhrnuß. S. von Gleichen Abbildungen Tab. 5. 175 “) &. ARuspater 3. Th, S. 827 1. Baͤnd. N 178 XXV. CORYLUS etc. bei welcher die Blaͤtter mehr ins braunrothe fallen, ‚und. der Kern mit einer — Haut umge⸗ ben iſt, und b. CoryLus ER sie rubente pellit cula alba tecto C. Baub. Pin, 218. et du Hım. arb. 6. The white Filbert. Noifettier à fruit long couvert d’une pelli- cule blanche. Die weiße Lambertsnuf. welche den rorhen der Frucht nach völig gleich find, außer, daß fie eine weiße Haut haben. Die grüne Blumendecke pflege icdod die Nuß nicht ſo weit wie bei den vorigen zu bedecken. 3. —* ORYLVS «ar —5 ae perianthiä pinnatihdis 0.2 Münchbaufen. * * Corylus nucibus in racemum congeſtis C. Baub, Pin. 218. et du Ham, arb. 7. The Clufter Nut. "Noifettier , dont le fruit vient en grappe. Die Baumartige Haſelnuß. Der Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen unter⸗ ſcheider ſie an den angefuͤhrten Orten von den uͤbrigen als eine: beſondere Art, weil ſie zu einen anſehnlichen ge⸗ raden und dicken Stamme aufwaͤchſet, oben eine ſchoͤne Krone *) S. Hannov. Anz. 1753. Seite 923. und Bausvater 5. Th. Seite 142. XXV. CORYLUSet, - 19 Krone bildet, und weil ihre Srüchte in großen Buͤſcheln zuſammen angetroffen werden. Die Muß iſt beinahe kugelrund, oben platt, un ton etwas ſpitziger, mit einer überaus dicken und har, ten Schale, und einen vollen, veften, dicfen und füß fen Kerne, Die Blumendecke ift befonders fleifchig mit vielen gefranfelten Einſchnitten. Ob diefe Art urfprünglic) aus Europa herſtammet, till ich nicht gewiß entfcheiden, da der Herr Landdroſt gegen mich die Muthmaßung geäußert hat, daß der zu Schwoͤbber befindliche Stammbaum wahrfcheinlich unter einigen aus Amerifa erhaltenen Saamen mit aufgezo⸗ gen fey. Ich fee daher die fnnonymifchen Namen nur auf ein Ohngefähr hin, und beftimme darüber nichts, da ich bei feinem Schrifrftefler dieſe fo merkwürdige Gröfr ſe bemerket finden fann. Zu Schwöbber habe ich davon fünf Stück angerrofs fen, die fo hoch als der größte Birnbaum, und unten über anderthalb Fuß im Durchſchnitte Ka waren, | XXVI. CRATAEGUS. ie Blaͤtter ſtehen bei allen Arten und Abarten die⸗ x fes Geſchlechts Wechſelsweiſe auf den Zweigen. Die Blumendecke iſt einblaͤttrig ausgehoͤlet und ausgebreitet, in fuͤnf Einſchnitte getheilet und nicht ab⸗ fallend. M 2 | Die 130 XXVLCRATAEGUS. Die Blume har fünf rundliche ausgehöfte kurze Blaͤtter, welche aus der Blumendecke wachen. Eine iede zähler zwanzig und mehr Pfriemenfoͤrmige Staubfäden, cbenfals aus der Blumendecke, mit zundlihen Staubbeutel verfehen,. Der Knopf befindet fich unter der Blume, und auf ihn ftchen zwei aufgerichtete Fadenaͤhnliche Brif fel, deren ieder auf der Soma ein rundlicheg Sigma führer, Die nach der Befruchtung aus dem Kuopfe gebil⸗ dete Beere iſt laͤnglicht rund, oben mit einen Nabel gekroͤnet und fleiſchig. Sie enthaͤlt in dieſem Fleiſche ei⸗ gentlich zwei, nach dem Herrn von Haller aber auch drei, vier bis. fünf laͤngliche harte Saamentorner. Es ſu nd hieſelbſt vorhanden: € CRATAEGUS (Oxyaessha‘) foliis obtu- | fis Aubtrifidis ferratis Z. Sp. PE Mg. Zu Meipilus Oxyacantha fpinofa, drupa ovata monoſperma Craa»z; ftirp, Auſtr. | Mefpilus apii folio fylveftris fpinofa, s, Oxy- acantha €. Baub. Pin. 454 et du u. arb. 17. v8 The white Thorn, or common ER Epine blanche, ou noble Epine, | Der Weißdorn. Mehldorn. Unſer lieben Fgrauen Birnlein. Moͤllerbrodt in Nieder⸗ ſachſen. © Cramer Tab. 33: Blackwell Tab, 149. Man } * XXVI. CRATAEGUS. 181 | Man trift ihn in ganz Europa und bei uns in halben Hol⸗ sungen und Herfen wild an, ö ‚ Die Blätter find in drei Teile De deren Spisen ftumpf gerundet, und die Ränder Saͤgenfoͤrmig eingefchnitten find. Ihre Farbe if auf der oberen Flaͤ⸗ he dunfelgrau und glänzend, auf der unteren fälr fie Hingegen ein wenig heller und matter aus, Die Blumen fommen im Maimonate in Eleinen Buͤſcheln hervor, und find wohlriechend. Die Blumendecke iſt gruͤn, und mit den Ein⸗ ſchnitten zuruͤck gebogen, die Blumenblaͤtter find weiß, und die Staubbeutel roth. Die Beeren find länglich rund „ im Anfange grün, nach ihrer Reife roth, und enthalten ein gelbgefaͤrbtes trocknes mehliges Fleiſch. Mehrentheils befinden ſich darinn nur zwei harte Saamenkoͤrner, oft aber auch wohl nur eins, drei oder viere. Die aͤußere Rinde der Zweige iſt Aſchsran und sa und das Holz weiß und zaͤhe. Ale Arten Taffen ſich ſehr gut durch den Soinch vermehren, welcher fogleich in dem erften Frühiahre auflaufen wird, wenn er noch im Herbſte, fo bald er reif worden iſt, aus den Beeren genommen und in die Erde gebracht werden kann. Saͤet man ihn hingegen in den folgenden Fruͤhiahre aus, ſo muß man gemei⸗ niglich befuͤrchten, daß er bis zum zweiten Sommer ohne zu keimen, ruhig liegen bleibet. Eben ſo laͤßt ſich dieſe Wermehrung ich Ablegen; | durch das Pfropfen und abge — bewerf⸗ ſtelligen. 353 ee er 182 XXVL CRATAEGUS. Im erften Falle darf dazu nur iunges Holz genom⸗ men werden, und doch erhalten folche Ableger erſt in zwei Jahren die erforderlihen Wurzeln, Mit den ab: gefchnitcenen Zweigen ift es Miller zwar aufeinen fchat- tigen Gartenbeete gegluͤckt, allein es blieb ihm .ohngee fähr-der achte Theil der ausgeſezten Stecklinge übrig, und man fann alfo darauf eben nicht Rechnung machen, Die aus den Saamen gezogene Stämme werdenun. ter allen am höchften und geradeften aufwachfen. Nach diefen angeführeen Erfahrungen vermehter fich denn auch der Weißdorn durch feinen eigenen Saamen, nur wird er gewöhnlich durch iunge Schößlinge gezogen. Er ift gar niche zärtlich, und kommt in ieden Bo: den fort, wenn er nicht zu fandig und trocken, und zu feucht iſt. ’3 Der vorzuͤglichſte Nuten, den wir von ihm erhals ten, beftchet in Anlegung veſter grüner Helfen, zu wel⸗ chen der dritte Theil des Hausvaters ) die beſte Ans weifung gegeben hat, welche ich hier zu wiederholen für überflüßig halte ,. weil ein ieder Liebhaber. folcher Heden fie wörtlich leſen muß. | a aa Die Beeren werden don Vögeln gegeſſen, ‚und wenn fie an einem Orte ſehr häufig find, koͤnnen ſie geſamm⸗ let und damit Schweine gemäftet werden. ,,. Ja. der Schweiz wird hin und wieder aus ihnen ein dem Biere ähnliches Getraͤnke verfertiget. Sie flopfen den Durch lauf. | EuE u | Das Holy, welches Insbefondere wegen ‚feiner Bes -fligkeit und Dauer befannt ift, liefert gute Dumas, ’pele ) ©, Seite 71. und folgende, XXVLCRATAEGUS. ag“ Speichen an, Muͤhlraͤdern, gute Drillinge,, Hölzer zu. Drefchflegeln, auch) Stiele ju Hammer, Arcen u. d. m. Im Nothfall kann man auf die Staͤmme des Weiß⸗ dorns Birnreiſer pfropfen, welche zwar nie einen hoch⸗ ſtaͤmmigen Baum liefern, und nur langſam wachſen, iedoch in ihren Fruͤchten nicht verworfen werden Finnen. „b. Crararcus Oxyacantha flore pleno. Mefpilus (Binofa s. Oxyacantha flora pleno .Tourn. Inft. et du Ham. arb. 18. | - Der. Weihdorn mit gefuͤllten Blumen, ©, Munting. Tab. 46. | ift eine für Gärten und Mflanzungen ſchoͤn in die Augen fallende Abänderung. Sie wird durch Ableger und Pfropfen auf gemeine Stämme fortgepflanzet, und die Blumen brechen als Fleine Sleifchfarbige Marienblumen außerordentlich gefüllt Yervor, '2C RATAEGUS (tomentoca) foliis’cunei- ‚formibus ovatis ferratis fubangulatis {u- btus villoris , ramis fpinohs L. Sp. Pl, Mill. 9. The Goofeberry -leaved Virginia Haw. The Etable Haw. Der Virginiſche —— mit gelber Frucht. ©. Trevv Ebret. Tab. 17. * Dieſer Weißdorn waͤchſet in Virginien wild. | Ma Die is4 XXVECRATAEGUS. Die Blätter find Keitförmigoval, mit Einſchnit⸗ ten am Rande, wie ein Stachelbeerenblatt bezeichnet, und gezahnt. ihre obere Fläche ift Hellgrün und glatt, und die untere mir einer feinen Wolle überzogen, Die Blumen 'gehen aus den Seiten der Zweige hervor, theils einzeln, theils zu zwei bis drei Stuͤck auf einen gemeinſchaftlichen Stiele. Die Blumen: decke iſt in ihren Einſchnitten groß, Die Frucht ifleine gelbe Beere , welche im Herbfte reif wird, wodurch diefe Art von den übrigen merflich abgehet. Weil fie eßbar feyn foll, fo hat fie dem Dor: ne felbft im Englifchen die Bei des eßbaren Dorns gegeben. Die Zweige find Aſchgrau, dünne, ——— duͤnnen Stacheln verſehen, die aber von mir bei dem hieſelbſt befindlichen iungen Stamme bis izt nicht be⸗ merket ſind. Die Fortpflanzung wird durch Ableger und friſche Saamen leicht bewerkſtelliget. Er leidet bei unſerer Winterkaͤlte nichts, wird ics doch niemals über fechs big fieben Fuß Höhe erhalten, Eine eigenrhümliche Benugung ift nicht bekannt. 3. CRATAEGUS (uniflora) foliis Janceola- to -ovatis. ferratis, fubtus villofis, ftipulis femicordatis, floribus ſolitariis, calycibus follaceis, {pinis longiffimis. Mefpilus foliis lanceolato - ovatis fetratis , fu- btus villofis, floribus folitariis, calyeibus foliaceis, fpınis longifiimis tenuioribus Mi#. Ld. 7.0. 17. ' The XXVL CRATAEGUS. 185 | The Lord Islay’s Haw: Der Tangdornige Nordamerifanifhe Weißdorn, KREISE) Sch fehe diefen aus Nordamerika herſtammenden Weißdorn: mit dem Herrn Landdroſt von Muͤnchhau—⸗ fen" ) für eine befondere Are an, ohneracheee Miller in der neueften achten Auflage feines Gärtner - Wörters buchs denfelben, ohne”ihn iedoch bei einem andern-auf: zuführen, nicht erwaͤhnet hat. Die Blaͤtter find länglich und am Ende gerundet, ‚auf kurzen Stielen beveſtiget, dunkelgrün: glänzend auf. der oberen Fläche, auf der unteren etwas wollig, und am Rande gezahnt. Xhre Länge beläuft ſich auf einen Zoll, und die Breite auf einen halben Zofl. An iedem Blatte befinden ſich zwei Fleine halb Herzs förmiggeftaltete und. einmal: eingefehnirtene Neben⸗ blättgen, welche von Miller zwar nicht, wohl aber von dem Herrn DON Muͤnchhauſen bemerkt find. Die Blumen kommen einzeln aus den Spigen der Ztocige hervor, Die Blumendecke ift breieblärserig, und weit über die ſchmale Blume hervorragend. Die Fruͤchte ſind bei ihrer Reife von gruͤngelber | Farbe, und Eleiner als dievon unfern gemeinen Weißdorn, Alle Zweige find dünne und winflic gebogen, die Rinde ift braunroth, und die befonders an den unte- ren Theilen der Zweige befindlichen Stacheln find von gleicher Farbe, dünne, zugefpize und zwei Zoll lang. Die hiefigen Stämme find noch iung, und haben erſt an zwei Suß Höhe. Nah Miller fol dieſelbe bei | | alten 2 65, Hausvater ster Th, ©. 197. 186 XXVI CHRIAFTADE GUS. alten — 8— nur ſechs bis a Fuß be fragen, | Unfere Winter vertragen fie, Ad: kann‘ ich außer der Seltenheit und: der feifchen Ausſicht derſelben in Pflamungen eben nichts nutzbares von ihnen anfuͤhren, da ſich ohnedem wenig von ihnen u * ee Wuchſes erwarten laſſet. — | 4. CRATAE 6us (lucida) Foliis ovato a ceolatis, lucidis, flipulis linearibus ferra- tis, floribus corymbos,, ramis fpinolis. Crataegus (lucida) foliis lanceolatis ferratis lucidis , {pinis longiſſimis, floribus 5 bofis. Mill. 6. The ſtrong dorned Haw. Dir Nordamerikaniſche Weißdorn mit — Blaͤttern. ©: Miller ‚Tab, 178. 2 Die Blätter find oval laͤnglich, am Kante Si. genförmig gejahnt, und fiehen auf fehr Furzen roͤthli⸗ hen Stielen bisweilen Paarweife, auch wohl zu drei, „vier bis ſechs Stüc neben einander, Die größeften ha⸗ ben auf drei Zoll Laͤnge und anderthalb ‚Zoll Breite. Ihre obere Fläche ift dunkelgruͤn und glänzend, die un⸗ tere aber faͤllt etwas matter aus, iſt der Länge nad) mit einer erhabenen Ader virſchen und mit einen feinen Adergewebe duräjnsen. Die nicht abfallenden Nebenblättgen der Alde ger ? nd ſchmal und fein gezahnt. Die Bl umen brechen bei uns im Julius an den Spitzen XXVL.CRATAEGU®. 187 Spitzen der Zweige in Büfcheln hervor, Die Blu⸗ mendecke ift grün, die Blumenblaͤtter find weiß, die Staubfäden von gleicher Farbe , unddie Staub» beutel dunkelroth. Die Griffel find gelblichgrün, und tragen gleichgefärbte Stigmate. Die rorhen Beeren erhalten ihre Reife im Herbfte, find rund, doch kleiner als am Nordamerifanifchen groſ⸗ fen ftachlichen Weißdorn, Die Rinde ift Aſchgrau und glatt, und die Star cheln fi find einen Zall lang, ſtark und ſpitzig. ‚Das Holz i iſt weiß und zähe, Man kann ihn, wie bei den: übrigen Weißdornen angegeben iſt, vermehren, und er iſt gegen Win⸗ ter aͤußerſt hart. Er bildet einen — Stamm mit einer groſ—⸗ —* ſiark belaubten Krone, und wird sehn bis“ zwölf Fuß hoch. + Für den übrigen Arten dieſes Geſchlechts hat er ein Hprigliches gutes Anfehen, amd ich wolte wohl fagen, das frifchefte unter ihnen, weswegen er auch eine iede Pflanzung durch feinen Stand verfchönert, Wegen des ftarfen Teiebes , und indem die Aefte durch einander laufen, und mit ſtarken Dornen beſezt find, verſpricht Miller von ihnen gute und undurch dringliche Hecken, die nach meiner Meinung defto dich» ‚ter gezogen werden Fönnen, da die Bäume, mie cs die Erfahrung Ichret, das Beſchneiden recht wohl vertragen, 5. CRATAEGUS (torminalis) foliis corda- tis ſeptangulis, lobis iafimis divaricatis L. Sps Pl. Mil, 2. Cratae. 188 XXVI. CRATAESUS. Crataegus Folio laciniato Touran. na ec en Ham. arbs 1. ‚a —AR The wild Service, The Maple-leaved: service Alizier à feuilles decoupees. Darmbeeren. Arlsbeeren, Elzbeeren. Cirice, Atlaßbeeren. - Efchrößel. S. Cramer Tab. 17. du Ham, ar Fe.) Au, Da Pl. 79% Der Darinbeerenbaum wächfer bei ung in. "0 fand, in Sranfreih, in der Schweiz und in —— hin und wieder in den Wäldern. Seine Blätter gleichen den Ahornblättern, von welcher Aehnlichkeit auch die Engländifche Benennung ihren Urſprung hat. Sie ſind von ziemlicher Groͤße, faſt vier Zoll lang und auf drei Zoll breit, in ſieben Ein- ſchnitte getheilt, die unterſten weit auseinander geſperrt, und mit einen gezahnten Rande verſehen. Ihre Farbe iſt auf der oberen Flaͤche hellgruͤn und — die untere hingegen iſt etwas wollig. Die Knoſpen, worinn die Blaͤtter unentwickelt lie⸗ gen, kommen den Birnbaumknoſpen nahe, — du | Hamel bekraͤftiget. Im Mai erſcheinen die Blumen mit bollizen Stielen auf den Spitzen der Zweige in großen aͤſtigen Buͤſcheln. Die Blumenblaͤtter ſind weiß, geſtreift und "oval, Die Fruͤchte werden im September reif, ſind lang⸗ lichrund, und hu ben. auf der Spige eine kleine Krone oder Nabel. Sie find von Farbe braun, und mit eis “ ner % XXVL'CRATAEGUS. 189 ner "glänzenden Haut umgeben , welche weiße Puncte führer. Innerhalb im dem herben Sleifche liegen ein, zwei, drei big vier den Birnfernen aͤhnliche Saamen. Die Rinde der iungen Zweige iſt Purpurroth und weiß gefleckt, das Holz aber hart und weiß, ia öfters von ſchoͤner braunrother dem Birnbaumholze ähnlicher Farbe, und hin und — mit ſch chwarzen breiten Stri⸗ * gezeichnet. Durch den Sam men wird ihre Anzucht am beften befördert, und die Pflanzen wachſen in der Folge zu di⸗ cken und hohen Baͤumen auf. Dieſe Hoͤhe betraͤgt in guten ſtarken Boden, den fie vorzuͤglich haben wollen, auf vierzig bis funfzig Fuß, und der ſtarke Stamm theilet ſich alsdenn oben in viele Theile, und bilder einen großen Kopf. Sie ſtehen lieber im Schatten und in tiefen Erd» reiche, alg wenn der Boden zu trocken und eine duͤnne Erdſchichte hat. Die reif gewordenen Früchte fann man im Octo⸗ ber, wenn ſie weich (moll) geworden ſind, gleich den Miſpeln eſſen, und daher werden fie nach Miller iähr- lich auf die Londner Märkte zum Verkauf gebracht, Sie find allezeit etwas zufammenzichend, und dienen alg ein gutes Hausmittel wider den Durchlauf, woher vielleiche der deutfche Name Darmbeeren. entjianden ſeyn mag. Der Hausvater ”) giebt. von ihnen einen Rob an, der zu Braten gegeffen wird, Heil die Blätter gegen den Herbſt die Schönheit bald ) ©; Th. Seite 516; 190 XXVL.CRATAEGUS. bald verlieren, ‚auch im Sommer Leiche fleckig werden, fo ſchicket er ſich nicht in Menge in Alleen und Pflanzun⸗ gen ‚' fonft aber an foldyen Oertern gut, wohin er durch feine Früchte im fpäten Herbfte noch Vögel locken fann, Das Holz ift am nutzbarſten, "es ift nicht allein hart, fontern hat auch die befondere gute Eigenfihaft, daß es ſich weniger als anderes Holz wirft, und daher zu Fuß⸗ böden, Schränken, Linealen, Bildhauer - und dergfeis chen Arbeiten gefüche wird. In Frankreich nimmeman es zu Mühlrädern, Die Drechsler verarbeiten. e8 gerne, und unfere Tifchler machen Stiele an ihrem Handwerfss zeuge Davon. | Bon den iungen Zweigen koͤnnen Slöten und Zwerg⸗ pfeiffen verferfigee werden, 6.CRATAEGUS (Aria) foliis ovatis inae- qualiter ferratis fubtus tomentolis L. Sp. Pl. Mid. 1. Crataegus folio fübrotunde ferrato,, fabtus incano Tourn. int, et du Ham. arb, 4 The wlute Beam, The white Leaf Tree, Alouche de Bourgogne, Le Drouillier. Der Mehlbeerbaum. Der rothe Mehlbaum in Tyrol, Der Oxelbaum oder Sliederbaum iq Schweden, Thelsbirle in der Schweiz, | ©. Cranz. Aufr, Tab, 2. Fig. 2. und Weinmann Vol. III. nr. 727. Diefer Baum iſt i in verſchiedenen Gegenden von Eu⸗ ropa, als z. E. in Franken und Schwaben, in Tyrol, in der Schweiz, in RATEN und Schweden einheimifch. Die XXVI CRATAEGUS 191 Die Blätter find länglich oval, ungleich gezahnt, auf der oberen Fläche von fchöner glängender grüner Far— be, auf der. unteren hingegen Silberfarbig, und, mit erhabenen Adern verſehen. Sie haben drei Zoll Länge und auf anderehalb Zoll Breite. Ihre Schönheit bes halten fie bis in den ſpaͤten Herbft, und find, wie ihre Stiele, die Blumenftiele und die Blumendecke, wollig, Dig füßriecchenden Blumen fommen im Maimo— nate und im Junius an den Enden der Zweige in weisen Büfcheln zum Berfhein. und d gaben blaßgelbe ai ‚beutel, - Aus dem Knopfe wird * dem Verblehen eine fleiſchige rundliche Frucht, welche Anfangs gruͤn iſt zur Zeit der Reife aber, nemlich im October, eine ſchoͤ— ne rothe Farbe erhaͤlt. In dem Fleiſche befindet ſich eine Zelle nach der Anzahl der Griffel mit zwei, drei bis vier laͤnglichen den Birnkernen aͤhnlichen Saamen, von denen iedoch mehrentheils nur ein einziger gut iſt. Das Fleiſch iſt ſchoͤn gelb, dabei etwas mehligt, welche Eigenſchaft zu der Benennung des Baums Anlaß ges sehr haben mag. Die äußere Finde der iungen Triebe ift braun« hu mit einen wolligen Wefen bedeckt, in älteren Holze M fie braun, und im Anfühlen glatt. \ Das Holz hat eine weiße Zarbe,undift ziemlich veſt. Man pflanget ihn durch den Saamen und durch das Pfropfen auf Birnſtaͤmme am beſten fort, ſo wie man auch nach Miller wiederum Birnreiſer auf ihre Staͤmme pfropfen kann. nferen Himmelsftrich vertraͤget er, und er iſt mit allen Arten des np nur nicht mis zu fehlechten und tro⸗ 192 xXXVLCRATAEGUS trocfenen zufrieden. In England wächfer er auf den Freidigen Hügeln in Kent, Surrey und Suſſex. Seine Höhe, zu der er gelangt und die Pyramidas liſch ſchießet, ift dreißig big vierzig Fuß, und er gehörer alfo unter die Bäume von mittlerer Größe, Das Holz giebt gufe Zähne an Miüpleädern ”) und dienef zuallen Arbeiten, zu welchen ein zähes Holz gefos dert wird. Die Drechsler Fönnen es ebenfals auf vera fhiedene Weife nugen. | Der Stamm ift in Alleen vorzüglich, die man nicht zu hoch und zu ſchattig ziehen will, und für Gärten und Pflanzungen hat er cin gutes Anſehen. In Schweden werden die Beeren — ſo bald ſie ein wenig gefroren ſind, ſollen ſie aber fruͤher gegeſ⸗ ſen werden, ſo werden ſie gebraten. Eben ſo begierig werden ſie in einigen Gegenden der Schweiz genommen und daſelbſt eingemacht. Sie geben * die — einen guten Branntewein *. 7. CRA TAEGUS ( Alpina) Folii obloneor ovatis ferratis utrinque virentibus Mid. 3. Cratacgus folio oblongo ferrato, utrinque virente Tourn. inſt & du Ham. arb. . Der Mehlbeerbaum mit gruͤnen ſchma⸗ len Blaͤttern. Die Vergerle in Tyrol, Er waͤchſet auf den Bergen von Tyrol, woher der Saame hieher geſchickt worden iſt, auf dem Berge Bal⸗ 9 Hi 72 *) ©. von Rinne’ Irlandiſche Reife Seite ben un ”). ©, Haler, hiſt. flirp. Helv. Tom, ı1, XXVI. CRATAEGUS. 193 dus, ‚von da Miller dergleichen erhalten hat, und auf andern Bergen von Italien. | ‚Die Blaͤtter ſind ohngefaͤhr ſo —J— die an dem ‚vorigen „ doch nicht ſo und, fondern werden an beiden Enden ft hmaler. Ihr Rand iſt flach gezahnt beide Flaͤchen ſind dunkelgrün, und die untere ei mit Adern verſehen. >. Diefe Verfi —— der Blaͤtter, und der von ie⸗ nen abweichende Wuchs unterſcheidet ihn ſehr. An den hieſt gen iungen Baͤumen von pier bis fuͤnf Jahren habe ich natürlicher Weiſe noch Feine Blumen bemerken koͤnnen, indeſſen verſichert Miller „daß fie. im Mai an den Enden der Zweige war Buſchelweiſe,i ie⸗ doch in kleinern Buͤſcheln als bei dem vorigen hervor⸗ brechen, ſo daß ſie ſelten aus mehr denn vier bis fuͤnf Stuͤck zuſammengeſezt ſind. Die weißen Blumen ſind auch viel kleiner, und a dunkelbraunen Fruͤchte trift gleiches Verhaͤltniß. Die Zweige haben eine chlich —— * Rinde „und das Holz iſt wahrſcheinlich mit dem vo⸗ rigen von gleicher Sarbe und Guͤte. | Ä Die Verwahrung kann ebenfals durch —— und Pfropfen auf Birnſtaͤmme geſchehen, ſie leiden auch bei unſern Wintern nicht, und kommen in eet Art des Erdrelches fort. Be | | Bei uns werben fie ungefäße jmanyig au hoch | che CRATAEG U S (coccinea) Foliis ovatis.re- pandosangulatis ler ratis glas Li SP Pl. Mills 4 k * I. Band, — * frag rich " Mefpi- | 194 KKULERAÄTARGUR Meſpilus Canadenſis forbi torminalis facie - Toxrn, inft, et du Ham, arb. Een "The Cockspur Hawthorn. a), Der. Nd dameritaniſche große fat Weißdorn. ©: Hort. ‚ Angl. Tab, 13. ‚Fig, I: n Er gehöret in dem nördlichen Amerika zu Haufe, und ift befonders durch feine ungemein diefen und har: ten Stacheln Fennelich, die ihm die Englifche Benen⸗ nung des Hähnenfpornigen Weißdorns gegeben haben, Die Blätter find dem Umriffe nah oval zuge: ſpizt, an den Seiten mit ungleichen feinen Zähnen und Einfchniteen verfehen, welche lezteren zuruͤckgebogen ſi nd. Sie gleichen dieſer Geſtalt nach den Darmbee⸗ venblärtern ſehr. Beide Flaͤchen ſind glatt, die. obere iſt hellgrün,. die untere blaffer und mic einem Gewebe braus ner Adern durchzogen, Die $änge der größten Blätter betraͤgt vier Zoll, und ihre Breire.an drei Zol. Ihre kurzen Stiele find unten dick, und führen an denen Sei⸗ ten 3— kleine ſchmale zugeſpizte I, beiden Seiten ge zahnte Nebenblaͤtter bei fih. Aka €), Samen kommen zu drei bis sehn! Stick vi⸗ ſchelweiſe auf den Seiten und. Spisen det Zweige im Mai aus den Blärterfnofpen hervor. Die Ausfchnit: te der grünen Blumendecke find an den Seiten fein gezahnt, an den Spigen roͤthlich und‘ rückwärts gebo- gen, und fo wie der Blumenjtiel haarig. Die Blu— * 1 BEBRDDT) , ARTEN 2) Megen diefer Benennung, welche ihm die Engländer in Nordamerika beigeleget haben,die aber der Ritter von Lin⸗ ne’ im lateinifchen: der folgenden Art giebet, ift Miller init demſelben nicht zufrieden. XAVLICRATAEGUS 19 menblätter find weiß, ‚groß, oval, de Staubfaͤ⸗ den chenfals weiß, „beinahe fo lang als. — und | die Staubbeutel roͤthlich. Nach ihrem, Berblühen hinterfafen fe droße hoch⸗ I Beeren von der Größe einer Büchlenfugel, wel⸗ Br im October reif find, und zu. der Trivialbenennung 8 Ritters von Anne, Auch ihre Farbe Anlaß gege⸗ haben. | Die äußere Finde der 3 an de Augen if Ahgran und glänzend glatt, Die & tacheln ſtehen aus ihren Buben, fi nd dich, Ä zei Zoll lang und mit den Spitzen niedergebogen. F Diefe Art laͤſſet fi ich auf die vorher angeführte Wei⸗ ſe vermehren, und waͤchſet zu einen an zwanzig Fuß ho ⸗ hen Stamm auf, der ſich in viele Aeſte theilet, und e ein großes ftarf belaubtes Haupt“ ‚bildet. | Des Wuchfes wegen nimmt fie fi ch zur Zeit —* the, und beſonders im Herbſte durch die haͤufigen rothen Fruͤchte in Pflanzungen wohl aus, und das Holz ſchei⸗ net mit dem Holze unſers gemeinen Weißdorns zu gleis. chen Gebrauche angewendet werden zu koͤnnen. Das Vieh und die ———— in Amerika Iren & bie Veere gerne. allge NO CRAT AEGUS (Crus Gall), folis ben | lato-ovatis ferrätis. glabris,. ramis ſpinoli⸗ L. Sp» Bl. Mill 5. ; | Mefpilus aculeata pyrifolia denticulata (plen- dens, fructu infgni rutilo Virginienlis: Plack. alm. 249. & du Ham, arb. 17. inet The 196 xxvi. GRA TAEGUS, The Virginian TAzarole. ‚Azerolier de Virginie. Der Virginiſche Azerol- Weißdorn. ©. Miller Tab. 178. BB: 2. und Horanl | . Angl. Tab, 13. Ä | / Men trift ihn in Virginien am äufiften an. Die Blätter gleichen in etwas denen von der vo⸗ tigen Ark, find iedoch fpigiger, und an den Seiten mit mehr Regelmaͤßigen Zaͤhnen verſehen. Sie fuͤhren kei⸗ ne Nebenblaͤtter, und wenigere und kuͤrzere Stacheln. Die Farbe der oberen Flaͤche iſt ebenfals hellgruͤn und glaͤnzend, bei der unteren aber matter, und mit Adern durchflochten. | | Ihre Blumen feßen i im Mai on n den Spisen der But in kleinen weißen Buͤſcheln. | Die Fruͤchte werden, wie die vorigen, im Dctoßer ef, ‚ und von Scharlachfarbe, | Die Zweige find mit einer dunlelbraunen gängnden Rinde überzogen, | | Der Stamm wird mit den vorher befchriebenen gleich Hoch, mächfer iedoch gerader auf. Durch diefen Wuchs ‚empfichlet er fih in Pflanzungen, Ob er aber gleich in Nordamerika *) zu Hecken gebraucht wird, fo geben fie doch nicht die beften, weil das Laub ſehr fruͤh abfaͤllt, und die Zweige wenige Stacheln haben. Das Holz iſt sähe, und es ließe ſich alſo — kleinen Arbeiteſtůcken Nutzen erwarten. | XXVI. *) S. Kalms Reiſen 2, Th. Seite ab. —— — — 197 ee XXVII. CUPRESSUS, The Cypreſſ- is, A Tree. Le Cypres.. ‚Dit Cypreſſe. Di Geſchlecht trägt zwar FEN und we aͤbliche Bluͤthen auf einen Stamme/ iedoch iede von ein⸗ ander entfernet. Die maͤnnlichen Blumen erſcheinen in einem ova⸗ len Käschen, das ohngefähr aus zwanzig Schuppen bes ſtehet, welche gerunder, zugeſpizt und gegen einander über gefeze find. Unter ieder Schuppe finder fich eine einzelne Blume, die weder Blumenblaͤtter noch Staubfaͤden, ſondern nur vier unten an dem Boden der Schuppe angewachſene Staubbeutel hat. Die weiblichen Blumen hingegen ſitzen in 9* rundlichen Kaͤzchen beiſammen, welches acht big zehn Blu⸗ men fuͤhret. Die Schuppen ſtehen gegeneinander uͤber, ſind oval, hohl und mit den Spitzen abſtehend. Die Blume iſt wiederum einzeln unter der Schuppe ohne Blumenblaͤtter, und der Knopf iſt kaum zu bemerken. Bei denen unter ieder Schuppe befindlichen häufigen ers habenen Puncten, die oben zugeftumpfe ins Auge fallen, fraͤgt der Ritter von Linne‘ *) ans ob fie nicht als Griffel angefehen werden Fönnten? Aus dem weiblichen Käschen wird ein Aigiföanter f gefchloffener aus eigen von einander abfichenden Schuppen znfammengefezter Knopf oder Zapfen, der kleine eckige Saamenkoͤrner in ſich ſchließet. | ) GS. nr Linn⸗ Genera plantarım pag, 500. | 198 XXVI-GUPRESSUS etc. I. CUPRESSUS. ‚(Thyoides) foliis . imbri- catis, frondibus — L. Sp. * Aid. Pe Dwart Naryland Cyprefl.. Small ler — | ‚ed Cy ref, The white Cedar Bartr. Cat. Cedre blanc Charlevoix Tom, 5» PAS: ne Die weiße Ceder. | ©. ‚Pluckn. Mant. Tab. 345° Fig. 1. — Dan Namen der — Ceder hat dieſe — art in Amerifa, in deffen nördlichen Provinzen fie wild in Sümpfen wächfet, vonder Sarbe des Holzes, wel⸗ ches dem Cedernholze gleichet, und von dem ef ‚nenden Laube erhalten, womit diefelbe pranget*). In Abfiche des Laubes oder der Blaͤtter komme fie dem Nordamerikaniſchen Lebensbaume (Thuia occi- dentalis Z.) nahe, die weiblichen Zapfen find aber nicht größer, als die Wacholderbeeren, und chen fo wie diefe blaulih. In der Ferne kann man fie daher wohl als folche anfehen, in der: Naͤhe aber findet man vollkommene Enpreffen: Zapfen. Die Kinde des Stammes iſt Srauntorh und gar, Sie wird aus den Saamenkoͤrnern gewonnen ‚die wir aus Amerika zugefchickt erhalten, Eur ift es, wenn folche, fo bald fie angefommen fi fi * in Kaſten mit guter ſchwarzer Erde gebracht werden, und man kann das Auflaufen derfelben befoͤrdern, wenn die Behaͤltniſſe auf ein Miſtbeet geſetzet werden, und auch nach dem Auflaufen noch einige Zeit ſtehen amit 4) ©. Ralms Reiſen 3. Th, Seite 144. XXVI. CUPRESSUSet. 199 damit hir iungen Pflanzen frifh und ſtark in die Köhe gehen. Heftige Sonne dienet indeffen für fie. chen fo wenig, als in. dem erften Jahre fehr frenge Kälte, und man muß fie diefen Uebeln nicht bloß fielen, und fie ebene fals nicht zu lange auf dem Miftbeere fichen laſſen, weil fie Teiche gegen die Kälte zu weichlic und empfindlich werden, Diefe Art, fie zu erziehen, — ich aus den hieſ igen Erfahrungen an. Nicht völlig eben fo gut, iedoch geſchwinder, Fön» nen eine Menge iunger Stämme angezogen werden, wenn man im Srüßtahre abgefchnietene Iweige in nafe ſes Erdreich ſtecket. In diefem als ihren eigenthuͤmli⸗ chen Grunde ſchlagen ſie Leicht Wurzeln, und hat Kalm *) einen ſolchen gut ei ruNn in Nordamerita gefehen, | Sie waͤchſet in Nordamerifa nicht ſehr 5 und will Kalm ) an einen Baume, welcher zwei El ⸗ len im Durchſchnitte hatte, hundert und zwei und vier⸗ zig Saftringe gezaͤhlet haben. Da er auch an einen an⸗ dern, der eine halbe Elle und fuͤnf Zoll im Durchſchnit⸗ te betrug, ebenfals hundert und ſechszehn Saftringe ge⸗ funden hat; ſo werden nothwendig achtzig Jahre erfor⸗ dert, ehe ein von Saamen erwachſener Stamm zu Zim⸗ merholze gebrauchet werden kann. | In dem Schwoͤbberſchen Garten war im Jehre 1763. ein Stamm dreizehn Jahre alt, der eine Elle hoc) von der Exde gemeſſen, eilf Zoll im Umfreife hatte: Unfere Winter können die weißen Cedern vollkom⸗ men guf ausſtehen, und der Erfahrung nach wachſen ſie | NA in . Reiſen 3. Th. Erle 150. **) ©, Reifen 3. Th. ©. 148. 200 | XXVIL CUPRES sus ‘etc. in einen jeden mirtelmaßigen Boden auf, wenn er gleich — nicht ſumpfig iſt. Maerkwuͤrdig iſt bei den — daß ſie ie gegen den Winter die aͤlteren Blaͤtterbuͤſchel verlieren, und dadurch mehr und, mehr einen — Schaft machen. | Die beftändig — Blaͤtter geben ihnen ein ſchoͤnes friſches Anſehen, und ſie koͤnnen wegen der Hoͤ⸗ he, zu welcher ſie gelangen, ohne viele Mühe zu an fehnlichen Pyramiden gezogen werden, Das Holz wird in Amerika zu derfchiedenen Bere arbeitungen gebraucht, und Kalını *) erzählerung von. dergleichen Benutzung vieles. Es ift Teiche, und hält ſich dabei, befonderg über der Erde mehr als unter der⸗ ſelben, lange Zeit, ehe es faul wird. Es dienet des⸗ wegen zu Balken, welche der Luft ausgeſezt fi ſind, und zu Dachſchindeln, zu welchem Gebrauche es in den Eng⸗ laͤndiſchen Pflanzſtaͤdten verwendet wird, weil ſolche die Mauren nicht beſchweren und durch ein ganzes Menſchen⸗ ‚alter dauren. Die Tiſchler verfertigen daraus Tiſche, Schraͤnke und anderes Hausgeraͤthe, und die bekannten Boote oder ſogenannten Canoen der Nordamerikas niſchen Voͤlker werden aus den dicken Staͤmmen verar⸗ beitet, und naͤchſt denen vom rothen Cederholze ( Juni- perus Virginiana L.) für die beſten gehalten, weil fie leicht auf der Oberfläche des Waffers fände, und viele Jahre gebraucht werden koͤnnen. Die lungen ie Zweige nimmt man zu Ton nenbändern, | | Die 9 S. beſſen Reiſen 2. Th. Seite 187. 302. 566. und. Th. Seite 22. 145. 146. 147, 148. ” \ a A a 2 SM de ae Lo 0 N 4 a - XXVII. CUPRESSUS’&e. 201 "Die Einwohner bedienen ſich auch, der Späne wie Ihee getrunken/ und des zwifchen den Baͤumen ſtehen⸗ den MWaffers, als. eines guten Mittels, die verlohrne Eßbegierde wieder herzuftellen.*), welcher Erfolg wahr fcheinlich in dem Harze des Baumes feinen Grund hat, Sie reifen nach ſolchen Oertern, wie wie nad) unſeen | Gefundbrunnen zu teifen gewohnt find. Sollten wir bei den ‚angeführten. Vorcheilen nicht bewogen werden, dieſe Baͤume haͤufiger, beſonders an naſſen Oertern anzuziehen, welche ſonſt auf keine Weiſe zu nutzen ſind? Und giebt die Verſchoͤnerung durch ſie in Gaͤrten, zumal wenn in denſelben ſich feuchte Stel⸗ len befinden, dieſem Dewegungsgrunde nicht noch eini- ges Gewicht? Ob fie gleich nicht mit —* Ellern eine geſthwinde Abnutzung verſchaffen, fo iſt dieſe hingegen eintraͤgli⸗ cher, daß ein ſolcher Umſtand einen wahren Liebhaber eines vortheilhaften Anbaues niemals zuruͤckhalten wird. 2CUPRESSUVS (diſticha) folüis diſtichis pa- tentibus L. Sp. Pl. Mil, a. Cupreſſus Virginiana foliis acaciae dekiduis ‚Hermann. H. L. B. et du Ham. arb. 4. The deciduous Cypref, The bald Cyprefl from Carolina Barir. Cat Cy preil de la Louifiane à feuilles d’Acacia et qui fe depouille I’hyver, ou Cyprier, len > Cypreſſe mir Acacien- tern. ©. Caresby Tab. 11. et Io. Commel, hort. 1. Fig. 59. Es GBS. Kalms Keifen 3. The Stite 149. 150, | 20 XXVI L/CUPRESSUS) etc. Es iſt diefe einer der artigſten und fhönften Bäume des nördlichen Amerika, und unter den Cypreſſen die einzige, welche gegen den Winter ihr Laub verlieret. E Die Blätter ftehen auf beiden Seiten der aͤußern dünnen Zweige, und find von ſchoͤner grüner Farbe, in Ährem Bar diinne und — hagefahr — ER breit und. einen Zoll lang. Die. Zweige find mit einer. rue Besen Rinde uͤberzogen. Die Fruͤcht c fommen. äußerlich den ‚Seächren der — EEG Name in Rn inne» ss #48 deren obere Scupren von pr Sri und unre⸗ gelmaͤßiger Geſtalt ſind. Eine ſolche Hoͤle enthaͤlt einen rundlichen beein ebenfals, unregelmäßigen Kern, welcher. theil s vor ſi felbft ſchon harzig iſt theils neben ſich ein hellrothes fluͤßiges Harz hat, welches trocken Baron curgſich tig erſcheinte. Catesby hat in ſeiner Abbildung die Blatter und Seüichre in der Farbe zu matt angegeben, denn in der Natur find die erften grüner und die lejteren brauner, Drurch den Saamen iſt hiefelbft die Vermehrung nach der bei der. vorigen Art ercheilten Anweifung gut von ſtatten gegangen, ſo daß. die iungen Stämme fo gleich in dem erfien Jahre bis zu zwei Spannen hoch geſchoſſen ſind. Der iunge Stamm aſcheine nach bier bis fünf Wo⸗ ‚chen beim Aufkeimen mie he bis fi ieben Blaͤttern, wel⸗ ” ode XXVIL CUPRESSUS.etc. 203 he neben ‚einander an der Wurzel beveſtiget fi ind, nach außen mit ihren Spitzen auslaufen und dadurch einen Zirkel bilden. Mach und nach erfolget aus diefen ein kleiner Zweig, welcher an den Seiten feine Blätter fühe ret, „größer wird, und mehrere Mebenzweige erhält, Man läßt fie bis in das. dritte Jahr ihres Alters ftehen, ‚und alsdenn im. Srühiahre, wenn feine Nacht fröfte mehr kommen, an die gewählten Dexter verpflanzen. In Amerika lieben fie vorzüglich eine Wafferrciche Gegend, in der fie zu einer außerordentlichen Staͤrke ‚gelangen , welche nach Catesby unten am Boden oft dreißig Fuß im Umkreiſe berräge. Milfer führer hie- bei eine ihm mirgerheilre Nachricht an, daß fie nemlich dorten auf ficbenzig Fuß hoch find, und. einige Klafter sim Umfreife haben; und wenn man der in dem 14ten Bande des Hamb. Magazins Seite 59 1. befindlichen Nachricht völigen Glauben beimeffen darf, fo habenfich wohl cher in: Amerika Bäume von uni Riaſtern im Umkreiſe finden laſſen. | Sie fonimen iedoch ebenfals in einen nicht zu trock⸗ nen und ſchlechten Lande fort, und vertragen das Eng⸗ Fändifche Clima und das unſrige, wenn fie nur in ihrer Jugend beſchuͤtzt ſtehen. Ein etwas ftarfer Stamm hat allezeit einen größeren Ueberfluß harziger Theile, welche die Saftröhren ausfüllen, und fie gegen die Kaͤl⸗ te verwahren koͤnnen. In England iſt zu South» Cambeth Bei Veurhal nach Miller ein Baum von dreißig Fuß Hoͤhe und ei⸗ ner betraͤchtlichen Dicke befindlich, und zu Wibledon in Surrey hat ein folcher vor einigen Jahren eine Menge Zapfen mis reifen Saamen getragen. Der leztere iſt indeſ⸗ 294 XXVI. CUPRESSUS etc. indeſſen tünger als der aſtete, ih: Miller freier diefe Fruchtbarfeit dem Verſetzen zu der Zeit zu, da er ſchon fehr groß wor, und daß er in } einen trockenen * | den ſtehet. Für Gärten und 5 verdienet diefe Cypeeß ſe Be wegen des fhönen Anfehens ihren Mas, _ Das. Holz iſt von mittelmaͤßiger Härte, nach den ſchon bemerften harzigen Theilenaber von langer Dauer. Es ſpaltet nicht vonfeldft, fondern nur unter dem Werk: zeuge des Meifters, iedoch ohne große. Schwuͤrigkeit, und wenn es gleich grün verarbeitet wird, fol es ſich dem ohnerachtet nicht werfen, In Abficht der Aehnlich⸗ keit gleichet es dem Kiefernholze, die Adern ſind aber feiner. Du Hamel, der ihren Stamm als den ſchoͤnſten und nuͤtzlichſten in der Louiſiane anfuͤhret, ruͤhmet den geſchwinden und geraden Wachsthum deſſelben, wo⸗ durch er zu Maſtbaͤumen tauglich wird. Dieſe wuͤrden nach ihm noch beſſer ſeyn, wenn das Holz nicht ein we⸗ nig zu ſchwer und der S haft einem Kegel zu ähnlich waͤre, indem er ungen dick und oben zu fehr geſpizt ausfällt, Aus einem einzigen Stamme *) werden in Ameri⸗ ka oͤfters Kähne über einen. Zoll dick verfertiget, welche zwei bis drei taufend Pfund tragen. Die angeführte gute Eigenfchaft des. Holzes, daß (8 ſchwer faulet, hat auch viele verleitet, es fuͤr unver⸗ weßlich zu halten. Zum wenigſten beweiſet die Erzäßs lung **) etwas, daß ein Baum, den ein Salzburgi⸗ ſcher Colonift vor zwoͤlf Jahren in Georgien niederge⸗ hauen hat, fo frif N vorgefunden Wurde, als wenn er erſt gefaͤllet worden waͤre. | a. ©. Zamb. Wagaz. 14. B. Seite 591. *) E. eben baklojt 17,8. Seite 82: XXVIL - rm 3 — 205 gt — * XXVI. CYTI sus. The Ba Tree | Trefoil- Cytiſe· Der Bohnenbaum- 9 Bfımin all Bohnendaume f ind Paplliene, blumen. Die grüne Blumendecke beſteher aus einen ein⸗ zigen kleinen Glockenfoͤrmigen Blatte, welches zwei Haupteinſchnitte hat, davon der obere wiederum in zwei Sottzen und der untere in drei Theile getheilet iſt. Die Fahne der Blume iſt oval, an dem ande — —— gebogen, und aufwaͤrts ſtehend, die S Seiten: fluͤgel fi ind mit ihr gleich fang, gleich aufwärts fichen®, iedoch zugeſtumpft, und der Kiel er einen Baud) und geher fpinig gi. Die Anzahl der Stauibräden Böse fi auf ehn Stuͤck, von welchen neun mit einander verwachſen ſind. Sie endigen ſich ſaͤmmtlich mit einfachen Staubbeuteln. Aus dem laͤnglichen Knopfe gehet ein Griffel mie einem zugeſtumpften Stigma, welcher nach der Be— fruchtung zu einer laͤnglichen ſchmalen zugeſtumpften Schote wird, die mit Nierenfoͤrmigen platt gedruckten Saamentornen angefüller if. „Ar CYTISUS (Laburnum). racemis fi impli- | ‚eibus penduhis , foliolis ovato -oblongis I. J A . e Cytifus (Laburnum) folüs EN ovatis, racemis brevioribus pendulis caule arbo- "reo Mil, ı. Cytifus i66 -XXVHECTTISUSen Cytiſus Alpinus latifoliis , flore racemoſo pendulo Tourn. inſt. et * a arb. 6. The Laburnum. Rd | L’Ebenier ou Fauffe Ebenedes Apesi a fen. ‚les larges. Aubour; *) » * Der breitblaͤttrige Bohnenbaum. Dir —— er falſche Ebenbaum. | S. Rivimi introd: in rem herb. Er wächfeti in der Scweiunt in Savonen wild, Das Laub beftehet aus drei ovalen ſpitzigen dunkel⸗ gruͤnen glaͤnzenden Blaͤttern, welche allezeit, wie der Klee, an einem gemeinſchaftlichen Stiele beveſtiget ſtehen. ‚Die Blumen erſcheinen im Junius/ find, von ſchoͤner hellgelber Sarbe und bangen auf. Wechfelsweife geſezten Stielen an laͤnglichen Buͤſcheln herab, | Die Blumendecke iſt gruͤn und mit Silberhaa⸗ ren abeſet und die Einſchnitte ſind wollig. Die Fah⸗ ne hat in der Mitte Dusppnfpebige Sreila. und die - Staubbeutel find. gelb. Die Schoten find Aſcharen, und umföfieen ges meiniglich vier Eleine ſchwarze Saamenförner, web · che mit Fleinen Bohnen eine: Achnlichfeit haben, und im Herbſte reif werden, | Die Rinde des Baumes iſt glatt, an iungen Zwei⸗ gen grün, und an alten Aſchgrau; Das Holz ſelbſt aber vefte, fein und bei alten Stämmen im SB ſchwatz bei iungen hingegen gelblich. Wenn der Saame im — oder April — | wird, *) ©. Bomare Dict. d bill, nat. Tom. III. Pag. 524. XXVIL CXYTISU.S rc. 207 wird, ſo wird derſelbe nicht über einen Monat in der Erde Fiegen, Die iungen Pflanzen laufen häupg auf und wachfen ſchnell in die Höhe Daf die Stämme hoch erden ee bezeuget Miller, y welcher deren einige fo hoch angetroffen hat, daß fie zur Zimmerholz gebrauchet werden konnten, und zween dergleichen alte Baͤume haben a ihm eine Ellei im Umkreiſe gemeffen, | Ein Hauptvortheil bei ihrem Anbau ift, daß fie auch in den ſchlechteſten Boden wachſen. wo ſonſt keine anderen Hol; arten fortkommen wollen, und von diefen führer Mikker ebenfals cin Beifpie lan, daß. die Staͤm⸗ | me in vier Jahren zwölf Fuß hoch geworden find, Will man ſie iedoch a földhen äsen ols Stämme und nicht als Buſchholʒ nugen, fo muß man ſie ſehr en⸗ ge pflanzen, damit fie verhindert werden, die ſonſt fre—⸗ chen Nebenzweige und häufigen Siyshtinge zu freiben, durch welche leztere man. ſch etenfete — Muͤhe vermehren fann. Die Millerſche Nachricht, daß fie’ für allen an · Are gerne von Hafen und Caninchen ange: griffen werden, ift der Erfahrung nach gegründet, denn in den hieſtgen Pflanzungen find ſie von 1 folchen am er» ften genaget iborden. Das Holz iſt von einer. betraͤchtl ichen Härte, und wie ich ſchon geſagt habe, von ſchoͤner Farbe, daher cs zu Floͤten und anderen kleinen Arbeiten, welche veſt und dauerhaft ſeyn follen, vorzitglich diener, Härten wir «8 in gehöriger Sänge und Die, fo würde es auch) für trefliche Kurfchbäume und Mäder liefern. An der Wefer zu Garmſen im Herzogthum Braun: ſchweig, 208 KXXVULCNTISUS etc. ſchweig, einem den Herrn von Friedrichs zuftändigen Rittergute, beſindet ſich eine kleine Gegend mit dieſem Bohnenbaume beſezt, welche wie anderes Holz rk ben und genußer wird. Es fraͤgt ſich hiebei: Sb Die Stämme Kater wild wachfen ? Oder ob fie ausgeſaͤet, oder gepflanger find? Von dem erſteren iſt keine Wahrſcheinlichkeit vorhanden, das leztere muß ich vermuthen, ich habe aber daruͤber keine gewiſſe Nachrichten grhaſten. 2. CYTısus (Alpinus) foliis ovato - lanceo- latis, racemis longioribus pendulin caule - fruticofo Mid. 2. ; Gy Alpinus anguftifolius, flore racemo- fo pendulo —2 Tourn. ini, & du Hain. arb. 8. ‚The long fpiked. re Der ſchmalblaͤttrige en 2 Diefe,von Miller angenommene Are unterfäpeidee | fi $ von det. vorigen durch Die [hmäleren und mehr helle grünen Blaͤtter, durch die längeren Blumenbuͤſchel, daß die Baͤume niche fo hoch und ftarf als die vorigen werden, und daß ihre Rinde aus dem gruͤnlichen ins Aſchgraue falle” Der hiefigen Erfahrung N ift ce auch im Wuchſe ſchneller, hingegen aber gegen unſere kalten Winter zaͤrtlich, ſo daß in dem ſehr ſtrengen von 1767. auf 1768. die mehreſten bis auf die Wurzel erfroren waren. Ich kann ſie daher fuͤr unſeren Himmelsſtrich nicht fo — als die breitblaͤttrigen halten ob ſie gleich in XXVHLICYTISUS ec. 209 in England für Pflänzungen wegen ber längeren Blu⸗ — mehr geſucht werden. | * Vermehrung iſt mit dem — diefelbe, %; CYTISUS (erhlifohus): racemis erectis, „... » ealycibus bractea triplici, toliis floralibus Aluilibus L. Sp. Pl. Mel 4.: en — glaber foliis Tsd. pediculis breviffimis ( C Baub. Pin. 390 & * Ham. arb. 1. Bien The ſmooth oe a Cyeifü: "Ser kleine Italieniſche Bohnenbaum, * deſſen Blaͤtter dicht an den ameigen Pen | Nach dem Ritter von Linn⸗ wird er in Jelien und der Provence wild angetroffen / dauert iedoch auch in den biefigen Pflanzungen, — beidee nur ihr harten Wintern. | . Er bleibt allezeit Straudartig, indem er nice fünf Fuß Höhe erhaͤlt. Die Blaͤtter, weiche aus drei Mänen krindtieh | fpigigen » glatten. Hellgrünen Blaͤttern zuſammengeſezt find, fichen Dicht um die Zweige, und ———— alſo deutlich von den vorigen. Die Blumen kommen zu ein, zwei bis drei Stack auf kurzen Stielen im Junius Hervor. Die Blumen⸗ decke iſt grün, und die Blume gelb, Die Eleinen braunen Schoten enthalten ſeche bis ſieben braune Saumenkorner. Die | 210. XXIK DAPHNEt.. Die äußere Rinde der Zweige iſt braunroth, und das Holz gruͤngelblich. | | Man kann fie durch den Cord, duch Scöftin- ge und Ableger vermehren, und fie ‚haben außer der Zierde pie Gaͤrten — wer 2” URXIX, DA p H N E Garou. Kellerhals. | De Blumendecke if bei ihren, Blumen nicht zu⸗ gegen, ſondern an deren Stelle erblicket man ſo gleich die Blume ſelbſt, welches ein langer einblaͤttri⸗ ger Cylinder iſt, der oben vier Einſchnitte hat, die * zugeſpizt ausgebreitet offen liegen. | ' Innerhalb diefer Roͤhre befinden ſich acht ſche —* feine Staubfaͤden, welche ſich mit aufgerichtet ſtehen⸗ den zweifach getheilten kleinen Staubbeuteln endigen. Der Knopf iſt auf dem Grunde der Blume, und von ovaler Geftale, der auf ihn ftehende Griffel unge- mein. furz, und das Stigma breit gedrüdt. Aus dem erfteren wird eine rundliche Beere, bie in ihrer Höle einen runden DEM Samen. ein: ſchließet. I. DAPHNE (Mezereum) floribus (efklibus ternis caulinis, foliis lanceolatis deciduis L. Sp. Pl. Mil, 2. Thymelaea lauri folio deciduo Tourn, inf. &.# au Ham. arb. 3. J The xXXIX. DAPHNE ete· atı The Mezereon. | Bois - -genti, ou Mezereon, N Der gemeine Kellerhafe. Kelerſchal Sei⸗ delbaſt. Zeidelbaſt. Zindelbaſt. Suͤßbaſt. Wolfobaſt. Page bar gr beeren,. 0° ©. Cramer ar 47. Ä Der Kellerhals iſt eine fuͤr die Miederfuchſ käpen Ge Kite bekannte Staude, welche im März die Ankunft des Fruͤhlings verfündiger. Cie wäcfer in ganz Deutfchland i in bifcharteten etwas feuchten Holjungen. Die Blätter find länglich jugefpizt, ohne merkli⸗ che Stile, von dunfelgrüner Farbe, und ——— * an den Zweigen beveſtiget. Die Blumien brechen gemeinſchaftlich zu drei Stuͤck aus einer Knoſpe, haben eine hochrothe Farbe, ſind in ihrem Bau dick und veſte, und auf der aͤußeren Seite mit feinen Haaren beſezt. Sie ur ehe die Blärter hervorfommen, Ich habe bei diefer und der folgenden Art, unter den vier Einfihnirten der Blume allezeit zwei derſelben gegen einander über größer als die andern angerroffen, da ich aber alle übrigen unter diefes Gefchlechr gehörigen Pflanzen nicht babe unterfuchen Fönnen, und der Ritter von Linne davon in den Generibus plantarum nichts erwaͤhnet, ſo bemerke ich dieſen Umſtand nur bei: diefen ‘son mir befcjricbenen, ohne ihn als ein Saupshenngel ah annehmen zu dürfen. ' > N Die s12 XXIX, DAP HNE ete, Die Staubfäden find weiß, ‚die Staubbeur tel gelb, und der Knopf iſt grün. Die Beeren erhalten im Junius und Julius ihre Reife und ihre rothe — | Sie ae einen ſcharfen beiſſenden Saft in ſich Die Rinde der Zweige iſt gran, — und fo sähe, daß man fie im Fall der Reth als Baſt ge⸗ brauchen kann. Die ganze Staude hat einen ſuͤßlichen widrigen Ge⸗ euch, der fi) befonders beim Dlühen umher verbreiten, . Aus unfern Holzungen kann man fe häufig genug — daß man alſo auf ihre Vermehrung nicht bedacht ſeyn darf, welche fonft durch die Ausſtreuung des Saamens im Auguft auf einen beſchatteten Plage, durch Ableger und Schrittlinge geſchehen kann. | Das Berpflanzen geſchiehet am. beften im Herbſt, denn im Fruͤhiahre ſind wegen des Bluͤhens die Saͤfte ſchon in völliger Bewegung; indeſſen iſt die Verſetzung mit gehoͤriger Vorſicht auch hieſelbſt ohne merklichen Schaden im Fruͤhiahre unternommen worden. — Wild gezogen wird der Kellerhals nie uͤber einige Suß hoch, iedoch muß ich ein Beifpiel anführen, nach welchen er: bei genauer Aufſicht eine Ber Pe om anfehnliche Höhe erreichen fann. Der Verfaſſer der aus der Ba nach —— geſchriebenen Briefe), Herr Hofapotheker Andred, Hat zu Muͤhlhauſen in dem Garten des Burgemeifters ke Rißler cine etwas über funfzehn Jahr alte Staus de nahe am Kaufe unter dem Schatten eines ausgebrei⸗ | teren SHannov. Maga⸗ 25. Stüd, Seite 390. XXIX. DAPHNE etc. 213. teten Maulbeerbaumes angetroffen, welche funfzehn bis fechzehn Fuß hoch, und zwei bis drei Zoll im Stamme dick war. Er bemerket aber dabei, daß cin tährlich wiederholtes Anbinden des Stammes , und das Abs ſchneiden der unteren Zweige den flarfen Wuchs verur⸗ ſachet habe. | Der Kellerhals diener zu — der Planpan- ‚gen und Gaͤrten, in welchen cr in der früheften Zeir des Jahres, wenn andere Baͤume noch kahl ſind, durch ſei⸗ ne haͤufigen rothen Rewn eine friſche J ſeretar Ausſicht macht. Eine —— von bieſer Art iſt b. Tuvrmerara Lauri folio deciduo, flore albido , ErHcH fHlaver [cente . du Ham arb. 4 | Der gemeine Kellerhals mit weißen Blu⸗ men und gelblichen Beeren, welchen ich gleichfals in den hieſigen Gegenden mit dem rothbluͤhenden vermiſcht einzeln angetroffen habe, von dem er ſich allein durch die weißen RR. und gelblichen ag unter⸗ ſcheidet. 2. DAPHNE Alinkn racemis —2 bus, foliis lanceolatis nn 2 Sp: Bi: : Mil, LI u Thymelaea Jauri ei —— Teil Lau” reola mas Tourn. int. & du Ham. aib, I "Ib The Spurge Laurel, | I: Lau- sid XXIKUDÄPHNE &. Laureöle, | Dit — Kellethals. — Blackwell Tab. 62. Er wachfet in Leſterreich England, Fronkreich und der Schweiz. Die Blaͤtter fallen nie ab, ſind langlich, auf drei Zoll fang und in der Mitte auf einen Zoll breit, auf der oberen Fläche dunkelgrün glänzend, auf der un— teren hingegen matter, und mit einer ethabenen grün. gelblichen Ader verfehen. Cie ſtehen ohne merkliche Stiele rund um die Zweige, und ihe Bau iſt veſt und dick. Die Blumen firen oben zwiſchen den Blättern vuͤſchelweiſe zu zwei, drei bis fuͤnf Stuͤck auf ſehr kur⸗ zen gruͤnen Stielen neben einander. Sie erſcheinen, wenn der Winter nicht ſtrenge iſt, ſchon im Februar, alſo am fruͤheſten unter allen Baumbluͤthen, ſonſt aber mit unſern gemeinen K Kellerhals zu gleicher Zeit. Sie haben eine gruͤngelbe, doch in den Einſchnitten eine mehr hellgruͤne Farbe, ihre Staubfaͤden find weiß. nd nue ſchoͤn gelbgefaͤrbten Staubbeuteln gekroͤnet. Der Knopf iſt hellgruͤn, der Griffel weiß amd das Stigma selbe Nach dem Verbluͤhen hinterlaſſen dieſe Blumen Fleie » ne längliche runde Beeren, die Anfangs grün find, bei mehrerer Neife aber ſchwarz werden, und im Julius ab⸗ fallen. wenn fie nicht früßgeiciger abgenommen werden, Die Rinde der Zweige iſt mit dem vorigen gleich veſarbet und eben ſo hide | So XXX: DIOSPYROSeec. 215 . &o wie ich’die Erfahrung angeben Fan, fo pflan« zet man fie am beften durch die Saamenkörner fort, wel⸗ cheaber gemeiniglich ein Jahr in der Erde liegen, wenn fie.niche fo gleich nach ihrer Reife ausgeſaͤet find. Ihre Höhe berräge nicht viel über drei Fuß, und fie ertragen unfere — in einen etwas beſchůzten erg XXX. DIOSPYROS (Virginiana) foliorum patzinis concoloribus L. Pl. Mil. 2. -Guaiacana five Pishamin Virginianum Bar- ‚kins, et du Ham. arb. 3. 2 Pishamin or Perfimon. "The »Pitchumon Plumb. Le Plaqueminier‘ de Virginie, nomm ] Pis- hamin, Die Virginiſche Die Virginiſche Dattelpflaume. Der Piſhamin. SGS. du Ham. arb. Tom. ı Pl. 112. Cbarlevoix ‚nr. 64. Lie Perſi monpflaume gehoͤret in —— il Caro⸗ lina zu Hauſe. | Die Blätter find oval — BE ‚von ſchoͤner grüner Farbe, welche iedoch nicht, wie der Rit⸗ ter. von Linne‘ anzugeben ſcheinet, auf beiden Zlächen gleich ftark if, fondern auf der unteren weit matter aus« DO 4 fällt. 216 XXX: DIOSPYROS ete. faͤllt. Die leztere iſt mit erhal vörhlichen Fe verfehen. . Sie fichen Wechſelsweiſe an * — * * 9 len bei ung ſehr früh) ſchon im Anfange des Octobers ab, wenn andere Bäume fl fi ih von ihrem gaube zu ent⸗ ledigen drohen. | Man finder von ihnen Bäume, wife theils Zeu⸗ terblumen mit weiblichen vermiſcht, theils männliche al⸗ lein tragen, und bei welchen erſteren die Blaͤtter nach Gronov *) größer als bei den lezteren ſeyn ſollen. Nach eben diefen Schrifefteller fommen die Blumen in Amerika im Mai hervor, ‚Die Zwitterblume hat eine einblärtrige, große, bleibende Blumendede, welche in vier ſtumpfe Ein» ſchnitte getheilet iſt. Die Blume beſtehet ebenfals aus einem Blatte, iſt wie ein Krug geſtaltet und groͤßer als ihre Decke. Sie hat oben vier zugeſpizte ausgebrei⸗ tete Einſchnitte. Aus der Blumendecke gehen acht kur⸗ ze feine Staubfaͤden mir eben fo viel laͤnglichen Staubbeurteln, . welche iedoch feinen Saamenftaub haben. Der Knopf ift rundlich, der. Griffel länger als die Fäden in vier Spigen zerſchnitten, welche ſtum⸗ pfe zweifach getheilte Stigmate tragen. Die Fruͤch⸗ fe werden von der ſich ausbreitenden Blumendecke ums ſchloſſen, haben die Dicke eines Huͤhnereies, allein eine mehr runde Geſtalt, und: cine gelbeins vöshlichfpielende Farbe. Sie find durchſichtig, und die2 Zeit ihrer Reife iſt in Amerika felbft verſchieden, indem einige ſchon am "Ende des Sehtembers, andere im November und andes re ſo gar erſt im December reif werden. —F Im Ge⸗ ſchma⸗ ) SFLvirgin. Ed. Ima 1743 8. Pars 11. pag. 157. S. Kalms Reiſen Th. Eeite 487: XXX, DIOSPYROS etc. 217 ſchmacke find fie alsdenn ſuͤßlich. Sie, haben acht Fi- cher, und enthalten einige harte platte Saamen, wel che den Melonenfernen in dem aͤußerlichen Anfehen gleich kommen, und bei welchen man den Keim deutlicher als in anderen erfennen Fann. Die männliden Blumen Ka haben eine Heine Blumendecke, bei der die Einſchnitte fpigiger und mehr aufgerichtet find. Die Blume iſt Lederar⸗ tig und vierecfig, und die Einfchnitte find runder und zurücgebogen. Die Staubfaͤden gehen iedoch ebenz fals aus der Blumendecke hervor, und haben ieder zwei Tange zugefpizte neben eindnder ftchende Staubbeutel, von welchen die in der Mitte befindlichen Fürzer find, Vom Knopfe iſt nur eine geringe Spur zu bemerken. Die Zweige des Vaumes ſind ſchlank, dünne und "giboen; und ihre äußere Rinde hat eine bräunliche Zarber 4 ? Nach Millers Berichte A der hiefelbft anheſtel⸗ ten Erfahrung erhaͤlt man iunge Baͤume am beſten durch die Ausſteckung des Saamens, nur ſind die iungen Pflanzen in den erſten Jahren weichlich, und muͤſſen gegen den Froſt in Acht genommen werden. Wenn ſie aber aͤlter und ſtaͤrker werden, ſind ſie weniger empfind⸗ lich, allezeit muß man aber bei der Auspflanzung im Freien fuͤr ſie einen bedeckten Stand waͤhlen, weil ſie ſelbſt in Nordamerika ſich zaͤrtlich bezeigen. Sie ſollen ſich nah Kalm *) auch durch die Aus⸗ ſteckung der abgefihnittenen Zweige vermehren Laffen, wozu wohl ein a fetter Boden czferbeclin ſeyn wuͤrde. | * * Im S. Reiſen 2 Th. Seife 48%. * ta S18 XXX DIOSPYROS ec. In Amerika lieben fie cin’ naffes Erdreich‘ vorzüge | fi, und man trift fie auf nafjen onen und um ı die Wafferquellen an. Ihre Höhe beläuft ſich auf fünfseen his zwanzig Fuß, ihre Dicke {Ah 69 auf einen — im Durch⸗ ſchnitte. | Dieſe Stärke iſt indeſſen — uns ſ wenig als die Frucht zu erwarten, und Miller klagt ebenfals, daß die lezteren in England nicht reif werden, wenn ſich einige angeſetzet haͤtten. Wenn ſie ſich gehoͤrig einwurzelu, fo breiten fie fi ich weit umber ‚aus, und find in den —— Dior vinzen daher ſchwer auszurotten. *") Daſelbſt werden die, Feuchte haͤuflg gegeffen, und ſehr angenehm im Geſchmacke geruͤhmet, wenn ſie erſt vom Froſte durchgebeizet ſind. Fruͤher taugen ſie nichts, und ziehen bei ihrem widrigen Geſchmacke den Mund ſo ſehr zuſammen, daß man kaum zu reden im Stan de iſt. Verſchiedene Voͤgel und Zhlere ſuchen ſ ſie mit gierde auf. Man verfertiget aus chuen ein Mictelbier, Kalm ) das Verfahren weitlaͤuftig beſchreibet, da einige haben fo gar daraus einen guten Cyder gewonnen, “und der abgegogene Branntewein hat durch den: Zuſatz der Seuche einen viel angenehmen. und — * ſchmack erhalten. | Den Trank der abgekochten Härter haͤlt man vor “anziehend, und verordnet ihn ſo wohl, als — | den S. Hausvater 1°. Seite 610. ”*) ©. Ralms Reifen 2 Th. Seite 488. I; S. * 2 Ch. @eife 486. XXXIL ELAEAGNUS etc. 219 den Früchten bereitere Kuchen *), wider flarfen Durch⸗ lauf und die Ruhr. In ſolchen Krankheiten lober auch Catesby ) den Gummi diefes Baumes, und siehet ihn dem, Gebrauche des Arabifchen vor, Das Holz ift von Dauer, wenn es von der Näffe entfernt gehalten wird, ſonſt aber faule es am erſten unter allen Hoͤlzern. Nach Kalm ift es zu Werkzeu⸗ gen der Tifchler, als zu Hobeln, Meiffeln ,„ und ders gleichen ähnlichen Sachen dienlich und engpwenben. AXKL. ELAR :AGNUS (anguftifo- . ia) folüs lanceolatis Z. Spl. Pl. Elaeagnus Känermis) foliis lineari-lanceo- Iatis Mil. 2. 19 Elacagnus: Orientalis ———— fru- ctu parvo Olivaeformi ſubdulci Toura. ink. & du Ham. arb. 1: The wild Olive, or ‚Oleatter. Olivier fauvage, Der wilde Delbaum. Der ©. Hortul. Angl. Tab, 19: du Ham. arb. Tom, 1. Pl. 89. Set de la "Nature Tom. 2. en Namen des wilden Delbaums hat er von der Ma ah der Früchte mir den Dliven erhalten, und | Mi S. ER gar: 14. Band Seite 94. ) ©. Gronov.'Fl,Virg. Ed. Ima. 8 Pars 11. pag. 156. 220 XXXL ELABAGNUS en und die Benennung Paradiesbaum geben im ie Port | giefen wegen des fchönen Geruchs der Blumen . Er waͤchſet in Böhmen, Portugal und‘ Spanien, | in den feuchten Gegenden um dir in FERN in Sy⸗ rien und Cappadocien. — Die Blaͤtter ſind laͤnglich, ee) aeg "ollig und Silderfarben, welches heſonders auf der unteren Fläche merklich ift. Sie haben kurze Stiele, und fi Eupen — an den Zweigen beveſtiget. lento TER Die Blumen ſind klein und werden im Sufing angerroff: n, da fie mit einen fehr angenehmen ſich weit ausbreitenden Geruche zwiſchen den Blaͤttern ausbrechen. Ihre Blumendecke beſtehet aus einem Blatte, das Lederartig, Silberfarbig von auſſen, von innen aber gelb, aufwaͤrtsſtehend, in vier Einſchnitte getheilet und Glockenfoͤrmig geſtaltet iſt. Eine Blume iſt nicht vorhanden. Die Anzahl der ſehr kurzen Staubfaͤ⸗ den betraͤgt vier Stuͤck, und die Staubbeutel find laͤnglich. Der Knopf iſt unter der Blumendecke bes findlich und rundlich. Der Griffel mit dem einfachen Stigmaift fürzerals die Blumendecke. in Die Frucht wird zu einer ſafugen ovalen, fake ten Beere, die einen ebenfals denlen Stein mit einem Kerne einſchließet. * Sy Die Rinde fi Aſchgrau⸗ und wenn ſi ſie altiſt, mit vielen Riſſen verſehen, das Holz aber von —* Farbe, und mittelraaͤßiger GAR 544 wine? Fra Man pfleget ihn aus dem Samen, durch Eintefet md Schnittlinge — Muͤhe zu erziehen, und da auch der Stamm in einen guten feuchten Boden viele Schoͤß—⸗ XXXI ELAEA GNUS etc. 221 Schoͤßlinge aus den Wurzeln fteißer, fo lonnen diefeaus« ‚gehoben und verfezt werden, In Abſicht des Bodens iſt er nicht zu eckel, weil er hier in verſchiedenen Erdreiche gut fortkommt, allein er mag auch in noch ſo guten Grunde ſtehen, ſo wird er ſel⸗ ten uͤber zwoͤlf bis vierzehn Fuß hoch, ob er gen dabei ſchnell aufwaͤchſet. Wenn er Schutz hat, und ı wenn die Bäume ein we ⸗ nig erſtarket find, fo thun unfere Winter daran feinen Schaden. Mur die iungen Bäume, und welche zu frei fianden „. litten in dem falten Yahre von 1766. auf 1767 in den. hieſigen Pfanzungen und in dem akade⸗ miſchen Garten zu Helmſtaͤdt gieng ſo gar ein großer Baum verloren, der vorher, ale Jahre geblühet harte, Ich habe ferner bemerket, daß fie. durch heftige Winde wegen der. nicht ausgebreicesen Wurzeln al —* einer Seite hin gebogen werden. Wegen der Blaͤtter und Bluͤthen bleibt er allzeit ein, an Strauch, der feinen Platz in Gärten und niedri- gen Alleen verdienet; und dag Holz giebt. zulezt gures Brennholz, wenn «8 auch zu. a weiter a werden folte. ee — xxxu. EVONYMUS. The Spindle „Tree, or Prickwood, ; Lei Fußin. Der Spindellb aum. De Blaͤtter ſtehen bei dieſem Bernie Paarwelſe gegen einander über, | Die 222 xXXXIL EVONYMUS ete. Die Blumendecke iſt einblärerig, bei dem gemei nen und dem mit Warzen. verfehenen Spindelhäumen i in vier rundliche Einſchnitte mehrentheils ‚getheiler, dahin⸗ gegen bei dem brairblätteigen *) und dem eis ſchen die Anzapl derſelben ſich auf fünf Stuͤck beläuft, Ein gleiches gilt von den Blaͤttern der WYlume, welche eine ovale Geftalt haben, und ausgebreitet über die klei⸗ nere Blumendecke liegen, eben ſo wie die Anzapl der Staubfäden fich hiernach richten, Es find diefe lez⸗ feren Pfriemenfoͤrmig, aufwaͤrtsſtehend, kuͤrzer als die Blumenblaͤtter, und auf dem Knopfe beveftiger. Die Staubbeutel erfcheinen getheilt, der Knopf iſt zu⸗ geſpizt, der Griffel fehr kurz, und das auf ihm — liche Stigma zugeſtumpft. Die Blumen hinterlaſſen eine eſan —E fuͤnfeckige haͤutige Capſel, die einem Prieſterhuthe der Roͤmiſchkatholiſchen ähnlich ſiehet. Sie hat vier oder fünf Höfen, iede mir einen einzelnen ovalen glatten Saamen angefülle, welcher mit einer — ——— umwickelt iſt. Alle bis hieher bekannte bleiben —— und wachſen nicht zu hohen Baͤumen auf. . EVONYMUS (vulgaris) — Sb tarjis, petalis —— kructibus glabris Scopoli El. Carn. | Evonymus Craft ) foliis lanceolatis , flo- ribus tetrandrüs, fructu tretagono Mil T. ' Evonymus ( Europaeus ) Aoribus plerisque Nun, L. —* Pl, "Evony- *) ©. Scopoli Fl. Carn. pag, 325: XXXIL EVONYMUS et 223 Evonymus —— granis rubentibus C. ‚Bauh. Pin. 428. & du Ham. arb. 1. The ‚common Spindle Tree. Le Fufain des bois, ou Bonnet de az ou Garas. Der gemeine Spindelbaum. Der Sau— m baum, Der Spülbaum. Pfaffenhuͤtlein. Pfaffenkaͤplein. Pfaffenmüren, Pfaffen roͤslein. Pfaffenpförgen, SADIeEIötaR, Mitſchelinsholz. S. Cramer Tab. 37, Er wächfer bei uns in Hafen und Bäunen wild, und ift ein befannter Strauch, - Die, Blätter fi find länglich sugefpijt, am Rande fein gezahnt, hellgruͤn, und, auf der unteren Fläche mit einer, erhabenen Ader verſehen. Ihre Stiele find ohn⸗ gefähr-einen halben Zoll lang. Die Blumen werden am Ende, des Maimonats fi chtbar. Sie kommen zwiſchen den Blaͤttern aus den Seiten der Zweige als kleine Buͤſchel hervor, deren lange getheilte Stiele in ihren Abtheilungen gemeiniglich drei Blumen auf kuͤrzeren Stielen tragen. Die Blumendecke iſt grün, vierfach eingeſchnit . ten, und die Anzahl der weißlich grünen Blumen⸗ blaͤtter iſt gleichfals ſo wie der Staubfaͤden vier⸗ fach. Die — — iſt vierecfig, gegen den Herbft Kofenrorh, Die um.den Kern befindlichen duͤn⸗ nen faftige Umhuͤllungen find Orangenfarbig, und der Kern feloft ift von grünlicher Farbe, | &o 224 XXX EVONYMUS etc. So fange die Zeclge noch iung ſi ad, ie ihre äufe fere Rinde gruͤn, Die aͤlteren aber find grau .. Das Holz iſt feinadeig, blaßgelb und sähe Im Herlſte fallen die e durähfäjeinend rothwerdenden Blaͤtter ſpaͤt ab. Sie wachſen bis zu —— Fuß hoch ind wenn man. fie gleich vielfältig antrift, ſo wird man doch finden, daß ſie mehr einen 1. URAN als ſchlechten Veden lieben. * | Alle Arten vermehren fi ch hoch ed Sand er Einleger und dutch Sprößlinge, welche fie in lockeren Erdreiche gerne zu freiben pflegen. | . Aus dem Holze verfereigen. die Drechsler FAT | Schacfpiele und andere Arbeiten, und die — tenmacher nehmen es ebenfals. —2 | Es giebt ferner gute Zahnftocher und: die, feinften Kohlen zum Zeithnen, deren — du Hamel weitlaͤuftig lehret. Wegen der vielen Seiteneſte, die Stämme treiben, dienen fir in Hecken, in denen fie überdem noch. im Herbſte durch Me he — das —* be⸗ luſtigen. Die Früchte purditen, fo wie Be ganze Wem, die haͤutige Umkleidung der Saamentoͤrner fann zum: Särben gebraucht werden, und Das. Pulver der gerrock⸗ neten und zerriebenen Saamencapfeln toͤdtet die Läufe, wenn es auf ben kam oder in’ die Kleider geſtreuet wird ). 9 | Sa Evo: *) S. Scopok Fl. Carn. p. 325 XXXIL EVONYMUS ete, 225 2. EVONYMUS (verrucofus) pedunculis lateralibus, petalis ——— FrnSeibus glabris Scopo/i Fl, Carn. 2 Der warzige Spindelbaum. Scopoli hat ihn ung zuerſt beſchrieben, da.cr el. im Herzogthum Crain um Idria wild gefunden hat. Die mit braunrothen erhabenen kleinen Warzen haͤuf⸗ fig beſeze Zweige und Stiele unterſcheiden ihn ſo gleich bei dem erſten Anſehen von den vorigen. Die Blätter. find. auch Fleiner, niche völlig drei Zu lang, und einen Zoll breit, mehr oval,’ und am Ende in eine lange Spige auslaufend. Ihre Stiele find kaum einen viertel Zoll lang, ihre: Farbe iſt Hell. gruͤn, und der: Buſch wird, durch fie — haͤufig und dicht bekleidet. Die feinen rothen zwei Zoll Blumenfüre His zwiſchen den Blaͤttern hervor, und tragen im Junius eine, zwei bis drei Blumen, deren iede alle⸗ zeit vier rundliche braunrothe Blaͤtter hat. Die Saamencapſeln laſſen ſich nur einzeln fins den, ſind kleiner als bei der vorigen Art, enthalten gemeinig⸗ Lich nur ein einziges in einer Orangefarbigen fleiſchigen Haut gewickeltes Saamenkorn, welches glatt und durch ei⸗ ne ſchwarze und roͤthliche Farbe, iede bis auf die De gezeichnet iſt. | "Die niedrig ſitzenden unterſten Zheige haben ſo wohl hier als Ableger häufige Wurzeln getrieben, und ſich da— durch vermehren Taffen, als auch die ausgeftrcneren Saamenförner iunge Pflanzen geliefert, Band, ee In 36 XXX EVONYM Use In den hieftgen Planzungen Bar. er nur vier bis Fünf Fuß Hoͤhe erhalten, und ſeine Ziveige wachſen kurz und dicht in twanden ſo daß der ne⸗ Buſch gut be⸗ laubt iſt. Nach dieſem ganzen Wuchſe * er niedrier/ als unſer gemeiner Spindelbaum zu bleiken, und er wird alſo wegen der geringen Dicke ſeines Stammes durch das Holz nicht fo vielen — bei — deſel. ben ſchaffen. — 3: EV ONYMUS ifo) Bu * teralibus , petalis fabrotundis, FintulBag: ‚alatis Scopoli:FliCarn 32 5494 us m atn®- Evonymus (latifolius‘) folüis —S— latis floribus pentandris fructu ** gono , petunculis longifimis \ Mil. rg ‚Evoliymus latifofius c ar Bin. ei et | du Ham: arb, 3* * | he broad.leäved spindie Tide, Ra u Fufain, dont les feuilles font grande, iz Der breitblaͤttrige Spindelbaum ‚ * * Hert von Haller, welcher dieſen in ungarn und dem Oeſterreichiſchen Kreiſe wild wachſenden Baum als eine eigene Art anzunehmen ſchien, bewog durch die⸗ ſe Vermuthung Herrn Bergrath Scopoli, denſelben genau zu unterſuchen und mit den beiden vorigen zu ver · gleichen. So wie er ung, dieſe Vergleichung mittheilet, iſt es eine von dem gemeinen Spindelbaum abweichende Art, und muß man ſie alſo nicht mit dem Heren Ritter von Linie’ als eine m. anfehen, | | Die NXXXik’E VONYMUS ee. lady Die Blaͤtter ſi nd laͤnglich, breiter als bei dem er⸗ ſteren, ſo daß die. Breite bei ihnen zwei Zoll und die Lange viertehalb Zoll betraͤgt. Sie haben kurze Stiele von beinahe einen halben doll Laͤnge, und die Flaͤchen, ber ſonders die obere, ſind dunkelgruͤn und glatt. An den aͤußeren Spitzen der Zweige kommen aus den Achſeln der Blaͤtter die Blumen auf langen duͤn⸗ nen Stielen gemeiniglich zu vier Stuͤck hervor. Von dieſen Blumenſtielen ſind eigentlich die zwei kuͤt zeren ein⸗ fad, die übrigen beiden aber dreifach gerheilet, Die grüne Blumendecke iſt mehrentheils mit fuͤnf Einſchnitten verſehen, welche rundlich hätt und auf ‚den Rande weißlich ausfallen. Die Blumen haben ſo viel Blacur als die Blu⸗ wendete Einfihnirte hat. Sie find größer als an den ‚gemeinen, rundlich, von rother und grüner Farbe, und am den Rändern. zuruͤckgebogen. Die Fruͤchte fi ſind zwar mit den etſieren von glei⸗ Pr rother Sarbe, iedoch ein wenig größer, ihte Wins kel ſpitziger, und an ihnen J— ann haͤutl⸗ ge Fluͤgel zu bemerken. Die aͤußere Rinde der iungen etwas dicken und weniger ſperrhaften Zweige iſt gruͤn und —— an den alten aber iſt ſie — Man kann ihn dh den Saunen und Atae vers — x Den eigenifichen Boden, worinn er am. frifcheften waͤchſet, getraue ich mir nicht gewiß zu beſtimmen, da man ihn nur bei Scopoli als ein in Wäldern wachſen⸗ | der Sa aufgeführet finder Weil er aber hier fo E; P 2 wohl, 228 XXXII. EVONYMÜS ee. wohl, ale zu Schwöhber in gufen Boden ſtark trelbet, und von unſeren gemeinen Spindelbaume, wie ich vor⸗ ber gefagt habe,’ befanne ift, daß er fich natuͤrlich in ein gutes Erdreich ausfäer, fo fteher mit vieler Wahrfchein« —5 — ein ſolches fuͤr ihn auch am angemeſſenſten zu ſeyn. Er waͤchſet mehr. gerade, und nicht fo Strauchar⸗ ig, als der gemeine, und verträger unfere Wintermun ienen gleich gut. EN | Bir Pflanzungen nimmt or fich dadurch und duch die breiten Blärter gut aus, in Abfiche der Benutzung aber wird er wen mit dem. 5 abereinlommen. | ’ + EVONYMUS CAmertcaniey Horb 0 mnibus quinquefidis L. Spl. Pl Mi. 3. Evonymus Pyracanthae foliis, capfula verrü- carum inſtar exafperata ‚Pluck. alm. I 39. et du Ham. arb. 4. | i The Virginian Ever - "green Spindle Tree, % Fufain. de Virginie, | Der Nordamerifanifche Spindefbaum. © Commel. hort. Pars I. Fig. gı. Er kommt urſpruͤnglich aus Birginien, rs w den übrigen Nordamerifanifchen Provinzen. ‚Die Blätter gleichen dem äußerlichen Anfehen nach etwas den Blättern des immergrünenden Dorns (Me- fpilus Pyracantha 2.) welches in Plucknets Benen- nung fehon bemerfet iſt. Sie ſind laͤnglich zugeſpizt, ‚in den groͤßten auf zwei Zoll lang und uͤber einen halben Zoll breit. Die oberen ſind gemeiniglich ig ‚ als | die XXXII. EVONYMUS, etc. 229 die. fiefer fitenden, *)Der Rand iſt etwas geferbr, und die Stiele find ungemein kurz. In ihrem Bau find fie veſt und dick, und Die Sarbe der oberen Fläche ift dunkelgrün und glängender, als, der unteren, mit eis nigen flachen- Adern. verſehen. Im Geſchmacke ziehen ſie ein wenig zuſammen. = Die Blumen erſcheinen bä ung im. Julins aus den Seiten der Zweige zwiſchen den Blaͤttern auf duͤn⸗ nen mehrentheils zweifach getheilten Stielen. Die Blumendecke iſt gruͤnlich, und die Blume allezeit fuͤnfblaͤttrig, ‚gelblich. rin, —— etwas — gemiſcht. | Die Saamencapfeln, di tweder-bei- ung * in England reif werden, gehen von den Europaͤiſchen Arten durch die mehr ſchaͤrfere rauhe Oberflaͤche ab, und daß ſie kleiner und runder bleiben, obſchon der viereckige Wuchs der gruͤnen dünnen und ſchlanlen Zweige damit uͤbereinkommt. J e Die Vermehrung gefchicher eben (5, als bei der er⸗ | Arch Art diefes Sefchlechts angegeben iſt. | In feinem Wuchfe wird er nicht. hoch, fondern er bleibe immer ein Kleiner acht Fuß hoher Strauch, der wegen feiner grünenden Blätter fieber ea bedeckten, als zu offenen Stand fodert. Der Mugen, den wir von ihm erwarten —— beſtehet allein in der Verſchiedenheit für Gärten, in wel⸗ chen er ſich wegen der glaͤnzenden Blaͤtter nicht uͤbel aus⸗ nimmt. ch. finde zum wenigſten hierüber. die Schrift⸗ ſteller ein tiefes Stillſchweigen beobachten, und es laͤßt ſich nach der geringen Staͤrke des Stammes auch wohl nichts befonderesvermurhen. PB 3.7 XXX. *) 6, Grosov. Fl, Virg. pag. 83. XXKIIT, — ————— on Si 43048 Yud. 4 M % gy Geſchlecht keäat männliche und weibliche Blu· men auf einen Stamme. BIN. al.» "Die männlichen Blumen ſtehen in’einen Ka · eben beiſammen und daben keine · Blume, und die weiblichen erfeheinen in einen etwas kleineren Käzchen, welchen ebenfals die Blume fehler, .- “Der Knopf wird von der einblattrigen Blumendecke umgeben, und. ‚die Stigmate find einfach ruͤckwaͤrts gebogen: ">. Dach der Beftuchtung wird die Blumendecke groͤſ⸗ fer und ſtachlicht "mad fie enthaͤlt zwei mit einer brau⸗ nen teberäfeigen hal * ng a ro far gen beveftiger. Man muß * chnen wi Sn * eh, und dieſe Fb. Ka — * * —— us | hie * —D— ER | NEID ET TITEL EN ah ‚BAGUS —9 foliin, ‚ovatis, obfolete: | ferratis L. Sp. Pl. A et au Ham urb. ee si The ‚Beach. -eneis: sine mad „mr. — Le Hotre Pau, —S— Foyardo ar 2. Buche ‚Die —— 55 S. S. Eramer Yabı- 3. —* a ER; VON ana Altmann. Er | wong‘ Sie XXXIII. FAG vs. 231 Sie waͤchſet in allen Gegenden von acra als ei⸗ meist gewoͤhnlichſten Nutz baͤume wild. Ihre Blätter find oval, am Rande: ein wenig eins gefänicen, und von fhöner gruͤner glaͤnzender Farbe. "Die: Blumen brechen im Mai hervor, und bilden die maͤnnlichen ein rundes an einen langen und duͤn—⸗ nen Stiele hangendes blaßgelbes Käzchen, die weibli⸗ chen hingegen erſcheinen in Glockenfoͤrmiger Geſtalt an ganz kurzen gerade aufſtehenden dicken Stielen. Bei den erſteren iſt die Bluͤmendecke funffach ein geſch nt⸗ ten und haarig, und die Anzahl der langen witlin aufs gerichteten mit blaßgelben Tänglichen Snene m verfchenen Staubfaͤden belaͤuft ſich auf ohng Kaya woͤlf Stück, bei den lezterem iſt die — Eefach ge ⸗ af. Dev Knopf ift haarig, und aus ihm ‚gön drei, Griffel: mit eben fo vielen Stigmarait ' | ‚Die Fruͤchte werden im Herbſte reif, und beße— DAN afsdenn aus einer fachlichen und eigentlich in vier Abtheilungen getheilten rundlichen ſpitz zu laufenden Fruchtcapſel, in welcher. die, dreieckigten braunen glatten Saqmenkoͤrner liegen, die in Niederſachſen Buchkör- ner, Bucheckern oder auch Buch genennet werden. Die glatte Rinde des Baums if; bei iungen Staͤmmen graugruͤn, ß wie er e * alteren Mei — big undweißifts. J Das Holz iſt in fine innern Vaue * ih@es wie fünen, und in der Farbe weiß, auch brasım Viele glauben, daß es verfchiedene Arten der Ti che gebe, und nehmen deswegen unterſchiedene Namen an doch wollen die mehreſten von dieſen nur zwei ken⸗ mn nemlich die weiße oder Bergbůche, und die rothe oder Thalbuͤche. P 4 Die 32 XXXIII. FAGUS. Die Benennungen laſſen ſchon muthmaßen, daß die Farbe des Holzes ſie ertheilet, welche in verſchiedenen VBoden oder nad) dem verhinderten oder freien Zuge der Luft verſchieden ſeyn kann. Und daß ſich dieſes ſo ver⸗ halte, beweiſet die von Ellis gemachte Bemerkung, nach der in den groͤßten Waͤldern dieienigen Buͤchen ein weißes Holz haben, welche am aͤußerſten Rande der Ges hege, mithin frei an der. Luft ſtehen, dieienigen ‚aber, welche fich in der Miete des Waldes im Schatten befin⸗ den, in ihrem Holze braun ſind. Indeſſen iſt; niche zu laͤugnen, daß aud) dag Erdreich hierinn feinen Einfluß mit äußere, denn eine Büche an erhabenen trodenen Dertern wird in ihrem Holze weiß ausfallen, ob ſie gleich nicht fo ſchnell wächfet, als cine andere, . welche an ei⸗ nen abhängigen, feuchten Orte ſtehet und heaxges Holz hat. np Einige heilen fie auch wohlt in ſpaͤte und feüße Bi chen. ein, wobei die angeführten Me Bye | Seandes und der Witterung wuͤrken. Wir koͤnnen daher bei ſolcher Befchaffenheit, ind weil man dieAbweichungen nicht einmahl als ſolche, ſon · dern bloß als ettvag ſafaliiges anzufehen hat, ficher die Ab⸗ theilungen in Weiß⸗ und Norhbüche weglaffen, und al- “Jeg das, was Fagus fylvatica heiſſet, unter demiallge- meinen Namen Büche begreifen; Und will mania nad) ‚mehr thun, ſo erlaube man mit dem Herrn, Kammers rath Cramer den gemeinen Manne allein, daß er ſei⸗ ne Rothbuͤche beibehalte, um ſie von ſeiner Weißbuͤche, der eigentlichen Hainbuͤche, zu unterſcheiden. BERN Am beſten pflanzet man die Buͤchen durch den Saa⸗ men fort, der entweder gegen das Ende dee Oetobur⸗ oder XXXUL FAGUS. 233 ober im Anfange dcs Novembers in guten wichrigen - Körnern zum Ausſaͤen geſammlet wird, oder ſich um die⸗ f Zeit von ſelbſt durch langſames Fallen ausſtreuet. Wer ihn bis auf das folgende Fruͤhiahr aufbewahren will, muß ihn nothwendig, fo viel als möglich, gegen das Austrocknen und den Angriff der Mäufe ſichern, welche demfelben begierig nachgehen, Das befte Mir “tel, um. dag erſte Uebel abzuwenden, ift das Einpaden im trocfnen Sand mit Spreu vermifcht, ſo wie diefes ſchon bei den Ahornen ſich angegeben findet, und die Aufbewahrung an einen nicht „E warmen noch zu En gen Orte, | | Der Boden; den die Bächen —— HE ER en fichet eigentlich in einen leichten und fchartigen Grande. Hierinn ift die Urſache zu ſuchen, weswegen wir die be- ften Büchenwälder gegen Morgen und Mitkernacht an: treffen, weil dergleichen Jagen Schattenteicher find, als — die gegen Mitternacht und Abend liegen. Die Erfahrung lehret auch, daß die Buͤchen im finipfigen Erdreich niemals fortkommen, in einen ihe mehr angemeffenen Grunde wachfen fie aber. zu hohen. + Bäumen auf, und fie werden in diefen allezeit glatter und vollkommener/ als wenn ſie auf einen zu hoch gelegener, gar zu trockenen und ſteinigen Boden ihren Stand haben. In dem lezteren wird ihr Stamm zwar weißer und härter im Holze, aber auch im Wuchfe ——— AN | | e; und DH ſeyn. Was ihren Wachsthum betrift, fo iſt derſ (be ſchnel, ß pr kann aber nicht gewiß behaupten, daß ſie hierinn beheiner gleich guten Erde die Eichen hinter fich ließen. P 5 Bis 234 XXXIII. XFAG —— Bis in das funfzehnte Jahr iſt diefer. Wuchs. indeſſen etwas langſam, von dieſer Zeit an bis in das hundert und zwanzigſte Jahr ninmmt iedoch eine Buͤthe jährlich in ihrem Umfange und in ihrer Hoͤhe nach einem beſtaͤn⸗ dig ſteigenden Berhaltniſfe mehr zu, und alsdenn fol fie nach dem Urtheile der mehreſten Sorftverfländigen ih⸗ ve Bo konnen hi, erlanget haben: Die Wurzeln ‚gehen nicht ſenkrecht und tief in die | Erde, fondern laufen unter der Oberfläche hin, "und Jiegen bei- den arödten und beſten Skaͤmmen hoͤchſtens J bier bis fünf FJuß tief. Deswegen ſchicket ſich die Buche nicht gut zu Luſtwaͤldern, zu Hecken und Alleen in den Gärten, weil theils ihye Wurzeln. den. mehr nutzbaren Gewaͤchſen sine Menge nahrhafter Feuchtigkeiten entzie⸗ hen, theils weil ſich nach zwanzig bis dreißig Jahren die Krone zu ſehr ausbreitet, und das uͤbrige noch um- herſtehende unterdruͤcket, theils weil ſie in den erſten Jahren langſam waͤchſet, und den Liebhaber auf die Volllommenheit ſeiner Anlagen zu lange warten laͤſſet. ‚Die Hauptfrage bei der Buͤche iſt aber: Soll man. ihten Anban.im. Kleinen unternehmen, oͤder ſo gleich große Waldungen anziehen? Da das erſtere keinen ausgebreiteten Wortheil zei⸗ gen würde, fo muß man zu dem zweiten ſchreiten, und es iſt einen ieden anjurathen, daß er feine Aufmerk⸗ ſamkeit auf betraͤchtlich große. Plaͤtze wende, huehjedien ‚fe richtiger belohnen, ‚als kleine Dexter. De un ‚Eine elende Hülfe ift es, wenn Leute, vor es an ! WERNER und befchüsten Plägen fehler, um ihre Woh⸗ nungen oder auf dem Gemeindehuͤtungen zur Erhaltung einiges Feuerholien —— anlegen muͤſſen. Man kann nn en U Fe a nn ————— * Ka XXXIL! FAGUS, 235 kann dieſes Verfahren ein nothwendiges Uebel nennen, welches um ſo mehr, verwerflich wird, da es die Unge⸗ maͤchlichkeit mit ſich führer „daß ih Pfaͤle ſetzen und dies R oehdris — PR —* Man thut deswegen am nur beſten, | u * Der gerfaffe der in ben Samml. dev Berner SEonom, Geſelſchaft vom Jahre 1760. befindlichen Abhandlung von Wartung der Buͤche erwaͤhnet bei der bei einzeln Pe inngen und fehlanfen Büchen Foftbaren Bes pfaͤlung einer oͤfters angeſtellten Erfahrung, die wegen des Erfolgs Achtſamkeit verdienet. Wer alſo feine ge⸗ pflanzten Staͤmme mit Stangen verſehen muß der ſe⸗ tze nach ihm dieſe an der Mittagsſeite des Baumes ein. Der Verfaſſer hat Recht wenn er behauptet/ die Norde winde wären den Pflanzen und Bäumen nicht fo fhäd- lich, als die Suͤdwinde und bie Mittagsſonne im Som⸗ mer, welche die Säfte zu ſehr austrocknen. Die Seite nach dieſer Lage verdirbt durch die Stockung der Säfte, ¶ beſenders an Bäumen ; welche aus fchattigen Waldun⸗ Fr in Die freie Luft geſegt werden. So unerheblich der Schade im Anfange zu ſeyn ſcheinen moͤgte fo nimmt er doch von Jahren zu Jahren zu, und verurſachet den Werluſt desienigen Baumes welcher im erſten Jahre durch einen ſchoͤnen Wuchs alle Hofnung gab, weil zu der Zeit der Schade kaum merklich ift. Durch dieſen ſo oft vorfallenden übeln Umſtand heweiſet es fi ſich deutlich, dag die Anpflanzung iunger Buchheiſter allezeit mißlich bleibet; ob aber der Verfaſſer der angeführten Abhand⸗ Jung durch die befiere Richtung der Pfäle Sorfinerftänz dige zu dieſer Methode aufmuntern und ſie ihnen anprei⸗ ſen wird? Daran iſt wohl zu jweifeln. Sie di; bet uͤber⸗ haupt zu koſtbar, und erfodert zu viele Zeit uud Umfän, de, auch ſind die in der Erde abfaulende Pfaͤle ſchaͤdlich. 236 XXXULI FAGVS. beften, fie zu großen Waͤldern ohne Vermiſchung mit andern: Geſchlechtern zu lauter moͤglichſt geraden und holen Stämmen anzubauen und aufwachſen su laſſen, wozu notkwendig eine geräumige vom aller Huͤthung be⸗ freiete Gegend erfodert wird. Und in folchen Borfäls len kann es geſchehen, daß man die Frage anfteller ; 24 Ob ein Ort ſchon von langen Zeiten her mit der ⸗ gleichen Holze bepflanzet iſt, und alſo nur erhale ten und nach Abnutzung der alten Staͤmme mit iungen Anwuchſe veriuͤngert werden ſoll? oder — Ob man einen neuen und: leeren Platz zu einem Buchenwalde anbauen will? | | Bey Beritingerung eines äh hörte mit Buͤchen beſezten Platzes hatten unſere Voraͤltern erſtlich den Gebrauch, daß fie nach einer gewiſſen Zeit, 3. E. nad) zwanzig bis dreißig Jahren, dem ganzen Ort durchhauen ließen. . = Allenfals nahmenflle die — garzufehleche | | gewachſenen S Stämme mit heraus, fie. machten aber das | junge Hol; fo. dünne, daß. auf ieden Morgen erwann 7 nur funfjehn bis dreißig Stuͤck von den. ‚vermeintlichen. ſogenannten Laßreiſern, welche es BAR PiRte —* wa⸗ ren, ſtehen blieben. Zu ihren Zeiten war auch dagegen nicht viel einzu⸗ wenden. Sie hatten einen Ueberfluß am Holze, und man war in den meiſten Gegenden in Abſi che der Vieh⸗ zucht mehr auf die Verduͤnnung, als Verdicung ve 9 Wälder bedacht, welche ihnen überdem — bezahlet 4 wurden. | u, und nach IM: mau wwih ein, J 49 ſolche Weiſe XXX BIAIGUS 237 Weiſe die Menge des nothwendigwerdenden Tüngern Wiederwuchſes nicht erhalten werde , weil bei: fo gar großer. Ungleichheit der Oberbäume und der fogenannten. Ueberſtaͤnder der mehreſte Nachwuchs des inngen Holzes unterdruͤckt werden mußte, davon den iungen aus dem Saamen aufgefeimten Pflanzen’ alles: bis: auf die weni⸗ gen Laßreiſer zu Stangen; Bellen und Wafen mir abge⸗ bauen wurde, und von ihnen eine e zu * ge ER — Es kam auch noch der Umſtand hinzu, daß dieſe Sir — biegſamen Reiſer haͤufig wieder verloren giengen, und entweder ganz. krumm bis auf die Erde gebogen wurden, oder doch ihre Gipfel einbuͤßten, weil ſie ven ihrem bisherigen Schutze entbloͤßet, iedem rauhen und hef⸗ tigen Winde, dem Glatteiße und etehe aus geſetzet waren. | Und wie fonnte man auf das Miederwachfen derien ie gen kleinen Baͤume rechnen, die man abgeſtumpfet und in Knuͤppel und Waſen geſchlagen hatte? Es fehle. gen die kurzen zuruͤckbleibenden Staͤmme oder Stuͤcken der Erfahrung nach nur ſparſam von neuen aus, die ausgebrochenen Zweige gelangen kaum in zehn Jahren zu einem friſchen Triebe, und am Ende werden fie doch nichts, alsniedrige ‚und größtentheils Frummpewachfene Stämme liefern fönnen. Rechne ich dazu nody die Ge⸗ wohnheit, daß an den mehreften Orten im fechiten Nah: ve des Zufchlages Pferde und Schaafe, und im achten, zehnten und zwölften alles Rindvieh im dieſe Plaͤtze ge⸗ srieben wurden, fö wird ein jeder leicht einſehen, daß dadurch die geringe Anzahl Reiſer, welche hin und wie⸗ der aus Saamenkoͤrnern aufgewachſen waren, und was ſich noch von den Laßreiſern kuͤmmerlich erhalten hatte, voͤllig er Grunde gerichter werden m: nußte. Dee | 238 XXX FAGUS, Der aaturliche Schluß wat endlich bel der Betrach⸗ ns einen ſolchen Wirthſchaft, daß ein Buͤchenort von einer Hauung zur andern fchlethter werde ‚und daß man ſich zu verwundern nicht Urſache hätte; wenn niedrige abgenagte Staͤmme, oder die ſogenannten Kuͤhmaͤuler, nunmehro denienigen Platz einnahmen, anf welchen che mals das-fchönfte Nutz und Feuerholz fand. So vie ⸗ le ſonſt herrliche, iezt aber verwuͤſtete Waldungen Fin nen den traurigſten Beweis davon abgeben, und auch noch zu unfern Zeisen dies für uns er adbthehe Berfat ren befeufzen laſſen. BAT | In gewiſſen gebuͤrgigen Gane ge an &r ne andere noch ſchaͤdlichere Merhode; x Man richtete nemlich den ganzen Ort auft (anrer ho genanntes Schlagholz, welcher bei ieder Hauung allge⸗ mein abgetrieben , und, Baron! vierzig Safe fi 2 ſelbſt aͤberlaſſen wurde. Dem alle Sabre einfallenden Statkeit und Kaufe reifer den Sturmwinden und ſpaͤten Froͤſten vermeinte man dadurch Einhalt zu thun, daß man einen ſolchen ſogenannten harten Ort allezeit von Mittag gegen Mit⸗ ternacht, oder von Abend gegen Morgen anhauen fich, um durch die fichenbleibende hohe Wand, dem neuen Anfluge für die —J—— Oft: und Noꝛdwinde zu ſchuͤtzen. * gen Weite der von einer ſolchen Wand zu erwartende Schutz auf einen Bezirk von einigen hundert Waldmor⸗ gen hinausreichen koͤnne, und was die Wand eben fuͤr Wuͤrkung thunwerde, wenn der Ort voncinen betraͤcht⸗ | lichen Hang gegen Morgen oder Miclernacht har, folg- 4 = Zu en nn — — — — Alein wenn wie wieder Überlegen, in —9 XXXUR TFAÄGOE 339 lich die vermeinte Schuhen niedriger als das zuruͤck⸗ ‚gebliebene Holz ftcher, ſo koͤnnen wir dieſer — ef feinen allgemeinen Nutzen zuſchreiben Ein ‚gleiches gilt, wenn die, Winde, wie in den San nicht gerade vor fi wegwehen, ſondern ſich nach den Thaͤlern und Schluͤften drehen und wenden. Ja öfters wollen die Sagen der Reviere, die Begräns Jungen mit zaͤnkiſchen Nachbarn, die Huth -und ° Trift⸗ gerechtigkeiten ‚die Nothwendigkeit einer bequemen Ab⸗ führung, die Sagen gewiſſer beſtimmter Rutſchen, Nies ſen und Stegen, die Nähe oder Entfernung der Dorf (haften, Berg und S Salzwerke u. d. m. welche nach ge: wiffen Anſchlaͤgen alle Fahre ihre Anteile haben muͤſſen, es nicht allczeit erlauben , von dieſer oder iener Seite die — nach Willkuͤhr anzuhauen. RN | "Die Befhädigung durch die Viehweide hielem kai in | side Gegenden für geringe, weil die Holzungen ſehr weitlaͤuftig und unwegſam waren, vielmehr glaubte man, daß nach Verlauf von vierzig Jahren zum Wor—⸗ theil der Gewerke deſto reineres friſcheres und ge a : Kohhelz erwartet werden könnte, u nm | Wenn ih eb aber dahin geſtellet fett‘ taffe; &) 6 nich flieht Büchen von achtzig bis hundert, oder hundert und zwanzig Sahren eben fo gute Kohlen Tiefen, als vierzigtähtige's ® oder wenn Diefes ungegrunder.ift, 06 nicht der hieraus erwachſende Verluſt vollkommen erſe⸗ tzet wuͤrde, daß man bei einer veraͤnderten Behandlung in dent Maaße eine ungleich größere Menge zu erwarten hat? fo bleibt hingegen unwiberſprechlich wahr, daß al— le und iede verhanene 2 Buͤchenſtaͤmme, wie ich ſchon vor⸗ * geſagt habe, erſt nad. Verfließung vieler kuͤmmer⸗ lichen 240 XXXHL FAGUS fichen Jahre wieder zu einen lebendigen Triebe gelangen, daß die meiſten von ihnen, befonders wenn fie ehedem fehon ein Alter von vierzig Jahren, hatten, gar ausblei⸗ ben, und daß die wenigen, welche auch noch zu Baͤu⸗ men aufwachfen moͤgten, niemals zu recht guten ten und Kronen gefangen werden, Der Einwurf gegen dieſe Sdaͤdlichkeit, daßi in dem kuͤnftigen Hei zwiſchen durch auch Saamenlohden auf⸗ ſchießen koͤnnen, ift von feiner Wichtigkeit und unge; gruͤndet, denn dreißig und vierzigiährige Buͤchen geben noch viel zu wenig oder doch nur taubhülfigen. unvoll⸗ kommenen Saamen. Es kann alfo deſſen Anflug nichts bedeuten; und uͤberdem nehmen auch die Koͤhler⸗ | pferde ı einen beträchtlichen Teil wisder hinweg. r Außer diefen war dag Verfahren am allerſchlechte⸗ | ſten, wenn. man ein folches büchenes Schlagholz in noch geringere Diſtriete, und auf funfze im bis achtzehn Jahr I re eintheilen ließ. Die Buͤchen wurden nemuch zu der Zat * wie⸗ der abgehauen, in der fie anfingen, fi fih von dee vori⸗ gen Verwuͤſtung zu erholen und fich einigermaßen von neuen empor zu ſchwingen. Was konnte alſo natuͤrli⸗ cher erfolgen, als daß die Staͤmme nach und nach gaͤnz⸗ lich abftarben, und dag der fchöne Buchenwald fich mit der Zeit in Gebüfche von Sohlweiden, Dornen, Sprö« Kern, Himbeeren und Heidelbeeren, eih: Heides und Farrenkraut verwandelte? Und eben ſo ſchaͤdlich iſt es, wenn man die auf Ver⸗ gen liegende iunge Buͤchennwaͤlder, welche mit anderen . Holzarten ſehr vermiſcht ſind, nach der Berechnung, daß eine Buͤche im Ertrage an ſolchem Orte nusbarer. > if XXXIL'FAGUS: Bit | iſt, auf einmal von allen fremden Sol seinigeh will, Die Buchen Fommen in diefem Fall zu weit von ein» . ander entferne zu fichen, Fönnen alfo ohnmöglich gerade aufſchießen, fondern es:wird ihnen noch durch die Um⸗ beugung der Stämme von Schnee und Rauhreif zu viel Luft gemacht. Am Ende erlebe man alsdenn die trauti» gen Erfahrumgen, daß aus einem folchen Orte, der.eine trefliche Dickung hatte, und das ſchoͤnſte Schlagholz verſprach, eine mit leeren Stellen vermit ſchte hal Gegend wird, | Diefem Hebel wirde man vorgebauet haben, wenn die Aushauung nachgeraͤde und mit der reifſten Ueberle— gung, ob fie bei einzelnſtehenden Buͤchen auszuführen fei? geſchehen waͤre; Denn wegen der Unterdruͤckung der iungen Buͤchen darf man nicht aͤngſtlich beſorgt ſeyn, da dieſe gewiß andere Baͤume uͤberwachſen, ſo bald F nur eine gewiſſe Anzahl Jahre erhalten. Nach ſolchen izt von mir angefuͤhrten ——— gen erdachte man ſich zweitens eine, andere Mechode, welche damals, und zwar mit Recht, - von allen fur Die beſte gehalten wurde, und die auch eigentlich nur den Fehler hat, daß der Eigenthuͤmer einer Forſt gar zu lange dabei aufgehalten wird, Sie Def folgen» den Regeln. Man nahm einen wohl und dicht mit Buͤchen beſez⸗ sen Ort vor, auf welchen die Stämme größtentheilg zwiſchen achtzig bis Hundert und funfsig Jahren alt wa» ‚ken, und zwar nahm man ihn in einem folhen Jahre vor, in welchen fich der Saame reichlich zeigte, fo. daß ‚pe Büchen denfelben auf den. wegen des vielen Schat⸗ I. Band. | Q tens 242 XXXULSFAGUS. tens vom Grafe und Buſchwerk befreiten Boden mg 4 ter Hofnung ausſtreuen Fonnten, Noch, im Herbfle wurde der Platz mit Graben ums zogen, und dadurd) gegen alles Eindringen des Viehes geſchuͤtzet. Die Schweine allein wurden bisweilen da hin ‚getrieben, aber nur zur Mittagszeit oder gegen Abend , wenn ſie ſchon an andern Orten fich ſatt gefreſ⸗ fen, und feine andere Neigung mehr übrig hatten, als nach den fogenannten Maftınaden und knolligen Erdge- wächfen zu brechen und zu wählen, Auf folche Art folls te am Saamen felbft wenig Abgang verfpürer werden, i hingegen dem übrig gebliebenen der Vortheil zuwachſen, daß er cheils mit untergewühlee und dadurch gegen alle Befchätigung gedeckt, theils aber ihm. ein völlig aufges 3 lockerter Boden verſchaffet wuͤrde. In dem darauf folgenden Winter wurden die Bin⸗ | me zum zehnten bis funfzehnten Theil gefäller, und un- ger ihnen vorzüglich dieienigen, welche fehr ſtarke Kro- nen und ausgebreitete Aeſte hatten, und dadurch den Zus | gang der Sonne, des Negens, des Thaues und der Luft merklich hinderten. Dieſes einzelne Aushauen wur- de auch) im zweiten und allen bis zum zehnten oder fünf zehnten Jahre folgenden Wintern nach eben dem Vers haͤltniſſe foregefeget, fo daß nach Verfließung diefer Jahre der ganze Plag mit Saamenpflanzen hinlaͤnglich bedeckt feyn Fonnte, und durch das Abhauen der hohen Bäume ihnen zum guren Wuchfe: alle — — der — Raum geſtattet war. .,0% * Nur frug es ſich: Wie man den in unſern Mit | fächfifchen Gegenden zu gewöhnlichen —— ge hörig begegnete? XXXIL FAGUS 28 Es iſt bekannt, daß bei uns ſelten ein Fruͤhiahr erſcheinet, in welchem nicht der iunge Buͤchenaufſchlag dadurch im April und Mai wiederum zu Grunde gerich⸗ fer würde; und da diefer Unfall zu allgemein war und zu fehr fchadete, fo erfoderte die Nothwendigkeit, daß man aufalle Weife bemüher ſeyn mußte, Den böfen Erfolg abzuwenden. Was war alfo natürlicher, als daß man nach einem fo ſtrengen Srühiahre unter Zerrärtung der ganzen. Ordnung, das Aushauen des Holzes fo. lange ‚einftellte, bis bei abermals einfalender Buchmaſt hin» länglicher Saamen gefallen, und den ih nach und nach geäußerten Bloͤßen gufe Gelegenheit zum Nachwachſe ges geben wurde? Alein ein anderes Ungemach J9 barinn,, daß bei einen folchen Verfahren, das alle Jahre zu wieder holende Fahren der Wagen entweder Eine große Anzahl iunger Pflanzen gänzlich zernichtere, oder zu Erhaltung des Auffchlages gar nicht geftatter werden durfte. Die— fes konnte allein dadurch verhindert werden, daß die Are beiter fo. wohl das gefchhietene, als in Klafter geſchla— gene Holz über den Befriedungsgraben hinaus, oder auf angelegte Wege fragen mußten, von da es ohne weiteren Schaden abgeholer werden konnte. Bei folcher Einrichtung war ein weitlaͤuftiger Vor⸗ theil dieſer, daß weil in den noch ziemlich dicht beftan- denen Revieren weder Gras noch Moos aufzuwachſen die Freiheit harte, folglich. den Mäufen Fein bequemer Aufenthalt werftarter wurde, von diefen Feinden wenig oder nichts zu befürchten war, melche fonft theils den Saamen verzehren “*), theils die jungen Wurzeln ab; ee beiffen, *) Vetſchiebene praltiſche — haben in unſern Zeiten 244 XXXIIL: FAGUS. beiſſen. Die iungen noch zarten Pflanzen behielten ia den erſten Jahren gegen ftarfe Fröfte und’ fcharfe Win- de, und im Sommer gegen die brennende Hige noch gu⸗ te Bedeckung, die flärferen hingegen befamen durch dag einzelne Xushauen mehr Raum und Luft; und nach vol⸗ lendeten Hauungsiahren war zugleich dem weiteren Fort⸗ wachſen des nunmehro gaͤnzlich neherfepaffenen Aartes nichts im Wege. | Zwar zeigte ſich wohl nach und nach verſchiedenes unnuͤtzes oder weiches Holz unter dem guten vermiſcht, dieſes konnte aber nebſt ſolchen Buͤchenſtaͤmmen, welche von ſtaͤrkeren entweder unterdrückt oder untauglich gez wachfen waren, nach Berfließung von funfzehn bis | Wwanzig Jahren fihon wieder weggenommen werden, weil es das Sohn bezahlte. Und eben diefes in Miederfachfen fogenannte Durch binden war in dergleichen zufünftig ähnlich einfallenden | Zeiten ‘ Zeiten ein Mittel angeruͤhmet, wodurch man die Saa⸗ ‚men vor den Anfaͤllen der Holzmaͤuſe und anderer Thie⸗ re im Winter fichern koͤnne. Dieſes beftehet darinn, ; | daß man ihn in Miftwaffer meichet, und darinn fo lan⸗ ge liegen läßt, bis er einen Geſchmack angenommen har, welcher Geſchmack ale Mäufe abhalten fol. Da iedoch noch beftändig dabei der Einwurf bleibet, ob ber Ges ſchmack unter der Erde lange und big zur Zeit ded Auf: feimeng fortdauern und feine Feinde verſcheuchen koͤn⸗ ne? fo muß man won Anbauern folcher Dexter, welche beſtaͤndig durch Maͤuſe heimgefuchet werden, hieruͤber | erft noch beftätigte Erfahrungen erwarten, ehe manfich aus Ueberzeugung zur fihern Nachfolge entſchließen darf. xXXIIL FAGUS. x45 Zeiten mit gehöriger Worficht fo lange fortzuſetzen, als ſich verdumpftes Holz vorfand, wodurch man nach Ver⸗ fließung von vierzig bis funfzig Jahren auf einen im Wuchſe voͤllig gleichen, geſunden und untadelhaften hun. gen Buͤchenwald rechnen Eonnte, Die Gruͤnde dieſer ſchon um vieles verbeſſerten Fot | wirthſchaft befanden eigentlich darin, daß man ı ) bei Verneuerung eines großen Platzes der Natur alles ale fein überlaffen, und nur die dabei vorfallenden Hinder- niffe aus dem Wege räumen muß, 2 ) daß man bei fol» chen Anlagen alle Koften zu erfparen gedachte, welches auch um fo nöthiger war, da zu ienen Zeiten die ges wöhnlichen Einfünfte der Forften kaum denzehnten Theil von denienigen befrugen, was fie anize einliefern, Alein es fand fich in der Folge, daß diefe in ihren Grundregeln viel gutes habende Methode einer weitern Berbefferung fähig , und ſolche ohnedem noͤthig fei, weil der Forſteigenthuͤmer, wie ſchon vorhererinnert worden, mit dem Wicderanbau und mir der von demfelben zu hof⸗ fenden Abnutzung gar zu lange aufgehalten wurde, Was den erften eben angeführten Sas betraf, fo far he man ein, daß die Natur einige Beihuͤlfe verlange, und daß auch im gegenwaͤrtigen Falle die von dem Oberbatte me mehrentheils fenfreche herunterfallende Saamenförz ner nicht hinreichend wären, den ganzen Ort ziemlich gleichförmig zu befirenen Man erlebte überdem die ſchon erwähnten durch die ſpaͤten Fröfte verurfachten allge⸗ ‚meinen Verwuͤſtungen, man mußte einen großen Iheil des Saamens auf Bögelund Thiere rechnen, welche das von ihre Nahrung harten, und ihn aufſuchten, und oͤf⸗ — man noch zu ſpaͤt / daß in fuͤnf bis ſechs Jah⸗ ya 23 ven 246 XXXIL FAGUS ven wenige Pflanzen:aufgefommen waren, hingegen daß an verfchiedenen nach der Ordnung der Jahre ent . blößten Stellen eine Sammlung von unnuͤtzen Straͤu⸗ chern, als Himbeeren und Brombeerfträuche, hohen Nflanzen, wie z. E. die fügenannte deurfche Seiden- pflanze ( Epilobium anguftifolium L.) oder Farren⸗ rauf, Neffe, Diefteln u.0. m. wie auch gewöhnliches. dickes Gras die Ueberhand genommen hatte. ’ Was blieb alfo Hiebei anders.alg die Entſchließung übrig daß man diefen neuen Uebeln vorbauen und mit - Beibehaltung. verfchiedener guten Anweifungen aus der zweiten Methode noch eine dritte erfinden mußte, wo⸗ durch der Natur nachgeholfen, und die Zeit zu einer 'er- wuͤnſchten Abnugung näher gebracht werdenfonnte- Es folgte aber wiederum bald der Schluß, daß man zu folchen Bezirken norhwendig gleich vom erften Jahre des Einfchlagens an, und unabläßig bis dahin, da der ganze Raum mit gefunden Pflanzen Forfimäßig bedeckt feyn werde, Feine Mühe und Koften erfparen muͤſſe, um das fünftliche Ausſaͤen anzubringen,. daß die erſchienenen Blößen auszufüllen, auch GEN und Gräfe r durchaus zu vertilgen wären, N Sollte dieſes geſchehen, ſo mußten, * den an⸗ dern Satz angehet, eben ſo nothwendig groͤßere Ko⸗ f' ſten verurſachet werden, welche manaber deswegen nicht übel angewendet halten konnte, weil der fünffige Bor; thei ſchon im voraus leicht zu berechnen war. Alles ſollte indeſſen noch mit der moͤglichſten Erſpa⸗ ist geſchehen. Das Pflügen und Graben gieng an ſolchen Orren nicht any: weil der’ Boden mit. Wurzeln durchflochten war, 1.08 blieb zwar das Behaden gt | 232 weis XXXIIL FAGUS. 247 welches jedoch wiederum zu koſtbar fiel, wein es mit dem gewoͤhnlichen ſogenannten Radehacken und auf der gan⸗ zen Flaͤche des beſagten Platzes bewerkſtelliget wurde. Diefer Erfparung wegen ift man. endlich bei einer neuen Methode geblieben, welche eine Anzahl zehnz bis - zwöffiähriger Kinder ins Werk richtet, wenn ein iedes mit einen zugefpizten und mit einem Furgen Stiele verfes henen ade nebſt einer Sarine ı mit Buchkörnern verfes hen wird. | Bei der Arbeit ſelbſt *—* e auf folgende Weiſ⸗ in einen förmlichen Gliede aufgeſtellet, daß fie ziemlich geſchloſſen links ab, und Fuß vor Fuß gehen, bei iedem Fußtritte mit der Achten Hand eine Oefnung in den Do» den vermittelſt der Hacke hauen, in dieſe mit der linken einige Buchkoͤrner werfen, und ſo in einer Richtung fort⸗ fahren, bis alle Bloͤßen oder mangelhafte Oerter mit dem noͤthigen Saamen verſorget ſind. Die Pflanzen werden folchergeftalt ohngefehr ſechs Zoll horizontal, und achtzehn Zoll perpendicular auseinander fommen. Nur ifthiebei zu merken, daß. die Kinder fo dicht ftehen, daß dieienige Defnung, welche das zur linfen Hand befindliche neben. feinem rechten Fuſſe einhauet, von ſei⸗ nem Nachbar durch den linken Zuß beim Fortſchreiten auch wieder. zugetreten wird. Iſt der Saame vorher durch das Werfen mit der Schaufel, mit dem Winde oder durch die Wafferpro- be ausgeſucht worden, daß nur wenige taubhülfige oder fonft ſchadhafte Körner zurück bleiben, fo fann man verſichert ſeyn, daß wenig oder gar nichts verlohren ge⸗ hen werde. Wenn aber auch gleich der Boden ber gemachten 24 a 248 | XXXIIL FAGUS.: Defnung Fruchtbarkeit und Veſtigkeit genug giebt, um dem iungen Keime Wachsthum und. den Wurzeln die Hal» tung zu verſchaffen/ wenn auch gleich die Bederfung waͤh ⸗ rend der Keimung Froſt und Hitze und die aͤußeren leben⸗ digen Feinde abhaͤlt, wenn auch ferner die auf dieſe Weiſe geſchehene Beſaamung weniger koſtbarer iſt; fo kann doch bald der Saame zu tief geleget, bald die Def nung zu ſtark verſchloſſen und dadurch die Beſaamung mißlich werden. Wider dieſe Uebel ſchuͤtzet die folgende ein wenig theuere Erfindung, und vielleicht iſt ſie fuͤr dieienigen angenehmer, welchen meine Beſchreibung des erfoderlichen Ganges der iungen Arbeiter zu KR vorfommen mögte. Nach ige wird ieder leere Pas in umgäßfig sieh klei— ne Vierecke getheilet, die daraus erſchaffenen Erenzlini- en werden auf einen Fuß breit mit Spaden umgearbeitet, der Saamen in die in ihre Mitte gezogene Rinnen geſtreu⸗ et, und mit wenig Erde flach bedecket. In dem lockern Boden koͤnnen die Wurzeln der iungen aufgekeimten Buͤchenſtaͤmme ſo gleich unten und neben ſich greifen, auch werden dieſe kleinen Linien gar leicht vom Unkraute rein gehalten werden, welches beides ihren Wuchs im er⸗ ſten Jahre vorzüglich befoͤrdert. Man hat dieſe Bes handlung in den hiefigen — mit * beifen —3 ins Werk gerichtet. Wer ſich an den inneren undefäer bleibenden. Quadra⸗ ten aͤrgern ſollte, dem kann man ſagen, daß ſie e nach abgemaͤheten Graſe mit Birkenſaamen beſaͤet werden koͤn⸗ nen, welcher auf den ee Raſen —— and Die hie⸗ Man kann ben Being der Koſten diefer beiden Yrten der Veſaa⸗ J 8 — J 9 — *8 XXXHL FAGUS 249. hieher gehöriäe Geinnerung finder ſich bei dem Aurihet ber Vace. u Hi Dignann Ein’ Veſaamung leicht auf folgende Art — und mit ein⸗ ander in Vergleichung ſtellen. | u 2] dem Einhauen nehme ich zwoͤlf —— dan Erhaltung täglich auf 1. Thle. zu ſtehen kommt, wenn. ich iedem 2. Gr. gebe. „Nuuiann die Einſammlung deg Saamens nicht vor dem November geſchehen, zu wel⸗ cher Zeit derſ elbe erſt in ſeiner gehoͤrigen Reife zu haben fl. Will ich die Befaamung im. Herbfte.unternehmen, . ‚8 find alsdenn die Tage ziemlich kurz, und da öfters. | dabei kalte Regenwetter einfallen, fo muß man den Kin⸗ a je dern erlauben, ſich an dem angemachten Feuer zu erqui⸗ den, ic) fann alfo damit nicht fo ſchnell ale fonft fertig erden. Rechnet man nun gute und ſchlechte Tage ges geneinander, fo hat bie Erfahrung gelehret, daß zu der Beſtellung eines ſolchen Morgenlandes von 180. > Rheinlaͤndiſchen Ruͤthen vier Tage erfordert werden, en H mithinfoftet er 4. Thlr. Die bei der anderen Methode angefüheten Ereuslinie en werden zu einer. halben Kheinländifchen Ruthe im Quadrat von einander, einen Fuß breit und einen Spas denſtich tief ausgegraben, und zwar ſo, daß der oben abgeſtochene Raſen in die Tiefe, und die untere Erde oben zu liegen komme. Von ieder Quadratruthe wer⸗ den alſo 36. Fuß und folglich von iedem Morgen nur 64. Ruthen und 80. Fuß umgegraben, es bleibt demnach ein leerer Zwiſchenraum von 115, Ruthen und 20. Fuß. Da hr ‚ein Zaglöhner, „der fleißig iſt, alleTage 2. Ruthen bearz *1* ‚en kann 6 — ——— um die Sache ge⸗ OLE ſchwin⸗ nz 9 250 XXXIL FAGUS. "Ein Hauptoortheilift bei diefer lezteren Methode noch beſonders zu bemerken. Es iſt ſchon angezeiget worden, daß die iungen Pflanzen durch die fpären Froͤſte im Srüßiahre Leiche getödter werden. Wir haben indeffen die ebenfals angeführte Erfahrung, daß fie im April oder Anfange des Mai gefäct gut bleiben. Und folche fpäre Ausſaat wird möglich, wenn die — — im Herbſte zuvor gegraben ſind. Wenn es daher auf die Frage anfomme : ae ein. fchön in Beftand gewefener Büchenort abgehofzet und wiederum veriuͤnget werden ſoll? fo bleiber noch beftäns er big das lezte Verfahren eines fruͤhzeitigen Zuſchlages und einer ‚mäßigen & srfichtigen Abholzung bei einer nie gänzlich aus der ? Ihe zu laffenden. Befaamungshiü ilfe fo Iange das befte Mittel, bis man durch beffere Erfah⸗ rungen ein geſchwinderes und zineraſerigerec ausge⸗ funden haben wird. Die Anlegung eines neuen Blichennöäldes finder ſchon mehrere Schwierigkeiten und ift weit koſtba⸗ rer, giebet aber dennoch weit mehrere Huͤlfsmittel am die Hand, um den vorgeſezten Endzweck zu erhalten, Ein dazu gewidmerer Dre wird nicht Teiche ein ame derer als ein folcher feyn, welcher zwar noch einige Kenn zeichen einer alten Waldung, weiter aber auch nichts da⸗ von aufzuweiſen hat, als etwann oberhalb einige ein⸗ zelne faule Baͤume, und in der Erde viele alte Wur⸗ | zeln, ſchwinder zu beendigen,, in drei Tagen bie angebenen 64. Ruthen und go. Fuß umgraben und wenn ich die Er wie gewoͤhnlich, zu 3. Gr bezahle, fo Foftet der Morgen gegraben ungefähr 8. Thlr. 3, Gr. Lohn. XXXIII. FAGUS, 251 zeln, kurz ein ſolcher wuͤſter Platz, welcher nunmehr der ungluͤcklichen WE Hücung — wer⸗ den foll. Bei diefen fallen wieder zwei Fragen vor! 6 nem⸗ lich der Platz | J Tr) mit Saamen, oder —— | 2) mit Pflanzen angebauet werden fol? Der Eigenthuͤmer muß. bei beiden vor allen Dingen wohl uͤberlegen, ob er im Stande. fei, gleich im. Aufange eine ſtarke Auslage zu wagen, um deſto zuverlaͤßiger für fid) und, feine Nachkommen sur Einfrigen Nutzung zu ge⸗ langen? oder: Ob er mit geringeren Koſten deſto SH Zeit darauf verwenden koͤnne? Das erſte bleibe allezeit das beſte, un fann er die Größe dahin einfchränfen, daß er jährlich nur fünf und zwanzig bis funfzig Morgen wirklich beftellet, wenn er nemlich fünfundere Morgen anbauen will; er muß . aber nach) diefen Grundſaͤtzen damit fo Tange unabläßig fortfahren, bis der auserfchene Raum völlig und ohne Mangel nicht nur beſetzet, ſondern auch bewachfen ift, Bei dem Sen wird allerdings erfodert, daß das Sand locker und zur Einwurzelung der tungen Pflanzen bequem gemacht wird, Iſt der Boden nicht mit gar zu vielen Wurzeln durchflochten, oder ift er an fich ſelbſt nicht gar zu ſtei⸗ nig, daß man mit dem Pfluge und der Egge darin fort⸗ kommen kann, ſo bleibet dieſes freilich das vorzuͤglichſte, indem der Saame gleich weit von einander entfernt ge⸗ ſtreuet, und ſchon im Herbſte unter eine gewiſſe Ber deckung gebracht, auch nach, Belieben mir. Rockenſaa⸗ men; 252 XXXIM.IFAGUS. men, oder bei der Ausſaͤung im Fruͤhiahre mie Hafer vermiſcht werden kann, damit deffen Blätter und Hal⸗ me gegen die rauhen Winde und brennende Sonne den iuns gen Pflanzen, einigen Schuß mitzutheilen im * ſind. | Es iſt iedoch zu merken daß het dem Abmahent des Korns daſſelbe hoch, und höher als gewöhnlich abge— ſchnitten werde. Denn man kann fo wohl Pflanzen be⸗ ſchaͤbigen, als auch durch das ploͤtzliche zu ſtarke Luft⸗ machen, wie ich ſchon vorher an einer Stelle erwaͤhnet habe, den iungen Stämmen Schaden zufügen. Wer es daher thun will, der Laffe ſolches Korn niemals hör her als zwei Fuß hoch aufmachfen, damit die Pflanzen nicht zu wenig uft und Regen haben. | I Bei unbedeckten Plaͤtzen giebt. es Feine Hinderniß, ſondern vielmehr Vortheil, wenn zugleich von ſelbſt ver⸗ ſchiedene hohe Graͤſer und Straͤucher mit BP und zu beſſerer Bedeckung dienen. Iſt hingegen der Boden ſo beſchaffen, daß man mit dem Pfluge nicht arbeiten kann, fo laͤßt ſich die an⸗ gegebene Beſtellung mit Creuzlinien anbringen, und will auch dieſe zu koſtbar ſcheinen, ſo bleibet das beſchriebene Einhauen des — übrig"). hr —9— Einige wollen das Befden einee großen umgepflägten Platzes auch Reihenweiſe anrathen, und bedienen * ſich dabei eines Bohnenpflanzers. Allein dieſe gehen von der Vorſchrift der Natur ab, die den Saamen eine leichte Bedeckung giebt welche hiebei allezeit zu hoch werden wird, die Zacfen des range no Wegen XXXIII. FAGUS. 253° Mesen Mangels der nörhigen Decke find diefe Ar- ten der Herbfiausfäung vielen Gefahren unterworfen. Es gehören. deswegen eine geprüfte Gedult dazu, mit der man alle Jahre das beſchaͤdigte ausbeſſert, niemals er⸗ muͤdet, auch ſich nicht eher mit einer neuen Abtheilung abgiebt, als bis die erſte keiner weiteren Wartung * darf. Das farchterlichſte Uebel von allen find die fpäten Froͤſte. Oft geher die Frucht einer jährigen Arbeit bei dem allerfhönften Anfehen in einer Nacht verlohren, man muß’ von neuen anfangen, die Koften vernenern füch zu⸗ gleich mit, die Zeiten gehen fort, des dicke Gras und das hochwachſende Unkraut vermehrer fih,und dieſes forfer * die Maͤuſe als an einen Schutzorte wieder herbei, Und wird denn der Befiger mißmuͤthig oder verdrüßlih, fo ‚verwandelt fih nur gar zu leicht die fehönfte Anlage’ in wenig Jahren in ihr voriges Nichte, | Man hat diefem Uebel vorzubeugen gefucht, und da die Herbftfant die jungen Keime im folgenden Fruͤhiahre gar zu zeitig herauslockte, und fie dem Erfrieren zu fruͤh ausfezte, das Ausfäen bis zum Monat Maͤrz in der Ab: ſicht verfhoben, daß die zärtlichen Saamenblätter nicht eher. als zum Ende des Aprils, oder mit dem Anfange des Mai zum Vorfchein fommen follten; allein auch Dies fes war für unfere Gegenden zu früh. a verfuchte hierauf bie N geratfene fpätere | Aus; noch fo kurz ſeyn. Wie viel theuerer kommt auch nicht in der Verarbeitung ein ſolches Feld zu ſtehen? Und in der Folge wird man mahrfeheinlicher Weife vor⸗ her fagen koͤnnen, daß mehr leere Plaͤtze, als bei eir ner allgemeinen Befaamung, zurück bleiben. 254 XXXII. FAGUS, Ausfäung im April und Mai, und nunmehro waren die auffeimenden Pflanzen vor den Erfrieren gefichert, und man hatte verhüter, daß fienicht fehon während des Win. ters in der Erde von den Mäufen verzchret worden wa⸗ ren. Diefes iſt denn auch die Art und Weife, welche man bei dem Ausfäen der Sicherheit wegen "beobachten muß, ohnerachtet der Einwürfe, daß öfters ſtarke Hitze und Dürre zu früh. einfallen kann, und daß dieſe fpäten Pflanzen nicht vor dem Eintritte des / Winters reif und fiark genug werden mögen. Der Hs Einwurf fin det aber. am wenigften Statt, da nach den hiefigen ans geftelten Verſuchen die im Herbfte und dem darauf fol⸗ genden Frühiahre ausgefüeten und aufgelaufenen Bir chenſtaͤmme in dem zweiten Jahre inder Hoͤhe und Stär- ke einander völlig gleich befunden worden, Cie werden auch durch die Werfuche des Braunfchweigifchen Heren - Sorftmeifters von Hanſtein beftätiger,nur muß zu einer ſolchen Ausfäung der Saame auf die a nn Angabe gehörig aufbewahrer werden, | - Das Pflanzen wird bei einem etwas Berräfichen Kopiere nicht füglich anders, als mit iungen hoͤchſtens vier bis fünfiährigen Stämmen vorzunehmen feyn, | Größere und ältere Pflanzen erfodern zu vielen Auf: wand und nachmahlige Wartung, und fchlagen felten ‚gut ein. Das Schlimmſte bei folchen mit ſtarken Staͤm⸗ men bepflanzten Gegenden iſt noch dieſes, daß ſie ſich zwar öfters in den erſten Jahren friſch und munter zeis gen , in dem folgenden nur unmerflich abnehmen, aber wohl nach zehn bis zwölf Jahren nachher abfterben, oder doch aufbeftändig ungeftalt und von geringen Nusgen ‚bleiben, Zum en gehören die Pflanzungen mit großen XXXIII. FAGUS,. 255 großen ftarfen Stämmen nicht zu der hier erwähnten Abſicht, nemlich eine geräumige Waldung von — lichen und nutzbaren Baͤumen zu ziehen. Bei der vorgeſchlagenen Hauptbepflanzung ſetze ic als die erfte Reael voraus, daß an Wurzelnund Zweigen fo wenig alsnur möglich, an dem Hauptmit⸗ telfchuffe aber durchaus nichts abgefchnirten werden muͤſ⸗ ‚fe. und weil das erftere bei ganz iungen Pflanzen cher, als bei: großen, in Ausübung zu bringen fieher, weil die Wurzeln der Büchenur gar zu bald eine dicke Rinde erhalten, und. überhaupt wenige Safern haben, fo giebt ‚diefessvorzüglich einen Bewegungsgrund mit ab, wes⸗ wegen man eher iunge Pflanzen als alte wählen muß, Die zweite Regel if, wenn man die Pflanzen nicht aus Baumſchulen, ſondern einer wilden Holzung nehmen will, daß man ſolche niemals aus den Dickun⸗ gen, ſondern aus ſolchen Orten wegnehme, wo fie freie Luft gewohnt geroefen fi find, und zugleih Raum genug gehabr haben, fih in Wurzeln und Ziveigen auszubrei. tn. Mi Hamel in feinem Tractate von der Holz ſaat handelt im zten Buche weitlauftig von Baumſchu— len, er verwirft fie aber in der Einleitung zum vierten Buche, befonders inden Anweifungen zum Anbau’ großer Plaͤtze, und verweiſet die Unternehmer Fieber zu Aushe— bung der Pflanzen i in den Wald, ob gleich folhe Baͤu⸗ me viel leichter an Wurzeln‘ befchädiger werden Fönnen, | als wenn fieaus einer Baumfchule gehoben werden, und in dieſer Tejteren der iunge Baum wegen des freien Stan» des. mehr Wetter und Wind gewohnt iſt. Die dritte Regel und welche zugleich mit der erſteren verbunden bleibet, iſt dieſe, daß man die Staͤmme, wenn es 256 (XXX FAGUS, es fern kann), fo auszuheben bemuͤhet fei, daß fie einen guten Klumpen Erde um ihre Wurjein behalten, und daß man dieſe Wurzeln fefbft nicht beſchädige. Bei den Buͤchen ſtehet ſolches am leichteſten auszuͤben, ‚da ſie ge⸗ woͤhnlich keine Pfahlwurzeln treiben. Die vierte Regel beſtehet darin, daß man ſie nicht weiter als hoͤchſtens ſechs Fuß und zwar im Verbande aus einander ſetze, nachdem vorher die Loͤcher weit und tief genug, nemlich die Rundung zu drei Fuß im Durch⸗ ſchnitte und die Vertiefung zu zwei Fuß, ausgegraben, und mit lockerer Erde ausgefuͤllet ſind. Die iungen Wurzeln und vornemlich die feinen Haarwurzeln koͤnnen in lockeren Boden ſogleich einſchlagen, und in den erſten Jahren deſto bequemer fortwachſen. | Wer etwas mehr Koften anwenden kann, der. thut wohl, wenn erän flate der einzelnen Löcher dazu Grenz linien einer Ellen breit ausgraben laͤſſet. Er hat dabei die Vörtheile, daß nicht nur die iungen Wurzeln. mehr Raum erhalten, fondern daß er fi auch die Gelegen⸗ heit erleichtert, in den beiden folgenden Jahren dag ges _ grabene Erdreich zur Fruͤhlingszeit and im Herbſu von neuen auflockern zu laſſen. Will iemand aber mit dem Anbaue noch diene, ge⸗ hen, ſo kann er die erwaͤhnten Ereußlinien mic Buchker⸗ nen beſtreuen. Die Pflanzbuͤchen werden ſchon im erſten Jahre dem Saamen einigen Schutz verſchaffen, und in den folgenden werden die aus Saamen gezogenen Stämme iene wiederum beſchuͤtzen helfen, ſo daß diefe Jugend deſto freudiger mit einander fort wachen wird, ° Man urtheilet indeffen leicht, dag bei einer folchen doppelten Befegung das vorher als nüg« lich angepriefene iaͤhrliche Auflockern wegfaͤllt. Natuͤr⸗ | | lich XXXHL EAGU®. 57 lich kann in fünf bis fehs Jahren der Aufwuchs nicht ſehr fehnell feyn, er wird aber in der Folge: völlig" ent: fchädiger, weil man durch den gedoppeften Anbau mehr Pflanzen und weir früher eine no länge 8* ges winner. In Abficht des Pflanzens ſelbſt wich ich wegen der damit verbundenen Vortheile die Merhode anpreifen, die fo wohl ehedem hiefelbft beobachtet iſt, daman noch nach alten Forſtgrundſaͤtzen durch das Bepflanzen mit Ungrun⸗ de ſich zu helfen ſuchte, als der Graͤflich Wernigerodis (che Öberforft und Jägermeifter, Herr von Zanthier, “in den ihm anvertrauten Forſten bei einfallender Noth— wendigkeit mit dent beiten Erfolge erfüllen läßt. Sie ſcheinet zwar dem erſten Anfeheine nach etwas koſthar, fie ift es aber nicht, wenn man den Schaden des Noch⸗ pflanzens und der Verſaͤumniß berechnet, der. nachher ohne 8* Sehandlung fi ich ereignet, Bi diefer Art Pflanzungen werden Sie Loͤcher im Herbſte nach der angegebenen Weite und Tiefe ausge graben, ‘die ausgegrabene Erde wird durch den Froit locker gemacht und durch die Näffe gehörig durchdruns gen, daranf aber im Fruͤhiahre mi ihr das Loch ver» fuͤllet. Auf das mit lockerer Erde ausgefüllte Loch darf der Fuß des Pflanzers nicht kommen, damit fie nicht veſt getreten wird, und dieienigen Mflanzen, welche des Morgens ausgehoben find, werden des Nachmitta⸗ ges verpflange, damit. die Wurzel nicht austrocknen Fann, Der Stamm felbft wird mit feinen Wurzeln aufgerichter auf diefe Erde geſetzet, darauf mit den Hän- den von dem Pflanzer über die Wurzeln lockere Erde geworfen, und zwar fr daß fie unten breit und oben in Il, Band. R ker 28 XXXUK BAGUS. der. Form eines zugeſpitzten Kegels zu liegen kommt. Iſt dieſes geſchehen, ſo gießt der Pflanzer auf ivdem Stamm “einem halben oder ganzen Eimer Waſſer. nicht Die Hauptvortheile hiebei find, 9* ıyum SR Stamm ſelbſt lockere Erde genug vorhanden ifty’foiwie er zum Einſchlagen den Wurzeln auch davon genug un« ter. ſich inter, 2) daß, da durch das Waſſer die locke⸗ re Erde an die feinen Wurzeln dicht angefhlemmet wird, dieſe dadurch in Sıund geſezt werden, dem Baume die gehoͤrige Nahrung zuzuſſihren und ihn ſo veſt einzuſen⸗ ken, daß wan 3) zu ſeiger Beveſtigung keiner Stan⸗ ‚gen noͤthig hat, und daß 2) dadurch alle ſchaͤdliche Hoͤh⸗ len re J zwiſchen den Wurzeln vermieden werden, zumal wenn waͤhrendem Begießen der Stamm auf und nieder gehoben, und derſelbe in ſolchen ‚Brei, gleichfam eingeleimet wird. Es werden faſt gar Feine, Bäume zu⸗ ruͤck bleiben, die erhabenen Huͤgel ſenken ſich alle Jahre bei mehrerem Herunterdringen des Stammes, ſo daß fie in zwei bis drei Jahren mit dem oberen Boden flach werden; und /ein geuͤbter Pflanzer kann deten eine groß⸗ ſe Menge wohin beſchichen / hr kei san J Ich habe im Jahre 1769: 6 einige, in. der Stapel burger Forſt auf diefe Weiſe angelegte. große, Platze ge⸗ ſehen, und den angefuͤhrten Erfolg bewaͤhrt gefunden, da doch die Staͤmme ſelbſt wegen der Huth und Weide viel höher hatten gewaͤhlet werden müffen „..‚alsich-vors ber. angegeben habe. Bei ‚großen ‚Pflanzungen und wenn das Waſſer zu weit von ihnen entfernet iſt, blei⸗ bet indeſſen das ——— Bee a Kader | und umſtaͤndlich. ———— Wenn alle dieſe von mir * deutlich gemachte Vor: | ‚nsfgriften XXX FAGUS, 259 fchriften mit möglichfter Acht ſamkeit Beobachter und aus. geführee werden, und wenn man dabei hauptfächlich die: ienige nicht verſaͤumet, nach welcher man alle Ithr das nachbauer fol, was durch Zufälle beſchaͤdiget und ver dorben ift, fo kann man verfichert ſeyn, einen anffünf tige Zeiten gleichfoͤrmig anfallenden und durchaus nutz⸗ baren Wald angebauet zu haben, von welchem guten Erfolgen mir Erfahrungen bekannt find. Nur dem von einigen angerühmeen. ſtarken Auf⸗ ſchneiteln der iungen Stämme muß ich hier widerſpre⸗ chen. Das Abſtutzen ſolcher Baͤume, welche zu Ober⸗ holz gezogen werden ſollen, waͤre gar unverni inftig, und gehoͤret nur eigentlich ‚auf ſolche Reviere, die man zu Schlagholz anzicher, wozu die Büche aie mit ki BROHAHPE: werden kann. sehn "Du Hamel if") Aleichee Meining ‚und! * Urfachen, weswegen das Auffhneiteln in großen Walk dungen nicht anzurathen iſt, beſtehen in Folgendes 1) Wo wollte derienige, welcher iähtlich auch nur funf⸗ zig Morgen anbauen würde, und auf ſolche Art im fünf Fahren zwei hundert und funfjig Morgen zu behandeln haͤtte, die Zeit und die Koſten hernehmen? 29 Dir Buͤche leidet uͤberall das Beſchneiden nicht gern, fie wird. hingegen am freudigſten wachſen, omenm ſie gan rauch erſcheinet und nnher mit geſunden Blaͤttern beſezt iſt, die ihr die beſte Mahrung zukuͤhren. Da ſie fi auch von ſelbſt geneigt zeiget, in der Mitte einen Haupt ſchuß zu machen, fo wird dieſer nichtausbleiben, wenn - “ Ih in den erften Jahren nicht * be In; \ R 2 of Bige, — — u Buche und deffen He Seite so, bis 223. der deutſchen Ueberſetzung. 66 :°' XXXUL. FAGUS. duch das ſtarke Auffchneiteln- verwundeter und alſo wir dernatirlich behandelter Baum wird der Erfahrung nach nimmer cinen Feinen, gefunden und zu Bau⸗ und Nuße holze tüchtigen Schaft geben, auch diefen ohne Faͤulniß nie zu einen befrächtlichen Alter kommen laſſen. )Iſt die Verwuͤſtung ſehr groß, welche die Arbeiter einige Jahre hintereinander in dem Pflanzorte durch das Zer⸗ treten und Verbiegen, durch die Ungeſchicklichkeit der Handgriffe und der Werkzeuge, durch das Aufbinden und Austragen des abgefchnittenen Holzes u, ſo w. ver⸗ urſachen, und wer giebt die Verſicherung, daß nicht noch andere Mißbraͤuche dabei vorgehen ſollten? 5) Die Pflonzungen werden durch dieſes ſtarke Aufſchneiteln all⸗ zufruͤh verduͤnnet, und die verwundeten Stämme wer der den ſchatfen Winden“ ausgeſezt, fo wie fie auch ſchwerlich die gehörige Steifigkeit befommen, fondern. vielmehr zu lauter fchwanfenden Spießruthen auſſchieſ⸗ ſen werden. Cie können alforbeim Frofte, Glatteiſe und Rauhreife ſich felbft nicht halten, fondern werden bei ſolchen Vorfaͤllen unfehlbar gedruͤckt und mit ihren dünnen und langen Gipfeln öfters bis zur Erde hin ge⸗ bogen. Und 6) find die auf dieſe Arbeit erfoderliche Koſten überhaupt ziemlich unnöthig. Woferndie fan gen nur. nicht weiter, als höchftens ſechs Fuß im Ber bande von einander entfernet ſtehen, fo reichen fie mie ihren Zweigen in fehr wenigen Fahren gewiß zuſammen. Sie hindern ſich alsdenn felbft im Ausbreiten, * den ſich mir der Zeit ſo beengen und Wechſelsweiſe ıms terdruͤcken, daß alle Seitenaͤſte nach und nach verdor⸗ ren, und nach Verfließung von zwanzig bis dreißig Jah ⸗ ren ſich Feine andere als gerade, glatte, gefunde, von der Natur ſelbſt gereinigte, mit geringen K er ver: A FEET, He XXXIIL FAGUS. 261 ſehene, “ beſtaͤndig Pyramidenföͤrmig bleibende hohe Baume zeigen werden. Es moͤgten mir bei der Pruͤfung der vorbeſchriebe⸗ nen neueren Forſtwirthſchaft ſolche Forſtbedienten, wel: che Sporteln zu genießen haben, den Einwurf machen, daß bei dieſem Verfahren nur wenig Maſt zu hoffen ſei— Wenn ſie diefeg mit einer ernfthaften Mine fagen, fo mögen fie fich felbft antworten, daß fie nicht wiffen, was fie wollen , da die kaum in vier bis fünf Jahren einmal einfallende Buchmaſt gegen den Bortheilgar nicht in Nechnung gebracht werden kann, den man bei einer verbeſſerten Anzucht durch die Erhaltung des laͤngeren, reinern Nutz- und Klafterholzes verſchaffet, wobei fie ebenfals ihre Gelder genießen , theils daß doch auch Die Benutzung der Forft mehr auf den Vortheil des Eigen- thümers, als auf die Vermehrung der Nebengefälle ges richtet ſeyn muͤſſe, da man uͤberhaupt annehmen kann, daß bei einer Regelmaͤßigen Wirthſchaft einem ieden redlichen Forſtbedienten auch außer den Sporteln der noͤthige Unterhalt ſchon beſtimmet iſt. Die Art der Abnutzung fodert eine befondere Aufmerkſamkeit. | Sc fee dabei zum Voraus, daß ein Eigenthi- mer ſich aus dem neu angefäeten oder angepflanzten Ders tern nicht einzig und allein ernähren dürfe, fondern ent weder mehrere Pläge befiger, die ihm während der Zeit, da er diefe neue Anzucht fehonen und wenig nutzen fol, das nöthige fiefern, oder aber, daß er feine ganze Forſt alfo abgerheiler Habe, daß er einen Diftrice nach dem andern anbauen, durchhauen, folglich abnutzen und zu Gelde machen koͤnne. R3 —— 262 XXXIM. FAGUS, Iſt diefes, fo muß ſich ein folder Mann zurück ers innen, daß bei dem Verfahren des Ducchbindens die würfliche Benugung ob wohl im Kleinen, doch fehon mit dem funfzchnten Jahre, auch noch wohl früher ihren Anfang nimmte Diefe Art der Abnutzung gehet von zehn zu zehn Jahren gewiß fort, und fie vermehret fich in ihrem Werthe dadurch merklich, daß in der Folge fich beftändig weniger unnuͤtzes Strauchwerk vorfinder, daß hingegen nach und nad Stangen, Latten, Roͤhren, Sparren und Balken, imgleichen ſchoͤne reine Klufchöls zer ans folhen Bäumen erhalten werden, welche; zur Auslichtung, oder deswegen zu ‚gewiffen Zeiträumen heraus genommen werden, müffen, weil fie von ihren Nachbarn unrerdrucder find. Folglich wird ſolche Ber handlung bis dahin ausreichen, daß nach Verfließung von hundert und funfzig Jahren, die befchriebene Wirth⸗ fehafe von neuen angefangen werden fönne, es müßte denn ſeyn, daß ein Forſtverſtaͤndiger, wie einige dafuͤr halten, bei Endigung diefee Epoche eg nuͤtzlich fände, die Büchenwälder in Eichenwälder, die Laubhoͤlzer in Schwarzhöfzer, die harten Oerter in a u. ſ. w. zu verwandeln. Die Buͤche hat fuͤr — Baͤumen einige uͤble Eigenſchaften. Dieſe beſtehet erſtlich in dem Zufalle, da man oͤf⸗ cers mitten im Sommer die Blaͤtter eines Baumes um den dritten Theil verwelket und düere finde. Man hat fange Zeit diefes Uebel verfihiedenen Urſachen, und theils der übermäßigen Hitze, theils, dem übermäßigen Degen zufihreiben wollen, bisman endlich bemerket hat, daß kleine Wuͤrmer, aus NER cin ſchwarzer hüpfene der XXXIIL FAGUS.! 263 der Nüffelfäfer wird, zwiſchen den beiden Wänden des Blattes ihre Nahrung fuchen, und fie verzehren, ohne daß äußerlich eine merfliche Verlegung anzutreffen‘ waͤ⸗ re. Der. Ritter von Linne“ befchreibe ihn in feinem Naturſyſtem unter dem Namen Curculio Fagi. Die weite übele Eigenfchaft ift, daß das Holz leicht fauler, wenn man es abwechſelnder Trockniß und Naͤſſe ausſetzet, und daß es für allen andern von Würs mern leicht angegriffen wird. | | Da die Brauchbarfeit beffelßen Statt hat, fo hat die Noth die Menfchen angerrieben , durch eine Reihe ee Mittel zu der Erhaltung die ſes Holzes ausfündig zu machen. Den Rahm diefer | Erfindung, muß man den Engländern überlaffen, wel⸗ che auf folgende Weife die Probe hält: Man faͤllet die Baͤume etwan vierzehn Tage vor Dfingften, zu weider Zeit der Saft am dünneften und flüßigiten iſt, weil er fi ftarf in die Aeſte, Dlätter und Fruͤchte ergießet und der Stamm den geringften Antheil davon hat, Ein alſo abgehauener Stamm wird auf der Stelle in Plans fen oder Bretter gefihnitten, und dieſe werden hierauf ins Waffer gelegt, worin fie vier bis ſechs Wochen hindard) bleiben muͤſſen. Nah Verfließung derfelben werden fie heraus genommen, durch angeſtecktes Stroh, Hobelfpäne und naffe Reiſer fo lange geräucherr, bis fie eine dünne ſchwarze Rinde befommen, und endlich völs fig ausgetrocfner, ehe man fie gebrauchen will. Ihr Saft it durch dieſes Verfahren verzehret, und der noch übrige fo bitter. gemacht, Daß * kein Wurm vertra⸗ gm kann. «5 Eine noch kuͤrzere, iedoch aͤhnliche Method haben Mi art R 4 die 264 XXXIILN FAG VG. die deutſchen Miller bei ihren zu Kamm⸗ und Geſchirr- holze zu brauchenden Buͤchen, indem ſie ſolche eine ge⸗ hoͤrige Zeit auf die Rauchkammern legen. | Diefen Vortheil erhält man indeffen noch beffer * die ſogenannte Hamoͤfmaſchine, in welcher man das Holz durch dag Feuer zum Schwitzen bringet, wo⸗ durch es den Saft völlig verlieret, veſter und maſeri— ger, auch in der Farbe dunkeler wird. In Braune’ Tchweig hat man bie gute Veranftaltung getroffen, eine. ſolche Mafıhine in dem Haufe eineg dortigen Tifchlers ‚anzulegen, in welcher ein ieder gegen geringe Bezah— lung die zu bearbeitenden Stämme durddünften laſſen kann, und diefem Beifpiele follte billig die ua * nes ieden großen Orts folgen. Die Buͤchen berſten ferner drittens der TR nach auf, und nennet man ſolche alsdenn Eisflüftige Bäume, Sie entfichen, wenn ein ftarfer Froſt nad). vorher aegangener warmen Witterung einfällt, nach ⸗ dem der Gaft ſich ftärfer zu bewegen angefangen. hat. Die äußere Kälte ziehet die Gefäße zufanımen, und dräns 4 gef den mit Luft verfchenen Saft auf eine Stelle, aus der er fih mie einem Schalfe durch Gewalt den Aus⸗ gang bahnet. Ebenmaͤßig ſoll auch viertens kin Sorftverfländiger J bemerken, daß die Buͤche nicht von oben, ſondern von unten abſtaͤndig wird, und er muß deswegen auf den Fuß des Stammes ſehen, wenn er die fernere Dauer beurtheilen, und ſich und andere nicht hintergehen will, Ich wuͤrde auch noch einen Zufall unter die Uebel bei‘ dem Anbaue der Buͤche rechnen, wenn er nicht zufällig wäre. Es hat ſich einigemal bei den ‚mit Düchen bes . fäeten XXXIII. FAGUS, 265 ſaͤeten Plaͤtzen hin und wieder der Umftand ereignet, daß junge aufgefeimte Pflanzen/ die fehr gurftanden, auf einmaltrocden wurden, ı, Saßreman cin ſolches Staͤmm⸗ chen. am, fo bemerkte. man feinen Widerfland, man zog es aus der Erde und fand, daß die Wurzeln durch cin Inſect abgenager waren. Der Wurm war iedoch nirs gends anzutreffen, und weil man den ganzen Platz nicht! verderben wollte, fo war dag weitere gehörige Nachfuchen beinahe unmöglich. : Sehr wahrfcheinlich ſchloß man aber, daß die Würmer des Maikaͤfers, die Roͤſel in feinen Inſectenbeluſtigungen abgebildet hat, und welche fich Hier finden ließen, diefe Verwuͤſtung an⸗ richteten, um fo mehr, da'diefer Plag in einem Todes ven vorher in Acker beftandenen Boden lag, und gleich in der Naͤhe im vefteren Boden dieſer Unfall nicht. ges funden wurde. Die Buͤche ift in allen he als das beſte Brennholz bekannt, weil das Feuer derfelben eine helle Flamme giebt, und die glüenden Kohlen ihre Hite länger als andere. behalten. Es ift auch fein geh von. ſo algemeinen Gebrauche, als dieſes. Im Waſſer es, wenn darzu keine suft fo fom» men.fann, und wird deneeen zum ae ee mit an gewendet. Es dienet zu perfihiedenen Arten des gößgernen Haus. geraͤthes, zu Tiſchen, Tellern, Schrauben, Rollen. Walzen, Stampfen nnd Peflen, au Arr-und Spa— denftielen nd. m . Auch werden aus iungen und Rarfen Stammen gute Trag/ und Schwungbaͤume zu Kutſchen, Felgen zu Raͤ⸗ RS dern, 266 XXXIII. FAGUS. dern, Achſen⸗ Deichſelſtangen, Schlittenbaͤume, Roͤh⸗ ren, Sparren und Balken zu geringer Leute Wohnun⸗ gen verarbeitet/ und dur Hamel giebt die Art an, wie man in Frankreich aus dem Holze fehöne Meſſerhefte verfertiget, melde * und von einer —— * be find, Die Bretter — * auch zu vH boͤden in werden, wenn nur bei dem Sägen mit dem ſogenann⸗ ten Durchſchnitt, da man nemlich den Stamm der Lan⸗ ge nach in gleiche zwei Theile theilet, der Anfang ge⸗ macht und nachher ein ieder Theil ebenfals der Länge nach in der entgegengeſezten Richtung übergwerg ge⸗ ſchnitten wird. Das Werfen bleibt dadurch nach der Erfahrung gehindert, auch beuget man demſelben durch das Ausdampfen vermirtelft der angegebenen Mafihine vor, und giebt den —— eine gute Farbe. Die Aſche iſt I zur Waſche inb * bei. Glasfabriken, Seifen-⸗ und —— * Die Spaͤne laͤutern den Wein. In England werden die trocknen Blatter J ſammlet, und daraus Matratzen in Betten verfertiget, und dem Stroh vorgezogen, weil dieſes fruͤher dumpfig und hart werden ſoll. Allein bei dem davon angeruͤhm⸗ ten Gebrauche faͤllt mir doch auch nothwendig der Zwei⸗ fel ein, ob trockne Blaͤtter nicht eher in Staub zermal⸗ met werden koͤnnen, als ein zaͤheres eben ſo trocknes Stroh? Von dem Gegentheile wird ung: fein Englaͤn⸗ der uͤberfuͤhren, und Mae Strohmatragen tue lehren. Die 5 rucht dienet belanntermaßen zur Maſtung des XXXIII. FAGUS. 267 des Viches, und vorzüglich. der Schweine. Das Speck, welches diefe Thiere dadurch erhalten, iſt zwar nicht veſt, fondern mehr fluͤßig; allein. dieſem Uebel kann ein Hauswirth der Erfahrung nach abhelfen, wenn er unter das Futter etwas Erbfen oder Bohnen mifcher, Alles Zedervich und befonders die Calecutiſchen Huͤh⸗ ner fönnen damit gemaͤſtet werden. Sie giebt ein brauchbares Def, und man erhält aus einem Scheffel guten Saamens vier Kannen. Nach du Hamel fol es dem Hafelnußöle gleichen, So lange es friſch iſt, fallt es dem Magen beſchwer— lich, es verlieret aber diefe üble Eigenfchaft, wenn cs ein Jahr lang in wohl verwahrten fleineenen Krügen in die Erde vergraben geweſen, nimmt iedoch allezeit den Kopf ein, wenn es aus Fruͤchten gepreſſet wird, welche man nicht reif genug eingeſammlet hat. Der gemeine Mann gebraucht es oͤfters zum Kochen, auch nimmt er an einigen Orten beim Kornmangel die Fruͤchte unter das Mehl zum Brodte. Außer allen dieſen Vortheilen J auch noch mit gerechnet werden, daß dag aus dem Holze gezogene öfi« ge Waller anderes Holz gegen die Faͤulniß bewahrer, wenn es darin einige Zeit liege. Der Berfuch ift mie daher bekannt, daß diefes wäßrige Product bei der Ver, Fohlung in einer verſchloſſenen Maſchine ohne viele Mühe gewonnen wurde, und daß die damit beftrichene Spfeiler in der Erde nicht fo bald, als andere, faul⸗ ten, bei welchen dieſes Mittel mit Willen verab⸗ ſaͤumet worden war. Es ließe ſich Hieräber weiter nachdenken. Eine 268 XXXIIL FAGU S. Cine Abart der gemeinen Buͤche iſt b. FAGuS ſylvatica foliis atro- rubentibus. S. Hausvater 5. Th. Seite 162, Fagus rubrifolia Buchenfis Oz Dendr. 245. -The purple Beech-Tree. | Die Blutbuͤche. In Deutſchland iſt fie in einigen hohen Bäumen in dem Fuͤrſtenthum Schwarzburg befindlih, von da- her'nan fie durch Pfropfreifer auf Büchenftämme in angelegten Pflanzungen und Gärten gebracht hat. Ott har fie im Canton Zürid) bei dem Dorfe Bud) in einem Garten angetroffen, und darnach benenner. Als eine Abänderung kann man fie zuverläßig beſtim⸗ men, indem auf Befehl des zulezt verſtorbenen regieren⸗ den Landgrafen von Heſſen⸗Caſſel, Wilhelm des Achten Durchl., eine Menge Verſuche zur Vermehrung mit dem erhaltenen Saamen angeſtellet worden ſind. Es zeigte ſich nach dieſen, daß unter einer ſehr großen Anzahl iun⸗ ger aufgekeimter Pflanzen nur einzelne roth gefaͤrbet wa⸗ - ren, die mehreſten aber allezeit wieder indie gemeine gruͤ⸗ ne Farbe fielen. Sie iſt leicht zu erkennen, weil im ——— wenn die Blaͤtter hervorbrechen, dieſe hochroth und nachher ſchwarzroth erſcheinen, gegen den Herbſt ſaber, wenn fie ‚abf fen wollen, erhalten fie eine mehr ſchmutzige dunkel⸗ arune Farbe, die nur noch hin und wieder mit rothen Adern vermiſcht iſt. Durch ſolche Farbe der Blatter der Baum ein fremdes ungemein fehönes Anſehen. h | e Fade XXXIII. FAGUS. 269 12 Facus.Americana latifolia. „Die Nordamerikani sche Buͤche. | Die in den hieſi igen Pflanzungen erſt ſeit einen Jah⸗ re befindliche unge Staͤmme wollenmir noch nicht erlau⸗ Ben, fie entweder als eine Abart oder eine von unferer gemeinen Buͤche unterfcheidende Art anzunehmen. Ich laſſe es alſo hierin vors erſte auf die Meinung an⸗ derer beruhen, die ſie als eine Abart angeben. Die Blaͤtter ſind oval zugeſpitzt drittehalb Zoll lang und an anderthalb Zoll breit, am Rande mir aus gerundeten ſcharfen Zaͤhnen verſehen, deren Spitzen nach ‚oben gerichtet ſind. Die obere Flaͤche iſt gruͤn, glatt und glänzend, die untere aber in der Farbe matter, Auf diefer lezteren laufen aus der mittleren gruͤnweißli i⸗ chen Ader Wechſelsweiſe einfache Nebenaͤſte in ſchraͤgen Linien aufwaͤrts nach den Zaͤhnen des Randes, und auf ‘fer innen iſt die ganze Flaͤche noch mit einen feineren Adergewebe durchzogen. Die Stiele find aͤußerſt kurz, und kaum den achten Theil eines Zolles lang. Die Rinde iſt braun, und an iungen Zweigen mie feinen Haaren beſezt. Gi ww B. FAGUS CA $ TA NEA The Cheftnut- FJree. Lei,Chataignier. | Der Kaſtanienbaum. Die Käftınbaum, Die männfichen Blumen fiehen bei ihm inlanı gen Kaͤzchen aufgerichtet, die weiblichen hingegen als ein kleiner Knopf gemeiniglich an der Wurzel PM Bei beiden haben fie Feine Stiele. Bei 270 XXXIII. FAGUS. | Bei den ’erfteren ift die Blumendecke kihf, bie ſechsfach eingeſchnitten, und mit neun langen aufwärts gekehrten Staubfaͤden verſehen, bei den lezteren find die Blätter der Blumendecke zugeſpizt/ zuruͤckgebo⸗ gen und r ıfeinander gefchoben, und Die —**8 ee Griffel belaͤuft ſich auf fünf, Stüd, * Die Fruͤchte werden md, ſehr ſtachlicht, und 4 enthalten einen/ zwei oder drei Muͤſſe, welche mit ei⸗ ner: äußerlich braunen und glatten, inwendig wolligen, zaͤhen Schale bedenkt find, J einen —* ee Geſchmack haben. DIE Ye Die von diefer Gattung gier — Arten ſind 2 FAGUS (Caſtanea) folũs lanceb hiti acu- minato-ferrätis, ſabtus nudis P. Sp: Pl. Caſtanea (Hativa) y et du Ham. arb. J— The manured Cheſtnut. 33 Le Chataitnier, ou Maronnier...— Der zahme Kaſtanienbaum .. ©. Cramer Tab. 23. IHR. rt — Tab. 339 | * Er — in dei ioärhitrch) Gegenden von Europa zu Haufe, "ad hät laͤnglicht zugeſpizte am Nände ges zahnte Blaͤtter , welche auf beiden Seiten glatt, von ſchoͤner gruůner Farbe, und auf der’ unteren Fläche mit erhabenen Adern bezeichnet find." Sie bleiben bis ſpaͤt im Herbſte ſitzen, und: — * von ee nicht en angefseffen. N ad mande Die — Die Blumen erſcheinen im Mai, oder Anfangs des —* oh 1 ae vis Die Fruͤchte werden im reif, und haben einen rundlichen zugeſpizten mehrentheils durch dds An liegen an einen andern auf einer Seite‘ ‚plate null Kern. | "Das Holz hat eine ſchwaͤrzbraune Rinde, iſt inner⸗ fich hellöraun , und nach den diese aneinander gtiwächfe men Fibern — Veſtigkeit. | st * der Anzuche einen siehhaber an Könen: FOR raden langen Stämmen, und guten ‚gefunden Hole ger legen, fo muß fe, nothwendig aug beim Saamen beſorgt werden, r men | Hiezu waͤhlet man friſche und. gute Fruchte laͤſſet fie), um deſto göfehtwinti er zu Pflanzen zu gelangen; ‚und die gewidmeten Stillen damit gewiß befeze zu fehen,, ‚im Srühiahte einige Zeit oben auf ein Miſtbeet unter, Sal fier,, idoch ohne ‚fie, mir Erde viel zu bededen, ‚werfen, und fo fange liegen, bis ſie den Keim treiben. So bold ſich dieſer yeiget, leget man fie drei Zoll tief an * Plage int die Erde, wo fe fünftig bleiben ſollen. saas 9% Wird aber bei, der: Anzuce; anf viele Fruͤchte gefes ben, fü müffen- die Staͤmme verpflanzet werden, wenn fi ſt Miller und, der Berfaffer der Abhandlung von em Helzmangeli in dem ıften Jahrgange der Schrifren der Berner oͤkonomiſchen ‚Gefelfhaft,, Kerr Sandvoigr En m mit. Pepe Rue als eine, —— ehhene Allein wer ah zute, BON — 5—— —* he der rip A ru das; — bike ‚fen, 272 XXKXUL IFAGUS) Ten, und zwar folhe Reiter, von deren Bäumen ihm die Früchte fehon befannt find, Dieſe leztere Vorſchrift iſt um, deſto erfoderlicher, weil auf Baͤumen, welche von gleichen Saamen gezogen ſind, verſchiedene Fruͤchte angetroffen werden, ſo daß man daher nicht allgemein urcheilen darf. rar Der Kaſtanienbaum liebet — einen fetten, weder zu feuchten. noch zu dürren„ ſonderlich aber nicht allzutrocknen fandigem ‚Grund, kommt iedoch auch in | folchen auf fort, wenn er nur aus alerhand Erde ge⸗ miſcht iſt. Er hat keiner Sahäung 59— denn die beſte fi nd feine eigene Blaͤtter, wenn man fie auf den Boden ver⸗ faulen laßt. Sein Wuchs iſt emlich heſchwinde, —59 er einen fuͤr ſich dienlichen Boden hat, und in zwei bis drei Jah⸗ ren wird er hoͤher und ſtaͤker als andere Baͤume in vier bis fechs Jahren. Ich habe in einen Eichenholze bei Schwoͤbber funfzigiaͤhrige Stämme geſehen, welche mit den Eichen gleich hoch und ſtark aufgewachſen waren. Man will bei ihm angemerket haben, daß er nicht leicht i im Stamme wurmftichig werde; denn an ‚einigen Orten der Schweig finden fi) Baͤume, welche vor ſech⸗ zig Jahren gepflanzet find, und nöd) dauren, *) wel⸗ ches ſich auch bei det ſchoͤnen Anpflanzung derfelben j zu —— beſtaͤtiget. Wider bie Kälte iſt er von Bausthaftlgkeit, und sit alſo unter unſerm Clima nichts zu befürchten, „in unter ben angeführten zu Schwoͤbber befinden —* a I Stämme, welche die fo Falten und befannren Winter von 1709.) und. 1740. ertragen haben, | Ne . +) 6 Perth oͤtonom, Sammil. 1. Vand Seite 344, A nes > na 2 XXX. FAGUS 273 Wir haben auch in unferm Deutfehlande hin und wieder gute Anpflanzungen von dieſen Baͤumen, wie z. E die erwaͤhnte zu Schwoͤbber bei Hameln, zu Wans⸗ beck bei Hamburg, zu Blankenburg, zu Miltitz im Saͤch⸗ ſiſchen, in der Pfalz und in der Bergſtraße, und zu Cronenburg im Mainziſchen find, deren lezteren Fruͤch⸗ te wegen ihrer Groͤße haͤufig zum Verkauf abgehen. Beweiſe, daß ſie bei uns fortkommen koͤnnen, nur iſt bei dieſer angeführten Dauerhaftigkeit gegen die Kälte die Einfchränfung zu merken, daß fie nicht behauptet werden fann, wenn die Bäume in einen fandigen und warmen Boden fliehen, alsdenn fruͤh rreiben, und durch die fpären Froͤſte ſo gleich in ihrer Jugend getöd» | fee werden, Der Gebrauch) der Fruchte iſt bei uns in den ee haltungen befannf genug, wo man fie. aber in großer ‚Menge erndten und nicht verfaufen kann, geben fie eine vortrefliche Mäftung für das Vieh, An einigen Orten hat man verfücht, aus ihnen Def zum Brennen, und Mehl zum Puder und zur Stärke zu erhalten, Dieſe Verſuche find indeffen noch nicht in Großen angeftellet worden, und man Fann fie mit Ge: wißheit bis izt nicht für befonders —— und nutz⸗ bar anpreiſen. Aus iung Kaſtanien⸗ Anpflanzungen kann man nad) franzoͤſi Tin Art gutes Schlagholz ziehen, wenn. "die Bäume in gewifjen Jahren nad) ihren Schauen ab: geholzer werden, Die iungen Aeſte treiben fie ſehe willig. | Das Hol; gleicher mehr dem Eichen - als Nußbeum— holze, und kann zu Bay und d Nutzholze fuͤr Tiſchler und I: Band. © andere 274 XXXIIL FAGUS. andere Handwerker, imgleichen zur Sara und. Vers kohlung angewendet werden. Als Bauholz ruͤhmet man deſſen Dauer, — wo es im Trockenen iſt, und will man in Frankreich Haͤu⸗ ſer und Kirchen von einigen Jahrhunderten vorgefunden haben, welche groͤßtentheils von dieſem Holze erbauet ſind, und bei aa die Balfen noc) feiſch und gut waren. Zu Tiſchler «und Drechöferarbeie ift es * | weil es ſich ſchoͤn glatt poliren und mit Lack uͤberziehen laͤßt. Es dienet ferner zu Weinpfaͤlen und guten Faßrei⸗ fen. In den aus ihnen gemachten Tonnen ſollen wegen der feineren Oefnungen die Weine langſamer gaͤhren, hingegen deſto weniger ausduͤnſten und dadurch ſtaͤrker und angenehmer bleiben "*). Du Hamel behauptet - son ihnen, Fein Holz Tieferre fie fo dauerhaft als diefes, weil fie in den feuchteften Kellern, wo alles faulet, Tan ge gut blieben. b. CASTANEA foliis ex aureo eleganter # variegatis. Der Kaſtanienbaum mit vergeibetin Y Blättern ift eine Abänderung, die unter ffehen —— J Regelmaͤßigſte und feinſte Anſehen hat, und am dauer⸗ hafteſten iſt. Wegen dieſer Zierde wird ſie in En K “ geachtet. | PR ‚F rg * e Bomare Dict. d’hilt. natur. Tome 2. pag: 37 1. XXXUL FAGVUS. 275 3. FAGUS (on) foliis Janceolato -Ovätis, acute ſerratis, ſubtus tomentoſi Is, amen- tis filiformibus nodolis L3 Sp. Di: 04 Caftänea (pumila) Mil, 2» Caſtanea humilis: Virginiana racemofa, fiir ctu parvo in fingulis „capfulis echinatis . 2.0050» unico Bluckms & du Ham. arb' 3. | The Chinquapin, or .dwarf Virginian Cheftnut. ih Chataignier nain.de Vir ginie, Der 9 Rordameritaniſche Zwergfaftaniene Tbaum. ©, Catesby. Tab. 9. Dieſer Baum hat feinen Fruͤchten nach die Schrift⸗ ſteller Lange Zeit ungewiß gemacht, zu welchen Geſchlech⸗ te er zu rechnen ſei. Einige hielten ihn für eine Eiche, andere für eine Kaflanie, andere wiederum für Di Hafelnuß.. Er waͤchſet in dem ganzen nördlichen Amerika. Die Blaͤtter ſtehen, wie bei den vorigen Wech⸗ ſelsweiſe an den Zweigen, find ſpitzig oval, in den Zähnen fhärfer und in der Geftale ſchmaler und Fleis ner als bei der zahmen Kaftanie, auf der oberen Flaͤ— che dunkelgrün, auf der. unteren Aber Bi brlaria und wollig. | Nah Gronov und der Abbildung von Eatesby erſcheinen die Bluͤthen in langen Kaͤzchen zwiſchen der ‘ Stelle, wo die Blätter ſtehen, fo daß fie den Bluͤthen des zahmen RR RUNDE, außer der Größe, völlig 62. —— gleich 276 XXXIII. FAGUS gleich Fommen. Cie geben alfo in der Benennung fein Unterfcheidungszeichen an, ob fie gleich der Ritter VON inne’ als ein foldhes angenommen har, Die Nuͤſſe find Tänglicht rund, unten breit und oben fpigig zulanfend, braun und glatt. Eine iede iſt in eine runde ftachliche Capſel eingeſchloſſen. Sie figen gemeiniglich zu fünf oder fechs Stuͤck neben einander, ‚und werden in Amerifa im September reif. Ihr Ger ſchmack fol nod) füffer als bei den Europaͤiſchen ſeyn. Die Rinde iſt rauf und ſchuppig. Du Hamel klagt, daß ihre Anzucht in Franfe reich feinen guten Erfolg gehabt hat, weiches auch nach den hiefigen Erfahrungen richtig iſt. Wahrſcheinlich und ziemlich gewiß ift wohl mehrentheils der Saame daran Schuld, den wir felten gut aus Amerifa erhal ten. Der Baum ift deswegen felbft in England nod) felten. * | Er verlanger einen etwas feuchten im Sommer nicht. zu trocknen Boden, weil er in.dem lezteren, ob erpleih fonft im Winter dayerhaft iſt, Leicht zur wücaſa Zeit verlohren gehet. In Amerika waͤchſet er ſelten uͤber zwoͤlf big vier⸗ zehn Fuß hoch, und das Holz faulet nicht leicht M | Die dortigen Einwohner maͤſten mit den Früchten Schweine und Federvich, deren Fleiſch dadurch unge: mein — ausfaͤllt. ) S. Hamb. Magaz. 17. B. Seite 478. XXXIV. win nn XXXIV. FRAXINUS. The Ash- -tree, Le Frene. Die Eſche. A ‘de Eſchenblatter ſtehen Paarweiſe an den —— | gegeneinander über, und find aus mehreren Fleine» ren Blaͤttern zuſammengeſezt, fo daß fich ihre Spike mit einem einzigen endiget. Außer der Blumentragenden Efche, { Fraxinus Ornus L. ) welche bloß Zwitterblumen führer, gehören Die Eſchen unter ſolche Bäume, die auf einen Stamme Switterblumen allein, auf dem anderen aber allein weide liche Blumen tragen, ob gleichwohl bieweilen unfere gemeine Eiche wiederum hievon abweicher, wenn ein Stamm mit Zwitterblumen einzelne weiblihe, und ein weibliher Stamm einzelne Zwitterblumen hat. Die Blumen ſtehen Straußweife neben einander. Dei den Zwitterblumen iſt entweder gar Feine Blumendecke, oder wie bei den Blumentragenden Efchen, eine einblättrige Eleine aufwärts gerichtete in vier ſpitze Einſchnitte geteilte, zugegen. Eben dieſes gilt von der Blume, welche bei unferer gemeinen und den übri« gen Arten fehler, ‚bei den Blumentragenden Hingegen aus vier fehmalen langen zugefpizten aufgerichteten Blaͤt⸗ tern befichee. Man finder zwei aufgerichtere Staub⸗ faͤden, die kürzer als die Blumenblärter find, und auf ihnen aufgerichtete Fängliche mit vier Furchen verfehene Staubbeutel. Der Knopf ift oval und zufammens gedrüce, der Griffel Roͤhrenfoͤrmig, und-das Stige ma dick und zweifach. S 3 Ser 278 XXXTV. FRAXINÜS er. Der Saame iſt eine laͤngliche, platte, am Ende ganz duͤnne haͤutige braune Capſel, welche du Hamel mit einer Vogelzunge vergleichet. In ihr iſt ein laͤng⸗ licher, faſt ovaler, platter und weißer Kern von einen ſcharfen und bittern Seſchmad⸗ eingeſchloſſen. I: FRAXIN Us (excelfior) foliolis ferratis, | floribus apetalis Z, Sp Pl.Mid, 1. | Fraxinus excelfior C. Baub, Pin. 416. du ; Ham. arb. 1. 0 ' The common. Ash. A Le Fr£ne. | RE Die gemeine Eſche. Die Aſche. Der Aeſch -⸗ baum. Eſchern. Steineſchern. Die Gei⸗ß M baumaͤſche. Der Wundholzbaum. ©. Cramer Tab, 8. Blackwell Tab. 328. Diefer Baum wächfer in allen Gegenden von Euro» ya mehr oder weniger wild, und giebt einen der nutzbar⸗ ſten im Holze ab. Die Blaͤtter beſtehen aus A ieben,' neun, euf bis dreizehn laͤnglicht zugeſpizten gezahnten kleineren Blaͤt⸗ Yern, welche Paarweiſe gegen: einander über an den Blaͤtterſtielen bevefliger find. Sie ſind auf beiden Sl hen won einer fehönen grünen Farbe, auf der unferen tin wenig heller und glätfer, auf welcher auch noch eine weiße Ader der $änge des Blattes nach. hinläufte “ Die Blumen- erfiheinen i in Mai, und die San — werden im October reif. XXXIV, FRAXINUS etc. 259° Die äußere Rinde ift Afchfarbig braun, und bleibt bis in dreißig Jahre glatr, nachher aber fängt fie an Rip fe zu erhalten, „welche von Jahren zu Jahren ſtaͤrker werden. Das Holz iſt veſt und weiß, und wenn es verar⸗ beitet iſt, mit ſchoͤnen Flammen verſehen. Die. fiherfte und vorzuͤglichſte Weiſe, iunge Eſchen “anzuziehen, iſt die Ausſtreuung des Saamens, wenn dieſe gleich nach der Reife deſſelben, und noch im Mos nat October unternommen wird. Dem ohnerachtet aber bleibt er bis zum Yuffeimen ein ganzes Jahr in der Erde liegen, und wenn gleich einige *) bisweilen ſchon im erz, fien Fahre iunge Efchen bemerfee haben, fo muͤſſen ſie doch zugeben, daß ſolches ſelten und gemeiniglich erſt im zweiten Fruͤhiahre geſchehe. Hin und wieder hat man mit ihnen, wie mit andern Bäumen , den Verſuch machen und fie durch das Legen der Zweige fortpflanzen wollen, allein vergeblich. Man erziehet die iungen Staͤmme entweder bis zu ihrer Verpflanzung in Baumſchulen, um den Wuchs fu den erſten Jahren zu befördern, oder läße fie auf deu Plaͤtzen fichen, wo fie ensggfie find. Die erftere Me thode ift gut, wenn man davon Aleen anzulegen hat; wenn man aber den Baum nicht in feinem Wachstham fören will, fondern gerne fieher, daß er hoch un ſtatf waͤchſet, ſo befolge man die andere. Beim Verſetzen muß man ſo vorſichtig ſeyn, daß man nur von der gerade herabſchießenden Herzwurzel eini⸗ ge Zoll abnimmt, die übrigen BR iedoch fo wenig als ” &. Algemeine Haushaltungs = unb Landwiſſenſchaft I Dand Seite 556. 280 XXXIV. FRAXINUS ete. als möglich befchädiger, und daß der neue Boden, den fie erhalten, in der Güte beffer als derienige if, aus welchen fie genommen werden. Zureiner folchen ka lung dürfen die Staͤmme nicht zu hoch fg, - Der natärlichfte und angemeffenfte Boden iſt eine leichte und gute Erde, in welcher ſie in Zeit von vierzig bis funfzig Jahren zu ihrer aͤußerſten Vollkommenheit geralhen. Zwar wachſen ſie auch wohl auf ieden andern, auch ſchlechten Boden, niemals aber ſo ſchnell. In England hat man die Bemetkung gemacht, daß fie auf einen weißen kreidichten Grunde aufferordentlich gut forsfommen, und ift alfo ein ſolches Erdreich, in welchen andere Baͤume fehlecht Dr zum Anbau iunger Efchen anzurathen. Das ſchlechteſte Erdreich für fie ift ein feuchter Leim in welchen.niemals ein Baum von ihnen wachfen wird, weil es zu Ealeund veftift, iedoch koͤnnen fie einen naffen Grund ziemlihermaßen vertragen, nur wird ihr Hl elsdenn niemals fo veft und dauerhaft," wie in eimen trockneren Boden, Daß ein naffer dabei fteifer Grund für fie gar nicht zutraͤglich fei, beſtaͤtiget auch) eine hieſelbſt mie Schaden angeftelte Erfahrung, indem von fechzig tauſend Stuͤck üunpger gepflanzter Eſchen in Zeit von fünf Jahren Fein einziger Stamm gut und frifch mehr war, nachher auch Keiner derfelben von neuen getrieben hat, ohnerachtet die Werſetzung mit aller Behutſamkeit und Ordnung unters nommen worden iſt. Hingegen hat man zu Aderſtedt gm Fuͤrſtenthum Halberſtadt, einen andern von Velt⸗ heimſchen Sure, cin beinahe entgegengeſeztes Beiſpiel. Sie wachfen daſelbſt in einem Moraſte auf einen mit klei⸗ | \ nen — * 2 * FREE — E — XXXIV. FRAXINUS ete. 281 nen. weißen Schnecken, vermiſchten und alſo lockeren Torf: grunde freudig und wild, und pflanzen ſich ohne alle Kunſt und Beſorgung von ſelbſt fort. Die Wurzeln und Zweige verbreiten ſich bei daEſhen ſehr weit, und man ſiehet alſo wohl ein, * der Baum an Aeckern nichts tauget. Den Vorzug haben ſie fuͤr vielen Bäumen, daß fie. eben fogut mitten in Wäldern wachfen,, als wenn fie frei fiehen, und von allen Seiten Wind und Werter-haben. Sie fönnen zu hohen Bäumen aufwachſen, und wir haben in Niederfachfen hin und wicder dergleichen hohe Stämme, wenn wir auch ſchon nicht mit Rai einige von hundert und zivei und dreißig Fuß sänge vorzeigen koͤn⸗ nen, ſo wie fic zu ſeiner Zeit in — verkauft wurden. Kein Baum wird leichter von — ange⸗ fallen als die Eſche, deren Blaͤtter für fie einen vorzuͤg⸗ lichen Reiz haben müffen, und man Fann. in den hiefigen Gegenden von ihren Zweigen bei heißen Sommern die Spanifchen Fliegen in Menge fanmlen, . Insbeſondere find die Horniffe für fie gefährliche Feinde. Dieſe Thies ve freffen die äußere Ninde an iungen Stämmen Cirkel⸗ rund um die Zweige ab, und wenn man nicht genau dar—⸗ auf Acht hat, leiden die Baͤume durch folche Entbloͤßung fo fer, daß men die widrigfien Solgen zu befürchten hat. Vielleicht bedienen fich diefe Thiere der klebrigen Kinde zu. Berfertigung ihrer fünftfichen Neſter, ven wel- Gen man eine Abbildung inden Schäferfihin Papiers verfahungennachfehen kann, denn ſo wie der Herr Ber: faſſer diefe Weſpen abgebilder hat, find es eigentlich Horniſſe. | 5 has N 292 XXXIV. FRAXINUS etc Unter allen Arten grün gchauener Höher ſot das Eſchenholz am leichteſten brennen. | er Will man die Eſchen nicht zu Brennhotz fällen,welcheg die wenigſte Zeit geſchiehet, ſondern als Zimmerholz verar⸗ beiten laſſen, fo iftihirzu die beſte Zeit gegen Weinachten in der Mitte des Auer ang der Saft am gerus bigften iſt. Das Holz, was zu ieder rk gehauen wird⸗ wird er leichter wurmflichig. Das Eſchenholz wird in ieder Haushaltung ja Ti⸗ ſchen, Schraͤnken, Stühlen und ſolchen Geraͤthe vor⸗ zuͤglich gewaͤhlet, das im Trockenen bleiben kann, auf welche Art es laͤnger dauert, als wenn es der Veraͤn— derung der äußeren uft ausgefegetift, Es har nad) der Werarbeitung ein feines weißlich gelbes geflammtes Auſchen, -ta etliches davon hat fo ſchoͤne Adern, daß es zu den feinſten Arbeiten gebraucht werden kann. "Die Wagenachſen, Wagenbaͤume, Kloͤtze zu Rollen, Raͤ⸗ der und Handgriffe zu aller lei Werkzeugen macht man aus Eſchenholze, weil es nicht leicht ſpaltet und reißt. Die Boͤtticher erhalten daraus die ſchoͤnſten Reife zu den groͤßten Braubottigen, weil das Holz uͤberaus bieg- fan iſt. | Im Anhalt: Deffanifihen an der Elbe, Sochhte ge⸗ gen uͤber, werden die daſelbſt in Waͤldern haͤufig wach⸗ ſende Eſchen zu Schlagholz genutzer, vielleicht aber nur beswegen, weil dag dortige häufige Korb - und befonders Zanmvildprer die ingen Bäume auf das erbärmlic« ſte befchäler, und daher feinen — Ha m läßt, zur Schaafe und Rindeieb nah man zur Winterfuͤt - xxxiv. FRAXINUS etc. 283 ferung von Hahn das Laub erhalten. Diefes Berfah- ren ift befonders in dem Bißthume Hildesheim gewoͤhn⸗ ib, und wird am beſten auf folgende Weiſe bewerk. ſielliget. Die Baͤume werden als Satzweiden gezogen, und im Auguſt und September nach ſechs bis ſieben Jahren mit ſcharfen Zeuge gekoͤpft die abgeſchnittenen Zweige in Buͤſchel gebunden, im Schatten getrocknet, und den Winter uͤber dem Hornviehe, beſonders aber den Schaa⸗ fen und Ziegen vorgeworfen. Man kann dieſelben, ob ſie gleich bei den Hildesheimiſchen Doͤrfern nur an Gaͤrten und Graben angetroffen werden, wenn es ſonſt andere Umſtaͤnde nicht verhindern, in geraden Linien, und fo weit auseinander pflanzen, daß in Zukunft ein ieder Stamm durd) den andern nicht eingefchränft ſtehet, fondern freie Luft behaͤt. Jedem Bäume werden alle gufe Zweige gelaffen, damit er in der ganzen Höhe nach allen Seiten damir befezt bleibe, und diefe find es, wel- che manbis auf drei Viertheile der Länge deg Stammes zu der gehörigen Zeit abfchneiden muß, damit noch be- ftändig mehrere hervorgebracht werden. Der Gipfel wird nicht befihniften, um den Stamm nach und nadı in gleicher Dicke immer höher aufwachfen zu laſſen, und ihn am Ende durch den Gebrauch) des Holzes noch nutz⸗ barer zu machen, und nachdem ein Hauswirth feinen Viehſtand geringer oder ſchwach hat, kann er derglei- chen Pflanzungen und Einfanunlungen einrichten. Es wuͤrde für ihn auch in diefen Fällen zitraͤglich ſeyn, fie in geroiffe Bezirke von einer gleichen Anzahl Staͤmme ab⸗ theilen und behanen zu laſſen. Der gemeine Maun in England kocht den unreiſen Saa⸗ 284 XXXIV. FRAXINUS etc. Ion Saamen mis Efig m Sal; ein, und bedienet ſich def, ſelben zu Bruͤhen. Die innere Rinde iſt nach en Verfuchen der Aerzte ein gutes Mittel wider Falte Wechfelfieber, *) und dag davon abgefochte Waſſer faͤrbet eine : Virriolſo⸗ lution ſchwarz. Ueberhaupt ſollten wir in. Deutſchland bei dem ſchnel⸗ len Wuchſe der Eſche, und bei dem guten Preiſe, in welchen das Holz ſtehet, mehr für ihre RE und un⸗ ſere Bereicherung ſorgen. 2. FRAXINUS (Ornus) foliolis (erratis, flo- ribus collatis Z. Sp..Pl. Fraxinus ( paniculata ) foliolis lanceolatis gla- bris, Aloribus BIER, terminatricibus Mill, 4: 'Fraxinus florifera botryoides du Ham, eb: 4 The flowering Ash. Le Frene a fieurs en grappes. a Die bluͤhende Eſche. Die J—— — Eſche. J S. Hort. Angl, Tab. 9- Sie wächfer in den waͤrmern mehr füdlichen Gegens den von Europa, dergleichen Italien, und die daran grämzenden fänder find, Die Blätter beftchen aus fi eben bis neun Fleines vn Blättern, welche ſchmaler als bei — gemeinen Eſche, +) S. Chr. Hellwig Diff. de Fraxino, Quinquina Eure "paeum, e . XXXIV. FRAXINUS etc, 285 Ehe, ; von ſchoͤner dunkelgruͤner Farbe, am Rande ge⸗ zahnt und in ihren Zahnen Wellenfoͤrmig erhaben ſind. Die Blumen findet man im Mai und Junius an den Enden der Zweige in großen und dicken haͤngenden Straͤußen, welche ſehr ſchoͤn ins Auge fallen, und ei— nen ungemeinen ſuͤſſen Geruch haben. Die Blumen⸗ decke iſt ſehr klein und von gruͤner Farbe. Die Blume bat vier laͤngliche weißliche Blätter, und aus ihr ragen zwei Staubfäden mit ihren Staub⸗ beuteln, welche fezreren die Fäden an Größe übers treffen. FAR MR In England erhält man nah Millers Zeugniffe felten Saamen, und auch hier hat ſich Davon eben fo wenig anfegen wollen. Die Fortpflanzung gefchicher daher gewöhnlich durch) das Pfropfen der Reiſer auf die Stämme unferer Eſche, auf welche Weife man in den hiefigen Dflanzungen viele gezogen hat, oder wir müffen den Saamen aus den wärmeren $ändern zu erhalten bemüher feyn. Sm Wuchfe bleibe diefe Eſchenart mittelmäßig, aus eigenen Erfahrungen fann ich indeffen davon als ger pfropften Stämmen nichts angeben. Sie wächfer fonft mit einer fhönen Krone, und har für den übrigen das Vorzügliche, daß fie nicht von Inſecten, und befonders von SOPGIHIEAEN Fliegen und Horniffen, angefallen wird, Unfere Winter Fann fie vertragen,’ iedoch vi man bei dem frühen Ausbruche der Blumenbüfchel von einen fpären einfallenden Nachtfroſte im Fruͤhiahre öfters den Verluſt Bi Blumen 5 Das 286 XXXIV. FRAXINUS etc. Das Holz kommt mit der gemeinen überein, wegen des beſtaͤndig guten Laubes und der ſchoͤnen Blumen⸗ buͤſchel verdienet ſie aber in Pflanzungen und Me Alleen vor ienet den Vorzug. 3. FRA XINU S ————— Foliolis ovato- lanceolatis ſerratis, foribus coloratis Mile 2 J Fraxinus rotundiori Ne — Bank, Pin. & du Hım. axb. 2. The Manna Ash. Le Fröne 4 feuilles rondes. Die Mannaſche. Der Ritter von Linne’ fheiner dieſe nach Miller und auch den Augenſchein nach ſchon in den Blaͤttern ſi ich unterſcheidende Art mit der vorigen zu verbinden. | In Ealabrien wird fie befonders am biuftoſten a an ⸗ getroffen. Die Blätter find zwar ebenfals aus fi FR bis neun kleineren Blättern zuſammengeſezt, doch rundlich, hell⸗ gruͤner als an den vorherbeſchriebenen, auch in der Groͤße weit kleiner, auf beiden dlachen glatter, und am Rande tiefer gezahnt. Die Blumen find Purpurfarbig, und kommen vor dem Ausbruche der Blätter hervor. Der bier. Der findliche, durch Sroftfchaden niedrig gebliebene und. mehr bufchig aufwachfende Stamm hat dergleichen noch ni:pe gejeiget, Die Rinde ift oft gran und glast, und dir Baum en : — — — EB I — * — — — 2 — — 9 J N; XXXIV. FRAXINUSetc, . 297 Baum bleibt allezeit niedrig, da er ſelbſt in England noch niemals höher als funfzehn bis fechzehn Fuß gewor- den ift, auch fo gar in Stalien nicht höher wachfen fol. Sie ift durch den Saamen und durch Nfropfen der Zweige auf die gemeine Eſche forszupflanzen. + Bei fehr harten Wintern, dergleichen der von 1767. auf 1768. war, behält fie unter unferm Himmelsjtriche ihre. Empfindlichfeit, die abgeſtorbenen Zweige: haben indeffen in dem erſten darauf folgenden Sommer wieder fo ſtark getrieben, daß. dieſer NN kaum bemerket werden konnte. Von In ſecten leidet ſie nach meiner —5 — nichts, ‚und fie har ein frifches Anfehen. Der Nutzen, ‚den man in Stalien ang ihrem An⸗ ‚baue. erhält, beſtehet in dem fogenannten Manna, wel⸗ ches in den heiſſen Tagen des Junius und Julius aus den Zweigen und Blaͤttern fließet, und ſich in Koͤrnern verdicket. Dieſes iſt das. beſte und unter dem Namen NManna di ‚fpondana bei den Italienern befannt ,. was aber durch Einſchnitte gewonnen und geringer geachtet ‚wird, heißt Manna forzatella. Es diener befannter- maßen für Apotheken zu Aofährungen. | IM 4. FRA XINUS (Chroliniana) foliis integerni- mis, petiolis.teretibus, —— latiore Mil. 6. 0% | } Fraxinus Caroliniana Jatiori Fructu au — 85 ‘The Carolina Ash. | The white Ash Bart. Cat * IK 288 XXXIII. — etc, Le Frene de Caroline, Die Por Pen ESEOH ag weiße ene S. Catechy. I ab, 80. Die Blaͤtter dieſer Fe Eie find größerrals bei der unfrigen, an beiden Seiten zuge» fpize, und herunterhaͤngend, oder vielmehr in den Spigen unter ſich gekruͤnmet. Ihre Farbe if ein helles Gruͤn, und heller als bei der folgenden, und auf der unteren Flaͤche faͤllt dieſelbe weißlich aus. Sel⸗ ten beſtehen ſie aus mehr, denn ſieben kleineren Blaͤt⸗ tern, und die Blaͤtterſtiele find ein wenig haarig. In den hiefigen Hflanzungen haben fie bie ir noch nicht geblüher, doch ift der ans Nordamerika uͤberſchick⸗ te Saame größer, als man ign bei ** gemeinen Eſche anrrift, | Die befte Art ihrer Vermehrung if das Aueſuen⸗ wenn nur dieſes ſogleich geſchiehet, ſo bald man den Saamen erhält. Man kann dadurch, wie hier erfol⸗ get iſt, eine Menge iunger Staͤmme anziehen. Gleichergeſtalt koͤnnen ſie mit Miller durch das Pfropfen ne gemeine Efpenflämme fortgepflangee werden. * In Amerika waͤchſet ſie gorsügfich in widtign naſ⸗ ſen Gegenden zu einer mittelmaͤßigen Groͤße und Hoͤhe, doch ſollen die Staͤmme oft die Dicke von drei Zuß im Durchſchnitte erhalten. She ſchneller Wuchs iſt auch hieſelbſt zu ruͤhmen, der aber nur bisweilen in recht ſtrengen Wintern den Verluſt des nicht voͤllig reif gewordenen Holzes verur⸗ ſachet. | = — ——— — — — — Bi EEE OLE DEE ne u u De Zu ta m a Un nn 2 2 —— le U mn U XXXIIL- FRAXINUSete, :' 289 ſachet. So haben iunge Stämme von. zehn Jahren ſiebenzehn Fuß Hoͤhe erhalten. w In England hat ſie mit der ſchwarzen Art nd kei⸗ nen Saamen geliefert. Ihr Laub wird mit den von der gemeinen Art gleich gerne von Inſecten geliche und angefallen. Nach Kalm" ) werden aus dem Holze in Cana» da die beften Tonnenbänder verferfiger, und es wird wegen feiner Weiße, Dauer, und weil es ſich wohl verarbeiten läßt, daſelbſt von den Wagnern haufig ger braucht. . Es finder fich auch bei Selen Schriftficer "*) eine | Abhandlung von dem Entſtehen der Knorren oder Aus⸗ wuchſe dieſer Efehe , woran die Inſeeten Schuld ſind, welche unter der Rinde die Eier zu kuͤnftigen Würmern legen, durch deren Nagen nad) foldhen Dertern ein größerer Zufluß der Säfte geſchiehet. Solche Knorren find maſerig und zu ———— reine ge verar⸗ beiten. Der Ritter ——— nimmt dieſe und die fh . de für eine. einzige Art unter dem Namen Fraxinus Americana an, und Kalm ſcheinet ſich geirret zu ha⸗ ben, wenn er ſie unter den in Amerika angetroffenen Bäumen niemals nennet, fondern, wo er von Eſchen redet, allezeit unfere gemeine anfuͤhret. Daß er fir ger fehen haben muß, daran iſt Fein Zweifel, und daß fie dafelöft in Menge vor? 5 andere Dach» ”, ©, Reifen 3. Th. Seit⸗ 531: * ©, Reifen 2 Th. Seite 566. Band, T 396 XXXIV FRÄXINÜS etc. Nachrichten ***) und weil ih den Amerikanlſchen Saa⸗ menkiſten der Saame gewoͤhnlich mit geſchickt wird. hi 5. FRAXINUS (novae Angliae) foliolis in- tegerrimis, petiolis teretibus Mid..g: Fraxinus ex nova Anglia pinnis foliorum»in mucronem productioribus ds Ham. arb. 6. The new England Ash. | The black Ash Bartr. Cat. Eröne de la nouvelle Angleterre. Die Nordamerifanifhe ſchwarze Eſche. Sie unterfcheider fih von der vorigen bloß dadurch, daß ihre Blätter in eine lange Spitze auslaufen und eine dunflere Farbe haben, daß der Saame Kleiner iſt, und in feiner Größe. mehr dem Saamen unferer Deutſchen Eſche gleicher, und daß die Rinde ſchwaͤr⸗ zer ſcheinet, und den Baum benenner; Zum wenigſten kann ich außer dieſen Unterſcheidungszeichen keine andere angeben. | a Die Anzucht und übrigen, Eigenfchaften kommen „mie denen. bei der vorigen angeführten überein, und von ihten Nugen wird eben diefes zu fagen feym ) S. Hamb. Magaz. 17. Band Seit 439... XXXV. —— — * Im 8 ey XXXV.GENISTA ( —— —* | lanceolatis glabris, ramis ftriatis te- retibus erectis Z. Sp. PL Mill. 3. Common Dyers Broom, Wood-waxen, Green - wood, Geneftrole ou Herbe aux teintures, Genet des Teinturiers, Färbeginfter. e wächfer nach dem Herrn Nirter von Linne in England und Deutſchland, und bei. uns auf ffei- nigen erhabenen Gegenden. Die Blätter find ſchmal, zugefpigt, glänzend *— und ungezahnt. Sie ſtehen auf kurzen Stielen an gruͤ⸗ nen mit Furchen oder Streifen verſehenen duͤnnen Zwei⸗ gen, und aus den Spitzen dieſer Zweige kommen im Junius und Julius die lockeren gelben — * h hervor. Die Blumen Re: unter die Dapifionsklumen, Die Blumendecke ift länger als der Blumenſtiel, ein» , blättrig, und in zwei Einſchnitte getheilet, davon der obere wiederum tief eingeſchnitten, der untere aber zwei⸗ fach weniger tief eingeſchnitten ift, Die Sahne iſt oval zugeſpizt und rückwärts gebogen, die Fürzen iq figen locker und find laͤnglich, der Kiel ift gerade aus⸗ gehend, ausgeſchweift und länger als die Sahne. | Die Anzahl. der Staubfäden beläuft, ſich eigent⸗ lich auf zehn Stuͤck, wie ſie aber Herr Bergrath ER un) Bü EP "292 xxxv. GENTSTA etc. Scovpoli Ru acht Sta angiebt, habe ich ſie auch angetroffen. Vier davon ſind groͤßer, als die uͤbrigen, and die Staubbeutel find einfach und Fleiſchfarbig. Der Snopf iſt laͤnglich, der Griffel aufgerichter, und das Stigma zugefpize und eingewickelt. Die Schote iſt laͤnglich, aufgeblaſen und enthaͤlt kleine Niercnfoͤrmige Saamen. Durch die Saamen fan man fie ohne Mühe vers mehren. Da fie in ihrem wilden Zuſtande eben nicht hod) werden, fo wachfen fie in Gaͤrten aufgebunden über drei Fuß hoch auf, und zieren ihren Pla durch die auf figen Blumen. So wohl friſch als — konnen die Zeuge 9 mit gelb gefärbt werden. Herr Scopoli führer die Pflanze als ein brauchbares Huͤlfsmittel in der Waſſer⸗ ſucht an, wenn nemlich die Eingeweide noch unverlezt find, denn fonft wird dadurch der Tod —— Sie riechet wie der gemeine Holder. | — — "XXXVI. GLEDITSIA,. . Qt Geſchlecht fuͤhret auf einem Baume Küken 7 mie.männlichen Blumen, zwifchen welden auch Zwitterblumen und zwar mehrentheils an der Spike des : Käzcheng ſitzen. Die weiblichen Blumen M ind auf einen " andern Baume befindlich. | NE, * Die maͤnnlichen Blumen fiehen i in einen fangen Bf Kaſchen dicht beifammen, und hat iede rer ”): © Scopoli Hl Carn, pa8.'5327 XXXVL GLEDITSIA.. 293 eine dreiblaͤttrige Blumendecke, deren Blätter Hein, * zugefpize und ausgebreitet find. Eine iede Blume hat drei rundliche, o offenftehen de Blätter. die wie eine Blumendecke geftalter find, und im Grunde eine Kräufelförmige Saftgrube finden Taf fon. Die Anzahl der. auf dert Rande diefer Saftgrube böfindlichen Fadenförmigen Faͤden beläuft ſich auf ſechs Stuͤck, länger. als die Blumerblaͤtter und mit dicht aufs liegenden länglichen sufammengedrüdten in zwei Stelle getheilten Staubbeuten. Bei der in geringerer Waahl vorkommenden Zwit⸗ terblumen, iſt die Blumendecke, wie die Blume vierblaͤttrig, der Knopf iſt groß, zuſammengedruͤckt und uͤber die Blume hervorragend, der Griffel kurz und zuruͤckgebogen, und das Stigma dick, oberwaͤrts wollig, mit dem Griffel gleich lang, und an demſelben der Laͤnge nach angewachſen. Aus dem Knopfe wird eine große, breite, platte, braunrothe/ glatte Sote, die in viele Faͤcher getheilet iſt, welche mit Mark und mie ovalen, glaͤnzenden, harten Saamenkoͤrnern angefuͤllet ſind. Die übrigen Theile lenmen mit KR ‚männlichen Blumen, überein, | Die weiblichen Blumen hingegen ind an einen mehr lockeren Käschen beveſtiget. Eine iede. har eine fuͤnfblaͤttrige Blumendecke. Eine gleiche Anzahl laͤnglicher zugeſpizter ausgebreiteter aufwaͤrtsſtehender Blaͤtter hat die Bleme und an Statt, daß bei den männlichen. und Zwiiterbfumen. nur ‚eine einzige Saft F grube wer, ‚finden fich deren zwei als kurze Fadenfoͤrmige Koͤrper. Die uͤbrigen Theile der Befruchtung ſind eben dieſelbige die bei den Zwitterblumen befihrieben find, I daß Er männlichen Theile fehlen. | 3 Die 294 XXXVIL GLEDITSIA Die Blärket falten fich des Abends übereinander zur fammen und breiten ſich mit dem Anbruche des Tages wieder aus, im Herbſt falten fie fich aber zuſammen, ohne fich wieder zu Ep und fallen hierauf fehr vo seirig ab, u 1 GLEDITSIA — ſpinis tripli- cibus axillarilus Zu. Sp. Pl. Mi: 1. " Giedikhd (pinofa ds Ham. arb, 1. The three -thorned American Acacia. The ka Honey - Locuft. .... Fevier d’Amerique i feuilles d’Acacia. | Die dreiſtachlichte Gleditſia. Der ſtachlichte Amerikaniſche Bohnenbaum mit —“ S. Hort. Anglı Tab. 21: Fa Sie gehöre i in dem nordlichen Amerita amd d Sefan * in Virginien zu Hauſe. Die Blaͤtter find geftedert, und * — * * fiel, aus welchem andere ohngefähr Paarweiſe ſtehende Seitenſtiele hervorbrechen: Sie find mie fechzehn gru⸗ nen glänzenden Meinen länglichen und am Rande etwas gezahnten kleineren Blaͤttern Wechſelsweiſe beſezt, da— von ein einzelnes Blatt das ganze Blatt endiget. Bei uns kommen diefe Blaͤtter erſt mit dem Ende des Mai und im Anfange des Sunius zum Vorfehein, fo wie nah Miller. die Blumen erft im Julius in England hervocbeechen follen... Die, Tegteren Tiefern”icdoch keine eife Saamenkörner, wenn gleich die Schoten in den Gärten des Viſchofs von ‚$onden fich im Jahre 1728. einmal gezeiget haben. | Der XXXVL GLEDITSIA, 2095 ‚Dergleichen Schoten find.ofr auf zehn Zoll lang und « anderthalb Zoll breit. Ihre Geſtalt iſt wie ein Schwerdt gekruͤmmt, oben ſpitz auslaufend, breit gedruckt und ſie ſind mit einem ebenfals breit gedruckten Stiele von einer Zoll $änge verſehen. Die Nebenbenennung hat dieſer Baum von denen in drei Spitzen ausgehenden Stacheln erhalten, das von der, Hauptſtrahl allemal aus feinen beiden Seiten zwei Fleinere Stacheln hat, die zuſammengenommen ein Ereuz bilden, Sie fine hart, fehr. ſpitzig, und ftehen an den Zweigen da, wo die Rebenzweige ausgewachfen find, ia bisweilen wohl an dem Stamme felbit. Die äußere Rinde ift glatt, mehr gelblich als gruͤn, das Yan aber Mein und in Bu) Sihern dicht und "Man pflanzet und silgeeh \ e am beften aus den Saas men fort, der zu ung aus Amerifa geſchickt wird, und wegen: — gemeinilich im vweiten Jahre aufs keimet. REN 6no Sie — einen Hoden, und in den erfien Jahren gegen unfere Winter wegen ihrer Weichlichkeit Schutz. Es iſt daher am rathſamſten, daß die Saamen in Kaſten ausgeſaͤet und dieſe mit den iungen Pflanzen ge⸗ gen den Winter in ein Haus gebracht werden. Nachgerade muß man ſie aber bei zunehmender Staͤrke an die freie Luft gewoͤhnen, und endlich vertra⸗ gen ſie unſere Kaͤlte, wenn man nur die Vorſicht ge⸗ braucht / ſie auf einen bedeckten Platz auszupflanzen. An einen ſolchen mit Hecken umgebenen Orte haben ſie T4 bhieſelbſt 206 XXXVI. GLEDITSIA hieſelbſt ſtarke Winter herkragen, dahingegen die uͤbri⸗ gen abgeſtorben ſind, weil diefen 9 Bededungen fehlen. | Der Wuchs ift nicht fehr ſchnell, und ihre Hoͤhe be⸗ träge ſelbſt in Amerika DIR über ——— bie fumſchn Fuß. Man will angemerket haben” —* daß die Erdmau⸗ fe den Wurzeln befonders gefäprlich fi ad, und diefe fies ber, -als von einem andern Baume,. feeffen, worüber ich iedoch Feine Erfahrungen angeben kann. Bei uns kann der Nutzen des Baumes * der Verſchiedenheit in Pflanzungen nicht betraͤglich ſeyn. In Amerika geben die Schoten ein gutes Viehfut⸗ ter ab, und in dem waͤrmeren Frankreich bedienet man ſich der Stänme wegen der häufigen ftärfen Stacheln mic guten Erfolge zu undurchdringlichen Hecken. EN Das Holz würde wegen feiner Zähigfeie zu Meien Arbeiten vorzuͤglich angewendet werden — wenn wir daſſelbe haufig haͤtten. 3: b. Grepırsıa —— Ber — : The Water Acacia Cateshy Carol. _' Die Gleditfia ohne Stadeln. ©. Early Tab, 42. Die hieſelbſt befindlichen na iungen. Stämme, find son dem Er rd von — gütig | . über ) S. Hausvater 5. Th. Eeite 169. IAXXVLGLEDITSIA 297 uͤberſchickt worden, der fie *) aus Amerikanifchen Saa⸗ men gezogen hat, und als cine eigene Art annimmt. Ich kann ſie doch nur als eine Abart anſehen, die außer den etwas groͤßeren Blaͤttern der vorigen 5* allein gaͤnzlich von Stacheln frei iſt. Die von dem Ritter von Linne angefuͤhrten ſy⸗ nonymiſchen Benennungen Plucknets und Rillers ſollen nach dem Hausvater; su ihr niche gehören, und was. Catesby Abbildung anbetrift, ſo iſt ſie AH den angegebenen Stacheln übereinfommend, So wenig in Schwöbher, als hierin eAligeren Dian vn hat ſie bis iezt gebluͤhet. Die Erziehung iſt mit der vorigen —— und fie erträger wie iene, in einen beſchutzten Stande, uni — —* Ween. H A M A M E — I S (Virgini- ana) 2.Sp.Pl. Mill, et du Ham. arb. ae ‚The With Hazel, Der Zauberhaſelſtrauch. S. 6 — Dab. 2. und au Ham. RE 18 Yin mu, sarba,fome; is Pl: 114» SD Strauch wächfer urtbtänglich in Virginien, und har die Urfache feiner Benennung in der Frucht/ welche denienigen betruͤget, der nach den Blaͤt⸗ — eine Haßelnuß erwartet. — —— Die E. Hausvater 5. Th. Seite 168. 208 XXXVILIHAMAMELIS ete. Die Blaͤtter gleichen ihrer: Geſtalt nach. in. der That den Blättern des Haſelnußſtrauches, außer daß fic auf. beiden Slächen glatt finds, Ihre Farbe iſt gelb» lic gen, ‚und ſie ſtehen Wechſelewone an den Quelen Die Blumen find einige Safe hindurch { in den hieſigen Pflanzungen allezeit i in Herbſt in der Mitte des Dctobers, noch niemals aber, wie nach Miller bis⸗ wellen in England zu geſchehen pflehet im December erſchlenen. Sie ſitzen zu drei Stück nebeneinander, und hängen an Frummgebogenen ungemein kurzen Stie⸗ In mit ihren Oefnungen nach der Erde hin, Pe Solche drei nebeneinander befiudliche Blumen has ben eine gemeinſchaftliche dreiblanteige Blumendecke, die wie der Stiel braun und wollig iſt, und wovon zwei Blaͤtter mehr ſtumpf und gerundet ausfallen, dahinge⸗ gen dag dritte zugeſpizt erſcheinet. Die eigentliche Blumendecke ieder Blume iſt gedoppelt zugegen, die aͤußere zweiblaͤttrig und kleiner, und die in derſelben F findliche größere aufwaͤrtsſtehend, und aus vi chen äußerlich hellbraunen, innerlich aber gelben Vläte gern zuſammengeſezt. Die Blume fuͤhret vier gelbe, ungemein ſchmale, einen = Zoll lange Blätter, welche am Ende zugeſtumpft rd ein wenig zuruͤckgebogen find, Die bei ihnen befindli⸗ che Saftgrube beiteher aus wier Furzen mit der Blume . yerwachfenen Fleinen Blättern, * u Eine iede Blume hat vier Slaubflden (nit Fürzer als die Blumendecke undmit einwaͤrts gebogenen mie zwei Hoͤrnern verfehenen Staubbeuteln gefrönet find. Der ovale ang iſt fe ‚ und gehet in zwei * Griffel y XXXVII. HAMAMELIS etc. 299 Griffel aus) die mie den Fäden eine gleiche fänge und runde Stigmate haben. Aus demfelben wird eine aus einer Fleinen hellbrau⸗ nen Eapfel mitzwei Fächern verfehene rundliche Frucht, welche die Größe einer kleinen Hafelnuß , und oben zwei Vertiefungen hat. Ein iedes Fach enthält einen ova⸗ fen, laͤnglichen glatten Saamen. | Die aͤußere Rinde des Stammes iſt braun. Man erhält ſonſt gewoͤhnlicher Weiſe aus dem Saa⸗ men iunge Yılanzen, der aber weder in England, noc) bei ung feine Vollkommenheit und Reife erhält, Er liegt beinahe ‚ein Jaht unter r der — ehe er auflaͤuft. Die Ungewißheit bei der Guͤte örhiget das her 'gemeiniglich den Liebhaber, daß er die Vermehrung durch Ableger beſorget, wozu der Stamm wegen der tiefligenden „Zweige von Natur geſchickt iſt, welche auch nach der hiefigen Erfahrung bald Wurzeln faffen. In guten etwas feuchten Boden fichen fie am lieb⸗ fen, und fie ‘vertragen unſere Winter, ohne an ihren Zweigen beſchaͤdiget zu werden, Ihre Höhe befräge nie‘ über drei bis vier Fuß, ob ſie wohl in Amerika 3— Die eines arm öfters er⸗ halten. Den Nutzen liefert fe e be Auge eines’ Lebhabers allein durch die; Befriedigung ſeiner Neugierde ia ihrem Muchſe und in ihren Blüchen, und wer nach der fran⸗ — zoͤſiſchen Methode Frühlings - Sommer und Herbftluft« wälder anlegen will, verſetzet ‚fie als einen ſchicklichen Strauch in die lezteren. X xxxvin. 300 XXXVHL HEDERA, De Blumen ſtehen bei dieſem Geſchlechte in Holden, | | und eine iede Eleinere Dolde hat eine kleine nr fach gezahnte allgemeine Umhuͤllung. Die eigentliche Blumendecke der Blume fr klein, fuͤnffach gezahnt, und faffer den ‚Knopf ein. Die Blume hat fünf laͤnglich offenftehende Blaͤt⸗ ter mit eingebogenen Spitzen. Aus ihr gehen fuͤnf Pfrle⸗ menförmige aufgerichtete Staubfäden, weiche fo (ar als die Blumenblaͤtter find, und dicht aufllegende unten sweifachgetheilee Staubbeutel haben. Der Knopf it Kräufelförmig, fo dag die Spitze nach unten gerichtet iſt. Der Griffel iſt ſehr kur, und das Stigma auf demſelben einfad. | I. ’ Die Beeren find rund, int enthalten pen große edige: Saammförner. Ä Bi DERA (Helioc)) koliis ovatis ——— | que L. Sp. PluMil« 1.0.1412 Hedera arborea C. Bank Pin, 305. de The — common 1 "ag Pe Lierre. fe m Epheu. Epit Waldeppig. Mauerpfau. Mauerewig. Baumwinde. gIvenblaͤtter. Wintergruͤn. HALL, KEIN Er 9 rd J "©. Cramer Tab. 45. "Wr Blackwell, Tab, 188: n⸗ Es ü— ee En * | ) XXXVIINÖOHEDERA. 301 Es iſt eine an allen Orten in. Europa holzige an Maucrn und Bäumen kletternde Pflanze, welche in Ita⸗ lien, der Provence und Languedoc zu einem Baume er⸗ wachſen fol. *) Die Plätter find mehrentheils oval zugefpise, bis— weilen auch beinahe dreieckig, fo daß fieder Geftalt nach ſehr von einander abweichen, - hr Bau iſt dick und ve; fie, ihre Faͤrbe dunkelgrün, und beide Flächen find glän- zend. Sie flehen auf: über, einen Zoll langen Stielen. Wechſelsweiſe an den- Zweigen, und find mit Fleinen Hafen verfehen, womit fie ih in die feinften Rigen ei: ner Mauer oder Baumrinde anheften können, Du. Hamelfichet folhe Hafen nicht als Wurzeln ‚an, weil die oberen Zweige verdorren, wenn man den “unteren Stamm abhauet, giebt aber Doch zu, daß er in einer alten Mauer, worin hin und wieder etwas Er⸗ de veſte lieget, Wurzeln fehlagen kann. Die Blumen find grün, fommen im September her- ‚vor, und die auf fie folgende Beeren werden im April reif, und alsdenn ſchwarz. Die Rinde iſt rauch und Aſchfarbig. a Das Holz iftfaferig, iedoch weich, weißlich, und oft mit grauen maſerigen Stellen gezeichnet. Der Epheu vermehret ſich durch Saamen und Ab leger. Er dienet zur Bekleidung alter Mauern, und hat wegen der immergruͤnenden Blaͤtter fuͤr vicle andere Ks; Pflanzen den Vorzug, In Perſien und den morgenlaͤndiſchen Provinzen mache man an den Stämmen Einſchnitte, woraus ein —* u Er 2 klarer 4 9 S. Bomare Piet. —2 Tom. 5. pas. 314. 302 XXXVIIL HEDERA. klarer Saft Täuft, der fich'in einen Gummi verdicket. Sn der Schweiz fließer Diefe Reſine bisweilen vor: felbft, Sie ift rörhlich gelb, durchſichtig, beim Verbrennen von ftarfen Geruche und herben GewärzhaftenGefchmacke, und wird unter einige Salben gebrauchte Man pflegee aus dem Holze wegen der reigenden Kraſt deſſelben, wohl zu Erhaltung der Fontanellen klei⸗ ne Kuͤglein drech ſeln zu laſſen. Aus dicken —— lann man alerlei Gefaͤſſe verfertigen. 2) HEDERA guinquefolia) Folie: —** ovatis ſerratis Z. Sp. Pl, Mill, 2. Vitis quinquefolia Canadenfis fcandens 'Tourn.inft.et du Ham. arb. 4. ClimbingCanadaVine, or Virginia Creeper Vigne- Vierge, Jungfernwein. Fuͤnfblaͤttriger Nordameri ⸗ kaniſcher Wein. Der Jungfernwein iſt aus den nordlichen Provin⸗ zen von Amerika nachgerade in Deutſchland befannter geworden, Er ift in den Blaͤttern allegeit aus fühftleneren | Het gezahnten Blättern zufammengefezt, und kommt nach dieſer Form den Blaͤtterſchirmen der Roßcaſtanie nahe. Ihre obere Fläche ift glänzend und dunkelgruͤn die untere aber matter. Im Herbſte werden ſie blut⸗ roth, daher eine Zeitlang von artigen Anſehen, und fallen endlich gegen den Winter fruͤhzeitig ab. Wen XXX VII HE DERA 40 Die Pflanze iſt das Mittel wiſchen den Epheu und Beine, und klettert ebenfals, Ä Ihre Heinen grünlihen Blumen: kommen im I⸗ lius hervor, und werden nach dem Ritter von Linne⸗ 12 in männliche und —* re ſich Kehl ein getheilet. Die Beeren fi nd nicht, wie Bei dem gemeinen Epheu, ohne Scheidewand, fondern in zwei Fächer abge» ſondert, in deren ieden einige Saamenförner liegen. Sie ſitzen auch lockerer und ſind ein wenig kleiner. Am leichteſten vermehret man — durch die auslaufenden Schoͤßlinge. + She Trieb ift ungemein ſtark, und Miller giebt die Verſicherung, daß ſie in guten Jahren auf zwanzig Fuß hoc wachfen, — Sie aͤußern daher ihren Nutzen vorzuͤglich bei Lauben ‚und bedeckten Gängen, welche durch die ausgebreiteten Blaͤtter dicht werden, fich fehreben und zierlich erhal⸗ ten, und dabei doch die friſche Luft durchlaſſen, ia ſie ſcheinen zu Bogengängen den Vorzug für allen andern Pflanzen zu verdienen, weil fich die langen und biegſa⸗ men Zweige nach jeder wilführliden Ordnung bequem ſchneiden und binden laffen, auch durch unfere Winter kaͤlte nicht leiden. Dergleichen trift man in dem Gar⸗ ten des Churfürftlichen Pfaͤlziſchen ſchoͤnen Luſtſchloſſes Schwetzingen und an andern Orten mehr an, welche ung billig jur Nachahmung aufmuntern follten. Auch alte Mauern kann man durch fie. befleiden, weil die Wurzeln fi fid) in die Spalten gerne Hängen, BR 6, sp, Plant. x Tom. x pag. 292. xx KRIX. HIBISCUS — liis cuneiformi-ovatis: ſuperne inci- fo dentatis, caule arboreo L. * Pl. Mi. ‚Ketmia 9 um quibusdam * Ham. — ‚The SyrianKetnua, or Althaei ner Guimauve ** Die Syriſche Altheenſtaude. ©.Hortul, Angl. Tab, 10.44 Ham. arb. Tom, ı. pl. 130. 4 v ie Bidtik find auf drei Zoll lang, und zwei Zoll breit, in drei Abſchnitte getheilet, tief ausgeſchnit⸗ ‚ten, und endigen fi) mit einer gezahnten Spige, hs re Sarbe iſt Hellgrün, und fie WED — an den Zweigen. In Abſicht der Vlamen hat man nach ihrer Farbe verſchiedene Spielarten, iedoch find die mir helrothen und und weißen Blumen die gemeinſten. Dieſe brechen theils einzeln, theils gedoppelt im Herbſte zwiſchen den Blaͤttern hervor, Die Blumendecke ift gedoppelt und beit. fallen ‚nicht ab. Die aͤußere ift aus vielen ſchmalen tünen Blättern zuſammengeſezt, die innere aber einb lättrig, ebenfals grün, in fünf ſpitzige Einſchnitte bis auf die "Hälfte getheilet, und als ein Becher geftaltet, iR 2 Die Blume in In vor Hersformige fie: % 2 ter, Ds g⁊ 585* — XXXIX. 'HIBISCUS:ete. 305 fer , vo "oben. breit und —— welche ausgebrei⸗ tet ſtehen. | Die in großer Anzahl befindlichen Stautfäden find unter fi) in Form einer Röhre zufammen gewache fen, daß nur ihre Spigen von einander getrennet find. Sie endigen fich mie Pierenförmigen Staubbeuteln. Der Knopf ift rundlich, dee Griffel Fadenfoͤrmig, ‚länger als die Staubfäden, oben fuͤnffach eingefchnit«- ten, und mit runden Stigmaten verfehen. Die Mierenförmigen Saamenkoͤrner befinden: ſich in einer ovalen häufigen Capſel, Ber in fünf S cher abgerheiler ift. | | Die Zweige find holzig, ihre äußere Rinde iſt glatt und von Aſchgrauer Farbe, und das — — gelblich, ı Men vermehret fie leicht durch Saamen , ducch Einleger, und fo gar durd) abgefchnitsene Si ge, wel⸗ che bald Wurzeln fehlagen, Sie’ verlangen abet allezeit einen guten Fetten Bo; den, und fo fange fie noch tung find, die Entfernung von unferer Kälte, ia wenn fie gleich etwas ftarf und als denn 'ausgepflanzet werden, dennoch einen warmen und bedeckten Stand, wenn ſie nicht abſterben ſollen. Auf dieſe Weife trift man fie hin und wieder in den Gaͤr⸗ fen an, wie z. E. in den Gärten zu Schwetzingen im Sandboden, und in unferen Gegenden in dem von Münchhaufifhen, Önrten zu Bodenwerder, In den hiefigen Pflanzungen habenzwei flarfe Stäm- me an einen etwas bedeeften Orte ſich viele Jahre gut gehalten, Die aber bei dem Verſuche einer neuen Ders J. Band. u pflan⸗ 366 XL HIPPOPHÄEIK« pflanzung durch die Winterkaͤlte Verdarberand Ob bei dem Verpflanzen felbft die Wurzeln Schaden: gelitten, und dadurch den Bäumen den Untergang verfchaffet ha: ben? Dder: Db ihnen die ſchnelle Beränderang in eine offenere Gegend und einen etwas Fälteren Boden. zu ges fährlich gewefen if? Diefes Läffer fich aus Mangel der nicht unternommenen Unterſuchung nicht beftimmen, viels leicht Fann aber in beiden gefehles ſeyn. Sie erhält fechs bis fieben Fuß Höhe, und iſt durch ihre Blumen für eine iede Pflanzung eine weit — XL. HIPPOPHAE. RR folüis lanceolatis Z. Sp. Pl. Mid. 1... Hippophä£ foliis linearibus en 15. al, hift. Tom. ı1. Rhamnoides falicis Tourn. etdu Ham. arb. 1. The Sea Buckthorn with a Kılay — The Sallow Thorn. Rhamnoides à feuilles de Saule, } h Ä Der Weidenblättrige Seckreuzdorn. m Der Meerkreuzdorn. Der Weidendorn. Der ei Sanddorn, Der ſchmale Weidenblaͤttrige m Stechdorn. Finnifche- DER —*— en hen in Preußen )n ©: Oeder Fl Dan 265. du Fan BR „Tom. 2. pl..49- RT Er waͤchſet in Schweden, Prkußtn, Holland, Eng - a u > nn u PA Se del rm = un, Zee rn tn u ’ land, | 6. Gr ehed Fl.ruſſ. pag. 231. ERS XL. HIPPOPHAEet. 307 fand, in der Schweiz am Rhein, der Rhone, der Aar uf. w. und überhaupt an fandigen, Seeufern, Die Blätter find fehmal, laͤnglich, gehenam En- dein eine runde Spige aus, find auf der obern Släche Meergrün, auf der unteren Silberfärbig, undder $än- ge nach mit einer erhabenen Ader verfehen, auf beiden aber glatt und glänzend, Sie flchen an den Enden der Zweige rund umher, an den übrigen Stellen aber Werh» felsweife, Ihre Länge „beträgt zwei Zoll, und ihre Breite beinahe einen viertel Zoll, Die Blumen fommen im April und Mai —— maͤnnliche und weibliche, iede auf beſonderen Staͤmmen. Die maͤnnlichen ſtehen in kleinen Buͤſcheln, und haben eine einblaͤttrige runde, in zwei unten zufammens gewachſene und oben mit den Spitzen zuſammenhaͤngen⸗ de Theile getheilte kleine Blumendecke, von einer gruͤnlichen Farbe. Nachgerade loͤſen ſich die Spitzen von einander, und breiten ſich mehr aus. Eine Blu— me iſt nicht vorhanden, ſondern man findet nur vier kurze Staubfaͤden mit laͤnglichen eingebogenen gelben Staubbeuteln. Die weiblichen ſind einzeln zwiſchen den unteren Blättern anzutreffen. Die kleine Blumendecke ift ebenfals: einblärtrig, oval länglih, Röhfenfsrnig ger ſtaltet und. oben in zwei Theile getheilet. Sie iſt grün Silberfarbig, nur an den Spitzen etwas bräunlich, und fällee ab. Der Knopf iſt rund und fehr Elein, der Griffel äußerft Furz, das Steama hingegen 9 ſto laͤnger, indem es noch einmal ſo lang als die Blu— mendecke, und Dabei fo dick iſt, daß es als ein heflgel; ber fleifchiger Körper aus ihr hervorraget. U 2 Die 308 Rn HIPPOPHAE etc. Die Beeren erhalten im Herbfte ihre Reife, find Goldgelb, mit einer dünnen glatten Haut umzogen, und mit einen gelben im Gefchmacfe herben fauren und färs benden Eafte angefüllee, Ihre Größe kann mit der von einer Erbfe verglichen werden, und in ihrer Mi lieget ein einzelner rundlicher Fern. Die Rinde ift hellbraun, das Holz weiß, und die Zweige find Hin und wieder mit fleifen Stacheln ber ſezt, deren ieder ſich chlmit einer gerade ausgehenden Spis Be endiget. Die Zweige wachfen unordenelich fperrhaft durchein« ander,und der Stamm erhält auf acht bis zehn Fuß Höhe, Man pflanzet den Seefreuzdorn durch den Saamen, durch Ableger und durch Schnittlinge fort, und der Stamm treibet ineinen guten Boden aus feinen Wurzeln häufige Schößlinge, wodurd die Bermehrung ohne viele Mühe bewerfftelliget werden kann. Er kommt in iedem Boden, doch am liebſten in fols chen fort, der ein wenig feucht ift, und er Teider in un. ſern härteften Wintern nichts. Wegen der Stacheln fönnte man ihn mis Vortheil zu Umzaͤunungen anwenden, welche ein friſches und da⸗ bei ganz ſonderbares Anſehen haben wuͤrden. Eben dieſen Nutzen kann man nach du Hamel von trockenen Zweigen in geringerer Maaße ermafien; weil fie nur einige Jahre dauren. Der Ritter von Linne’ führer von den Beeren an, ) daß die Fiſcher des Bothniſchen Meerbuſens aus ihnen ei⸗ nen dicken Saft bereiteten, der friſchen Fiſchen einen an⸗ genehmen Geſchmack verſchafte, und mit unſern Weinbruͤ⸗ hen eine Aehnlichkeit haͤtte. XLI. *) ©. Fl. Lappon. pag. 206. XLI. H Y DRANGEA (arborescens) 2} Bp. PL’MEA. 1; Hydrangea foliis oppofitis, Aoribus in cy- mum digeſtis du Ham, Die baumartige Virginiſche Hydrangea. ©. Miller, Tab. 251. du Ham. arb, Tom, 1. Pl, 118. | gi unteren Blätter find auf drei Zoll lang und zwei Zoll breit, Herzförmig, am Ende in eine Spitze auslaufend, die oberen aber etwas Fleiner und mehr oval zugeſpizt. Cie find auf der unteren Fläche mit Wechfilsweife gehenden Adern verfehen, am Rande gezahnt, auf Zoll langen Blaͤtterſtielen an den vicredis gen Zweigen Paarmweife gegen einander über beveftigef, und von hellgeüner Farbe, welche fich auf der unteren Släche etwas matter zeiger. Ä Die Blumen laffen fih im Julius und Auguſt an den Spigen der Zweige in äftigen Sonnenſchirmfoͤr⸗ migen Sträußen finden, Die Blumendece ift klein, gruͤnlich, einblaͤttrig, in fuͤnf Einſchnitte getheilet, und nicht abfallend. Die Blume hat fuͤnf kleine, an Groͤße die Einſchnitte der Blumendecke uͤbertreffende, weiße, rundliche Blaͤtter, welche miteinander beinahe gleich groß find. Die Anzahl der Staubfaͤden be— Läufe fich auf acht und zehn Stuͤck. Sie find noch ein mal fo lang als die Blumenblaͤtter, einer um den ans bern länger, von weißer Farbe, und mit weißlichen rundlichen, zweifach gerheilten Staubben deln gekroͤ⸗ u 3 net. 310 XLI-HYDRANGEA erc. net. Der Knopf ift unter der Blumendede befindlich, rundlich undgrün, die beiden Griffel find weiß, vonein⸗ ander abſtehend, und endigen ſich mit zugeſtumpften Stiamaten. | Sie träger Fleine rundliche oben in zwei Theife gerheife se efige Saamencapfeln, die in der Quere ih zwei Fächer abgerheiler find, welche viele Eleine eckige und fpigige Saamenförner enthalten. - Durch die Ausftreuung des Saamens fann man iunge Nflanzenanziehen, wenn man denfelben reiferhält, mwel- “cher aber felten in England, und hiefelbft bis izt noch niche zu diefer Güte gelanger ift. ben diefes gefchieher durch Schößlinge, welche die Wurzeln häufig treiben , wie denn auch hieſelbſt der Verſuch mirAblegern gut eingefchlagen ift, Beiharten Wintern, dergleichen der von 1766. auf 1767. war, fterben die Zweige bisauf die Wurzel ab, fie trieben iedoch in dem darauf folgenden Sommer. wiederum fo ftarf, daß fie noh im Auguft blühen, In weichen - Wintern leiden fie wenig. 7 Ihre Höhe beläuft fich nie über drei Fuß, rd fielichet einen guten lockeren, mehr feuchten, als trocknen Grund, Außer ihrer Seltenheit und der Verfchiedenheit i in Nflanzungen ift von ihnen nichts bekannt. ALL, HYPERICUM (Kali) floribus trigynis, caule fruticofo, foliis lineari-lanceolatis marginibus revolutis. Hypericum — floribus penta- | gynis, „XLIl. HYBERICUM etc, 311 „gynis, eaule fruticoſo, folüis lincari- lan- .„ceolatis Z. Sp. Pl, Hypericum ( Bartramicum ) doribin — gynis, calycibus obtuſis, ſtaminibus co- rolla aequantibus, caule erecto herbaceo "Mill. 10. Strauchartiges Nordamerikaniſches Jo⸗ hanniskraut. N Ritter von Linne‘ giebt es in Birginien wild Wwachſend an. | Die Stiele find beinahe viereckig, doh hin und wieder rund, und von bräunlicher Sarbe. . Die ſchmalen anderrhalb Zoll langen und auf einen "halben Zoll breiten Blätter, welchein eine runde Spige auslaufen , figen an den Zweigen gegen einander über, ſo dag allezeit zwei graße Blärternach beiden Seiten heraus⸗ gehen; Da aber zwifchen ihnen wiederum drei bis vier Eleine Blätter Büfchelweife hervorfommen, fo findet man die Blätter zu acht bis zehn Stuͤck neben einander nach beiden Seiten der Zweige ſitzen. Ihr Rand iſt ungezahnt, doch nach unten umgebogen, und ihre obere Flaͤche glaͤnzend grün, die untere hingegen heller und matter, Auf der Aezteren geher eine erhabene Ader der Länge nach hin. Die Blumen brechen im Auguft und September aus den Spigenund Seiten der Zweige hervor, Sie fies hen auf Zolllangen grünen Stielen, welche fich in zwei klei⸗ nere Stiele theilen, davon ieder gemeiniglich drei Blus men führer, welche der Ritter von Linne' auch zu fies ben Stuͤck bemerfer bat. . Die” nicht abfalende Blumendecke ift fünffach - WU 4 getheis 312 XLIL HYPERICUM ek. er eifee, und find ihre Einfchnirte oval, ausgehoͤlet gruͤn. Die Blume hat fünf gelbe, laͤnglich ova⸗ * ſtumpfe, ausgebreitete Blaͤtter, und eine große An⸗ zahl feiner gelber Staubfaͤden, welche ſo lang als die Blumenblaͤtter, und unten auf dem Grunde in drei Buͤſchel gefaßt ſi e Die Staubbeutel find Flein, rund und blaßgelb. Der Knopf iſt rundlich und grün, an Katt aber der Nitter von Linne’ und Miller fünf Griffel angerroffen haben, habe ich deren in allen Blu⸗ men niemals mehr denn drei Stuͤck vorfinden koͤnnen, welche fo lang als die Staubfäden, und ausgebreitet find. Ihre Stigmate find einfach. Die Saamencapfel ift wie ein zugefpizter Kegel gefaltet, braun. von Farbe, und von mir hiefelbft mit drei Fächern geſehen, weil fie fih bei den Arten dieſes Geſchlechts in den Fächern allegeit nach der Anzahl der Griffel richte. Sie enthalten viele Eleine Längliche braune Saamen. Diefes Strauchartige ſchoͤn blühende Johanniskraut | wird bis auf drei Fuß hoch, und bfeiber bei ung in ges linden Wintern auch in feinen Blättern grün, indeſſen wird wegen des fpäten Blühens der Saame nicht reif. Man kann es durch die Theilung der Wurzeln und durch Einfenfung der unteren Zweige vermehren, und es giebt für Pflanzungen einen noch bis izt in Deutſch⸗ land ſeltenen, und in Blaͤttern und Bluͤthen weh ns Auge fallenden Eleinen Strauch ab. Einen befonderen Nusen in die Oekonomie oder Heilungskunft willen wir davon nicht. XL. a 313 XLIM JASMINUM. The Jasmi- ne, or: Jeflamine-tree. Le Jasmin, Jaſmin. Gelfimin. 2 lle Jaſmine, die uns befannt ſind, kommen ur» ſpruͤnglich aus warmen Laͤndern. Die Blätter ſtehen bei ihnen entweder Wechſels— weife an den Ziveigen oder Paarweifegegen einander über. Die Blumendecke iſt cinblärtrig, nicht abfallend, Köhrenförmig lang, und in vier, fünf-und acht auf: waͤrtsſtehende fpisige Einſchnitte gerheiler, Die ebenfals Roͤhrenfoͤrmige einblärtrige Blume hat oben, wo ihre enge Roͤhre ſich endiget, vier big fünf, aud) bisweilen acht, und vierzchen ovale Ein: theilungen, welche ausgebreitet und nach unten ein we⸗ nig zurücigebogen find, In ihr befinden ſich zwei kurze Staubfäden mie kleinen länglihen Staubbeuteln, und einen rundlichen Rnopfe, auf welchen ein Faden⸗ förmiger mit den Staubfäden gleich langer Griffel mit einem zweifachen Stigma ſtehet. | Die Bere wird oval und glatt. Sie ift mit zwei Fächern verfehen, davon iedes einen oder zwei ovale, längliche, mit einer Haut überzogene Saamen ein: ſchließet, weldye auf einer Seite platt, auf der andern aber, erhaben find, | | 1. JASMINUM (offieinale) foliis oppofitis pinnatis: foliolis diſtinctis L. Syft. Nat. us Jas- 314 XLIHN.-JASMINU.M etc, mine (ofhicinale) foliis oppofitis- Plane; , foliolis acuminatis M3/. ı, | — vulgatis flore jalbo C. Baub. Pin, ..5,3974 et da Ham. arb. 1... The common. white Jafmine, Jafmin ordinaire 3 ı Aeur blanche. "Der gemeine weiße Jaſmin. ©. du Ham. arb. Tom. 1. Pl. 122. Eu | Diefer Kafınin ftammer aus. Dftindien her, dem ohnerachtet aber hat ihn der Herr von Haller auf den Selfen um Chiavenna wild wachfend gefunden. Die Blaͤtter ſtehen Paarweife an den Zweigen ger. gen einander über, find gefiedert, und. aus fünf bis ‚ Steben Fleinen dval zugefpizren Blättern von fihöner grü- nen Farbe zuſammengeſezt, von welchen dag äußere eine zelne allezeit am größten ift, und gemeiniglic) einen un. ordentlichen Einſchnitt an einer Seite har. Die Blumendecke iſt grün. Die weißen wohl⸗ riechenden Blumen kommen bei ung im Julius und Auguſt aus den Spigen der Ziveige zu einigen Stüden hervor. » Der Saame wird unter unſerm Himmeler ſtriche niemals reif. A Die äußere Finde der biehſamen Zveige iſt gruͤn, und der Strauch bleibe niedrig und erhaͤlt eine geringe Dicke. Nach der Erfahrung dauert er unter unſerm Him⸗ melsſtriche, wenn die Winterkaͤlte nicht gar zu hart faͤllt, in einen warmen bedeckten Stande; bei ſtarken Froſte eſchihet es aber wohl, daß eine iunge Pflanze bis auf die | XLIIL JASMI NUM etc. , 313 die Wurzel abfticher, und im. folgenden Sommer wie. derum ihre neue Schüffe treiber, | Die Vermehrung wird durch Einleger, durch be» wurzelte Brut von alten Stoͤcken, und. durch Schnitt linge bewerkſtelliget, welche lezteren auf alte Miſtbeete gefeget werden müffen, wenn man feinen. Endzweck er⸗ reichen will, ‚Er ift mit allen Arten des Erdreichs zufrieden, wenn es nur nicht zu Falrgründig iſt. — In Pflanzungen zieret er feine Stelle, und fuͤt warme Laͤnder giebt er ſchoͤne bedeckte Spatziergaͤnge. Die Blumen ſind wegen ihres ſchoͤnen Geruchs an— genehm. Wer fie in Menge befiget, und haͤuſig ſamm— len kann, iſt nach du Hamels Vorſchrift im Stande, aus ihnen Eſſenzen und Oele zu verfertigen. 2. JASMINUM (fruticans) foliis, alternis ternatis fimplicibusque, ramis angulatis L. Sp. Pi. M:l. 3. Jalminum luteum vulgo dictum bacciferum C. Bauh. Pin. 398. du Ham. arb. 3. The common yellow Jafmine, or Berrybe- . aring Jeffamine, Iafımin jaune du bois. | Dir Strauchartige gelbe Jaſmin. ©. Hortul, Angl. Tab. 6, Nah dem Ritter von Line’ wächfer er indem ſuͤd⸗ lihen Europa. - Die Blätter Taffen fi) an den Zweigen Wechſels⸗ weife 316 : XLIIL'JASMINUM etc. | weife antreffen, und haben wiederum Wechſelsweiſe ſte⸗ hende theils einzelne, theils aus drei länglichen, dicken, rund ausgeßenden Fleineren "Blättern zuſammengeſezte Blätter. Ihre Farbe ift ein ſchoͤnes glänzendes: dun⸗ kel Gruͤn. | Die Blumen find von gelber Farbe, icdoch fo wie die Blärser viel Eleiner, als bei der vorherbefchrier benen Art. Sie erfolgen einzeln zwifchen den Blärtern im Kunius und Julius. Der Geruch ift nicht merklich, “nd fie tragen bei ung ebenfals feinen reifen Saamen. Ihre grünen Zweige find eckig, mit Furchen ges zeichnet. Eigentlich iſt dieſer Strauch immergruͤnend, und ertraͤget in warmen trocknen Boden, und wenn er einie gen Schutz hat, unfere gelinden Winter, Nur in einer au offenen Ei und beiharten Winternleideteranden Zweigen, Der Erfahrung nach wolte ich ihn jedoch wohl weniger zaͤrtlich, als den weißen Jaſmin, angeben. Die Art der Vermehrung ift mit der vorigen gleich, man kann überdem wegen der häufigen Schößlinge aus den Wurzeln ohne Mühe iunge Stämme erhalten. | Er verdienet als ein artiger grüner Buſch feinen Nas in Gärten und Pflanzungen. | ae | XLIV. IL EX — tea ova- | tiis ſpinoſis L. Sp. Pl, lex (Aquifolium) foliis oblongo- oyatis undulatis, fpinis acutis Mil. 1. ET — 4 Aqui- XLIV. ILEX' ec 317 Aquifolium baccis rubris du Ham. arb..1. | The common Rolly. Le Houx. Pr Dir gemeine Huͤlſe. Huͤlſtſtrauch. Huͤl— ſcheholz. Huͤlzcholz. Stechpalmen. Steh. baum, Stechlaub. Walddieſtel. Zwieſel— dorn. Kleeſebuſch. S. Blackwell. Tab, 20). Cramer Tab, 31. | Hi Hülfe wird in ganz Deutſchland hin und wieder in Holzungen wild angetroffen. Die Blätter find in ihrem Bane dicker als die Lor⸗ beerblaͤtter, am Rande mit ſtarken Stacheln verfehen und Wellenförmig gebogen. Auf der oberen Släche find fie dunfelgrün glänzend, auf derunteren aber in der Far— be ein wenig heller und in die Mitte mit einer ſtarken Ader verfehen. Sie ſtehen Wechfelsweife an den Zweigen, und fallen im Winter nicht ad, Die Plumen brechen im Mai zwifchen den Blie- \ gern zu. fünf, fechs und mehreren Stuͤcken in Elsinen Buͤſcheln auf kurzen Stielen hervor, = Ihre Eleine Blumendecke iſt vierfach eingeſchnit⸗ ten und fälle nie ad. Die Blume beſtehet aus einen Fleiſchfarbigen Blatte, des in vier runduͤche, ausge⸗ hoͤhlte, flach ausgebreitete Blaͤtter getheilet iſt, die mit ihrem untern Ende am Grunde in eins zuſammen han⸗ gen. Aus ihr kommen vier Pfriemenfoͤrmige in Ruͤck⸗ ſicht auf die Rlume kuͤrzere Staubfäden mit kleinen roͤthlichen Staubbeuteln. Der Knopf iſt rund⸗ 318 XEIV.IIDEX ec lich, und. aufdemfelben liegen vier zugeſtumpfte Stig. mate ohne Griffel. Ä Die Beere wird gegen den Herbſt reif, iſt * fleiſchig und roth. Sie iſt in vier Fächer getheilet, in deren ieder ein laͤnglicher braungelber ſteiniger —— enthalten iſt. Die aͤußere Rinde der Beige if une; die unter ihr liegende blaßgelb, und beide ſind im —— unangenehm. Das Holz ift weiß und bei alten Stämmen in der Mitten * uͤberhaupt aber hart und — pP es im Waffer finfer, N Man oflanzet fie am beften durch die Austreuung des Saamens ‚fort, der aus den Beeren nadı der in dem Dorberichte gegebenen Anweiſung erhalten wird, Auf diefe Weiſe fann man niedrige Heiden anziehen, u - Der Baum hat die übele Eigenſchaft, daß er ſich ſchwer verpflanzen läßt, und daß man daher beim Auss heben fo. wenig als mai ihre Wurzeln befihädigen, fondern vielmehr fie mir Erde bedeckt [affen muß, wenn fie anfchlagen fellen, Diefer Borficht ohnerachtet traͤgt — ſich iedoch oft 2 daß fie oberhalb des Bodens gang ⸗ lich .abfterben.. Man muß ſich alſo hiedurch nicht irre | machen laffen, An das erſtorbene nur abfchneiden, und den Stamm bis auf kuͤnftiges Jahr in Ruhe laf en, weil er noch von neuen austreiben kann. | | Ks eine durch die hiefige Erfahrung bewährte Pros | be, rathe ich die Verpflanzung der Hülfen mitten im - Auguft an, woduch man nad genommener Vorſicht beim aeg auf den Wuchs der verpflanzten Staͤm⸗ me KbEiV-riE:EXee 319 me fichere Rechnung machen Fann. ... Ziemlich alte Stu; de find fo gar angefchlagen. Die Hülfen fichen gern im & Schatten unter andern großen Bäumen, und werden auf vierzehn bis zwanzig Fuß hoch, felten aber. mittelmaͤßig dick. Bei firengen und harten intern feiden fie oft fo fehr, daß aud) die aͤlteſten Staͤmme erfrieren, Wegen der befländig grünenden Blätter, artigen Blumen und hochrothen Früchte machen fie in Dflan- — und Luſtwaͤldern ein gutes Anſehen. Zu Einfaſſung und Verwahrung der Gehege leiſten ſ ie ebenfals gute Dienſte, ob gleich dieſer Nutzen nicht ſo allgemein iſt, als er zu ſeyn ſcheinet. Schweine bre— chen leicht durch eine ſolche Hecke, und dem Rothwild— pret ſo wohl, als den Schaafen ſind die iungen zarten Blaͤtterknoſpen ein angenehmes Futter, wodurch derglei⸗ chen Anlagen verwuͤſtet und unanſehnlich werden. Sonſt vertragen ſie ah dem Herrn von Haller * die Schere. Das harte Holz wird bei der Verarbeitung glatr und fen, Es wird daher vorzüglich zu Rollen, Klo; ben,.. allerlei kleinen Mühlenholze, zu Tiſchler- und Drechsler» Werkzeugen, imgleichen zum Auslegen ge braucht, Don der Rinde wird ein guter Vogelleim — get, deſſen Zubereitungen man bei du Hamel und ans dern * ) finder, > Die Beeren befördern die Sefnung des Leibes. F ' XLV. *) ©. Hiſt. Stirp. helvet, 1. pag. 297. ) &. Lomare Dict. d’hifl. nat, Tom, & pag. 10. x LV.. 1ITEA. (Virginica) L. Sp. Pl. Mill, et d« Ham. arb. “ Die Virgmiſche Itea. GS. du Ham. arb. Tom, 1. Pl. 126. 8 wächfer diefer Strauch, der nicht viel über ſechs bis acht Fuß Hehe erhält, in Virginien und den übrigen Provinzen des nördlichen Amerika. Die Blätter fichen Wechfelsweife an den Zwei⸗ gen, und fallen gegen den Winter ab. Cie find oval zugeſpizt, drei Zoll lang und einen. Zoll breit. "Der Rand iſt fein gezahnt und braunroth gefaͤrbt, die obere Flaͤche iſt dunkelgruͤn und glatt, und die untere, ein we—⸗ 4 heller und mit einen feinen flachliegenden Adergemer be durchzogen. » Die Stiele haben eine rörhliche Farbe. Die Blumen fommen hiefeloft im Julius in auf gerichteten drei bis vier Zolllangen Achren zu eilf Stuͤck gemeiniglich aus den Spigen der Blärterzweige hervor, Ihre Stiele find grünlich und ungemein kurz. Die einblaͤttrige Blumendecke iſt in fünf aufge» richtete roͤthliche ſehr ſchmale zugefpizte — ge⸗ theilet, und nicht abfallend. Die Blume hat fuͤnf weiße ſchmale zugeſpizte Blaͤt⸗ ter, welche ausgebreitet ſtehen, ausgehoͤhlet und laͤnger als die Einſchnitte der Blumendecke find, mit der ſie verwachſen zuſammenhaͤngen. Die fünf Pfriemenfoͤr⸗ migen aufgerichteten weißen Staubfaͤden ſind kuͤrzer als die Blumenblaͤtter, und dis Staubbeutel liegen auf | | | | KEV TTEA ee 321 auf ihnen als kleine rundliche blaßgelbe Koͤrper. Der Knopf iſt oval, gruͤnlich und mit feinen Haaren be— ſezt, der grüne Griffel iſt chlindriſch, mir den Staub» fäden von gleicher Länge, und das cbenfals grüne Stig⸗ Mia erfcheiner oben in zwei Theile getheilet. Nach dem Verbluͤhen ſetzet ſich eine ovale Capfel an, die groͤßer als die Blumendecke wird, und ſich oben mit dem uͤbriggebliebenen Griffel in eine Spitze endi⸗ get. Sie hat inwendig nur cine Höhle, in der viele ſehr Eleine laͤngliche Saamenkoͤrner liegen, iedoch zwei beſondere getheilte Waͤnde, mit Deren Spigen fie oben auseinander ſtehet. Am beften kann man fie durd) Einfejr vermeheän. Diefe fchlagen aber erft in zwei Kahren Wurzeln, und müffen nicht vor diefer Zeit ausgehoben werden. In England verträger die Itea einen offenen Stand, und fällt durch ihre häufigen Blumenähren, die bis in den fpäten Herbit zugegen find, wohl in die Augen, So befindet fie fi in England in dem Garten bes Her. zogs von Argyle zu Whitton nahebei Hounslow, Miller will angemerfer haben, daß fie feinen trock⸗ nen fleinigen Boden verträgt. Bei uns hält fie in nicht zu offenen Stande aus, ich kann aber außer der Zierde, die fie Pflanzungen eve theilet, nichts nugbares von ihr anführen, Pe I. Band. Be, XLVr. 322 — XLVI. JUGLANS. The Walnut. Le Noyer. Der Wallnußbaum. Dre Geſchlecht gehöree unter dieienigen Bäume, mwelche zwar männliche und weibliche Blumen auf einen Stamme, allein iede befonders tragen, Die maͤnnlichen Blumen Taffen fid) in langen lockeren Käschen vorfinden, weldes wie ein Eylinder geftalret, und an den Zweigen alezeit unter den unte- ren Blättern zu bemerken iſt. Die Fleinen braunen Schuppen find an dem äußeren Nande der Mitre ihrer Blume beveftiget und zurücfgebogen, und liegen wie Dachziegel aufeinander. Die Blume iſt fechsfach ger theilet, in ihren Blättern grün, aufwärtgftehend, aus; gehöhler und mit feinen furzen Stielen verfehen. Die Anzahl der aͤußerſt Furzen dicken und vierefigen Staub⸗ fäden, fo daß fie mie Mühe bemerfer werden, beläuft ſich auf viele Stuͤcke, gemeiniglic) achtzehn an der Zahl. Ihre Staubbeutel find braun, von der Größe der Schuppe, aufgerichter und zugefpigt. Diefe männlichen Kaͤzchen fallen ab, wenn fie den erforderlichen Befruchtungsftaub geliefert haben. Die weiblihen Blumen hingegen fisen zu zwei bis drei Stuͤck in Fleinen Büfcheln oder Knoſpen beis ſammen. Die Blumendecke ift vierfach eingefhniee ten, aufgerichtee und, kurz. Sie ſchließet den Knopf ein, und fälle endlich ab. - Die Blume hat fechs fpi- _° tzige aufgerichtete Eintheilungen, welche ein wenig grofs fer, als die Blumendecke ausfallen, Der Knopf iſt | unter XLVI. JUGLANS etc, 323 unfer der Blume befindfich, und in Detracht der Blus me groß. Er hat eine ovale Geſtalt, und auf ihn fies hen zwei fehr furze Griffel mie großen zuruͤckgebogenen, oben ſehr dicken und eingeriſſenen Stiamaten. Die Fruͤchte haben eine dicke gruͤne Umhuͤllung, welche friſch ein gruͤnes trocknes bitteres, und trocken ein ſchwarzes Fleiſch hat. Unter derſelben befinder ſich eine große rundliche harte Capſel, welche durch vier holzige Waͤnde, die man Sattel zu nennen pfleget, in fo viel Abtheilungen getheiler wird, und cinen ovalen in vier länglihe Theile getheilten, unregelmäßig vertief— fen und mit einer gelben dünnen und einer weißen noch feineren Haut umzogenen wohlſchmeckenden Gern ein ſchließet. Die Wechſelsweiſe an den Zweigen befindliche Blaͤt⸗ ter find aus mehreren Fleineren Blaͤttern zuſammenge⸗ fegt, und ftchen Paarweife nebeneinander, indem fie fic) mie einem einzelnen Blatte endigen. 1. JUGLANS (regia) foliolis ovalibırs gla- bris fubferratis fubaequalibus 2. Sp. Pl. Mill. 1» Juglans foluis feptenis, ovato-lanceolatis, in- gerrimis Haller. hift. ftirp. Helvet, Nux Juglans five Regia vulgaris C. Baub. Pin, 417. du Ham. 1. . The common Walnut, Noyer- -royai, ou I\uyer ordinaire. Die gemeine große Wallnuß. Die Wel- ſche Nuß. ©, Sramer Tab. 22: Blackwell. Tab. 247» x 2 Ce 324 XLVL JUGLANSer. Es gehöree diefe Art nach der Empfindlichkeit, die fie bei unfern harten Wintern zeiget, in Gegenden zu Haufe, welche wärmer als die unfrigen find, und ob gleich diefe bisher nicht angegeben werden fonnten, weil man fie an allen Orten durd) die Kunft gezogen finder, fo har doc) neuerlich nach dem Naturſyſtem des Ritters von Linne‘ Herr Dr. Lerche fie in Perfien wild ge⸗ funden. | Die Blaͤtter haben mehrentheils fünf Längliche runde hellgrüne glatte Eleinere Blätter, von denen das äußerfte dag größte iſt. Zertieben geben ſie einen bit⸗ tern Geruch. Die Blumen erſcheinen fruͤh im Jahre und bie. weilen ſchon im April, daher befanntermaßen öfters ducch einen fpäten Nachtfroſt die Erwartung der Fruͤch⸗ fe vernichtet wird, Die Früchte werden im Auguft und, September reif. Sie find mie einer einen Zoll, dicken grünen und fih in zwei Theile fpaltenden bittern und färbenden Schale bedecft, die unter derfelben befindliche in zwei Hälften theilbare härtere aber ift auf der Oberfläche mie kleinen Bertiefungen verfehen, welche von den ‚einge wachfenen Sibern der äußeren Bedeckung ihren Urſprung mit haben. Die Rinde iſt Aſchfarbig, glatt bei iungen Baͤu⸗ men, bei alten aber runzlich und öfters aufgeriffen. Das Holz ift bei inngen Stämmen weiß und weich, bei älteren von brauner Farbe, hart und veft, * Die XLVL JUGLANS.ete. 325 Die bekannteſten Abarten von ihr find ‚b) Juglans' früctu maximo C. Bauh. Pin. 417; The: large Walnut. Noix de Jauge. A Pferdenuß. c) Juglans fructu tenero et —*— — C Bauh. Pin, 417. The thin shelled Walnut. Noix Mefange.. Die dünnfchalige Nuß. "' 8) Juglans bifera C. Baub. Pin. 417. Die Ruf, —50— zweimal im Jahre Fruchte träget, und * " e) Juglans fructu ferotino C. Baub. Pin. 417. . The late ripe Walnut. Noyer de la St. Jean. Die ſpaͤte oder Zohannisnuß, weil der Stamm gegen dieſe Zeit erſt ausſchlaͤget. Alle liefern der Erfahrung nach und wie Miller verſichert, durch die Ausſteckung ihrer Fruͤchte niemals mit Gewißheit Staͤmme von eben der Fruchtart wieder, ſondern gehen gemeiniglich zu ihrer Hauptart zuruͤck. Die Hauptart verdienet indeſſen für den mehreſten Abaͤnderungen den Vorzug, denn, ob wohl die ſpaͤte Nuß die Aufmerkſamkeit vieler Liebhaber erhalten hat, fo bleibet es doch wahr *), daß dergleichen. ſpaͤt trei⸗ bende Baͤume allezeit ſchwaͤcher ſind, und mit den an⸗ deren nicht gleich ſtark wachſen. In Abſicht der Fruͤch⸗ te iſt der Kern der groͤßeren und duͤnnſchaligen Nuͤſſe auch gemeiniglich waͤßrig, und wird niemals fe ſch nack⸗ haft ausfallen, als bei dieſer gemeinen großen Wainuf. Man ziehet iunge Nußbaͤume am gewohelichſten durch die Ausſteckung der Fruͤchte an. Zu 2} A *) &. du Asmel von Bäumen und Sträuchen Erife go. Amert. des Ueberſetzers. 3726 XLV . "JUGLANSe - Zu folchen Endzwecke werden nach du Hamels Vorſchrift die Nüffe-im Herbfte in Sand geleget, das mir fie den Winter über darin keimen muͤſſen. Will man ſie alsdenn in dem folgenden Fruͤhiahre ausſtecken, ſo ſchneidet man die Keime, doch nicht zu kurz ab, da⸗ mit ſie keine Herzwurzel treiben, und leget ſie in einen gegrabenen lockeren Boden zu einer kuͤnftigen Baum⸗ ſchule drittehalb Fuß weit aus einander, in welchen ſie freudig in die, Höhe wachſen werden, Der Hauptvortheil bei dergleichen Verfahren beſte⸗ het darin, daß die iungen Nußbaͤume ihre Hauptwur⸗ jeln vervielfältigen und mehr ausbreiten, alfo auch eine defto weiter ausgebreitete Erone fegen und ernähren koͤn⸗ nen, und.da man aus eigenen Erfahrungen bei. den Eis chen weiß, daß das Abfchneiden der Keime ſi ch fuͤglich bewerkſtelligen laͤſſet, ſo kann auch davon um fo Teichter auf die Nüffe gefchloffen werden. Die iungen Bäume Fommen aug der Baumſchule — nach drei bis vier Jahren zur weiteren Verpflanzung. Es muß aber dabei der Millerſche Nach nicht aus der Acht gelaffen werden, nemlich die Erone nicht zu ſtutzen, weil das iunge Holz einen ſchwammigen Kern hat, in welchen die Feuchtigkeiten leicht dringen. Nur der von dieſem Schriftſteller vorgeſchriebene 4 Herbſt iſt zum Verpflanzen bei uns deswegen nicht ans zurathen, da die Kälte neugepflanzten und etwas zaͤrt⸗ lichen Bäumen, worunter der: Nußbaum offenbar. mit gehoͤret, ſchaͤdlicher iſt, als den. ſchon eingewurzeſten Staͤmmen. Man waͤhlet alſo lieber das —— welches die Erfahrung auch als den beſten = angiebt. —— XLVI. JUGLANSet. 337 Die Bäume felbft müffen nie zu enge gepflanzerwers den. Derienige, welcher fie um der Früchte oder des äußerlichen Anfehens wegen, oder auch an Feldern und Gärten ziehen will, muß fie vierzig Fuß auseinander feßen, wer aber daraus gutes Holz, und lange und ge rade Schäfte erwarter, und eine abgefonderte Pflan⸗ jung davon anlegen will, darf fie I über wanzig Fuß von einander entfernen. Sie wachſen fehr gefehwind, find im vierzigften Jahre ausgewachfen und 'bis in das fechziafte vom be ften Alter, nach fechzig Jahren Fangen fie — an ah zunehmen und von innen zu verdorren. Auch der fchlechrefte ſteinige Boden ift für fie * ob gleich ein guter, fuͤrnemlich mit Sande voermiſch⸗ ter, oder doch ſonſt lockerer Grund ſie beſſer in die Hoͤ⸗ he treibet, davon die Bergſtraße, die Unterpfalz, und die Darmſtaͤdter und — — den — 9** geben. Andere Baͤume ſie nicht gerne in iheen Nach. | barſchaft weil ihre ſtarken tiefgehenden Wurzeln durch das weite Ausbreiten die mehreſte Nahrung der Erde in ſich ziehen, und der freſſende FReopfenfall ihrer Blaͤtter a Um gute Arten diefer Nuß zu ealten, Fänge man aniztan, einen gewählten Zweig auf einen jungen Stamm zu oculiren, Die Berfuche **) find zwar mehrentheils mit Zwei⸗ gen des ſpaͤt treibenden Nußbaumes unternommen wor⸗ den, um die Blürhe gegen die fpären Nachefröfte zu 4 fichern, ) S. Berner dfonom Gehriften 1. und 5. Th. 3228 XLVL JUGLANSes fiheren, fieverdienen aber mit den Zweigen der gemeinen großen Wallnuß ebenfals Nachahmung, wenn manden Anbau nicht des Holzes wegen, fondern in- Abſicht auf auserwählte Früchte ee Der Wallnußbaum if megett, feines — Wuch⸗ ſes, der Guͤte des Holzes und Eper De einer der ergiebiaften Bäume, | Zu $uftwäldern und in, Gärten diener er wegen det zu ſtark auslaufenden Wurzeln nicht, bee: haft. aber zu Allen an den Wegen. Das Holz ift dunkel von Farbe, bei alten Stänimen ſchwaͤrzlich, gemeiniglich ſchoͤn geflammet, und für Tiſchler zu Schreibtiſchen / Schränfen und dergleichen vorzüglich gut. Es läßt ſich poliren und ift in anfehn? lichen Preiße. Der Hausvater im zten Theile wars net ieden, Holz von erfrornen Stämmen zunehmen, voeil diefes gar zu leicht von Würmern angegriffen wird, Insbeſondere dienen die Wurzeln wegen der wielen moferigen Stellen‘ zum’ Fourniren und Auslegen. Die grüne Schale nimmt man zum braun farben bei Megen, Wolle und Holze, Die Nüffe werden entweder frifch gegeflen, oder ums zeitig mit, Zugfer, eingemacht, „oder zu der Magenſtaͤr⸗ - Eenden Ratafia, dem ſogenannten — 0 nommen. 3. Sie geben außer dieſen noch ein fhönes Sl, pr ches die Mahler zu ihren Arbeiten vorzüglich erwaͤhlen, und das durch die Kaͤlte niemals dick wird. J Damit ein Pferd im Sommer den Tag uͤber gegen techfliegen und Muͤcken geſichert ſey, will man die ni a J F = N \ XLVE JUGLANSer. 339 faßtung von frifchen Nußblaͤttern Haben, wenn es da- mit'geritben wird. Zum wenigſten kommt du Hamel in diefer Angabe überein, wenn er anführer, daß ein Pferd, wenn es mit DBlätterlauge gewafihen würde, —* Tag uͤber von dieſen Thieren befreiet bleiben foll. Es fol auch dieſe Lauge gegen Erdfloͤhe, Ameifen —9* ug Inſecten dienen. in u wi \JUGLANS (nigra) erige Baer lan- ceolatis: exterioribusımineribus, gem- 005 mis fuperaxillaribus zZ. Syſt. Nat; Mill. 2. ""Nux juglans Virginiana — du Ham. | arb. 13: '- The black Virginiana Walnut. ‘The round black Walnut Bartr. Cat, Noyer d’Amerique & fruit noir et rond, « * runde ſchwarze Norb — | ©, Catesby Tab, 67 Man trift ſie in ganz — am häufigen ober in Virginien und Maryland an. ) Ihre Blätter enchalten eilf bie dreizehn Fr Bär, und nad) dem Ritter von Linne ſteigt dieſe Anʒahl oft zu fünfzehn Stuͤck. So lange fie nechiung ‚find ‚find fie etwas wollig. Ihre Geſtalt ift fänglich, ſchmaͤler und ſpitziger als bei der gemeinen Art, doch nie ſo glatt, als bei dieſer. Am Rande find ſie ge—⸗ zahnt, und in den aͤußeren Blaͤttern kleiner als den unteren. De; > Zer⸗ 330 XLVI. JUGLANS etc. Zerrieben geben fie einen ſtarken Geruch von. fich, und fie haben das Befondere, daß die Seitenfnofpen über. den — in einer kleinen a, ſtehen. 4 . Da die bieſt igen Baãume noch * Ä nd, fo habenfe | bis izt noch nicht gebluühet, und eben Dipl sit von den folgenden Arten. - Die Früchte find Rärfer Be Kr bei Beer gemeinen großen Ruß, ihre Oberfläche hingegen iſttie⸗ fer gefurchet, und die: dicke Schale ſchwarz und rauch, fo daß fie den aͤußerlichen Anfehen nach einer Trüffel gleicher. , Diefe harte -Schale ift ſo dick, daß, man fie mit einen Hammer zerfchlagen muß. Der Kern ift flein, und ob gleich im Anfange fehr ölig und, beinahe ranzig, doch nachher füß und wohlſchmeckend. Das Holz iſt von fhwärzlicher Zarbe,, und die äußere Rinde iſt braͤunlich und mit Riſſen verſehen. Nach Catesby und Kalm *) finder. er ſich in Amerifa bei dem Urfprunge der Flüffe in, ſchwarzen und fetten Boden, und wächfer zu einer anfehnlichen Höhe auf, Er bluͤhet dorten im Mai und fpäter) als der ge⸗ meine Europäifche, wie denn auch das Laub ſpaͤter erfcheinet. Die Nuͤſſe erhalten el im Sepfember igre Reife, | Unter ihm Foinmf nichts von Baͤumen und Pflamen auf, ia in Amerika will man dieſes ſo gar auf ſeine Nachbarſchaft ausdehnen. Bei ſtarken Stämmen ſucht deheg Kalm dieſen übeln Erfolg von ‚der: re er ") ©. Schwed. Abbandl. vom Jahre 1767. Seite s7. der Deut chen } ueber ſetz ung. XLVI. JIVUGUANS étc. 331 der Wurzeln herzuleiten, die den "übrigen Bäumen die Nahrungsſafte entziehen. In Abſicht der Anzucht iſt das zu beobachten, was bei der vorigen Art angefuͤhret worden iſt, und die Fortpflanzung durch die Fruͤchte bleibet des Holzes wegen iederzeit noch die vorzuͤglichſte Methode. Er iſt viel haͤrter, als der gemeine. Miller be» zeuget dieſes ebenfals ,, und hat in. England von ei⸗ nen vierzchniährigen Baume gute reife Fruͤchte erhalten, Auch bei uns waͤchſet cr friſch fort, und habe ich zu Schwoͤbber zwanzigiahrige Baͤume zu funfzig Fuß Hoͤhe und unten zu einen Fuß Dicke im Ducchfchnitte angerroffen, welche Früchte trugen. Kalm har ihn von vier und vierzig Jahren neun Klafter hoch, undei; ne Ele von der Erde vierthalb Ellen dick geſehen. Er widerjteher auch der Kälte unter unferm Hin melsftriches Bei alten Stämmen iſt das Hol; Brick voͤllig ſchwarz, und ſchoͤn geflammet. Es laͤft ſich gut poli⸗ ren, und ie aͤlter die daraus verfertigten —5 wer⸗ den, deſto ſchoͤner werden fie. Wegen des ſchoͤnen Holzes und der Härte gegen de Kälte würden wir wohl thun, die fchwarzen Wallnuß⸗ baͤume zum Nutzholze anzuziehen, denn die Früchte allein werden niemanden vermögen, es zu thun. Aus den Kernen der lezteren wiſſen iedoch die In⸗ Dianer duch, das Zermalmen und Vermengen mie Waf- fer eine füße wohlſchmeckende Milch, zu. bereiten. ne ‚geben ‚gleichfals ein gutes Dil. gie 332 XLVLJUGLANS er Mit der Ninde . men Wolle Bauafe braun. 3. JUGLANS’ (ioblonga‘) foliolis cordato- e lanceolatis inferne nervoſis, pediculis fo- sau © liorum pubescentibus Mi 3... mn, Juglans (cinerea) foliolis undenis lanceolatis, balı altera’brevioreiz. Sp Pl ı 1) Nux’Juglaris Virginiana'nigra fructu oblon⸗ go profundifiime ſculpto au Ham, arb, i4. The long black Virginia Walnut. "Die lange ſchwarze —v—— Wallnuß. Bei dieſer Are iſt nach Miller bei Rn Bäumen ein iedes Blatt aus funfjchn bis fiebenzehn kleineren Blättern zuſammengeſezt, die vom Ritter von Line’ nur zu eilf Stuͤck angenommen werden. Sie find Herzfoͤrmig zugeſpizt, unten, wo fie am Stie- le beveſtiget ſind, breie und cund,. und unter ihnen iſt beſonders das aͤußere einzelne Blatt am rundeſten. Die untere Flaͤche derſelben iſt mit Adern verſehen. Ihre Farbe iſt dunkeler und ſie ſind rauher, als bei der vo⸗ eigen Art, haben auch — keinen ſo Han DR würjhaften Geruch. . Die Bfärterftiele find a I Il, Die Frucht ift groß, laͤnglich, und in das Bien. förmige falend, mit einer dicken, ſcharfen, krauſen, | beſonders tief ausgegrabenen harten Schale, welche ei⸗ nem krauſen Hirſchhorn gleichet. Aeußerlich uͤbertrift ING | ſie XLVI. JUGLANS etc. 533 fie in der Größe unfere gemeine Wallnuß, der Kern hingegen ift defto Eleiner, und läßt fich wegen des fehr holzigen harten Sattels nicht leicht heraus DENN ob gleich der Geſchmack füß und angenchm ift. Die Stämme vertragen unfere Kälte mit den vori- gen gleich gut, nur feheinee mir ihe Wuchs in der Dicke nicht fo ſtark zu feyn, wie ich diefes zu Schwöbber bei großen Bäumen beider Arten von gleichen Alter bemer ket habe. Da fie in der Anzucht und den übrigen Eigenſchaf⸗ | ten mit den vorigen überein kommen, fo will ich dieſe nicht wiederhohlen, indem ich meinegefer nur dahin ver» weifen Fann. 4: JUGLANS (alba) foliolis feptenıs lance- olatis ferratis; imperi ſeſſili 2. Sp. Pl. Mi1.4. The white Virginia Walnut, ‘or Hickery- Nut - Nöyer blanc d’Amerique. Die weiße Nordamerikaniſche oder Hicke⸗ ry⸗Wallnuß. S. Catesby Tab. 38. - Die Blätter unterſcheiden fih von der gemeinen darin, daß zwar bei dem Auffeimen bie erſten Blätter länglich rund und einzeln hervorfommen, die folgenden aber fehön gefiederr, lang und fchmal, auch ftärfer ge zahnt ausfallen, Gemeiniglich beftehet ein iedes Blatt aus ficben oder neun Eleineren länglichen gezahnten Blaͤt⸗ fern, von denen das dußerfte ohne Stich iſt. Sie ha⸗ ben ‚eine fehr helle grüne Farbe, | Ä * Die 334 XLVLJUGLANS er. Die Früchte find Flein, ohngefähr wie die größe fie Mufcatennuß groß, und weichen in der äußeren Ge ftalt von den vorher befchriebenen Nüffen ab. hre äußere Bekleidung ift, wenn fie friſch find, eine grüne diefe Haut, die aber trocfen ſchwarz wird, und fich von felbft in vier Theile theilee. Die darunter liegende har- te Schale ift auf der äußeren Fläche glatt, von Geſtalt unordentlich rund, an beiden Enden zugefpizt, und der $änge nach mehrentheilg mit vier fcharfen Kanten verfe- hen, Sie ift fehr dick, und der fonft füße Kern nimmt ) ‚einen Fleinen Raum ein, liege auch fo rief, daß er nies mals unbefchädiger und ganz erhalten werden fann, Auch theiler fich diefe Fruche nicht von felbft in zwei Thei⸗ le, fondern man kann fie nur mit Gewalt nad) allen Seis ten öfnen, Die Anzucht ift mit den vorigen gleich. Die Früchte fiegen iedoch wegen der harten Befleidung längere Zeit in. der Erde, che fie auffeimen. In den erften $ahren müffen die iungen Bäume ger gen die zu ſtrenge Witterung in Acht genommenmwerden, bis fie erft flärfer und dauerhafter find. Diefe Vors ſicht rich Miller als ein wefentfiches Stuͤck an, ohne deren Beobachtung eine ganze Sammlung auf einmal verlohren gehen Fann , und Kalım *) giebt ung die Nachricht, daß fie jung in Amerifa noch oft durch den Froſt beſchaͤdiget werden, | Sie erhalten eine anſehnliche Hoͤhe. | Das Holz ift weiß, bei älteren fchwarzbraun, und in inngen Zweigen zähe und biegfam. Man flechrer das her _ *) S. Reifen 3Ch. Seife 51. 127. | XLVL JUGLANS ec. 335 het aus ihnen in Amerifa Zäune, die aber leicht faulen, weil das Holz unter freien Himmel nicht dauert. Sonſt ift es zw vielen Arbeiten anzuwenden, und wegen der ftarfen Hige zur Feurung gut. | Man Fanıı durch die Rinde den wollenen und [eine nen Zeugen eine gelbe Farbe geben ** ). Der Saft des Baumes liefert auch einen ſehr füfe fen Zucker, iedoch fo wenig, daß die Mühe ar bes en wird, ***) 5: JUGLANS (glabra) foliolis cuneiformi- © bus ferratis ‚exterioribus maioribus MiZ. 5. Nux juglans Virginiana alba minor fructu nucismofchatae fimili: corrice glabro, fummo faftigio velut in aculeum producto Pluch. 254. du Ham. arb. 12. The white Virginia Walnut with a fmaller fruit and a ſmooth Bark. The Pignut Barcr. Cat. Pacane ou Noyer de la Louifiane. | “ Die weiße Nordamerikaniſche runde glat— te SEID: Sie weiht in den Blättern von der vorigen da» rin ab, daß diefe nur aus fünf Fleineren Blaͤttern be fichen, welche gegen ihre Stiele ſpitz zu laufen, am Enderaber mehr rund find. f Die *) S: Ralms Reiſen 2. Th. Seite 346. 564. und 3. Th. Geite 23. ) 5. Abhandlungen der Schwediſchen Akademie zu Stock⸗ holm 13. Band Seite 152. | 336 KXLVELJUNIPERUS ete. Die Früchte find gleich groß, an Statt aber, daß iene feharfe Knoten oder Ecken haben, find dieſe auf der Oberfläche völlig glatt, Die äußere Schale befteher aus einem Stuͤcke. Die Diefe der darauf folgenden haͤrte⸗ ven iſt den angeftellten Unterfuchungen nach nicht foftarf als bei der vorigen, folglich zeiget ſich bei ihnen „Der Kern größer und vollftändiger, In ihrem Wuchfe fol fie nicht fo hoch als. der Hi fery-Nußbaum, hingegen die ſtrenge Kaͤlte weniger empfindlich ſeyn. | Die in hiefigen Pflanzungen befindliche Bäume, find noch fo iung, daß ich mic) nicht getraue, nach ihnen die Gefchwindigfeit des Wuchfes, und die Farbe der Rinde und des Holzes anzugeben, XLVI. JUNIPERU 8 The Juniper. Le Genevrier. Der Wacholder. chon die allgemeine Kenntniß, daß es einen weib» lichen und männlichen Wachhelder giebt, bewei⸗ fer, daß er diefe Blumen auf verfchiedenen S taͤmmen tragen muͤſſe. Sie erſcheinen ſehr früh im Jahre, und zwar die männlichen Blumen beinahe ohne Stiele in ſehr Eleinen Kegelförmigen aufgerichteten Kaͤzchen, an wel chen allezeie drei Blumen gegen einander über an. dem Stiele fichen. Die Anzahl beläuft ſich in einen folchen Käzchen auf zehn Stuͤck, und eine einzelne endiget dafr ſelbe. Die Schuppen find dreieckig, breit, ſehr Eurz, auflie⸗ XLVIN. JUNIPERUS etc, 337 aufliegend , und mit einem Stiele an die Saͤule des K daͤzchens beveſtiget. Eine Blume iſt nicht pörganden, und man finder alfo nach Herrn von Haller") nurunter ieder Schup» pe vier bis fünf, felten drei Dfriemenförmige unten mie einander verwachfene Staubfäden, überdem aber noch ofe zwei. bis drei andere, die mehr verborgen lies gen, fo daß alfo ihre Anzahl auf achte feige, Die selblihen Staub beutel ſind deutlich unter der obers fien Schuppe zu fehen. Die weiblichen Blumen haben eine —— ge⸗ theilte kleine Blumendecke, die an dem Knopfe veſt gewachſen iſt und nicht abfaͤllt. Die Blume beſtehet aus drei, ebenfals nicht abfallenden, ſteifen, zugeſpiz⸗ ten Blaͤttern, der Knopf iſt unter derſelben, und auf ihn ſitzen die kleinen Griffel mir ihren Stigmaten. Die Beere iſt fleiſchig, im Geſchmacke Gewuͤrz⸗ haft, rundlich, unten mit drei gegen einander über bes findlichen Erhabenheiren verfehen , welche aus’ der ans gewachſenen Blumendeefe ihren Urfprung haben, eben fo wie die angewacfene Blume an: den Spiten drei Hervorragungen bilder. Eine iede fihließer drei läng» lihe Saamenförner ein, die auf einer Seite rund erhoben, und auf der anderen platt gedrückt find. - Die Blätter find ſchmal, platt, zugeſpizt und bei den mehreften ftechend. Sie flehen en den Zweigen ziemlich nahe aneinander, theils Paarweiſe, theils drei und drei, theils vier und vier Stück gegen einander aber, und ck im inter nicht ab. | Dies *) ©. Hift, Stirp, Helvet. Tom. 11. pag, 319. I. Band. y 338 XLVIL-JUNIPERUS etc, Dieienigen, die bei unferer Kälte in Niederfachfen. nichts leiden, (denn Juniperus phoenicea, Barba- . den.is und Bermudiana L. feinen fie nach der Er: fehrung nicht zu ertragen, ) find in den hicfigen Pflan⸗ zungen folgende: 1. JUNIPERUS en foliis ternis Ä patentibus mucronatis, bacca longioribus L. Sp. Pl. £. Juniperus vulgaris arbor C. - Bauh. Pın. 488. et du Ham. arb. 2. Juniperus foliis convexo -concavis ariftatis, baccis alaribus feflilibus 424. hiſt. Juniperus (Suecia) foliis ternis patentibus acutioribus, ramis »erectioribus, — longioribus Mil. 2. The Tree Juniper. | Genavrier ordinaire, qui forme un arbre, Der gemeine oder Shwedifhe Wahhok derſtrauch. Der Wedholder.- Der Ned ‚holder. Der Kramerbaum, Der Kranwers baum, Der Eronwirbaum. Der Kaddigbaum. Der Feuerbaum. Der Jachandelbaum. Die Feldcypreſſe. Die Kranzeriz⸗ ‚oder Duͤxenſtaude. S. von Oelhafen Abbildungen Tab. 22. Blackwell Tab. 187. Cramer Tab. 44, und von Gleichen Abbild. Tab. 23. Der Wachholderbaum wird nad) der Angabe der SHrifcitellee in unferm Deutſchlande in Thüringen, ' dem fünchurgifchen, in Ober⸗ und Niederheffen, und on anderen Drren, in Dänriemarf, Schweden, Nor wegen und der Schweiz wild angetroffen, Es XLVvin. JUNIPERUS et. 339 | Es frägr fih, ob der niedrige MWachholder-( Juni- perus vulgaris fruticofa C. Bauh, Pin. 488.) wel- cher in England, Lappland, der Schweiz und mehreren Gegenden wächfet, eine Abänderung diefes Baumarti— gen Wachholders, oder diefer einer. von den niedrigen ſei, da man weiß, wie fehr ein gufer oder magerer fehlechrer Boden den Wuchs der Pflanzen bewuͤrket? Ein mehr als einmal wiederhoftes Yusfien der Beeren beider Arten oder Abarten, wie man fie nennen will, in . einen gleich guten Boden, muß hierin die befte Gewiße heit liefern, und diefes ift ſchon gleichfals von andern’ angevarben, **) Den in Lappland an Sumpfreichen wi wachſenden Wachholder beſchreibet der Ritter on Linne als einen Strauch, welcher feinen Haupt Mr ſchießet, fondern fich allegeit in dünnen biegfa» men und beinahe am Boden wegfriechenden. Zweigen, ausbreitet.**) In Lappland wäre er. alfo am nie« dr.aften, in England und der Schweiz bald niedrig, bald hoch, und in Schweden und Deutſchland allezeit hoch. Diefe Muthmaßung wird durch den großen Kraͤuterken. ner mit der Bemerkung beflätiger, daß der Wachhol- derbaum auf den Hügeln und Bergen aufgerichter und gerade, in den Suͤmpfen aber ausgebreitet und liegend wachſe. 9 Die Blaͤtter ſind ſchmal, doch platt gedruͤckt, zu⸗ geſpizt, ſteif, auf der oberen Flaͤche hellgruͤn und ge— woͤlbt, indem ihr Rand nach der Erde hin umgebogen iſt, auf der unteren aber fallen ſie mehr blaͤulich gruͤn —— und ”) S. Allgemeine Haus⸗ und —— ıfter Band Seite 670, ***) ©, Fl. Lappon. pag. 300. ) S. von Linne Keifen 1. Ih, Seite 46. 340 XLVIL JUNIPERUS etc, und ausgehöhler aus. Sie ſtehen zu drei Stuͤck gegen einander, rund an den Zweigen ausgebreitet, und die iungen Zweige find. ebenfals an den alten Zweigen, aus denen fie hervorfproffen, gegen einander über befindlich, Befanntermaßen find fie immergrünend und IE ab» fallend, | Die Beeren erhalten im Herbfte eine — 5 Farbe und ihre Reife. Da fie zu dieſer Vollkommen⸗ heit zwei Jahre erfodern, fo bemerfee man im Herbfte auf einen Stamme fo wohl iährige noch grüne ‚, als zwei⸗ iaͤhrige ſchwarzblaue Beeren. Die Rinde iſt en ‚ und bat hin und wieder viele Niffe, Das Holz ift gelbroͤthlich, von feinen dichten Adern, und fehr zähe. Es wird von den Würmern nicht leicht angegriffen, da es noch vor den Blaͤttern und Beeren einen weit durchdringenden Geruch hat. Der Wachholderſtrauch wird am beſten aus den Beeren fortgepflanzet, deren Körner bald aufkeimen, und nur im Anfange einige Aufmerkſamkeit noͤthig haben. Die leichteſte Methode iſt folgende: **) Es wird der Boden durch ein zweimaliges gutes Pfluͤgen gehoͤrig aufgelockert, und in dieſen alſo zubereiteten Erdreiche geſchiehet im Maͤrzmonate, noch beſſer aber im Herbſte, die Ausſaͤung. Dazu waͤhlet man beſonders große gute Beeren, ſtreuet ſie wegen des beſſeren Aufwuchſes der Pflanzen nicht zu dick aus, und bringet ſie durch eine Eage unter die Erde, Geſchiehet die Befäung im Herbfte, fo pflegen die mehres u") S Allgemeine Pag sr und Landwirthſchaft 1, Band Seite 671. xvVii. JUNIPERUS etc. 341 mehreſten Körner i in bem folgenden Jahre aufzufeimen, wird fie aber im Fruͤhiahre unternommen, fo liegen fie gemeiniglich bis zum folgenden Srühiahre in. der Erde, und während folcher Zeit muß alfo der, Boden vom Un. Fraure rein gehalten werden. RL. dem zweiten bis zum . vierten Fruͤhiahre nach dem Auflaufen iſt es noͤthig, daß man die iungen noch au Dicht. ſtehenden Pflanzen verdünner, ‚nur darf dieſes nicht auf einmal, fondern bis zu dem angegebenen vier⸗ ten a allmählig gefchehen, ſo daß fie am Ende ohn⸗ gefä sr vier Fuß von einander entfernet ftehen. In ei⸗ ner weiteren Entfernung werden fi fie ſchwerlich in die Hör, he gehen und gerade Staͤmme geben, Hierauf kann, man fie der Natur überfaffen , welche feht Bald ein Bad holderhölggen daraus bauen wird, Das Verdinnen gilt iedoch nur allein von einem Anhau folcher Arc, e Wil man aber den Plas als eine Baumfehule zus. gleicy mit anfehen, fo ift wohl zu bemerken, daß das Ausheben der iungen Pflanzen im zweiten Fruͤhiahre noch zu früh fei, und daher erft im dritten unternommen wer⸗ den muß, Die Erfahrung beftäriger dieſes durch die, öfters angeftellten Verſuche. Der natürliche Boden für die Wachholder iſt eine. Leichte, lockere und ſandige Erde, und fie wachfen darin fort, wenn fie gleich fonft wenig fruchtbar if. Eben fo wachfen fie auch auf fehr offenen und dem Winde augs gefezten Plaͤtzen, am beften aber da, wo der Boden uns ee der erften großen Erdlage eine fleinartige Schichte at. Die Höhe deſſelben ſteiget bis an dreißig und vier⸗ | 937 | zig 242 ° XLVIL JUNIPERUS etc... zig Fuß, —* wenn gleich Miller nur wolf bis drei · zehn Fuß annimmt. Daß ſie uͤber zwanzig Fuß hoch werden koͤnnen, beweiſen die hieſigen in den Forſten eins zeln ausgeſaͤet ſtehende Baͤume, die zu Dersheim, einen dem Herrn von Guſtedt im Fuͤrſtenthum Halberſtadt zugehörigen Ritterſitze, befindliche ſtarke Anzahl, und die bei Franffure am Main und im Heſſen ⸗Darmſtaͤdt⸗ fhen vorhandene Wachholderholzungen. Gott ſched HF) erwähner auch eines alten fehr hohen Baumes. Wegen der Vortheile, dien man aus dem Anbaue der Wachholder in den magerſten Gegenden erhalten, Fann, folten wir bedacht ſeyn, ihre Anzucht auf großen, ohnedem öden und allein Heidereichen Plaͤtzen zu untere nehmen. Das Hol;, wenn es fonft Kal ark. wird, iſt vom betraͤchtlichen Werthe, und zum Drechſeln, Schnitzen und zu vielen anderen feinen und zarten Ar⸗ beiten vortreflich. WVerbrennet man es im Camine, ſo giebt es einen viel angenehmeren Geruch als die Beeren, welche für. den gemeinen Mann ein gufes und wohlfeiles Raucher⸗ werk abgeben. rd Die Beeren werden von Bügeln und Menfihen ge⸗ ſucht und gegeſſen. Unter .ienen nahren ſich beſonders die Amfeln (‚Turdus L.) und der Seidenſchwam Am⸗ pelis Garrulus Z.) von ihnen, und erftere erhalten das Her in Nicderfachfen den allgemeinen Namen der Krams metsvoͤgel. Faͤnget man ſie zum Maͤſten lebendig ein, Wi, wu) ‚S: Haller. hif. flirp. Helvet; Tom. 12. pag. 320. eG, FL, Pruflica pag. 132. XLVII. JUNIPERUS etc. 343 wie von vornehmen Perſonen zu gefchehen pfleger, fo werden fie mit Gerftenfchroor gefuttert, und man giebt ihnen durch eine räglic) gequerfchere Menge Wachholder» beeren, »die unter das Futter gemiſcht werden, einzig and alleimıeinen wildern und angenehmern Geſchmack. Die ohne heftige Bewegung fi) Außernde Magen ſtaͤrkende und Urintreibende Kraft diefer Beeren ift ber Fannt, und fie werden: deswegen als Thee oder in Des eocten bei der Waſſerſucht und zu Abführung des Seins gebraucht, ‚Das abgefochte Waller der. Zweige giebt man den Kuͤhen, um die Milch zu vermehren, | Kalm — lehret uns die Zubereitung eines nicht unangenehm ſchmeckenden Saftes aus den Beeren, der den Urin ſtark treibet. Man verfertiget aus ihnen auch Bafır, Vranntes wein, und ein Del. | Die armen Einwohner von Frantreich welche die⸗ ſe Beeren haͤufig ſammlen koͤnnen, ſchuͤtten nach du Hamel in gehoͤriger Menge Waſſer darauf, und ers halten ein Getraͤnk, das nicht unangenehm ſchmecken ſoll, wenn man ſich mit ihnen eben ſo wie der Schwe⸗ diſche Bauer nach Herrn von Linne Reiſen durch Oe⸗ land und Gothland Seite 344. daran gewoͤhnet hat, Das Harz, das ſich bei geſunden Staͤmmen zwi⸗ ſchen der Rinde und dem Holze befindet, wird zu uns aus Italien, Spanien und Afrika unter den Mamen des Sandarac gebracht, und dienet zur Verfertigung weißer Fuͤrniſſe, auch bisweilen wohl in der Arznei, da v4 man **4 0) S. deſſen Reifen 1 Th. Seite 25. 344 XLVII. JUNIPERUS etc, man ihn mit dem Vagt— den ar * ziemlich PR hält. | | t 9% 79 2. JUNIPERUS M te Foliis ternis patentibus mucronatis, bacca breyioribus “ ash mise Seien See. 1 Juniperus maior bacca —— c Bauh, a Pin. 489: dn Ham abs Le Cade, ou grand Genevrier A fruit rouge- ätre. — — Oxycedrus Ber große Wacholder mit bräunlichen Beeren, ©. Weinmann Tab. 346. Fig. —* Er waͤchſet in Spanien und den an dem Mittellaͤn⸗ diſchen Meere befindlichen · Provinzen von Frankreich. Man muß ſich alſo durch die von einigen Gaͤrtnern ihm beigelegte — — der Eianentaae eher nicht irren laſſen. 44 Die Millerſche unter dem —— ränbfäjehe Beſchreibung kann ich mit der des Ritters von Linne nicht, vereinigen da ſie die Blaͤtter als ſtumpf und in · einandergeſchoben angiebt, und daſelbſt Feine Urſache angefuͤhret worden, weswegen dieſer Schriftſteller hier⸗ in von dem Ritter abweichetr, dem er doch ſonſt beſtaͤn⸗ dig folget. Der ſynonymiſche Name Bauhm⸗ wird ins an erwähnt. nur Au mn la ar ‚Auf den hiefigen Stamm,‘ der aus England geb * worden iſt paßt alein die Kinne’fche Beſchreibung. Die Blätter ge unſe ern File Re we XbVIL X JUNIPERUS etc. 345 ‚ weil ſie allezeit drei und drei neben einander figen; fie unterfeheiden fich von ihnen aber, indem fie ein wenig breiter und länger find, und auf der oberen Fläche eine Seladonfärbige ausgehöhlte Rinne haben, die von den heraufgebogenen Raͤndern der unteren gewölbten Brände? glänzenden. Fläche auf beiden Seiten — wird. Die aͤußere Rinde iſt braunroth. Er Die Beeren, welhe nach dem Ritter von Lin? ne ee), die Größe einer Hafelnuß erreichen, erhalten beicihrer Reife eine braune Farbe, Im Ge ſchmacke follen fie nicht fo Hark wie AN Omen Wachholderbeeren ſeyn. NETT ON * | Der hiefelbft befindliche maͤnnliche Stamm gleichet in feinen Bluͤthen der gemeinen Art. Er ſoll eine merkliche Hoͤhe erhalten, zu der er ie⸗ doch nur gelangen wirde wenn man ihn aus dem Saa⸗ men erziehet. Die Ausſtreuung deſſelben bleibet daher bei ihm die beſte Art der Vermehrung, ob ſie gleich auch durch Ein⸗ ſcatung der Zweige geſchehen —— Auf die leztere Weiſe ſcheinet der his her aherſchickte gezogen zu ſeyn, der ſchon im Jahre 1767. bei einer Hoͤhe v⸗ von ohngefaͤhr vier Fuß bluͤhete. ui : Bun die Kälte it er äußerft hart, und leidet Bei dem arteſten Froſte meiner Erfahrung nach nichts. Er verlanget eher einen guten als ſchlechten Boden. Wahrſcheinlicher Weiſe ein N. der bei er €. Sp. PR. pae 1478. er — 9 ©. Bomare Dictionnaire d’hil, nat. Tonm 51 a 28 f 346 XLVILJUNIPERUS etc, dem vorigen erwaͤhnet ift, auch vonihm, und wegender mehreren Größe und Höhe vielleicht noch in —— gern Verſtande gelten. | In Languedock ift das Del’ der Beeren unter —* Benennung L'huile de Cade bekannt, und wird von den. Viehaͤrzten zu vielen aͤußerlichen Schäden, beſon⸗ ders aber bei den age der Ber ne ein —— — er 44 — JU NI PE R US ( array! — ternie omnibus patentibus Mil, 3 | Juniperus Virginiana folio ubique Perg du Ham: ar b. 8 _ The red Cedar, —* of Virginia DEZ ; "Le Cedreiröuge. ’ Die rothe a Side und x oe J 4 4 ” 4] UNIPERUS ( —— ot ternis bafi adnatis, junioribus imbricatis, fen Sribus patulis Mil, 4 „BIpergr Wirgi J nase, . „ Juniperus, Virginiana foliis Yhleflorıbus junie“ 'perinis, füperioribus $abinam vel Copref-, ſum referentibus du Ham R arb, 6 | re ee IM 1.2 Die Caroliniſche rothe Ceder · find Beide von Miller zuerſ angegebene und. den. Blät- tern go von einander abweichende Arten, ohnerachtet 84 der XLVIL. JUNIPERUSjete 347 der Nitter . von. Linne‘ fie mit einander verbunden zu haben fcheiner, Diefer Unterfchied dauret in den hicfigen Pflanzun⸗ gen bei eilfiährigen Stämmen bis izt noch fort und ic) ha- be alfo beide als befondere Artenannchmen müffen. Wes⸗ wegen iedoch diefe beilieberfendung der Beeren vermiſcht find? Davon glaube — die Urſache darin zu fin⸗ den, daß man den reifen Saamen in Amerika von dem gemeinen Manne einſammlen —* — unterſcheiden nicht im Stande iſt. Bei der erſten angeführten Virginiſchen rothen Ceder ſtehen alle Blätter zu drei Stuͤck neben einan- der und gleichen der Gcftalt nach den Blättern unferg ge- meinen Wachholders; bei der Sarolinifchen rothen Eeder hingegen find zwar die Blaͤtter der unsern Zweiz ge unfern Wachholverblättern ähnlich, bei den höher figenden werden fieaber Fleiner, ffumpfer und wie an der Italiaͤniſchen Cypreſſe ineinander gefchoben, In Abſicht der Bluͤthen finde ich bei beiden Fein beſonderes Unzerfcheidungszeichen, und, fie kommen zu, gleicher Zeit im Mai, und fchon artaslöbriarn Gin men hervor, Die mannlichen find an kleinen Kaͤzchen bebefliget, melche die Größe der von demgemeinen Wacholder und. _ eine gelbbraune Farbe haben. Die ER Dlus men haben vöchliche Blaͤtter. Die Beeren sehen in dem —J—. Jahre —* Wachsthums von der Farbe der hieſiglaͤndiſchen ab. Sie find blauroͤthlich, und mie einem weißen Schmutze uͤber⸗ zogen. Bei threr Reife im andern Jahre haben fie ie⸗ doch 348 XLVIL JUNIPERUS etc, doch mit ihnen gleiche Größe, die Farbe fällt aber meht Purpurfarbig aus, Go wie Miller verſichert /wetden fie in Europa ſelten reif. Die Finde der Zweige iſt bei beiden rorh. Das Holz ift durch und durch von roͤthlicher Pr zwar leicht, iedoch ziemlich bel). und von angenehmen Geruche. | Sie fieben eben daffelbe Erdreich, / — * gen meine Wacholder lieber, und wachſen in: Amerika be⸗ fonders gerne auf den Anhöhen neben den Fluͤſſen in duͤr⸗ ren und mageren Boden. Dorten werden ſie zu hohen Bäumen, und Kalm J hat fie in Peuierfen,i in. der Höhe und, Dicke der hoͤchſten Tannen, auf duͤrren mageren Heiden, und gegen Canada zu, am haͤufigſten angetroffen, ef Me, in, den Klüften der Berge ſtanden. | Unfern, Himmelsſtrich vertragen ſie ſehr uf, ohne von Kälte zu leiden; auch iunge Pflanzen ſtehen im frei⸗ en Sande ohne Bedeckung. Nurwerden die Blaͤtter bei eintretender Kaͤlte Pırpurfarbig, beinahe violet, und erhalten erſt gegen das Fruͤhiahr ihre grüne Farbe *— Bei dem Aus ſaen der Saamen muß man ebenfals Ati! daß nicht "alle gleich im erfien, fondern die mehreſten im zweiten Jahre aufgehen, Man Fann fie ohne weitere — auf Rabatten in lockere Erde m Kim. Wegen des ee iſt bei * —— aheen mas bei allen REN gr“ nemlich, ner daß auf & deſſen Seifert 3 Th. Seite 151. XLVII. JUNIPERUS etc: 349 daß ſie iung verſetzet werden muͤſſen, daß ihre Wurzeln ſo wenig als moͤglich beſchaͤdiget werden, und daß ihr Stand dicht ſei, weil ſie von Natur geociat ſind, bu⸗ ſchigt aufzuwachſen. Sie wachſen ſonſt geſchwind und feiſh, und als zehniaͤhrige Baͤume hieſelbſt in weiten Stande zehn Fuß Hoͤhe und unten drei Zoll Dicke erhalten. Es waͤre nach dem Diugen, welchen die Einwohner der Mordamerifanifchen Provinzen aus ihnen ziehen, zit wünfchen, daß man ihren Anbau bei uns allgemeiner machte. Das Holz wird von allen übereinftimmend für das dauerhaftefte gehalten, delhef der Faͤulniß am ſtaͤrk— ſten widerſtehet. N | Man verbraucht es daher zu allen Arten des Pfahl⸗ werkes, weil ſolche dreißig und noch mehrere Jahre Dien⸗ fe leiften, Die beften Canoen oder Amerifanifihen Boote aug einen einzigen Stamme gehauen, werden aus dieſen Bäumen verfertiget, und widerftehen nicht allein der Fäulniß und fönnen auf zwanzig Jahr genuger werden, fondern ſchwimmen auch fehr Leiche auf dem Waſſer und find niche ſchwer zu regieren. - Die Wände der Zimmer überzichet man auch mit dem Hole So lange daſſelbe friſch ift, giebt eine folche Berräfelung einen angenehmen und gefunden Geruch, und ift wegen der rorhen Farbe von guten Anſehen. Dur ift zu bedauren, daß fich diefe Farbe mic der Zeit verlies vet und beftändig fehrwächer wird, man fol iedoch auch diefen Fehler durch den Ueberzug eines duͤnnen Fuͤrniſſes ver⸗ 356 XLVII. JUNIPERUS ek. derbeffern und die natürliche Sarbe . erhalten koͤnnen. | Das Holz verträger wegen feiner weichen Subſtanz inemals eine Oeltraͤnke, ſondern wird mir Wachs abs gerieben, und wie man zu ſagen pfleget, gebohnet. Unſere Tiſchler kennen hin und wieder die Guͤte des Holzes, und zu Berlin und Hamburg werden daraus Tiſche, Schraͤnke, Theebretter, allerhand Tafelwerk, und ſo gar Fußboden verfertiget. In England nimmt man es zu dem Futter d det Blei⸗ ſtifte. Friſche Spaͤne ſollen noch nutzbar ſeyn, um ER Zeuge in Kiften und Schränfen gegen- Morten zu fichern. Wer Luſt hat, kann diefe Wachholder zu Einfaf- füngshecfen —7 da ſie vermuthlich eben ſo gut als unſer gemeiner Wachholder den Schnitt vertragen, wenn dieſes wie bei dem uͤbrigen Nadelholze im Winter geſchiehet. Einzeln gepflanzet bilden ſie mehrentheils naturtlich gewachſene Kegel. 5. JUNIPERUS (Sabina ) foliis oppoſitis ere- ctis decurrentibus oppoſitonibus pyxidatis — Juniperus foliis cauli —9 lanceolatis, al- terne conjugatis 724. hiſt. fürp. Helv. i662. ' Juniperus (Sabina) foliis oppolitis ae deceurrentibus, ramis patulis Med, Sabina folio Tamarisci C. Baub. Pin. * du Ham. arb. 1. | The XLVIL' JUNIPERUS ets, 351 The common Sayın, Le Savinier, ou Sabine. Der Sagebaum. Der Sadebaum, Der Sevenbaum. Der Siebenbaum. Der Segel» baum, Der Sadelbaum. "Der — baum. &, "Bläckwell Tab, 214. du Ham. —9 Tom. 2. Pl. 62. (Fr finder fi in Portugal, Spanien, Italien und dem adriente auf hohen Falten Bergen y, wie Ar in Si⸗ biricn und der Schweiz, ie Blaͤtter find von hellgriner Farbe, an * Zweig en dicht aufliegend, indem fie eins ums, andere bald Paarweife in zugefpizter Geſtalt gegen einander über figen, und einen platt gedrücten mit Blättern bes fegten Zweig Tiefern, bald aber gefiedere ftchen. Auf den Fochfigenden Zweigen find fie locker, fo daß diefe ausg.breitet erfcheinen. Sie fallen im Winter nicht ab, und Blumen und Fruͤrhte fommen mit unfern ge: meinen Wacholder überein, doch find die lezteren ein wenig Fleiner und mehr zufammengedrüdt, | Die äußere Rinde der Zweige ift braun, das Holz hatt und rörhlich, und der ganze Baum von einem ftars fen Geruche, wenn man feine Zweige reiber, Miller hat ihn durch die Beeren, und du Ha ‚mel außer diefer Merhode durch Einleger ımd fo gar durch Schnittlinge vermehret. Mean gehet indeffen bei dem Ausfireuen der Saamen am ficherfien und gewiffefien, Er wächfet gerne nad) einer Seite hin. Im 352 XLVII. JUNIPERUS eæté. Sm Schatten wächfer er beffer, als wenn er der Sonne ausgefezt ift, und everhält nah Millerin Eng⸗ land bis fieben Fuß Höhe, die, ich, aber. bei uns ſchen als hoͤher angebe. Ich erinnere zugleich bei dieſer Gelegenheit, daß man an allen Orten des großen Gärtner - Wörterbuches ganz deutlich die angeführten Höhen der Nadelhoͤlzer ges gen. unfere geringer findet. Sollte daher nicht der Ge- danfe gegründer feyn, daß in England alles Nadelholz ‚nicht fo vorzüglich als das Laubholz gerathe ? Der Sahebaum verdienet in Gärten und Pflan⸗ jungen wegen der immergruͤnenden Blaͤtter feinen Max. Der feharfe Geſchmack und Geruch derſelben haͤlt die Motten von den Kleidern ab, wenn man ſie friſch dazwiſchen leget. | Der Sandmann bediener ſich ihrer i in unfern Gegen: den, fo bald er bei feinen Pferden Würmer vermuthet, wogegen fie Miller cbenfals anrühme Das Pulver der trocknen Blätter bringt auch. die fhwammigen Aus» wüchfe alter Wunden und Gefchwüre weg. Die ftärffie Kraft iſt in dem: Dele befindfich, das aber in geringerer Maaße als von dem Wachholder er» halten wird, und innerlich gebraucht, das Blut in die heftigſte Wallung ſetzet. Es muß daher mit Vorſicht genommen werden, Wegen der gortlofen Verſuche, die von fehwangern unverheirarheren Perſonen damit ange⸗ fiellee zu werden pflegen, ift der öffentliche Verkauf defe felben auf den mehreften Apotheken verboten. Beſon⸗ ders greift es folchen Ungluͤcklichen die Bruſt an. XLVIU, XLVIII. LAURUS The Bay-tree, „Le Laurier, Der Lorbeerbaum. De Blaͤtter ſtehen Wechſelsweiſe an den Zwei⸗ gen. Die Blumen haben keine Blumendecke, wenn man nicht die Blume als eine ſolche betrachten will. Dieſe iſt aus ſechs ovalen zugeſpizten, ausgchöhfren und aufgerichteten Blaͤttern zuſammengeſezt. Sie find eins um das andere auswaͤrts gebogen. In ihrer Mitte befindet ſich eine Saftarub ze, die aus drei zugeſpizten kleinen Huͤgeln beſtehet, welche in zwei Theile ausgehen, und den Knopf 6 Die Anzahl der Staubfaden belaͤuft ſich auf neim Stuͤck. Sie find kleiner als die Blumenblaͤtter, zu— ſammengedruͤckt, zuge ſtumpft und ſtehen zu drei Stuck neben einander, ſo daß ſie drei Reihen ausmachen. Die Staubbeutel fi nd an dem äußeren Rande der Staubfäden von beiden Seiten angewachfen , ‚und über- dem finden fich noch zwei kleine runde Druͤſen , welche mit kurzen Stielen an dem Grunde eines iedes Staub⸗ fadens der inneren Reihe beveſtiget find, Der Knopf iſt oval, und der Griſſel mit dem ſchraͤgſtehenden — Stigma von der Laͤngeder Staubfaͤden. Die Frucht wird eine al zugeſpizte Beere wel⸗ che von der Blume eingefaßt iſt, die hier die Stelle der Blumendecke vertritt. Die aͤußere duͤnne Haut der I. Band, 3 Beere 354 XLV1L.-LAURUDS etc. Beere enthält eine ovale oben zugefpizte Nuß, in wel. cher ein Kern von gleicher germ lieget. 1. LAURUS (Benzoin) foliis enerviis ovatis utringue acutis integris annuis L. Sp. Pl. du Ham. arb. 6. —* Laurus (Benzoin) foliis ovato - lanceolatis obtufis imtegris annuis Mil. 6. The Beniamin- tree. Laurier, dont les feuilles fent le Benioin. Der Benzsinlorbeerbaum. ©. Commel. hort. Amft. 1. Tab. 97. Der Benzoinlorbeerbaum mwächfer in Birginien, und er har den Dramen von der Refine erhalten, die er lie— fert. Die Blätrer geben: gerieben diefen Geruch, und wenn man fie fauet, einen den Gichrbeeren ( Ribes ni- grum L.) ähnlichen Gefhmad. Solche Blätter find oval, auf. beiden Enden zu- gefpizt, und am Rande ungezahnt. Sie haben auf viertehalb Zoll Länge, und ihre Breite berrägt andert⸗ halb Zoll. Die obere Fläche iſt hellgruͤn und glart, die untere aber heller und matter in der Farbe, und mit ei⸗ ner erhabenen Ader verfehen, welche Werhfelsweife nach beiden Seiten Fleinere Nebenäfte abſchicket. Sie ftehen Wechfelsweife an den Zweigen, und — gegen Ban Winter ab, - Die Blumen kommen hieſelbſt noch vor dem Aus⸗ bruche der Blaͤtter im April hervor. Sie ſind klein, und von gruͤngelblicher Farbe in den Blumenblaͤttern, deren Anzahl ſich auf ſechs bis acht Stuͤck belaufen Ge⸗ meini⸗ XLVIIL: LAURUS erc. 355 meiniglich figen fie zu drei Stück auf kurzen Stielen ne» ben einander, und führen neun grüngelbliche Staub: fäden mit länglichen goldgelben Staubiwuteln, Der Knopf und der Briffel nebſt dem Stigma fommen mir der vorher allgemeinen angeführten Be fehreibung diefes Geſchlechts überein, die Saftgrube nebft den Druͤſen find aber kaum zu unterſcheiden. Die Blumen find hier, ohne Beeren anzuſetzen, abgefallen, Die Beeren haben ſounſt eigentlich die Groͤße eines Herzkirſchenſteins. Die Wurzeln ſind braun, holzig und von bittern Geſchmacke. | Sie treiben einen aufgerichteten Stamm, bei wel chen die äußere Rinde der alten Ziveige glatt und braun, bei tungen Hingegen gruͤnlich ift, Er verträger der Erfahrung nach unfere Winter in einiger Bederfung, erhält iedoch nicht uͤber zehn Fuß Höhe. Man pflanzet ihn am bequemften durch die Herten fort, Dieſe liegen allzeit ſehr fange in der Erde, che fie auffeinen, und wahrſcheinlich erhalten wir fie in Deutfchland entweder verdorben, oder zu alt, weil al. ler angewandten Mühe ohnerachtet in den hieligen Pflan⸗ jungen niemals erwas aufgegangen iſt. Man har alfo, um fich doch feines Beſitzes ruͤhmen zu koͤngen, iunge Pflanzen aus England kommen laſſen muͤſſen. Durch Einleger wird dieſe Vermehrung ebenfals ins Werk gerichtet, wenn man ſie im Herbſte einſenket, bei trocknen Wetter fleißig begießet, und bis in Bas s zweite Jahr liegen laͤßt, da fü fi e felten fräher Die erfoderlichen Wurzeln haben. —32 In 356. XLVIL LAURÜUS er, In Birginien wird er in einer ferten und feuchten Erde wild angetroffen, bei ung wird man ihn iedoch in diefer fhwerlich erhalten koͤnnen, ” wohl abe wenn er in einen gegen heftige Winde und ſtarken Froſt be⸗ ſchuͤtzten Stande und in. einen trocknen Boden ausge⸗ pflanzet wuͤrde. Das Harz wird durch in den Stanım aefchehene Einſchnitte erhalten. | Durch feine Blätter fälle ber Daum in Pfarzin—- gen gut ins Auge. 2. LAURUS (Saſſafras) foliis integris trilo- bisque 2. Sp. Pl, Mil. 7. du Ham. arb. T:. The. Saffafras. Laurier -Saflafras, Laurier des — Der Saſſafrasbaum. ©. Trew Ehret, Tab. 59. 60. Catesby I» Tab. 55. Blackwell Tab. 267. . Nach dem Sister Bon Linne“ ift Virginien, Ca- volina und Sloride fein Varerland, und du Hamel behauptet, daß er auch in Canada in der Gegend der Wohnungen der Irokeſen angetroffen werde. | Die Blätter ſitzen auf ziemlich langen Stielen Wechfelsweife an den Zweigen, find bald ovalund ohne Einfhnitre, und alsdenn ohngefaͤhr vier Zoll Tang, und vier Zoll breit, bald, und mehrentheils, wie der Eleine deurfche Ahorn, (Acer campeftte L.) in drei Ein- ſchnitte gerheiler, und alsdenn mas und breiter. Sie haben *) S. Berner — Samml. 1765. 3.Stck CH — XLVUL LAURUSete 357 haben eine hellgeüne Farbe und fallen. ge gen den Winter ab, Mir dem Ausbruchediefer Blätter fommen im Fruͤh⸗ iahre die kleinen gelben BiUumen Buͤſchelweiſe an den Spitzen der Zweige hervor. Nach Kalm *)N ſollen ſie angenehm riechen, und ſind von ihm in Meuierſey ſchon im April bemerket worden. Sie ſitzen eben wie bei dem Benzoinlorbeerbaum zu drei big vier Stuͤck neben einan⸗ der, haben fünf ovale ausgehöhlte Blumenblaͤtter und bei Stämmen mit männlichen Blumen ehr Staubfaͤ⸗ den, Bei denen mir Zwitterbiumen finder man einen ovalen Enopf, Aus diefen lezteren wird eine grüne und zur Zeit der Reife blaue ovale Frucht, welche in der Größe der vorher beſchriebenen Beere des Benzoinlörbeerg gleich fomme, iedoch ſelbſt in England nie zur Vollkommenheit geraͤth. Nach Cates 270) — * eine iede ſolche Beere an einen fangen roͤthlichen Stiel, und wird von einer ebenfals rörhlich gewordenen Blume eingefchloffen. Die äußere Rinde des Holzes iſt dunkelbraun. Das Holz ift braunroͤthlich, leicht vom Gewichte, und in ſeinen Fibern weich. Das Holz ſowohl, als die Blaͤtter, haben einen nicht unangenehmen Geruch. Die Anzucht iunger Bäume durch die — des Saamens iſt deswegen am vorzuͤglichſten, weil die Abſenker dieſes Baums ſehr ſchwer Wurzeln ſchlagen, und auch ſo gar die durch die weit umher ausgebreitete Wurzeln eines großen Stammes aufgeſchoſſene Reiſer 33 wegen +) ©. Reifen. 3 Th. Seite 123. 3 358° XLVIL LAURUS exe. wegen ihrer wenigen Wurzelfafern zum Verpflangen nicht zu gebrauchen find. Die Beeren müffen reif, und nicht zu alt feyn. Ein Umſtand, defien Wahrheit Den hiefigen und ande: rer Erfahrungen nach nur zu gegründer ſcheinet, da fie bei aller angewendeten Sorgfalt noch nie haben aufge, ben wollen. Ziemlih gewiß kann man muthmaßen, daß die Beeren in Amerifa zu fruͤh gefammfer werden, denn dorten werden fie von den Vögeln fehon verzchret, wenn fie halb reif find, ***) daher denn auch die Samms ler ſich vieleicht in die Nothwendigkeit geſezt feben, Dies fen Thieren zuvor zu kommen. | So viel bleibe allegeit gegründet, daß ihre Anzuche ſchwer ift, und daß man dem vorfichtigen Miller fol gen muß, der den Saamen fogleih, wenn er ihn er, hält, in Töpfe mit Gartenerde gefüllt, zwei Zoll rief bringer, bei trocknen Wetter ſcharf begießer, und be. ftändig der Mittagsſonne ausſezt. Selten gehet er im erſten Jahre auf, und man muß erft das andere, auch wohl das dritte Jahr abwarten, die jungen Pflanzen aber wegen ihrer Zaͤrtlichkeit in den erften Kahren gegen alle Fröfte verwahren, und fienach» gerade an die kalte Wilterung gewöhnen, Es gehöret hieher noch die Erzählung des Herrn Sandvoiges von Graffenried *"**) nach welcher es heiffee: *° Sch kenne Feinen Baum in der Natur, der ſo « äußerfi ſchwer fortzupflonzen ſei, als der Saſſafras. “Al einen für die Kälte erwas zarten Baum fleht man *in Gefahr, ihn im freien Grunde zu verlieren, und «in ") S. Kalnıs Reiſen 2 Th, Seite 291. | wer) S, Berner digen. Samml. 1764. Seife 150: XLVII. LAURUSec 359 “in Töpfe gerflanzt, wird er früh verderben, und nie mals zu dem geringften Wachsthum gelangen, Mach folder Eigenfchaft räch er, die Wurzeln defs felben mit Erde und Moos wohl verwahrer aus Amerifa kommen zu laffen, und diefe an einen fihattigen für die rauhen Dordwinde gänzlich geficherten Ort zu pflanzen, Wegen des weiten Tranfports wäre indeffen dagegen vies [e8 einzuwenden, die Wurzeln in Nordamerika fönnen nicht im’ Sommer ausgehoben. und verfchieft werden, und dei denen im Fruͤhiahre gegrabenen Wurzeln würde man wegen der fpäten Ankunft nicht viel Hofnung übs rig haben, fie zum Treiben zu bringen, Wer alſo nicht tüchtige Beeren erhalten kann, muß über eine fehlgeſchlagene nn niemals unwillig werden. Der Boden, auf welchen nah Kalms Berich— te +) der Saſſafrasbaum in den Amerifanifchen Provinzen vorzüglich waͤchſet, beſtehet aus einer trock⸗ nen lockeren Erde von bleicher Ziegelfarbe, die meiſt aus Sande und etwas Leim zuſammen geſezt und mager iſt. Niemals hat er ihn auf naſſen oder niedrigen Stellen angetroffen. Er hat zugleich angemerket,9 daß er in wärmeren Gegenden höher und flärfer als in kaͤlteren wächfer, So wuchs er in Penſylvanien unter dem vierzigften Grade der Breite zu einen ziemlich ho» hen und difen Baume auf, bei Oswego und dem Forte Nicholſon aber zwifchen dem drei und vierziaften und vier und vierzigften Grade war er fo niedrig, daß er Faum zwei bis vier Schuh Höhe hatte, auch filten fo dick als der Eleine Finger einer erwachfenen Berfon. | 34 Ale ter) S. deſſen Reifen 2 Th. Seite 219. und >90, "Ar, S. deſſen Reifen 2 Th. Seite 257. u ee 7 36a KLVMLTEAURUS ete. Alle Schriftftellee kommen überhaupt darin überein, ‚daß er nicht Leicht über acht big zehn Su — und abe einen Fuß Dick werde, Den Winter ſoll er in Amerika recht gut Kanu weil man fich dorten nicht zu erinnern weiß, daß die Stämme fehe mitgenommen wären,, wenn gleich dee. Hickorybaum (Juglans alba L.) und die ſchwarzen Eis chen ( Quergusnigral. ) Dadurch gelitten haben. Bei uns erfodern fie einen folchen bederften Stand. ‚Das Holz taugt in der Haushaltung nicht, denn wenn cs nah Kalm Mauf den Heerd gebracht wird, foerveger es ein unaufhörliches Gepraffel, ohne ein befonderes Feuer zu geben, Du Hamelfagt, daß es nicht brenner, wenn nicht anderes Holz dabei gelegt. wäre, und daß es ausloͤſche, fo bald man es aus dem Feuer nähme, Eben diefes bezeuget die Abhandlung der natürlichen Gefchichte der Souiflane, welche fih) in dem t4ten Bande des Hambur giſchen Magazins ein⸗ geruͤckt befindet. Nach ſolcher Unberbrennlichkeit oder daß ich be: ſtimmter rede, folcher wenig Feuerfangenden Eigenſchaft koͤnnte es zum Hauferbau vorzäglich genutzet werden, wenn es nicht in der freien Luft und unter der Abwechfelung von Naͤſſe und Trockniß gar zuleiche von Würmern angegrifs fon wurde. In der Erde hingegen ſoll es fich lange ges gen die Faͤulniß halten, und aus dem Grunde bedienee man fin deſſelben in Meuierfey zu Pfoften mi planten und adynen, —— De Var) S Kalms Reifen 3. Th. Seite sr. 3 en Sc deſſen Reifen 2 Th. Seite 290. 481. wre) S. deſſen Reiſen 2 Ch, Geite 481.482 t 3 * IX LEDUM!ete. 361 Der antiſcorbutiſche Nutzen des Holzes in der Arz⸗ neiwiſſenſchaft iſt bekannt, und die Amerikaner trinken die Blumen als Thee. | Mit der Rinde giebe man der Wolle eine Orangens farbe, welche Dauerhaft bleider, und fih von der Son— ne nicht ausziehen laͤßt, die frifihen Spane aber follen die Morten von Kleidern und Sellen abhalten. 243 m. KERZE SEE Aline FEAR, N PN) i — * ap ER VE Un a er er, en +90 — OT EIER a ee, EN ZEIT EN Ss it 163 * 4 | R 9 XLIX, LEDUM (ypaluſtre) foliis Iinearibus ſubtus hirſutis, floribus co- rymboſis et/ Miil. Ciſtus Ledon foliis Rorismarini ferrugi- neis C. Bach. Pin. 467. du Ham, arb. 13. Small wild Rofemary. Ciite à feuilles de Romarin. Dot. Perf. Kuͤhnpoſt. Tannenpoft. Mattenkraut. Wilder Roßmarin. Hei⸗ debienenkraut. Weiße Heide. Granzea Gr Strauchartige Pflgnze trift man in den ſumpfl⸗ "gen Gegenden a hläcedihen Europa an, alsin Schweden, England, an verſchiedenen Orten von Deutfchfand, und bei ung in Niederfachfen und in der Mark häufig, am häufigften aber in den Herzogthuͤmern Bremen und Verden. Die Blaͤtter gleichen den Roßmarienblaͤttern, gea hen aber von ihnen darin ab, daß fir etwas dider, an dem Nande nach der unteren Flaͤche umgebogen find, und 3 daß 362 XLIX BEDUM ete. daß diefe untere Fläche rauh) und von Farbe braungelb« fich erfiheinet, An den — ſitzen ſie gegen einan⸗ der über, Die Blumen kommen auf den Spisen der 2 Ziel | ge in großen weißen Eträußen hervor, und blühenim Junius bis in die Mitte des Julius. Ihre Blumendecke iſt einblaͤttrig, grün von Fer⸗ be, klein und mit einen beinahe Zoll langen duͤnnen Stiele verſehen. Die Blume ht fünf ovale, ausgehoͤhlte, — breitete weißliche Blaͤtter. Aus ihrer Mitte gehen zehn dünne weiße Staubfaͤden, die ein wenig länger als die Blumenblaͤtter find, und längliche ebenfals —* Staubbeutel haben. Der Knopf iſt rundlich, und der Fadenformige mit den Staubfaͤden gleich lange Griffel mit einem ſtum⸗ pfen Stigma gekroͤnet. | Die Frucht wird eine laͤngliche Capſel mie fünf Faͤchern, Die unten am Ende fih fuͤnffach ofnet. Sie enchäle cine Menge fehr Fleiner länglicher aufbeiden Enz den zugefpigter Saamenkoͤrner. Die Rinde der Zweige ift braun und an iungen Zweigen wollig. Die ganze Pflanze ift von einen ſtarken ——— den Geruche. Außer ſumpfigen oder naſſen Erdreiche iſt ſie in den Gärten nicht gut zu erhalten, denn wenn ſie auch aus ih⸗ rem natuͤrlichen Boden behutſam gehoben und in einen mehr trocknen verpflanzet wird, ſo dauren die Pflanzen ſelten über zwei bis drei Jahre. Mac) dieſer Eigenr ſchaft XLIX. "LEDUM ee 363 ſchaft ift die allgemeine Klage zu erklären, daß ſie ſich ſchwer verpflanzen laſſen fell, Hieſelbſt har man fie bisher noch durch die Aushes bung iunger Pflanzen vorzeigen koͤnnen, die ſchon uͤber ſechs Jahre ausgehalten haben, Verſuche mit dem Saa- men find aber niemals gemocht worden, Die Wurzeln treiben ſtark und tief, und die Buͤſche wachſen in einen für fie bequemen naffen Boden drei big vier Fuß hoc und treiben ihre Stangen zu der Dice ei— nes Singers, Die Blumen werden von den meiften Bienenarten beſuchet, weiche durch ihren Geruch von weiten angelo» cket werden. Er ift-folchen Thieren fo angenehm, daB fo gar einige Bienenwaͤrter die neuen Stoͤcke mit der blüs henden Pflanze ausreiben, um fich der frifchen Schwärs me mehr zu verfihern. ) Der hauprfächlichfte Nugen, den wir außerdem von ihnen erwarten Fünnen, beftcher in der Verfertigung einer guten Gerberlsuge zum Gar— machen des Leders, wovon verfchiedene unternomwiene Verſuche gut gerarhen find. **8) Mach diefen Berfus chen wird der Doft zu Anfange des Mai, wenn die fin; fpen aufbrechen wollen, abgefchnitten, an einen ſchatti— gen bedeeften Orte erwas gefrocfner, und ohne weitere Vorbereitung mie Holz, Ninde und Blättern auf einer Lohmuͤhle Elein geftampfer. Das damit verfertigte $eder giebt dem Engliſchen nichts nach, und es iſt deswegen zu wuͤnſchen, daß man dieſen Gebrauch in den Gegenden, wo der Poſt häufig an« zusreffen ift, allgemeiner machte. Man * ©. Bledirfeh Phnf. Abhandl. 2 Th. Seite 172. +05, Kannoy, näzliche Camml. 1757. 12 und, Stüt. u‘ 364 XLIX: LEDUMsete, ‚Man darf wegen des Wiederwuchfes der aboeſchnic- tenen Zweige auch nicht ſehr beſorgt ſeyn, denn in einigen Jahren haben ſie von neuen ſo ſtark getrieben, daß man fie wiederum abſchneiden kann. \ Durch das Waſchen mit dem abgekochten Waſſer des Krautes werben die Laͤuſe der Schweine und des Rind» viches, und durch frifche Zweige die Wanzen aus den Versen und Häufern vertrichen. *) Auch nehmen die Ruſſen zur Bereitung ihres Juch—⸗ fens das davon abgezogene Del zugleich mit der Birfens rinde, um demſelben den. befonderen Geruch zu verfchafs fen, worüber ich ſchon vorhee bei der gemeinen Birte Pe geweſen bin, RER — R L.LIGUSTRUM. The Priver. Tröene, Due Rainweide. — IN Kan 4% — iY. ‚JR : —* * * * ee Ne > Shee Blätter find laͤnglich oval, theils zugeſtumpft, theils ſpitzauslaufend, glatt, hart, von dunfelgrüs ner Farbe, und Daarweife an den Zweigen bevefliget, wiewohl fie auch zu vier bis ſechs und noch mehreren Stuͤcken in einen Strauffe neben einander fichen, Die Blumen erfiheinen im Junius und Yulius an den Enden der Zweige in vier Zoll langen Aehren, und haben einen füßen nicht unangenehmen Geruch. Sie fichen in einer folchen Aehre zu zwölf und wenigeren Stüs een auf halden Zoll langen Stielen gemeinſchaftlich/ wel» de * S von Binne FE. Suec. 125. und. Reifen pe De⸗ and und Gothland Seite 8. und 69. er Tal ee at | * /4 4 —— —9* L, LIGUSTRUM — che Stiele ſich wlederum Paarweiſe an den Zweigen finden laſſen. Die gruͤne Blumendecke iſt einblaͤttrig, Roͤhren⸗ foͤrmig, mit vier kurzen Einſchnitten verſehen, und ſehr kurz. De Blume iſt ebenfals einbl fäeeig, Trichterfoͤr⸗ mig, uͤber Die Vlumendecke weit hervorragend, und am Ende in vier zugeſpizte Einſchnitte getheilet. Sie hat eine weiße Farbe und zwei gegen einander über befindliz che Stau bfaͤden, die mit ihren aufgerichteten blaßgel— ben Staubbeuteln ein wenig über die Blume her; vorfichen, Der Knopf iſt endlich, und er ee einen kurzen Griffel, welcher ein unten ſpitziges und oben breit gedrüsftes zweifach gerheilees Stigma har. Die auf die Blumen folgend: Beeren find Kugel rund, ven der Größe einer Wachholderbeere. In trocknen Beeren kann man deutli zwei hantige Abtheilungen bemerken, welche auch Herr Bergrath Sco— poli *) angeführet, ohnerachtet der Ritter von Lin—⸗ ne’ biefelben nicht annimmt, Eigentlich follten fih in ihnen vier längliche an einer Seite erhabene und aufder andern plate gedrückte ſchwarze Saamenkoͤrner, de ten innerer Kern weiß ift, befinden, gemeiniglich finder man davon aber nur zwei oder auch in Stuͤck, in wel⸗ chen lezteren Falle alsdenn die eine Abtheilung J und zuſammengedruckt iſt. 1. LI- 2) ©. Fl.Carniol, pag. 308 | 366 1. LIGUSTRUM etc. 1. LIGUS TRUM (vulgare) L. Sp. pl. et du Ham. axb. ı. folis lanceolato - ovatis obtufis Mid. 1. The common Privet, Tröene commun. Die Rainweide. Die Rheinweide. Die Spaniſche Weide, Mundholz. Grleßholz. Heckholz. Beinholz. Weißbeinholz. Bein— hoͤlzle. Beinhuͤlſen. Gaißhuͤlſen. Gruͤn— faulbaum. Eiſenbeerbaum. Dintenbeerſtau— do Zaunriegel. Kingerten. Chingert in der Schweiz. J S. Miller Tab. 162. 2. Cramer Tab, 42. Blackwell Tab. 140. Dieſe gemeine Rainweide wird in ganz Europa in verſchiedenen Gegenden, und bei uns in Feldhecken und kleinen Holzungen wild wachſend gefunden. Die Reife der Beeren iſt die Herbſtzeit, fie bfei- ben indeſſen in nicht zu ſtarken Wintern bie zum Früh: jahre hängen, und ihr Darf ift cin braunrörhlicher bite terer Saft. Gleich bitter find auch die Blaͤtter. Die äußere Rinde iſt glatt und Aſchfarbig. Die Zweige fi find ungemein biegſam, und das weifs fe Holz has eine ſolche Harte, daß es ſich sorden, ber ſchwerlich verarbeiten laͤſſet. Der Name Hartriegel, der dieſem Straiiche von einigen mir Unrecht beigelegst wird, kommt eigentlich dem Corno ſanguineae L. zu, bei welchen ich ihn * her auch erwaͤhnet habe, Dan L, LIGUSTRUM etc. 36 Man bewerfftelliger die Vermehrung durch Saamen und Cinleger, und weil die Staͤmme nicht zaͤrtlich find, fo haben fie Feine befondere Wartung nöthig. Sie fommen.in- ieden Boden forf, wenn fie nur. frei ſtehen und durch größere Bäume nicht befihatfee werden. Kin ſandiges Erdreich ‚bleiber Ro für ihren Wuchs am an⸗ gemeffenften. ) In guten Grunde erhalten fie bei einem Fa ge⸗ ſchwinden Wuchſe funfzehn bis ſechzehn Fuß Hoͤhe. Die Zweige werden ihrer Biegſamkeit wegen von einigen Korbmachern zu kleinen Arbeiten genommen. Aus den Staͤmmen kann man die Hauptbenutzung ziehen, wenn man ſie zu niedrigen Hecken anwendet, welche lebhaft find, und, weilfie buſchig und dicht wach» fen, - den vorgenommenen Endzweck gehörig erfüllen, Nur Schade, daß fie von den fpanifchen Fliegen oft zu ſehr angegriffen werden. Das von den Blättern abgefochte Waſſer iſt zufam- menziehend, und wird deswegen bei geſchwollenem Hal⸗ ſe unter „die Gurgelwaſſer mit sutam Erfolge ger ‚nommen. Aus den Beeren mollen einige eine ſchwarze Dinte verfertigen. So viel iſt wahr, daß man aus ihnen durch einen. ſauren Geift eine ſchwarze Farbe, durch das Glau— berfche Sal; und durch Salmiakgeiſt eine rothe, durch Urin eine Purpurartige, und durch Eifenvitrioleine grü- ne Farbe erhalten Fan. ‚Den. ſchwarzroth aaa feinen wird durch fie eine G. non Rinne! Reifen x Th, Stiege 68 Li :LIGUSTRÜUM erw, eine ftärfere und dunfelere Farbe gegeben, *") welchet | Handariff bei‘ * Niederlaͤndiſchen Weinhandlern im Gebrauch iſt. | : Die Schufter nehmen das Holz wegen der Härte gern zu ihren hölzernen Nägeln oder Zwecken; und die Daraus gebrannten Kohlen! ſollen zu der ErTeENguNg, eines guten Schießpulvers dienen, Der Meloe veficatorius /, fyft. nat. pag. 79. friße oft die Blätter foftarfan, daß fie — ge⸗ zahnt ausſehen. 3. LIGUSTRUM (Italicum ) folüis lanced- lato⸗ acutis Mid. 23 “The Evergreen Privets Tröeme toujours verd. . Die immergruͤne Rainweide. Dem äußeren Anſehen nach gehet fie von her Yotle gen. Art wenig ab denn die Blaͤtter — nur ein we⸗ nig ſchmaler und ſpitzer. Sie bleiben indeſſen immergruͤnend, oe Pa. ſchaft auch unter unfern Himmelsftriche ſich äußert. Sm i Winter werden ſie daher braungräns — Das eigentliche Vaterland dieſes Strauchs iſt Sellin, Daß fie eine wahre Are’ if, beweifen bie fungtn Pflanzen, die ohne Yusartüng aus ‚den Saamen 80» gen werden, ! Die Blumen kommen, F wie ich fie nei | yabe ; ben en ind Blumen und deren Geruche J nach +, S. Bd Plangenbifisrie 6 &h. Seite 55. — lichen Sefalt nach den Bu nur daß fie klei⸗ L. LIQUIDAMBAR ete. 369 nach: vollkommen mit unſerer gemeinen uͤberein, und bluͤhen mit ihr zu gleicher Zzzit. dr sit ar Ihre Höhe fol auf achtzehn Fuß beirogen * N Fuͤr Pflanzungen geben ſie der immergrunen⸗ den Biatter eine Zierde. — — — 5—— — — ———— Pete llua) foliis palmato - angtkatis L. Sp. Pl. ft Liquidamber (Ryracifius), folüis güinquelö- | bis ferratis Mil, 1. Liquidambar,. five Styrax . arbor Virginjarta "Aceris folio Raz et du Ham. arb. 1. The Maple-leaved Storax-tree· s Sweet’ Gum Ban Cat. The white Gin, "Le Copalime. — Der Storarbaum. Der Cutenbaum = ©. Blackwell Tab. 485: du Ham. arb. Tome u 1# Pl. 139: Coramel rer. plangı Big, 98. N* dem Ritter von Rinne‘ wächfet er in din Waſſerreichen und ſumpfigen an, ‚von a ginien und Meriko, ’ | Die Blätter find in fünf u gefehnitten, N an dem Rande fein gezahnt. Sie gleichen der aͤußer⸗ tier #4) ©. Bomare Dict. d hift, nat, Tom, 1. pas: 4 49 * L Band. he "As 376 LI LIQUIDAMBAR etc. ner und in ihren Bau zaͤrter und feiner find. Fuͤnf merk⸗ liche Adern fichen auf der unteren Fläche erhoben hervor, und ſchicken nach den Seiten-Fleinere Aefte aus. Die Farbe ift oben ein dunfeles Grün, unten hingegen fälle daffelbe ein wenig heller aus, Im Herbfte werden fie ‚völlig roth. Ihre Stiele find über zwei Zoll fang. Friſch zreifchen den Fingern gerieben duften fie ei⸗ nen Harzreichen angenehmen Geruch aus, und im Ge⸗ ſchmacke ſind ſie etwas bitter und zuſammenziehend. Die Blumen erſcheinen auf einen Stamme männs lich und weiblich, iedoch iede von einander unterfchieden, Die erfteren ftchen ohne einiges Anfehen in einen zugeſpizten, langen, lockeren Kaͤzchen bei einander, das eine allgemeine vierblaͤttrige Umhuͤllung hat/ von wel⸗ cher die Blaͤtter oval, ausgehoͤhlet und abfallend, auch eins um das andere laͤnger und kuͤrzer ſnd. Blumen⸗ blaͤtter ſind bei dieſen ſo wenig, als bei dem weiblichen vorhanden. Eine große Menge ſehr kurzer Staubfä- den bilden zufammengedrangt einen auf einer Seite runden, und auf der anderen platt gedruckten Körper, und führer ieder auf der Spige einen nach zwei Seiten getheilten, aufwaͤrtsſtehenden und mit vier Faͤchern ge⸗ zeichneten Staubbeuteln. | Die weiblihen Blumen frift man als kleine Ku⸗ geln unter den männlichen Käschen an, und ihre allge⸗ meine Umhüllung ift — vierblatttig nur aber ges doppelt. | Jede Blume hat eine eigene Slumendecke, wel⸗ che Glockenfoͤrmig und mit Warzen beſezt iſt. Sie ſind zu en Stuͤcken neben einander gewachſen. Der Knopf ist laͤnglich und mie der Blumendecke verbun⸗ LL LIQUIDAMBAR etc. 371 verbunden, der Pfriemenförmigen Griffel find zwei mit eben fo vielen zurückgebogenen und haarigen glei) langen Stigmaten. Nach dem Berblühen bilden fie Fleine ovale einfache Eellen, die ſich an der Spige in zwei Theile oͤfnen. In ieder derfelben find Fleine glänzende mir oben zugeftumpfe ten Flügeln verfehene längliche gelblihe Saamenför: ner. Zufammen geballet ftehen fie in einer rundlichen zackigen Kugel, welche an einen über vier Zoll langen Stiele herabhangen , roͤthlichbraun von Farbe: find, und im Herbfte abfallen.: Die Rinde ift Aſchgrau, und das Holz weich. Die ‚hiefigen zehniährigen Bäume von ohngefähr fünf Fuß Höhe haben bis izt noch nicht geblüher, | + Man erhält der Storarbaum durch die Ausfäung des Saameng, den wir in feinen. Eapfeln aus Amerika ‚über England zugefchisft erhalten. Den hiefelbft angeſtellten Erfahrungen nach achee er im einen leichten Boden bald.auf, ob ſchon Muller ſagt, daß er gemeiniglic ein Jahr lang in der Erde fingen bleibe. Dieſer Schriftſteller giebt fie in ihrer Jugend ein wenig zaͤrtlich an, und daß man ſie deswegen bedeckt halten muͤſſe, bei mehrerer Staͤrke glaubt er aber doch, daß ſie die Winter wohl vertragen. Allein die hieſelbſt gemachten Bemerkungen müſſen | dieſe Angabe auf England und andere waͤrmere Laͤnder einſchraͤnken, und. nicht auf unſer Clima ausdehnen, weil bei ſehr ſtrengen Wintern in Niederſachſen die Zwei⸗ ge merklich durch ‚den ‚Sroft. gelitten haben, ob man Aa 4 san ri 392 LI LIQUIDAMBAR ed. gleich nicht fagen kann, daß fie völlig abgeſtorben waͤ⸗ ven. Dadurch haben denn auch die Stämme nur die geringe Höhe von fünf Fuf bei dem vorher angegebenen Alter von zehn Jahren erreichen koͤnnen. Du Hamel und Herr Landvoigt Von Graffenried* * behätigen ‚die Empindlicjfeit gegen die Kaͤlte. PURE DEE In Amerifa kommt er in Wäldernam beiten. an nie⸗ drig gelegenen Orten in und neben Waſſerſtrudeln fort, und.er wächfer daſelbſt zu einer ziemlichen Dicke und Hoͤ⸗ he auf. Diefe Köhe iſt nah Millers Berichte fünf zehn bis fechzehn Fuß, Kalm vergroͤſſert fie aber fehr, - wenn.er fie. mit der Höhe.der. größten Tannen. und Eis chen vergleicher. **) Im Umkreiſe fol die, Diefe des Schafts oft dreißig Fuß betragen. in So wie er indie Höhe ſchießet, fo — 2 de ‚unterften Zweige und fallen ab, der Stamm wird folg- | lich größten Theils ganz glatt und von Zweigen entblößt, fo daß nur oben auf demfelben eine große * übrig ⸗ ig nd Das Holy hat die Eigenſchaft, daß es * von der Naͤſſ⸗ ausdehnet und- von der Hitze zuſammen ziehet. Man darf es alſo bei verarbeiteten Sachen nicht an das Feuer und die Sonne bringen. weil es ſich in den wun⸗ 8 ‚beelichften Figuren wirft Sun no ihuhg pin 2 In freier Luft verfaulet es bald, hm — Im Fruͤhiahre fließet aus dein Stamme cin wo riechendes und im Geſchmacke fcharfes Gewuͤrzhaftes Harz, welches ihm in Nordamerifa den Englifchendti- men: * Gum, der — — erwor⸗ | Yin ! .) S. Berner Sonn Semm. 7764 —8 i Fr ")G, deſſen Reiſen 3. Th. Seite 130 LI. LIQUIDAMBAR etc. 373 ben har. In den füdlichen Amerifanifchen Provinzen allein zeigt es fich icdoch nur in der Menge, daß es ge= ſammlet werden kann, weil die Wärme der Senne den Baum vorzüglich mit Sertigfeit und Harze anfuͤllet, und es ſich der Muͤhe nicht verlohnet, ſolches in den noͤrd⸗ licher gelegenen Gegenden zu fammlen, Catesby Hat von dieſem Harze nach feiner Verfi- eherung in Carolina von’ zwei abgefihäleten Bäumen über einen Huthkopf vol geſammlet, welches in feinem Qropfen einem durchſi chtigen Agtſtein aͤhnlich war. In Virginien werden geſchnittene friſche Zweige in Waſſer gekocht, und das ausgekochte quf deſſen Flaͤche ſchwimmende Del wird für das aͤchte Harz verkauft, Man kann das Hof; ungemein glatt Verarbeiten, weil die Stämme öfters feine Adern haben. In Amerika wird folches zu ESEESREN Hausge⸗ raͤthen Knutzet. Die in daſſelbe mit ei Meffer gefehniceene Bude - ftaben follen einem Kupferftiche ähnlich feyn, und nad) ‚anderer Verſuchen iſt es das tuͤchtigſte Holz, um ge goffene Arbeit darin zu verfertigen. Die trodenen Zweige laffen fih in Eleinen Stuͤcken als ein gutes Rauchwerk gebrauchen, welche die franzoͤ⸗ ſiſchen Mißionarien durch diefen Gebrauch zu nugen wiſſen. | Des Satzes oder des Balfams bediener man fid in | Amerika fo wohl äußerlich zu Heilung der Wunden, als zu innerlichen Heilungen. Karo re AER. 335 — — — — — — LIL LIRIODENDRON (Tulipi- fera) foliis lobatis Z. Sp. Pl. Tulipifera (Liriodendron ) Mid, Tulipifera Virginiana tripartito Aceris fo- lio, media lacinia veluti abfciffa Pluck. Alm, 379. du Ham, arb. 1. The Tulip-tree. The Poplar Gronov. Fl. Virg, a Tulipier de Virginie, ou Bois -jaurie, Der Birginifhe Tulpenbaum. ©. Trew Ehret, Tab, 10. Catechy I. Tab, 48. Weinmann Tab. 998. du Ham. arb. Tom. 11. Pl, 1@2. R * an den mehreften Provinzen des nordlichen Amerifa ) finder fich der Tulpenbaum wild, und in den etwas waͤrmeren am häufigfien. Die Blätter haben für andere Blätter eine befons dere eigenthümliche Form. Gleich den Ahornblärcern find fie in drei Abſchnitte getheilee, von welchen aber die gewöhnlich bei ienen in der Mitte herausgehende Spi- Be bei diefen fehler, und gleichfam ausgeſchnitten zu feyn fcheinet. Die Engländer haben ihnen deswegen an ei⸗ nigen Orten den Namen Old Womans fmock dag Hemd der alten Frau beigelegt, weil die Einbildung fih unter den Blättern und dem Bruftausfchnitte eines Frau⸗ enhemdes etwas ähnliches vorftellen fann. Beide Flaͤ chen find glatt, die obere dunfelgrüner und die untere von LII: LIRIODENDRON etc. 375 von bläufichgräner Farbe, - An den Zweigen find fie Wechſelsweiſe beveftiger, außerdem fteif und mit Adern verfehen, von welchen die mittlere die ftärkfte ift, und nach dem Außern Rande des Blattes kleinere Adern in fchrägen Linien abſchicket. Ihre Größe iſt beträchtlich, bisweilen zu zehntehalb Zoll in der Breite und achtehalb Zoll in der Länge, Sie baden ziemlich lange Stiele, die iedoch ſtark genug ſind, ſie in die Hoͤhe zu halten, und ein iedes Blatt hat an der Stelle, woſelbſt es aus den Zweigen kommt, zwei Eleine blaßyrüne ovale Mebenblätter, Die Blumen dirfes Baumes haben gewiffermafs fen mit den Tulpen, eigentlichen aber mit der weißen Seeblume (Nymphaea alba 2.) einige Aehnlichkeit, ohnerachtet ihre Blumenblaͤtter kuͤrzer, folglich auch die Blaumen kleiner ſind. Sie find ohne Geruch, beffei- den den Baum an den Enden der Zweige in großer An⸗ zahl, ud geben ihm ein a und —— An⸗ ſehen. | Wahrfcheinlich find die im und Julius 1766, . in dem Garten des Heren tanddroften von Muͤnch⸗ haufen zu Schwoͤbber auf fechzchniährigen. Stämmen hervorgefommenen die erfien gewefen, die in Deutſch⸗ land auf wild gezogenen Bäumen erfchienen find. Im Julius diefes 177 1ften Jahres habe ich auch in den hie figen Pflanzungen auf einen. Stamme von ohngefähr zwölf Jahren vier bis fünf Stück zum erſten male age getroffen, und an den älteren Schiffen gefunden, daß dergleichen ſchon einzeln in dem vorher N Sale re vorhanden gewefen ſeyn muͤſſen. Eine iede Blume gehet aus den Zweigen zwiſchen Aa 4 zwei 376. LIL LIRIODENDRON etc. zwei beinahe dreiecfigen — — der" vor, Die eigentliche Blumendecke iſt dreiblärerig, ihre Blaͤtter find länglich, ausgehöhlt aisgebreiter, weiße grünlich mit einem Adergewebe durchzogen, gleichen da⸗ her den Blumenblaͤttern. Sie fallen ebenfals ab, ſind uͤber einen Zoll lang, und drei viertel Zoll breit. Die Blume beſtehet aus fechs gruůngelblichen mit Orange ſchattirten Blaͤttern, welche cine Glockenfoͤrmi⸗ ge Geſtalt bilden, Sie haben anderthalb Zoll Laͤnge und einen Zoll Breite, und find laͤnglich oval, oben mit einer kurzen Spige ausgehend ‚und wirken Ader⸗ gewebe durchzogen. Die drei aͤußeren Blaͤtter fallen ab. Die Anzahl der Staubfaͤden beläuft ſich auf drei und zwanzig und mehr Stüde, welche mit den Blus menblättern gleiche Sänge haben. Sie find an den Sruchtbehälter angewachfen, und bis auf die Hälfte ihr ver Länge werden fie von fehmalen bfaßgelben Staub: beuteln auf beiden Seiten eingefaßt. Eine große Menge Knopfe, die ich nach den Saas ‚menfegeln zu hundert Stud habe zählen Fönnen, figen in einen geünen zugeſpizten Kegel bei einander, der-Fleis ner als die Blumenblaͤtter ausfaͤllt. Griffel ſind nicht zugegen, fondern ieder Knopf führet ein Kugelrundes Stiyma auf feiner Spitze. Die Saamencapfeln ſitzen an einen zwei Zoll fan. gen Suei in einander geſchoben, und ſtellen einen zus geſpizten Kegel vor, dev gemeiniglich drei Zoll lang und einen Zoll im Durchſchnitte breir il. Du Hamel liefert von ihm in der Leiſte eine Abbildung. Ihre * 4 ei 0. En SIT. “LIRIODENDRON etc 377° Ihrxe⸗Farbe ift hellbraun, und in der Figur ſom⸗ men fie den Eſchenſaamen etwas nahe. Sie beſtehen aus einer anderthalb Zof langen und einen viertel Zoff breiten plate gedruͤckten längliche zugeſpizten Schuppe, derem unserer Theil, indem er von außen krumm gebogen nach der inneren Seite eine Spitze ſchicket, ein unregel⸗ maͤßiges Dreieck giebt, und deffen innere beiden Höhlen, iede mit einen’ Eleinen braunen ovalen Kern angefüfler find, welcher die Größe eines kleinen Apfelkernes, cine weiße Subſtanz und einen’ guten. füffen. Geſchmack Kat. Die äußere Finde der Baͤume ift braun, die unter ihr befindliche aber arüngelblich, und beide laffen ſich won friſchen Zweigen leicht abſchaͤlen. | Die Zweige find ungemein brüdig. Das Holz iſt leicht, weiß, ſo lange es iung iſt, und bei mehreren Alter gelblich. Die Wurzeln find dick und zerbrechlich, bfafgelb, and, wie ich fie hier gefunden habe, vom Pfefferarti⸗ gen Geſchmacke. | Am beſten werden die Tulpenbaͤume aus Saamen gezogen, der iaͤhrlich aus Amerika geſchickt wird, Ob er iedoch bei uns; auf alten Bäumen feine erfors derliche Reife erhalten werde, bleibt nach der Miller⸗ fehen Angabe zweifelgaft, nach welcher er in England noch niem als zu dieſer Vollkommenheit gelanget iſt. Der zu Schwoͤbber geſammlete Saame hat auch nicht feis men wollen, Der Saame gehet gleich in dem erften Jahre auf, wenn man ihn in Feichte Erde ſaͤet, und oft begießer. Nech Miller iſt ſolches Begießen hoͤchſt nothwendig, Seas indem 378 LI LIRIODENDRON etc, indem der Tulpenbaum in Hordanterifa einen feuchten Boden lieber und darin frifcher wächfer, ia er will des⸗ wegen iunge Pflanzen, wenn fie ‚auch fehon in einen feuchten guten Boden verſezt werden, doch noch in. den’ erften Jahren um die Stämme mit Moos belegen laffen, Damit die Feuchtigkeit des Bodens dadurch könget erhals ten werden fanı. Zu dem erften Jahre * ben Auslaufen treiben die iungen Baͤume ſchon ſehr ſtark. Dadurch wird aber das Holz an den aͤußerſten Enden der Zweige nicht reif genug, folglich kann es der Kaͤlte in unſern Gegenden nicht gehoͤrig widerſtehen. Aus dieſer Erfahrung muß man ſie PR an unfere Winter, gewöhnen, fie befonders in dem erſten Winter mit Marten bedeefen, und fie gegen die zeitig einfallenden Herbſtfroͤſte zu beſchuͤtzen ſuchen. Dieſe Herbſtfroͤſte ſo wohl, als die Nachtfroͤſte im Fruͤhiahre ſind alten Baͤumen ſchaͤdlich, und kann id) da» ton vom Fruͤhiahre 1767. ein Beifpiel anführen, Die Wirterung war im Anfange deffelben warn, und da die Erde weich wurde, fo bewegte fich in den Tul⸗ penbäumen vor allen andern Bäumen der Saft nach den außerfien Zweigen, und füllte diefe durch ſich an. Na» ruͤrlich mußte daher derſelbe bei einer von neuen einfal—⸗ lenden falten Witterung und einem Schneegeftöber aus Nordweſt an diefer Seite wegen der fih durch die Käle ‚te zuſammenziehenden Gefäffe in feinem Laufe gehinders werden und ſtocken, und da eine ſolche Stelle in Faͤulung gerierh, fo giengen viele Stämme, und befonders dieie⸗ nigen verlohren, weiche in dem unteren Grunde der Pflanzung befindlich waren, ‚Der Boden ift dafelbft n - feuchter, LIl. LIRIODENDRON etc. 379 feuchter, die Bäume harten folglich ihre Nahrungsſaͤfte häufiger an fich gezogen, hingegen litten die auf erhabe- nen mehr trocknen Boden fiehenden nichts. An einem ſolchen feuchten Orte ziehen die Zweige die Feuchtigkeiten ſo reichlich in ſich, daß der Saft aus einen im Sommer abgeſchnittenen Zweige triefet. Du Hamel hat den Verſuch gemacht, ſie durch Einleger zu vermehren. Sie erfodern aber Zeit, ehe ſie Wurzeln ſchlagen, und wenn ſie dergleichen getrieben haben, ſo muß man bei dem Ausheben dieſer Einleger wohl Acht geben, daß man ſie nicht abbreche, weil ſie aͤußerſt zart ſind. Es bleibet ebenfalls wahrſcheinlich, daß man die Ableger beim Berpflanzen nicht ftugen darf, indem du Hamel die mehreſten eingebüßer hat, die er auf folche Art hatte behandeln laſſen. Sollte aber die Vermehrung bei einen naffen guten Boden nicht eben fo wie bei Pappeln, Weiden, u.f.w. durch Stecklinge zu bewerfftelligen feyn? Es kommt hiebei auf einige Berfuche an, welde mir Vorſicht und Genauigkeit angelteller werden, die aber hier wegen der in Menge vorhandenen Stämme und anderer Behindes rungen verabfäumer worden find. In dem wärmeren Eröftriche der Amerikaniſchen nordfichen Provinzen wächfer der Zulpenbaum zu einer Höhe und Dicke auf, die den; ;hiefigen größten Buͤchen und Eichen nichts nachgiebt, 9 wie denn Catesby in ſeiner natuͤrlichen Geſchichte von Carolina den Umfang einiger Staͤmme zu dreißig Fuß angiebet. In den mehr kaͤlteren Gegenden bleibt er klein, und wird nicht uͤber ©. Balmıs Reifen 2 25. Seite 287. und 3 TH. Seite 183. 380 LIL "EIRIODENDRON ec über zwoͤff Fuß hoch und niche viel über eines Mannes Arm did, **) Wie ſtark indeffen ein guter Amerikani⸗ ſcher Tulpenbaum ſey, kann man aus Kalms Rei fen *) ſehen, der eine ziemlich große Getreideſcheure angetroffen na will, welche mit der Decke und den Wänden aus einen einzigen Stamme verfertiget war. den man in Breettern zerfchniften hatte. Zu Schwoͤbber haben nach dem. sten Theile des Hausvaters neunzehniaͤhrige Baͤume, an der Wur- zel ſieben und zwanzig bis neun und zwanzig Zoll im Wi reife gehabt. Fir unſern Himmelsſtrich halte ich die — dieſes Baumes auf nicht zu feuchten Boden angemeſſe⸗ ner, als im naſſen Grunde, wenn er gleich in dieſen lezteren ſchneller aufwaͤchſet. Er kann nach meiner Meinung, die ich nach einzelnen hieſigen Erfahrungen habe faſſen muͤſſen, aus einen trocknen Erdreiche nicht zu uͤberfluͤßige Säfte erhalten, die Saftroͤhrgen werden enger, das Holywird- weniger ſchwammig, und dieauf diefe Weife gezogene Stämme find dem Erfrieren nicht ausgefeger. In einen fehr bedeeften Stande muß ich aber eine Ausnahme annehmen und gelten laſſen. Die Vortheile, die man in Amerika aus ihnen es hält, find ziemlich beträchtlich. So wohl die Wilden, als die Europäer verfertigen / aus den Stämmen vielfältig ihre Canoen, fie bedienen fih derfeiben ferner, um daraus Bretter, Planfen, Schaalen, Löffel, Thuͤr⸗ und Senfterpfoften, und ans dere Zifchlerarbeiten zu verarbeiten, ; Allein N) ©. Ralms Reiſen 2 Th. Seite 287. | 9.8, 2 Th: Seiteizgp- 0} Allein alle aus dem. Holze gemachte Sachen haben mit dem Holze des Stor axbaums ‚KLiquidambar. Sty- raciflua I.) den Fehler an ſi ch, daß ſie in trocknen Wetter ſo ſtark zuſammen gezogen werden, daß große Riſſe entſtehen, in fouchter Witterung hingegen wie⸗ derum ſo ſtark euffhmeln,, daß fie zu zerplatzen > big. ſind. ren Das Staub wird —* * Kopfſche reis um „die Gtien gehunden/ ir Die Schale der Wurzel als ei Sihfemieref in —* ‚sen Fiebern wuͤrket wahrſcheinlich nach dem vorher „angeführten — —*— wie die ind sranzenfhales 3 vun Wenn ung aber diefe Vonhei⸗ det ni icht per Anı baut aufmuntern ſollten, fo. ſollte ihn: doch der ſchnelle Wuchs und das fuͤrtrefliche Anſehen belaubter Baͤume befoͤrdern, — ih ein mie — * ae Plas p „wohl ausnimmt. rd it th LONICERA. re Be son einige" RER Gefchlecht ? weicher in feinen: et der Geftalt der n son einander. ab, ag daher ur: nal —— N deſſekben und F Finn; anddroſt — en 2 und bes «fr: Klii merke bei ieder die befonde an 9 ungen. 0Die Blumendecke iſt Serge und Reber AUF dem Knopfe, Aus *) ©. Hausvater Th. Seite 192 iA. 382 LIT. LONICERA, Aus ihr geher die Blume als ein einziges Roͤhrenfoͤr⸗ miges Blatt hervor, welches bald Fürzer bald länger erfchei» ner. Der obere Rand hat fünf ungleiche Einfchnitie, der un⸗ tere ift mehr laͤnglich und tiefer abgefondert, die vier oberen aber find Fürzer, und alle zurücfgebonen. Die Anzahl der Staubfäden belaͤuft fich auf fünf Stuͤck. Sie find länger als die Blume, **) drei von ihnen entfpringen aus dem oberen Theile derfelben, und zwei mehr aus der Tiefe, Die Staubbeutel haben eine laͤngliche Geſtalt. | Der Knopf iſt rundfich und unter der Bfumende- cke befindlich· Er führer einen einzelnen mir der Blu⸗ me gleich langen Griffel, und auf dieſen befinden ſich on rundes ſtumpfes Stigma. Die Beeren find Heifehig oben durch die — * bliebene Blumendecke mit einer Crone oder Nabel verſehen, und in zwei Faͤcher getheilet, in welchen bis ſechs ia zwölf rundliche zuſammengedruͤckte Saumen⸗ korner liegen. Die Unterabtheilungen ſind A, PERICLTMENUM. Geisblatt mit. windenden CHAR, und, pP röhrigen. Blumen. —* LON ICERA re — ovatis imbricatis nl folis 6- ar J mnibus diſtinctis L. Sp. Pl. ‚ Periclymenum : Crulgere) Boribus. CO . ‚zymbo-» *) ©, Haller. hift, firp. Helv. 1.'päg: ger. .D(* ” FT Er N ee ne ‚LI LONICERA. 383 — Anboſi terminalibus, foliis hirſutis di- ſtinctis, viminibus tenuioribus Mill. 6. Caprifolium Germanicum dv Ham. arb ER The wild Honeyfuckle, or Woodbine, _ Cheyre- feuille d’ Allemagne. Wildes gemeines Beisblatt, Specklili— en. Zaungilge, Waldwinde. Se länger, je lieber, ©. Blackwell "Tab. 25. Rivini introd, in rem herb. Man findet diefe kletternde Pflanze, die chen nicht über fechs Fuß hoch wird in Deutfihland, England, der Schweiz und überhaupf i in dem n mittleren Theile von Eurcbpa. Die Zweige ſind biegſam und — die Blaͤt⸗ IM ter. länglih oval, gegen einander ‚über, lebe? eben; fals haarig. Die Blumen kommen bei uns im Zan⸗ Siegen. ſchirmfoͤrmig, zu ſechs Stuͤck neben’ einander aus den aͤußerſten Spigen der Zweige, Die Blume ift eine lan- ge, bald weißroͤthliche, bald gelbliche Nähte, die bei- nahe in allen ihren Einſchnitten gleich tief iſt *9 und einen ungemein angenehmen Geruch hat. Auf den Bo» den einer ſolchen Roͤhre iſt ein füffer Saft anzutreſſen. Die Beere wird roth und har zwei platte S Saa⸗ menförner. Da fü fie in u und an Are wild iächfer, fo fann — aim ©. a Linns Sen, Plant, 334 LIII. LONICERA. Fann fie von folchen Orten Häufig ausgehoben⸗ ſonſt aber auch durch Einleger und Schnittlinge vermehret werden, . Sie verträger die Scheere, und. dienet zu Beklei⸗ dung after Zäune, Mauren und dergleichen, wenn man fonft keine beffere Pflanzen hat. | a Geruchs wegen wird fie vorzüglich geliebet. "Die Blumen follen den Urin teeiben ‚und Öle füfen Beeren purgiren, | | Abänderungen find b. CAPRTFOBTVM non perfoliatum foliis fi- ‚nuofis Tournef. inft. dw Ham. arb. 6. | "Oak. leaved Honeyſuckle. Chevre -Feuille à feuille.de Chène. Wildes Geisblatt mit Eichenblaͤttern. ) Man trift es in den hiefigen Hoͤlzern an einigen Orten wild wachfend an, in Gärten — ürcet ts iedoch leicht wieder aus. | Die Blätter gleichen wegen ihrer Ausſchnitte * Eichenblactern⸗ und fallen deswegen beſonders ingAlugr. c CarprıroLıvm Germanicum flore ru⸗ bello ſerotinum Tournef, inſt. et. ds Ham. arb. 2. „Ihe latga zed flowerı ing, Honey fückle * Ri - the Flemish Honeyluckle. Chevre eule d Allemagne : 4 leur rou © pale. ——— Späte Geisblatt. en S. Miller Tab. 79, N \ >. a 9 dr wi DB } ine » LII, LONICERÄ 385 Es unterſcheidet fi) von der Hauptart durch die ſtaͤrkeren mehr vötklichen Zweige, und day diefelben eben fo. wenig als die Blätter haarig, ſondern glatt find, Mac) dieſem Umftande wage es Miller , aus ihm cine befondere Art zu machen; da aber der Unterſchied fo. ge ringe, und die Blätter ihrer Geſtalt nach mir einander übereinfommen, fo glaube ich, es iſt natuͤrlicher, es fuͤr eine Abaͤnderung anzuſehen, ſo wie ſie der Ritter von Linne annimmt. | Die Blumen findrosh, vonguten Gerade, und blühen vom Sunius bis in den Auguft. 2.LONICERA (Caprifolium) Aoribus verti- cillatis terminalibus fefhlıb Bus, foliis ſum⸗ mis connato - perfoliatis L. Sp. Pl. Periclymenum ( Italicum ) 44. 5. Caprifolium Italicum du Ham. arb. 3. The Italian Honeyfuckle. Chevre-feuilie d’ Italie. Durchgewachſenes Italieniſck hes Grisblatt. Welſche Specklilie. * S. Rivini introd. in rem herb. Dieſes Geisblatt, welches in Italien und den an⸗ graͤnzenden warnen Laͤndern, dergleichen rain iſt, ) waͤchſet, unterſcheidet ſich von den vorherbeſchriel benen dadurch, daß die oberſten Blaͤtter zuſammen verbunden find, und der Blumenſtiel mitten durch ſelbige gehet. Die unteren weichen iedoch von ſolchen ab, und ein ie» des “r) S. Senpoli Fl. Carn, pag. 257. I, Band. Sb 386 LI LONICERA. des Blatt iſt gegen das andere, über an den Ziveigen beveftiger. Ihrer Geftalt nach find diefe unteren Blatter laͤng⸗ lichrund, von hellgruͤner Farbe, und auf beiden Seiten glatt. Die Blumen brechen im Junius hervor, und ſte⸗ hen Regenſchirmfoͤrmig auf den aͤußeren Spitzen der Zweige, gemeiniglich zu ſechs Stuͤck neben einander. Die einblaͤttrige Roͤhrenfoͤrmige Blume iſt roͤth⸗ lich, und ihr oberer Rand in zwei Hauptvertiefungen getheilet. Die oben ſtehende Hauptvertiefung hat wie⸗ derum vier Einſchnitte, die zuruͤckgebogen find, und un⸗ ter welchen die beiden mittleren kuͤrzer ausfallen, die untere hingegen iſt ſchmal, aus einander geſperret, und länger als der übrige Theil der Rohre. | Die Staubfäden ftehen bis unter den gleichfals nach unten gebogenen laͤngeren Griffel niedergebogen. Das darauf befindliche Stigma iſt grün, und die Beeren ſetzen ſich in laͤnglichrunden aufgerichteten Trau⸗ ben zu ſechs Stuͤck an, und erhalten im Herbſt ihre Reife und rothe Farhe. Die Zweige werden niemals uͤber einen Singer dick, und find äußerlich hellgruͤn. - Die Pflanze ift eben fo Flerternd, als die 'sefteren, und fie fehlinger fi) deswegen um Bäume und Stangen, | Da fie unter unſerm Himmelsftriche ausdauert, und. | unter dem Geisblatte am früheftenblüher, überdem au in den Blumen einen angenehmen Geruch liefert, ſo ver ⸗ dienet fie ihren Play in Pflanzungen, h Die Vermehrung geſchiehet durch eingelegte Aeſte und Stecklinge. 3,10- ® — - LIIL LONICERA, 387 3» LONICERA (fempervirens)' verticillis aphyllis terminalibus, foliis fümmis con- nato- perfoliatis Z Periclymenum ( fempervirens) Roribus eapi-. tatis terminalibus, folis connatis lemper- virentibus Mid. 1. Periclymenum perfoliartum Virginianum fem- „pervirens Herm. hort. L. B. et du Ham.arb. The evergreen Virginia Honey luckle, orthe Trumper- ———— Periclymenum « de. Virginie perfolie, Immergruͤnendes Virginiſches Geisblatt GS. Hort. Angl. Tab, 7. | Rivini intr. in rem herb. Es gehöret in Virginien und anderen Gegendendes nordlichen Amerifa, wie auch in Merifo zu Haufe, md unterfiheidet fich von den vorigen Stalienifchen Geisblat⸗ te dadurch, daß zwar die oberen Blatter gleichfals zus ſammen gewachfen find, ihre Geftalt aber mehr oval ausfällt, Diefe Blätter find auf der unteren Släche bläufichs grün, auf der oberen hingegen hellgrün und glänzend, und ihr ganzer Bau ift veft und fteif. - Die Blumen trift man an den Enden der fich Mekenarg Khlingenden Zweige im Junius, Julius und Auguſt, ia bei guten Tagen noch im September an, und weil fie äußerlich hellroth, inwendig aber gelb find, fo zieren fie eine Pflanzung fehr, wenn ihnen gleich der angenehme Geruch unferer Euröpsifchen Arten fehler. _ . | | Bb 2. ‚Die 388 LIIL. LONICERA. Die zwei Zoll langen Blumenröhren figen auf den Spitzen der Zweige in Negenfhirmförmigen Straͤußen bis zu zwölf Stück neben einander, und haben für den vorigen Las merfwärdige, daß fie von feinen Blatte eingefaßr werten. Eben fo unterſcheiden fie ſich von ih» nen durch die gleich tiefen Einſchnitte, deren Anzahl fih wie die Staubfäden auf fünf Stüd. beläuft, die aber doch bei. dem frechen Wuchſe der Dflanze der Herr Landdroſt von Muͤnchhauſen als etwas zufüliges zu ſechs Stud angetroffen hat. **** ) Die Fruͤchte haben mie den vorigen alle Xehnlichs keit, felten werden fie icdoch bei ihnen vollkommen. Die Vermehrung gefchiehet bei uns -durch bewurzel⸗ te Brut, und aud) wahrfcheinlicd wie bei den, Bao duch Stecklinge. Gegen unfern Himmelsftrich ift die Pflanze iederzeit etwas empfindlich, ob fie gleich in den hieſigen Pflan⸗ zungen ſchon einige Winter im freien Stande ausge—⸗ dauert hat: Aus diefer Urfache muß man die iungen Pflanzen nachgerade an die Kälte gewöhnen, Die Blaͤtter erhalten fih nur, wenn man fie in Winterhaͤußer bringer, fo daß man hierauf den Auss druck immergruͤnend einfchränfen muß. Die Zweige mit ihren Blaͤttern und Blumen dienen zur Bedeckung der Waͤnde. Haͤtten die Blumen den angenehmen Kane} den die erfteren Arten mittheilen, fo würden fie der äußeren Schoͤnheit wegen Ip verdrängen. B —v | “rn, S. Hausvoter 5. Th. ı Stuͤck Seite 193. . LIH SEONICERA; 389 B.CHAMAECERASUS. Die Hecken⸗ kirſche mit geraden Stamme, und bei denen ein ieder Blumenſtengel zwei Blu⸗ men mit Eurzen Röhren träget. | 4. LONICERÄA (Xylofteum) pendunculis bifloris, baccis diftinctis, foliis integer- rimis pubescentibus Z. Sp. P!, et M. 1. ‚Chamaecerafus dumetorum fructu gemino rubro C. Baub. Pin, — et du Ham. arb, I. Fly Honeyfuckle, ‚ Chamaecerafus' des haies. »' Die gemeine Heckenkirſche. Struͤtzern. MWolpermaien Teufelskirſchen Teufelsmars ternholz. Waldrinde. Tobackroͤhrgenholz. Seelenholz. Zweckholz. Foßpiepen. Fiedel—⸗ ruͤmpgen Zaͤunling. j. fr “* S. Cramer Lan, AO. du Ham, arb. | "Tom, 1. Pl, 59, et Ribini intr. in rem herb. J 1— Sie waͤchſet in den kaͤlteren Europa und beſonders in unſern Niederſachſen von ia häufig | in den Holzun⸗ sen und Heden, Die Blätter: find auf drei Zol fon und — halb Zoll breit,/ oval mie einer feinen Spitze auslaufend, und ungezahnt. Ihre obere Fläche har eine Hellgrüne Farbe, die untere hingegen ift mehr weißgrünlich, und beide find wolig anzufühlen. An den Zweigen ſtehen ſie gegen einander uͤber beveſtiget. y | Bb 3 ee z90 EIM.LONICERA. Die Blumen find Hein, und nicht viel über kinen halben Zoll lang, von ſchmutzig weißer Farbe) | Sie ers fiheinen im Mai, und auf Zoll langen duͤnnen Stielen ſtehen allezeit zwei derſelben neben einander, | Die im Julius und Auguſt reifende kleine rorhe Beeren etſche inen inde eſſen iede fuͤr ſich beſonders, und nicht verwachſen. Gemeiniglich finden ſich in ieder der⸗ ſelben drei zuſammengedruͤckte Saamenkoͤrner, und ihre Anzahl kann wohl uherhaupt auf ſechs Stuck bes ſtimmet werden. Die aͤußere Rinde des Holzes iſt weißlichgrau und glatt, und muß fie daher in der Schweiz anders aus⸗ faßen, wenn fie nach dem Heern von Haller — roth iſt. Das Holz iſt weiß und zaͤhe. Die Vogel ſtreuen die Beeren in denen mie Holzun⸗ gen bewachſenen Gegenden theils in genugfamer Menge aus, theils befaamen. alte Stämme ihre Stellen von ſelbſt, fo daß man fie ohne beſondere Anzucht im erfor derlichen Sale ausheben Taffen kann. Diefe und die folgenden Arten fann man durch Saamen und Einleger vermehren, welche ſehr leicht Wurzeln ſchlagen. Ich habe über den lezteren Erfolg genugſame Erfahrungen, NO Vorzüglich lieben ſie einen etwas feuchten Boden, in — fie zu der Höhe von ſieben bis acht Fuß gelangen. | Das Beſchneiden vertragen ſie volfommen gut. 3: Weil diefer Strauch im Fruͤhlahre bluͤhet, fo nimme er feinen Pla in Luſtwaͤldern ein. take) ©, Hill, Stirp, Helvet. 1. pag. 302. a LII. LONICERA 391° Man feet ihn auch zu Anlocfung der Fleinen Voͤ⸗ gel, die den Beeren nachgehen, in die Gehege, ims + gleichen Taffen fih daraus gure niedrige Hecken ziehen. . Das Holz dienet zu Sgadeftöcken fig die Jaͤgerei, worin der befondere Nutzen deffelden befteher, Die Beeren purgiren, und erregen häufig genoffen Erbrechen, werten aber in der Arznei nicht gebraucht. 5. LONICERA (Tartarica )pedunculis biflo- ‚.riszbaceis diftinetis, foliis cordatis obtu- is L. Sp. Pl. Mil 5. ' Chamaecerafus fructu gemino’ rubro, foliis ‚glabris'cordatis 4mman. Ruth. pag. 184. The Tartarian Honeyfückle. Die Tartariſche Heckenkirſche. Die Blaͤtter dieſer in der Tartarei warhfenden und von Amman beſchriebenen Heckenkirſche ſind Herzfoͤr⸗ mig, ungezahnt, glatt, neben einander ſtehend, oben Meergruͤn, auf der unteren Flaͤche heller von Farbe und mit einem Gewebe von Adern verſehen. Die Laͤnge der groͤßeſten Blätter betraͤgt auf drei Zoll, ſo wie die Brei⸗ te auf anderthalb Zoll, gemeinlglich find fie aber nur anderthalb Zoll lang und einen Zol breit. Ihre kurzen Stie⸗ le haben kaum den achten Theil eines Zolles Länge. Aus den Achſeln der Blaͤtter kommen im Junius dieohngefähr einen halben Zoll lange Blumen hervor, welche auf Zoll Tangen dünnen Stielen zu jwel Stuck nes ben einanderrbefindlich find, und unter fich zwei ſchma⸗ le ungezahnte zugeſtumpfte grüne Nebenblaͤtter has ben, die nicht abfallen. Die Farbe dieſer Blumen iſt | Bb 4 Zleiſch⸗ 392. LIII LONICERA. Fleiſchfarbig, das obere Blatt hat drei Einſchnitte / dad untere aber- feine, Nach) dem Berblähen bleiben zwei gefrönfe Beeren zurück, die im Anfange grün find, und zur Zeit ihrer Rei⸗ fe im Auguſt roth, und von der Groͤße einer Erbſe werden. Die Zweige ſind zaͤhe, allezeit ——— — und die aͤußere Rinde an den ap iſt weißlich und glatt. Der Strang wird auf heben bis acht Fuß hoch. Er laͤßt ſich durch eingeſenkte Zweige leicht vermeh⸗ ren, und ich habe ſolche in dem zweiten Jahre mit genug⸗ ſamen Wurzeln ausheben und. verpflanzen geſehen. Man kann fie auch durch Saamen fortpflanzen. Durch die Menge der Blumen und durch die gute Farbe ihrer Blaͤtter nimmt ſich dieſe Heckenkirſche wohl ans, „fie treiber einen dicken Buſch und vertraͤget unſere haͤrteſten Winter. | | Solcher guten Eigenfchaften wegen folte ich * ben; Daß fie zu lebhaften niedrigen Hecken vortreftich ſeyn muͤßte, weil ſie das Beſchneiden leidet. Ich em⸗ pfehle Re * den lebhebetn zu dieſem Gebraucht, m. ve LONICERA — pedunculis Be | " floris, baceis coadunatis didymis, folüs . Ovati- lanceolatis L. “Mil, 2, —— RER alpins, ſretu * nie | duobus punctis, notato C. Bands Pin. 451: a reihe * Ari au The- LIM. LONICERA 393 "Thered-berried upright Honeyfückle. " Chamaecerafus des Alpes a fruit LPUER et © jumeau. Dir Apenheinfiethe mit — Bee⸗ iren — ‚©. Miller Tab, 167. Fig. 2. Rivini intr. in rem. herb. Xylofteum ceraſifolium. Ihre Geburtsoͤrter ſind die ſchweizeriſchen Alpen, und die Pirenaͤiſchen Gebuͤrge. In den hieſigen Pflanzungen kommen bieBlaͤter ſche fruͤhzeitig hervor, die die groͤßten der Arten dieſes Geſchlechts ſind, weil ſie auf fuͤnf Zoll Laͤnge und zwei Zoll Breite haben, wenn fie in guten Boden aufmachen, Sie find oval, an beiden En den zugefpizt, und führen an den etwas ausgefchweiften ande einzelne feine kurze Haare Ihre obere Flächeift mirder unteren gleich dun⸗ kelgruͤn, iedoch beſitzet Die Ieztere eine beſondere Glaͤtte und einen vorzuͤglichen Glanz. Auf ihr läuft auch der ſonſt Zoll lange hellgruͤne Blaͤtterſtiel als eine dicke mit kleineren Seitenaͤſten verſehene Ader erhaben hin, und bildet auf der oberen Flaͤche Vertiefungen. Die Blumen werden im Mai allezeit aus den ges geneinander uͤberſtehenden Blaͤttern zu zwei Stuͤck auf einen gemeinſchaftlichen etwas uͤber einen Zoll langen gruͤnen Stiele mie zuſammengewachſenen Blumen de⸗ cken angetroffen. Dieſe Blumen haben einen Zoll Laͤn⸗ ge und eine braunrothe Farbe. Die beiden era find ebenfals wi mit einander ver⸗ | Bb 5 bun⸗ 394 LITLIBONICERA! bunden, und bfoß oben abſtehend. &ie werden bei ih— ter Reife roth, ſind mit zwei Punkten gezeichner, und erhalten die Größe einer guten Etbfe, Die Anzahl der im ihnen befindlichen Saamenforner würde ſich auf woif Stuͤck delzufen/ wenn fie reif würden, ſo aber erlangen deren drei kaum ihre EVER Vollkommen⸗ heit. — Die Vermehrung gefehicher, fo F ſie bei der vo⸗ rigen gemeinen Art angegeben iſt. In guten Boden bleibt ſie allezeit eine niedrige Stande die nicht über drei Suß hoch wird, und einen dicken holzigen Stamm hat, deſſen aͤußere BL ac allen 3 Zweigen gerne loßblaͤttert. Hop Abwechtlung dienet firin Pflamzungen wegen dieſes niedrigen Wuchſes „und weil fe fruͤb Ag und Blumen treibet. Die Beeren. erregen u ER Sean Gaviche Er. krce en und geben AR, arme Leute ein ar A gel ab. hi; Y \ nur | BER 7 LONI c ER J F u —5 bir floris, baccis caadunato »globofis,. dtylis indivifis> Zu. SpaPl. Miluge us ©. Am “> +, Chamaecerafus’ montanar, fruetu fingulari coeruleo C. Baub Ban! N du Ham. . m | erh; Ai N nen neo EITETEr ui⸗ "The ſingle Bar berried prishe — ſucklo. RN Ne 119 —E S. Haller. Hin, -firb. — 1. pag. 302: LIT. LONICERA! 395 Chamaecerafus ä fruit bleu.” | Die Blaubeerigte Heckenkirſche. Sie wird in Oeſterreich und der Schweiz gefunden. Die Blaͤtter ſind ovallaͤnglich am Ende zugeſtumpft und beim Ausbrechen auf beiden Flaͤchen und an dem uns gezahnten Rande mit feinen Haaren beſezt, die aber, fo bald fie, älter und veſter werden, nicht mehr anzutreffen find. Sie kommen Vuͤſchelweiſe an den Zweigen gegen einander über hervor, und find in der. Farbe hellgrün, durchſichtig und mit einem feinen Gewebe von Adern durchzogen. Die Stiche find fehr kurz. Die Blumen erfiycinen aus den Blaͤtterbuͤſchen im Mai, allezeit zwei Stuͤck auf einen kurzen gemeins ſchaftlichen Stiele, und weichen darin von den vorherz gehenden ab, daß beite nur einen Knopf haben, aus welchen eine runde Beere wird, die von zwei fihmalen Nebenblaͤttern unterſtuͤtzet iſt. Dieſe Blumen find cben nicht viel über einen Zoll lang, in der Farbe blaßgelb und in ihren Einſchnitten regelmaͤßiger als die übrigen ‚diefes Geſchlechts. Das Mark der reifen sank Beeren iR Purpur⸗ ‚farbig, und die Anzahl der darin enrhaltenen ovalen plattgedruͤckten Saamen ſteigt bis auf zwölf Stuͤck. Die äußere Rinde der bruͤchigen Zweige iſt braun⸗ roth und glatt | Die Höhe des Strauches beträgt felten über vier Fuß, er wächfer iedoch ziemlich buſchigt auf, fo daß. er nebft den "häufigen Blumen ein gutes Anfehen giebet, | a und 396. UIELONICERA: und daher auch zur. Mannigfaltigfeiti in Gangungen und Gärten dienet. | Big izt iſt von einen eigenen Nutzen nichte $etonnr. = c. Die Heckenkirſchen mit geraden Stam⸗ me und —* Stengeln. fi 8, LO NIC E RA ( Syraphoricanpok)): ne lis.latgralibus pedunculatis, folus PerOle- | tis L. Sp. PI. Mid. nr, 7. 6 yınphoricarpos folüis alatis du Ham. arb,. i The (hrubby St. Peterswort. ‚Die, Ameribaniſche niedrige Somheri carpos. SL. G. Bort. Angl. Tab, 20. du tan. arb. En „di ch 2: Pl. 92. } 98 RN Naher dem Re Ritter von Eine‘ Finder fi fie m ich an Birginien und Carolina: Die Blaͤtter find faſt Zirfefrumd, unge zahnt, bis ben ohngefähr einen Zoll im Durchmeffer, und fehen Paarweiſe auf fehr kurzen Stielen "an den Zweigen. Shre obere Fläche iſt helgruͤn, die untere’ faͤlet iedoch mehr blaͤſſer aus und — * feinen —* ins weißliche. — re Die Blumen machen fein *5* Auſchemn Be erſcheinen bei ung im September aus den Achfeln der Blaͤtter in kleinen Buͤſcheln/ und haͤngen unterwaͤrts J nach der Ruͤckenſeite der Blaͤtter hin. Sie Beben die | Laͤnge von dem achten Theile eines Zols 09 Ga Ba VIE LONICERA: 397 Die Blumendecke it grün und ſehr klein, die Blume Glockenförmig, fünffach: eingefchnitten, und gelbgrünlih. Die fünf fehr kurzen Staubfaden tra⸗ gen braune Staubbeutel. Die Becren ſind nach dem Virhãlmiſſe der Blu⸗ men ebenfals klein, laͤnglich, ausgehoͤhlet, und nach Millers Vergleichung als ein Suppentopf geſtaltet. Sie werden im Winter reif. Die Rinde der biegfamen Zweige if be aunroͤthlich und haarig. In der erwaͤhnten Abb — Gaͤrtnergeſellſchaft muß man di ung, der Englaͤndiſchen rothen ten Beeren nicht fuͤr die Blumen anſe zu klein vorgeſtell⸗ hen. Dieſer Auer Be Strauch, welcher felten über drei bis vier Fuß hoch wird, und deffen Holz Feine merfliche Dice erhaͤlt, ift wegen der langen — 2 — Zweige, die er unten am Stamme ausſchicket, durch Einleger ohne viele Muͤhe zu vermehren. Du Hamel bekraͤftiget ſolches, und Miller raͤth die Fortpflanzung auch dur: ch den Saamen an, Gegen die Winter unter Mnfee⸗ Himmeloſtiche iſt er nicht zaͤrtlich, und er leidet der Erfahrung nach in den heftigſten derſelben nichts an ſeinen Zweigen, ohnerach⸗ tet er frei und unbedeckt hieſelbſt ſtehet. Die Blätter bilden einen kleinen Buſch, der ſich be— fhneiden läffer, und den du Hamel in Kugeln 90307 gen haben will. 0 D ONICERA ( Diervilla ) racemis termi- nalibus, foliis (erratis 2, Sp-Pl, | Dier. Dieryilla Mil. et du Ham. arb. The Diervilla. Rn Die ſtandige Diervilfa, En; ©. du Ham. arb. Tom. A j pl. 87» Eie wird in Nordamerifa angerroffen, und iſt nun⸗ mehro ſchon hin und wieder in Deutſchland in Gärten und Pflanzungen vorhanden. Die Blaͤtter find oval zugefpize, am Rande gezahnt, auf der oberen Flaͤche dunkeler in der gruͤnen glatten Farbe, als auf der unteren, auf welcher erhabene ſtarke Adern hinlaufen, die auf der oberen Vertiefungen ge— ben. Ihre Länge betraͤgt uͤber vier Zoll, fo wie der breiteſte Theil des Blattes fich auf anderthalb Zoll bes lauft. An den roͤthlichen Zweigen ſtehen ſie Paarweiſe auf kurzen halbzolligen Stielen, und laſſen ſo wohl aus ihren Achſeln, als aus den oberen Spitze en der Zweige im Monate Junius und bisweilen abermals im Herbfte ihre, Blumen theils einzeln, theils gedoppelt, theils dreifach auf Zoll langen Stielen heraus gehen, Die beiden Mebenblättgen find äußerft fein und Fadenfoͤrmig, die Blumendecke ift anf die Hälfte braunroth, und auf der anderen grün, und die Bfip me gelb, etwas über einen halben Zoll lang, PR Die Frucht wird eine längliche in vier Fächer abges theilte Capſel, die mit Eleinen runden Saamen ans gefüller ift. Die äußere Rinde ber zäßen Zweige iſt mehr braun⸗ be als Aſchfardig. Der LIV. MAGNOLIA Netc. 399 | Der Strauch erhält in den hieſigen zn. nicht viel über einen Fuß Höher Nach du Hamel Fann die Diervilla aus Saamen und Ablegern gezogen werden. Da iedoch die Wurzeln von felbft Ausläufer treiben, fo kann man dieſe nur aus hehen. und die Bervielfültigung dadurch bewerffielligen, - Gegen die Kälte iſt fie nicht empfindlich. Außer der Abfiche, fie als einen wegender grünen Dlärter und gelben Blumen eben nicht zu verwerfenden Strauch zur Abwechfelung in Pflanzungen zu briagen — von ihr nichts beſonderes bekannt. — LIV. MAGNOLITA (glauca). foliis ovato - oblongis bes glaucis L, Sp. Pl. Mid. ı: Magnolia Lauri folio fubtus albicante du Hams ‚arb. 2. The ſmall Magnolia, or Laurel-leaved Tulip- tree. The fweet Bay. The Wamp Laurel. ‚The fwamp Magnolia Barcr. Cats , Laurier Tulipier. Die ſchmalblattrige Magnolia, Dar Bieberbaum. (SG. Kalms Reiſen) &. Did. Elth. Tab. 207. E 108. Catesby 1. 39 Bin 400° LIV. MAGNOLIA erc, Virginien und Karolina ift das eigentlihe Water: land diefes fchönen Baumes, woſelbſt er haͤuſig waͤchſet. Die Blätter gleichen den Blaͤttern des Kirfchlor- beerbaumes (Prunus Lauro-Ceraſus 2.) Sie find, laͤnglichrund, am Rande ungezahnt, vier bis fünf Zoll lang und zwei bis drei Zoll breit. In ihrem Bau ſind fie gemeiniglich dick. Beide Flaͤchen find glatt, die obe⸗ ve hat cine Grasgrüne Farbe, die untere hingegen iſt blauweißlich. Sie ſtehen an den Zweigen Wechſelswei— ſe auf Zoll langen dicken Stielen, welche verlaͤngert durch die Mitte der Blätter hinlaufen und auf der uns teren Flaͤche merflich erhaben liegen. Gegen den Wins ter fallen fie ab, find daher bey uns Moe immer⸗ gruͤnend. Die Blumen kommen nach Miller im Maiund Junius aus den Spigen der Zweige, "Nach meinen hiefelbft gehabren Erfahrungen muß ich aber für Nieder» fachfen cher den Julius als die Bluͤhzeit angeben, da in den Jahren 1767. und 1768. ein Stamm von ohnge- fähr vier Fuß Höhe, deffen Alter icdoch * Bar zu beſtimmen war, Blumen trug. So bald dieſelben hervor brechen wollen, zeiget ſich eine rundlich ſpitzige Knoſpe von hellgruͤner Farbe, die eigentlich die Blumendecke iſt, und ſich nachher in drei ovale ausgehoͤhlte Blaͤtter oͤfnet, und mit den Blu. menblaͤttern zugleich abfaͤllt. | Die Blume ſelbſt iſt von der Seöe der ——— chiſchen Roſe (Kola punicca Mid.) und hat neun weiß ſe dicke Blaͤtter. Dieſe ſind laͤnglich, in der Mitte am breiteften, oben rund und ungen ſpitzig, wie ein söffel ausgehoͤhlet und von ungemeinen ſchoͤnen Geruche. In LIV. MAGNOLIA ‚etc. 401 Sn Amerika ſoll ſich ihr angenehmer Geruch in Ge- genden, wo fie häufig find, bis auf den achren Theil einer Schwediſchen oder den vierten Reif ein Deutſhen Meile verbreiten.) Der in der Mitte der Blume befindfiche Stempfel befteher aus einer Anzahl laͤnglicher Knoͤpfe/welche ſaͤmmtlich an einer Pyramidaliſchen Saͤule beveſtiget find, und eine große Knoſpe bilden, Jeder Knopf hat ſeinen kurzen Griffel, der hin und wicder, doch mehr nach der Mitte der Blume), gebogen ift, und ein gleich Tangeg wolliges. Stigma traͤget. Eben eine ſolche große Ana zahl weißer zugefpizter Furzer Staubfäden ſtehen um den allgemeinen Srucheboden und alfo unter den Knoͤ— pfen, und dit gelben Staubbeutel find‘ mit den eg diefer Faͤden genau verwachſzien. So waren die hier erſchienenen Blumen — ſcheinlich die erſten in — in den" Angezeigten Jahren beſchaffen. Auch in England hat dieſer Baum sn hin und wieder nah Millers Verficherung geblüher, doch ſetzen fie auch dorten ſelten mehr als zwoͤlf bis vierzehn ſchenll verbfühende Blumen; auf einen - Stamm ans Die größte Menge befisee der. Herzog von Norfolk zu Workſopmanor in Nottinghamf hire. Aus den befruchteten Knoͤpfen wird eine ———— de Frucht, die die Groͤße eines Taubeneies hat, und aus Fleinen Feuchtcapfeln zufammen geſezt iſt. Im Une fange hat fie eine grime, nachher eine rothe, und PR. eine braunrothe Farbe. | | | | | | | Die * ©. Kalms Reifen 2 Th: Seite 348. I. Band, | Cc 40% LIV. MAGNOLIA etc >» Die Heinen Sruchtcapfeln find Höhfen, beten Wins de öben ſpitz zulaufen, und bei mehrerer Reife des in ihnen befindlichen Saamenkorns ſich in zwei Theile öf- nen. Der mit einer fdyönen rothen Haut uͤberzogene ovale Saame haͤnget alsdenn an einen langen weißen Faden aus der Capſel herab, bis er zu verläßt und ſich ausſtreuet. Wahrſcheinlicher Weiſe Werben wir unter unſerm Himmeleſtriche dieſe Saamen bei dem ſpaͤten Bluͤhen der Blumen ſchwerlich zu ihrer Reife bringen koͤnnen, und hier fielen ſie einige Wochen nach dem Verbluͤhen von felbft. ab. Der Stamm erhaͤlt in Nordamerita nur * zehn bis ſechzehn Fuß Hoͤhe. Der Schopf deſſelben hat eine ſchoͤne Geſtalt, und ſo viel Blaͤtter, daß beinahe weder Sonnenſtrahl noch Regen dadurch zu dringen vermoͤgend iſt. noch zaͤhe. Die Rinde iſt glatt , bei iungen Zweigen ge, beiaͤlteren aber braunweißlich. Die von Catesby gelieferte Abbildung iſt nicht Ä natürlich genug gefröffen, Man erziehet die Magnolna am beſten aus den Saamen, der aus Amerika geſchickt wird. Er iſt ie⸗ doch ſelten gut, und es laſſen ſich viele Verſuche mi; ihm vergeblich anſtellen. Dieſe Klage führen Miller und du Homel | gleichfals. Der erſtere wuͤnſchet daher, daß er vor der Das Holz iſt weiß, und obgleich ſchwammig— den⸗ LIV. MAGNNDLIA etc. 46}. der Abſendung i in krocknen Sand gepacket werden moͤg⸗ te, und raͤth, ihn bei der Erhaltung ſo gleich auszuſaͤen. Die Aus faͤung geſchiehet in Toͤpfe mit guter Erde gefuͤlet/ und oft iſt man durch Die Menge der aufkei⸗ menden iungen Pflanzen gluͤcklicher, als man erwartet hatter Rach du Hamels Anweiſung kan man ſie at auch wohl durch Einleger vermehren ; fie find aber mie⸗ * mals fo friſch im Wuchſe, und erhalten nicht die Hohe als die aus Saamen gezogene Baͤume. Bei uns bedarf ſie wegen ihrer Empſindlichkeit *4 nige Vorſicht. Unter den uͤbrigen ihres Geſchlechts iſt ſi ie die haͤrteſte, Und man wuͤrde daher in Miederſachſen die große Mägnolia (Magnolia glandiflora L:) und die mit zugelpizten Blättern (M. acuminata 2: ) im Freien zu erhalten fich vergeblich bemühen: * Selbſt Kalm hat ſie niemals viel noͤrdlicher als in Penſylvanien, und alſo nicht uͤber den funfzigſten Grad gefunden. Daſelbſt behalten noch viele iunge Baͤume im Winter ihre Blätter In der Jugend iſt fie am zärtlichften, RR man: muß nothwendig dahin ſehen, daß fie zu det Zeit, wenn die Nachtfroͤſte im Herbſte fich einzuſinden pflegen, in Schuß gebracht werden können, Mur nachgerade muͤſ⸗ fen fie in den folgenden Jahren und bei zunehmender. Stärfe an die rauhe Luft gewoͤhnet werden, und noch) bei älteren [don ausgepflanzten Bäumen ift eine aͤhnli⸗ che Vorſicht gegen Beſchadigungen anzuwenden noͤthlg. Dieſe Vorſicht beſtehet darin, daß man den Stamm gegen den Winter mit Stroh umwickelt, doch ſo, daß Ceée 2 daf⸗ 404 LIV. " MAGNOLIA ete. daſſelbe nicht zu dichte angepreſſet und pen Zweigen * freie Luft entzogen wird. In Amerika findet ſich die Magnolia am haͤufigſten in naffen mageren Erdreiche. Hierunter verſtehe ich ei- nen Ort mit warmen Quellen, welcher im Winter ſel⸗ ten frieret, und man darf alſo bei dem Mangel ſolcher Gegenden nicht einen ieden naſſen Stand für fie waͤh—⸗ fen, weil dafelbft das Eis, worin das Waſſer durch den Froſt verwandelt wird, ihr gewiß merklich ſchaden wirde, Dieferwegen wählee man der Erfahrung nad) für fie einen nicht zu feuchten guten Boden. | Den Namen des Bieberbaums har fie dafelhft er⸗ halten, weil die Bieber die Rinde auffuchen, und fich dadurch nach Kalm **) fangen laffen. Vermoͤge der Erzählung diefes Schriftſtellers gebühree ihr auch diefe . Benennung’allein, wenn auc) andere fie der großblaͤttri⸗ gen beilegen wollen. Der vorzůglichſte Vortheil, den wir von dem ine baue der Magnolia eriwarten koͤnnen, beſtehet in der guten Ausſicht, in den 55 Blumen und in deren. vorfreflichen Geruche. Fir Gärten und an © bleibet fie alfo eine Zierde. Das Holz ift zwar hart und zum brennen gut, es faulet aber ohnerachter feiner Härte gefhwind, wenn es der Naͤſſe ausgeſetzet ift. Zu Werkzeugen, die im Trocknen rain dienet es indeſſen mit Nutzen, und die Einwohner der Amerikaniſchen Colonien verfertigen aus demſelben dau- | erhafte Hobel und andere dergleichen Sachen. | | Die: +") ©. deffen Reiſen 2. Ch, Seite 348, | LV. MENISPERMUM etc. 405 Die Würfung der Theile diefes Baumes ift befon« ders in verfchiedenen Kranfheiten zu bemerfen. So legt man in Amerifa die Saamenförner, wie auch die Rinde in Brantewein, und frinfee davon etwas als ein bewährtes Mittel gegen den Huften, die Bruftfranfheit, bei allen innerlichen Schmerzen oder Stichen, und um ftarfe Hitze zu vertreiben. Die Rinde fol der Vers ſicherung nad) ein gutes ala abgeben.***) LV,MEN SPERMUM Canadenfe) folits peltatis cordatis fubrotundo- angu- latis L. Spl. Pl, Mill. nr. 1. Menispermum Canadenſe ſtandens umbilica- to folio Tourn. et du Ham, arb. 1. - Climbing Moonfed of Canada. Lierre de Canada. ee Sanadifches Mondſaamen— kraut. Jan trift dieſe Pflanze in Virginien und Canada A wild an, und fie ſchlinget ſich an Bäume und Sträucher zu zwölf bis vierzehn Fuß hoch hinauf, Die Blätter find. rundlih, Herzförmig, mit fünf flachen Einſchnitten verfehen, ungezahnt, auf der ober ven Fläche dunfelgrün und glänzend, auf der unteren aber blaßgrün. Diefe untere Fläche führce ficben ftar- fe erhabene grüngelbliche Adern, die ſich mie dem Stie⸗ le. vereinigen und Eleinere Mebenäfte nach den ‚Seiten Cc3 | fort- *) S. Ralms Reifen 2. Th Seife 349, 486 EV. MENISPERMUM ere. fortſchicken. Der Nand der Blätter ift nach unten un« ‚gebogen, Sie werden auf ſechs Zoll breit, und fünf Zoll lang. Der rothe Stiel ift nicht an dem äußerem Endedeg Blattes, fondern noch einen halben Zoll von demſelben entfernet unter dem Blatte beveſtiget, fo daß er daſelbſt eine Erhabenheit und auf der oberen Flaͤche eine Hoͤhle bilder. Er hat auf drei Zoll Länge und ſtehet an den ebenfalg rorhen Zweigen Wechſelsweiſe. Die Blaͤtter, Blumen und übrigen Zweige ſi ind mit kurzen feinen Haaren beſaͤet. Bei uns kommen die Blumen im Jullus aus den Zweigen neben den Blätterftiefen Buͤſchelweiſe auf zweiZoll langen dünnen rothen haarigen Stielen zum Ausbruche. Auf einer Pflanze find bloß männliche, auf einer andern bloß weibliche befindlich, ‚Bei den maͤnnlichen Blumen beſtehet die Blu⸗ mendecke aus zwei ſehr kleinen ſchmalen gruͤngelblichen Blaͤttgen. Die Blume iſt gedoppelt. Die äußere hat vier kleine ovale gruͤngelbliche Blaͤtter, deren Rand mie einer rothen Einfaſſung verſehen iſt, die innere hin⸗ gegen hat acht viel kleinere und kuͤrzere grüne ausgehoͤhl⸗ te Blätegen. Die Anzahl der Staubfäden beläuft fih auf fechzehn Stück, fie ragen über die Blumenblaͤt⸗ ter hervor, und führen Eleine vierfeitige Staubbeutel. Die Blumendecke und die Blume find bei den weiblichen mit denen von den männlichen übereinftime mend. In ihnen befinden fich acht ſehr kurze grüne A - * > TE A EEE Die nd Staubfäden, die grüngelbliche unfruchebare durch⸗ ſichtige Beutel und zwei Knopf haben, welche neben einander fiehen, un mit einen ungemein Furgen Sei un LV. MENISPERMUM etc. 407 und einen in zwei Theile getheilten frumpfen Stigma verfehen find, Nach dem Verbluͤhen folgen zwei feine rundliche ‚Mierenförmige Beeren mit einen gleich geftalten einzel: nen Saamenforne. Sie erhalten im Herbſte ihre Reife: Ä Diefe Befchreibung der Blumen und Befruchtungs: theile if dieienige, die der Ritter bon Linie” uns nach feiner Unterſuchung liefert. Ich habe iedoch in den miehreften weiblichen Blumen drei Knöpfe gefunden, ob gleich die übrigen deren nur zwei Stuͤck harten. Bei du Hamel ſind die Saamenkoͤrner abgezeiche net, dig abgebildeten Blaͤtter weichen aber vor der na— türlichen Geſtalt diefer Ganadifchen Art darin ab, daß fie fpigiger und eckiger vorgefteller find, als man fie in ihrem Wachsthume gemeiniglich antrift. Es feheiner daher, Daß durch diefe Abbildung eigentlich Menisper- mum Virginicum Z.. Sp. Pl. das Virginiſche NEN Mendfnamenfraut verſtan⸗ den ift, - Man vermehret es ohne Mühe durch die Ausläufer, die in lockeren Boden häufig hervorfommen. Wenn man folche im Fruͤhiahre ausheben und vers pflanzen läffet, fo kommen fie ohne weitere Vorſicht fort, nur muß man ihnen ſogleich Stangen geben, an welche fie fi herauf fchlingen koͤnnen. So lange fie ohne die» fe auf der Erde hinkriechen, treiben ſie nicht ſtark. Nach du Hamels Anweiſung —* fie gerne im ——— € 4 Den 108 LV. MENISPERMVUM etc: Dennoch kann ich aus. der Erfahrung hiefiges Orts das Gegentheil anführen, woſelbſt unter andern eine - ftarfe Pflanze, die der Mirtagsfonne frei ausgeſezt iſt, fo frifch ausfällt, als man von, ihr nur erwarten darf. Zu Berlin in dem Kraufifchen Garten hat eine folche vor einen der Mittagsfonne ausgefezten Fenſter an der Mauer den beften Trieb gezeiger, ‚Die Wurzeln laufen, wie ich ſchon gefagt habe, fehr ftarf aus, fo daß die Pflanze kaum auszurotten ift, wenn fie einmal veften Fuß gefaßt hat. | Bei unfern Wintern leider fie außer dem Abfterben der Ranken nichts, die in iedem Jahre von neuen re hod) aufwachfen. Biele preißen diefes Mondfanmenfraut an, um nack⸗ te Mauren oder andere unangenehme Gegenftände zu be decken, weil es aber nicht immergruͤnend, fondern erfl fpät im Jahre belaube wird, fo kann man folchen Vor⸗ theil nicht vollſtändig erwarten. An Sommerlauben und Fleine Taraſſen dienet es eher, weil die Blätter ei ne ziemliche Größe erhalten und die Zweige häufig da⸗ mit beſezt ſind. Außer dieſen iſt von dem Nutzen nichts weiter bee anne. ö LVI. — — 409 LVI. MESPILUS. The Medlar- Tree. Le Nefllier, Der Mifpelbaun, 9 lle Blaͤtter der Arten dieſes Geſchlechts find Weche ſelsweiſe an den Zweigen beveſtiget, doch ſind ſie ihrer Geſtalt und Groͤße nach von einander unterſchieden. Die Blumendecke iſt einblaͤttrig ausgehoͤhlet offen⸗ ſtehend, und in fuͤnf Einſchnitte getheilet. Sie bleibet er dem Baume und waͤchſet mit der Frucht, - Die Blume hat fünf zugerundete ausgehöfgte Blaͤt⸗ ter, welche in den Einſchnitten der Blumendecke vefte ge⸗ wachfen find. ha der Vlumendecke befinden ſich zugleich mehren: theils wanʒig Pfriemenfoͤrmige Faͤden mir einfachen Der Knopf ift unter der Blumendefe. Die Ans zahl der Griffel beläuft fih auf fünf Stück, und dag Stigma iſt rund und plate gedruͤckt. Die Feucht wird eine Kugelrunde Beere, deren oberer Mitrelpunct oder Nagel, der eine Fleine Oefnung har, durch die einwärts gebogenen Einſchnitte der ges wefenen Blumendecke bedeckt wird. Sie enthält fünf harte eefige Körner. 1. MESPILUS (Germaniea) inermis folüs lanceolatis fubtus tomentolis, floribus fel- ſilibus folitariis L. Sp. Pl. Mill. 2. Mespilus foliis oblongis argute ferratis, bac- ca pyriformi gruncata Craaz. ſtirp. Auftr, &c’s Mes- 410 LVE MESPILUS'ee, Mespilus folio laurino"maior, C. Bau. Pin, du Ham. arb. 2. The Dutch Medlar, | Le Nefflier cultive. | Der gemeine Mifpelnbaum. Der Meſyeln⸗ oder Heſpeleinbaum. ©. du Ham. arb. fruit, Tom.l. Planche II. Blachwell Tab, 154- Dieſer Mifnelbeum ift auch, fonft bei den Gärtnern unser. dern Namen des großen Hollandifchen Me pelbaumes bekannt, und ſtammet eigentlich aus den wärmern Gegenden von Europa her, | Durch das Pfropfen feiner. Zweige und durch den beſ⸗ feren Boden find die. Fruͤchte größer ala bei dem gemeis nen wilden geworden, welchen lezteren die mehreſten nur als eine Abart annehmen, ob gleich Miller ihn als eis ne befondere Art beobachtet haben will. Die Grunde, welche ihn hiezu vermögen, beßehen darin, weil feine Blätter ungerheile, weil die Blumen Fleiner und die - Srüchte (änglicher und mehr Bienförmig find, n% Die Plätter find: größer ale bei den wilden, Sie haben über ſechs Zoll Laͤnge, und ber zwei Zoll Breite. Am äußeren Ende laufen fie fpisig zu, unten aber , wo. fie an den fehr kurzen Stielen fichen, gehen fie zuge» ſtumpft aus, und führen öfters nad) zwei kleine Anhän- 7 ge mit fih, die man für kleine Mebenblätter anſe⸗ hen könnte. Ihr Rand iftein wenig weitläuftig gezahnt, doch find die Zähne-gegen die äußere Spige viel feiner, Sie * auf der oberen Flaͤche eine glatte hellgruͤne Farbe, LEVEL MESPILUS etc. 48 Sarbe, auf der unteren hingegen ‚eine feine Wolle und ei⸗ nige ſtarke Adern. Die Blumen kommen im Junius einzeln und beinahe ohne Stiele zwiſchen den Blaͤtterzweigen hervor. Die Blumendecke iſt gruͤn, etwas wollig, und in ihren Einſchnitten laͤnger als die Blumenblaͤtter. | Die Blume hat veiße Blaͤtter, eine runde Ger ſtalt, und fält merklich größer als hei den wilden Mike pelbaum qus, Die Fruͤchte find rund und groß, fo daß fie auf ar Zoll Die betragen, wenn fie recht auswachfen. "Sie haben eine gelbliche Farbe, und glarte Fläche, Ihr Fleiſch iſt hart, und wird erſt nach einiger Zeit weich, oder. nach dem gewöhnlichen Ausdruge mol, und für gichhaber eßbar. In dem Sleifche ſelbſt liegen fünf große laͤnglichtrun⸗ de braungelbliche harte Saamenkoͤrner eingeſchloſſen. Die Rinde des Stammes und der Zweige iſt Aſchgrau. Um ſicher die anſehnlichen Fruͤchte zu erhalten, ver⸗ mehret man dieſen Miſpelbaum durch das Pfropfen auf Staͤmme der gemeinen Art, oder auf unſern Weißdorn, (Crataegus Oxyacantha T.) oder auch nah, Mil: ler auf irnſtaͤmme, und nad, du Hamel auf Quit⸗ ten und auf’ einen. ieden Stamm, der zu den Geſchlechte der Miſpeln gehoͤret. Sicfommen in ieden nicht zu ſchlech⸗ ten Boden fort, Iſt ſolcher nicht zu trocken, fo. erhal⸗ ten die Früchte eine anſehnliche Größe, doch werden ſie im trockneren Erdreiche allggeit ſchmackhafter, wenn fie auch 412 LVL» MESPILUS etc. auch Eleiner bleiben. Man läßt ſie entweder für ſich als hohe Bäume aufwachfen, oder zicher fie alsı niedrige Büfhe an Spalierwände. Beweiſe, daß fie dag Ber fehneiden vertragen. Nur muß ein Gärtner, wenn er fie am Spaliere erziehet, fid) wohl vorfehen, daß er die außeren Zweige niche zu flarf wegnimme. weil diefe ge⸗ meiniglich die Tragknoſpen enthalten. Sie ſtehen auch an ſchattigen Orten, und wachſen daſelbſt, wenn andere Baͤume kraͤnklich bleiben wuͤrden. Der beſondere Nutzen in der Wirthſchaft beſtehet in den Fruͤchten, die aber nicht fuͤr alle Deiigaen ange nehm ſind. Man iſſet ſie im November und December, folg— lich zu einer zeit, wo die Abwechfclung vom Obſte fehlet. Die Anweiſung, dieſe zu ſammlen und ffir ven, giebe der Herr $anddroft von Muͤnchhauſen ) nach welcher fie beider Erfcheinung der Nachefröfte, oder wenn dag Laub abfälle, abgebrochen, in ein reines Tuch und mit dieſem zwifchen Beten gelegt werden, Weil auf folche Weiſe Feine Luft darauf ftoßen kann, fo bleis ben fie faftiger und im Gefchmadfe angenehmer. Die Zeit ihrer Gßbarkeit erfennet man an der äußeren Farbe, die alsdenn dunkler wird, und am Gefühle, da fie.un« ter dem Finger nachgeben? Einige Wochen —— find. fie zum Gebrauche tauglich. Din Hamel *”) tadelt an ihnen, daß fie‘ von ins nen weich zu werden anfangen, wenn fie auf deräußeren _ Fläche noch grün und hare find, und wenn diefe weich v 1 *) S. Hausbater 3 3 2). Seite 515. A "N 6: Fr. des Arbres truitiers Tom 1. pas 330. et 333. LVLÜMESPILUSEK 413 iſt im Geſchmacke etwas faul feyn ſollen. Die Fruͤch⸗ te des gemeinen wilden Miſpelbaums, und die ohne Kern, welche bei beiden kleiner ſind, ſollen hingegen dies ſes Unangenehme nicht bei ſich führen, und deswegen ziehet die er lezteren allen. übrigen vor," In Frankreich "macht" man fie "als Confituren ei ein, die ziemlich gut ſind. | Sie ftilten wegen ihrer anziehehdth Eigenfthaften haͤuftg genoffen den Durchlauf⸗ und der Jenaiſche Pro⸗ feſſor Wedel giebt ein Beiſpiel an daß davon Ver⸗ ſtopfungen mit Epifepfien verbunden, entſtanden find, MNach dem Herten Hofrath Gledirfiy’*"") dienen = Blaͤttet und: ‚Steige zum Gerben des —— te er JMESPLLUS (Pyracantha). —** — lanceolato- ovatis crenatis, calycibus fru- ctus obtulis Z. Sp. Pl.Miil.. Mespilis aculeata 535 folio Tonm. et "du Ham. arbi 7% Hu The Pyracäntlia, or ever-green Shörhe 4 n Te Buiffon ardent. .. " Der immergeinende Dorn, Wild wird er in verſchiedenen Gegenden Feallbb . en ® N und in Frankreich in der Propense angetrof⸗ | vn ie Sle Blätter find langlichrund, doch gegen die Spike zu breiter als unren, und an der Spike und Rande bisüber die Hälfte ihrer Länge fein gekerbt. In “ ihren ne) &, Phyf bot Abhandl. 1 Th. Seite 6: In Corſica häufig nach Fauſſan Memoires ſur la Corſe. 414 LVI. MESPILUS etc. ihrem Baue fi nd. fie dick ind fteif, auf der oberen Seite glatt und glaͤnzend von dunkelgruͤner Farbe, auf der — unteren aber heller. Die Stiele find aͤußerſt kurz und die größten Blätter haben zwei Zoll Laͤnge auf einen Zoll Breite. Im Winter fallen fie niemals ab, und geben dem Strauche dadurch die Eoghſche und Deutſche Be⸗ nennungen. Die Blumen —7 — im mind und, flag. aus.den Seiten dei Zweige i in kleinen Buͤſcheln ſo haͤuf⸗ - fig, daß fie den ganzen Stamm MBIMARr: mit ‚einer — ſen Farbe uͤberdecken. Die Blumendecke if gein, die Blam⸗ weiß, klein, ohngefaͤhr von der Groͤße der Blumen des gemei⸗ nen Schwarzdorns (Prunus ſpinoſa L. ) und die weiß⸗ er Staubfäden haben —— Staubbeu⸗ tik Nach dem Berblühen ſetzen ſich eine Menge kleiner runder, Anfangs gruͤner, hernach aber hellrother Bee⸗ ren an, welche endlich Feuerroth werden, und dem Dors ne feft im Franzoͤſifchen den Namen des brennenden Buſches verfchaffen. Sie werden gegen den Winter reif, und die Einfehnifte der Blumendecke Tiegen auf "ihrer Oberfläche platt gedrücdt. Ihre Größe kommt mit dee Größe einer Erbfe überein, Die fünf Sad» menförner find Flein und weißlich. Die Rinde ift braunroth, glatt, und mit ſtarken Dornen verſehen, welche einen halben, , auch Ei: ei⸗ nen ganzen Zoll Laͤnge haben. Am bequemſten und leichteſten erziehet man nen Aug dem friſchen Saamen, der in dem folgenden Fruͤhiahre nach LVI. MESPILUS etc; - 415 nach den hiefigen Erfahrungen häufig aufgehet, wenn er durch bie im Vorberichte gegebene Gährung ‚aus den Beeren gebracht, und noch im Herbſte ausge⸗ ſaͤet wird. ‚Man kann fie jedoch auch durch Ableger gerincheue ob, ‚fie. ſchon nicht, gut anſchlagen, weil ‚die Zweige, ſo fange fie noch iung find, zwar wohl in. einem Jahre Wurzel treiben, aͤltere Zweige dieſes aber erſt in drei bis vier Jahren thun, ‚wenn es faſt noch geſchichet. Nach Miller waͤchſet er niemals zu einen Bat. | auf, fondern bleibt allezeit niedrig und Strauchartig. Die Aefte find, biegſam, und ſo ſchwach, daß fie ohne Nutzen nicht aufgerichtet ſtehen koͤnnen, man pflan⸗ get fie daher in ſolchen Fällen nur an Waͤlle oder an Ge⸗ bäude. Dem ohnetachtet bleibt es wahrſcheinlich daß er in bedeckten Holzungen zu der Höhe und Stärke un. fereg gemeinen Weißdorns gelangen kann. Er iſt dauerhaft, waͤchſet in leden Boden, votzug⸗ licher aber in elnen mehr trocknen als feuchten. Ya fol: chen trocknen leimigen Erdreiche kommt er in den hießgen Pflanzungen mit andern Nadelhoͤlzern vermiſcht und durch ſie bedeckt am Hange eines Berges freudig fort, und bleibet durch den Wintergrün, wenn ich einige Zweige ausnehme, die allenfals mie ihren Blättern bei weniger beſchuͤzt ſtehenden Staͤmmen durch harte Froͤſte beſchaͤdiget werden. Zahrlic träger, er häufige Blumen ‚und Früchte; | Du Hamel raͤth an, den Sarmn in großen Holzpflanzungen haͤufig auszuſtreuen, weil die iungen aufkeimenden Buͤſche weder dein Eichen noch andern hoch— — Baͤumen ſchaden, vielmehr das Erdreich bez Br 416 LVL'MESPIEUS crc. decken, das Gras und Unkraut erfticken, und dadurch diefelben ſchneller aufwachfen Laffen. Le 3 So viel iſt wahr, zur Verdickung der Gehaͤge tta⸗ gen ſie etwas bei, und es iſt damit auf eine ähnliche Weiſe hieſelbſt bei einen neuangelegten kleinen Luſtge - häge im Herbſte 1767, ein nicht ſchlecht gerathener Ver⸗ fi gemacht worden, | | sap In Pflanzungen, welche aus Nadelhoͤlzern und ans dern immer grünenden Bäumen beffehen‘ mächt er Hi fürtrefliches Anſehen "und ergoͤzt durd) die rothen Bees ron; mit den gruͤnen Blättern vermifcht das Ange. 1" Es ſcheinen auch die Staͤmme in Gaͤrten zu erli⸗ chen geſchnittenen Hecken, und wegen ihrer Staͤcheln Fi} Beſchuͤtzungshecken zu dienen, „und fie find werth ; daß damit. ähnliche Verſuche angeftellet würden. .c Od ich gleich nicht bemerket habe, daß die Vögel den Beeren nachgehen, fo iſt doch mit ihnen im Herbſte verſchiedentlich cin Theil eines Dohnenſtieges eingebee⸗ k vet worden, und bei den gefangenen Vögeln zeigte es ſich, daß ſie dieſelben gegeſſen hatten. TERN ' 3. MESs PILUS ( Canadenfis)) inermis, folüs ꝰbvato - oblongis glabris ferratis L. Sp. Pl. Mill. 6. et. Gronov, Fl. Virg. pag. 76. | Mespilus inermis, foliis. fubtus glabris ob⸗ verfe ovatis da Ham. arb. 9. — The Medlar of Canada. Amelanchier de Canada. Der Canadiſche Miſpelbaum. * Bir: glatt, .DVR UMESPIKU S.Iete) 417 Vir ginien und’ Canada ſind die —* Karate diefe Are mild angeröoffen wird. © melın: Die Blaͤtter ſind bhal laͤnglich hä mal nach der Spise hingegen rund und’ breiter/ zwei/ ia J ters bis drei Zoll lang und einen Zoll breit. Sie ſitzen zu dead, vier bis fuͤnf Stuͤcken neben einander. Ihre Flaͤchen find glatt, die obere iſt dunkelgruͤn, die untere aber weißlicher, glaͤnzender und mit Adern verſehen. Der Rand iſt fein gezahnt und Die aa haben einen viertel Zoll Länger) 2iastı372 ?N5lons; Die Blumen ſind von der Br wie Pr den im mergruͤnenden Dorne silondfigen in kleinen Buͤſcheln auf den aͤußeren Spitzen der Zweige. Die Zeit ihres Bluͤ⸗ hens iſt der Mai und Junius. — Die Einſchnitte der Blumendecke ſind braun, und die Fläche derfelben iſt, wie ein ieder RER mit Mole überzogen. - Die Blämenbiätter, * And Kamat ju und aus den Einſchnitten der Blumendecke in die Hoͤhe. Sie find auf die Hälfte weiß, die andere Haͤlfte iR roͤthe⸗ lich, und ihe Rand fein gekerbt. Die Faͤden fi ſind weiß, „die Staußbeutel Pure purfarbig und in zwei Theile gefheilet, und die fuͤnf aufe gerichteten Griffel Haben eine gruͤngelbliche Farbe. Die Fruͤchte ſind kleine ſchwarze Beeren mit nie⸗ dergedruͤckten Nabeln. Ihre Größe kommt den gemeis nen Wachholderbeeren nahe, und ſie werden im Herbſte reif. J Die Rinde der Zweigeift Para braun und "Land | ® d € | 28 LVI. MESPILUS etc. Er. wird der Erfahrung nach durch den Saamen und durch eingefenfte Zweige Teiche fortgepflanger, und bfeibet gegen unfere Winter aͤußerſt harr. A Die Höhe, zu der er gelanger, beträger nich über fünf Fuß. In Pflanzungen har er durch fein friſches * und yet: die häufigen Blumen ein gures Anfehen. 4: MESPILUS (arburifolia) inermis, foliis lanceolatis crenatis fubtus tomentofis Z. Sp. Pl. Mill. 10. Crataegus Virginiana foliis Arbuti Tourn. Inf et du Ham. arb, 6. \ | Virginia Medlar with an Arbutus Leaf. Alizier de Virginie à feuilles d Arbufer, Virginiſcher Mifpelbaum mit Erdbeer: baumblättern ©. Miller Tab. 109. Munting pag. 1a Fig. 23. Am hänfigften waͤchſet er in Virginien, und ze diefer Provinz hin und wieder in den übrigen NRytdame⸗ rikaniſchen Provinzen. Da die Blaͤtter den Blaͤttern des — et⸗ was gleichen, ſo haben ſie dem Baume die Benennung gegeben. Sie ſind ſchmal und am Ende zugeſpizt, uͤber zwei Zoll lang und einen Zoll breit. Drei bis vier Stuͤck ſitzen beiſammen. Auf der glatten oberen Flaͤche find fie von dunkelgruͤner Farbe, und auf der unteren etwas wollicht und gelblich weiß, auch mir Adern vers „sfehen, ° LVI. MESPILUSI&e ang feher. She Rand ift geferbt , und auf ihn finden ſich Fleine braune Drüfenartige Bunte, ſo wie auf der mitt, leren Ader der oberen Fläche feine rorhgefärbte Haare, Ihre Stiele haben einen viertel Zoll Laͤnge. Gegen den Herbſt werden fie vorh, und bei der nnäprenug des Winters fallen fie ab, Die Blumen kommen aus den Spigen der * im Junius in kleinen Buͤſcheln hervor, J Die Blumendecke iſt gruͤn mit roͤthlichen gekerb⸗ ten Einſchnitten, welche: ich bei einigen wohl zu ſechs Stüdf bemerfer habe. ‚Sie wird, wieder * mit Haaren bedeckt. Die Blume hat gewoͤhnlich fünf weiße Blär ter, öfters finden ſich aber noch außer diefen | ‚einige mehr, ſo daß ihre Anzahl auf ſechs, ſieben bis acht er» höher wird. Da diefe lezteren indeffen fehmaler als die erfteren fünf Stüce find, und aus den Fäden entſtehen, fo darf man ſich dadurch nicht irren laffen. Die Faͤ⸗ den find. weiß, und die Staubbeutel roh, Die fünf blaßgelben Griffel fehen aufgecichit und der Knopf iſt haarig. Die Fruͤchte ſind klein, ohngefaͤhr ſo groß, wie bei der vorigen Art, mit einen plattgedruͤckten Nabel verſehen. Im Herbſte erhalten fie Anfangs eine rothe, bei ihrer voͤlligen Reife aber eine mehr braunrothe Farbe « Miller raͤth, ihn durch den Saamen fortzupflan⸗ zen, und weil er in der Jugend gegen die Kaͤlte em⸗ pfindlicher als der Canadiſche iſt, ſolche iunge Pflanzen nachgerade an dieſelbe zu gewöhnen, Stehet iedoch ein 20.2 Stamm 420 LVI. MESPILUS etc: Stamm in guten lockeren Boden; fo find. dergleichen Bemühungen unnörhig, weil die Wurzel viele Schöß linge treibet und die Vermehrung leichter macht. Man kann dieſes auch durch Einleger und durch das Pfropfen der Reiſer auf den gemeinen Weißdorn be⸗ werkſtelligen. Worzuͤglich liebet er ein leichtes Erdreich und Bi fet in ſolchen fünf Fuß hoch, Bei hatten Winrern, dergleichen : für ihn hiefelbft der von 1769: auf 1770. war, leidet er in feinen Zwei⸗ gen, und treibet fein Laub in dem. —— —5 — viel ſpaͤter. Er empfichler ſich me der Berfihledenheit, die er in Pflanzungen giebt, nicht befonders, indem er wenig Anfehen macht, auch werden aus dem Holze wegen des niedrigbleibenden Stammes Feine —— zu erwar— ten ſeyn. pr a MESPILUS (Cotonsalter) inefmis, fo liis ovatis integerrimis L. Sp. Pl..Mil. 7... Mespilus foliis ovato -acuminatis, integerri- mis, fubtus lanatis, bacca globola Cranz ftirp. Auftr, Fafc. I. nr, 37 Mespilus folio fubrotundo, fructu rubro Tourn. Init. et da Ham. arb, 10. Dwarf Quince. Le Nefllier Cotoneaſter. ge a Fe mipeTh a mit Rn * Wilde LVL !MESPILUS ke! 221 Wilde Quitten. Bergquitten,*) | ©. Fl. Dan. Tab. 112, Hort. Angl.Tab. 14- Cranz Tab, 2. Fig. I. Nachdem Ritter von Linne'und anderen Schrift sftellern finder er fich auf den Pyrenäifchen und Schwei— zer⸗Gebuͤrgen, auf dem Berge Ararat und den trock⸗ nen Hügeln des Falten Eröftreiches von Europa, "Die Blätter find beinahe völig rımd, am Ende ‚ein wenig zugeſpizt, ungezahnt, oben grün und glatt, unten aber wollig und mit erhabenen Adern befaer. Ihr Rand ift weißlih. Die Sänge beträge bei den mehre: ſten einen Zoll, und die Breite nicht viel wenigen. Sie ‚find einzeln an den Zweigen beveſtiget. Die Stiefe ‚find einen viertel Zoll lang, und ebenfals, wie die Blumenſtiele, mit weißer glaͤnzender Wolle bedeckt. Die Blumen bluͤhen zu Ende des Mai oder mie dem Anfange des Junius. Sie entſpringen aus den Achſeln der Blaͤtter an den Seiten der Zweige zu zwei, drei, bis vier, ſelten fünf Stüfen neben einander auf ‚halben Zoll langen Stielen. Die Blumendecke iſt rer grün, ieechaufeine ‚Seite roch „ und dabei wollig. Die Blumenblaͤtter find weiß , an ihren Spitzen und in der Tiefe roͤthlich gefaͤrbet. Sie breiten ſich nie- mals aus, und ſtellen daher den Augen kleine hangende Glockenaͤhnliche Blumen vor. Auch ſind ſie nicht viel groͤßer, als die Einſchnitte der Blumendecke. Das unter ihnen befindliche Nebenblaͤttgen iſt roth. Dd 3 Die * e >. Oeder Nomenclat. Seite 74. 422 LVI. MESPILVS etc. Die weißen mit blaßgelben Staubbeuteln ver⸗ ſehene Faden find. nach ihrer Mitte hin krumm ger bogen. Der Knopf iſt — und giebt im Herbſte un. fhmadhafte rothe Beeren van der Größe einer Kleinen Erbſe, welche einen zuſammengedruͤckten Nabel, ein geibliches mehliges Fleiſch/ und in: demfelben zwei, drei, bis vier Eleine platte: ovale fteinige Körner eingefchloffen führen, Sie werden im Auguft reif, Die Rinde der Zweige ift — se hat eine braunrothe Farbe, Diefe Zwergmiſpeln laſſen fich, wie die übrigen Ar⸗ ten, aus den Saamen, durch Ableger und Pfropfen ‚erziehen, ‚fie geben aber in guten Boden m. natürlich viele bewurzelte Schößlinge. Ihr Wuchs bleibe Flein und nur auf vier bis fünf Fuß hoch. Er ift überdem fperrige, und unter denen ‚aus der Wurzel getriebenen Zweigen find unter vielen guten eine Menge dürre. Einer befonderen fleißigen Wartung. haben fie niche ‚nöthig, indem fie unfern Himmelsſtrich gewohnt find, und auch den fihlechteften Boden nicht ver» ſchmaͤhen. Bon einer eigentlichen Benutzung kann ich nichts anführen, 'b. Mes- a LVIL MESPILUS’ete 423 #-b: MesrırLvs-folio rotundiori non ferrato, ‚fructu nigro Amman. Stirp. Pag. 201. ar 279: Der Rufifche Zwergmiſpelbaum mit — ——— Frücht. "©, Amman, Tab. 34. Nach der Vergleichung der Zweige,... Blätter und Blumen mit dem Zwergmifpelbaum mit vorhen Beeren, ift er nur allein durch die ſchwarzen Früchte eine, Abgıt deffelben. | Amman har ihn nach Meſſerſchmidt der ihn in Sibirien häufig gefunden hat, beſchrieben, und dies fe Befchreibung paßt auch auf den erfieren, ih nchme . denn die Angabe aus, daß er daſelbſt ſelten eine größe: re Höhe, als ein Mann zu haben pfleger, erhalten folk So wie der hiefelbft vorhandene Stamm ausweifet, bleibe derfelber mit dem vorher. hefiurkebenen steich niedrig. und im. Wuchfe fperrigt. - nie sr Er blühet ebenfals mit ihm zu gleicher Zeit und die Beeren werden im Auguftreifs Anfangs find fe gruͤn, nachher dunfelcoch und am Ende fhwarz. Die Vermehrung ift diefelbige. Won einen befons deren Nutzen kann ich auch nichts fagen, da fo. gar Am⸗ man, welcher doc) auf den Gebrauch fehr aufmerffam ift, nichts davon angiebt. at Dd4 LU. LVIL M 0 RU S. "The — +. Le Muner. Sr Maulheerbaum. ie Pfäfter ſichen ih Geſthlechte Wechſels⸗ weiſe an den Zweigen, nur find fie in der Geſtalt bei ieder Art von eitandet unterſchieden. In Abi cht der Blyınanı fragen bald ‚einige "Bäume männliche und weibliche auf einen Stamme, bald männ« lihe, bald wiederum weibliche auf zwei BeraeNen 9 Stämmen. "ie er, Die männtichen une Rheine zu —— Stuͤcken neben Ehrkedie mehrentheils an einen ovalen — * F Die Blumendecke ehe ieden it in vier Ave ätsgchöhe grüne Einſchnitte getheilet. Eine Blume iſt bei ihnen nicht vorhanden, und es gehen alſo nur zwiſchen ‚den Einſchnitten der Blumendecke vier Pfrie— menfoͤrmige Faͤden aufgerichtet hervor, welche dieſelbe in der Laͤnge uͤbertreffen. Die Staubbeutel ſind einfach. Die weiblichen Blumen ſitzen Buſelweiſe. Ihre Blumendecke iſt ebenfals in vier Einſchnitte ge⸗ theilet, welche aber rundlich und ſtumpf find, auch nicht abfallen. Die Blume fehlet ihnen ebenfals. Dee Knopf hat eine Herzfoͤrmige Geſtalt, und auf ihn ſitzen zwei lange nach zwei Seiten gebogene rauhe Pfrie⸗ menfoͤrmige Griffel mit einfachen Stigmaten. 419 4 Aus LV.IE :MORUS. etc : 425 Aus ieder Blumendecke wird am Ende eine große, fleifhige und faftige Beere, in der ein einziges ovales augefpiäfes Saamenforn eingeſchloſſen lieget. 1 MORUS (nigra) folus Cordatis feabris. „L Sp Pl. Mi 1. Morus fructu — C. Baub, Pin. 459: de Ham. arb, | The common —* Mulberry· Murier à fruit noir. Der fhwarze Maufbeerbaum. | se. du Ham. axb. fruit. Tome 1. pag. 338. ' ‚Tab. Dr ‚Blackwell Tab. 126. E⸗ Kammer der ſchwarze Maulbeerbaum — lich aus Perſien her, nunmehro trift man ihn aber in den mehteſten Gaͤrten von Europa, und am haufigſten an den Seefüften von Italien an. Die Blätter find Herzfoͤrmig, am Rande gezahnt, in dem größten Blaͤttern tiber ſechs zoll lang und ſechs Zoll breit. Sie haben im Anfuͤhlen eine eigene Haͤrte und Schärfe, auf der unteren Fläche find fie mit weißli— chen dicken Adern verfehen , und auf dieſer in der gruͤnen Farbe matter und heller, als auf der oberen, Ihre Stiele find beinahe von einen Zoll Länge, dick in ihrem Baue und hellgrün von Farbe. Die Blumendecken ſind gruͤn, bieFaden w 9 die Staubbeutel gelblich. * Wei den weiblichen Blu⸗ “men hafder Knopf eine grüne, und der Briftel, wie die Stamate eine weißliche Farbe. Dd 5 | Die 426 LVM. MORUS etc! Die Früchte oder Beeren werden im September reif. Sie find im Anfange hellgruͤn, darauf hellroth, und endlich ſchwarzroth. Ihre Haut iſt ſehr fein, ſo daß ſie beim Angreifen leicht zerreißt, und einen faͤrben⸗ den rothen Saft umher ſpruͤtzet. Der Geſchmack iſt angenehm und Ser füß, Sie —* a fur. je Stile. Sowohl Blaͤtter, als Zlumenfnofben fi nd vor dem Aufbrechen braunrorh, Die Rinde ift braun, und das Hotz — ziemlich weft. | > Eine gehörige Anzahl iunger langen erhält man am gefehwindeften durdy den Saamen, wenn durch-die Waſſerprobe die fehwereften Körner von dem, Bun abgefondert werden. Gemeiniglich nimmt man die — 4 Sri jahre vor, nachdem die Körner vier und zwanzig Stunt den lang in Waſſer geweicht geſtanden haben,. Eine ‚gute Verwahrung derfelben iſt jedoch während des Winz ters erfoderlich, ‚und diefe sefhieher i im trocknen Sande am beften. Gute lockere Gartenbeete find zu den Ausſaen vor⸗ zuͤglicher, als ein veſter Boden. Man ſtreuet den Saa⸗ men alsdenn in feine nicht zu tiefe Furchen und bedecket ihn mit weniger Erde. Nach dem Auslaufen der iungen Pflanzen fh das. Beer leicht vom Unkraute rein gehalten werden‘, welches zum geſchwinden Wuchs der Bäume nothwendig erfor derlich bleibet, und wenn fie nach Verlauf vondrei bis vier Jahren in bie Baumſchule verfeger werden follen. Weil LVIL MORUS etc. 427 Weil dieſe Bäume befonders in der Jugend ſtarke Wins ter nicht gut ertragen, ſo müffen folche Baunijchulen antinen Ort angelegt werden, der gegen die Falten reif fenden Winde etwas befchüzt liegt. Aus ihnen kann man fchon im fechften. Jahre die Maulbeerſtaͤmme an die für fie beſtimmte Stellen bringen, Eine andere Merhode fie fortzupflanzen , befichetin dem Pfropfen. Es ift diefes eines der ficherften Mittel, wenn man bei den ſchwarzen gute Früchte und beiden weißen große Blätter erhalten will. Jeder Liebhaber kann nach feinen Belieben Zweige ausfuchen, und darf bei der ſchwarzen Ars; nicht befürchten, daß fie, wie ein aus den Saamen gezogener Baum wohl zu thun pfles get, bloße männliche Blumen tragen, und deswegen unbrauchbar find. In der Dauer fommen icdod) die gepftopften Bäume den wilden Stämmen nicht bei. Durch Schnittlinge läßt fich der Maulbeerhaum ebenfals vermehren. Man fehneidet iunge gefunde Zwei⸗ ge ab, ſteckt fie in kleine Furchen ſechs Zol weit ‚von einander, und verfähret mir ihnen nad) der du Ha— melſchen Anweifung, *) Wahrſcheinlich muß dieſes in waͤrmeren Laͤndern exrwinſan als in kalten aus— fallen. Durch Ableger und Auslaufer wird dieſe of icht auch erhalten. Du Hamel iſt uͤber die Verpflanzung und Anzie⸗ hung, beſonders auf weiße Maulbeerbaͤume gerichtet, in dieſem Artikel ungemein weitlaͤuftig, er erwaͤhnet alle a, die dabei beobachtet werden müffen, und | | die ) S. Naturgefchichte der Baume. ztes Vuch tes Capi⸗ pel iſter Artikel. 438 EVIL) MOR US etc. die mehrentheils auf eine iede Vorpflanzung paſſen Weil aber deren Wiederholung, theils unnuͤtz theils faͤr viele meine Leſer zu unangenehm wäre, ſo will ich Dieienigen, welche fich belehren wollen, "auf den zweiten Theil feiner Abhandlung von Bäumen. und Sträuchern der deutſchen Ueberſetzung ⸗* verweiſen. o% Die’ Maulbeerbaͤume treiben gerne Waſſerſchuͤſſe, die man ihnen nimmt, wenn man geinen — gan zu erhalten ſuchet. Unangenehm iſt es bei tin, * saß ſe Mn die ne gewiffe Diefe, und eine gute Anzahl Jahre erraͤchet haben muͤſſen, che fie Fruͤchte liefern. ER Das Beſchneiden vertragen fie nicht gut, und der Zaͤrtlichkeit wegen ſezt man ſie gerne zwiſchen Gchäude, wo ſie für die ſtarken Winde Schug und dennod) Die er⸗ forderlihe Sonne haben. "Dem ohnerachtet geſchiehet es gar zu oft, daß auch ziemlich ſtarke Stämme’ durch den Froſt angegriffen werden und abſterben. Der Stamm felbft erreichet eine ziemlich beetächelie che Hoͤhe, die ſich oft auf vierzig Fuß beläuft. Der Früchte wegen erziehet man fuͤrnemlich bieſeAch. Sie werden bei vollſtaͤndiger Reife entweder gegeffen, oder der Saft wird: mir Zucker, als ein für Kranke ans genehmes und fehr erquisfendes Mittel, eingekocht. Man kann auch durch diefen Saft den rochen Weinen ‚eine dunfele und, fchöne Farbe, und, einen angenehmern —I verſchaffen. | Die faftige Rinde des —— wenn folche oorhu S. Seite 20 bie 23. he &, Haus vater 3. Er Seite 4 479 LVIEL MORU Sıetci 429 in Waſſer gelegt wird, and diefelbe alsdennfich abloͤſet, dienst nah du Hamel zu Verfertigung von Stricken. Es koͤnnte dieſes zu weiteren Verſuchungen bei Verfer⸗ tigung des Papiers Dienſte thun, dazu der Herr Rath Schaͤffer *““ in Regenspurg mit guten Beiſpielen vorgegangen iſt. Mit dem Kämpferfhen Papiermaul⸗ beerbaume iſt dieſes Verfahren der Japaner bekannt. Weil indeffen die Bäume wegen ihrer Weichlichkeit bei uns nicht in Minge gezogen werden Fönnen, fo wuͤr⸗ - de der Ertrag davon nicht. vortheilhaft ſeyn, und der — bleibt alſo nur zur Neugierde übrig. Einige geben die Rinde als ein Wurmtreibendes Mittel an, — welches in Pulborn zu dreißig Gra⸗ nen, — * zu einem Quentgen in der Infuſion für Kin derangenehmer als andere Wurmmittel iſt. In Frankreich werden aus dem Holze Kaſten zu Kaufmannswaaren, Eimer, Weinfaͤſſer und Radfel⸗ gen gemacht. Es ſoll auch gute Tiſchler⸗ und Drechs— lerarbeit liefern und im Waſſer lange dauren. In den. waͤrmeren ‚sändeen geben iedoch auch die Schume felten dickeres Holz, als zu zwoͤlf bis funfzehn Zoll im Durchmeffer indem bei dirkeren Sticken der Kern gemeiniglich nicht mehr gefund zu ſeyn pflegen, Du Hamebl beleget dieſen Maulbeerbaum allein mit den Namen des ſchwarzen Maulbeerbaums, alle uͤbri⸗ gen aber, ſie moͤgen weiße oder rothe Fruͤchte bringen, wilkerals weiße Maulbeerbaͤume benennet willen, Ob wir. De an hierin folgen? daran zweiſle ich des⸗ 2 Deffelben Verſuche und Hufen, ohne ale ——— Papier zu machen afer Band, nn) ©: BomareDict. d'hiſt, nat, Torae 7, pag. 285. 430 LVIIL, MORUDS!ete. wegen, weil man doc) am beften eine iede Art durch ein ne eigene Benennung, welche gewöhnlich von der Farbe der Frucht — 2— — wird, iu ——— im Stande if. * KR gt MORUS (rubra) foliis BE —* ſubtus villoſis, amentis cylindricis. Morus (rubra) foliis cordatis fubtus villofi is, amentis cylindricis, Z. 'Sp.Pl. Mill. 2. Morus foliis fübtus tomentoris, amentis longis dioieis Grozo». Fl. Virg. Pag. 146. Morus Virginienfis .arbor, Loti arboris- in- ſtar ramofa, foliis ampliffimis P/uck, alm. 253. et.du Ham. arb. 7. The Virginia Mulberry. . “Le Murier de; Virginie.“ Der Birginifche s Mautbeerbaum ini ro⸗ ther Frucht. S. Pluch. alm. 253 Kies 246. Eig, 4 Die Benennung zeiget ſchon an, woſelbſt er * Haufe gehoͤret. © Die Platter find —— und am Ende in ei⸗ ‚ne Zoll lange Spitze auslaufend, am Rande ſcharf ges zahnt, an den hieſigen Stämmen mehrentheils ohne Einſchnitte, und wenn diefelben zugegen find, doch niemals fo häufig,s daß fie einem Feigenblatte ähnlich fenn ſollten *). So lange fie iung find, finden fie fich auf der unteren Fläche mit einen wolligen Weſen be deckt, u &. Grono». Fl. Virg. pag. * LVII. MORDS etc, 431 deckt, werden fie aber, größer und älter, ſo bemerfer man auf derfelben fo wohl an den großen erhaben liegen- den grünlichen Adern, aͤls an dem feineren Adergewebe nur furze Haare, die die Fläche beim Angreifen weich machen. Die obere Fläche iſt rauh und hart, und auf ihr machen die auf der unreren befindliche Adern Fleine Vertiefungen, Ihre Farbe ift hellgruͤn. Die Laͤnge beträgt ſechs Zoll und die Breite fünf Zoll, allein fie ſtehen nicht, wie nad) dem Hausvater 5. Th. S. 260. Paarweiſe gegen einander uͤber, ſondern wie bei den uͤbrigen Wechſelsweiſe an den Zweigen. Die Stiele find hellgruͤn und anderthalb Zoll lang. * Er bluͤhet, wenn die Blaͤtter noch iung ſind, bei uns im Monat Mai, Die Käjzchen find Cylinderfoͤr- mig, nad Gronov fo die als ein Gänfefiel, und auf zwei Zoll’ Tang. Nach eben diefem Schriftſteller träger er auch auf dem Stamme etweder bloß maͤnnliche oder bloß weibliche Blumen, Auf einen der hieſelbſt befindlichen habe ich dieſe Nachricht der bloß weiblichen Blumenbuͤſchel völlig gegruͤn⸗ der wahrgenommen, ihre Dicke kommt auch damir voll- kommen überein, ihre Laͤnge war jedoch geringer und Dex trug nicht über einen halben Zoll. Vielleicht dag alfo die angegebene Maaße entweder bloß von den männl: chen zu verſtehen ift, oder daß fie unter unfern Him: melsfteiche Eleiner bleiben, oder daß fie in der Größe erft auf älteren Stämmen zu finden find, Ä Die Fruͤchte ſind hellroth, nach Catesby Be— ſchreibung mehr laͤnglich als rund, und im ne: gut. Sie folen etwas ſaͤuerlicher als bei unferen ſchwar⸗ zen en Die * LVII.MORUsS ec "Die Rinde hat eine Aſchgraue Farbe . ahaf Die Sorrpflangung diefes Ameritanifhen Maufbser, baumes gefchicher, wie bei den vorigen durch den ‚Sag: men, durch Ableger, und durch Pfropfen. RT er indeffen das leztere beobachten wi, r muß da⸗ zu ſeine eigenen Staͤmme waͤhlen, weil nach Miller in England dieſes ſo wenig nf ——* als RE — gege iſt. ler mal So wie ih ‚die: Gefaheuing: br * —— bin, nimmt er bei unſeren auch noch ſo harten Winter keinen Schaden, und in Virginien — er eine Bei Hoͤhe erhalten. Die hieſigen Stämme ſind bei, Aa Alter. von * Jahren acht Fuß hoch, unten zwei Zoll im Durchſchuut te dick, und aus den Saamen, gezogen, Bei ſolcher Haͤrte, worinn er den weißen ‚überreift, frägt es ih; Ob man damit nich den Seidenwurm für: seen £önnte? Die Blätter find, zwar nicht, ſo zart, als bei dem weißen, Maufbeeebeume, allein auch nicht fe dick als an den ſchwaͤrzen. Ein, wiederholter Ber uch, den id) anzuftellen verhindert worden bin, müf icte über mehrere Erläuterung verfihaften, und wenn der Erfolg zeigte, daß die Seite gleich gut ausfällt, als⸗ denn waͤre die Anzucht deſſen für ung, horzuͤglich ha er izt nur noch zur Ergänzung det Berfchiedenheit 806 Sin me in Pflanzungen ſeinen Platz kinnimnat. 30 230 RUS (papyrifera) follis cordati) dif⸗ formibus ſcabris ſubtus tomentoſis, fi: ucti · bus hispidis. —J | Moraus LVII. MORUSete. 433. Morus ( papyrifera) foliis palmatis, fructi- n bus hispidis Li Sp. Pl. Mill. 6. Ä Morus fativa, foliis Utricae mortuae, cor- tice papyrifera Kaempf. amoen, 471. et eiusdem Append. de l’Hiftoire du — pas· 23- The Mulberry, of whofe bark — is made. L’Arbre à Papier, | Der Papıer: Maulbeerbatm —* ©, Kaempf. Hiſt. du —— Tab, — ig. 1. Diefer von Kaͤmpfer beſchriebene und theils in ſeinen Anoen. exot. Tab. 372, theils in der ſpaͤter und nach feinem Tode erft herausgegebenen Reiſebe⸗ foxsibung Tab, 40. abgebildete Baum, wovon id) bes fonders Die leztere Abbildung hatürlich mit dein hieſigen ib: eceinfkimihend finde, wächfet in Japon, China und auch in Suͤdcarolina, woher Miller Saamen erhalten hat. In Japon wird er Kaadſi genennet. Die Blaͤtter weichen in ihrer Form ſehr von ein⸗ ander ab, Nach der angeführten Abbildung follten fie ſaͤmmt⸗ lich Handfoͤrmig ſeyn, und fo nimmt fie auch der Here Ritter von Linne' in feinee Befchreibung an, Al—⸗ lein bei genauer Aufmerkſamteit, und wie fehon Mil: fer erwaͤhnet, finde ich diefe fünf Abtheilungen nur bei den Blättern, fo fange der Paum jung ift, und wahr⸗ I, — Ge ſchein⸗ 44 ° LUILUMORUSeG ſcheinlich iſt die Rämpferfche Figur nach ſolchen genom⸗ men, Der Verfaſſer ſagt indeſſen doch auch S. 24: . in der Beſchreibung, daß fie der Geſtalt und — nach von einander ſich unterſcheiden. Bei aͤlteren Stämmen hingegen find fie bald Herz förmig wie bei dem ſchwarzen Maulbeerbaume, bald ein geſchobenes Oval, bald auf einer Seite mit einen | und mehreren ungleichen Einſchnitten verfeben, und ich habe nach diefer Verſchiedenheit in: den Blättern auf zwölf Geſtalten bemerket. | ‚ Allgemein aber genommen, - ift ein großes Blatt Herzfoͤrmig. Ihr Rand iſt Sägenförmig gezahnt, , ihre. obere Släche ift ſchwarzgruͤn und im, Anfühlen ſcharf, und die untere. .fo wohl mit groben, erhabenen gruͤnweißlichen Adern, als einem Gewebe von vielen kleineren gezeich— net, überdem aber noch mit einen wolligen Wefen und feinen anf den Adern befindlichen Haaren bedeckt, fo daß fie als völlig wollig angegeben werden koͤnnen. We- gen diefes wohigen Weſens und der Geſtalt der Blaͤtter habe ich von der Vefchreibung des Ritters von Pinne in etwas abweichen müffen. Die Länge beträgt bei großen Blättern zehn Zoll, und die Breite feige auf fieben Zoll. Ihre Stiele haben die Dice eines Gänfe kiels, feine weiße. Haare, fo wie die uͤbrigen i hingen — ge, und drei Zoll Laͤnge. Kaͤmpfer har die Blumen nicht geſehen, * lich auch von ihnen aus der Ratur nichts ſegen toͤn nei, ig i ie - Die LVIE »MORUS ete. FERN Die in den hiefigen Pflanzungen befindliche Stäm- me tragen allein maͤnnliche Blumen. Sie kommen in kleinen etwas über einen Zoll langen Käzchen im’ us nius aus den Achfeln der Blaͤtterſtiele auf fehe kurzen Stielen zu vielen Stuͤcken gemeinſchaftlich hervor, Ihre Blumendecke ift- grün, die Fäden re ni und die Staubbeutel gelblich. Die Fruͤchte werden nah Kaͤmpfer in Japon * Junius und Julius reif, betragen in der Groͤße die Größe einer dicken Erbſe, und find, mit einer Menge Purpurfarbiger Haare umgeben. Sie haben, einen an— genehmen Saft. Das Saamenkorn iſt in Anfange gruͤn, und bei der Pen Arche der Beeren ea braun. Die aͤußere Rinde der Zweige it Aſhhlarbi welß, das Holz gelbweißlich, und ohnerachtet es eine ſtarke Markroͤhre fuͤhret fuͤr das mn fehr hart. In Japon pflanzet man ſie durch Stecklinge eo welche bald Wurzeln fihlagen, und wenn gfeich ihr obe⸗ rer über der Erden befindlicher Theil bald froden wird; dennoch eine Menge junger Schüffe aus der Wurzel treiben. Man bauet ihn dorten auf Hügeln ud Ver: gen an, | Daß er auch in guten lockeren Boden durch die aus gebreiteten Wurzeln iunge Schoͤßlinge treibet, fann ich nach meiner Erfahrung beweifen, die zugleich mir bu ftäriger, daß ſolche nach zwei Jahren fi fi I ausgehoben und verpflanget werden fönnen, | | Er 2 Abge⸗ 436 LVII. MORUScerc. Abgelegte Zwage treiben die Wurzeln ungemein langfam. In Zeit von fünf Jahren waren nach den hieſigen Verſuchen dieſelben kaum zum — und Ausheben tuͤchtig. Bee Er hält in England nah Miller die Winter im Freien aus, und nad) feiner Angabe har man es hier mit ihm cbenfalg verfuchen wollen. So vorfichtig man “jedoch beim Ausfegen gewefen, daß man ihn an einen Ort gebracht hat, wo er beſchuͤtzt ſtehet, fo Leider er dem ohnerachtet alle Jahre an feinen Zweigen, und bei har- sen Wintern, wie der von 1766. auf 1767. war, for viel. Ich kann daher wohl behaupten, daß er fuͤr un⸗ ſern noͤrdlichen Himmelsſtrich zu weichlich bleibet, um ohne Bedeckung gezogen werden zu koͤnnen. Der Wuchs der Zweige iſt ſtark, und Kaͤmpfer verdienet Glauben, wenn er ihn in Japon zu anderthalb Klafter Laͤnge bemerket haben will, da ſie hier uͤber eine Elle hoch aufſchießen. Bei ſolchen ſchuellen Triebe wird das Holz niemals tr) und * deſto leich⸗ ter ab, Den Nutzen, den die Japoneſer von der Anzucht diefes Maulbeerbaumes haben, beftcher in der Kunſt, aus der äußeren Ninde verfchiedene Arten von Papier durch das Einweichen und Kochen derfelben zu ver⸗ fertigen. Kaͤmpfer beſchreibet be Verfahren weitläuftig, und fuͤhret zugleich von ige TER an, daß fie auf: LVII. MORUS etc, 437 außerordentlich ſtark ſind, ſo daß man dabon Stricke machen, und einige Arten fir Zeuge von Wolle oder Seite anfehen fönnte, 4: MORUS (alba) foliis oblique cordatislae- vibus Z. Sp. Pl. Mil. 3. Morus alba, fructu minori albo inſulſo u Ham, arb. 3, ‘The white Mulberry. Le Mürierä fruit blanc. Der weiße Maufbeerbaum. Das Vaterland diefes Baums ift China, und von dorther äft er in Sriechenfand, talien, Frankreich, und in Diefem Jahrhunderte auch bei ung in Deutſchland und anderen Nordiwärts gelegenen Ländern eingeführet worden. (2 - Die Blätter find länglich, Hersförmig, nach den Stielen breit, und nach dem Ende zugefpize, und mit Eleinen Einſchnitten verſehen. Sie haben eine hellgrüs ne Farbe, und beide Släden fallen glart und glänzend aus. Die Frucht oder Beere ift weiß, wäßrig, 7* Geſchmack, und alſo ungenießbar. | Der Saame iſt ſchwaͤrzlich und glaͤnzend, die äufe fere Rinde Afıhgrau, und das Holz weißgelblich und won mittelmäßiger Härte, Sewohalicher Weiſe * man ſich iunge Pflan⸗ e 3 zen 438 LVII. MORUS ’ etc. gen durch den Saamen, wenn damit nach der von mir ‚bei dem ſchwarzen Maulbeerbaume gegebenen Beſchrei bung verfahren wird. Iſt er gut, und die Witterung nicht zu ——— lich, fo laͤuft er in ſechs bis ſieben Wochen auf. Baͤume mit beſonders ſchoͤnen Blaͤttern erhält man, wenn man die Zweige eines mit ſolchen begabten Bau⸗ mes auf-iun’e Stämme pfropfet. Einige verwerfen iedoch divfe Merhode, weil die Bäume zärtlicher und minder —— ſeyn, auch die Seide ſchlecht aus— faͤllt und die Wuͤrmer krank werden ſollen. Gegen die Winter ſind die iungen Pflanzen beſon⸗ ders zaͤrtlich, und die Vorſicht bleibt erfoderlich, ſie ſo wohl in den erſten Jahren mit duͤrren Laube zu bedecken, als ſi — e an einen beſchuͤtzten Platz zu ſetzen. Von Baͤumen in ſchlechten Boden gewinnet man gute Seide, ſchlechtere hingegen, wenn ſie in fetten Bo⸗ den ſtehen. — Auf dieſe Art wird eine iede Pflanzung weißer Maul⸗ beerbaͤume am beſten eingerichtet. Allein ohnerachtet aller dieſer Aufmerkſamkeit iſt es ’ wahr, daß fie zwar in unferen Gegenden fortfommen, allein nicht fo gut, als in wärmeren $ändern, wo— 3 ſelbſt fie gefchwinde und zu ‚einige dreißig Juß Hoͤhe wachſen. Auch in etwas harten Winrern leiden fie in Nies derſachſen an den Zweigen oft einen beträchtlichen Vers luſt, und die Erfahrung bezeuget, daß fie in dem beften Boden, LVIMORUS ete, 439 Boden / wenn er nicht fandig und warm iſt, klein und kroͤppelhaft bleiben, daß ihr Wuchs nicht ſtark iſt, und daß ſie ihrer Schwaͤche wegen gar zu * durch Moos⸗ arten uͤberzogen werden. Wer f ch davon überführen will, wenn er fonft die gefaßten Vorurtheife ableget, der darf nur die großen Pflanzungen in den Preugifchen Drovinzen, im Herzog: thume Braunfhweig und andern. ändern uͤberſehen, welche dafelbft zur Befoͤrderung der PN angezo⸗ | gen find. A 4 Um die Blärter von den Binnieh ohne viele Süße zu erhalten, ziehet man fie in Hecken. Der hefondere Vortheil, den wir von ikrem An— baue gewinnen, beſtehet in den Blaͤttern, mit welchen der Seidenwurm (Phalaena.Bombyx Mori Z. Sylt ‚ Nat.) aufgefuͤttert wird. Mach vielen angeſtellten Ers fahrungen ift die duch fie erhaltene- Seide feiner und veiter, als wenn man die Würmer mit den Blättern deg | ſchwarzen Maulbeerbaums ernaͤhret. Bei der Sammlung der Blaͤtter zu End⸗ zwecke iſt iedoch zu Erhaltung und zum beſſeren Wachs⸗ thume der Bäume erfoderlich, daß fie nicht von ſchwa⸗ chen und iungen Stämmen genommen werden, ein Ber» fahren, welches zum Schaden angelegrer Wflanzungen nicht genau genug beobachtet wird, und. die Bäume ſchwaͤchet und zärslicher macht. Nach du Hamel ſellen d die Voͤgel den Fruͤchten ahschen, und davan fett und im Geſchmacke befon- Ee 4 ders 440 LVIIL MYRICA etc. ders fehön werden. Er will den weißen Maulbeerbaum deswegen in Gehege verpflanzet wiſſen. Der übrige Nusen in Abſicht des Holzes u. fi w. kommt mit dem überein, was ich davon bei. dem ſchwar⸗ sen Maulbceerbaume erwähner habe, LVIILMYRICA ( Carolinienfis) foliis lanceolatis ferratis, caule fuffru- ticofo Mil. 3. Myrica foliis lanceolatis fubferratis, fru- ctu baccato Gronop. Fl. Virg. pag. 155- Myrica (cerifera) L}Sp,Pl, ß.Myrtus bra- banticae fimilis carolinienfis humilior, foliis latioribus et magis ferratis Casertz Carol. 1. päg. 69. Gale du Ham. arb. 3, The dwarf broad - leaved. Candleberry Myrile, The Myrtle Barer. Cat, Le Piment royal, l’Arbre de Cire nain de Caroline, le Laurier (ouvage, le Ciri- er, le Myrthe a Chandelle. Der Sarotinifhe Wachsbaum. Der Kerzenbeerenbaum. Der Talgbuſch. ©: Catesey Tab. I3. Die LVIIL MYRICA ete. 441 Rieſen niedrigen Baum nimme Miller als eine bes ſondere Art an, wofuͤr ich fie ebenfalg nach der verfchiedenen Geſtalt der Blätter und deg in allen Boden ſich gleich bleideriden Wuchſes anfehen muß,‘ der Ritter von Line‘ häfe ihn aber mie Gronoy *) nur für cine Abare des mehr hochſtaͤmmigen Nordamerifani. hen Wachsbaumes mit länglichen weniger gezahnten Blaͤttern. Er waͤchſet in Carolina, Virginien und Penſylva⸗ nien. Die Blaͤtter ſtehen Wechſelsweiſe an den Zweigen, ſind laͤnglich, doch ſo, daß die Blaͤtter nach ih— ren Sticken zu ſchmaler ausgehen, am Rande big an die Mitte des Blatts tief gezahnet, und ſteif und glatt ſind. Ihre Farbe iſt hellgruͤn, auf der oberen Flaͤche ſtaͤrker und glaͤnzender, als auf der unteren. Sie haben zwei Zoll Laͤnge und auf einen Zoll Breite. Zerrieben geben fie einen ſtarken der Meliſſe (Me- liffa hortenfis 2.) äßnlichen Geruch. Bei warmen Wintern fallen fie auch bei ung nicht ab, wenn die Stämme befihäzt fiehen, und ich habe fie öfters im Fruͤhiahre mit dem völligen Laube angetroffen. Die Blumen erſcheinen theilg als männliche, theils als weibliche, iede auf einen befonderen Baume. Die männlihen Blumen find in einen ovafın fänglichen Käzchen verfammlet, und liegen die Schup: pen zwar locker, allein wie Dachziegel auf einander, ‚Eine iede folhe Schuppe ift Mondförmig, ausgchör let und ſtumpf zugeſpizt. Sie hat Feine Blume, wohl Ee aber ) & Fl. Virg. pag. 155. | 44% EVHRIMYRTCAetc, aber. vier, oͤfters ſechs, kurze Fadenförmige Gasen mit großen getheilten Staubbeuteln. | ‚Die . weiblichen Blumen kommen mit —* maͤnnlichen in Abſi cht der Geſtalt des Kaͤzchens und der Schuppen überein, nur hat iede derfelben einen ova⸗ Ion Knopf, aus welchen zwei Fadenförmige Lange Griffel mit einfachen Stigmaten hervor gehen. Die veife Frucht ift eine. Eleine ‚runde, Beere, von det Größe einer Erbfe, welche ein einziges Gag: menkorn enthaͤlt, und äußerlich mit eince Art vom Steifche umgeben ift, welches bei großer Wärme. fluͤßig wird. So wie die Blumen in dem Käschen neben einander befindlich waren, fo findet man auch die Bee⸗ ron bei ihrer Reife, - Die Rinde der Zweige iſt geönfteh, fo fange fie jung find, bei älteren hingegen braͤunlich. Man evziehee die Wachsbaͤume am ficherften und leichteſten aus guten den weichen wir aus Amer rika geſchickt erhalten. Auf ſolche Weife find hieſelbſt eine betraͤchtliche Anzahl derſelben gezogen, und bei meh rerer Stärfe ausgepflanget worden, Sie follen fi ch auch nah du Hammel in Carolina ‚ohne viele Mühe durch die bewurzelte Brut vermehren laſſen, undin dem ganzen nordlichen Amerika — e haͤufig durch Ableger gebauet. VUnſeren Himmelsſtrich vertragen ſie — 9 gut. Diefes bezeugen fowohl die hefigen iungen Stäm- me, als die in dem von Muͤnchhauſiſchen Garten —— LVIIL-MYRICrAretc. 443 zu Schwoͤbber befindlichen hochftämmigen Bäume mit mehr Tänglichen und weniger gezahnten Vlaͤttern, wel che dorten fchon geblüher und Beeren getragen haben, Selbſt du Dantel, wenn er von dem Himmels firiche reder, unter welchen fie in Amerifa angetroffen werden, feheinet diefe Härte von denienigen Stämmen erwarten zu wollen, welche nicht aus Amerifanifchen, fondern aus Europäifchen Saamen gezogen find. Ge— ‚wiß werden folche noch härter feyn, alg die erſteren, ob fie gleich nicht ganz fo zärtlich fich zeigen, als diefer Schriftſteller angiebt. Ein guter lockerer etwas feuchter Boden iſt ihnen angenehmer, als ein magerer und trockener. Ihre Hoͤhe fol * uͤber drei, vier bis fuͤnf Su betragen, Durch dag fihöne grüne Laub zieren fie Gärten und Pflanzungen, der hauptſaͤchlichſte Vortheil wird aber in Amerika aug den Früchten erhalten. Die Anweifung, wie man das Wachs aus ifnen erhält, ift nah tem Hamb. Magazin 235 Bande Seite 210. weitlaͤuftig uͤberſezt zu finden, 360 ich meine Leſer zu Erfparung aller Weitlaͤuftigkeit vermeir fe. Nach derfelben werden die Beeren mie Waffer auf gekocht, und dasausihnen gezogene grüngelbliche Wachs zu Kerzen gebraucht, Ein ſolches Wachs, wenn es auch abfließer und auf Kleider tröpfele, fol nicht wie unfer gemeineg Wachs flecken, aha Schuppenweiſe abſpringen, wenn man die 444 LIX. NYSSA etc. die Stelle reibet. Du Hamel hat es mir dem Euro» päifcyen vermifchen und "daraus Kerzen ziehen laſſen, welche zwar nicht fo weiß, als die aus dem lezteren al; lein verferrigee wurden, ſonſt aber beim Brennen einen angenehmen Geruch gaben, und deren Tropfen leichter aus Zeugen gebracht werden Eonnten, Rt So fol auch noch das MWaffer, womit das Wachs ausgezogen ift, dem darin geſchmolzenen Unfchlitte eis ne dem Wachſe ähnliche VBefligkeie geben, und wegen feiner zuſammenziehenden Eigenfhaft den Durchlauf ſtillen. a LIX. NYS SA (aquatica ) fol ade dentatis Mil, 2. Gard. Diet, the feventh Edit. in addend. Nyſſa pendunculis 'unifloris Gronov. FI. Virg. pag. 162. | The ferrated-leaved Tupelo. Black berry- bearing Gum, | Der Caroliniſche Fifcherbaum, Der Holzſchuhbaum. Der Zupelobaum, 8 S. Catesby. Tab, 6% r wird in Carolina und Birginien in den feichten | Stellen der Stüffe und in Suͤmpfen anges 9 — Der Fe Du —— LI NVSSA em 445. Det Ritter von Linne' nimmt diefen.und den mit ungezahnten Blaͤttern für eine Are an, Miller trennet fie aber mit Gnonov von cinander. Die Blätter gleichen den Meldenblättern, und fichen auf halben Zoll langen Stielen Wechfelsweife an den Zweigen. Sie find.oval, an beiden Enden zuge fpizt, am Rande mit weitläuftigen ſcharfen einzelnen Einſchnitten oder Zähnen verfehen, auf der oberen Slä- che hellgruͤn und glatt, und auf der unteren in der Far; be matter. Auf diefer lezteren läuft durch die Mitte eie ne erhabene Ader mit Fleineren Nebenäften fort, und. ein feines Adergewebe bedeckt fie an allen Orten. Die größeften Blätter haben über drei ai gänge, und anderthalb Zoll Breite, Han finder bei ihnen auf einen Stamme männliche und auf den andern Zivitterblumen, Die männlichen Blumen haben cine fünffach gerheilte offenfichende Fleine Blumendecke, allein eine Blume iſt bei ihnen eben fo wenig, als beiden Zwit⸗ rerblumen vorhanden. Die Anzahl der Pfrientenför- migen Faͤden beträgt zehn Stück, welche kuͤrzer als die Blumendecke find. Sie haben gelbe getheilre Staubbeutel von gleicher Sänge, Bel den Zwitterblumen komme die Bluntens Dede mirder von den männlichen Blumen überein, außer daß fie auf dem Knopfe fie. Sie ift mit fünf Pfricmenförmigen aufgerichteten Staubfäden, mit einfachen Staubbeuteln verfehen, die iunge Frucht iſt oval, der Griffel Pfriemenfoͤrmig krumm 446 LIX: NYSSA etc. krumm gebogen und länger als die Baden, und das Stigma zugeſpizt. Die Frucht iſt in einer langlic runden Cavſel ein⸗ geſchloſſen, die nach der Groͤße und dem Anfehen einer grogen Cacaobohne gleich fomme.. Die Capfel beſte · het aus einer duͤnnen Haut, iſt aͤußerlich braun, glaͤn⸗ zend und mit erhabenen kleinen Warzen gleichſam uͤber— ſaͤet. Die Frucht ſelbſt iſt ebenfals laͤnglich rund, am Ende zugeſpizt, mit laͤnglichen Furchen ohne Ord⸗ nung gezeichnet, und nach Catesby von einen 1 ſchacfen —— Den Namen des Holzſchuhbaumes hat er von den Nordamerikaniſchen Coloniſten der Salzburger Emi— granten erhalten, welche aus dem Holze bei Errichtung ihrer Haushaltung Schuhe verfertiget haben, *) Das Holz fol bräunlich und bei alten dicken Baͤu⸗ men sähe und maferige ſeyn, von dünnen Bäumen hins gegen zu nichts, auch nicht einmal zum brennen faugen, uno fat fo gelhind faulen, als es duͤrre wird, weil es mit Feuchtigkeiten gar zu fehr angefüller und — mig iſt. Bei den htefigen iungen Stämmen, welche bis izt weder in einen freien Stand ausgepflanzt find, noch geblühet haben, it die auge Rinde Aſchgrau und glatt. Von der Erziehung des | — bekannt, & dag man ihn durch die Ausſteckung der Früchte forte 7 ne Hamb. Magaz. 17. Band Seite 490. LIX. NYSSA ec. 447 pflanzer ,„ welche erft im zweiten Jahre zu Feimen pflegen. Bei den öfters hier angeftelleen Verſuchen ift icdoch felten eine derfelben aufgelaufen, und wenn es ia ges ſchehen ift, fo Hat man fie in den erftern Jahren ohners achtet aller genommenen Vorſicht wiederum eingebüßer, Wahrfcheinlih erhalten wir alfo nach diefen Ders ſuchen die Fruͤchte aus Amerifa mehrentheils ver dorben, Nah Miller bleiben fie in England gegen die Kälte beftändig empfindlich, und da fie unfern Himmels» firich noch weniger vertragen werden, fo wird man es kaum wagen dürfen, fie im Freien auszufegen, wenn men ihnen nicht einen befchüzten Platz anzumweifen im Stande ift, und fie den Winter über bedeckt hält, Sie erfordern viel Waffer, und werden an naffen Oertern vierzig Fuß hoch. | Die ſchwammige Wurzel nimme man in Caros lina zu Koͤrken. | Ende des erſten Theils. een u wife — mail, ac Am Ai — er © ers rt Ba A A * — ——— “ — Br = % k u he \ » S er er 4 ur “ ee st — —— 1 ”z — ar, J—— RNIT re * as ar J a are = wmupidie — De Ye "aan, — * — "u vahting m ce.) 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